In diesem Artikel:
- GPS-Track und Karte
- Die Triglav-Hüttentour in 6 Etappen
- Wie schwer ist die Tour?
- Tipps zur Sicherheit
- So buchst du Hütten in Slowenien
- Infos zur Anreise
- Beste Reisezeit
- Packliste und Ausrüstung
- Weiterführende Webseiten
- FAQ und sonstige Fragen
- Mein Fazit zum Triglav-Nationalpark
Es war am dritten Tag, ich stand auf einem schmalen Felsband. Tausend Meter unter mir lag das Trentatal, im Hintergrund ragte die gewaltige, wolkenverhangene Gipfelpyramide des Triglav auf. Und plötzlich steht keine drei Meter vor mir ein Alpensteinbock und genießt seelenruhig diese unbeschreiblich gute Aussicht – so als wäre es das Normalste der Welt.
In diesem Moment wurde mir klar: Das ist die schönste Hüttentour, die ich jemals gemacht habe.
Eigentlich bin ich eher durch Zufall auf den Triglav-Nationalpark gekommen, weil ich nach Hüttentouren abseits der üblichen Alpenklassiker gesucht habe. Aber als ich die ersten Fotos gesehen habe, wollte ich sofort hin. Im Rückblick war das genau die richtige Entscheidung: Bis heute gehört diese Tour zu den Treks, an die ich am liebsten zurückdenke.

In Slowenien ist der Triglav-Nationalpark natürlich berühmt. Dennoch steht er bei vielen Bergwanderern immer noch etwas im Schatten der Klassiker in Österreich oder Norditalien. Völlig zu Unrecht: Die Julischen Alpen sind eine spektakuläre Hochgebirgslandschaft aus schroffen Gipfeln, türkisfarbenen Gebirgsbächen und steilen Bergpfaden – ein ideales Revier für anspruchsvolle Hüttentouren.
In diesem Guide zeige ich dir meine sechstägige Tour mit allen Etappen, GPX-Track, Hütten, Schwierigkeit, Packtipps und allen wichtigen Informationen, die du für die Planung deines eigenen Bergabenteuers brauchst.
Auf einen Blick
Spektakuläre Hüttentour durch die Hochgebirgslandschaften des Triglav-Nationalparks mit aussichtsreichen Höhenwegen und optionalen Gipfelbesteigungen.
ca. 76 Kilometer
6 Tage
mittel bis schwer
hoch
teilweise ausgesetzte, aber versicherte Wege, viel Schotter und leichte Kraxeleien
kein Klettersteigset erforderlich, ggf. Helm zum Schutz vor Steinschlag
Triglav (2.864 m) und Razor (2.601 m)
Berghütten des Slowenischen Alpenvereins
💡 Tipp: Die Tour richtet sich an trittsichere und schwindelfreie Wanderer mit guter Kondition. Für die Übernachtungen in den Berghütten empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
So habe ich die Hüttentour durch die Julischen Alpen geplant
Die Planung meiner Hüttentour durch den Triglav-Nationalpark war etwas aufwendiger, weil ich keinem vorgebebenen Weg wie der Alta Via 1 oder dem Stubaier Höhenweg gefolgt bin. Stattdessen musste ich mir eine eigene Route zusammenstellen. Bei knapp 70 Hütten im Triglav-Nationalpark und hunderten von Kilometern an Wanderwegen ein spaßiges, aber auch ziemlich zeitaufwändiges Unterfangen…
Bei der Planung hatte ich fünf klare Ziele:
Herausgekommen ist die folgende Route, die für mich das Beste des Triglav-Nationalparks verbindet und die ich rundum weiterempfehlen kann. Dass die Tour hervorragend funktioniert, zeigen nicht zuletzt auch die vielen positiven Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern des Blogs, welche die Wanderung inzwischen selbst gegangen sind.
Karte und GPX-Track
Die Tour startet in dem beschaulichen Städtchen Bovec und folgt in den ersten beiden Tagen dem Lauf des Gebirgsflusses Soča auf dem gleichnamigen Soča-Trail. Durch das Trenta-Tal steigt der Weg bis zum Vršičpass, wo sich die ersten Einblicke ins wilde Hochgebirge bieten. Am dritten Tag passieren wir auf spannenden Alpinwegen einige der höchsten Gipfel im Triglav-Nationalpark: Prisonjik, Bovški Gamsovec und Razor.
Tag 4 führt uns über die exponierte Luknja-Scharte zum König der Julischen Alpen, dem 2.864 m hohen Triglav (für die optionale Besteigung ist ein weiterer Tag sinnvoll). Nach einer Übernachtung überschreiten wir am fünften Tag den benachbarten Berg Kanjavec und gelangen in das berühmte Tal der sieben Seen – wahrscheinlich das schönste Gebirgstal im Park. Durch eine romantische von Almen, Wiesen und dichte Wälder geprägte Landschaft geht es am letzten Tag dann auf einfachen Wegen bis zum Bohinj-See, wo die Tour endet.
GPS-Track zum Herunterladen:

👉Anleitung zum Öffnen von GPX-Tracks
Höhenprofil

Die Triglav-Hüttentour: In 6 Etappen durch den Triglav-Nationalpark
Damit du dir einen besseren Eindruck von der Hüttentour machen kannst, folgt hier eine etwas detailliertere Beschreibung der einzelnen Etappen mit vielen Fotos, die ich unterwegs aufgenommen habe.
🥾 Etappe 1: Bovec – Pri Plajerju Farm
📍 Route: Bovec (454 m) → Soča-Tal → Pri Plajerju Farm (610 m)
📏 Länge: 20,5 km · ⏱️ Dauer: ca. 8 Stunden
255 hm
137 hm
Leicht (T2)
■ Pfad: 10,9 km ■ Naturweg: 3,2 km ■ Schotterweg: 2,8 km ■ Asphalt: 2,6 km ■ Straße: 973 m
Der erste Tag startet gemütlich und folgt ohne größere Steigungen durchweg dem wunderschönen Gebirgsfluss Soča auf dem Soča-Trail. Der Soča-Trail ist ein Teilstück des Alpe-Adria-Trails und gilt bei vielen Wanderern als das schönste Stück des Fernwanderwegs. Ich kenne zwar den Alpe-Adria-Trail nicht in der gesamten Länge, aber ja… der Soča-Trail ist sehr reizvoll.
Lies dir hier meinen ausführlichen Erfahrungsbericht zum Soča-Trail durch.
Der Weg verläuft fast immer am Fluss entlang und bietet wunderschöne Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser der Soča. Zwischendurch überquerst du einige Brücken. Wenn du mutig bist, kannst du auch im Fluss schwimmen. Aber Vorsicht: Das Wasser ist selbst im Hochsommer eiskalt. Übernachtet wird in dem urigen Bauernhof Pri Plajerju*. Hier schläfst du in einer alten Scheune auf Matratzen aus Heu. Der perfekte Abschluss eines tollen Wandertags.

Triglav-Nationalpark Etappe 2
🥾 Etappe 2: Trenta-Tal – Vršič-Hütte
📍 Route: Trenta-Tal (610 m) → Vršičpass (1.611 m) → Poštarski dom na Vršiču (1.688 m)
📏 Länge: 11 km · ⏱️ Dauer: 6–7 Stunden
1.160 hm
80 hm
Leicht (T2)
■ Pfad: 7,9 km ■ Schotterweg: 1,6 km ■ Straße: 719 m ■ Naturweg: 505 m ■ Asphalt: 351 m
Weiter geht es auf stillen Wegen entlang der Soča bis zu dem malerischen kleinen Weiler Trenta. Wenn du ein bisschen Zeit hast kannst du hier die Kirche der Heiligen Madonna von Loreto besichtigen und eine Pause einlegen. Danach wird es nämlich steil: Zunächst über einen Gebirgsweg bis du das Denkmal von Julius Kugy erreichst. Der Schriftsteller und Bergsteiger gilt als poetischer Botschafter der Julischen Alpen.

Das letzte Stück der heutigen Etappe bin ich auf der Straße entlang gelaufen, wo es nicht viel Verkehr gab. Ich habe im GPS-Track aber die schönere Route auf einem Gebirgsweg eingetragen, die Steigung ist ungefähr gleich. Die Gipfel beginnen sich jetzt immer weiter aufzutürmen bis schließlich der 1.611 m hohe Vršičpass erreicht wird.

Die Hütte Poštarski dom na Vršiču liegt noch einmal etwa 50 Höhenmeter oben. Unterwegs kommst du an der mächtigen Nordwand des Prisonjik vorbei und kannst das Gesicht des heidnischen Mädchens bestaunen – eine faszinierende Felsformation, die tatsächlich wie ein menschliches Gesicht aussieht.

