In diesem Artikel:
- Was dich auf dem Annapurna Circuit erwartet
- Route und Etappen des Annapurna Circuit
- Alternative Routen, Tagesausflüge und Abstecher
- Was taugen die neuen NATT-Trails?
- Tipps zu Unterkünften
- Kosten des Annapurna Circuit
- Guide-Plicht und benötigte Permits für den Annapurna Circuit
- Wie schwer ist der Annapurna Circuit?
- Tipps zur richtigen Akklimatisierung
- Beste Reisezeit und Anreise
- Packliste für den Annapurna Circuit
- Sicherheit und Literatur-Empfehlungen
- Mein Fazit
📍 Wichtige Info: Viele Leute fragen sich immer noch, ob Trekking ohne Guide in Nepal erlaubt ist. Kurzfassung, Stand 2026: Touren ohne Führer sind auf dem Annapurna Circuit möglich, das angebliche Solo-Trekking-Verbot wird nicht umgesetzt. Aktuelle Infos dazu findest du hier.
Der Annapurna-Circuit: 250 Kilometer durch den Himalaya, einer der berühmtesten Treks der Welt – ein absolutes Traumziel für jeden Outdoor-Fan. Ich hatte sie jahrelang im Hinterkopf, die große Umrundung des Annapurna-Massivs in Zentral-Nepal, wie so viele vor mir. Seit die Route in den späten 1970er-Jahren für Touristen geöffnet wurde, müssen sich Tausende von westlichen Trekkern auf den Weg in den Himalaya gemacht haben, um die größten Berge der Welt einmal mit eigenen Augen zu sehen.
Es ist einfach eine legendäre Tour, der man nur schwer widerstehen kann – und vielleicht bist du ja auch gerade am Überlegen…
Das große Problem: Die Annapurna-Region wird seit ungefähr 20 Jahren systematisch durch Straßen erschlossen. Die alte Route ist Geschichte – weite Teile davon haben sich inzwischen in eine staubige Dirtroad verwandelt. Und wenn du mit den geführten Touren läufst, ist die Chance relativ hoch, dass du rund um die Uhr auf einer Piste neben Motorrädern, Jeeps und Traktoren wanderst. Nicht gerade das, warum man zum Trekking in den Himalaya fährt.
Auf neuen Wegen auf dem Annapurna Circuit
Glücklicherweise gibt es eine Lösung für das Straßenproblem. Seit 2010 hat eine Handvoll Trekking-Begeisterte ehrenamtlich neue Wege abseits der alten Route erforscht. Das Ziel: Dem Annapurna-Circuit wieder zu seinem alten Glanz zu verhelfen. Inzwischen, so das Versprechen, soll man das gesamte Massiv wieder auf richtigen Wanderwegen abseits der Straße umrunden können: den sogenannten NATT-Trails (Natural Annapurna Trekking Trail).
Als ich davon das erste mal hörte, wurde ich hellhörig: Das klang spannend und schien einen Versuch wert!
Die große Frage ist natürlich: Wie sieht die Wirklichkeit aus? Dazu weiter unten noch ausführlicher. Nur so viel schon mal vorweg: Wenn du die Sache richtig angehst und nicht einen Wildnis-Trek in absoluter Einsamkeit erwartest, ist der Annapurna-Circuit immer noch ein großes, großes Abenteuer. Aber man muss heutzutage definitiv etwas vorausplanen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Und damit genau das klappt, bekommst du jetzt alle Infos, die du für das beste Erlebnis auf dem Annapurna Circuit brauchst.
Das hier wird ein sehr langer Post – los geht’s!
Auf einen Blick:
- 🌍Die berühmteste Trekking-Tour Nepals (und vielleicht der ganzen Welt)
- 🌄Anfängerfreundlich und sicher: exzellenter Einstieg ins Himalaya-Trekking
- 📏Länge: ca. 250 km, kürzere Varianten möglich
- ⏳Dauer: variabel, 10-21 Tage
- ⏱️ Beste Zeit: März – April, Oktober -November
- 🏔️Höchster Punkt: Thorong La, 5.416 m
- 🔺Schwierigkeit: mittel
- 🔥Abenteuerfaktor: hoch
- ⛺Übernachtung und Verpflegung in Gasthäusern und Lodges
Noch eine Anmerkung: Ich habe die Tour auf eigene Faust organisiert und bin die gesamte Runde ohne Guide gelaufen. Das ist prinzipiell gut möglich, die Infrastruktur ist bestens. Allerdings habe ich in den letzten Jahren auch viele Trekking-Touren in den Alpen und anderen Ländern gemacht. Das war also nicht meine erste längere Wanderung.
Wenn dir solche Erfahrungswerte fehlen, kann es durchaus Sinn machen, einen lokalen Führer zu engagieren. In diesem Fall würde ich die Route aber vorher genau absprechen, um zu vermeiden, dass du weite Teile des Treks auf der Straße läufst. Tipps zu den schönsten Wegen abseits der Pisten findest du weiter unten im Artikel.
Vertraue nicht darauf, dass dir alle kommerziellen Anbieter und Guides diese Wege von selbst zeigen. Die Motivation dazu ist leider nicht sehr ausgeprägt, denn es ist viel bequemer die Leute über die Straße zu führen.

Was dich auf dem Annapurna-Circuit erwartet
Wenn ich den Annapurna-Circuit kurz zusammenfassen müsste, dann so: Der perfekte Einstieg ins Himalaya-Trekking.
Die Wanderung bietet das volle Programm: Herrliche Landschaftseindrücke, freundliche Dörferund das alles vor dem majestätischen Panorama einiger der höchsten Berge dieser Erde. Das wirkliche Highlight der Tour ist aber die wahnsinnige Vielfalt. Innerhalb von ein paar Tagen wanderst du von feuchtwarmen tropischen Wäldern bis in die eisigen Höhen an der Grenze Tibets und wieder zurück – ein wilder Ritt durch nahezu alle Landschaften und Klimazonen Nepals.
Einziger Wermutstropfen: Die Straßen werden immer länger. Seit meinem ersten Besuch 2022 sind weitere Wege dem Straßenbau zum Opfer gefallen. Das finde ich persönlich traurig. Nachdem ich Teil der Strecke 2025 erneut gewandert bin, würde ich aber sagen: Der Annapurna Circuit ist immer noch eine große Reise zu Fuß.
Es ist eine Reise, von der du mit tausend Eindrücken zurückkehren wirst. Reisfelder in den steilen Terrassen der Berghänge. Mani-Steine und Gebetsmühlen am Wegrand. Urtümliche Dörfer, in denen sich die Leute ihre Wohnungen mit Ziegen und Schafen teilen, während ein Motorrad vorbeiknattert und im Hintergrund die mächtigen Schneegipfel des Himalaya in der Sonne funkeln. Gebetsfahnen, die in der schneidend kalten Luft auf dem Weg zum über 5.400 hohen Thorong-La-Pass im Wind flattern.

Ist der Annpurna Circuit zu überlaufen?
An dieser Stelle ein kurzer Reality-Check: Der Annapurna-Circuit ist definitiv nicht einsam und menschenleer. Du kommst spätestens alle paar Stunden an einem Teahouse vorbei und läufst überwiegend durch dichtbevölkerte Täler. Außerdem ist die Strecke weltberühmt, dementsprechend viele andere Leute sind hier unterwegs. Auf den Nebenrouten geht es etwas ruhiger. Aber es ist kein Wildnis-Trek. Der einzige Abschnitt ohne Dörfer sind die drei Etappen rund um den Thorong-La-Pass, aber auch hier gibt es Lodges.
Auf dem Annapurna-Circuit triffst du Menschen, deren Leben in einer früheren Zeit verwurzelt ist und die heute mit den Herausforderungen der modernen Welt zu kämpfen haben.
Ebenfalls erwähnenswert: Der fortschreitende Straßenbau und der Touristenstrom sorgen dafür, dass die Moderne bis in die hintersten Dörfer Einzug hält. Landwirtschaft und Viehzucht sind auf dem Rückzug – dafür gibt es Internet, Smartphones und die anderen Errungenschaften der sogenannten Zivilisation. Für mich war das aber Teil der Erfahrung. Auf dem Annapurna-Circuit triffst du Menschen, deren Leben in einer früheren Zeit verwurzelt ist und die heute mit den Herausforderungen der modernen Welt zu kämpfen haben. Das ist der echte Himalaya des 21. Jahrhunderts mit all seinen Widersprüchen.
Nur die Berge… die sind wirklich zeitlos.

Es gibt einige hässliche Abschnitte auf der Route. Das muss man ehrlicherweise sagen. Gleichzeitig aber auch unglaublich viel Schönheit, spannende kulturelle Einblicke, eine wunderbar vielfältige Natur und die schwer fassbare Magie Asiens. Zumindest für mich haben am Ende die schönen Eindrücke bei weitem überwogen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das bei dir auch so sein wird!
Bester Wanderführer und Karte
Meine Empfehlung: Himalayan Travel Guides – Trekking the Annapurna Circuit

Der exzellente Wanderführer „Trekking the Annapurna Circuit*“ aus dem Verlag Himalayan Travel Guides ist das derzeit beste erhältliche Buch zur Annapurna-Runde und meine Top-Empfehlung für Individualisten.
In dem handlichen Buch werden wirklich alle denkbaren Nebenrouten ausführlich beschrieben – unter anderem Wege, die teilweise nicht einmal die Locals kennen. Außerdem gibt’s Tipps zu weiteren Touren im Süden der Region, z.B. zum ABC-Trek und dem Mardi Himal Trek.
Zusammen mit einer guten Wanderkarte* bist du mit diesem Buch für alle Fälle gerüstet!
Der Rother-Wanderführer* für die Annapurna-Runde ist etwas professioneller aufgezogen und auch ganz okay. Es sind aber längst nicht so viele Nebenrouten beschrieben. Das Buch eignet sich vor allem dann, wenn du nicht so viel planen willst, sondern einfach nur eine bequeme Route möchtest, der du folgen kannst. Die bekanntesten Alternativ-Routen sind zum Glück enthalten.
Als Karte hab ich die Around Annapurna-Map* von Nepa Maps im Maßstab 1:70.000 benutzt. Der Maßstab ist ausreichend und es sind alle wichtigen Wege, der Verlauf der Route, Ortschaften sowie die Lodges korrekt eingetragen. Die Karte bekommst du natürlich auch in Kathmandu oder Pokhara. Ich würde sie mir aber schon vorher zur Planung besorgen.
Ebenfalls empfehlenswert:
Reiseführer Nepal mit den schönsten Trekking-Routen
Reise Know-How Nepal: Kathmandu Valley
Lonely Planet: Trekking in the Nepal Himalaya
Route des Annapurna-Circuit
Wie alle sogenannten „Circuits“ in Nepal ist auch der Annapurna-Circuit keine vollständige Umrundung. Stattdessen ist es ein rund 250 Kilometer langer Halbkreis um den nördlichen Rand des Annapurna-Massivs. Diese Gebirgskette ist eine der spektakulärsten im ganzen Himalaya – sie erhebt sich steil aus dem grünen Mittelgebirgsland der Provinz Gandaki und stößt schnell in Höhen über 8.000 Meter vor.
Die Berge und der berühmte Trek liegen in der Annapurna Conservation Area, dem größten Naturschutzgebiet Nepals. Die Landschaft ist phänomenal vielseitig und reicht von terrassierten Hängen über Bergwälder und abgrundtief eingeschnittene Flusstäler bis hin zu einer Vielzahl schneebedeckter Gipfel, viele davon über 7.000 Meter hoch. Der höchste ist die Annapurna I (8.091 m), der erste bestiegene Achttausender, der 1950 von einer französischen Expedition erklommen wurde.“
GPS-Track für den Annapurna Circuit zum Herunterladen:

Für die gesamte Runde brauchst du etwa 20 Tage. Abseits der Hauptroute sind etliche Abstecher und kürzere Treks möglich. Ich hab viele davon mitgenommen und war insgesamt 32 Tage in der Region unterwegs. Heutzutage lassen viele Leute Teile des Annapurna Circuits aus und sind nur 14 Tage unterwegs, manche sogar nur 10 Tage.
Hier ein paar Ideen, wenn du weniger Zeit hast:
- Wenn möglich überspringe nicht den ersten Abschnitt von Besisahar nach Chame: Die neuen NATT-Trails sind größtenteils sehr schön – für viele Trekker ist dieser Teil eines der Highlights des gesamten Trips.
- Der mittlere Teil von Chame nach Pisang enthält einige eher langweilige Straßenabschnitte. Diesen Abschnitt kannst du gut auslassen ohne viel zu verpassen. Transportmöglichkeiten und Jeeps sind in Chame leicht zu organisieren, per Anhalter geht auch.
- Der letzte Abschnitt nach Muktinath weist ebenfalls längere Straßenpassagen auf. Du könntest ihn komplett auslassen oder mit einem Jeep bis Tatopani fahren und von dort nach Ghorepani zum Poon Hill wandern.
Karte und GPS-Datei
Anleitung zum Öffnen von GPX-Tracks
Von Besisahar in 250 Kilometern bis Pokhara
Die meisten Leute laufen die Runde wegen der besseren Akklimatisierung gegen den Uhrzeigersinn. Start ist das Örtchen Besisahar, das etwa 100 km nordwestlich von Kathmandu liegt. Von hier aus folgt der Weg dem Fluss Marsyangdi nordwärts in Richtung tibetanische Grenze. Während du aufsteigst, bleiben die subtropischen Wälder, Reisfelder und Bananenstauden langsam zurück. Das Landschaftsbild wird mit jedem Tag alpiner. Eine zauberhafte Erfahrung!
In Pisang betrittst du den buddhistisch geprägten Teil des Himalaya, was sich sowohl in den Dörfern als auch in der Landschaft widerspiegelt. Von nun an begleiten dich Gebetsfahnen und Mani-Mauern auf dem Weg. Das Thermometer fällt, die Luft wird schneidend kalt, während die Hügel immer karger aufragen. Beim Wandern durch die bizarre, an Ladakh erinnernde Halbwüste im Manang-Tal glitzern die gewaltigen Schneeberge und Gletscher der Annapurnas vor einem eisig klaren Himmel. Ein letzter Kraftakt führt schließlich zum Thorong-La-Pass – mit 5.416 Metern der höchste Punkt der Tour.

Der Thorong La ist aber erst die Halbzeit: Hinter dem Pass gelangst du zum Tempel von Muktinath, eine der wichtigsten Pilgerstätten auf dem indischen Subkontinent. Durch die tiefe Schlucht des Kali Gandaki geht es danach mehrere Tage durch die windige Hochwüste von Mustang – die an Festungen erinnernden Dörfer könnten so auch in Tibet stehen. Bei den heißen Quellen von Tatopani gelangst du schließlich wieder in tropische Gefilde.
Hier steht dann nochmal ein letzter harter Aufstieg an, der dich durch blühende Rhododendron-Wälder nach Ghorepani führt. Als Belohnung darfst du anschließend bei Sonnenaufgang auf dem berühmten Poon Hill einen letzten Blick auf den Himalaya genießen. Danach ist es nur noch ein Katzensprung bis Nayapul, wo die Busse nach Pokhara abfahren. Wenn du mehr Zeit hast, erkundest du von Ghorepani aus die zauberhafte Hügellandschaft südlich des Annapurna-Massivs.

Etappen des Annapurna Circuit in der Übersicht
Ich habe ohne Abstecher und Ruhetage 20 Tage für die reine Umrundung des Annapurna-Massivs benötigt. Anschließend habe ich noch den Annapurna Basecamp Trek und den Mardi Himal Trek drangehängt. Infos dazu weiter unten. Der beliebteste Abstecher auf der Runde, den so gut wie alle machen, ist der Trek von Manang zum Tilicho Lake (ca. 3 Tage). Wollte ich natürlich auch sehen, leider hatte ich mir vorher eine Erkältung zugezogen und musste wieder umkehren.
In der folgenden Übersicht siehst du, wie ich mir die Etappen auf der Wanderung in der Annapurna-Region eingeteilt habe. Klicke für die detaillierte Beschreibung einfach auf die jeweilige Etappe. In den Beiträgen bekommst du Infos zu den Wegen abseits der Straße, Übernachtungsmöglichkeiten und ein paar schöne Geheimtipps, die du in keinem Reiseführer finden wirst.
Annapurna Circuit: Unterer Teil bis Manang
| Tag | Route | Länge |
|---|---|---|
| 01 | Kathmandu – Besisahar – Bhulbhule | 188 km (Busfahrt von Kathmandu) |
| 02 | Bhulbhule – Ghermu | 14,3 km |
| 03 | Ghermu – Chamje | 14,1 km |
| 04 | Chamje – Dharaphani | 18,4 km |
| 05 | Dharaphani – Chame | 19,6 km |
| 06 | Chame – Upper Pisang | 14,5 km |
| 07 | Upper Pisang – Ngawal | 10,9 km |
| 08 | Ngawal – Bhraka | 8,2 km |
| 09 | Tagesausflug zum Ice Lake | 12,6 km |
| 10 | Bhraka – Manang | 2 km |
Annapurna Circuit: Thorong La Pass bis Jomson
| Tag | Route | Länge |
|---|---|---|
| 11 | Manang – Churi Ledar | 13 km |
| 12 | Churi Ledar – Thorong Phedi – Thorong Highcamp | 6 km |
| 13 | Thorong Highcamp – Thorong La – Muktinath | 14 km |
| 14 | Muktinath – Jhong | 3,5 km (+Spaziergang rund um Ranipauwa und Jhong) |
| 15 | Jhong – Kagbeni | 8,8 km |
| 16 | Kagbeni – Jomsom | 13,2 km |
Annapurna Circuit: Jomson bis Ghorepani
| Tag | Route | Länge |
|---|---|---|
| 17 | Jomsom – Sauru | 18 km |
| 18 | Sauru – Kalopani – Tatopani | ca. 10 km + 30 km mit Jeep |
| 19 | Tatopani – Chitre | 12,7 km |
| 20 | Chitre – Ghorepani – Poon Hill | 3 km + 2,8 km bis Poon Hill |
Schöner Film zum Annapurna Circuit auf YouTube:
Alternative Routenvorschläge für den Annapurna Circuit
Vielleicht hast du keine vollen drei Wochen Zeit oder willst aus anderen Gründen nicht die gesamte Tour laufen. Prinzipiell ist das kein Problem, da fast die gesamte Strecke inzwischen mit Straßen erreichbar ist. Von Besisahar führt eine Piste bis nach Manang, auf der anderen Seite des Thorong-La-Passes führt die Straße von Muktinath bis nach Beni und von dort nach Pokhara.
Heißt: Du kannst die Route bequem abkürzen, z.B. indem du die Wanderung an einem späteren Ort beginnst oder dich früher zurückfahren lässt. Viele Leute sind beispielsweise nur zwei Wochen unterwegs. Wichtig am Anfang ist dabei, dass du dir ausreichend Zeit für die Akklimatisierung an die großen Höhen nimmst. Dazu weiter unten ausführlicher.

