Colca Canyon: 5 spannende Wanderungen für Anfänger + Profis

Der Colca Canyon ist die Antwort Perus auf den Grand Canyon: Eine über 1.000 Meter tiefe Schlucht in der atemberaubenden Berglandschaft der Anden. Ein ideales Wander-Revier und dazu noch einer der bekanntesten Orte in Peru, um den mächtigen Anden-Kondor zu beobachten. Und das Beste: Du kannst die Schlucht bei einer mehrtägigen Trekking-Tour perfekt auf eigene Faust erkunden. In diesem Artikel stelle ich fünf der schönsten Wander-Routen im Colca Canyon vor.

In diesem Artikel:

Hinweis: Dieser Artikel richtet sich in erster Linie an Individual-Reisende und Backpacker. Am Ende gibt es aber noch ein paar allgemeine Infos, die auch für Besucher mit den geführten Touren interessant sein könnten.

Der Colca Canyon liegt etwa 100 Kilometer nordwestlich von Arequipa im tiefen Süden Peru und ist eine der tiefsten Schluchten der Welt. Es ist eine Berglandlandschaft von atemberaubender Schönheit: Steile ockerfarbene Felswände, die in bizarren Formen in die Tiefe stürzen. Weitläufige Terrassen, auf denen die Einwohner Kartoffeln, Mais und tropische Früchte anbauen. Kleine versteckte Dörfchen am Ufer des Rio Colca tief in der Schlucht. Und über allem eine Reihe von mächtigen, schneebedeckten Berggipfeln, in denen der Amazonas entspringt.

Wenn du dein Landschaftskino gerne im Großformat genießt, ist ein Besuch des Colca Canyon absolutes Pflichtprogramm. Und wenn du dann noch gerne wanderst: Umso besser. Du kannst den Colca Canyon nämlich hervorragend bei einer mehrtägigen Wanderung erkunden, je nachdem, wie viel Zeit du hast in 2 – 5 Tagen – und das geht auch sehr gut auf eigene Faust.

Trekking im Colca Canyon in Peru.

Der Trek im Colca Canyon war meine erste längere Wandertour bei meinem 3-monatigen Backpacking in Peru und direkt ein starker Einstieg. Ich war insgesamt 5 Tage in der Gegend und bin auf herrlich staubigen Wildwest-Wegen zwischen kunstvoll angelegten Terrassen und himmelhohen Felswänden gewandert, habe Kondore und versteckte Wasserfälle gesehen, in heißen Thermal-Quellen gebadet, in einer tropisch-grünen Bilderbuch-Oase übernachtet und bei so gut wie jedem Schritt unglaubliche Aussichten genossen.

Ich kann dir also auf jeden Fall empfehlen, einen Abstecher zum Colca Canyon zu machen und dort zu wandern – du wirst es nicht bereuen. Was die Sache etwas komplizierter macht: Es gibt nicht die eine Wanderung, die alle machen, sondern eine ganze Reihe von möglichen Routen. Die kommerziellen Anbieter in Arequipa haben meist eine 2-Tages-Wanderung im Programm. Das ist aber nicht unbedingt die beste Variante, da du damit einige der Highlights verpasst.

Schauen wir uns also mal einige der möglichen Trekking-Routen zum Wandern im Colca Canyon an!

Wanderführer für den Colca Canyon

Meine Empfehlung: Rother Wanderführer Peru*

Der empfehlenswerte Wanderführer Peru* aus dem renommierten Rother-Verlag enthält insgesamt 62 Touren, die meisten Mehrtageswanderungen. Auch eine 2-tägige Wanderung auf eher unbekannten Wegen im Colca-Canyon ist dabei.

Das Büchlein eignet sich vor allem für einen längeren Aufenthalt in Peru, da hier Wanderungen in fast allen Teilen des Landes beschrieben werden. Neben den bekannten Klassikern sind erfreulicherweise auch viele weniger bekannte Touren enthalten.

Zur Vorbereitung einer Trekking-Reise in Peru ist das derzeit der meiner Meinung nach beste deutschsprachige Wanderführer.

Als Karte hatte ich die touristische Karte Cañon del Colca/Cotahuasi* aus dem Verlag Lima 2000. Empfehlen würde ich die aber nur bedingt. Es sind zwar einige interessante Infos zu den Ortschaften enthalten, die Wege sind aber größtenteils nicht eingezeichnet. Genauer ist die IGN-Karte 32s Chivay*. Mit meinem GPS-Gerät bin ich aber auch so gut ausgekommen.

Wo liegt der Colca Canyon?

Der Colca Canyon liegt im Süden Perus, ziemlich genau 100 Kilometer Luftlinie nordwestlich von Arequipa. Die zweitgrößte Stadt Perus wird wegen ihrer schönen Häuser aus weißem Vulkangestein auch die „weiße Stadt“ genannt wird und gilt gemeinhin als eine der schönsten Städte Perus. Was ich an dieser Stelle offiziell bestätigen kann. Bevor du zum Colca Canyon anreist, wirst du in der Regel erstmal nach Arequipa fahren. Auch die Touren starten von hier aus.