Tipp: Nach dem Denkmal von Julius Kugy an der weiter westlich gelegenen Hütte Koča pri izviru Soče einen Abstecher nach Izvir Soče machen, der Quelle der Soča, die hier zwischen den Felsen entspringt. Ich hab es mir nicht angeschaut, der Weg soll etwas anspruchsvoller sein (T3). Der eigentliche Weg führt noch vor der Quelle zum Pass. Mit dem Abstecher bist du schätzungsweise 8 Stunden unterwegs.
Triglav-Nationalpark Etappe 3
🥾 Etappe 3: Vršič-Hütte – Pogačnikov-Hütte
📍 Route: Poštarski dom na Vršiču (1.688 m) → Sedlo Planja (2.348 m) → Pogačnikov dom na Kriških podih (2.050 m)
📏 Länge: 8,5 km · ⏱️ Dauer: 7–8 Stunden
1.185 hm
810 hm
Schwer (T4)
■ Pfad: 5,9 km ■ Pfadspur: 2,3 km ■ Schotterweg: 230 m
Die heutige Etappe folgt dem Slowenian Mountain Trail. Für alle, die gedacht haben, der letzte Tag war anstrengend: Ab hier geht es eigentlich erst richtig los. Zunächst aber noch recht zahm: Von der Hütte Poštarski dom na Vršiču läufst du auf einem schmalen, aber einfachen Bergpfad durch dichte Wäldchen aus Bergkiefern bis zur Kreuzung Na Robu.

Ab Na Robu wird das Terrain dann zunehmend alpiner. An der Südwand des Prisonjik vorbei steigt man über einen teils ausgesetzten, mit Stiften und Drahtseilen gesicherten Steig bis zum Sedlo Planja, einem schmalen Sattel zwischen den Bergen Razor und Planja. Das ist die Schlüsselstelle und der schwierigste Abschnitt der gesamten Tour
Erste Sicherungen hinter Na Robu:

Mäßig steiles Schrofengelände, auch hier ist der Weg noch relativ harmlos:

Vor dem eigentlichen Aufstieg zum Sedlo Planja gibt es eine riesige Wiese im alpinen Ödland, die einen guten Platz zum Rasten abgibt. Hier habe ich auch das erste Mal Scharen von Steinböcken gesehen, die sich von mir aber nicht weiter stören ließen.

Der anschließende Übergang über den Sedlo Planja ist die technisch anspruchsvollste Stelle der gesamten Tour: Der Weg ist stellenweise sehr schmal und ausgesetzt, vor dem letzten Aufschwung darf man drahtseilgesichert eine ca. 25 Meter hohe abschüssige Felsplatte herunterkraxeln. Dafür sind die Tiefblicke und die Aussichten auf die umliegenden Berge überwältigend. Außerdem ist es hier sehr einsam. Ich habe auf der ganzen Etappe nur einen einzigen Wanderer gesehen.
Nach der Felsplatte folgt ein letzter kurzer Aufstieg, dann erreicht man den eigentlichen Sedlo Plaja, einen schmalen Sims am Fuß des Razor. Das Foto mit dem Steinbock oben habe ich genau dort aufgenommen. Als Belohnung gibt es außerdem einen tollen Blick auf den Triglav im Südosten. Wenn du genügend Zeit und Energie hast, kannst du den Razor besteigen (2.601 m). Plane dafür ungefähr 2-3 Stunden mit Abstieg ein, ich habe das allerdings nicht gemacht.

Das letzte Stück zum Etappenziel ist noch einmal ziemlich zäh und zieht sich teils gesichert über eine nicht enden wollende Geröllhalde bis zur Hütte Pogačnikov dom na Kriških podih. Beim Abstieg aufpassen: Der Weg ist durch den vielen Schotter extrem rutschig! Die steilsten Stellen sind aber glücklicherweise wieder mit Drahtseilen entschärft.

Triglav-Nationalpark Etappe 4
🥾 Etappe 4: Pogačnikov-Hütte – Koča na Doliču
📍 Route: Pogačnikov dom na Kriških podih (2.050 m) → Bovški Gamsovec (2.392 m) → Luknja (1.758 m) → Koča na Doliču (2.151 m)
📏 Länge: 9 km · ⏱️ Dauer: ca. 7,5 Stunden
1.150 hm
1.030 hm
Schwer (T4)
■ Pfad: 6,9 km ■ Pfadspur: 2,1 km
Ein weiterer toller Wandertag mit atemberaubenden Ausblicken auf den Triglav. Los geht es recht sanft und erfreulicherweise ohne größere Steigung über riesige Kalksteinblöcke. Nach knapp 20 Minuten ändert sich das und der erste größere Aufstieg (300 hm) zum Bovški Gamsovec steht an. Der Weg ist mit Seilen und Stiften gesichert, auf den Gipfel führt ein kurzer gesicherter Klettersteig (optional).
Steiler, aber gesicherter Aufstieg zum Bovški Gamsovec:

Schöne luftige Passage auf dem Weg zur Luknja-Scharte, die Drahtseile sorgen zumindest für ein wenig moralische Unterstützung:

Auch ohne Gipfel bietet sich eine fantastische Aussicht auf die Nordwand des Triglav in der Morgensonne. Anschließend folgt die Schlüsselstelle des Tages: Ein sehr schmales Felsband, das gequert werden muss bis man oberhalb der Luknja-Scharte rauskommt. Der Abstieg zur Scharte ist nicht übermäßig steil und verläuft durch Wiesen von blühenden Bergblumen. Trotzdem ist ein bisschen Vorsicht angesagt: Auf beiden Seiten des Sattels geht es mehrere hundert Höhenmeter fast senkrecht runter.

An der Luknja-Scharte angekommen siehst du mit etwas Glück die ersten Bergsteiger, die gerade dabei sind, den Triglav über den Bamberg-Klettersteig hochzukraxeln – weiter unten gibt es einen Parkplatz. Für mich kam das vollem Trekking-Gepäck nicht in Frage: Der Klettersteig ist lang und nicht ganz einfach (Schwierigkeit C/D).

Die Wanderroute verläuft stattdessen südwestlich und steigt rund 200 hm in ein bewaldetes Nebental ab. Das letzte Stück zieht sich dann nochmal ziemlich, da man von rund 1.500 Metern auf 2.150 Meter aufsteigen darf. Über schier endlose Serpentinen geht es nach oben bis zur Hütte Koča na Doliču am Fuß des Triglav.

Tipp: Die Hütte macht erst um 16:00 Uhr auf. Wenn du früher ankommst, könnstest du theoretisch auch noch am gleichen Tag auf den Triglav hochsteigen. Das sind dann aber nochmal knapp 700 Hm im Aufstieg. Ich war nach dem Anmarsch etwas zu platt dafür und habe mir die Besteigung für das nächste Mal aufgehoben. Die Hütte selbst ist übrigens die einfachste Hütte der Tour. Es gibt hier nur kaltes Wasser für die Katzenwäsche und ein Plumpsklo.
Triglav-Nationalpark Etappe 5
🥾 Etappe 5: Koča na Doliču – Sieben-Seen-Hütte
📍 Route: Koča na Doliču (2.151 m) → Kanjavec (2.568 m) → Zasavska Koča na Prehodavcih (2.071 m) → Koča pri Triglavskih jezerih (1.685 m)
📏 Länge: 9 km · ⏱️ Dauer: 6–7 Stunden
460 hm
925 hm
Mittel (T3)
■ Schotterweg: 6,9 km ■ Pfad: 2,1 km
Am nächsten Tag bin ich über den Berg Kanjavec ins Tal der sieben Seen gelaufen, weil ich nochmal die Aussicht auf den Triglav von Westen genießen wollte. Es gibt aber einen einfacheren Weg über Dolič und Hribarice, der mit etwas weniger Höhenmeter auskommt. Achtung: Auf den Kanjavec führen ebenfalls mehrere Routen, die laut Hüttenwart aber teilweise riskant sind. Die beste Route beginnt direkt hinter der Hütte und ist mit einem grünen Wegweiser markiert.

Die Route auf den Gipfel ist recht gut markiert auch wenn es eigentlich kein richtiger Weg ist, sondern loses Schottergelände, in dem man sich häufig selbst die beste Route sucht. Extrem steil wird es aber nicht – nur ganz zum Schluss: Dort darf man einige Meter fast vertikal in einem Kamin aufsteigen, allerdings vorbildlich mit einem durchgängigen Drahtseil gesichert.

Nach den letzten beiden Tagen, vor allem nach dem Sedlo Planja, ist diese kurze Stelle (ca. 25 hm) aber keine wirkliche Herausforderung mehr. Oben angekommen bietet sich dann noch einmal ein Blick auf die prächtige Gipfelpyramide des Triglav. Die Morgenstimmung, als die Sonnenstrahlen den Berg beleuchteten, fand ich wahnsinnig stimmungsvoll – der Aufstieg ist also schon lohnenswert.
Anschließend bin ich es etwas schlechter markiert die Südwestflanke runter und durch eine verkarstete Mondlandschaft in das Tal der sieben Seen. Hier etwas aufpassen: In dem Karstgelände gibt es viele Senklöcher (Dolinen) und tiefe Spalten. Gehe im Zweifelsfall also lieber zur letzten Markierung zurück, anstatt auf gut Glück herumzulaufen. Die Hütte Zasavska koča na Prehodavcih ist ein guter Punkt für eine Mittagspause. Von hier aus hast du auch einen genialen Blick auf die ersten beiden Seen des Tals.