Mögliche Startpunkte des Annapurna Circuit
Von dem was ich auf dem Trek gesehen und erzählt bekommen habe, waren das die beliebtesten Startpunkte des Annapurna Circuit:
| Ort | Höhe über N.N. | Entfernung von Besisahar | Enfernung bis Manang |
|---|---|---|---|
| Besisahar | 760 m | – | 110 km |
| Bhulbhule | 840 m | 7 km | 103 km |
| Tal | 1.700 m | 43 km | 67 km |
| Chame | 2.670 m | 70 km | 40 km |
Start in Besisahar
Besisahar ist seit den frühen 2000er Jahren der klassische Start der Route, weil hier die Busse aus Pokhara und Kathmandu anhalten. Von hier aus laufen viele Leute einfach auf der Straße weiter. Es gibt inzwischen aber auch einen sehr schönen NATT-Trail auf der Ostseite des Marsyangdi. Besisahar ist damit definitiv ein guter Punkt, um den Trek zu starten.
Start in Bhulbhule
Ein paar Kilometer weiter nördlich liegt Bhulbhule, dahinter das kleine Dorf Ngadi. Diese Orte sind vor allem für Leute interessant, die zu spät abends anreisen und am ersten Tag keine Zeit mehr haben dahin zu wandern. Genau das ist mir auch passiert und ich hab einfach den Bus nach Bhulbhule genommen. Mit dieser Option verpasst du nur sehr wenig von dem schönen unteren Teil des Circuit.
Start in Tal
Ebenfalls beliebt als Startort ist Tal. Viele individuelle Trekker, die ich getroffen habe, ließen sich mit dem Jeep dorthin fahren. Tal liegt auf 1.700 Metern, du hast also noch ausreichend Zeit zur Akklimatisierung. Andererseits verpasst du damit den gesamten tropischen Abschnitt des Circuit, da du direkt in der gemäßigten Klimazone startest.
Start in Chame
Chame auf 2.670 Metern ist der letzte Ort, der sich sinnvoll für einen Start anbietet. Damit hast du zumindest noch einen Tag, bis du die 3.000 Meter-Marke knackst. Einziger Nachteil: Nach Chame gibt es einen längeren Abschnitt mit nicht vermeidbaren Straßen. Du würdest den Trek also direkt mit einer Straßenwanderung beginnen.
Nicht empfohlen: Start in Manang
Es gibt Gruppen, die sich auch direkt bis Manang (3.540 m) fahren lassen, hauptsächlich Chinesen und Nepali, die bis nach Khangsar wollen und von dort am nächsten Tag zum Tilicho Lake wandern. Das ist ziemlich fahrlässig und es gibt auf dem Annapurna Circuit jedes Jahr Todesfälle aufgrund fehlener Akklimatisierung – die meisten davon Leute, die zu schnell nach Manang fuhren. Sei also lieber etwas vorsichtig: Starte spätestens in Chame und lasse dir von dort 2-3 Tage Zeit bis Manang.
Tipp: Schau dir hier die 12 besten Ausflüge und Sehenswürdigkeiten in Manang an. Der Ort ist sehr beliebt um eine Pause zum besseren Akklimatisieren zu machen (1-2 Tage).
Mögliche Endpunkte des Annapurna Circuit
Wie erwähnt laufen viele Leute nicht die komplette Strecke und steigen irgendwann hinter dem Thorong-La-Pass aus. Bei den Leuten die ich getroffen habe, waren das die beliebtesten Orte, um den Annapurna Circuit zu beenden:
| Ort | Höhe über N.N. | Entfernung vom Thorong La |
|---|---|---|
| Muktinath | 3.700 m | 10 km |
| Jomsom | 2.720 m | 32 km |
| Tatopani | 1.190 m | 94 km |
| Ghorepani | 2.860 m | 102 km |
| Nayapul | 1.070 m | 110 km |
Ende in Muktinath
Muktinath ist für etliche Trekker der Endpunkt der Annapurna-Circuit, da es direkt hinter dem Thorong-La-Pass liegt. Von hier aus fahren viele mit dem Jeep nach Jomson und nehmen von dort den Flieger nach Pokhara. Leider verpasst du damit einige sehr schöne Abschnitte in Mustang und läufst letzten Endes auch nur den halben Annapurna Circuit. Eine Besichtigung des Tempels wäre aber ein schöner Abschluss.
Ende in Jomsom
Jomson ist ebenfalls als Schlusspunkt beliebt, weil sich hier ein Flughafen mit Anbindung nach Pokhara befindet. Die tibetanisch geprägten Dörfer auf dem Weg dahin waren für mich ein echtes Highlight der ganzen Tour. Wenn du vorzeitig aussteigen willst, würde ich zumindest bis Jomson laufen und einen Zwischenstopp in Jhong und Kagbeni einlegen. Jomson selbst ist aber keine schöne Stadt und ein etwas unbefriedigendes Ende für eine so tolle Wanderung.
Tipp: Ich würde mir die Sache mit dem Flugzeug zumindest gut überlegen – die nepalesischen Inlands-Fluglinien haben einen schlechten Ruf und das Rollfeld in Jomson ist durch die starken Winde ein raues Pflaster. Es gab in den letzten Jahren etliche Abstürze von Flügen mit Start/Ziel in Jomsom. Unter den Opfern befanden sich auch Trekker des Annapurna Circuit.
Ende in Tatopani
Tatopani ist für seine heißen Quellen berühmt, daher beenden viele Leute ihre Tour an diesem Ort. Den Weg dahin fand ich mittelprächtig. Am Ostufer des Gandaki-Flusses verläuft ein wunderschöner NATT-Trail, der noch vor Marpha beginnt und nach Kalopani führt. Allerdings gibt es hinter Jomsom auch unschöne Abschnitte auf Schotterstraßen. Von Kalopani nach Tatopani setzt sich der NATT-Weg auf der östlichen Flussseite fort. Leider bin ich auf diesem Abschnitt wegen schlechtem Wetter per Anhalter gefahren.
Ende in Ghorepani
Ghorepani war mein letzter Stopp auf der klassischen Route. Von hier aus kannst du auf den Poon Hill steigen und bei Sonnenaufgang noch einmal einen letzten Blick auf das Annapurna-Gebirge werfen. Das perfekte Ende dieser Tour! Von hier aus läufst du dann entweder ein kurzes Stück nach Ulleri und nimmst den Jeep. Oder du hängst noch einen Tag dran und läufst weiter nach Nayapul, wo ebenfalls Jeeps und Busse nach Pokhara abfahren.

Abstecher, Tagestrips und andere Treks in der Annapurna-Region
Auf dem Annapurna Circuit gibt es abseits der Hauptroute etliche Möglichkeiten für kleinere Trips, Tagesausflüge und spannende Abstecher. Schau dir dazu diesen Artikel mit detaillierten Infos an:

Wenn du noch ein bisschen mehr Zeit hast, kannst du den Annapurna Circuit zudem gut mit anderen Treks in der südlichen Annapurna Region kombinieren. Ein guter Ausgangspunkt dazu ist Ghorepani. Von hier aus kannst du z.B. den Poon Hill Panorama Trek, den Annapurna Basecamp Trek (ABC-Trek) oder den Mardi Himal Trek an die Runde dranhängen.
Annapurna Circuit + Poon Hill Trek
Der Poon Hill Trek ist eine 4-5 tägige Rundwanderung durch die südlichen Annapurna-Vorberge. Ein guter Startpunkt ist Ghorepani, das du auf dem Annapurna Circuit ohnehin erreichst (wenn du die volle Runde läufst). Von hier aus gehst du nach dem Sonnenuntergang auf dem Poon Hill weiter nach Tadapani, anschließend nach Ghandruk und dann in einer langen Schleife immer weiter runter ins Tal bis nach Dhampus. Dort nimmst du den Bus nach Pokhara.

Der Poon Hill Trek war eines meiner Highlights in der Annapurna Region. Ja… die Tour ist bekannt und es sind viele Leute unterwegs, aber die tropisch grünen Landschaften sind der Hammer. Und es gibt viele Möglichkeiten, der Masse auf weniger bekannten Wegen auszuweichen. Daher kann ich diesen Trek wirklich nur empfehlen! Wenn du noch eine Woche weiter trekken willst, wäre das meine erste Wahl.
Weiterlesen: Schau dir hier den kompletten Guide für den Poon Hill Trek an.
Annapurna Circuit + Annapurna Basecamp Trek
Der Annapurna Basecamp Trek startet in dem Örtchen Chomrong, das du von Ghorepani aus bequem in zwei Tagen erreichst. Von dort führt dich die Route mitten durch die Berge zu dem sogenannten „Annapurna Sanctuary“ – ein beeindruckender, von Schneebergen umgebener Gletscherkessel zu Füßen der Südwand von Annapurna I. Der erste Teil der Route ist identisch zum Poon Hill Panorama Trek. In Tadapani zweigst du dann aber nach Nordosten in Richtung Chomrong ab und folgst dem Modi-Khola-Fluss in Richtung Sanctuary. Insgesamt brauchst du dafür ungefähr eine Woche zusätzlich.

Ich hab das folgendermaßen gemacht:
- Tag 1: Morgens in Ghorepani auf den Poon Hill, danach weiter nach Tadapani
- Tag 2: Tadapani nach Chomrong, danach weiter nach Sinuwa
- Tag 3: Sinuwa bis Deurali
- Tag 4. Deurali bis zum Annapurna Basecamp
- Tag 5: Sonnenaufgang beim Annapurna Basecamp, danach zurück nach Sinuawa und weiter nach Jhinu Danda
- Tag 6: Jhinu Danda bis Landruk
- Tag 7: Landruk bis Dhampus
Da du zu diesem Zeitpunkt bereits gut akklimatisiert bist, musst du dir um die Höhe (max. 4.400 Meter) keinen Kopf machen. Natürlich kannst du dir auch ein bisschen mehr Zeit lassen. Rein von der Strecke ist die Tour aber nicht sonderlich lang (ca. 40 km hin und zurück mit Start in Chomrong). Danach läufst du dann z.B. über Landruk nach Dhampus. Dazu brauchst du nochmal ungefähr drei Tage.
Weiterlesen: Schau dir hier meinen ausführlichen Bericht zum Annapurna Base Camp Trek durch.
Annapurna Circuit + Mardi Himal Trek
Der Mardi Himal Trek verläuft auf dem Berggrat östlich des Modi Khola und bietet tolle Aussichten auf den berühmten „Fischschwanz-Berg“ Machapuchare und viele weitere Annapurna-Gipfel. Es gibt etliche Startpunkte für die Tour. Wenn du vom Annapurna Circuit kommst, kannst du z.B. bis zum Dorf Landruk wandern und von dort über einen Waldweg auf den Grat steigen.

Viele Leute machen den Mardi Himal Trek auch als Stand-Alone-Tour von Pokhara aus, was sogar noch besser ist. Das Bergpanorama von Dhampus und Pothana weiter unten im Tal betrachtet ist himmlisch! Die 360°-Aussichten vom Gratweg sind aber auch nicht zu verachten, vor allem im Herbst nach dem Monsun. Insgesamt also eine wirklich tolle Tour und es ist sogar ein bisschen weniger los als auf dem sehr beliebten ABC Trek. Eine echte Empfehlung!
Weiterlesen: Schau dir hier meinen ausführlichen Bericht zum Mardi Himal Trek an.
Wie viele Straßen gibt es auf dem Annapurna-Circuit?
Kommen wir zum leidigen Thema „Straßen“… und ich will hier gar nichts beschönigen: Du wirst auf dem Annapurna-Circuit relativ vielen Straßen begegnen.
Allerdings hat man in Nepal eine etwas andere Vorstellung davon, was als Straße gilt. In Wirklichkeit sind es meist Dirtroads, also Schotterpisten. Diese werden von Jeeps und Bussen für die Touristen genutzt. Die Nepali fahren in der Regel mit Motorrädern. Manchmal sieht man auch ein paar Traktoren.
Schau dir auf der Übersichtskarte die aktuelle Lage an – Straßen in rot, die alternativen NATT-Wege in grün:

Um dir bei der Planung zu helfen, hier noch einige Erläuterungen zu der obigen Karte:
Marsyangdi-Seite
Besisahar – Chame
- Zustand: ziemlich holprige Schotterstraße am Westufer des Marsyangdi-Flusses; am Ostufer wird eine neue Straße gebaut, bislang bis Tal
- Alternativer NATT-Trail: Straße fast vollständig vermeidbar
Chame – Lower Pisang
- Zustand: teilweise asphaltierte Straße oder Schotterstraße
- Alternativer NATT-Trail: nur in sehr kurzen Abschnitten
Lower Pisang – Upper Pisang
- Zustand: neue Schotterstraße
- Alternativer NATT-Trail: nein
Upper Pisang – Ghyaru
- Zustand: neue Schotterstraße
- Alternativer NATT-Trail: nein
Lower Pisang – Manang
- Zustand: relativ gute Straße, teilweise asphaltiert
- Alternativer NATT-Trail: ja, von Lower Pisang den Weg nach Upper Pisang nehmen
Manang – Khangsar
- Zustand: neue Straße, teilweise asphaltiert
- Alternativer NATT-Trail: nur teilweise

Kali-Gandaki-Seite
Muktinath – Kagbeni
- Zustand: neue Straße auf der Ostseite des Kali Gandaki, teilweise asphaltiert; auf der Westseite nahezu ungenutzte Schotterstraße über Jhong nach Kagbeni
- Alternativer NATT-Trail: ja, auf der Westseite des Gandaki gehen
Kagbeni – Jomsom
- Zustand: asphaltierte Straße auf der Ostseite des Kali Gandaki; wenig genutzter Weg/Schotterstraße auf der Westseite über Dhagarjun
- Alternativer NATT-Trail: ja, auf der Westseite des Gandaki gehen
Jomsom – Kalopani
- Zustand: asphaltierte Straße auf der Westseite des Gandaki bis Marpha, danach raue Schotterstraße weiter nach Kalopani
- Alternativer NATT-Trail: ja, vor Marpha auf die Ostseite wechseln und über Sauru nach Kalopani wandern
Kalopani – Beni via Tatopani
- Zustand: raue Schotterstraße auf der Westseite des Gandaki bis Tatopani, danach etwas bessere Straße bis Beni
- Alternativer NATT-Trail: ja, nach Ghansa den Fluss queren und auf der Ostseite über Pairothapla und Kopchepani wandern
📍 Der einzige komplett straßenfreie Abschnitt auf dem Annapurna Circuit sind die drei Etappen rund um den Thorong-La-Pass.
Wie du an der obigen Übersicht siehst, gibt es viele Straßen. Die gute Nachricht ist aber: Man kann sie größtenteils vermeiden. Mein GPS-Track folgt stets der bestmöglichen Route, also so weit wie möglich weg von der Straße. Wenn du ihm folgst, wirst du stellenweise nicht mal merken, dass überhaupt eine Straße existiert.
Bitte beachte: Der Straßenbau schreitet rasant voran. Ein Beispiel: Bei meinem letzten Besuch war die Straße von Manang nach Khangsar, die 2022 noch im Bau war, bereits fertiggestellt und wurde weiter in Richtung Tilicho-See ausgebaut. Ich vermute, dass man den See an Manang anbinden möchte, um Tagesausflüge für die Touristen zu erleichtern.
Und so verrückt es auch klingen mag: Einige Bewohner von Manang erzählten mir, dass es zumindest vage Pläne gibt, eine Straße über den Thorong-La-Pass zu bauen. Aus technischer Sicht wäre das durchaus machbar – in Indien verlaufen befahrbare Straßen über Pässe, die deutlich höher und steiler sind. Nepal könnte das mit dem entsprechenden Willen ebenfalls umsetzen.