Tipp: Bei meinem Bloggerkollegen Dirk von „Planetenreiter“ findest du Reisetipps für Arequipa mit Sehenswürdigkeiten und allen sonstigen wichtigen Infos.

Die größte Siedlung am Colca Canyon selbst ist Chivay, ein nettes kleines Städtchen am Oberlauf des Río Colca, der etwa 1.000 Meter unterhalb der Stadt am Boden der Schlucht verläuft. Chivay ist ein Zwischenstopp zum Ausgangspunkt der Wanderungen. Von hier geht es etwa 60 Kilometer auf einer asphaltierten Straße weiter nach Cabanaconde, wo fast alle Wanderungen und Trekking-Touren im Colca Canyon starten. Im Colca Canyon gibt es insgesamt 14 Dörfer. Die meisten sind über staubige Schotterpisten erreichbar, werden allerdings nur unregelmäßig angefahren.

Auf etwa 2/3 der Strecke zwischen Chivay und Cabanaconde befindet sich der „Mirador Cruz del Condor“. Dieser sehr bekannte touristische Aussichtspunkt liegt knapp 1.000 Meter über dem Boden der Schlucht und gilt als einer der besten Orte in Peru, um Kondore zu sehen. Durch die Thermik bilden sich hier warme Luftströmungen, auf denen die Kondore gerne gleiten. Ich habe Kondore aber auch im Canyon selbst gesehen. Du musst also nicht zwangsweise hier anhalten.

Blick in den Colca Canyon mit Kondor am Himmel.
Wer sieht den Kondor im Bild? Pro-Tipp: Schau mal links oben.

Trekking im Colca Canyon: Das solltest du vorher wissen

Der Colca Canyon ist etwa 120 Kilometer lang, man kann ihn grob in zwei Abschnitte unterteilen: Im östlichen Teil zwischen Cabanaconde und Chivay ist die Schlucht breiter und von vielen Terrassen zum Ackerbau geprägt. Diese Terrassen stammen noch aus der Prä-Inkazeit von den „Collaguas“, den Ureinwohnern der Region. Die Landschaft ist in diesem Abschnitt etwas sanfter, der Canyon fällt hier nicht ganz so steil ab.

Terrassen in der Nähe von Cabanaconde im Colca Canyon.

Der Teil westlich von Cabanaconde zeichnet sich durch enge Schluchten, gewundene Seitentäler und dramatisch abstürzende Steilwände aus. Direkt unterhalb von Cabanaconde liegt die Oase Sangalle auf dem Grund der Schlucht – ein kleines grünes Paradies mit zahlreichen Lodges, Schwimmbecken und tropischem Klima inmitten blühender Gärten direkt am Rio Colca. Der beliebte Wanderweg von Cabanaconde zur Oase Sangalle ist Bestandteil fast aller Trekking-Touren und sehr sehr steil: Auf 6 Kilometern fallen etwa 1.000 Höhenmeter an.

Die Wanderwege im Canyon sind in der Regel ausreichend breite Schotterwege, teilweise auch Schotterpisten. Die gängigen Routen sind in den OSM-Karten eingetragen, also den Karten, die auch die bekannten Wander-Apps (Outdoor Active, Maps.me etc.) verwenden. Daneben existieren aber auch etliche nicht eingetragene Trampelpfade. Du hast an den meisten Stellen im Colca Canyon keinen Handy-Empfang.

Für die Wanderungen im Colca Canyon ist in der Regel keine Akklimatisierung erforderlich, da der Startpunkt Cabanaconde auf 3.200 Metern liegt. Also noch im unkritischen Bereich, wenn du vorher bereits 1-2 Tage in Arequipa warst (2.235 Meter Höhe). Ausnahme ist Tour 3, die auf über 5.000 Meter führt. Bei der Anfahrt von Arequipa fährt man über einen über 4.000 Meter hohen Pass. Du kannst damit rechnen, dass du hier leichte Kopfschmerzen hast, die dann aber schnell wieder weggehen. 

Erfrischung an einem Wasserkanal im Colca Canyon.
Es gibt an vielen Stellen im Canyon Kanäle zur Bewässerung der Terrassen – perfekt, um sich mal kurz zu erfrischen.

Bei den beliebten 2-3 Tages-Touren kommst du an Dörfern vorbei, in denen du Snacks kaufen und auch übernachten kannst. Camping-Ausrüstung mit Zelt und eigenem Proviant sind hier also nicht zwingend erforderlich, ein paar Vorräte für tagsüber evtl. schon. Generell kann es nicht schaden, in Cabanaconde vorher nachzufragen, ob die Hostels in den jeweiligen Orten geöffnet haben.

Für den Eintritt in den Colca Canyon musst du am Checkpoint in Cacanaconde oberhalb von Sangalle 70 Soles zahlen (ca. 17 Euro). Heb dir die Quittung auf, da das Ticket beim Verlassen geprüft wird. Auf dem westlichen Weg nach Llahuar wurde ich aber nicht kontrolliert, dort gab es auch gar keinen Checkpoint.