Der letzte Abschnitt des Tages führt durch die eindrucksvolle Karstlandschaft zu Füßen des Vogel-Massivs an einigen unbeschreiblich schönen Bergseen vorbei. Vor allem der größte See Jezero v Ledvicah hat mich mit seinem intensiven Bildschirmschoner-Türkis einfach nur umgehauen. Das Foto hier ist übrigens nicht nachbearbeitet…

Baden in den Seen wird nicht gerne gesehen. Ein paar Leute haben es trotzdem gemacht und ich konnte es mir auch nicht verkneifen, zumindest mal kurz reinzuspringen. Als Krönung wartet dann die Hütte Koca pri Triglavskih Jezerih in traumhafter Lage am untersten der Seen. Wenn es einen Preis für die schönste Berghütte der Welt gibt – hier ist der Gewinner.
Triglav-Nationalpark Etappe 6
🥾 Etappe 6: Sieben-Seen-Hütte – Stara Fuzina
📍 Route: Koča pri Triglavskih jezerih (1.685 m) → Štapce (1.851 m) → Bregarjevo zavetišče na planini Viševnik (1.620 m) → Koča na Planini pri Jezeru (1.453 m) → Bohinj-See (525 m) → Stara Fuzina (547 m)
📏 Länge: 13 km · ⏱️ Dauer: 6–7 Stunden
360 hm
1.500 hm
Leicht (T2)
■ Pfad: 6,8 km ■ Schotterweg: 2,7 km ■ Naturweg: 2,3 km ■ Asphalt: 566 m ■ Straße: 401 m ■ Pfadspur: 129 m
Nach den alpinen Etappen der vorigen Tage klingt die Tour entspannt aus. Ein Stück geht es noch am See entlang, dann führt die Route mit einem kurzen knackigen Anstieg über Štapce aus dem Tal heraus. Der Weg führt durch Kiefernwald, immer mal wieder lichtet sich Blick auf kleine versteckte Wiesen und Täler.
Die idyllische Alm Koča na Planini pri Jezeru liegt an einem weiteren See und ist der perfekte Ort für einen Zwischenstopp.

Das letzte Stück führt auf steinigen Pfaden durch den dichten Wald oberhalb des Bohinj-Sees stetig abwärts. Einige wenige Stellen sind mit Drahtseilen gesichert. Eigentlich kann hier aber nichts mehr passieren. An der Hütte Kosijev Dom na Vogarju hast du die Zivilisation fast schon wieder erreicht. Hier zweigt ein kleiner Trampelpfad südlich zu einem tollen Aussichtspunkt über dem Bohinj-See ab.

Eine halbe Stunde später verlässt du den Wald und läufst die letzten paar Meter auf einer Straße bis in das Örtchen Stara Fužina, wo die Tour endet. Hier gibt es ein paar Hotels, im südlich gelegenen Ribčev Laz ist aber etwas mehr los. Ich bin stattdessen noch ein Stück weiter in Richtung Ukanc gelaufen, weil sich unterwegs das preiswerte Hostel Pod Voglom* befindet. Praktischerweise gibt es direkt am Hostel eine Bushaltestelle – damit ging es am nächsten Morgen dann zurück nach Ljubljana.

Wie schwer ist die Trekking-Tour im Triglav-Nationalpark?
Die Wanderung führt auf den mittleren Etappen durch alpines Gelände bis 2.500 Meter – für Alpenverhältnisse also schon recht hoch. Dazu kommt eine Besonderheit der Julischen Alpen: Die Berghänge sind stark zerklüftet und stürzen fast überall sehr steil ins Tal ab. Daher sind etliche Wege entsprechend schmal und ausgesetzt.
Eine generelle Herausforderung in den Julischen Alpen ist auvh der viele Schotter, bedingt durch das brüchige Kalkgestein. Dadurch sind die Wege ziemlich rutschig. Am Sedlo Planja führen diese Rutschpartien auch schon mal ohne Sicherungen am Abgrund entlang. Hier musst du konzentriert und langsam gehen, dann ist das Risiko überschaubar.
Technisch anspruchsvoll sind die folgenden Abschnitte:
| Passage & Etappe | Beschreibung der Stelle | Warum es anspruchsvoll ist | Risiko |
|---|---|---|---|
| Übergang zum Sedlo Planja (Etappe 3) | Abstieg über eine abschüssige Felsplatte (ca. 25 Meter). Teilweise mit Drahtseil und Stiften versichert. Ausgesetzte Wege am Pass. | Konzentration und Schwindelfreiheit erforderlich, leichte Kraxelei direkt am Abgrund. | ⚫⚫⚫⚫⚪ |
| Abstieg zur Pogačnikov-Hütte (Etappe 3) | Relativ steiler Pfad auf rutschigem Schotter und Geröll. Nur teilweise mit Drahtseil versichert. | Erhöhte Rutschgefahr. Der lose Untergrund bietet kaum Halt und beansprucht die Knie. | ⚫⚫⚫⚪⚪ |
| Anmarsch zur Luknja-Scharte (Etappe 4) | Schmaler, exponierter Pfad auf Felsbändern. An den kritischen Stellen mit Drahtseil versichert. | Psychisch fordernd durch Tiefblicke. Kein Spielraum für Fehltritte. | ⚫⚫⚫⚫⚪ |
| Abstieg zur Luknja-Scharte (Etappe 4) | Relativ steiles Grasgelände auf schmalem Gratweg. | Das Gelände bricht zu beiden Seiten fast senkrecht ab. Bei Nässe oder Wind rutschig und gefährlich. | ⚫⚫⚫⚪⚪ |
| Gipfelkamin des Kanjavec (Etappe 5) | Fast vertikaler Aufstieg in einer engen, felsigen Rinne (ca. 25 Meter). Teilweise drahtseilgesichert. | Verlangt einfache, vertikale Kraxelei. Durch die Enge des Kamins ist erhöhte Vorsicht vor Steinschlag geboten. | ⚫⚫⚫⚪⚪ |
Der schwierigste Teil ist der Abschnitt rund um den Sedlo Planja. In den OSM-Karten wird die Route hier mit dem Grad T5 nach SAC-Wanderskala bewertet. Ich selbst würde es eher als T4 einstufen, da es an allen kritischen Stellen zumindest Stifte zum Festhalten und Steigbügel gibt. Ein bisschen Kraxelei solltest du auf jeden Fall aber nicht abgeneigt sein.
💡 Tipp: Du kannst die schwierigen Etappen 3 & 4 auch überspringen. Anstatt am Ende von Etappe 2 zum Vršič-Pass aufzusteigen, wanderst du von Trenta auf der Via Alpina durch das Zadnjica-Tal und steigst über einen breit angelegten Militär-Saumpfad zur Hütte Koča na Doliču auf. Die Strecke beträgt rund 11 km, damit verkürzt sich die Tour auf 5 Tage.

Voraussetzung für die Tour ist auf jeden Fall 100%ige Schwindelfreiheit. Die Wege sind nicht an allen ausgesetzten Stellen versichert. Allgemein sind die Sicherungen etwas rustikaler als man das z.B. aus Deutschland oder Österreich kennt. Statt einem durchgängigen Drahtseil gibt es häufig nur Stifte zum Festhalten oder einen Steigbügel für den Fuß. Das funktioniert auch, mag aber etwas ungewohnt sein, wenn man Drahtseile gewöhnt ist.
Im steilen Gelände solltest du außerdem Folgendes beachten:
Sicherheits-Equipment
Da der Weg häufig unterhalb von steilen Felswänden verläuft, hatte ich einen Helm zum Schutz gegen Steinschlag* dabei. Man kann sich darüber streiten, ob das zwingend nötig ist – sicherer ist es auf jeden Fall und ich gehe ungern vermeidbare Risiken ein. Auf der dritten Etappe habe ich dann auch mehrmals Steinschlag an gegenüberliegenden Hängen beobachtet. Das zusätzliche Gewicht von knapp 350 Gramm war es mir daher auf jeden Fall wert.
Ist ein Klettersteig-Set erforderlich?
Meiner Meinung nach nein, denn man kann sich nicht durchgängig sichern. Wie erwähnt gibt es an vielen Stellen gar keine Drahtseile sondern nur Stifte oder Bügel. Generell würde ich die Route auch nicht in erster Linie als Klettersteig sehen, sondern als (teilweise) anspruchsvolle Wanderung im alpinen Gelände. Wichtig sind hier vor allem ausreichend Gebirgserfahrung und eine gesunde Selbsteinschätzung – dann ist die Tour purer Genuss.