Konkret bedeutet das: Klassische Naturwege und Gebirgssteige, wie wir sie z.B. aus den Alpen kennen, sind in der Minderzahl. Und in Zukunft könnten es sogar noch weniger werden. Der Punkt ist: So gut wie alle Nepali begrüßen den Straßenbau mit offenen Armen. Während wir als Trekker uns über das Fehlen von Straßen freuen, ist das für die Einheimischen ein Mangel – und ein Zeichen dafür, dass der Staat seinen Job nicht richtig macht. Das gehört auch zur Realität, wenn man in einem Entwicklungsland wandert.
Der Ehrlichkeit halber muss man aber sagen: Viele Dirtroads sind gar nicht so tragisch und unterscheiden sich nicht groß von etwas breiteren Wanderwegen. Und glücklicherweise gibt es definitiv auch noch die richtig schönen Naturwege. Meist verlaufen diese Wege durch so unwegsames oder abgelegenes Gelände, dass man hier wohl auch in Zukunft keine Straßen bauen wird.

Was taugen die neuen NATT-Trails auf dem Annapurna-Circuit?
Dass die Straßen ein Problem sind, haben die Verantwortlichen von ACAP seit längerem erkannt. Westliche Besucher haben wenig Lust auf staubigen Schotterpisten zu wandern. Und wenn die Trekking-Touristen ausbleiben, fehlt eine wichtige Einnahmequelle – der Tourismus trägt in Nepal zu einem nicht unbeträchtlichen Teil zur Wirtschaft des Landes bei.
Andererseits ist das Fehlen von Straßen, wie erwähnt, für viele Einwohner ein Zeichen von Regierungsversagen. Denn nur damit ist der günstige Transport von Waren, medizinische Versorgung und ein besserer Zugang zu Bildungschancen möglich. Straßen bedeuten Fortschritt und Entwicklung. Ein echtes Dilemma. Vielleicht ist es daher auch nicht verwunderlich, dass die Lösung nicht von offizieller Seite kam, sondern von zwei leidenschaftlichen Trekking-Fans: dem Belgier Andrèes de Ruiter und dem einheimischen Guide Prem Rai.
Seit 2010 unternahmen die beiden zahlreiche lange Touren in der Annapurna-Region, um vergessene Wege und Nebenrouten abseits der Piste zu finden. Überraschenderweise schafften sie es anschließend, ACAP davon zu überzeugen, diese neu entdeckten Wege nach europäischem Vorbild zu markieren. Die Natural Annapurna Trekking Trails (NATT) waren geboren.

Rote vs. blaue NATT-Trails
Inzwischen ist ein Großteil der Annapurna-Runde auf den NATT-Trails begehbar. Die alte Route – inzwischen weitgehend eine mehr oder wenig stark befahrene Straße – ist damit ein Stück weit Geschichte. Das ist natürlich ein bisschen traurig, vor allem wenn man bedenkt, was für eine legendäre Backpacker-Route das mal war.
Andererseits haben wir als heutige Trekker des 21. Jahrhunderts damit eine Art neue Annapurna-Runde. Eine Runde, auf der es wirklich noch Sinn macht, die Strecke zu Fuß zurückzulegen.
Auf dem Weg werden dir zwei Arten von NATT-Trails begegnen:
- 🟥⬜Hauptroute: rot-weiße Markierung – die offizielle Wegführung des „neuen“ Annapurna-Circuit, teilweise auf Straßen
- 🔵⬜Nebenroute: blau-weiße Markierung – alternative Routen, für Leute, die mehr Zeit haben, vermeidet Straßen wenn immer möglich
In vielen Fällen ist es so, dass der neue Weg ober- oder unterhalb der früheren Route verläuft. Manchmal auch auf der anderen Talseite. Wenn die Landschaft zu wenig Platz bietet (z.B. Tal zu eng), kreuzen sich die alte und die neue Route manchmal – meistens zum Nachteil des Trails. An einigen Stellen hatte ich teilweise das Gefühl, dass der neue Weg nur als Alibi dient, damit man zumindest ein bisschen das Gefühl hat zu wandern und nicht nur auf der Straße zu laufen.
Lohnen sich die neuen Trails?
Meinem Empfinden nach ist der klassische Original-Weg von der Wegführung eleganter. Das ist aber auch keine große Überraschung: Die alte Route führte quasi in der Ideallinie um das Annapurna-Massiv herum. Die neue Route fühlt sich hingegen manchmal ein bisschen wie ein Flickenteppich aus Nebentrails und Zufahrtswegen an. Außerdem sind viele der NATT-Trails auch „nur“ Dirtroads, bloß eben solche, die weniger oder gar nicht befahren werden.
Das soll aber nicht heißen, dass die neue Route schlecht ist! Die besten Abschnitte auf dem Annapurna Circuit verlaufen eindeutig auf den neuen NATT-Trails. Die Höhenwege von Ghermu nach Jagat und Upper Pisang nach Braka zählen z.B. zu den landschaftlich interessantesten Bergwegen, auf denen ich in Nepal gelaufen bin. Die NATT-Trails sind der alten Route also auf jeden Fall vorzuziehen!

Die besten NATT-Trails auf dem Annapurna Circuit: Meine Empfehlungen
Die folgenden NATT-Trails kann ich dir nur empfehlen – verpassen auf eigene Gefahr. Auf diesen Wegen erwarten dich tolle Aussichten, wenig bis kein Verkehr und schön angelegte Naturwege. Wenn du hier wanderst, wirst du ein komplett anderes Erlebnis haben, als auf der staubigen Straße.
- Ngadi – Ghermu via Bahundanda
- Ghermu – Jagat, Höhenweg via Tallo Chipla
- Chamje – Tal via Sattale
- Upper Pisang – Ngawal, Upper Trail via Ghyaru
- ⭐Top-Empfehlung: Ngawal – Bhraka, Upper Trail via Julu
- Muktinath – Kagbeni via Jhong
- Marpha – Kokethani via Chimang und Sauru
- Kalopani – Tatopani via Pairothapla
- Tatopani – Gorephani via Shika und Chitre
⛰️ Hinweis: Auf den Nebenrouten fallen in der Regel etwas mehr Höhenmeter an. Aber vertrau mir – die Aussichten sind es wert!

Kann man sich auf dem Annapurna Circuit verlaufen?
Wenn du zumindest grundlegende Outdoor-Navigationskenntnisse besitzt, ist es schwierig, sich auf dem Annapurna Circuit wirklich zu verlaufen. Es sind viele Leute unterwegs, du kommst regelmäßig durch Dörfer und es gibt Schilder, teilweise sogar mit Wegzeiten, ähnlich wie in den Alpen. Die größeren Abzweigungen sind fast immer gut mit Pfeilen, Wegweisern und Farbklecksen markiert. Die Orientierung ist in der Regel einfach.
Ohne eine Offline-Karte des Gebiets würde ich trotzdem nicht loslaufen. Gerade die versteckten Nebenrouten sind nicht immer gut erkennbar. Und du kommst an gefühlt 1 Millionen unmarkierten Trampelpfaden und Dirtroads vorbei, die man nicht immer klar vom richtig Weg unterscheiden kann. Daher macht es auch durchaus Sinn, dass du dir vorher den GPS-Track zur einfacheren Navigation herunterlädst.
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Unterkünfte auf dem Annapurna Circuit
Der Annapurna-Circuit ist ein klassischer Nepal-Teahouse-Trek. In regelmäßigen Abständen entlang der Strecke findest du sogenannte „Teahouses“ (Teehäuser), also Lodges, Hotels und Unterkünfte, in denen du übernachten kannst. Da die ganze Region stark auf den Tourismus angewiesen ist, finden sich mehr als genug Übernachtungsmöglichkeiten. Einige Ortschaften bestehen sogar fast ausschließlich aus Lodges für Touristen.

Wenn du mit einer geführten Tour mit Guide unterwegs bist, ist die Unterkunft in der Regel schon vorher gebucht. So gut wie alle Trekking-Agenturen haben ihre eigenen „Stammlodges“, also Unterkünfte mit denen sie regelmäßig zusammenarbeiten und zu denen sie die Gruppen immer hinschicken.
Du kannst die Lodges aber auch auf eigene Faust vorher buchen, wenn du die Nummer der Unterkunft hast (findest du meist auf Google Maps). Schreib einfach eine Whatsapp und frage nach, ob zu einem bestimmten Termin was frei ist. Die meisten antworten innerhalb von ein paar Stunden.
Viele Leute (ich auch) buchen gar nichts und gehen einfach spontan vorbei. Das klappt vor allem dann gut, wenn du alleine bist. In größeren Gruppen würde ich immer vorher fragen. Die beliebten Lodges sind in der Regel schnell voll. Vor allem wenn du spät am Nachmittag kommst, kann es sein, dass alle Betten schon belegt sind. Empfehlenswerte Lodges habe ich im GPS-Track eingetragen.
🛏️ Tipp: Im Thorong High Camp (letzter Stopp vor dem Pass) kann es gut sein, dass du dir den Raum mit jemandem anderes teilen musst, da es hier nur eine begrenzte Anzahl an Betten gibt.

Kosten der Unterkünfte
Die traditionelle Regel lautete: Trekker müssen nichts für die Übernachtung bezahlen, wenn man in der Lodge mindestens zwei Mahlzeiten (z.B. Abendessen und Frühstück) bestellt. So steht es in etlichen Reiseführern und Blogs und teilweise ist das auch immer noch so. Ich hatte aber den Eindruck, dass diese Tradition langsam ausstirbt und die Besitzer einen kleinen Betrag für die Übernachtung verlangen.
Die Kosten für die Zimmer betragen derzeit etwa:
- Einzelzimmer: 500 NRP
- Doppelzimmer: 1000 NRP
- Doppelzimmer mit eigenem Bad (attached Bathroom): 1500 NRP
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Bei meinem ersten Besuch 2022 hatte ich paar Mal versucht, kostenlos zu übernachten. Dazu fragte ich die Besitzer, ob ich „ein Zimmer für Essen“ („room for food“) haben könne. Das hat bis Manang tatsächlich ganz gut funktioniert. Beim letzten Mal habe ich mir aber gar nicht mehr die Mühe gemacht. Die Zimmerpreise sind so niedrig, dass die paar Euro für jemanden aus einer westlichen Industrienation kaum ins Gewicht fallen.

Ausstattung der Lodges
Die typische Lodge auf dem Annapurna Circuit ist ziemlich komfortabel, da die Dörfer gut erreichbar sind und viele Touristen vorbeikommen. Bis Manang kannst du fast überall mit heißen Duschen rechnen. Danach, bis hinauf zum Pass, wird es etwas spartanischer – meist gibt es nur noch sogenannte „Hot Buckets„, also einen Eimer mit heißem Wasser zum Waschen.
Ab etwa Chame (2.650 m) steht abends in der Regel ein Ofen im Gemeinschaftsraum, der abends angeschmissen wird und für Wärme sorgt. Zum Schlafen bekommst du dicke Fleece-Decken. Auf Wunsch gibt’s auch zusätzliche Decken, falls es zu kalt sein sollte. Die Schlafräume sind in der Regel unbeheizt und nachts meist ziemlich kalt.
Handy und Co. kannst du in allen Lodges aufladen, teilweise gegen eine geringe Gebühr (100-200 NPR). Fast alle Lodges werben mit kostenlosem WLAN. Die Verbindung war manchmal überraschend gut, häufig aber ziemlich bescheiden, vor allem je höher es ging. Verlass dich also nicht zu 100% darauf. Hinter Manang bis nach Muktinath hatte ich für drei Tage gar keinen Empfang. Wenn du vor dem Pass nochmal ein Lebenszeichen senden willst, machst du das also am besten rechtzeitig.
📱 Tipp: Wenn du eine lokale SIM-Karte nutzt und den bestmöglichen Empfang in den Bergen haben möchtest, nimm den Anbieter NTC. Es funktioniert zwar nicht überall. Aber das Netz ist deutlich besser als von NCell, das außerhalb der Städte relativ schwach ist.

Vor dem Trek: Hotel-Tipp für Kathmandu
Hier noch ein guter Tipp für eine Unterkunft in Kathmandu – dort kannst du auch Gepäck lagern, das du für den Trek nicht benötigst. Das Kathmandu Garden Home* ist eines der besten preiswerten Hotels in Kathmandu. Absolute Empfehlung!
Schau dir für weitere Empfehlungen diesen Artikel an:

Kann man auf dem Annapurna Circuit campen und zelten?
Camping und Zelten ist auf dem Annapurna Circuit theoretisch möglich, aber nicht sonderlich beliebt, da es so viele Lodges gibt. Am ehesten kommt es für Leute in Frage, die unbekanntere Nebenrouten ohne Infrastruktur machen. Ich hatte z.B. beim letzten Mal gecampt, als ich von Kori Hill nach Timang über den abgelegenen Namun-La-Pass gewandert bin – ein abenteuerlicher 4-Tages-Trek auf den Spuren der alten Salzroute von Pokhara nach Manang.

🏕️ Wichtig: Wenn du zelten willst, nimm einen warmen Schlafsack mit, am besten mit Daunenfüllung – die Nächte über 3.000 m sind sehr kalt. Im Frühjahr sollte der Komfortbereich des Schlafsacks bei -5 °C liegen, im Herbst bei -10 °C.
Zelten im Himalaya ist natürlich ein starkes Erlebnis. Wenn du ausschließlich den Annapurna Circuit ohne abgelegene Nebenrouten gehst, würde ich mir persönlich aber das zusätzliche Gewicht sparen und einfach in den Lodges übernachten. Du musst dann zwar für das Essen bezahlen. Aber es ist schon ein klarer Komfort-Gewinn, ohne den ganzen Camping-Kram zu wandern.

