Mardi Himal Trek: Ein Geheimtipp in der Annapurna-Region?

Der Mardi Himal Trek wird häufig als Geheimtipp in der Annapurna-Region dargestellt: Eine besonders abenteuerliche Wanderung abseits der Touristenmassen und die perfekte Tour für Individualisten. Ich hatte nach der großen Annapurna-Runde noch ein paar Tage Zeit und hab diesen Kurz-Trek drangehängt. Alle Infos zu der Tour und ob der Mardi Himal Trek wirklich die großen Versprechen hält, erfährst du in diesem Artikel.

In diesem Artikel:

Noch nie vom Mardi Himal Trek gehört? Dann bist du wahrscheinlich nicht alleine. Diese Wanderung führt auf einer nicht ganz so bekannten Route durch die Berge der südlichen Annapurna-Region. Ziel ist ein Berggrat, der direkt zum Mardi Himal (5.553 m) führt. Von hier aus hast du den wahrscheinlich besten Blick auf den Machapuchare (6.997 m) – mit seinem markanten Doppelgipfel in Form eines Fischschwanzes einer der berühmtesten Gipfel des Zentral-Himalaya.

Die Wanderung klang für mich aus verschiedenen Gründen interessant. Zum einen hieß es so gut wie überall, dass der Mardi Himal Trek besonders schöne Aussichten biete, ein Geheimtipp sei und auf ein bisschen schwierigeren Wegen verlaufe. Check und nochmal Check. Das schien mir nach dem etwas touristischeren Annapurna Base Camp Trek genau das richtige Gegenprogramm.

Hat es sich gelohnt, nochmal die 4.000-Meter-Marke zu knacken? Dazu später ausführlicher. Aber am Ende bin ich doch mit dem Gefühl nach Pokhara gefahren, dass die Infos im Netz irgendwie einen falschen Eindruck der Tour vermitteln. Genau deshalb möchte ich mit diesem Blog-Beitrag jetzt mal ein bisschen zur allgemeinen Aufklärung beitragen.


Auf einen Blick:

  • Lodge-Trekking zum Mardi-Himal-Grat mit Panorama-Blick auf Machapuchare (6.993 m)
  • Länge: ca. 45 km
  • Höhenmeter: + 5.900, – 5.800 hm
  • Dauer: 5-7 Tage
  • Schwierigkeit: mittel
  • Abenteuerfaktor: mittel
  • Übernachtung und Verpflegung in Gasthäusern am Weg
  • Camping und Zelten erlaubt und theoretisch möglich
Mardi Himal Erfahrungen und Reisebericht Nepal Trekking.

Das erwartet dich auf dem Mardi Himal Trek

Der Mardi Himal Trek ist eine Mischung aus Wald-Wanderung und Panorama-Tour, wobei der Wald-Anteil deutlich überwiegt. Das muss erstmal nicht schlecht sein. Schließlich sieht der südasiatische Wald wirklich faszinierend und ganz anders aus als die Wälder in unseren Breitengraden. Aber wer bei diesem Trek hauptsächlich fantastische Bergpanoramen erwartet, dürfte vielleicht doch ein bisschen enttäuscht sein. 80 % der Zeit läufst du nämlich im Wald.

In den unteren Höhenlagen am Anfang des Treks kommst du durch einige kleinere Dörfer. Später gibt es dann nur noch reine Lodge-Siedlungen. Im Unterschied zu den Dörfern auf dem Annapurna Circuit oder dem Annapurna Basecamp Track sind diese Siedlungen zu 100% für Touristen errichtet worden, um den Trek zu erleichtern. Dementsprechend fühlen sich diese „Feriendörfer“ auch ein bisschen künstlich an.

Wenn wir gerade von Touristen sprechen: Ich habe den Mardi Himal Trek als ziemlich stark besucht erlebt. Es waren hauptsächlich nepalesische und indische Trekker unterwegs, aber auch etliche westliche Touristen. Das Aufkommen war ungefähr ähnlich hoch, wie auf dem bekannten Annapurna Base Camp Trek. Wenn der Mardi Himal Trek irgendwann mal ein „einsamer Geheimtipp“ war, ist das schon sehr lange her.