Sicherheit auf der Triglav-Hüttentour
Die Wege im Triglav-Nationalpark sind überwiegend gut markiert und gesichert. Bei schönem Wetter ist die Tour mit der entsprechenden Erfahrung also gut machbar. Dennoch sollte man alpines Gelände mit ausgesetzten Passagen und leichten Kletterstellen auch nicht unterschätzen.
⛰️ Wichtige Sicherheits-Hinweise
Die folgenden Hinweise solltest du vor einer Tour im Hochgebirge beachten:
⚡ Wetter im Hochgebirge +
Starte morgens spätestens gegen 8:00 Uhr.
Informiere dich jeden Morgen vor dem Aufbruch über die aktuelle Wettervorhersage und frage im Zweifel auch die Hüttenwirte nach ihrer Einschätzung. Juli und August, also die Hauptwandersaison in den Alpen, ist gleichzeitig auch die Hauptsaison für Unwetter. Häufig kommt es bereits am frühen Nachmittag zu meist kurzen, aber heftigen Wärmegewittern.
Starte daher morgens spätesten gegen 8:00 Uhr, damit du ausgesetzte Grate und Wege zur Mittagszeit bereits hinter dir hast. Generell gilt: Das Wetter kann im Hochgebirge innerhalb weniger Minuten umschlagen – meist nicht zum Besseren. Und Regen macht selbst einfache Wege rutschig – in Kombination mit dem vielen Schotter der Julischen Alpen steigt die Sturzgefahr dann erheblich.
❄️ Restschneefelder +
Bis in den Juli Schnee möglich.
Das wird häufig unterschätzt: Gerade auf nord- und westseitig ausgerichteten Hängen können bis weit in den Juli hinein noch Schneefelder liegen. Auf dieser Tour betrifft das beispielsweise den Sedlo Planja, den wir von Nordwesten her ersteigen. Bei mir im August war die gesamte Route komplett schneefrei – im Juli kann das anders aussehen.
Die Schneedecke (auch jährliche Durchschnittswerte) kannst du z.B. im Copernicus-Browser der ESA prüfen. Hier einfach einen kostenlosen Account anlegen, Region auf der Karte und den Standard-Satelliten Sentinel-2 L2A auswählen und anschließend mit dem Reiter „NDSI“ die Schneedecke prüfen. Alternativ bietet Outdooractive ebenfalls die Option die Schneehöhe zu checken.
🧭 Orientierung +
Plane so, dass du dich auch ohne Elektronik orientieren kannst.
Nimm neben dem GPS-Track immer auch eine Wanderkarte im Maßstab 1:50.000 oder detaillierter mit. Elektronische Geräte können ausfallen oder der Akku ist schneller leer als gedacht. Ich selbst habe zum Aufzeichnen noch ein kleines GPS-Gerät dabei, eigentlich reicht aber auch ein Smartphone. Dennoch plane ich immer so, dass ich mich auch komplett ohne Elektronik orientieren könnte.
Was natürlich auch wichtig: All die tollen elektronischen Geräte und auch die gute alte Karte muss man natürlich auch bedienen können. Es macht also Sinn, dass du dich schon vor der Tour damit vertraut machst, wie man damit umgeht.
💧 Wasser und Sonnenschutz +
In den Julischen Alpen ist Wasser knapp.
Plane pro Etappe etwa zwei Liter Trinkwasser ein, das Wasser kannst du in den Hütten nachfüllen (auch in der wassertechnisch eher ungünstig gelegenen Koča na Doliču). Ich habe im GPS-Track Quellen eingetragen. Kalksteingebirge wie die Julischen Alpen sind aber immer eher wasserarm. Es kann also sein, dass Quellen im Hochsommer kein Wasser mehr führen.
Außerdem solltest du an Sonnenschutz denken. In den Bereichen oberhalb der Baumgrenze bist du der Sonne oft stundenlang ungeschützt ausgesetzt. Sonnencreme, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille gehören deshalb zwingend ins Gepäck.
🚨 Handyempfang und Notruf +
Der alpine Notruf in Slowenien lautet 112.
In den Hütten hast du in der Regel guten Handyempfang. Auch sonst ist der Empfang im Triglav-Nationalpark relativ gut – problematisch wird es am ehesten noch in den steil eingeschnittenen Tälern. Bei einem Notfall sollte es aber nicht zu lange dauern, in einen Bereich mit Empfang zu kommen. Der alpine Notruf in Slowenien lautet 112.
⛰️ Im Zweifel umkehren +
Die Berge sind auch beim nächsten Mal noch da.
Der vielleicht wichtigste Tipp: Wenn dir eine Passage zu schwierig erscheint oder du ein ungutes Gefühl hast – höre auf dein Gefühl und drehe lieber um. Das gilt besonders bei schlechtem Wetter oder wenn du dich erschöpft fühlst. Die Berge sind auch beim nächsten Mal noch da und kein Weg ist es wert, seine Gesundheit dafür aufs Spiel zu setzen.

Gibt es Bären im Triglav-Nationalpark?
In Slowenien leben mehrere hundert Braunbären, die gelegentlich auch durch den Triglav-Nationalpark streifen. Die Chance, dass du tatsächlich einem Bären begegnest, halte ich aber für sehr gering. Es sind jede Menge Leute unterwegs, es gibt viele Hütten und Bären sind sehr scheue Tiere, die im Normalfall gar kein Interesse an Menschen haben.
Natürlich gibt es auch in Europa ab und zumal unglückliche Begegnungen mit sogenannten „Problembären“. Das ist aber äußerst selten. In den offiziellen Verhaltensregeln für den Triglav-Nationalpark werden Bären daher auch nicht erwähnt. Wenn du mal eine Vorstellung davon bekommen willst, wie eine Bärenbegegnung im Gebirge abläuft, lies dir den Reisebericht zu meiner Trekking-Tour im türkischen Kaçkar-Gebirge durch.
🛡️ Auslandskrankenversicherung für Trekkingreisen
Bei Trekkingtouren im Ausland habe ich grundsätzlich eine Auslandskrankenversicherung dabei. Wahrscheinlich werde ich sie nie brauchen – aber wenn doch etwas passiert, kann ein Krankenhausaufenthalt schnell teuer werden. Das zusätzliche Sicherheitsgefühl ist mir die paar Euro wert.
Ich nutze dafür seit Jahren die gut bewertete Versicherung von TravelSecure*, weil sie Trekking- und andere Outdooraktivitäten einschließt und man sie unkompliziert in wenigen Minuten online abschließen kann.
- ✔deckt Trekking & Outdooraktivitäten ab
- ✔für Reisen bis 56 Tage
- ✔unkomplizierter Online-Abschluss
Hütten buchen im Triglav-Nationalpark
Während der Tour übernachtest du überwiegend in Hütten des slowenischen Alpenvereins, im Tal teilweise in privaten Unterkünften. Da Wildcampen im Triglav-Nationalpark verboten ist, kommt man praktisch nicht um die Hütten herum. Die Ausstattung der Berghütten ist einfach, aber ausreichend – die Lage dafür meist umso spektakulärer.
| Etappe | Unterkunft | Preis (1 Nacht/Schlafsaal) | Reservierung | Warum hier? |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Pri Plajerju Farm | ca. 100 € inkl. Frühstück | ✅ online | Urige Atmosphäre und perfekter Einstieg ins Soča-Tal. |
| 2 | Poštarski dom na Vršiču | 43,50 € | ✅ online | Ruhige Lage direkt oberhalb des Vršič-Passes. |
| 3 | Pogačnikov dom na Kriških podih | 33 € | ✅ online | Fantastische Hochgebirgslage mit großartigen Ausblicken. |
| 4 | Koča na Doliču | 34,50 € | ✅ online | Optimal als Stützpunkt für die nächste Bergetappe. |
| 5 | Koča pri Triglavskih jezerih | 35 € | ✅ online | Traumlage mitten im Sieben-Seen-Tal. |
| 6 | Hostel Pod Voglom | 35 € | ✅ online | Perfekter Tourabschluss direkt am Bohinj-See. |
Die Reservierung der Berghütten läuft inzwischen komplett über das Portal des Slowenischen Alpenvereins, ähnlich wie das Online-Hüttenreservierungssystem bei den deutschen oder österreichischen Berghütten. Das Ganze ist relativ unkompliziert. So funktioniert die Reservierung:
- Auf den Link klicken, die Webseite ggf. auf Englisch einstellen
- Zimmertyp und Datum der Reservierung eingeben
- Auswählen ob man Frühstück, Abendessen oder Halbpension dazubucht
- Bestätigen und dann bezahlen
- Für die Reservierung ist in der Regel eine Kreditkarte erforderlich
Solltest du keine Kreditkarte haben, kannst du die Hütte per Email anschreiben oder anrufen (Nummer auf der Webseite zu finden) und fragen, ob du eine Anzahlung auf das Konto machen kannst. Das sollte auch funktionieren – als ich die Tour gemacht habe, gab es das Buchungssystem noch gar nicht und ich musste alles per Anzahlung machen.
💡 Tipp: Wenn du auf der Suche nach einer komplett gebührenfreien Reise-Kreditkarte bist, kann ich VISA-Reisekreditkarte AWA7* empfehlen. Damit kannst du weltweit bezahlen, beim Abheben im Ausland werden zudem keine Gebühren fällig.

Halbpension oder Essen von der Karte?
Die Hütten bieten meist Halbpension (half-board) oder Menü a la Carte an. Halbpension beinhaltet ein frei wählbares Abendessen von der Karte und ein Frühstück mit Kaffee. Die Getränke werden extra berechnet. Wirklich viel Geld sparst du mit der Halb-Pension meiner Erfahrung nach aber nicht, ich habe daher immer a la Carte bestellt.
Die Preise der Hütten bewegen sich etwa auf deutschem Niveau. Hier kannst du dir die Preisliste der Sieben-Seen-Hütte anschauen. Beim Übernachten hast du meist die Wahl zwischen Schlafsaal (Dorm) und Einzelzimmern. Ich habe immer im Dorm übernachtet. Der Preis für eine Nacht im Schlafsaal liegt bei bei rund 35 Euro.
💡 Tipp: Die Mitgliedschaft beim Deutschen Alpenverein (und anderen europäischen Alpenvereinen) wird in Slowenien anerkannt. Du bekommst damit auf den Hütten einen Rabatt von etwa 20% pro Nacht. Das lohnt sich durchaus, da du ungefähr 11 – 12 Euro bei jeder Übernachtung sparst.
Wichtig: Rechtzeitig reservieren
Die Hütten in Slowenien sind in den Sommermonaten, wie auch im Rest der Alpen, sehr schnell ausgebucht. Wenn du eine Tour im Sommer planst, reserviere am besten bereits im Frühjahr, mindestens aber 1-2 Monate vor der Tour. Als Solo-Wanderer hat man evtl. die Chance auch ohne Anmeldung auf gut Glück einen Platz zu bekommen. Für Gruppen ist eine Reservierung Pflicht.
Gut zu wissen
Wildcamping und Zelten im Triglav-Nationalpark
Zelten ist im Triglav-Nationalpark nicht gestattet. Es gibt aber eine Reihe von einfachen Biwak-Hütten, die teilweise ganzjährig geöffnet sind (zur Übersicht). Zur Übernachtung sollte man eine Isomatte und Schlafsack mitnehmen. Außerdem natürlich Proviant, da die Hütten nicht bewirtschaftet sin