Ich empfehle mindestens 2-3 Tage, wenn du im Colca Canyon wandern willst. Die Anfahrt von Arequipa ist sehr lang, ca. 4-6 Stunden für eine Richtung. Nur für einen Tag hierherzufahren lohnt sich nicht, da du mindestens 10 Stunden im Auto oder Bus sitzt. Selbst bei einem kürzeren Ausflug würde ich zumindest eine Nacht in Chivay oder Cabanaconde übernachten. Es gibt an beiden Orten ausreichend Hotels und Unterkünfte (Tipps weiter unten).

Plaza de Armas in Cabanaconde.
Die verschlafene Plaza de Armas von Cabanaconde.

Wandern im Colca-Canyon: Trekking-Routen in der Übersicht

Wie erwähnt ist das Dörfchen Cabanaconde Ausgangspunkt für fast alle Touren. Cabanaconde ist ziemlich klein und hat neben einer hübschen Plaza de Armas auch ein paar Hotels und einfache Unterkünfte zum Übernachten. Außerdem gibt es einige kleinere Läden, allerdings keinen Geldautomaten. Falls du Geld abheben möchtest, machst du das also am besten in Chivay.

Tipp: Die folgenden Wanderungen beinhalten alle einen steilen Abstieg in den Canyon, den du am Ende auch wieder hochlaufen musst. Du kannst in der Oase Sangalle aber Maultiere mieten, die dein Gepäck hochtransportieren (Details siehe unten). Wähle die passende Route je nach persönlichem Fitness-Level, Erfahrung und verfügbarer Zeit aus.

Übersichtskarte, zum Vergrößern anklicken:

Karte mit Trekkingrouten zum Wandern im Colca Canyon.

1. Die beste Allround-Tour: 3 Tage im Colca-Canyon

Übersicht

  • Tag 1: Cabanaconde – Llahuar, 11 km
  • Tag 2: Llahuar – Sangalle, 10 km
  • Tag 3: Sangalle – Cabanaconde, 6 km
  • Höhenmeter gesamt: + 2.260, – 2.240 hm

Diese 3-tägige Tour macht einen Schlenker durch den dramatischen westlichen Teil des Colca Canyons. Es war die beliebteste Wanderung, die fast alle Backpacker gemacht haben, die ich getroffen habe. Für die meisten Leute ist das wahrscheinlich die beste Allround-Tour: Du übernachtest zwei Tage an wirklich schönen Orten in der Schlucht und genießt in einem überschaubaren Zeitrahmen die Highlights dieser tollen Landschaft.

Blick in den Colca Canyon mit Rio Colca.

Am ersten Tag verlässt du Cabanaconde am westlichen Ende des Dorfes und steigst am Mirador Achachihua in den Canyon ab. Anschließend läufst du bis nach LLahuar, ein winziges kleines Dörfchen, wo es auch ein schönes Hostel mit einer wunderbaren Thermalquelle am Fluss gibt. Am nächsten Tag wanderst du auf der Nordseite des Canyons mehrere hundert Meter oberhalb des Rio Colca und steigst am Nachmittag zur Oase Sangalle ab. Der letzte Tag ist dann ein kurzer, aber sehr steiler und schweißtreibender Aufstieg von Sangalle zurück nach Cabanaconde.

2. Die Wasserfall-Runde: 4 Tage im Colca Canyon

Übersicht

  • Tag 1: Cabanaconde – Llahuar, 11 km
  • Tag 2: Llahuar – Fure – Wasserfall von Huaruro, 9 km
  • Tag 3: Fure – Sangalle, 10 km
  • Tag 4: Sangalle – Cabanaconde, 6 km
  • Höhenmeter gesamt: + 3.270, – 3.260 hm

Diese Wanderung ist eine Erweiterung von Tour 1 und die Wanderung, die ich gemacht habe. Sie bietet sich vor allem dann an, wenn du ein bisschen mehr Zeit im Colca Canyon verbringen möchtest und ein weiteres Highlight sehen willst: Den etwas versteckten, aber sehr beeindruckenden Wasserfall von Huaruro bei dem Dörfchen Fure. Für diese Tour ist eventuell Camping-Ausrüstung erforderlich – als ich da war, war Fure komplett verlassen.

Tag 1 ist identisch mit der vorigen Tour. Am zweiten Tag wanderst du aber nach Norden in die Schlucht des Rio Huaruro nach Fure. Hier gibt es eigentlich mit dem Hostel Furewasi eine Unterkunft. In meinem Fall war die verlassen, immerhin gab es aber einen funktionierenden Wasserhahn. Am Nachmittag wanderst du von Fure ca. 3 km bis zum Wasserfall von Huaruro und wieder zurück. Der Weg ist recht einfach, nur im letzten Abschnitt ist leichtes Kraxeln über abschüssige Schotterhänge erforderlich.