Annapurna Circuit: Kosten und tägliche Ausgaben im Überblick
Das teuerste am Annapurna Circuit ist der Flug nach Nepal. Wenn du einmal im Land bist, wirst du feststellen, dass fast alles schön preiswert ist – ca. € 20 Euro für eine einfache Übernachtung mit Essen. Trotz steigender Preise in den letzten Jahren ist die Annapurna-Runde also immer noch ein ziemlich günstiger Trek, vor allem wenn du nicht jeden Tag Geld für Alkohol und andere Luxus-Artikel raushaust.
Grob über den Daumen gepeilt würde ich für den Trek mit 30 – 40 € Euro pro Tag kalkulieren (ca. 4.000 Rupees). Damit bist du auf der absolut sicheren Seite und kannst dir Snacks, Schoki und abends auch mal ein Bier gönnen ohne jeden Cent rumzudrehen. Bier ist übrigens so ziemlich das teuerste überhaupt. Das Essen ist hingegen vergleichsweise preiswert, vor allem das nepalesische Nationalgericht Dal Bhat.
So sparst du am besten Geld
Wenn du Geld sparen willst, machst du es wie die Nepali und isst viel Dal Bhat. Dal Bhat ist ein proteinreicher Mix aus Reis, Linsen und saisonalem Gemüse, die Nepali essen das teilweise dreimal täglich, auch schon morgens. Der große Vorteil von Dal Bhat: Du bekommst so viel kostenlosen Nachschlag wie du willst. Auf die Dauer ist das zugegebenermaßen etwas öde. Und ich konnte es mir nicht verkneifen, ab und zu mal eine Pizza zu ordern. Aber rein vom Preis gesehen ist Dal Bhat unschlagbar.
Hier mal ein paar typische Preise auf dem Annapurna Circuit:
| Artikel | Preis |
|---|---|
| 🍋Tasse Lemon Tea | 80 – 100 Rupees |
| 🥤Coca Cola 500 ml | 200 – 250 Rupees |
| 🍺Dose Bier 700 ml | 650 – 700 Rupees |
| 🍫Snickers | 100 – 200 Rupees |
| 🍛Portion Dal Bhat (+ kostenloser Nachschlag so viel du willst) | 500 – 600 Rupees |
| ☕Frühstückset komplett (Omlett, Brot, Bratkartoffen + Tasse Kaffee/Tee) | 800 Rupees |
| 🥟Portion Momo 10 Stück | 400 – 500 Rupees |
| 🍝Portion Spaghetti | 400 – 600 Rupees, je nach Variante |
| 🍕Pizza | 600 – 800 Rupees, je nach Variante |
| 🚬Packung Zigaretten | 150 – 250 Rupees, je nach Marke |
| 🧻Rolle Klopapier | 100 – 150, Rupees |
| 🔋Packung Ersatz-Batterien | 100 – 200, Rupees |
Die Preise sind standardisiert und werden von der nepalesischen Tourismus-Behörde festgelegt. Du zahlst im Prinzip also in jeder Lodge den gleichen Betrag für das Essen. Generell gilt: Je höher du kommst, desto teurer wird es.
Beachte auch folgendes: In allen beliebten Trekking-Regionen Nepals zahlst du als Ausländer immer den „Touristen-Preis“. Daneben gibt es die echten Local-Preise, die deutlich darunterliegen und sich eher auf dem Niveau von Nordindien bewegen (z.B. Tasse Tee für 20 Rupees). Dazu musst du aber auf jeden Fall weg von der Hauptroute und in die kleinen Dörfer.
Hier eine beispielhafte Übersicht der aktuellen Preise 2025 in einer Lodge in Manang (vielen Dank an Leser Sascha für das Bereitstellen der Fotos).
Ein anderes Kostenfaktor ist das Trinkwasser. Du kannst in den Lodges auch Wasser kaufen, allerdings nur in Plastikflaschen. Und die Müllentsorgung in der Annapurna-Region ist zwar besser als z.B. im indischen Himalaya, aber sie lässt immer noch zu wünschen übrig. Wenn du die leeren Plastikflaschen in der Lodge zurücklässt, werden sie höchstwahrscheinlich irgendwo in der Natur verklappt oder verbrannt.
Eine gute Lösung sind Filtertabletten* bzw. ein Wasserfilter*. Damit kannst du dir das Wasser in den Lodges selbst filtern und in eine eigene Flasche abfüllen – gut für die Umwelt und deinen Geldbeutel. Ich verwende dazu diese praktische Faltflasche:
- Gewicht: 39 g
- Leicht und einfach zu verstauen - 80 % geringeres Gewicht und Volumen als eine Hartflasche
- Lebensmittelechte Innenbeschichtung mit strapazierfähiger Außenwand
- Eingearbeitete Silberionen schützen die Flasche vor Schimmel und Bakterien.
- Frei stehendes Design mit gutem Stand
Im GPS-Track habe ich zudem offizielle Wasserstellen markiert. Das Wasser soll hier zwar sauber sein, ich würde es aber trotzdem vorher filtern. Lieber auf Nummer sicher gehen – Wasser ist in Nepal immer ein Risikofaktor.
Geld abheben und ATMs auf dem Annapurna Circuit
Nimm für den Trek auf jeden Fall ausreichend Bargeld mit! Der Annapurna Circuit ist eine reine Cash-Economy, Kreditkarten werden nur an wenigen Orten akzeptiert. Der letzte Ort, wo du vor dem Start der Wanderung noch Geld abheben kannst, ist Besisahar.
Danach findest du ATMs an diesen Orten:
- Dharapani
- Chame
- Manang
- Jomsom
- Nayapul
Dass die Automaten immer funktionieren ist nicht 100% sicher. Der ATM in Dharapani funktionierte bei mir. In Manang gibt es jetzt einen neuen Automaten von Global IME Bank, der etwas verlässlicher sein soll und beim letzten Mal auch Geld ausspuckte. In Jomsom konnte ich aber nicht abheben. Ich hatte zum Glück einen ausreichenden Vorrat dabei, ansonsten hätte ich ein Problem gehabt.
Wie viel Geld braucht man insgesamt?
Um auszurechnen, wie viel Geld du auf dem Annapurna Circuit insgesamt brauchst, kannst du folgende Rechnung machen:
- 📅Schau zuerst, wie viele Tage du voraussichtlich auf dem Annapurna Circuit läufst.
- 🔢Die Anzahl der Tage multiplizierst du dann mit der Summe für jeden Tag.
- 🚨Anschließend rechnest du dann noch einen gewissen Notfallbetrag dazu, z.B. für unerwartete Jeepfahrten etc.
- 💰Falls du einen Guide hast, zahlst du 50% der Kosten vor dem Trek, den Rest danach, wenn du wieder in der Stadt bist.
Sagen wir mal du bleibst 20 Tage, das wären dann 20 x 4.000 Rupees = 80.000 Rupees. Dazu dann nochmal 20.000 Rupees für den Notfall. Insgesamt kommst du dann auf 100.000 Rupees (ca. 700 Euro). Das Geld hebst du dir am besten vorher ab. Und ja… mich hat es auch genervt, dass man mit einem Riesenbündel Scheine wie ein wandelnder Geldautomat durch die Gegend läuft. Aber da führt leider kein Weg dran vorbei.
Um auf Nummer sicher zu gehen, verteilst du das Geld am besten ein bisschen, z.B. ein Teil tief im Rucksack, ein anderer am Körper, den Rest z.B. in einer Gürteltasche*. Worüber du dir zum Glück keine übertriebenen Sorgen machen musst, sind Überfälle oder ähnliches. Nepal ist ein relativ sicheres Reiseland (siehe Anmerkungen weiter unten).
💰 Tipp: Es gibt bei den Bankautomaten ein tägliches Limit zum Abheben, um die 30.000 Rupees. Am besten ist also, vor dem Trek jede Gelegenheit zum Abheben zu nutzen, z.B. in Kathmandu.
Schau dir meinen großen Guide zu Kathmandu mit allen wichtigen Infos und vielen Tipps an:

Braucht man einen Guide für den Annapurna Circuit?
Du brauchst nicht zwingend einen Führer für den Annapurna Circuit. Ich war z.B. auf eigene Faust unterwegs, ohne Guide und Träger. Mit etwas Erfahrung ist das kein Problem (und immer noch erlaubt, siehe unten). Der Weg ist gut markiert, es sind jede Menge andere Leute unterwegs und man ist nie wirklich weit weg von der Zivilisation entfernt ist.
Dennoch gilt: Die Mehrzahl der ausländischen Besucher in Nepal nutzt Guides und Träger. Geschätzt wandern nur etwa 10-20 % der Leute ohne Führer auf dem Annapurna Circuit. Der Hauptgrund dürfte sein, dass viele keine Lust haben, selber einen schweren Rucksack zu tragen.
Vorteile vom individuellen Wandern
- ⏱️Freie Etappeneinteilung und du kannst Pausen und Zwischenstopps genau dann einlegen, wenn du willst.
- 💰Keine zusätzlichen Kosten für Guide und Führer.
- 🧑🤝🧑Du kommst besser mit den Leuten in Kontakt, weil du dich selbst um alles kümmerst und zwangsweise kommunizieren musst.
Vorteile vom Wandern mit Guide
- 🗺️Gibt Sicherheit, weil der Guide die Gegend kennt, sich um die Übernachtung kümmert und bei Problemen hilft.
- 🌍Du unterstützt die lokale Wirtschaft, da viele Leute vom Tourismus leben.
- 🎒Wenn Träger dabei sind, musst du weniger schleppen.
Persönlich fand ich es super, auf eigene Faust loszuziehen. Erstens hatte ich die komplette Freiheit bei der Etappeneinteilung. Und als Solo-Wanderer war es auch die perfekte Art mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Einfach, weil man sich um alles selbst kümmern muss. Was ich bei den geführten Gruppen hingegen häufig beobachtet habe: Relativ wenig Interaktion mit den Locals, da das ja der Guide übernimmt.

Hier noch einige Erklärungen zu den Aufgaben von Guides und Trägern:
Guide
Ein Guide spricht in der Regel Englisch (einige sprechen auch Deutsch, Französisch oder Spanisch). Er kennt sich in der Gegend aus und ist dafür verantwortlich, dir den Weg zu zeigen. Außerdem kann er dir die lokale Kultur, Tier- und Pflanzenwelt und die Besonderheiten der Landschaft erklären. Er kümmert sich zudem um die Übernachtungen in den Unterkünften und das Bestellen der Mahlzeiten. Der Guide trägt seinen eigenen Rucksack, aber kein Gepäck von dir (außer in Notfällen, z.B. bei einem Unfall).
💰Kosten: €25 – 35 / Tag
Träger (Porter)
Porter sind in der Regel lokale Hilfskräfte oder jüngere Nepali, die später mal Guide werden wollen. Sie sind dafür zuständig, dein Gepäck zu tragen. Meist sprechen sie nicht so gut Englisch, weil für die Kommunikation mit dem Kunden ja der Guide da ist. Wenn du einen Porter anstellst, nimm bitte ein bisschen Rücksicht auf das Gewicht. Ich hab etliche Touristen gesehen, die ihre Träger so behandelten, als sei das Empire nie zu Ende gegangen, und 20 bis 30 Kilo schleppen ließen. Das ist zu viel – 15 kg pro Träger sollte das Maximum sein.
💰Kosten: €15 – 20 / Tag
Porter-Guides
Die meisten Guides beginnen ihre Laufbahn als Porter und arbeiten sich im Lauf der Zeit nach oben. Diejenigen, die schon ein Stück weiter oben in der Hierarchie stehen, arbeiten häufig als sogenannte Porter-Guides. Sie tragen dein Gepäck, sprechen gleichzeitig aber auch Englisch und sie kennen sich auch in der Gegend aus. Porter-Guides sind eine gute Wahl für preisbewusste Solo-Trekker, die nicht mehrere Leute anheuern wollen, aber trotzdem jemanden an ihrer Seite haben möchten.
💰Kosten: €25 – 30 / Tag
🗺️ Tipp: Wenn du einen zuverlässigen Partner suchst, der sich um alle Formalitäten kümmert, ist die in Kathmandu ansässige Agentur Ammonite Adventure* eine sehr gute Wahl. Ich war mit ihnen auf dem Manaslu Circuit unterwegs und es war eine durchweg tolle Erfahrung – sogar für mich als überzeugten Solo-Reisenden. Ich kann diese Agentur uneingeschränkt empfehlen!
Ist Solo-Trekking auf dem Annapurna Circuit erlaubt?
Das ist die große Frage, die sich immer noch viele stellen: Ist es überhaupt noch erlaubt, auf eigene Faust auf dem Annapurna Circuit zu trekken, d.h. ohne offiziell lizensierten Führer?
Die Kurzfassung, basierend auf meinen Erfahrungen in Nepal von September bis Dezember 2025: Solo-Trekking ist erlaubt. Individuelle Touren ohne Führer sind weiterhin problemlos möglich. Niemand wird sich daran stören, wenn du alleine unterwegs bist.
An dieser Stelle nochmal ein kurzer Rückblick, warum es hier überhaupt jemals Probleme gab: Am 01. April 2023 veröffentlichte das Nepal Tourism Board eine Pressemitteilung, in der Solo-Trekking/ Trekking ohne Führer ausdrücklich verboten wurde.
Hier der Screenshot der Pressemitteilung des Nepal Tourism Board:

Als Grund für die Maßnahme wurden Sicherheitsbedenken angeführt. Es kam aber direkt sehr viel Kritik von allen möglichen Seiten. Etliche Leute vermuteten dahinter auch einfach nur eine billige Methode, um mehr Geld von den Trekkern abzuknöpfen.
📌 Wichtig: Diese sogenannte „Regel“ wurde in der Praxis nie wirklich durchgesetzt. Das Ganze kam niemals über die obige Pressemitteilung hinaus – auf dem Annapurna Circuit waren die ganze Zeit Solo-Trekker unterwegs. Ich selbst war ein Jahr später, 2024, in Nepal und hatte keinerlei Probleme.
Stand 2026 finden sich immer noch einige Webseiten im Internet, die behaupten, dass Solo-Trekking in Nepal nicht mehr erlaubt sei. Bitte einfach ignorieren – man muss das inzwischen schon als „fake news“ bezeichnen. Mit der Realität in Nepal hat das rein gar nichts zu tun. Heute braucht man nicht mal mehr ein Permit in Papierform – das e-Permit reicht aus (siehe unten).
Weiterlesen: Verbot von Solo-Trekking in Nepal: Das ist die aktuelle Lage
Natürlich weiß niemand, was die Zukunft bringt oder was sich die Bürokraten als nächstes ausdenken. Um vor dem Trip auf Nummer sicher zu gehen, kannst du folgendes machen:
- 🌐Informiere dich vor dem Trip in der Annapurna Circuit Facebook-Gruppe oder einer der anderen Nepal-Gruppen, wie die aktuelle Lage aussieht.
- 👮♂️Wenn du in Nepal bist und eine entsprechende Info von einem Beamten bekommst, lass dir die Telefon-Nummer geben. Bei etwaigen Schwierigkeiten bei einer Kontrolle hast du jemanden, auf den du verweisen kannst .
- ⚠️Sei bei Auskünften von Agenturen und Führern vor Ort vorsichtig: Die Guides haben ein finanzielles Interesse an dir als Kunden – viele werden dir erzählen, dass du unbedingt einen Führer brauchst.
Wenn du aktuelle Infos hast über die Guide-Situation auf dem Annapurna Circuit hast, hinterlasse unten gerne einen Kommentar! Das hilft auch den anderen Leuten.
TIMS-Permit nicht mehr nötig
Eine Sache hat sich geändert: Wenn du ohne Führer gehst, ist kein TIMS-Permit mehr erforderlich. Früher brauchte man dieses zusätzliche Permit. Mit TIMS sollte der jeweilige Standort der Trekker an den Checkpoints erfasst werden (Trekkers Information Management System), in der Praxis wurde das aber auch nie konsequent umgesetzt. Vielleicht hat man deshalb eingesehen, dass es ohnehin sinnlos ist und die ganze Sache gekippt. In jedem Fall reicht heute das normale Trekking-Permit für das Annapurna-Schutzgebiet.

So bekommst du das Permit für den Annapurna Circuit
Für den Annapurna Circuit brauchst du das sogenannte „ACAP-Permit“ (Annapurna Conservation Area Project). Der Vorgang ist inzwischen extrem unkompliziert. Vor ein paar Jahren musste man noch zum Touristenbüro gehen und sich das Permit ausstellen lassen. Heuzutage reicht ein digitales Permit, das du online beantragst. So funktioniert’s:
- Besuche die Webseite ePermit und klicke auf „Apply Permit“ (Permit beantragen).
- Wähle Annapurna Conservation Area Project als Trekking-Region und fülle die anderen Felder aus.
- Lade ein Bild von dir hoch (kannst du auch mit dem Smartphone knippsen).
- Fülle die Daten für deine Kreditkarte aus und bezahle 3.000 NPR.
- Das e-Permit wird anschließend direkt an deine E-Mail-Adresse verschickt.
Das war’s – das Ganze dauert ungefähr 5 Minuten, einfacher geht’s nicht. Und das Tolle: Du musst das Permit nicht mal ausdrucken. Es reicht, wenn du den Beamten an den Checkpoints die PDF-Datei oder den Screenshot des Permits zeigst.

Natürlich kannst du immer noch zum Touristenbüro in Pokhara oder Kathmandu gehen (Location auf Google Maps) und dir ein Permit im Papierformat holen. Aber das macht eigentlich nur noch dann Sinn, wenn du nicht mit Kreditkarte bezahlen willst oder kannst. Ansonsten ist es viel einfacher sich das digitale e-Permit zu besorgen.
📌 Übrigens: Die TIMS-Karte gibt es nach wie vor. Sie wird jedoch ausschließlich an lizenzierte Trekkingagenturen ausgegeben und von diesen genutzt. Wenn du ohne Guide oder Agentur unterwegs bist, kannst du sie einfach ignorieren.
Checkpoints auf dem Annapurna Circuit
Die Checkpoints befinden sich an verschiedenen Orten entlang der Route. Manchmal wird man von den Beamten reingewunken, teilweise musste ich aber auch selbst hingehen. Das ganze Verfahren ist ziemlich relaxt, viele der Checkpoints waren auch komplett verlassen. Zumindest in den Orten bis Manang wirst du aber mit ziemlicher Sicherheit kontrolliert werden. Ohne ACAP-Permit würde ich also nicht wandern gehen.

Visum für Nepal
Wo wir schon gerade bei der Bürokratie sind: Für die Einreise nach Nepal brauchst du auch ein Visum, das du aber direkt am Flughafen bekommst (Visa on Arrival). Die Kosten hängen davon ab, wie lange du im Land bleiben willst:
- 15 Tage – 30 US-Dollar
- 30 Tage – 50 US-Dollar
- 90 Tage – 125 US-Dollar
Direkt nach der Ankunft auf dem Tribhuvan International Airport in Kathmandu wirst du von den Beamten zum entsprechenden Schalter gelotst. Bezahlt wird bar – entweder in Dollar oder in nepalesischer Rupie, du musst also erstmal zum Bankautomaten. Es gibt in der Ankunftshalle aber ausreichend ATMS.
Mein Tipp: Um Wartezeiten zu vermeiden, kannst du das Visum auch vorher hier online beantragen (Auswahl: Visa on Arrival). Das beschleunigt den Prozess ein bisschen, weil du dann nicht erst die Papierformulare ausfüllen musst. Ich wusste das vorher nicht, und musste eine halbe Stunde in der Schlange warten.

Wie schwer ist der Annapurna Circuit?
Der Annapurna Circuit ist technisch gesehen eine einfache bis mittelschwere Wanderung. Die Wege sind häufig breite Dorfwege oder Dirtroads, die weder besonders exponiert noch übertrieben schwer zu laufen sind. Der Trek folgt zudem dem natürlichen Verlauf der Flusstäler – daher sind die Anstiege bis auf wenige Ausnahmen relativ moderat.
Viele Wanderungen in den europäischen Alpen sind deutlich technischer und haben z.B. Klettersteigpassagen, Seilsicherungen oder sogar kurze Felskletterpassagen. Als Beispiel seien hier der Stubaier Höhenweg oder die Durchquerung des Triglav-Nationalparks gennannt. Solche Schwierigkeiten gibt es auf dem Annapurna Circuit nicht. Der Schwierigkeitsgrad laut SAC-Skala liegt bei T2 bis maximal T3 an sehr wenigen kurzen Stellen.