Anreise
Einer der großen Vorteile dieser Hüttentour: Du brauchst kein Auto. Sowohl Start- als auch Endpunkt sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Du kannst also ganz bequem in Ljubljana starten und nach der Tour auch direkt wieder dorthin fahren.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Von Ljubljana fahren zwischen Mai und August fahren mehrmals täglich Busse nach Bovec. Die Fahrt dauert rund 3,5 Stunden, das Ticket kostet etwa 13 Euro.
Die aktuellen Fahrpläne findest du hier:
→ Busbahnhof Ljubljana
→ Nomago
→ Arriva
🔎 Suche dort einfach nach:
„Ljubljana AP“ → „Bovec“
Es gibt:
- eine Direktverbindung von Nomago (1x täglich)
- 4-5 weitere Verbindungen mit Umstieg.
↔️ Der Umstieg erfolgt je nach Anbieter entweder:
- in Tolmin
- oder über Tarvisio in Italien
Nach der Tour gelangst du von Stara Fužina beziehungsweise vom Bohinj-See ebenfalls bequem mit dem Bus zurück nach Ljubljana. Die Fahrzeit beträgt rund zwei Stunden, die Tickets kosten etwa 9 Euro.
💡 Tipp: Die Busfahrkarten kannst du am Busbahnhof Ljubljana bzw. auf der Rückfahrt direkt im Bus kaufen. Es ist nicht erforderlich, die Tickets vorher online zu buchen. Du bezahlst einfach in Bar im Bus.
Hoteltipp für Ljubljana
🏨 H2O Hostel
Wenn du vor oder nach der Hüttentour noch eine Nacht in Ljubljana verbringen willst, kann ich das H2O Hostel empfehlen. Die Unterkunft ist klein, aber gemütlich und liegt sehr zentral in der Altstadt. Der Busbahnhof ist nur wenige Gehminuten entfernt.
Unterkunft ansehen →Mit dem Auto
Wenn du doch mit dem Auto anreist: Lass den Wagen am besten in Ljubljana stehen und nimm anschließend den Bus nach Bovec. Es ist auch möglich von Stara Fužina zurück nach Bovec mit dem Bus zu fahren. Das ist aber ziemlich umständlich, da du mindestens einmal umsteigen musst.
- 1️ Bus von Stara Fužina nach Lesce oder direkt weiter bis Kranjska Gora.
- 2️⃣ In Kranjska Gora dann weiter mit dem Bus über den Vršič-Pass nach Bovec.
Für diese Strecke bräuchtest du ca. 5-6 Stunden, da man das Gebirge, durch das du gerade durchgewandert bist, im Prinzip einmal komplett umfahren muss. Wenn dein Auto in Ljubljana steht, ist es deutlich entspannter – du kannst nach der Tour direkt die Heimreise antreten.
Beste Reisezeit zum Wandern im Triglav-Nationalpark
Die beste Zeit für Wanderungen im Triglav-Nationalpark und auch diese Tour, sind, wie in den Alpen üblich, die Sommermonate, das heißt von Mitte Juni bis Anfang September. Dann haben die Hütten geöffnet und die höheren Lagen sind schneefrei. Juli und August ist gleichzeitig aber auch Hochsaison mit den meisten Besuchern.
Außerhalb der Saison könnte man durchaus Wanderungen in den tieferen Lagen machen, z.B. im Mai oder Oktober. Die hier beschriebene Hochgebirgstour ist zu diesen Zeiten meiner Einschätzung nach aber nicht ohne alpinistische Hilfsmittel (Steigeisen, Eispickel etc.) und entsprechende Erfahrung möglich. Das fällt dann eher nicht mehr unter normales Wandern.

Packliste und Ausrüstung zum Wandern im Triglav-Nationalpark
Bei dieser mehrtägigen Wanderung durch den Triglav-Nationalpark übernachtest du, wie in den europäischen Alpen üblich, in Berghütten und bekommst dort auch deine täglichen Mahlzeiten. Das ist insofern praktisch, weil du kein Zelt, Campingausrüstung oder größere Mengen Proviant mitschleppen musst.
Sinnvoll finde ich für Hüttentouren in den Alpen:
Als Unterwäsche benutze ich seit Jahren die Boxershorts von Icebreaker Merino*. Zwei Paar sollten ausreichen. Eine Daunenjacke hatte ich bei dieser Tour nicht dabei und habe sie auch nicht vermisst, weil man abends ja in der warmen Hütte ist. Im Sommer kannst du statt der langen Hose natürlich auch eine robuste Outdoor-Shorts* nehmen, das habe ich auch so gemacht.
Weitere Tipps findest du in meiner Packliste für Mehrtagswanderungen:

Welche Wanderschuhe brauche ich für die Wanderung?
Ein schwieriges Thema, über das man endlos diskutieren könnte. Ich hatte für die Tour meine Meindl Vakuum GTX* dabei (zum Test). Das sind gute, solide und bequeme Bergstiefel mit super Grip, die mich auf dem vielen Geröll mehr als einmal vom Ausrutschen bewahrt haben. Ich benutze diese Schuhe nicht immer, aber hier fand ich sie definitiv sinnvoll, auch wenn sie ziemlich schwer sind.

Viele Leute verwenden heute ausschließlich Trailrunner, auch im Hochgebirge. Das ist auch möglich kann, allerdings verschleißen diese Schuhe dort relativ schnell. Auf einfachen Mehrtageswanderwegen, z.B. dem beliebten Fischerweg, benutze ich lieber Trailrunner. Im Hochgebirge überlege ich es mir aber immer noch zweimal.
Eine gute Alternative für technisch etwas anspruchsvollere Treks sind Approach-Schuhe. Das sind Schuhe aus dem Klettersport, die für den häufig anspruchsvollen Zustieg zu den Routen verwendet werden. Damit sind sie sehr gut für raueres Felsterrain geeignet. Ich habe diverse Modelle ausprobiert, mein Favorit ist der Klassiker Scarpa Mescalito*.
[atkp_product id=’22494′ template=’22702′][/atkp_product]Rucksack
Bei einer Hüttentour ohne Zelt und Camping reicht ein Rucksack mit 30-40 Liter Fassungsvermögen. Ich hatte den Deuter Guide 34+* dabei. Das ist ein solider Alpinrucksack mit Frontzugang und Befestigung für Stöcke und Helm. Der Rucksack liegt sehr eng am Rücken, was bei den Kraxeleien definitiv hilfreich ist. Eine exzellente Alternative, die ich inzwischen sehr gerne verwende, ist der Deuter Speed Lite 30*.
Was ich auch immer gerne dabei habe: Einen Tagesrucksack, in diesem Fall den Osprey Ultralight Stuffpack*. Das ist ein wirklich toller Minirucksack mit winzigem Packmaß (so groß wie ein Apfel) und knapp über 100 Gramm Gewicht. Perfekt, wenn du im Anschluss z.B. noch eine Stadtbesichtigung in Ljubljana oder anderswo machen willst. Ich verzichte inzwischen so gut wie nie darauf.

Verpflegung und Wasser
Snacks und Lunchpakete kannst du auch in den Hütten kaufen. Da fast alle Lebensmittel per Helikopter oder Materialseilbahn auf die Hütten transportiert werden, sind die Preise natürlich viel höher als im Tal. Ich habe mir daher vorher ein paar Snacks für unterwegs (Schokolade, Trockenfrüchte, Nüsse) in Ljubljana gekauft.
Wasser gibt es ebenfalls in den Hütten zu kaufen. Allerdings recht teuer, gerade auf den höheren Hütten (zwischen 4,50 € und 6,00 €). Auf den niedrigeren Hütten, z.B. im Soča-Tal habe einfach ich Leitungswasser mit einem Wasserfilter* gefiltert. Auf den höheren Hütten habe ich aber doch Flaschen gekauft.
Insgesamt bin einschließlich Wasser und Proviant auf ein Gesamtgewicht von knapp 10 Kilogramm gekommen. Mehr würde ich nicht mitnehmen, da man jeden Tag viele Höhenmeter bewältigen muss und jedes zusätzliche Gramm die Kletterpartien erschwert.
💡 Weiterlesen: Ultraleicht-Trekking für Einsteiger: 7 praktische Tipps, die du sofort anwenden kannst
Wanderführer und Wanderkarte für den Triglav-Nationalpark
Meine Empfehlung: Rother Wanderführer – Julische Alpen*

Ich habe mir diesen Wanderführer* erst nach der Tour geholt, weil mir die Berge Sloweniens so gut gefallen haben. Es ist aber auf jeden Fall eine empfehlenswerte Ergänzung zur Planung.
Einige der Etappen meiner Tour befinden sich auch in dem Büchlein. Insgesamt sind es 61 Touren – 10 davon im Triglav-Nationalpark. Der Rest in den übrigen Teilen der Julischen Alpen – Slowenien hat nämlich noch viel mehr zu bieten.
Wie fast immer bei Rother sind die Beschreibungen der Touren ausreichend detailliert ohne abzuschweifen. Dazu gibt’s die wichtigsten Infos zu Land und Leuten und einige nützliche Begriffe für den Wortschatz. Eine klare Empfehlung!
Als Wanderkarte hatte ich eine slowenische Karte vom Verlag Kartografija dabei, die inzwischen nicht mehr online erhältlich ist. Derzeit ist die beste Option die Kompass-Karte Triglav Nationalpark 1:25.000*. Eine Alternative sind die italienischen Tabacoco-Karten im Maßstab 1:25.000*, die ein sehr schönes Kartenbild und viele Details haben, leider aber nicht laminiert sind.