Wasserfall von Huaruro im Colca Canyon.
Am Wasserfall von Huaruro mit leichtem Gepäck.

Am dritten Tag wanderst du auf einem extrem aussichtsreichen Weg oberhalb des Dörfchens Paclla und anschließend ein Stück Schotterpiste bis zum sehr steilen Abstieg zur Oase Sangalle. Der letzte Tag ist dann wieder identisch mit Tour 1. Mir hat diese Wanderung sehr gut gefallen, da ich das Gefühl hatte, alle Highlights gesehen zu haben. Außerdem war das Camping mit Zelt in dem verlassenen Dorf Fure ein schönes Erlebnis, zumal ich dort auch noch einen netten Hostel-Betreiber aus Arequipa traf, der hier auch campte.

3. Puya Raymondi Trek für Abenteurer: 5 Tage im Colca Canyon

Übersicht

  • Tag 1: Cabanaconde – Sangalle, 6 km
  • Tag 2: Sangalle – Tapay, 7 km
  • Tag 3: Papay – Höhencamp 4.300 m, 6 km
  • Tag 4: Höhencamp – Madrigal, 18 km
  • Tag 5: Madrigal – Pinchollo, 15 km
  • Höhenmeter gesamt: + 3.960, – 3.625 hm

Diese Tour wollte ich zuerst machen, hab es dann aber doch sein lassen, weil ich noch nicht ausreichend akklimatisiert war. Die Wanderung verläuft auf der eher wenig bekannten Nordseite des Colca Canyons und führt mitten durch die Chila-Berge – eine Bergkette, die Höhen über 5.000 Meter erreicht. Einer dieser Berge ist der Nevado Quehuisha (5.514 m), nach heutigem Kenntnisstand entspringt hier die am weitesten von der Mündung entfernte Quelle des Amazonas.

Die Tour wird manchmal auch als Puya Raymondi Trek bezeichnet, weil man hier an den gleichnamigen seltenen Pflanzen vorbeikommt: Den bis zu 12 Meter hohen Puya-Raymondi-Riesenlobelien. Knackpunkt ist vor allem die Höhe. Bei der Tour steigt man von dem Örtchen Tapay (ca. 3.000 Meter) in nur wenigen Kilometern auf über 5.000 Meter auf. Diese Wanderung kannst du also nur dann machen, wenn du vorher perfekt akklimatisiert bist, d.h. längere Zeit über 4.000 Meter verbracht hast, z.B. bei Wanderungen in Huaraz oder Cusco. Und selbst dann dürfte es noch ziemlich anstrengend werden.

Für den Puya Raymondi Trek ist Camping-Ausrüstung und Proviant auf jeden Fall erforderlich. Außerdem musst du ein bisschen auf die Wasserversorgung achten, da du teilweise weit abseits der Dörfer wanderst. Die Berge sind aber auch im Sommer schneebedeckt, es sollte also Quellen oder kleine Bäche geben. Bei der Tour läufst du in 1-2 Tagen auf der Nordseite des Colca Canyons und kommst in der ehemaligen Bergbau-Siedlung Madrigal raus. Von hier aus überquerst du am letzten Tag den Rio Colca und beendest die Tour in Pinchollo.

Eine Beschreibung dieser Tour (bzw. eine ähnliche Route) findest du auf dem Tatonka Blog.

4. Die Standard-Tour: 2 Tage im Colca Canyon

Übersicht

  • Tag 1: Cabanaconde – Llahuar, 11 km
  • Tag 2: Llahuar – Sangalle, 10 km
  • Höhenmeter gesamt: + 1.775, – 1.810 hm

Das ist die klassische 2-Tages-Tour, die die meisten Anbieter in Arequipa im Programm haben. Bei der Wanderung läufst du durch den östlichen Teil des Colca Canyons und übernachtest immerhin eine Nacht in der schönen Oase Sangalle. Allerdings verpasst du die heißen Quellen von Llahuar und den Wasserfall von Fure. Ich würde diese Tour also nur dann empfehlen, wenn du keine Möglichkeit hast, noch einen weiteren Tag zu bleiben oder einfach nicht so viel wandern willst.

Start ist auch hier wieder Cabanaconde. Am Aussichtspunkt San Miguel steigst du in östlicher Richtung ab und überquerst den Rio Colca bis zum dem Dorf San Juan de Chuccho gelangst. Dort gibt es Unterkünfte und du isst hier in der Regel zu Mittag. Anschließend geht es weiter in leichtem Auf und Ab über dem Canyon und zum Schluss steil bis zur Oase Sangalle, wo du die Nacht verbringst. Am letzten Tag steht dann wieder der 1.000 Höhenmeter-Aufstieg nach Cabanaconde an.

Swimming Pool in der Oase Sangalle.
Tropisches Feeling in der Oase Sangalle – viele der Lodges haben einen eigenen Swimming-Pool.