Weil das jetzt vielleicht alles ein bisschen negativ klingt: Ja, es gibt auch ein paar schöne Bergaussichten. Unter anderem auf den knapp 7000 Meter hohen „Fishtail-Mountain“ Machapuchare, außerdem auch noch auf Mardi Himal (5.553 m), Annapura South (7.219 m) und Hiunchuli (6.441 m). Leider aber nur ganz zum Schluss. Fast alle Fotos mit Bergen in diesem Beitrag sind auf einem sehr kurzen Wegabschnitt von vielleicht 3 Kilometern aufgenommen.

Wanderführer und topographische Karte

Meine Empfehlung: Himalayan Travel Guides – Trekking the Annapurna Circuit

Der exzellente Wanderführer „Trekking the Annapurna Circuit*“ ist das beste derzeit erhältliche Buch zur Annapurna-Region und meine absolute Top-Empfehlung für Individualisten.

In dem Führer werden neben dem Mardi Himal Trek zahlreiche weitere Touren beschrieben, z.B. ABC-Trek, Poon-Hill-Runde und Khopra-Danda-Trek. Außerdem werden die vielen Nebenrouten und Schleichwege vorgestellt, sodass du dir perfekt eigene Routen zusammenbasteln kannst.

Zusammen mit einer guten Wanderkarte* hast du mit diesem Buch den Schlüssel zur Annapurna-Region!

Als Karte hab ich die Around Annapurna-Map* von Nepa Maps im Maßstab 1:70.000 benutzt. Diese Karte ist zwar eigentlich für den Annapurna Circuit gedacht, aber der Mardi Himal Trek sowie alle anderen bekannten Treks, Orte und Lodges in der Region sind ebenfalls korrekt eingetragen. Der Maßstab ist ausreichend. Die Karte bekommst du natürlich auch in Kathmandu oder Pokhara. Ich würde sie mir aber schon vorher zur Planung besorgen.

Ebenfalls empfehlenswert:

Reiseführer Nepal mit den schönsten Trekking-Routen

Reise Know-How Nepal: Kathmandu Valley

Lonely Planet: Trekking in the Nepal Himalaya

Route des Mardi Himal Trek

Die gängige Route des Mardi Himal Trek, die du auch bei den Reise-Agenturen und Anbietern in Pokhara und Co. findest sieht folgendermaßen aus: Los geht es in dem Örtchen Kande, das am Highway ca. 25 entfernt von Pokhara liegt. Von hier aus läuft man in zwei Tagen über die Dörfer Pothana und Landruk bis zum Forest Camp, eine der oben erwähnten touristischen Feriensiedlungen.

Danach startet der eigentliche Trek über den Mardi-Himal-Grat, der aber größtenteils von Rhododendron-Wäldern überwuchert ist. Über die Lodge-Siedlungen „Low Camp“ und „Rest Camp“ erreichst du schließlich das „High Camp“ auf 3.600 Metern. Hier bleibt der Wald endlich zurück. Das letzte Stück über den Grat führt begleitet von tollen Aussichten zum „Upper Viewpoint“ auf etwa 4.000 Metern.

Wenn du willst kannst du auch noch weiter zum Mardi Himal Base Camp West laufen (4.500 Meter). Auf dem Rückweg wählen die meisten Leute die Route über das Dörfchen Sidhing im Osten. Von dort aus fahren Jeeps nach Pokhara. Alternativ kehrst du zurück nach Landruk. Hier kannst du im Anschluss weitere Treks in der Region machen, z.B. zum Poon Hill oder zum Annapurna Base Camp.

Karte und GPS-Datei

GPX-Download

Mardi Himal Trek: Etappen von Pokhara bis zum Mardi Himal Base Camp

Das Wegenetz in der Annapurna-Region ist sehr dicht. Deshalb gibt es für den ersten Teil der Wanderung viele Möglichkeiten, um zum Mardi-Himal-Grat zu gelangen. Wenn du nur den Mardi Himal Trek als Stand-Alone-Wanderung mit Start in Pokhara machen möchtest, ist das hier eine mögliche Aufteilung der Etappen auf sechs Tage:

EtappeRouteLängeHöhenmeter
01Pokhara (822 m) – Kande (1.770 m) – Australian Camp (2.060 m) – Pothana (1.890 m)ca. 25 km Jeep/Bus, 3,5 km zu Fuß+ 357, – 98
02Pothana (1.890 m) – Landruk (1.565 m) – Kokar Forest Camp (3.050 m)12,5 km+ 1.189, – 752
03Kokar Forest Camp (3.050 m) – Low Camp (3.050 m)3,5 km+ 560, – 0
04Low Camp (3.050 m) – High Camp (3.600 m)4,2 km+ 539, – 5
05Tagesausflug zum Mardi Himal Base Camp West (4.500 m)9,4 km+ 1.441, – 881 (und zurück)
06High Camp (3.600 m) – Sidhing (1.529 m)10,8 km+ 465, – 2.132

Ein paar Anmerkungen dazu: Die Entfernungen an Tag 3 und 4 sehen lächerlich gering aus und sind es letztlich auch. Es geht hier aber nicht um die Distanz, sondern um die maximale Höhe, die du pro Tag überwinden darfst, um die Höhenkrankheit zu vermeiden (ca. 500 Meter). Wenn du vorher nicht akklimatisiert bist und direkt aus Pokhara kommst, legst du diese beiden Etappen also besser nicht zusammen!

Wichtig: Höhenkrankheit nicht unterschätzen und lieber auf Nummer sicher gehen! Weitere Infos findest du in meinem Artikel über den Annapurna Circuit.

Auf dem Rückweg könntest du natürlich auch vom High Camp genau den gleichen Weg wieder zurücklaufen. Dazu braucht man aber einen Tag länger. Deshalb ist die Route über Sidhing sinnvoller, wenn du nach dem Trek einfach wieder nach Pokhara willst. Von dem Örtchen fahren auch Jeeps, sodass die Rückreise kein Problem sein sollte.

Achtung: Direkt am Mardi Himal High Camp führt rechts ein steiler Weg den Berg hinab. Davor steht ein Schild „New Route to Sidhing“. Vor diesem inoffiziellen Weg wird ausdrücklich gewarnt, da es sehr steil ist und es hier in der Vergangenheit tödliche Unfälle gab. Betreten auf eigene Gefahr!

Mardi Himal Trek New Trail Wegweiser
Abzweigung des inoffiziellen Wegs nach Sidhing am High Camp.

So kombinierst du den Mardi Himal Trek mit dem Poon Hill Trek oder ABC-Trek

Aufgrund des dichten Wegnetzes sind fast alle Dörfer in der Region über Fußwege und Dirtroads miteinander verbunden. Deshalb kannst du den Mardi Himal Trek sehr gut mit weiteren Touren kombinieren, z.B. dem Poon Hill Trek oder dem Annapurna Base Camp Trek. Vom Mardi Himal aus gesehen ist das Örtchen Landruk dazu der beste Ausgangspunkt.

Von Landruk aus hast du z.B. die folgenden Optionen:

Mardi Himal Trek + Poon Hill Trek (+ 4 Tage)

  • Landruk – Ghandruk: ca. 4 km, +720, -350 hm
  • Ghandruk – Tadapani: ca. 6 km, +650, – 5 hm
  • Tadapani – Ghorepani: ca. 8,5 km, + 1.100, – 935 hm
  • Ghorepani – Ulleri – Nayapul: ca. 18 km, + 110, – 1.960 hm

Mardi Himal Trek + Annapurna Base Camp Trek (+ 5-6 Tage)

  • Landruk – New Bridge – Jhinu Danda – Chomrong: ca. 9,5 km, + 1.850, – 1.471 hm
  • Chomrong – Deurali: ca. 13 km, + 1.500, – 440 hm
  • Deurali – Annapurna Base Camp, ca. 7km, + 1.300, – 130 hm
  • Annapurna Base Camp – Chomrong, ca. 20 km, + 500, – 2.900 hm
  • Chomrong – Ghandruk: ca. 9,5 km, + 1.350, – 1.320 hm

Schau auf jeden Fall auch in meinen Artikel zum Annapurna Base Camp, da findest du noch ein paar Tipps zu der Route für diese Wanderung. Insgesamt bräuchtest du für beide Optionen ca. 10 Tage Zeit, wenn du die Touren mit dem Mardi Himal Trek kombinieren willst.

Alternativ kannst du natürlich auch einfach nach Belieben von Dorf zu Dorf wandern und nicht einem „vorgegebenen“ Trek folgen. Es gibt in so gut wie jedem Dorf eine Lodge mit Essen und wie gesagt: das Wegenetz ist sehr dicht. Alles was du dazu brauchst, ist die Wanderkarte*. Dann musst du nicht zwangsweise einen der bekannten Treks machen. Viele nützliche Infos dazu findest du auch in dem sehr ausführlichen Wanderführer für die Annapurna-Region*.