Weiterführende Links
Die folgenden Links haben mir persönlich dabei geholfen eine Route zu erstellen. Hier findest du auch viele weitere Tipps zu möglichen Zielen im Nationalpark.
- 5 Ziele rund um Triglav und Soca
- Die schönsten Wanderwege im Triglav-Nationalpark
- In 5 Tagen durch den Triglav-Nationalpark
- Triglav-Runde (3 Tage mit Triglav-Besteigung)
- 4-Tages-Tour im Nationalpark
- Slovenian-Mountain-Trail
- Die schönsten Hütten im Triglav-Nationalpark (englisch)

FAQ und sonstige Fragen
Zum Abschluss noch die Antworten auf einige häufige Fragen, die mich im Lauf der Zeit immer wieder zu der Triglav-Tour erreicht haben:
Muss ich die Hütten wirklich im Voraus buchen?
Ja, unbedingt - auch wenn es die Flexibilität stark einschränkt. Besonders an den Wochenenden sind die Hütten schon sehr früh im Jahr ausgebucht. Die Pri Plajerju Farm* und das Hostel Pod Voglom* kannst du bequem per Booking buchen, die Berghütten des Slowenischen Alpenvereins über die jeweiligen Webseiten.
Ist die Triglav-Hüttentour auch für Anfänger geeignet?
Eher nicht. Du kannst zwar, wie oben erwähnt, die schwierigen Etappen auslassen. Aber das sind auch die Highlights der Tour, es wäre schade sie zu überspringen. Die Wanderung richtet sich also eher an geübte Bergwanderer mit Erfahrung im alpinen Gelände.
Kann ich die Wanderung auch alleine gehen?
Ja. Ich selbst war auch alleine unterwegs. Voraussetzung sind allerdings Erfahrung im alpinen Gelände, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Außerdem solltest du täglich den Wetterbericht prüfen und jemandem deine geplante Route mitteilen.
Kann ich die Tour auch in umgekehrter Richtung laufen?
Grundsätzlich ja. Ich würde aber die hier vorgestellte Richtung bevorzugen. Der Einstieg über das Soča-Tal ist landschaftlich wunderschön und die anspruchsvolleren Hochgebirgsetappen folgen dann erst nach einer guten Eingewöhnung.
Wie teuer ist eine Hüttentour im Triglav-Nationalpark?
Die Übernachtung im Schlafsaal kostet in den Berghütten zwischen 30 und 40 Euro pro Nacht. Dazu kommen die Kosten für Verpflegung und Anreise. Insgesamt würde ich – je nach Komfort und Essverhalten – mit etwa 350 bis 500 Euro für die sechstägige Tour rechnen.
Wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen?
Nimm ausreichend Bargeld für die gesamte Tour mit. Nicht alle Berghütten akzeptieren Kartenzahlung und die Kartenleser können auch mal ausfallen. Vor allem im Hochgebirge solltest du dich nicht darauf verlassen, überall mit Karte bezahlen zu können.
Kann ich unterwegs auch den Triglav besteigen?
Natürlich, die Berghütte Koča na Doliču ist der ideale Ausgangspunkt dazu. Ich würde dazu aber eher einen weiteren Tag einplanen - nach dem Aufstieg in der vierten Etappe auch noch auf den Gipfel und wieder runter zu steigen, ist ziemlich ambitioniert (aber nicht unmöglich).
Komme ich mit Englisch in Slowenien zurecht?
Ja, problemlos. In den Berghütten, Unterkünften und Restaurants sprechen die meisten Mitarbeiter gut Englisch. Auch bei der Busfahrt oder beim Einkaufen hatte ich während meiner Reise keinerlei Verständigungsprobleme.
Mein Fazit
Eine geniale Tour – für mich immer noch die Messlatte, mit der ich andere Hüttentouren vergleiche. Ein Geheimtipp ist der Triglav-Nationalpark natürlich nicht mehr. Gerade um den Triglav und im Tal der sieben Seen waren schon viele Leute unterwegs. Trotzdem ist die Bergwelt hier noch ursprünglicher als anderswo: Skilifte, Zufahrtsstraße bis zum letzten Gipfel und riesige Hotelanlagen sind hier zum Glück Fehlanzeige.
Mir hat die Mischung aus wilden Berggipfeln, farbenprächtigen Blumenwiesen und geheimnisvollen Wäldern hervorragend gefallen. Eine wirklich schöne Ecke der Alpen! Und dank dem weitverzweigten Netz an Hütten ist es kinderleicht, sich eigene Mehrtagestouren zusammenbasteln. Das war ganz bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich durch den Triglav-Nationalpark gewandert bin.
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Hi Selim, die Tour sieht mega aus! Da bekomme ich direkt wieder Fernweh… Vielleicht schaffe ich ja im nächsten Jahr mal eine Reise in den Triglav-Nationalpark. Danke für diese schöne Inspiration! Gruß Janko
Hi Janko,
das freut mich:) Die Runde hat auf jeden Fall Spaß gemacht – ich fand es war ein schöner Einstieg, um den Nationalpark in relativ kurzer Zeit kennenzulernen. Werde aber bestimmt auch nochmal irgendwann hinfahren. Da gibt’s natürlich noch viel mehr zu sehen!
Viele Grüße
Selim
Hi Selim, super Bericht, vielen Dank!
Wie schätzt du es in dem Gebiet um den Triglav denn mit Wildcampen ein? Hast du Leute gesehen, die mit Zelt unterwegs waren oder etwas von Kontrollen mitbekommen? Offiziell ist es ja in Slowenien nicht erlaubt… aber wenn man sein Zelt nur zum Schlafen aufbaut und da rücksichtsvoll ist, ist das ja in anderen Gegenden trotzdem gut möglich.
Hast du vielleicht selbst das ein oder andere Zelt gesehen oder würdest du sagen, die Tour lässt sich tatsächlich nur mit Hütten machen?
Danke dir und Gruß aus Leizig,
Johannes
Hi Johannes,
nee, ich hab keine Leute mit Zelt gesehen. Ich kann mir vorstellen, dass im Soca-Tal auch kontrolliert wird, weil da doch ziemlich viel los ist. Weiß ich aber nicht genau. Auf den mittleren Etappen im Gebirge könnte es schwierig werden, einen guten Platz zu finden, da das Gelände doch recht abschüssig ist und es nicht so viele ebene Flächen gibt. Wenn du’s wirklich drauf anlegst, geht es irgendwie wahrscheinlich trotzdem. Alles in allem würde ich die Tour aber lieber mit Hütten-Übernachtungen machen.
Viele Grüße
Selim
Hi Selim,
sieht super aus die Tour, sind gerade auch am Planen und werden bestimmt Abschnitte davon übernehmen.
Leider funktioniert der Download für die GPX Datei nicht, könntest du die nochmal hochladen?
Viele Dank
Jonas
Hallo Jonas,
das war ein technisches Problem der Webseite, das ich inzwischen gelöst habe. Es sollte jetzt keine Probleme mehr beim Download geben!
Hallo Selim,
vielen Dank für den tollen Bericht und vor allem die Inspiration auch mal nach Slowenien zu fahren! Eine Frage habe ich allerdings: Du hast laut deinen Angaben für die dritte Etappe 7-8 Stunden gebraucht. Auf der Seite der Hütte „Poštarski dom na Vršiču“ werden 11 Stunden angegeben, wenn man dem Slovenian Mountain Trail folgen will. Das ist ja doch ein ziemlicher Unterschied. Würdest du sagen, dass du einfach schnell gelaufen bist oder dass der Slowenische Alpenverein da sehr vorsichtig ist?
Viele Grüße und vielen Dank
David
Hi David,
ich vermute, dass der slowenische Alpenverein für diese Berechnung eine Prisonjik-Überschreitung per Klettersteig in die Tour einbaut (hab ich nicht gemacht, sondern bin wie beschrieben an der Südseite des Berges vorbeigelaufen). Auf der offiziellen Webseite der Hütte werden für den direkten Übergang zur Hütte Pogačnikov dom na Kriških 6-7 Stunden angegeben. Zusammen mit Pausen kommst du dann ungefähr auf meine 7-8 Stunden. Ich bin übrigens nicht übertrieben schnell gelaufen:)
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
Wir laufen aktuell deine Tour und sind begeistert. Allerdings steht in der Hütte am vricipass, dass das Leitungswasser nicht trinkbar wäre. Wie ist das in den anderen Hütten und wo hast du dein Wasser besorgt?
Viele Grüße Michael
Hi Michael,
freut mich, dass euch die Wanderung gefällt:) Ich hatte, glaube ich, das Wasser meistens am Wasserhahn in den Hütten gezapft, was auch kein Problem war. Zur Not kann man aber auch Trinkwasser in Flaschen kaufen.
Viel Spaß noch und viele Grüße
Selim
Servus Selim,
hatte schon in einer Zeitschrift über den Triglav-Park gelesen und Dein Bericht hat mich jetzt richtig gepackt (und auch andere Deiner Berichte). Plane Deinen Trip jetzt für Anfang Juli 2023 als Alleinunternehmung und sammle eifrig Infos. Danke Dir einfach für die tolle Beschreibung und Bilder!