5. Für Leute mit wenig Zeit: 1 Tag im Colca Canyon

Übersicht

  • Tag 1: Cabanaconde – Sangalle – Cabanaconde, 12 km
  • Höhenmeter gesamt: + 1.050, – 1.050 hm

Wenn du wirklich nur einen einzigen Tag für den Colca Canyon hast, kannst du theoretisch auch am gleichen Tag von Cabanaconde zur Oase Sangalle und wieder zurück wandern. Beachte dabei aber Folgendes: Zwischen den beiden Orten liegen 1.000 Höhenmeter und der Weg ist sehr steil. Vor allem der Aufstieg nach Cabanaconde in der brennenden Nachmittags-Sonne (also dann, wenn es am heißesten ist) dürfte zu einem echten Gewaltmarsch werden.

Weg von Sangalle nach Cabanaconde im Colca Canyon.
Blick auf die Oase Sangalle von Norden, im Hintergrund der steile Wanderweg nach Cabanaconde.

Wenn du ausreichend fit bist und dir das zutraust, würde ich so früh wie möglich starten, da es immer noch ein sehr langer Tag wird – am besten spätestens um 8:00 Uhr in Cabanaconde. Für den Weg nach Sangalle kannst du ungefähr mit drei Stunden rechnen, für den Rückweg etwa vier. Am gleichen Tag wieder zurück nach Arequipa zu fahren, wäre ziemlich ambitioniert. Du würdest irgendwann mitten in der Nacht ankommen, sofern du am Nachmittag überhaupt noch einen Bus/Colectivo findest. Sinnvoll ist also auch bei dieser Variante eine Übernachtung in Cabanaconde oder Chivay.

Eine Alternative zu dem schweißtreibenden Marsch nach Sangalle wäre folgendes: Bis zum Mirador Cruz del Condor fahren lassen und von hier aus zu Fuß nach Cabanaconde laufen. Das sind etwa 10 Kilometer und es gibt auch immer mal wieder kleine Trampelpfade neben der Hauptstraße. Die Aussichten in den Canyon sind durchweg fantastisch. Diese Variante ist also durchaus auch ganz gut, obwohl es etwas Straßenwandern bedeutet.

Terrassen im Colca Canyon.
Blick auf die Terrassen-Kulturen zwischen Cruz del Condor und Cabanaconde.

Unterkünfte und Hostels im Colca Canyon

In den folgenden Hostels habe ich während meinem Trek im Colca Canyon übernachtet und ich kann sie auch allesamt empfehlen:

  • Homestay Pachamama*: Gemütliches Hostel im Herzen von Cabanaconde. Die Betreiber kennen sich auch gut über die diversen Trekking-Routen aus und bieten viele Infos auf ihrer Homepage.
  • Llahuar Lodge*: Absolut geniales, preiswertes Hostel in traumhafter Lage direkt über den heißen Thermal-Quellen. Eines der besten Hostels, das ich in Peru gesehen habe.
  • Oasis Paraiso Ecolodge*: Schönes Anwesen in der Oase Sangalle mit Garten und einem riesigen Swimming-Pool. Die Zimmer sind einfach, aber solide. Sehr guter Service und Gepäcktransport möglich.

Nach meinem Trek bin ich wieder nach Arequipa und war dort noch ein paar Tage im Hostal Solar*. Auch eine Super-Option – preiswert, zentral, saubere Zimmer und gutes Frühstück (keine Selbstverständlichkeit in Peru). Den Betreiber Carlos hatte ich zufällig beim Camping in Fure kennengelernt

So klappt die Anfahrt in den Colca Canyon

Die Fahrt von Arequipa zum Colca Canyon dauert etwa einen halben Tag und beinhaltet einen kurzen Zwischenstopp in Chivay. Wenn du früh genug in Arequipa losfährst, kannst du noch am gleichen Tag wandern. Grob gesagt gibt es für die Anreise zwei Möglichkeiten:

  1. Bus: langsamer, ca. 5-6 Stunden für einfache Fahrt von Arequipa nach Cabanaconde
  2. Colectivo: schneller, ca. 4-5 Stunden für einfache Fahrt von Arequipa nach Cabanaconde, evtl. Wartezeit

Option 2 ist meiner Meinung nach besser. Du bist erstens flexibler bei den Zeiten und die Fahrt ist auch noch schneller. Schauen wir uns das gerade nochmal genauer an.

Bus am Plaza de Armas in Cabanaconde.

Colca Canyon mit dem Bus

Die Busse starten am zentralen Busbahnhof in Arequipa, dem Terminal Terrestre (Google Maps), das etwa 3 km vom historischen Zentrum entfernt liegt. Es gibt mehrere Buslinien nach Chivay, bei meinem Aufenthalt fuhr aber nur das Busunternehmen Andalucia. Die Abfahrtzeiten waren wie folgt:

  • 1:00 Uhr
  • 3:30 Uhr
  • 13:00 Uhr

Realistisch käme hier also nur eine Abfahrt um 3:30 Uhr in der Frühe in Frage, wenn du noch am gleichen Tag wandern willst – nicht gerade die tollste Zeit. Die Busse sind zudem sind etwas langsamer, du kannst mit etwa 5-6 Stunden für eine einfache Fahrt rechnen. Der Preis beträgt 25 Soles, das Ticket kaufst du direkt am Schalter. Am besten 1 Stunde vorher, um noch einen Platz zu bekommen.