Die größte Herausforderung ist die Höhe. Die meisten ausländischen Besucher (mich eingeschlossen) sind Höhen wie auf dem Annapurna Circuit schlichtweg nicht gewöhnt. Ab spätestens 3.500 Metern wirst du eine deutliche Veränderung bemerken: Das Atmen fällt schwerer, du fühlst dich abgeschlagen und man bewegt sich viel langsamer, als man es gewohnt ist. Daran muss sich der Körper erst nach und nach anpassen.
Die Berge des Himalaya sind außerdem anfällig für Erdrutsche und Steinschlag, insbesondere während und kurz nach der Monsunzeit. Gelegentlich werden Teile der Wege beschädigt. Die Einheimischen reparieren das in der Regel, wenn sie wissen, dass Trekker diese Abschnitte nutzen – das kann aber einige Zeit dauern. Es ist daher eine gute Idee, wenn du in den Lodges immer nachfragst, ob der nächste Streckenabschnitt sicher begehbar ist.
Nach dem Trek lohnt sich ein Besuch im Chitwan-Nationalpark. Schau dir hier meinen Artikel dazu an:

Muss ich mich auf den Annapurna Circuit vorbereiten?
Das ist eine Frage, die mir etliche Leute gestellt haben: Braucht man eine spezielle Vorbereitung für den Circuit? Nach über 25 erfolgreich absolvierten Höhentreks in den letzten paar Jahren ist das hier meine persönliche Einschätzung:
- 🏃♂️Wenn du einen aktiven Lebensstil führst, z.B. regelmäßig wandern gehst, ist für den Annapurna Circuit keine Vorbereitung oder spezielles Training nötig. Wichtig ist, dass du eine ausreichende Grundkondition hast, um für längere Zeit am Stück täglich 5-8 Stunden zu laufen.
- 📅Wenn du eher unregelmäßig wandern gehst, beim Job viel sitzt und dich nicht so viel bewegst, ist es sinnvoll ca. 3 Monate vor dem Trip mit gezieltem Konditionstraining zu beginnen.
- 👟Eine einfache kostenlose Methode, um Ausdauer aufzubauen ist Jogging (mache ich persönlich auch so, weil ich beim Job viel sitze): ca. 3 x die Woche 30 – 60 Minuten Dauerlauf, im Zweifelsfall weniger und sich langsam steigern. Wenn du das regelmäßig 3 Monate machst, wirst du keinerlei Probleme haben.
- 🚴♂️Wenn Jogging nicht in Frage kommt, kannst du stattdessen auch Radfahren oder längere Spaziergänge/Wanderungen machen. Wichtig ist, dass du deinen Körper dran gewöhnst, längere Strecken am Stück zurückzulegen.
Höhentraining erforderlich?
In einem Blogbeitrag berichtet Reisebloggerin Nicole, dass sie vor der Tour ein spezielles Höhentraining absolviert hat, um die Effekte der großen Höhen auf dem Annapurna Circuit zu simulieren. Das kann man sicher machen, diese Methode wenden z.B. auch 8.000er-Aspiranten für die Vorbereitung zum Gipfelsturm an. Für ein normales Trekking halte ich es persönlich aber für eher übertrieben. Der Körper gewöhnt sich automatisch an die Höhe. Wichtig ist eine langsame Akklimatisierung – dann gibt es auch keine bösen Überraschungen.
Wichtig: Wetter beachten und lokale Bedingungen checken
Noch ein wichtiger Punkt: Checke täglich den Wetterbericht und beachte die Vorhersagen. Dank Internet ist das heutzutage zum Glück kein Problem. Wenn die Prognose zu schlecht ist, solltest du einen Ruhetag in Erwägung ziehen – vor allem vor dem Thorong La. Bei guten Bedingungen ist dieser vielbegangene Pass ein relativ einfacher Übergang. Bei schlechtem Wetter, z.B. Schnee, gefrierendem Regen oder starkem Wind kann das ganz anders aussehen.
Generell gilt: Schlechtes Wetter oberhalb von 4.000 Metern ist zumindest sehr unangenehm und es kann schnell gefährlich werden. Die Route zum Thorong La ist den Elementen völlig schutzlos ausgesetzt. 2014 kam es hier zu einer Katastrophe, als über 40 Menschen im Schneesturm erfroren. Es muss nicht immer so extrem sein. Aber bei widrigen Bedingungen besteht die reale Gefahr, dass man in großer Höhe festsitzt – so wie zuletzt im Herbst 2025 geschehen.
Beachte daher die im Gebirge üblichen Verhaltensregeln:
- 🗺️Erkundige dich vor Ort über den Zustand der Wege, passe ggf. die Route an.
- ❄️Nimm warme, wind- und wetterfeste Kleidung für etwaige Wetterstürze mit.
- ⏳Starte früh, um bei unvorhergesehen Problemen einen Zeitpuffer zu haben.
- 🏞️Schätze vorher ein, ob du für die geplante Strecke und die zu bewältigenden Höhenmeter fit genug bist.
- 🍽️Iss und trink ausreichend (ca. 2-3 Liter/Tag), nimm genug Wasser mit.
- 🔙Kehre im Zweifelsfall immer zur letzten sicheren Position zurück.
- ❌Geh nicht alleine, wenn du keine Erfahrungswerte im Gebirge hast.

Akklimatisierung und Höhenkrankheit bei Wanderungen im Himalaya
👨⚕️ Disclaimer: Ich bin kein Arzt. Die folgenden Ausführungen basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen aus über 25 Solo-Trekkingtouren in Höhen von 4.000+ Metern in den letzten Jahren. Ich hatte dabei kein einziges Mal Probleme mit der Höhe. Als Ergänzung füge ich noch einige Hinweise der Experten der Höhenklinik in Manang hinzu.
Was ist Höhenkrankheit?
Nur kurz zur allgemeinen Erklärung: Höhenkrankheit nennt man eine Funktionsstörung des Körpers, die durch eine schlechte Anpassung an große Höhen ausgelöst wird. Ursache dafür ist ein zu schnelles Aufsteigen in Höhen über 3.000 Metern. Die typischen Symtome sind:
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühle
- Müdigkeit
- Appetitverlust
- Schlafstörungen
- In schweren Fällen: Atemnot, Verwirrtheit bis hin zu Koma
Diese Symptome werden nicht durch Sauerstoffmangel ausgelöst, sondern durch den niedrigen Luftdruck, der mit zunehmender Höhe immer weiter sinkt. Dadurch sinkt auch der Sauerstoffdruck in der Luft, mit dem Ergebnis, dass mit jedem Atemzug weniger Sauerstoff ins Blut gelangt. Du merkst das z.B. daran, dass du kurzatmig wirst und dein Herz schneller schlägt.
📌 Der beste Weg, Höhenkrankheit vorzubeugen: Steige langsam auf, nicht mehr als 500 Meter Höhenunterschied pro Tag.
Ich will hier gar nicht zu sehr ins medizinische Detail gehen. Einen sehr schönen Artikel zu dem Thema findest du bei meinen Kollegen auf dem Dusty Boots Blog. Nur so viel: Es ist relativ normal, dass du dich ab einer gewissen Höhe ein bisschen merkwürdig fühlst. Die genaue Höhe schwankt von Person zu Person, bei mir geht es z.B. bei 3.200 Meter los. Andere Personen merken das schon früher oder erst ein bisschen später.
Da ich vor ein paar Jahren auf dem höchsten Berg von Armenien schon mal selbst die Symptome der Höhenkrankheit hatte, wusste ich zumindest ungefähr, was auf mich zukommt und war entsprechend auch ein bissel vorsichtiger.
Wie äußerst sich die große Höhe?
Neben der schon erwähnten Kurzatmigkeit und dem schnelleren Herzschlag, habe ich die großen Höhen im Himalaya an einer Sache gemerkt, die ziemlich bescheuert klingt: Ich musste ständig aufs Klo, pinkeln gehen. Wenn ich was getrunken hab, lief es quasi direkt durch. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber ich hatte mich auch mit anderen Leuten unterhalten und bei denen war das genau so.
Eine andere Sache, die bei mir auch vorkam: Ich konnte am Anfang nicht gut schlafen und bin in der Nacht auch immer mal wieder aufgewacht. Das ging ungefähr eine Woche so, danach wurde es besser. Kopfweh hatte ich nur an einem Abend, am nächsten Morgen war es weg. Kurzatmig war ich aber sehr lange, jeder kleine Hügel war anstrengend.
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Warum Höhenkrankheit auf dem Annapurna Circuit relativ häufig vorkommt
Eine Sache ist mir direkt aufgefallen: Probleme mit der Höhe sind auf dem Annapurna-Circuit keine Ausnahme, sondern die Regel. Und zwar, weil viele Leute viel zu schnell aufsteigen, obwohl bekannt ist, dass man das nicht machen soll. Das Problem ist hier oft der Zeitdruck. Häufig stehen nur wenige Tage für die Tour zur Verfügung. Also wird zuviel Strecke pro Tag gemacht oder bestimmte Abschnitte mit dem Auto übersprungen.
Manche Leute laufen auch einfach weiter, egal ob es ihnen gut geht oder nicht, weil sie an einem gewissen Datum wieder zurück in der Stadt sein müssen. Das ist gerade auch in den geführten Gruppen – häufig mit einem sehr engen Zeitfenster – ein Thema. Hier kommt dann auch noch die Gruppendynamik dazu. Man will nicht die ganze Gruppe aufhalten oder sich trennen. Also verschweigt man lieber, dass es einem schlecht geht und geht doch mit.
Einige Fälle von Höhenkrankheit, die ich persönlich miterlebt habe:
- In Manang war ein deutsches Pärchen in vier Tagen von Dharapani hochgewandert. Das Mädchen hatte Kotzeritis und starke Kopfschmerzen, der Mann sah doppelt. Beide mussten umkehren – Trip gelaufen.
- Auf dem Thorong La brach eine ältere Dame in der dünnen Luft einfach zusammen und verlor das Bewusstsein. Ihr Guide musste schleunigst nach Muktinath absteigen, um eine Rettung zu organisieren. Was danach mit ihr passierte, habe ich leider nie erfahren.
- Auf dem Weg von Manang zum Ice Lake (4.600 m) traf ich ein spanisches Mädel in extrem kritischem Zustand – ich hatte tatsächlich Angst, dass sie gleich bewusstlos wird und stirbt.
- Das Mädchen war ein einziges Bündel Elend. Zitternd, Rotz und Wasser heulend auf über 4.500 Meter im eisigen Wind in der Kälte zusammengekauert. Keine Chance mehr alleine zu laufen oder ein klares Wort rauszubringen, zurückgelassen von ihren Freunden. Nachdem ich die Chica unter viel gutem Zureden ein paar hundert Höhenmeter runter begleitet hatte, ging es dann aber wieder. Zwei Tage später habe ich sie in Manang getroffen. Zum Glück ist alles nochmal gut ausgegangen.
Diese nützliche Tafel bietet einen guten Überblick über die täglich empfohlenen Distanzen und die maximale Höhe:

So vermeidest du die Höhenkrankheit auf dem Annapurna Circuit
Die gute Nachricht bei der ganzen Geschichte: Es ist sehr leicht, die Höhenkrankheit zu vermeiden. Du musst dich nur an eine einfache Regel halten: Langsam an Höhe gewinnen und dem Körper ausreichend Zeit geben, sich an die ungewohnt dünne Luft zu gewöhnen. Die Frage ist natürlich: Was heißt „langsam“ und was bedeutet „ausreichend Zeit“?
Schauen wir uns dazu mal an, was die Experten zu dem Thema sagen:
- Dosiert aufsteigen: Ab 3.000 Metern nur noch 300 – 500 Höhenmeter pro Tag aufsteigen.
- Akklimatisieren: Sobald du die Höhe von 3.500 Metern erreichst, mindestens einen zusätzlichen Pausentag zur Akklimatisierung einlegen – eher 2-3 Tage.
- Flüssigkeitszufuhr: Ausreichend trinken – mindestens 3 Liter pro Tag.
- Pausentag: Auf etwa 4.500 Meter einen weiteren Pausentag einlegen (macht fast niemand).
- Achtsamkeit: Auf den eigenen Körper hören. Leichte Kopfschmerzen und Übelkeit sind noch kein Grund zur Sorge. Aber wenn es immer schlimmer wird, ist es besser, zu einer niedrigeren Höhe absteigen.
- Gruppendynamik: Wenn du in einer Gruppe bist, rechtzeitig Bescheid sagen, wenn es dir schlecht geht. Nicht dazu breitschlagen lassen, weiterzugehen. Im Zweifelsfall kehrst du lieber um.
- Im Notfall: Solltest du ernsthafte Probleme habe, steigst du so schnell wie möglich ab.
Eine weitere Empfehlung: Alkohol vermeiden und keine Zigaretten rauchen. Das Bier ist eh relativ teuer, bei den Zigaretten hab ich mich persönlich nicht dran gehalten und die meisten Guides rauchen auch. Auf dem Thorong-La habe ich zur Feier des Tages mit den Sherpas eine geraucht und die Sache überlebt. Aber zu dem Zeitpunkt war ich auch ausreichend gut akklimatisiert.
Die persönliche Fitness spielt bei der Akklimatisierung keine Rolle. Im Gegenteil ist es eher so, dass besonders fitte Leute häufiger Probleme mit der Höhenkrankheit haben, weil sie zu schnell an Höhe gewinnen. Das heißt natürlich nicht, dass es ein Vorteil ist, unfit zu sein. Wenn du gut in Form bist, wirst du mehr Freude am Trek haben – allein schon, weil das Laufen dann leichter fällt.
Schau dir hier meine outdoortaugliche Fotoausrüstung an:

Ruhetage einplanen
Der allgemein akzeptierte Ratschlag ist, dass du nach dem ersten Drittel der Tour ca. 2-3 Tage in Manang bleibst und von hier aus Tagestouren zur Akklimatisierung machst: Viele gute Optionen findest du in meinem Artikel über Manang. Der klassische Daytrip ist die Wanderung zum Ice Lake.
Diese Tageswanderungen sind nicht nur aus landschaftlichen Gesichtspunkten reizvoll, sie erfüllen auch eine wichtige Funktion: Sie helfen dir bei der Akklimatisierung.
Indem du zu einem hoch gelegenen Aussichtspunkt aufsteigst und anschließend zur Lodge zurückkehrst, gewöhnst du dich allmählich an größere Höhen. Dieses Grundprinzip wird sehr schön von der klassischen Bergsteiger-Regel zusammengefasst: „Walk high, sleep low“. Tagsüber steigst du ein paar hundert Höhenmeter auf, abends kehrst du zu einer niedrigeren Position zum Schlafen zurück.
📌 Mache Tageswanderungen nur dann, wenn es dir gut geht. Im Allgemeinen funktioniert die Akklimatisierung besser, wenn du dich bewegst und körperlich aktiv bist. Wenn du aber ohnehin müde bist oder dich unwohl fühlst, solltest du dich nicht überanstrengen, sondern den Tag zur Erholung nutzen.

Diamox zur besseren Akklimatisierung
Viele Leute nehmen zur besseren Akklimatisierung oder bei Symptomen zusätzlich Diamox. Das ist ein bekanntes Medikament in Tablettenform. Du bekommst es in Kathmandu oder Manang für ein paar Euro. Es besonders bei den Gruppen mit knappem Zeitbudget beliebt.
- Zur Prävention wird jeweils eine halbe Tablette morgens und abends empfohlen.
- Bei akuten Fällen nimmt man jeweils eine Tablette oder mehr.
Ich habe noch nie Diamox genommen und bin bisher auch gut ohne ausgekommen. Für Notfälle habe ich trotzdem immer ein paar Tabletten dabei – nicht nur für mich, sondern auch um anderen Leuten zu helfen, die evtl. Beschwerden haben.

So habe ich mich akklimatisiert
Ich habe die oben aufgeführten Regeln ziemlich genau befolgt. Tatsächlich war ich am Ende sogar noch ein bisschen langsamer als empfohlen. Mein Akklimatisierungsplan sah folgendermaßen aus:
- Ab Upper Pisang (3.300 m) maximal 500 Höhenmeter pro Tag
- Ausnahme: Weg zum Thorong High Camp auf 4.925 m, ca. 700 hm am Tag
- Vor Manang (3.540 m) zwei Übernachtungen in Ngawal (3.670 m) und Bhraka (3.439 m)
- Auf meinem Trip zum Tilicho Lake von Manang drei weitere Übernachtungen über 4.000 Metern
- Bis zum Tag der Passüberschreitung war ich 14 Tage unterwegs
Das wirklich Interessante: Ich war trotzdem nicht 100% perfekt akklimatisiert. Ich hab keine Symptome oder ähnliches gehabt, aber so fit wie sonst war ich auf über 4.000 Meter auf keinen Fall. Ab 4.500 Metern bin ich eigentlich nur noch rumgeschlichen wie ein alter Mann und musste mich bewusst auf das Atmen konzentrieren.
Dieser Zustand ist schwer zu beschreiben. Es ist nicht so, dass man keine Luft mehr bekommt. Aber man ist permanent erschöpft, so als hätte man gerade einen Marathon hinter sich. Meist lief es so ab: Schritt, tief Atmen, nächster Schritt, weitergehen. Und hoffen, dass die Plackerei irgendwann vorbei ist. Wirklich gut akklimatisiert war ich eigentlich erst nach dem Pass. Auf dem Weg zum Annapurna Base Camp und zum Mardi Himal zwei Wochen später war das Laufen über 4.000 Metern kein Problem mehr und fühlte sich völlig normal an.
Diese Erfahrungen konnte ich auf meiner 8-monatigen Himalaya-Reise in Ladakh und Himachal Pradesh bestätigen. Echte Akklimatisierung braucht sehr lange – eher Wochen und nicht Tage. Mein Tipp wäre also: Rechne nicht unbedingt damit, dass du dich topfit fühlst, wenn du mal ein, zwei Pausentage einlegst. Damit verhindert man nur die gefährlichen Symptome.