Liebe Grüße von Kerstin
Hi Kerstin,
vielen Dank für deine netten Worte:) Ich wünsch dir viel Spaß bei deiner Tour – du wirst es lieben!
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
ich plane momentan eine ziemlich ähnliche Tour im Solo-Modus und bin bei der Recherche ziemlich schnell auf deine Seite gestoßen. Die Beschreibungen sind sehr hilfreich – trotzdem gibt es Fragen:
1) Warst du für diese Zeit Mitglied im DAV und hat sich der Beitrag gelohnt durch Ersparnis bei der Übernachtung?
2) Hattest du alle Hütten vorgebucht oder gab es auch Kapazitäten für spontane Überna chtung im Matratzenlager?
3) Musstest du irgendwan mal schlechtes Wetter aussitzen und musstest umplanen?
4) Du beschreibst viele Passagen, die eher stift- als seilgesichert sind. Ich würde aber z.B. gern den Bambergweg gehen – ist der eher für ein Klettersteigset zu emfpehlen?
5) Gab es ab Pogacnikov dom irgendwo unterwegs Quellen für Trinkwasser?
Ansonsten: grandiose Bilder und danke für den guten Überblick.
Christian Knappe
Hi Christian, kurz zu deinen Fragen:
1) Ja ich bin Mitglied beim DAV. Wenn ich mich nur für diese Tour extra angemeldet hätte, hätte es sich wahrscheinlich vom Geldsparen bei den Übernachtungen nicht gelohnt bzw. es wäre auf Null rausgekommen. Aber es gibt ja noch ein paar andere Vorteile beim DAV:)
2) Ich hab alles vorgebucht und würde mich nicht drauf verlassen, spontan was zu bekommen. Geht wahrscheinlich im äußersten Notfall aber vlt. musst du dann auf dem Boden schlafen.
3) Nope – alles so gemacht wie geplant. Hatte aber auch sehr viel Glück mit dem Wetter.
4) Den Bamberg-Weg hab ich nur von weitem gesehen. Der ist steil, sehr lang und sieht ziemlich hart aus. Würde ich persönlich nicht als Teil einer längeren Trekking-Tour gehen, aber ja… das sollte mit Klettersteig-Set funktionieren. Hab aber auch Leute gesehen, die nach einem Stück auf dem Weg wieder umgedreht sind.
5) Da kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr genau dran erinnern. Die Wasserquellen waren auf der Tour insgesamt aber ziemlich rar gesät. Ich hab immer an den Hütten aufgefüllt.
Hoffe ich konnte dir damit ein bisschen helfen:)
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim
vielen Dank für die ausführliche Beschreibung deiner Tour. Werden diese jetzt Planen und wenn alles gut geht Anfang August unter der Woche in Angriff nehmen. Ich hätte nur eine Frage, wie sieht es mit der Verbindung von Stara Fuzina (Tourende) wieder zurück nach Bovec (Tourstart) aus. Wir würden gerne das Auto in Bovec stehen lass und mit den öffentlichen wieder zurück fahren. Ist das ohne Probleme machbar?
Vielen Dank für deine Mühen
Grüße Simon
Hi Simon,
das ist eine gute Frage…die ich so spontan nicht beantworten kann:P Ich vermute aber ja. Wahrscheinlich ist es mit einem kleinen Umweg verbunden, da ihr den Nationalpark komplett von Osten umfahren musst. Ich schätze am besten ist: Von Stara Fuzina nach Bled, dann weiter nach Kranjska Gora und von dort nach Bovec. Das sind größere Orte, da müsste es Busse geben. Ich werd das bei Gelegenheit mal recherchieren und im Artikel ergänzen.
Viele Grüße + viel Spaß bei der Wanderung
Selim
Hallo Simon,
wir haben das gleiche vor und wollten fragen wie du das Problem gelöst hast.
Mfg Christian
Hallo lieber Selim,
wir sind total begeistert von deinen Touren! Wir haben nun tatsächlich alle Hütten (genau dieselben, in denen du warst) gebucht und werden ab Mitte August deinen Spuren folgen. Danke für deine detaillierte Beschreibung und Eindrücke, wir sind sehr gespannt. Eine Frage habe ich noch: haben die Hütten ganz normale Steckdosen? Oder wie sieht das dort oben mit Laden von Handys o.ä. aus?
Viele liebe Grüße aus Nordhessen
Gina
Hi Gina,
das freut mich sehr, dass ich euch zu diesem Trip inspiriert habe. Ihr werdet es lieben:) Und ja… auf den Hütten gibt’s die gleichen Steckdosen wie in Deutschland. Handy aufladen ist also kein Problem.
Viele Grüße
Selim
Hi nochmal lieber Selim,
danke für Deine Antwort. Kommenden Montag geht es für uns los. Wir sind sehr gespannt. Kannst du uns vielleicht unsere voraussichtlich letzte Frage beantworten: Ist es möglich, auf den Hütten ein Brötchen für den Tag mitzunehmen? Frühstück haben wir überall mitgebucht.
Beste Grüße
Gina
Hallo Gina,
wahrscheinlich ist das jetzt schon ein bisschen zu spät, aber: Ja, soweit ich mich erinnere man kann auf den Hütten auch kleinere Snacks für unterwegs kaufen. Ob da jetzt auch Brötchen dabei waren, weiß ich ehrlich gesagt aber nicht mehr genau. Schreib am besten nochmal die Hütten direkt an.
Viele Grüße
Selim
Hey Selim,
deine Wanderung liest sich super!
Meinst du deine Route kann man auch in die andere Richtung laufen?
Liebe Grüße, Rike
Hallo Rike,
ja natürlich geht das auch. Ich fand das Tal der Sieben Seen aber wirklich einen schönen Abschluss und würde eher die hier beschriebene Richtung bevorzugen:)
Viele Grüße
Selim
Hi Selim,
danke für die hilfreiche Beschreibung. Ich überlege gerade den Trip spontan in zwei Wochen im Alleingang zu machen. In den Hütten ist auch noch genug Platz 😀 Drei Fragen: Sind die Wege einigermaßen gut ausgeschildert und sichtbar? Und würdest du sagen ein Via-Ferrata-Kit braucht man wirklich gar nicht? Waren es denn viele klettersteigähnliche Parts auf dem Trail oder bilden die eher so die Ausnahme? Und wie teuer waren die Hüttenübernachtungen ca. mit Halbpension? Liebe Grüße aus Berlin, Saskia
Hallo Saskia,
ja die Wege sind bestens ausgeschildert und markiert. Wenn du eine Karte oder die Route als GPX-Track hast und weißt, welche Hütte du als nächstes ansteuern willst, sollte es keine Probleme geben. Die versicherten Stellen waren hauptsächlich am 3. und 4. Tag. Ich will da jetzt niemandem vorschreiben, ob er ein Set mitnehmen soll oder nicht. Aber für mein Verhältnis ist das nicht nötig, da auch nicht jede einzelne Stelle durchgängig mit Drahtseil abgesichert ist (teilweise nur mit Tritthilfen und Bügeln). Es sind halt etwas ausgesetztere Wanderwege mit einigen steilen Passagen, aber kein richtiges Klettern. Ich fand den Steinschlaghelm dafür völlig ausreichend. Wenn du dich mit Set sicherer fühlst, würde ich es aber lieber mitnehmen. Soviel mehr wiegt das ja auch nicht:) Für die Übernachtung + Halbpension habe ich damals etwa 50 Euro pro Tag bezahlt.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
wir kommen gerade von der Tour zurück und sie war sehr schön, wegen schlechtem Wetter mussten wir am dritten Tag eine alternative Route wählen. Deine Mehrtagestour ist spektakulär erfolgreich, wir haben sehr viele Wanderer getroffen, die alle ihre Tour auf Grundlage deines Blogs gewählt haben. Wir hatten uns schon gewundert, dass wir auf den Hütten immer wieder dieselben Personen getroffen haben und als ich sie gefragt habe, haben sie alle zugegeben, deinen Blog zu kennen.
Liebe Grüße,
Joachim
Hallo Joachim,
das freut mich, dass euch die Tour gefallen habt, obwohl der dritte Tag natürlich schon besonders spektakulär ist. Vielleicht ja beim nächsten Mal:) Und ja… mich erreichen zu dieser Wanderung sehr viele Anfragen, scheint wirklich sehr beliebt zu sein. Vielleicht sollte ich mal bei den Hütten anfragen, dass die mich dafür bezahlen, dass ich so viele Leute dahin lotse:P
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
Tolle Tourenbeschreibung!
Wir wollen nächste Woche deine Tour machen.
Habe eine Frage zur Verpflegung: Kann man in den Hütten jeweils Verpflegung für den Tag kaufen oder was hast du während deiner Tour untertags gegessen?
Beste Grüße aus Bayern
Jürgen
Hallo Jürgen,
ja – wie ich in einem der vorigen Kommentare schon geschrieben habe, kann man auf den Hütten auch Proviant und Snacks für unterwegs kaufen.
Viele Grüße + viel Spaß bei der Wanderung
Selim
Hi!