Colca Canyon mit dem Colectivo

„Colectivo“ nennt man in Peru die öffentlichen Kleinbusse. Das sind so etwas wie VW-Transporter für 8-10 Personen, die keine genau festen Abfahrtszeiten haben und erst dann abfahren, wenn sie voll sind. Colectivos sind das Nr.1-Fortbewegungsmittel in Peru und eine unkomplizierte, preiswerte Möglichkeit von A nach B zu kommen – auch für den Colca Canyon.

Die Colectivos fahren in Arequipa an der Avenida Andrés Avelino Cáceres ab, der großen Hauptverkehrsstraße an der auch der Busbahnhof liegt. Eine gute Option ist das Unternehmen Transportes Centella (Google Maps), das täglich Fahrten im stündlichen Rhythmus ab 4:00 Uhr morgens anbietet. Sinnvoll ist ein Start um 5:00 oder 6:00 Uhr, spätestens aber 8:00 Uhr, um noch was vom Rest des Tages zu haben.

Die Fahrt läuft so ab:

  • Von Arequipa fährst du in etwa 3-4 Stunden mit dem Colectivo nach Chivay, Kosten: 20 Soles.
  • In Chivay steigst du am Busbahnhof aus. Am Terminal warten bereits die Fahrer nach Cabanaconde.
  • Die Busse sind grob aufeinander abgestimmt, sodass du nicht allzu lange warten musst (maximal 30 – 60 Minuten).
  • Die Fahrt von Chivay dauert dann nochmal etwa eine Stunde und kostet 10 Soles.
  • Wenn du am Cruz del Condor austeigen willst, sag das dem Fahrer vorher. Ansonsten fährt er durch.

Rückfahrt von Cabanaconde nach Arequipa

Für die Rückfahrt hast du gleichen Optionen wie bei der Anreise. Je nachdem, wann du wieder in Cabanaconde bist, musst du hier eventuell auch ein bisschen warten. Ich bin mit dem Bus zurückgefahren, der täglich um 13:30 Uhr nach Arequipa (mit Zwischenstopp in Chivay) fährt. Die Fahrt dauerte etwa 6 Stunden. Für die Wanderung von der Oase Sangalle bis nach Cabanaconde brauchst du etwa 4 Stunden. Wenn du früh genug startest, packst du es also noch bis zum Bus um halb zwei.

Pause beim Wandern im Colca Canyon.
Kurze Pause an einem der wenigen schattigen Orte im Canyon.

Sicherheit

Die Wege im Colca Canyon sind technisch einfach, etwa bis T2 auf der SAC-Wanderskala. Allerdings sind teilweise recht beachtliche Höhenunterschiede zurückzulegen. Markierungen gibt es nur wenige, meistens nur ein paar Schilder mit einem Pfeil an den Abzweigungen und das auch nicht überall. Wenn du kein GPS-Gerät besitzt, lade dir also am besten vorher eine Offline-Karte mit der Wander-App deines Vertrauens runter. Beachte, dass du in der Schlucht keinen Handy-Empfang hast.

Ein weiterer Punkt ist das Klima: Mittags knallt die Sonne runter, es gibt wenig Schatten und in dem Canyon heizt es sich sehr stark auf. Nimm immer ausreichend Wasser mit, am besten startest du mit 2 Litern. Auch ein Sonnenschutz und Sonnencreme sind unverzichtbar. Starte beim Aufstieg von Sangalle nach Cabanaconde außerdem so früh wie möglich, nach 10:00 wird es schnell unerträglich heiß.

Tipp: Schau dir hier meine Trekking-Packliste für Mehrtageswanderungen an

Wegen Überfällen, Kriminalität und Ähnlichem musst du dir keine Gedanken machen – ich habe durchweg nur freundliche und hilfsbereite Leute getroffen. Ohnehin ist Peru ein sicheres Reiseland, vor allem in ländlichen Regionen wie dem Colca Canyon. Was nicht heißt, dass dir nicht doch etwas passieren kann, aber sehr wahrscheinlich ist das hier nicht.

Feuerwehrmann mit Schlange im Colca Canyon.
Es gibt auch Schlangen im Colca Canyon. Die hier war allerdings harmlos. Das meinte zumindest der Feuerwehrmann, den ich auf dem Weg nach Fure traf.

Unfälle im Colca Canyon

Wenn wir gerade beim Thema sind: Der letzte Unfall am Colca Canyon ereignete sich 2022. Die belgische Backpackerin Natacha de Crombrugghe war auf eigene Faust zum Trekking im Colca Canyon unterwegs und ist dabei wohl abgerutscht und in den Fluss gestürzt. Wie erfahren die Backpackerin war, weiß ich nicht und generell sind solche tragischen Unfälle als Außenstehender immer schwer zu beurteilen. Was ich bei meinem Trip aber gesehen habe: Es sind ziemlich viele Leute ohne größere Trekking-Erfahrung im Colca Canyon alleine unterwegs.