Beste Reisezeit für die Annapurna-Runde
So… jetzt aber mal wieder zu den erfreulicheren Dingen des Lebens: Die beste Zeit für den großen Trip. Das ist relativ einfach, die Reisezeiten sind in Nepal klar definiert. Es gibt zwei Hauptreisezeiten für Trekkingtouren im Himalaya, und zwar die Trockenzeit vor und nach dem jährlichen Monsun-Regen (Juni – September):
- Vor dem Monsun: Frühjahr (Mitte März – Mitte Mai)
- Nach dem Monsun: Herbst (Mitte Oktober – Mitte Dezember)
Im Frühjahr kannst du dem Annapurna Circuit mit wärmeren Temperaturen und mit blühenden Rhododendronbäumen und anderen Pflanzen rechnen. Dafür wird es ab Mitte Mai nach 10:00 Uhr teilweise recht schnell diesig, die Sicht ist dann nicht mehr so gut. Außerdem gibt es häufigere Regenschauer, vor allem je näher der Monsun rückt.
Der Herbst ist die Hauptsaison und verspricht eine vom Monsun reingewaschene Luft mit strahlend blauem Himmel und einer fast grenzenlosen Fernsicht. Dafür ist hier dann aber auch mehr los, auf den Wegen und den Lodges könnte es eng werden. In höheren Lagen ist es zudem ein gutes Stück kälter als im Frühjahr. Und die Tage sind kürzer.
Schau dir meinen detaillierten Ratgeber zur besten Reisezeit in Nepal an:

Meine Empfehlung
Ich habe den Annapurna Circuit inzwischen sowohl im Frühling als auch im Herbst besucht. Beide Jahreszeiten haben ihre Vorteile. Die wärmeren Temperaturen und die längeren Tage im Frühling sind definitiv ein großes Plus. Von Pisang bis Tatopani hatte ich zudem fast jeden Tag einen klaren, blauen Himmel mit einer tollen Fernsicht. In den südlichen Ausläufern war es allerdings sehr diesig – nicht so gut für die Bergaussichten.
Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich den Circuit in der ersten Novemberhälfte gehen. Zu dieser Zeit ist es nicht mehr so überlaufen wie im Oktober und die Aussichten sind wirklich unfassbar gut. Es ist aber auch kälter als im Frühjahr, besonders rund um Manang. Rechne nachts mit Minustemperaturen, deutlich unter 0° Grad, vor allem im Thorong High Camp und am Pass. Wenn du schnell frierst, ist ein eigener Schlafsack im Herbst Pflicht.

Anreise zum Annapurna Circuit
Die Strecke von Kathmandu bis zum Start des Annapurna Circuits in Besisahar beträgt rund 190 Kilometer. Je nach Transportmittel beträgt die Fahrtzeit zwischen 7 – 10 Stunden, was auch vom aktuellen Zustand der Straße und dem Verkehr abhängt. Von Pokhara aus beträgt die Fahrtzeit ca. 4-5 Stunden.
Wenn du nach der Fahrtzeit fragst, wirst du in der Regel eine etwas zu optimistische Einschätzung zu hören bekommen. Meiner Erfahrung nach ist es in Nepal besser, viel Zeit für Anfahrten einzuplanen. Die Straßen sind häufig in einem sehr schlechten Zustand.
Um nach Besisahar zu kommen hast du vier Möglichkeiten:
- 🚌 Bus
- 🚖 Taxi
- 🚙 Jeep
- 🚐 Minibus
Die Busfahrt ist am preiswertesten, dauert aber am längsten. Jeeps und Taxis sind ein gutes Stück schneller. Minibusse sind ebenfalls schneller und eignen sich am besten für größere Gruppen.
🚌Bus
Für die Busfahrt nach Besisahar, gibt es zwei Optionen:
- Lokaler Bus: Startet an der Gongabu New Bus Station nördlich von Thamel (Google Maps).
- Touristenbus: Startet am Sorhakhutte Bus Stop direkt bei Thamel (Google Maps).
Ich empfehle, einen Touristenbus zu nehmen. Sie sind zwar etwas teurer, machen dafür aber weniger Stopps als die lokalen Busse und sind insgesamt komfortabler. Die lokalen Busse haben ziemlich harte Sitze und die Straße ist stellenweise sehr holprig.
- Ein einfaches Ticket für den Touristenbus kostet etwa 1.200 NPR.
- Rechne mit einer Fahrzeit von ungefähr 9–10 Stunden bis nach Besisahar.
- Starte früh, am besten gegen 6:00 Uhr morgens. So kannst du mit etwas Glück am ersten Tag noch ein Stück wandern.
📌 Um ein Ticket für einen Touristenbus zu kaufen, nutz du am besten den Online-Service BusSewa. Die Buchung ist extrem unkompliziert: Start- und Zielort eingeben, einen Bus auswählen und per Kreditkarte bezahlen. Wenn möglich, nimm einen Luxury- oder Sofa-Bus – die sind am bequemsten. Zwei Busunternehmen, die ich empfehlen kann, sind Yeti Travels und Baniya Travel.
🚖Taxi
Taxis mit einem privaten Fahrer sind etwas schneller als Busse. Am besten ist diese Option für Kleingruppen von bis zu 5 Leuten geeignet, da es sonst zu eng im Auto wird. Die Fahrt bis Besisahr sollte damit 6-7 Stunden dauern. Preise für ein Taxi mit Fahrer starten bei rund 15.000 NPR.
📌 Taxis, Jeeps oder die Fahrt im Minibus organisierst du am besten über deine Unterkunft in Kathmandu bzw. Pokhara. Du kannst die Fahrt auch bei den Reiseagenturen buchen, zahlst dann in der Regel aber mehr, weil dann noch eine Provision fällig wird.
🚙Jeep
In einen Jeep gehen im Normalfall 7-8 Leute rein, das ist also eine beliebte Option für etwas größere Gruppen. Auch hier dauert die Fahrt rund 6-7 Stunden. Einen kompletten Jeep von Kathmandu nach Besisahar zu mieten kostet etwa 20.000 NPR.
Von Besisahar aus kannst du bei Bedarf auch Jeeps organisieren, die dich weiter in die Berge bringen. Die Kosten hängen davon ab, wie weit du fährst und ob du einen kompletten Jeep mietest oder mit anderen Leuten teilst.
Hier einige aktuelle Preise für einen kompletten Jeep:
- Jeep Besisahar – Chamje: 8.000 NPR
- Jeep Besisahar – Dharapani: 10.000 NPR
- Jeep Besisahr – Chame: 12.000 NPR
- Jeep Besisahar – Manang 15.000 NPR
📌 Eine gute preiswerte Option ist die Fahrt im „shared Jeep“. Hier teilst du dir das Fahrzeug mit anderen Passagieren. Der Preis für den shared jeep von Kathmandu bis Besisahar beträgt etwa 2.000 – 2.500 NPR. Von Besisahar bis Chame habe ich für einen geteilten Jeep 3.000 NPR bezahlt.
🚐Minibus
Zu guter Letzt gibt es auch Minibusse des in Nepal beliebten Modells Toyota Hiace. In die Minibusse passen etwa 12 – 14 Leute rein, viele geführte Gruppen mit Reiseleitung fahren damit an. Einen kompletten Minibus zu mieten kostet rund 30.000 NPR. Auch hier kannst du evtl. aber als Einzelpassagier für etwa 3.000 NPR mitfahren. Fahrtzeit: ca. 6-7 Stunden.

Packliste für den Annapurna-Circuit
Viele Trekker sind mit schweren 60+Liter-Rucksäcken auf dem Annapurna Circuit unterwegs. Das ist überhaupt nicht nötig, da man weder Campingausrüstung noch viel Proviant mitschleppem muss – du bekommst alles Lebensnotwendige in den Lodges. Genau das ist ja auch das Tolle an den Teahouse-Trails in Nepal: Du wanderst durch einige der beeindruckendsten Berglandschaften der Welt und brauchst dabei nur sehr wenig Ausrüstung.
Ich würde empfehlen, einen Rucksack mit maximal 50 Litern zu verwenden, besser noch 40 Liter. Beim letzten Mal hatte ich den hervorragenden Osprey Talon 44* dabei – sogar mit Campingausrüstung. Das ist ein wirklich toller Rucksack, der den Spagat zwischen Ultraleicht- und einem klassischen Trekkingrucksack sehr gut hinbekommt.
- exzellenter Leichtrucksack mit Frontzugriff
- gepolstertes Tragesystem für optimale Gewichtverteilung
- viel Stauraum für mehrtägige Touren
- höhenverstellbarer Rücken
Noch ein Tipp: Nimm nicht zu viel Kleidung mit. Du kannst die Sachen auch unterwegs waschen lassen. Viele der Lodges bieten einen Wasch-Service an, in den größeren Orten wie Manang war meine Wäsche innerhalb von einem halben Tag fertig.
Die Bekleidung würde ich so organisieren:
- 🥾 1 Set Wander-Kleidung für Tagsüber (T-Shirt, Hose, ggf. Fleecepulli oder Daunenjacke, Sonnenschutz)
- 👕 1 Set Kleidung für die Zeit nach der Wanderung in der Lodge (langärmeliges Shirt, lange Unterwäsche, bequeme Schuhe, ggf. zusätzlichen Pulli, ggf. Schal + Mütze wenn es abends kalt wird.
Viele Leute nehmen viel zu viele Freizeit-Klamotten mit. Natürlich ist das jedem selbst überlassen. Aber eigentlich braucht man gar nicht so viel. Mehr als zwei T-Shirts sind z.B. unnötig, da du eh immer nur eines gleichzeitig tragen kannst. Falls nötig, wäschst du das andere einfach in der Zwischenzeit. Dasselbe gilt für Unterwäsche. Und bei Pullovern oder anderen größeren Kleidungsstücken reicht eines völlig aus, da man sich darin meist nicht viel bewegt und sie problemlos während des gesamten Treks tragen kann.
Ich hatte Folgendes dabei:
Bekleidung
- 1 Merino-Shirt für tagsüber zum Wandern
- 1 Merino-Shirt lang für abends zum Wechseln + Schlafen
- Leichter Fleecepulli für tagsüber bei kühleren Temperaturen
- Daunenjacke für Pausen tagsüber/ abends in der Lodge
Empfehlung für Fleecejacke: Patagonia R1 Air Hoody
- Gewicht: 366 g
- Atmungsaktiv und geruchshemmend
- Hoher Tragekomfort
- Kapuze bietet zusätzliche Wärme am Kopf
- Vielseitig einsetzbare Mid-Layer-Schicht
Außenschicht:
- Regenjacke 3-lagig aus Goretex gleichzeitig als Isolationsjacke bei Wind
- Regenhose, gleichzeitig abends als Freizeithose getragen
Empfehlung für Baselayer: Merino Icebreaker 200
- Gewicht: 219 g
- Hochwertiges Langarmshirt aus 100% Merinowolle
- Sehr angenehmes Tragegefühl auf der Haut
- Versetzte Nähte an den Schultern für mehr Komfort
- Hohe Geruchsresistenz
Weitere Kleidung:
- 2 Unterhosen aus Merino
- Robuste Trekkinghose/Ziphose
- Trekkinghemd
- 2 Paar Trekkingsocken
- 1 Paar warme Wollsocken
- Mütze für kühle Temperaturen, z.B. am Pass
- Paar warme Handschuhe
- Sonnenhut
- Buff, als Halstuch in kalten Nächten
- 1 Paar Slipper
Empfehlung für Freizeitschuhe: Exped Camp Slipper
- Gewicht: 150 g
- Warme und bequeme Camping- und Hüttenschuhe
- Sehr weiches Fussbett
- Rutschfest, schnell trocknend und atmungsaktiv
- Kleines Packmaß
Die Kleidung habe ich nach dem Zwiebelschalenprinzip kombiniert, je nachdem, wie warm oder kalt es war. Und das hat sowohl im Frühlig als auch im Herbst super geklappt. Tagsüber schien meistens die Sonne, da konnte ich häufig in T-Shirt oder Hemd rumlaufen. Abends in der Lodge hab ich dann teilweise die Daunenjacke genommen.
Für den Pass habe ich Mütze, Fleecepulli, Handschuhe und die Goretex-Jacke angezogen und das hat gereicht. Was ich dazu sagen muss: Ich habe den Thorong-La-Pass nur im Frühjahr überquert. Im Herbst ist es deutlich kühler, vor allem über 3.500 Meter. Am Pass kannst du in den frühen Morgenstunden mit Temperaturen bis -15° Grad rechnen.
🎒 Tipp: Ein kleiner und sehr leichter Tagesrucksack, der sich hervorragend für Daytrips eignet ist der Osprey Ultra Stuffpack*. Beim Trek von Lodge zu Lodge kannst du ihn einfach zusammenrollen, er wiegt nur knapp 100 Gramm.
- Gewicht: 115 g
- Zwei elastische Seitenfächer
- Gepolsterte Schulterriemen aus Mesh
- Verstellbarer Brustriemen
- Ideale Ergänzung für Fernwanderungen
Schlafausrüstung
- Frühling: Schlafquilt mit Komforttemperatur – 1°C*
- Herbst: Schlafquilt mit Komforttemperatur – 10°C*
Hygiene & Gesundheit
- Reiseapotheke (ggf. Medikamente gegen Höhenkrankheit wie Diamox)
- Pflaster/Blasenpflaster
- Sonnenschutzcreme (LSF 50+) & Lippenschutz
- Desinfektionsgel für die Hände
- Biologisch abbaubare Seife & Shampoo
- Toilettenpapier & Zip-Lock-Beutel (für Müll)
- Zahnbürste/-pasta
- Handtuch (Mikrofaser, schnelltrocknend)
In den Lodges gibt es auf dem Klo kein Toilettenpapier, du kannst es aber überall kaufen. Medikamente bekommst du sicher in Manang – es gibt dort eine kleine Klinik zwischen dem Museum und dem Hotel Himalaya Sing (Google Maps). Du bekommst dort die gängigen Medikamente gegen Erkältung etc. und auch Diamox bei Symptomen der Höhenkrankheit.
Ausrüstung
- Trekkingstöcke
- Polarisierte Sonnenbrille (UV-Schutzfaktor 3 oder höher)
- Wasserfilter und Tabletten zur Wasserreinigung
- Physische Karte der Region
- GPS-Gerät
- Powerbank
Gerade wenn du mit Smartphone navigierst, solltest du die Energieversorgung sicherstellen. Eine Powerbank ist daher essentiell. Da du in den Lodges aufladen kannst, muss die Powerbank aber nicht übertrieben groß sein. Ich verwende hier gerne die leichte und kompakte Anker Powercore.
- Gewicht: 200 g (inkl. Micro-USB-Kabel + Beutel)
- Kompakte + leistungsstarke Powerbank, ideal für Rucksackreisende
- hochwertige Verarbeitung
- ca. 4-5 Aufladungen von Smartphones
- Vor Überspannung und Kurzschluss geschützt
📌 Tipp: Schau dir hier meine erprobte Packliste für Mehrtageswanderugen mit genauen Gewichtsangaben und weiteren Tipps an. Ich habe diese Liste fast 1:1 für den Annapurna Circuit verwendet. Außerdem findest du hier meine monatlich aktualisierte Liste mit den besten aktuellen Outdoor-Deals und Schnäppchen.
Welche Wanderschuhe sind sinnvoll?
Am Thema Wanderschuhe scheiden sich wie immer die Geister. Viele Leute, die ich getroffen habe, waren mit schweren Bergstiefeln der Kategorie B/C unterwegs. Für mein Empfinden übertrieben, da man sich größtenteils auf recht einfachen Wegen fortbewegt. Beim ersten Mal hatte ich meine Approachschuhe Garmont Dragontail* dabei, beim zweiten Mal einfache Trailrunner von Columbia – beides war vollkommen ausreichend.

Wenn ich den Trek noch mal machen würde, würde ich mich wieder für Trailrunner entscheiden. Ich habe diese Schuhe bei ziemlich rauen Bedingungen benutzt, unter anderem bei der Überquerung des fast 5.000 m hohen Namun-La-Passes im Schnee. Daher bin ich ziemlich sicher, dass sich Trailrunner auch für den einfacheren Thorong La eignen. Aus Sicherheitsgründen ist es eine gute Idee, Microspikes bzw. Grödel mitzunehmen, um auf verschneiten Wegen besseren Halt zu haben (kosten etwa 1.000 NPR in Thamel oder Pokhara).
📌 Tipp: Falls du irgendetwas wichtiges vergessen hast oder unterwegs verlierst, kannst du es auch nachkaufen, z.B. Kleidung, Schuhe, Wanderstöcke, Spikes etc. Die beste Auswahl hast du in Manang, hier gibt es einige recht gut sortierte Läden.

Braucht man für den Annapurna Circuit einen Schlafsack?
Das ist eine Frage, die mich lange beschäftigt hat. Einige Blogberichte empfehlen, dass man einen Schlafsack mit einem Komfortbereich bis -10° Grad mitnehmen soll. Daher war ich kurz davor, mir in Kathmandu noch einen dicken Winterschlafsack auszuleihen. Am Ende habe ich es im Frühling dann doch mit meinem leichteren Daunen-Quilt* gewagt (Komfortbereich: – 1° Grad) und es war kein Problem.
Beim zweiten Mal im Herbst habe ich auch gezeltet. Daher nahm ich zum Camping den wärmeren -10 °C Daunenquilt mit. Ich habe den Quilt auch in einigen Lodges benutzt, z.B. in Manang, und war sehr froh über die zusätzliche Daunenschicht. Die Nächte über 3.500 Metern waren sehr kalt. Natürlich hängt viel von deiner persönlichen Kälteempfindlichkeit ab. Aber im Herbst ist es auf jeden Fall keine schlechte Idee, einen warmen Schlafsack mitzunehmen.