Wir sind gerade am planen für eine Woche im Triglav Park und sind dabei über deinen Bericht gestoßen. Der ist wirklich toll, sehr informativ und inspirierend. Kein Wunder dass er offensichtlich so viele „Nachwanderer“ anzieht!
Die Tour klingt jedenfalls toll, wir können uns auch gut vorstellen, sie evtl leicht abgewandelt im Sommer in Angriff zu nehmen.
Viele Grüße
Sonja & Tim
Hi ihr beiden,
freut mich, dass euch der Tourbericht gefällt. Und ja… mir haben auch schon etliche Leute geschrieben, dass sie die Wanderung gemacht und absolut begeistert waren. Würde selbst gerne nochmal irgendwann in den Triglav fahren und werde ich bestimmt auch irgendwann, aber das kann noch etwas dauern. Falls ihr fahrt, wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß!
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
tolle Beschreibung! Spricht etwas dagegen, die Tour in die andere Richtung zu machen?
Danke
Hélène
Hi Hélène,
rein von den Wegen, Schwierigkeit etc. würde ich sagen, das spielt keine große Rolle, wo du losläufst. Von der Dramaturgie ist der Start im Soča-Tal vielleicht ein bisschen schöner. Kann aber auch sein, dass das jetzt nur mein Eindruck ist, ich hab die Wanderung ja nur in dieser Richtung gemacht.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim
VIelen Dank für den tollen Bericht. Kann es sein das die Pri Plajerju Farm oben in der Karte falsch eingezeichnet ist? Gemäss Google Maps müsste es näher an Trenta sein (auch auf GPS hat es dort einen kleinen Abstecher von dir).
Vielen Dank und beste Grüsse
Silvan
Hi Silvan,
ja stimmt tatsächlich… wie konnte das nur passieren:P Hab’s auf jeden Fall korrigiert und an der richtige Position eingetragen.
Vielen lieben Dank für den Hinweis und viele Grüße
Selim
Hi,
Wir haben uns deine Tour für den Juli vorgenommen, Zugtickets gekauft , Hütten reserviert und der Respekt vor den schwierigen Stellen lässt uns mal zweifeln, mal gespannt sein auf die Herausforderungen. Eine Frage zur Anreise:
Hast du dir das Busticket (Ljubljana – Bovec) bereits vorher gekauft – online oder am Busbahnhof – und ist das notwendig?
Laut Fahrplan scheint der Bus sehr oft zu halten. Ist das tatsächlich so, dass es ein ständiges Ab/Anfahren und Ein/Aussteigen ist?
Vielen Dank für deine Antwort!
Katrin
Hi Katrin,
das Busticket hatte ich mir morgens direkt vor der Fahrt am Bahnhof geholt. Das war kein Problem (ist jetzt aber auch schon ein paar Jahre her). Wie oft der Bus gehalten hat, weiß ich nicht mehr genau. Kam mir aber nicht übermäßig viel vor:)
Viele Grüße + viel Spaß bei der Tour
Selim
Lieber Selim,
Deine Schilderungen sind superschön, und lesen sich sehr präzise und stimmig (nach meinen Erfahrungen mit anderen Alpen-Gegenden). Für meine Vorbereitung kommenden Sommer sehr hilfreich, DANKE!
Frage: Ich plane Fernwanderung, d.h. einschließlich flacherer Gegenden (SLO von Nordwest Richtung Süd/Kroatien) und nehme daher keinen Helm von zuhause mit.
Meinst Du, ein Helm ist auf einigen Hütten ausleihbar und kann dann an einer anderen Hütte zurück gegeben werden??? Sowas wär halt extrem praktisch, wenn die Steinschlaggefahr so wie Du beschreibst besteht.
Hallo Martin,
am ehesten würde ich da mal auf den Hütten selbst fragen, die sind ja alle per Mail erreichbar. Ob du WIRKLICH einen brauchst, ist natürlich Ansichtssache. Im Prinzip sind nur die Etappen 3 + 4 steinschlaggefährdet. Und das heißt auch nicht, dass da ständig was runtergeht, nur dass die Chance eben höher ist. Wenn ich eine längere Tour machen wollte, würde ich es mir wahrscheinlich auch überlegen, extra wegen den zwei Tagem einen Helm mitzunehmen. Sicherer wäre es aber auf jeden Fall.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
danke für die tolle Beschreibung ☺
Denkst du, die Tour für eine Solo-Wanderung (also wenn man aleine wandern möchtet) geeignet wäre?
Liebe Grüße,
Amin
Hallo Amin,
ja ich denke schon, es ist letztlich ja eine „normale“ Hüttentour. Aber das hängt auch ein bisschen von der Erfahrung ab. Als erste Solo-Wanderung im Gebirge würde ich es vielleicht nicht gerade empfehlen:)
Viele Grüße
Selim
Dear Selim,
We are planning to do this trip in June and will travel by car from NL/DE. As the starting point (Bovec) differs from the end point (Stara Fužina), would you have any tips/recommendations how to get back to the starting point? I see public transport is a possibility, but it’s quite a long trip and not so convenient.
Thank you in advance and awaiting your reply.
Kind regards,
Nick van Nugteren
Hey Nick,
yes… the trip back from Stara Fužina to Bovec is doable, but quite long as you would need to change bus several times. You might want to drive first to Ljubljana and start the journey from there. From Ljubljana it takes about 1 hour with public transport to Bovec and from Stara Fužina back to Ljubljana about 2 hours. I think that`s a bit more convenient:)
All the best, Selim
Hallo!
Die Tour sieht super aus und wir haben bereits einige Hütten gebucht, aber scheinbar ist die Hütte Koča pri Triglavskih jezerih über keinen Kanal erreichbar, auf den Buchungsseiten steht dass Buchungen für 2025 noch nicht möglich sind, was eine Planung etwas schwierig macht. Hast du einen heißen Tipp wie man dort jemanden erreicht?
Viele Grüße
Dominik
Hi Dominik,
hast du hier mal geschaut? Da stehen ja einige Telefonnummern, könntest du z.B. mal versuchen anzurufen oder eine Nachricht zu schicken.
Viele Grüße
Selim
Hi Selim, danke für die Antwort. Leider ist auch unter den Telefonnummern niemand zu erreichen, dann heißt es wohl abwarten bis es online freigeschaltet wird.
Viele Grüße!
Okay, dann wünsche ich viel Erfolg:)
Hallo Selmin,
wir sind gerade auf deine Tourenbeschreibung im Triglav–Nationalpark gestoßen. Die Wanderung sieht mega aus!
Ich hätte eine Frage bezüglich der Sicherheit des Weges: ist es für diesen Weg erforderlich eine Abstürzsicherung in Form eines Klettergurtes dabei zu haben, oder kann man die Route auch mit trittfestem Schuhwerk laufen?
Vielen Dank für deine Empfehlung 🙂
viel Wandergrüße
Annika &Johanna
Hi Annika,
ja… die Tour ist wirklich super, hat viel Spaß gemacht! Zu deiner Frage: Ich würde persönlich sagen, nein, man braucht nicht zwingend ein Klettersteig-Set/Gurt etc. Es ist in erster Linie ja immer noch eine Wanderung und es sind auch nicht alle ausgesetzten Passagen durchgängig mit Drahtseilen gesichert, wo man sich einklinken könnte. Natürlich ist Sicherheit immer eine persönliche Frage, ich habe das Klettersteig-Set aber nicht vermisst. Im Zweifelsfall würde ich lieber einen Schutzhelm mitnehmen. Man läuft stellenweise unterhalb von senkrechten Felswänden, d.h. es besteht das Risiko von Steinschlag.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
erst einmal vielen Dank für diesen tollen Bericht! Wir planen auch gerade deine Tour Mitte September zu starten und haben schon das meiste vorbereitet. Deine Erzählung und Bilder sind wirklich sehr inspirierend. Eine Frage haben wir und kommen uns dabei ein bisschen dumm vor: Aber trotz inzwischen stundenlangen Suchens verstehen wir nicht, wie der Bustransfer von Ljubljana nach Bovec organisiert ist. Weder über https://www.ap-ljubljana.si/, noch über Nomago oder Arriva werden uns Verbindungen angezeigt.
War das bei dir auch so, oder übersehen wir gerade etwas ganz entscheidendes?
Viele Grüße und noch mal besten Dank für den Reisebricht
Sebastian
Hallo Sebastian,
und danke für den Hinweis. Ich bin derzeit im Himalaya und kann das gerade nicht überprüfen. Ich werde das aber mal checken, wenn ich wieder in Deutschland bin und den Artikel updaten. Ich habe das damals so gemacht: Am Abend vorher nach Ljubljana angereist, zum Busbahnhof gegangen und dort am Schalter nachgefragt. Das Ticket hatte ich dann aber erst am nächsten Morgen geholt.
Ich denke, es sollte kein Problem sein, das vor Ort rauszufinden und ein Ticket zu kaufen, die Verbindung ist ziemlich beliebt.
Viele Grüße
Selim