Das ist bei diesen bekannten Reisezielen immer so und muss auch nicht zwangsläufig zu Unglücken führen. Aber Beispiele wie das obige zeigen, dass man im Zweifelsfall doch ein bisschen vorsichtig sein sollte, vor allem wenn die Erfahrungswerte fehlen. Gerade bei den längeren Touren (3 Tage+) würde ich persönlich nur dann auf eigene Faust losziehen, wenn ich sowas schon mal gemacht habe, meine eigenen Fähigkeiten und Grenzen einschätzen kann und mich sicher in einer fremden Umgebung zurechtfinde.

Gedenktafel für verunglückte Backpackerin im Colca Canyon.
Gedenktafel für die verunglückte Backpackerin in der Nähe von Cabanaconde.

Wandern mit Gepäcktransport im Colca Canyon

Man soll es nicht glauben: So etwas gibt nicht nur auf europäischen Premium-Wanderwegen für Wohlstandsverwöhnte, sondern auch beim Backpacking in Peru. Wenn du willst, kannst du dir einen Maultiertreiber mieten, einen sogenannten „Arriero“, der entweder dein Gepäck oder dich transportiert – oder sogar euch beide, wenn du zwei Maultiere bezahlt.

Um dir einen Arriero zu mieten, musst du dich vor Ort erstmal über das Angebot erkundigen. In der Regel solltest du in Cabanaconde, LLahuar und der Oase Sangalle auf jeden Fall auch spontan jemanden finden. Spanischkenntnisse sind hier auf jeden Fall von Vorteil, da du die Route und das weitere Vorgehen klären musst und fast keiner der Arrieros Englisch spricht. Ansonsten: Mit Händen und Füßen – und Geld spricht immer.

Maultier auf dem Weg nach Cabanaconde von der Oase Sangalle.

Ich hatte mir ein Maultier in Sangalle gemietet, das meinen Rucksack nach Cabanaconde zurückbringt. Geklärt hatte ich das am Vorabend im Hostel. Die Arrierso sind dann schon sehr früh mit meinem Rucksack gestartet, etwa gegen 5:00 Uhr. Ich bin etwa gegen 8:00 Uhr losgelaufen, zur Sicherheit hatte ich mir noch die Handy-Nummer des Arrieros und seinen Namen geben lassen. Den Rucksack hab ich mir später dann in Cabanaconde bei seiner Familie abgeholt. Das Ganze war extrem unkompliziert und auch nicht teuer – 70 Soles für den Transport.

Geführte Touren/Tagesausflüge in den Colca Canyon

In Arequipa werden auch viele Tagesausflüge in den Colca Canyon angeboten. Meine bescheidene Meinung: Lohnt sich nicht. Diese Touren sind ziemliche Zeitverschwendung, weil der Colca Canyon einfach zu weit weg für einen Daytrip ist. Du kannst davon ausgehen, dass du 10 Stunden im Auto sitzt und weniger als 1 Stunde Zeit für den eigentlichen Canyon hast.

Die Touren laufen in der Regel so ab:

  • Um 3:00 Uhr morgens wirst du im Hotel abgeholt.
  • Danach fährst du nach Chivay, wo es die erste Pause gibt.
  • Anschließend fährst du zum Mirador Cruz del Condor, wo du dich mit 1.000 anderen Schaulustigen, um den Platz für das beste Insta-Foto schlagen darfst.
  • Danach geht es wieder zurück nach Chivay, eventuell werden hier noch die Thermalbäder von La Calera und die örtliche Inka-Brücke besucht.
  • Zum Schluss fährst du dann wieder zurück und kommst gegen 22: 00 Uhr in Arequipa an.

Ich hab ein paar solcher Tages-Touren in Peru gemacht. Die meisten sind recht professionell organisiert. Aber es ist auch ziemlich langweilig, weil man einfach das typische Standard-Programm bekommt. Und das Verhältnis Fahrtzeit-Sehenswürdigkeit stimmt eigentlich nie – man verbringt viel zu viel Zeit im Auto. Ich würde mir das also ersparen und meine Zeit sinnvoller nutzen.

Wenn du nur einen Tag Zeit hast und ein bisschen Natur sehen willst, kannst du in Arequipa z.B. die nahegelegenen Steinbrüche besuchen, die „Canteras de Sillar“. Dort wird das weiße Vulkangestein für die schönen Häuser der Stadt abgebaut. Das ist eine nette kleine Wanderung, 10 Km von Arequipa entfernt und gut für einen entspannten Tag geeignet. Auf jeden Fall besser als so eine halbgare Colca-Canyon-Tour.