Landruk Dorf in Nepal Mardi Himal.

Erfahrungsbericht Mardi Himal Trek

Ich bin eine etwas andere als die obige „Standard-Route“ gelaufen, da ich den Mardi Himal Trek im Anschluss an den Annapurna Circuit und den Annapurna Basecamp Trek gemacht habe. Von Ghorepani bin ich zunächst nach Chomrong und nach dem ABC-Trek von dort weiter nach Landruk. Hier ging für mich der eigentliche Mardi Himal Trek los. Auf dem Rückweg nahm ich dann die Strecke über Pothana, die die meisten Leute beim Aufstieg wählen

Meine Einteilung der Etappen sah folgendermaßen aus:

EtappeRouteLängeHöhenmeter
01Landruk – Kokar Forest Camp – Low Camp – Mardi Himal High Camp11 km+ 1.998, – 124
02Mardi Himal High Camp – Mardi Himal Upper View Point – Kokar Forest Camp – Low Camp – Landruk16,2 km+2.367, – 3.445
03Landruk – Pothana – Dhampus12,9 km613, – 540
04Dhampus – Pokharaca. 25 (mit Bus)

Effektiv brauchte ich für die Tour nur vier Tage. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt auch gut akklimatisiert und musst mir um die Höhe keine Gedanken machen. Außerdem war ich ziemlich flott unterwegs und hab teilweise Etappen zusammengelegt. Diese Route ist daher nur bedingt zu empfehlen, z.B. wenn du bereits an die großen Höhen gewöhnt bist und zufällig aus der gleichen Richtung kommst.

Im Folgenden eine kurze Beschreibung der einzelnen Tage, damit du dir ein bisschen besseres Bild von der Tour machen kannst.

Tag 1: Landruk – Mardi Himal High Camp

Landruk ist ein nettes kleines Dörfchen an einem steilen Berghang auf der ruhigen Seite des Modi-Khola-Tals. Von der Terrasse des gemütlichen New Peaceful Hostels schaue ich beim Frühstück den Bussen und Lastern auf der anderen Seite des Tals zu, wie sie sich die asphaltierte Straße abenteuerlich nah am Abgrund und unter viel Hupen hochkämpfen. In Landruk geht es hingegen ruhiger zu und ich starte relativ spät, gegen 9:30 Uhr.

Zuerst habe ich eigentlich gar nicht vor, in einem Rutsch bis zum High Camp durchzulaufen. Aber ich merke bald, dass ich gut vorankomme, auch wenn der Weg hinter Landruk schnell sehr steil wird. Hinter dem Wegweiser zum Forest Camp geht es zunächst über grobe Treppenstufen den Berg hoch. Später dann auf einem Trampelpfad entlang der Hänge über dem Tal.

Treppe auf dem Wanderweg zum Mardi Himal.
Start der Wanderung in Landruk. Natürlich erstmal eine schöne lange Treppe hoch…

Ein paar Minuten werde ich aufgehalten, als mir eine Schafherde entgegenkommt und den schmalen Pfad blockiert. Bei einem kleinen Tempelchen biege ich schließlich links ab und gelange in den Wald, der mich die nächsten Stunden begleiten wird. Die blau-weißen Markierungen an den Bäumen sind teilweise verblasst, aber man kann sich nicht verlaufen, da es nur einen Weg gibt.

Schafherde beim Wandern in Nepal Landruk.

Links neben mir geht es steil runter und ich passe gut auf – stellenweise wird es doch recht schmal und der Pfad ist dicht mit Blättern bedeckt, manchmal ein bisschen rutschig. An ein paar Stellen muss ich die Hänge einfach so hochkraxeln, weil der Weg vom letzten Regen weggespült wurde. Krönung des Ganzen ist dann eine halbverfallene Betontreppe, die ich nach ein paar Kilometern erreiche


Kurz vor dem Forest Camp führt diese Treppe eine vielleicht 30 Meter hohe Geländestufe hoch. Die Stufen sind schmal, im oberen Bereich ist das Geländer teilweise weggerostet und ich bin auf jeden Fall froh, dass ich schwindelfrei bin. Oben angekommen gelange ich zu einem breiteren Pfad, der ein paar Minuten später beim Forest Camp endet.