Sicherheit und kulturelle Aspekte
Nepal ist ein sicheres Reiseland, auch für Solo-Wanderer ohne Guide. Die Nepali haben eine freundliche, lockere Art und sind nicht besonders aufdringlich. Insofern: Mach dir keine übertriebenen Gedanken darüber, dass etwas passieren könnte. Ich war inzwischen dreimal in Nepal, jeweils mehrere Monate, und habe nie auch nur ansatzweise negative Erfahrungen gemacht.
Bettler
Bettelei kommt vor, aber ich fand es nicht so schlimm. Viele Nepali sind von Natur aus eher schüchtern und trauen sich kaum, einen direkt anzusprechen – die Leute sind bei weitem nicht so aufdringlich wie indische Bettler. Manchmal haben ein paar Kinder nach Schokolade oder Süßigkeiten gefragt. Aber wenn ich den Kopf schüttelte, wurde ich relativ schnell in Ruhe gelassen. Direkt um Geld wurde ich vielleicht zwei- oder dreimal gebeten. Hier sollte man am besten nichts geben. Das klingt im ersten Moment zwar extrem herzlos. Aber wenn man etwas gibt, animiert das die Leute dazu, auch in Zukunft zu betteln anstatt zu arbeiten.
Thamel
Thamel, das Touristenviertel von Kathmandu, ist natürlich ein ganz besonderer Fall, da das Geld durch die vielen Ausländer quasi auf der Straße liegt. Hier wird man ziemlich häufig von diversen Verkäufern angesprochen, die einem Souvenirs, Schmuck, Touristenkitsch oder Gras verkaufen wollen. Am besten ignorierst du diese Leute einfach oder schüttelst kurz den Kopf. Außerdem würde ich nachts die winzigen, dunklen Seitengassen zwischen den Hauptstraßen meiden. In den frühen Morgenstunden ist Thamel ein Tummelplatz für etliche zwielichtige Gestalten.
Verständigung mit Einheimischen
Das Englisch-Niveau in Nepal ist erstaunlich gut. In den Lodges sowieso, aber auch auf dem Weg habe ich immer wieder Einheimische getroffen, mit denen ich mich unterhalten konnte. Manche konnten sogar ein paar Brocken Deutsch. Wenn ich das z.B. mit meinen Ausflügen in Thailand vergleiche, wo außerhalb der Hotels fast kein Einheimischer Englisch konnte, ist es in Nepal deutlich unkomplizierter, sich mit der Bevölkerung zu verständigen.
Andere Backpacker
Auf einem bekannten Weg wie dem Annapurna Circuit trifft man unterwegs natürlich auch viele nette Backpacker und die Chance ist ziemlich groß, dass du dich irgendwann mit anderen zusammenschließt und ihr eine Weile gemeinsam wandert. Ich habe z.B in Bhratang ein Mädel aus Belgien und einen Solo-Reisenden aus Pakistan im Café getroffen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ein paar Tage bis Manang waren wir dann als Team unterwegs – eine Super-Erfahrung! Ich habe mich der Annapurna-Region nie auch nur einmal einsam gefühlt.
Lies auch: 5 unerwartete Lektionen, die ich in 2 Monaten Nepal gelernt habe

Literatur-Empfehlungen
Eine Sache, die ich besonders vor Reisen in ferne Länder immer schön finde, ist, sich vorher ein bisschen literarisch einzustimmen. Das habe ich bei Nepal natürlich auch gemacht. Unter anderem kann ich diese Bücher zum Schmökern empfehlen:
- Peter Matthiesen: Der Schneeleopard* – teilweise etwas düsterer und mit einigen Hippie-Klischees durchsetzter, aber doch lesenswerter Bericht über eine naturkundliche Expedition in die entlegene Dolpo-Region.
- Maurice Herzog: Annapurna* – spannender Expeditionsbericht von Maurice Herzog, dem Mann, der 1950 die Annapurna I als ersten 8.000er überhaupt bestieg und gerade so mit dem Leben davon kam.
- James Hilton: Der verlorene Horizont* – herrlich altmodischer Abenteuerroman über eine Gruppe von vier Engländern, die in das entlegene Kloster Shangri La tief im Himalaya entführt werden.
- Dorje Dolma: Yak Girl* – mitreißender Tatsachenbericht über ein Mädchen, das in der Dolpo-Region an der Grenze zu Tibet aufwächst und wegen einer medizinischen Behandlung eine lange Reise zu Fuß nach Kathmandu unternehmen muss.
Noch ein Tipp: Hol dir auf keinen Fall die „Gebrauchsanweisung für Kathmandu und Nepal“ aus dem Piper-Verlag. Diese literarische Reiseführer-Reihe ist eigentlich gut und verlässlich. Das Nepal-Buch ist aber der reinste Schrott und völlige Geldverschwendung. Ich hab selten einen Reisebericht gelesen, der das Thema so dermaßen verfehlt.

Und sonst?
Hier noch ein paar letzte Tipps und Infos, die dir eventuell behilflich sein könnten:
- 💰Währung: Nepalesische Rupie (NPR). Für 1 Euro bekommst du etwa 140 NPR.
- ⏰Zeitverschiebung zu Deutschland: + 03:45 Stunden/+ 04:45 Stunden (je nach Sommer- bzw. Winterzeit)
- 💧Wasser: Trinke kein Leitungswasser, das du vorher nicht gefiltert oder anderweitig behandelt hast.
- 🧴Hygiene: Benutze regelmäßig Handdesinfektionsmittel, vor allem bevor du etwas isst.
- 🧻Klopapier: In den Lodges meist nicht vorhanden. Du kannst es unterwegs aber in jedem Dorf nachkaufen.
- 🍽️Proviant: Du musst keine riesigen Mengen an Wasser und Essen mitschleppen, da du spätestens alle 2-3 Stunden durch Dörfer mit Lodges und Restaurants kommst.
- 📅Planung: Nimm dir ausreichend Zeit für den Trek und plane mindestens 1-2 Puffertage für schlechtes Wetter, Unwohlsein etc. ein.
- 🏙️Pokhara: Überleg dir, ein paar Tage in Pokhara dranzuhängen. Die berühmte Stadt am See ist in eine wahnsinnig schöne Naturlandschaft eingebettet und bietet sich hervorragend zum Entspannen an. Du kommst von hier auch gut zum Chitwan-Nationalpark.
- 🏞️Nach der Tour: Kathmandu ist ebenfalls nicht schlecht für einen Kurzaufenthalt, vor allem, wenn dich die Kultur Nepals interessiert. Es gibt dort wahnsinnig viel zu sehen – Tempel, Paläste, Museen etc. – und die Stadt ist viel besser als ihr schlechter Ruf.

Mein Fazit zum Annapurna Circuit
Ist der Annapurna Circuit die beste Trekking-Tour der Welt, wie so häufig behauptet wird? Ich glaube das ist die falsche Frage. Die Welt ist groß und es gibt jede Menge spannende Routen, von denen kein Mensch je gehört hat. Beim Annapurna Circuit ist es vor allem der große Name in Verbindung mit dem Nimbus der 8.000er im Himalaya, der die Leute anzieht.
Die wichtigere Frage ist: Lohnt sich der Annapurna Circuit heute noch? Und da würde ich sagen: Auf jeden Fall! Dramaturgisch ist der Trail nahezu perfekt: Start im Tiefland, ein langsames Anschwellen der landschaftlichen Eindrücke und der alpine Höhepunkt im Himalaya. Danach ein Wiedereintauchen in die Zivilisation und das große Finale in den blühenden Rhododendronwäldern des Poon Hill. Das ist ganz großes Kino und nur schwer zu toppen!
Viele Leute, die vor 20 Jahren auf dem Annapurna Circuit unterwegs waren, sagen, dass es sich heute nicht mehr lohnt. Ich weiß natürlich nicht, wie es früher dort aussah. Und genauso wenig weiß ich, welche Veränderungen die nächsten Jahre bringen. Aber wenn du Lust auf diesen Trail hast, würde ich mir das von Niemandem ausreden lassen. Die Chancen stehen gut, dass du mit einem Haufen unvergesslicher Eindrücke nach Hause fahren wirst!

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zum Annapurna Circuit? Kennst du andere spannende Treks in Nepal? Oder bist du die Runde schon mal vor dem Straßenbau gelaufen? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!









