Geführte Mehrtagestouren im Colca Canyon

Wenn du nicht so viel Trekking-Erfahrung hast, aber trotzdem gerne ein paar Tage im Colca Canyon wandern möchtest, kannst du dich auch einer geführten mehrtägigen Wanderung anschließen. Du findest in Arequipa jede Menge Anbieter. Alternativ kannst du die Touren auch direkt per Internet buchen. Die Preise sind ziemlich niedrig – weniger als 100 Euro für eine 2-tägige Tour.

Wanderweg im Colca Canyon.

Wie tief ist der Colca Canyon eigentlich genau?

Das ist eine interessante Frage, die ich hier zum Schluss nochmal kurz anreißen möchte. Es gibt nämlich verschiedene Aussagen dazu. Auf vielen Webseiten liest man beispielsweise, dass die Schlucht doppelt so tief wie der Grand Canyon sei. Die deutsche Wikipedia spricht von einer Tiefe von einer Tiefe von 3.269 Meter bzw. 1.200 Meter, je nachdem, ob man vom Rand der Schlucht oder vom höchsten nahegelegenen Berggipfel misst. In der englischen Wikipedia findet sich zur Tiefe hingegen die Angabe 1.000 – 2.000 Meter.

Woher kommen diese unterschiedlichen Werte? Ein erster Anhaltspunkt ist die Aussage von Wikipedia: Es macht natürlich einen Unterschied, ob ich vom Rand der Schlucht bis zum Grund messe oder als Vergleichspunkt einen Berggipfel nehme, der viel höher liegt. Leider lässt sich Wikipedia aber nicht darüber aus, anhand von welchem Berg die Tiefe berechnet wurde. Bevor mich auf den Weg machte, wollte ich das aber doch mal etwas genauer wissen.

Meine eigenen Recherchen haben dabei Folgendes ergeben:

  • Der tiefste Punkt des Colca Canyons liegt südwestlich von Huambo, der Grund der Schucht liegt hier bei 1.066 Metern.
  • Im Vergleich dazu erreicht der Vulkan Ampato 24 km südlich des Canyons die stattliche Höhe von 6.288 Metern.
  • Nimmt man den Ampato als Vergleichspunkt und setzt ihn zum tiefsten Punkt in Beziehung, wäre der Colca Canyon demnach 5.222 Meter tief.
  • Für einen näheren Berg könnte man auch den 13 km nördlich liegenden Nevado Mismi mit 5.597 Meter nehmen und eine Linie nach Süden ziehen. Der Grund des Canyons liegt hier bei einer Höhe von etwa 3.200 Metern. Demnach wäre der Canyon hier dann knapp 2.400 Meter tief.
  • Misst man hingegen den Unterschied zwischen dem Aussichtspunkt Cruz del Condor, einem der höchsten Punkte am Rande der Schlucht (3.377 Meter) und dem Boden der darunterliegenden Schlucht (2.358 Meter) kommt man auf eine Tiefe von 1.019 Metern.

Für mein Empfinden kommt dieser letzte Wert der Wirklichkeit am nächsten. Denn als Betrachter spielt es für mich vor allem eine Rolle, wie tief ich direkt in den Canyon runterschauen kann und nicht wie hoch irgendein unerreichbarer Berggipfel in der Nähe ist. Ich denke also, die Angabe von 1.200 Metern Tiefe ist ganz realistisch. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass ich die Schluchten des Rio Apurímac und des Rio Blanco auf dem Choquequirao Trek als deutlich tiefer empfand.

Noch ein Fun Fact, weil ich es ganz genau wissen wollte: Wenn man vom Grand Canyon Village (2.097 Meter) bis zum Grund des Grand Canyon läuft, landet man bei einer Höhe über dem Meeresspiegel von 749 Metern. Vom Rand gemessen ist der Grand Canyon hier 1.348 Meter tief, also tiefer als der Colca Canyon. Ich glaube wir können uns aber darauf einigen, dass beide Schluchten sehr sehr tief sind – egal wie man es jetzt genau berechnet.

Panoramablick beim Wandern im Colca Canyon.

Mein Fazit zum Colca Canyon

Einfach nur herrlich! Ich hatte mir vorher gar nicht so viel erwartet und bin eigentlich vor allem deshalb hergekommen, um mich ein bisschen zu akklimatisieren und nochmal die Ausrüstung vor meinen längeren Anden-Treks zu testen. Aber am Ende war der Colca Canyon eines meiner absoluten Highlights in Peru, an das ich mich bis zum Schluss gerne zurückerinnert habe.

Die Trekking-Touren im Colca Canyon sind relativ kurz und die Oase Sangalle ist auch schon ziemlich bekannt und entsprechend gut besucht. Interessanterweise bin ich auf meiner Route außer ein paar Einheimischen trotzdem so gut wie niemandem unterwegs begegnet. Ich glaube, wenn du nicht gerade die bekannte 2-Tages-Tour machst, wirst du hier immer noch viel Ruhe inmitten einer wirklich majestätischen Landschaft genießen. Von meiner Seite eine absolute Empfehlung!

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