Treppe auf dem Weg zum Mardi Himal Forest Camp.

Das Forest Camp ist eine etwas merkwürdige Ansammlung von Blechhütten, Lodges und kleinen Gasthäusern. Die Häuser sind offensichtlich ziemlich modern, aber auch ein bisschen gesichtslos. Es wirkt so, als hätte man das alles in ein paar Monaten aus dem Boden gestampft. Was  wahrscheinlich nicht so weit weg von der Wirklichkeit ist. Bis auf ein paar Nepali, die auf dem Fußball-Feld rumturnen, ist aber so gut wie nichts los.

Mardi Himal Trek Forest Camp.
Ankunft im Forest Camp. Jedes einzelne Haus ist entweder eine Lodge, ein Restaurant oder beides zusammen.

Nach dem Forest Camp geht es weiter durch den Wald, natürlich immer permanent nach oben. Ein paar Mal öffnet sich der Wald und gibt die Blicke auf die Hügellandschaft der südlichen Annapurna-Region frei. Einmal erhasche ich sogar einen Blick auf Annapurna South. Vor allem geht es aber vorbei an einigen wirklich faszinierend geformten Bäumen und ich mache alle paar Minuten ausgiebige Foto-Pausen.

Waldwanderung Mardi Himal Nepal Trekking.

Während ich die ersten Stunden komplett alleine war, wird der Trek jetzt zu einer ziemlichen Pilgerfahrt. Am meisten sehe ich Leute aus Indien und junge Nepali, nur vereinzelt mal ein paar Amerikaner und Europäer. Da ich deutlich besser akklimatisiert bin, ziehe ich wie im Eilschritt an den Gruppen vorbei. Die 30 Tage, die ich jetzt schon in Nepal unterwegs bin, machen sich dann doch bemerkbar.


Nacheinander komme ich an Rest Camp, Rescue Camp, Low Camp und Mid Camp vorbei. Im Prinzip sind das alles identisch aussehende Ansammlungen von Lodges, die man an möglichst ebenen Stellen in die Landschaft platziert hat. Die Entfernungen zwischen den Camps betragen meist nur etwa 45 Minuten. Dementsprechend ist es gerade einmal 2:00 Uhr als ich bereits von weitem das High Camp auf dem Grat über mir erblicke.

Trekking in Nepal im Mardi Himal.
Spaziergang über den unteren Teil des Mardi-Himal-Grates. Rechts kann man schon das High Camp auf dem Berg sehen.

Beim Mid Camp lichtet sich der wunderbar fotogene Rhododendron-Wald dann ein Stückchen und man sieht auch ein bisschen was von der Landschaft. Die Sicht ist um die Mittagszeit aber ziemlich schlecht und bis auf die nahegelegenen Hügel ist so gut wie alles hinter einem feinen, weißen Schleier verborgen. Aber trotzdem ist es ganz nett auf dem breiten Grat entlang zu spazieren.


Der Weg ist hier sehr gut ausgebaut, häufig laufe ich über breite Steinstufen, die ziemlich neu aussehen. Nicht so schön ist, dass hier oben kräftig gebaut wird. Ziel ist anscheinend, wirklich jede verfügbare freie Stelle mit Lodges zuzupflastern. Nicht dass hier ein Mangel herrschen würde… Alle paar hundert Meter komme ich an Unterkünften vorbei, die mit ihren blauen Blechdächern wie exakte Kopien ein und desselben Modells aussehen.

Blick über den oberen Teil des Mardi Himal Trek.
Blick zurück über das High Camp und den Grat bis zum Mid Camp , der mit Lodges zugebaut ist.

Bis zum High Camp geht es noch einmal ordentlich rauf und inzwischen merke ich die knapp 2.000 Meter Aufstieg dann doch. Als ich gegen 15:30 Uhr schließlich ankomme, bin ich ziemlich platt. Im Camp ist ziemlich viel los, es herrscht Party-Stimmung. Auf dem Beachvolleyball-Feld läuft gerade ein Spiel. Nicht schlecht, auf knapp 4.000 Metern über dem Meeresspiegel noch so rumzuturnen.