Einen Kaffee sehr gerne ausgegeben 🙂 der Beitrag ist unglaublich lesenswert und hat mich nun final dazu bekräftigt, den Trail nächstes Jahr selbst zu laufen. Würde mich sehr gerne darüber austauschen.
Hi Tom,
vielen Dank für dein Feedback! Wenn du noch Fragen hast, schreib mir gerne eine Mail.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
was ein toller Artikel! Vielen Dank dafür!!
Ich werde Anfang März 2023 den Annapurna Circuit laufen und freue mich bereits sehr!
Mir bleiben aber noch folgende Fragen, vielleicht weißt du was dazu….:
1) Kann ich nicht benötigtes Gepäck in Kathmandu lassen? (Bieten das vielleicht Hostels an?)
2) Wie ist die Wasserversorgung auf dem Circuit? Ist es sinnvoll einen Sawyer Mini + mikropur Tabletten mitzunehmen, oder lohnt sich das nicht wirklich?
VG
Louisa
Hi Louisa,
danke für deine netten Worte:) Zu deinen Fragen:
1) Ja.. ich denke das sollte möglich sein. Hab jetzt nicht in den Hostels gefragt, aber ich schätze, das machen viele Leute so. Insofern ist das bestimmt kein Problem.
2) Ein Wasserfilter und/oder Tabletten ist definitiv sinnvoll. Du kannst z.B. in den Lodges Wasser zapfen, aber das Wasser muss auf jeden Fall behandelt werden. Unterwegs kommst du auch an relativ vielen Bächen vorbei und es gibt auch Trinkwasserstationen (sind auf der Karte eingezeichnet). Ich hab meistens sehr wenig Wasser dabei gehabt und häufig direkt gefiltertes Wasser aus dem Bach getrunken. Abgesehen davon gibt es natürlich alle paar Kilometer Cafés, in denen du auch was zu trinken bekommst. Die Wasserversorgung ist insgesamt also kein großes Problem.
Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß bei der Tour!
Viele Grüße
Selim
Vielen herzlichen Dank für deine Antwort!
Viele Grüße
Louisa
Hi Selim,
Da ich schon seit Monaten stille Mitleserin bin und alle deine Beiträge zum Annapurna Circuit verschlungen habe, wollte ich mich jetzt mal bedanken für deine super hilfreichen und ausführlichen Beiträge. Kein anderer Blog schafft es, alles wissenswerte zum ACT so gut darzustellen. Habe direkt den von dir verlinkten Reiseführer bestellt und freue mich, in die Planung für meine geplante Tour im April 2023 einzusteigen.
Hattest du den Eindruck, dass der Tourismus in der Region noch von Corona betroffen ist? Also hatten zb weniger Teehäuser offen oder ähnliches?
Beste Grüße
Katerina
Hi Katerina,
super – vielen Dank. Freut mich wirklich sehr das zu hören. Ich hatte vor der Tour auch nur wenige aktuelle Infos gefunden und das war dann auch genau der Grund, warum ich diesen Artikel geschrieben hab:)
Zu deiner Frage: Ja, man hat im Frühjahr 2022 auf jeden Fall gemerkt, dass die letzten zwei Jahre tote Hose war. Viele Lodges hatten geschlossen. Bei einigen hatte ich auch das Gefühl, dass sie gar nicht mehr aufmachen. Ich schätze aber, das kann sich sehr schnell wieder ändern. Die Leute sind ziemlich gut im Improvisieren und sobald mehr Touristen kommen, wird das wahrscheinlich wieder so wie vor Corona. Ich denke, wenn du den Trek nächstes Frühjahr machst, wirst du keinen großen Unterschied mehr merken.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
Obwohl ich diese wunderbare Route nie werde gehen können, habe ich Deinen Bericht und die Infos verschlungen. Toll geschrieben. Eine bessere Vorbereitung kann ich mir kaum vorstellen.
Alles Gute auf Deinen Reisen.
Viele Grüße
Barbara
Hi Barbara,
das freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat. Ich würd aber niemals „nie“ sagen:) Vielleicht kommst du ja doch mal irgendwann nach Nepal. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Viele Grüße
Selim
Ich bin den Annapurna Circuit von Besisahar bis Kagbeni (inklusive Tillicho Lake) diesen April/Mai gelaufen, ebenfalls auf NATT und so gut wie nie auf der Straße – ich fands super. Und war total geschockt zu sehen, dass selbst geführte Gruppen auf die Dirt Road geführt wurden!
Insgesamt empfehle ich die Wanderung unbedingt, aber wirklich nur, wenn man auf den kleinen Pfaden läuft. Ich glaube, sonst verpasst man echt das beste. Eine Freundin von mir lief 2014 dort und sie war irgendwie nur auf der Straße unterwegs und fands dementsprechend nicht so toll. Wenn ich meine Fotos zeige und wir vergleichen, ist es so, als ob sie eine komplett eine andere Wanderung gelaufen ist.
Hi Miriam,
vielleicht sind wir uns ja über den Weg gelaufen, ich war ja auch grob zu dieser Zeit in Nepal;) Aber ja… wenn man auf den NATT-Trails läuft, hat man ein komplett anderes Erlebnis als auf der Standard-Route. Ich hoffe, dass ich mit diesem Artikel ein bisschen dazu beitragen kann, dass mehr Leute das ausprobieren. Freut bestimmt auch die Lodge-Besitzer in den kleineren Orten.
Mit den geführten Gruppen auf der Straße fand ich auch ein bisschen armselig. Für sowas muss man echt nicht nach Nepal fahren:p Ich kann aber auch irgendwo die Guides verstehen. Für die ist das schnelles Geld, weil sie dann mehr Strecke machen können, kürzere Zeit für den Trek brauchen und mehr Leute pro Saison guiden können. Man kann das aber im Vorfeld klären – zumindest wenn man weiß, dass es Alternativen gibt:)
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
eigentlich wollte ich nur ein bisschen nach Fotos stöbern und konnte dann aber nicht aufhören bis ich zum letzten Punkt alles gelesen habe. Danke für die viele Mühe!
Ich habe die Runde vor fast 20 Jahren mit zwei Freunden, einem Guide und einem Porter gemacht. Wir haben uns 4 Wochen Zeit genommen und 3 Wochen kein motorisiertes Fahrzeug gesehen. Schön dass du so lebhaft von den neuen Alternativwegen erzählst. Denn die Runde ist ein Erlebnis das man nicht vergisst.
Noch viele wunderbare Touren und Erlebnisse!
Herzliche Grüße
Hi Kati,
vielen Dank für deinen netten Kommentar und freut mich, dass dir mein Bericht gefallen hat:)
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
Seid langer Zeit ist dieser Trek mein großer wunsch, oft verschoben und jetzt fest für März 24 geplant. Danke für deinen Beitrag. Es war ein Genuss ihn zu lesen und hat mir viele Fragen, und auch sorgen beantwortet. Das mit dem Wasser trinken macht mir noch sorgen, da ich sehr viel trinken muss. Habe ich in den Alpen keine so guten Erfahrungen gemacht. Und natürlich auch die Entscheidung alleine, ja oder nein. Dein Beitrag hat mich ermutigt alleine zu gehen. Mal schauen, aber sich vor ort zu entscheiden klingt nach einem Plan. Würde man diese Option auch erst in Manang ziehen können?
Ich Plane für die Umrundung 21 Tage ein ohne an und Abreise. Hällst du das für realistisch und falls ich länger bräuchte, wie gut wären die Möglichkeit abzukürzen, bzw. Gefahren zu werden?
Dank nochmals, ich werd ihn bestimmt noch ein paar mal lesen
Viele Grüße
Sebastian
Hi Sebastian,
freut mich, dass ich dir ein bisschen helfen und ein paar Sorgen nehmen konnte. Generell fand ich Nepal sehr unkompliziert zu bereisen. Noch kurz zu deinen Fragen:
– 21 Tage sind super, das sollte eigentlich keine Probleme geben und ist deutlich mehr als die 14 Tage, die viele Agenturen für den Trek anbieten.
– Falls es doch Probleme gibt, kannst du z.B. in Manang aussteigen (oder irgendwo vorher) und zurückfahren oder direkt nach dem Pass in Muktinath bzw. in Jomson. Im Prinzip kannst du in fast allen Orten einen Transport organisieren.
– Von Inlandsflügen in Nepal (z.B. von Jomson) rate ich ab, es gab in den letzten Jahren diverse Abstürze (auch erst kürzlich wieder).
– Wenn du alleine gehst, startest du im Normalfall weit vor Manang. Du kannst aber natürlich auch einen Guide anheuern und ausmachen, dass er dich nur bis zu einem bestimmten Punkt begleitet. Oder du heuerst unterwegs jemanden an.
– Für sauberes Trinkwasser würde ich einen Wasserfilter oder Desinfektionstabletten mitnehmen.
Hoffe das klappt mit deiner Tour und wünsche dir eine tolle Zeit in Nepal:)
Viele Grüße
Selim
Vielen Dank für die ganzen tollen Tipps. Bei uns geht es jetzt Ende der Woche los nach Nepal, wir werden sicher einige davon beherzigen 🙂 Vermutlich haben wir ein paar Tage weniger Zeit zum Wandern, ich würde aus deinem Bericht mitnehmen, dass wir vlt zwischen Jhong und Tatopani etwas abkürzen, oder würdest du etwas anderes empfehlen?
Zwecks Schlafsack sind wir auch noch unentschlossen, ob wir (neben Hüttenschlafsack) überhaupt einen mitnehmen. Einige Freunde meinten sie haben ihn nie gebraucht, aber lese auch oft dass er sinnvoll wäre. Schauen wir vlt. auch spontan in Kathmandu.
Viele Grüße
Alessa 🙂
Hi Alessa,
ja den Abschnitt von Jomson bis Tatopani fand ich bis auf den Abschnitt bei dem Dörfchen Sauru nicht ganz so spannend. Also, wenn ich das nochmal gehen und irgendwas weglassen würde – das wäre es wahrscheinlich. Schlafsäcke kriegt ihr auf jeden Fall auch in Kathmandu. Ich fand es schon cool meinen Daunen-Quilt dabeizuhaben, weil es ab ca. 3.000 Metern nachts doch kühl wurde und die Zimmer halt nicht geheizt werden. Ist aber auch ein bisschen persönliches Befinden, ich frier nachts eher schnell.
Eine Sache noch: Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, soll ab dem 1. April 2023 Solo-Trekking in Nepal nicht mehr erlaubt sein. Weiß jetzt nicht, ob ihr mit Guide geht. Falls nicht, könntet ihr zu den Letzten zählen, für die das noch möglich ist. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir nach eurem Trip mal berichten könnt, wie die Lage in Nepal aussieht. Ich hatte für Ende des Jahres nämlich auch nochmal geplant hierherzukommen:)
Viele Grüße
Selim
Hi Selim,
Viele Grüße aus Chamje, hier sind wir vorhin angekommen:)
Dass mit dem Solo Trekking wusste ich bis zu deiner Antwort tatsächlich nicht! Hat uns richtig erschreckt, da sind wir echt gerade noch durchgekommen, weil wir auch auf jeden Fall ohne Guide laufen wollten.
Beim Ausstellen der Permits haben wir auch mal nachgefragt; die Frau meinte zu uns, dass es wirklich direkt ab Anfang April gilt. Aber es ist noch vieles unklar, sie wissen noch nicht genau wie sie es wirklich umsetzen sollen. Sie hat sich auch Sorgen vor der Reaktion der Touristen gemacht. Ein Hotel Besitzer mit dem wir gesprochen haben wusste es auch noch nicht vorher und war auch besorgt, dass es weniger touristen werden. Mal schauen, wie es weitergeht.
Viele Grüße
Alessa
Hi Alessa,
vielen Dank für eure Rückmeldung! Und ja… ich denke auch, es wird interessant sein zu sehen, wie das mit dem Guide-Zwang am Ende alles umgesetzt wird. Wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß bei eurer Tour und hoffe, dass ihr euch in den nächsten Tagen nicht mehr mit irgendwelcher Bürokratie rumschlagen müsst:)
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim, endlich mal ein aktueller Beitrag mit Klartext zu NATT und Preisen! Vielen Dank dafür. Ich plane, am 09.04. selbst die Permits in Kathmandu zu besorgen und 10. April loszulaufen – die Info über Zwangs-Guides hat mich geschockt. Wird das kontrolliert? Danke für Tipps!!
Hi Uli,
und vielen Dank:) So genau weiß das mit den Kontrollen bzw. der ganzen Handhabung im Moment noch niemand. Das ist zumindest das, was ich zuletzt aus Nepal gehört habe. Da wird man wohl noch ein paar Tage warten müssen. Aber ich werde auf jeden Fall dran bleiben. Offiziell werden ab 1. Aril keine Permits mehr an Individual-Reisende ausgegeben. Checkpoints waren letztes Jahr viele geschlossen, an ein paar wurde ich aber doch kontrolliert. Ich schätze, komplett durchmogeln dürfte schwierig werden. Würde mich freuen, wenn du in ein paar Tagen noch mal schreibst , wie es dir ergangen ist! Auf jeden Fall wünsche ich viel Glück.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim, inzwischen bin ich ab Jagat die Annapurna-Runde gewandert plus Abstechern zum Ice Lake und Tilicho Lake und dem Poon Hill ab Nayapul und zurück über Ghandruk. Ich konnte mich als Einzelperson gerade noch ohne Porter und ohne Guide durchmogeln, habe aber niemanden getroffen, dem das sonst gelungen ist. Die anderen Einzel- oder Paarwanderer haben zähneknirschend einen Guide engagiert. Ich selbst wurde an den Kontrollposten und auch von anderen Guides nach meinem gefragt. Finde ich wie Du eine sehr bedauerliche Entwicklung, befürchte aber, dass sich das durchsetzt. Leider habe ich auch empfunden, dass ein „Zwangsguide“ von zwei Freundinnen sehr abweisend behandelt wurde – ein weiterer unschöner Aspekt.
Deinen Blog finde ich super, zumal weil Du allein unterwegs bist und Klartext redest. Aber zum Schwierigkeitsgrad habe ich doch eine Anmerkung: Ich bin zwar nur am Rand des Triglav-Gebiets gelaufen und fand die Stubai-Runde auch anspruchsvoll, aber der Annapurna Circuit war technisch deutlich schwieriger. OK, lag auch am Wetter: Ich habe zweimal Steinschlag bei schmalen Hangquerungen erlebt, an mehreren Tagen starken Schneefall, und von der Strecke Tilicho High Camp bis Ledar, nachdem ich morgens schon auf dem Tilicho Lake und zurück war, hatte ich Alpträume. Und der Aufstieg auf den Thorung La über steile Abhänge, wo unter dem knietiefen Schnee nur ein fußbreiter Pfad aus vereistem Geröll war, und das alles per Stirnlampe… Auch der Schnee auf dem 1600m Abstieg vom Thorung La war teilweise extrem rutschig getreten. Hier waren die Trekker mit Steigeisen im Vorteil.
Hi Uli,
und vielen Dank für deinen aktuellen Bericht, wie das mit den Guides gehandhabt wird. Wie du schon sagst… eine sehr bedauerliche Entwicklung.
Zur Schwierigkeit der Tour: Ich habe im Artikel ja erwähnt, dass die Einschätzung für gute Bedingungen gilt. Ich denke, das ist auch realistisch. Bei Schnee/Eis wird es natürlich schwieriger. Ich hab das beim Aufstieg zum Thorong-La auch erlebt, wo eine kurze Stelle des Wegs vereist war. Und ja… Steinschlag sollte man nicht unterschätzen. Hab ich auch mal gesehen, zum Glück an einer unkritischen Stelle. Der Unterschied zu anspruchsvollen Alpenwanderungen besteht meiner Meinung nach darin, dass das Terrain auf dem Annapurna Circuit praktisch nie so schwierig oder steil wird, dass man klettern/kraxeln muss oder Steighilfen, Drahtseile etc. erforderlich sind. Wie gesagt… alles unter der Voraussetzung guter Bedingungen. Wenn an einem steilen Hang Steine runterpurzeln oder der Weg irgendwo durch einen Erdrutsch zerstört ist, kann das schnell ganz anders aussehen. Da muss man dann schon selbst das Risiko abschätzen und ggf. wieder umdrehen. Das habe ich auch schon oft genug gemacht:)
Viele Grüße
Selim
Hallo,
besteht eigentlich die Möglichkeit meinen Hund Carlos mitzunehmen.
Hi Christiane,
da bin ich ehrlich gesagt überfragt. Ich würde da mal auf der Webseite der nepalesischen Einwanderungsbehörde schauen. Kann mir aber vorstellen, dass das nicht so einfach sein wird bzw. mit sehr viel Bürokratie verbunden ist.
Viele Grüße
Selim
Hallo ihr Lieben,
Ich bin zur Zeit in Nepal und würde gerne versuchen den ACT im Februar ohne Guide zu laufen. Hat nochmal jemand etwas gehört wie es Ende letzten Jahres aussah? Wurde da kontrolliert, ob man einen Guide dabei hat?
Viele Grüße,
Sven
Hallo Selim,
Sind die von Dir bereitgestellten GPX Daten inkl. der von Dir empfohlenen NATT Abschnitte?
Lieben Dank und liebe Grüße, Caro
Hi Caro,
genau – das sind die GPS-Routen von den NATT-Trails, die ich aufgezeichnet habe, bis auf den Abschnitt von Kalopani bis Tatopani – da bin ich per Anhalter auf der Straße gefahren.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
herzlichen Dank für deinen informativen und unterhaltsamen Blog. Mein Freund und ich wollen den ACT im Herbst machen und ich hätte noch ein paar Fragen, bei denen du mir vielleicht helfen kannst. 🙂
1) Kann man einen Träger auch während des Trecks organisieren? Zum Beispiel erst ab Manang für die „harten“ Tage?
2) Wie viel Trinkgeld sollten wir für den Träger (pro Tag) einplanen?
3) Wir machen den ACT von Ende September bis Mitte Oktober. Benötigt man da in deinen Augen bereits einen Schlafsack oder reicht so ein dünner, den man zusätzlich zur Decke nehmen kann und der mehr für Hygienezwecke ist?
Vielen herzlichen Dank im Voraus.
LG, Iris
Hi Iris,
und vielen Dank für deinen netten Kommentar:) Zu deinen Fragen:
1) Ja, ich denke das sollte möglich sein, vor allem in Manang. Das ist ja recht groß. Da gibt es bestimmt Leute, die euch helfen werden.
2) Ich glaube, üblich sind 10-15 % des Gesamtpreises, den ihr am Ende bezahlt.
3) Das hängt ja ein bisschen von eurem persönlichen Kälteempfinden ab. Ich würde zumindest einen leichten Sommerschlafsack mitnehmen.
Hoffe das hilft euch ein bisschen. Viel Spaß bei der Tour!
Liebe Grüße, Selim
Hallo Selim,
ich komme gerade aus Nepal zurück und bin die Annapurna Runde + Poon Hill gelaufen und war mega schön! Ich war komplett Solo unterwegs und man kann den ACT akutell defintiv ohne Guide gehen. An dieser Stelle wollte ich mal an dickes Dankeschön für deinen Erfahrungsbericht und hilfreichen Informationen dalassen! Das hat super bei der Vorbereitung geholfen!
Viele Grüße
Marcel
Hi Marcel,
und besten Dank für dein Feedback. Freut mich, dass alles geklappt hat und du eine schöne Zeit in Nepal hattest:)
Viele Grüße
Selim
Hey,
Danke erstmal für den schönen Blog, wir laufen grad aktuell die Strecke. Schon mal ein kleines Update: Das allererste Stück von Besirsahar bis zur Brücke westlich oberhalb der Straße ist jetzt unpassierbar wegen Erdrutschen. Da darf man nicht der rotweißen Markierung folgen, sondern muss bis zur Brücke an der Straße entlang.
Beste Grüße
Jale
Hi Jale,
und danke für das Update. Ja… wegen den Erdrutschen informiert man sich am besten vor Ort. Das kann natürlich immer vorkommen. Euch auf jeden Fall noch viel Spaß bei dem Trek:)
Viele Grüße
Selim
Hallo,
erst mal vielen Dank für deinen sehr informativen Blog und auch für das verlinken der AC Facebookseite. Wir haben für Mitte Oktober die Annapurna Umrundung geplant- unser Flug geht am 14. Oktober.
Aufgrund der Flutkatastrophe der letzten Tage und den verheerenden Folgen für die Menschen, die in den betroffenen Gebieten wohnen, fragen wir uns jetzt, wie sicher und vernünftig es ist, den Trek zu machen. Wir möchten keine leichtsinnigen, vermeidbaren Risiken eingehen, die zu Gefährdungen führen können. Da wir kein Facebook haben und den Infos die dort ausgetauscht werden nur sehr begrenzt folgen können, wäre ich um eine kurze Einachätzung sehr dankbar, weil es schwierig ist an Informationen zu kommen. Falls es Informationen zu anderen Foren, Blogs oder Plattformen gibt, in denen es Updates zur aktuellen Situation vor Ort gibt, wäre das unglaublich hilfreich, mehr dazu zu erfahren. Vielen Dank!
Hey,
vielen vielen Dank für die Beschreibung!
Hast meinen Urlaub geredet. War planlos nach dem Manaslu Trek und bin dann mit deinen Infos weiter gegangen.
Am Ende gab es mal einen Pfad, der weggeschwemmt war…bin trotzdem runter gekommen
Viele Grüße
Hi Thomas,
super – freut mich, dass ich dir mit dem Artikel helfen konnte. Und ja… mit den weggeschwemmten/kaputten Wegen muss man wohl immer rechnen. Zum Glück kann man sich ja meistens vor Ort informieren. Ich hatte eigentlich nur einmal ein etwas größeres Problem, nämlich auf dem Weg von Kagbeni nach Jomsom. Das war schon grenzwertig und ich habe unlängst auch wieder gehört, dass der Weg im Hinterland immer noch ziemlich von Erdrutschen betroffen ist.
Viele Grüße
Selim
Grüß dich Selim,
großartiger Ratgeber und super strukturiert!
Ein offene Frage bleibt bei mir aktuell noch zum Thema Sim-Karte: Auf den Lodges hat man weitestgehend WLAN (wenn auch vielleicht nicht mehr auf höchsten Metern).
Wie sinnvoll erachtest du den Erwerb einer zusätzlichen Nepali-Sim-Karte, z.B. für die Navigation.
Hattest du selbst eine? Falls ja, hattest du dann auch die mobilen Daten genutzt?
Oder siehst du die Notwendigkeit nicht unbedingt gegeben?
Lieben Dank schon mal für deine Meinung.
Happy Day
Manja
Hi Manja,
und vielen lieben Dank. Ja… in den Lodges gibt es meistens WLAN, aber das hat auch nicht immer 100%ig funktioniert.
Eine SIM-Karte fand ich ganz sinnvoll. Allein schon, weil die fast nichts kostet und du kannst dann z.B. Google Maps, Taxi-Apps, Whatsapp etc. nutzen, wenn du in Kathmandu oder irgendwelchen anderen Städten bist. In den Bergregionen ist der Empfang mit mobilen Daten naürlich nicht so gut, kommt aber auch ein bisschen drauf an. Da wo Leute leben hatte ich ziemlich oft auch eine Internetverbindung. Zur Navigation mit Apps braucht man die SIM aber nicht zwingend, da kannst du dir ja vorher Offline-Karten runterladen.
Viele Grüße
Selim
Hey,
Vielen Dank für den tollen Artikel 🙂
Ich habe heute das Ende des Manaslu Circuit erreicht und will ab morgen weiter auf den Annapurna Circuit gehen, brauche jedoch ganz dringend noch Bargeld.
Weißt du/irgendjemand, ob es aktuell in Dharapani noch eine Bank oder Geldautomaten gibt?
Liebe Grüße
Hi Milla,
freut mich, dass dir der Artikel gefällt und herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Absolvieren des Manaslu Circuit:) Zu deiner Frage: Ich habe selbst in Dharapani Geld abgehoben, es gab da auf jeden Fall eine Bank mit Geldautomat. Kann mir eigtl. nicht vorstellen, dass die abgeschafft wurde. Ob die gerade Geld hat, ist natürlich nie 100% sicher. Aber Dharapani liegt an der Straße, die Chancen sind daher glaube ich ganz gut. Andere Trekker haben mir außerdem berichtet, dass es neuerdings auch eine Bank in Chame ein paar Orte weiter oben gibt.
Viele Grüße + viel Erfolg beim Geld auftreiben:)
Selim
Is the map which I can buy from you in English?
Hi Michelle,
the place-names should be the same but some of the waypoints are in German. But thanks for the feedback, I will translate them and offer an english-language-version of the map when I find some time.
All the best
Selim
Lieber Selim,
danke für diesen Guide! Ich bin auch lieber Solo unterwegs. Im letzten Jahr bin ich die 800 km Camino Francès von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Santiago de Compostela gegangen. Jetzt für Mitte April bis Anfang Mai werde ich auf dem Lykischen Weg in der Türkei unterwegs sein. Da ich wirklich passionierter Eremit bei sowas bin freu ich mich über die Beiträge hier, daß es immer noch möglich ist ohne Guide. Offensichtlich muß ich mich da aber „ranhalten“? Ehe man bei den Behörden in Nepal vollends an der Uhr dreht? Dann faß ich mal dieses Jahr Mitte Oktober bis Mitte November in’s Auge. Ein Monat sollte reichen, um auch noch Deinen Kathmandu-Guide nachzuverfolgen.
Danke! Ulrike
Hi Ulrike,
dann wünsche ich schon mal viel Spaß:) Du könntest sogar überlegen, erst Ende Oktober zu starten. Letztes Jahr gab es nochmal einen heftigen Schlechtwettereinbruch in der zweiten Oktoberhälfte, da sind viele in Manang festgesteckt. Das Wetter wird leider immer unberechenbarer, November sollte aber auf jeden Fall sicher sein. Mal gucken, wie das mit der Guidegeschichte weitergeht, ich drücke die Daumen, dass alles bei dir klappt!
Viele Grüße
Selim