Ich suche mir stattdessen eine ruhige Lodge am Rand des Camps, das Hotel Trekkers Paradise. Dort treffe ich Jonas, einen Deutschen, der jedes Jahr nach Asien fährt und schon ein paar Mal in Nepal war. Den Rest des Tages hängen wir rum und quatschen. Netterweise gibt es auch eine Gitarre und ich beglücke die Besitzer mit ein paar klassischen Stücken, die ich auch nach 2.000 Höhenmetern noch aus dem Stehgreif beherrsche…

Tag 2: Mardi Himal High Camp – Upper View Point – Landruk

Am nächsten Morgen geht’s früh gegen 5:30 Uhr los, weil ich die wenigen Stunden mit guter Sicht ausnutzen will. Meine neue Bekanntschaft ist sogar schon um viertel vor Fünf los, aber das war mir dann doch ein bisschen zu hart. In der Lodge hol ich mir mein Frühstück für unterwegs ab – Chapati-Brot und ein paar hartgekochte Eier – dann geht’s los.

Mardi Himal Trek Erfahrungsbericht.
Gut ausgebauter Weg zum Mardi Himal View Point. Sogar an Geländer hat man gedacht.

Wie immer ist es auf 4.000 Metern in der Frühe ziemlich frisch. Es ist aber nicht ganz so schlimm wie im Annapurna Base Camp vor ein paar Tagen. Der Weg ist im Prinzip eine Fortsetzung von gestern – meistens ein breiter Weg mit Pflastersteinen. An einer Stelle führt ein direkter Weg über einen kleinen Berg. Davor steht aber ein Warnhinweis „Dangerous Trail“ und ich laufe stattdessen drumherum.


Am Upper View Point stehen ein paar Teehäuser, die auch schon in Betrieb sind. Rauchfahnen steigen in der klaren Morgenluft auf. Ich gönne mir erst mal einen Tee mit Milch und genieße den Panorama-Blick auf den Machapuchare, der aber schon wieder langsam im Dunst verschwindet – es ist gerade mal halb Acht. Danach überlege ich, ob es sich noch lohnt, weiterzugehen.

Mardi Himal Wanderung in Nepal mit Blick auf den Himalaya.
Am View Point, hier der Blick zur Annapurna South im Westen.

Ein paar Trekker, die schon am Base Camp waren, meinen der Blick ist auch nicht weltbewegend besser als vom View Point. Na gut… wenn ich schon mal hier oben bin, will ich zumindest noch ein Stück weiter. So langsam gehen mir die permanenten Aufstiege aber doch ein bisschen auf den Sack und nach jetzt über 30 Tagen Trekking überlege ich inzwischen schon bei jedem Höhenmeter, ob es das wirklich wert ist.

Wanderung auf dem Mardi Himal Trek.
Hinter dem View Point wird der Weg über den Mardi-Himal-Grat etwas felsiger.

Die nächste Anhöhe nehme ich noch mit. Hinter dem View Point wird der Weg deutlich felsiger und man muss auch ein bisschen zwischen den teilweise vereisten Felsbrocken rumkraxeln. Oben angekommen breitet sich das letzte Stück des Grates aus. Es sind doch noch ein paar Kilometer bis zum Base Camp, ein paar Gegenanstiege auch und die Umrisse der Berge verschwimmen langsam. Nee… das muss jetzt doch nicht sein. Nach einer ausgiebigen Rast trete ich den Rückweg an.

Madri Himal Trek Viewpoint mit Blick auf Annapurna South.
Noch einmal die Panorama-Aussicht zur Annapurna South. Hier noch bei klarem Himmel. Leider wird es im Frühling gegen 8:00 Uhr morgens schon wieder diesig.

Wieder am High Camp angekommen, trinke ich noch ein paar Tee und verabschiede mich von Jonas, der auch schon wieder da ist. Danach geht es den gleichen Weg wie gestern zurück nach Landruk. An der Stelle mit der steilen Treppe hinter dem Forest Camp begegne ich einer Gruppe von Japanern, die die gerade hochlaufen und nur meinen, dass wäre die extremste Wanderung, die sie je gemacht haben. Ok… ganz so schlimm fand ich es jetzt nicht.

Am frühen Nachmittag bin ich dann wieder in Landruk und quartiere mich erneut im New Peaceful Hostel ein. Leider bekomme ich diesmal nicht das Luxus-Zimmer mit Terrasse, weil gerade eine große Gruppe aus Polen da ist, die am nächsten Tag in Richtung Annapurna Base Camp geht. Für mich wird morgen stattdessen der letzte Tag im Himalaya.

Tag 3: Landruk – Dhampus

Tag 32 im Himalaya. Den Mardi Himal hab ich jetzt auch gesehen. Langsam wird es Zeit wieder in die Zivilisation zurückzukehren. Schön langsam natürlich. Ich will mir ausreichend Zeit für den Übergang in die Stadt nehmen und die Wanderung ganz entspannt in den Ausläufern der Berge ausklingen lassen. Deshalb laufe ich auch nach Dhampus, obwohl es von Landruk aus theoretisch auch einen Jeep-Service gibt.


Bis nach Tolga verläuft der Weg größtenteils auf einer Dirtroad über dem Tal. Zum Glück aber kaum befahren. Auf dem Weg habe ich eines der wenigen unschönen Erlebnisse in Nepal als mich ein Mädchen wegen Geld anbettelt, angeblich für ihren kranken Großvater. Als ich nichts geben will, wird sie wütend und beschimpft mich wie verrückt, während sie mir noch ein Stück hinterher rennt.

Die Besitzer der Lodges sind zum Glück freundlicher. Ein paar Mal mache ich eine kurze Pause, trinke einen Tee, höre mir ein paar wilde Geschichten aus der noch gar nicht so lange vergangenen Zeit der maoistischen Revolte an. Viele der Lodges sind ziemlich heruntergekommen und sehen so aus als ob sie kurz vor dem Schließen wären. Wahrscheinlich auch ein Nebeneffekt der Jeep-Piste – die meisten Leute rauschen hier einfach vorbei.

Blick auf Landruk Nepal.

Hinter Tolga zweigt der Weg an einem Wegweiser ab und führt über den letzten kleinen Pass der Tour. Es sind nur etwa 400 Höhenmeter, aber es ist wieder recht steil und durch die niedrige Höhe auch ziemlich schwül. Oben befindet sich das kleine Örtchen Pitham Deurali, wo es ein paar Lodges gibt und man weit ins Tiefland von Nepal blickt – zumindest wenn es die Sicht zulassen würde.


Die letzten Kilometer verlaufen auf sehr schönen Waldwegen, teilweise auch gepflastert, bis zu dem Dorf Pothana – eine wirklich nette Siedlung. Hier gibt es auch einen kleinen Naturpark mit Aussichtspunkten und Stellen zum Wildtiere beobachten. Ich schau stattdessen ein paar freilaufenden Büffeln zu, die es sich auf einer großen Lichtung im Wald bequem machen.

Büffela auf einer Wiese im Wald beim Mardi Himal Trekking.

Schließlich gelange ich zu der Abzweigung zum Australian Camp. Das ist eine weitere recht beliebte Lodge-Siedlung, ich halte mich aber östlich und gehe stattdessen nach Dhampus. Der naturnahe Waldweg dahin ist noch einmal sehr schön und wechselt erst ganz zuletzt auf eine Schotterpiste. Nur noch ein paar Kilometer dann ist die große Tour durch die Annapurna-Region vorbei. Ich genieße die letzten Trekking-Kilometer in Nepal.


Dhampus ist ein ziemlich hübsches Dorf mit tollen Ausblicken auf die umliegenden Hügel und vielen schicken Hotels. Das Ganze sieht eher wie ein Ferien-Resort aus. So als ob hier normal eher etwas besser betuchte Reisende übernachten und keine Trekker. Derzeit ist aber so gut wie nichts los und ich übernachte zum Sparpreis von gerade mal 1.000 Rupees in dem wirklich luxuriösen „Nice View Hotel“.

Hotel in Dhampus Nepal.

In der Nähe des Hotels gibt es auch noch einen Aussichtspunkt, den ich mir wegen des diesigen Himmels aber spare. Und die Aussicht von meinem Balkon ist auch nicht viel schlechter.  Am nächsten Morgen um Punkt 9:00 Uhr nehme ich den lokalen Bus nach Pokhara. Goodbye, Mardi Himal – meine letzte Tour in der Annapurna-Region war vielleicht nicht super-spektakulär, aber doch ein ganz schöner Abschluss.

Im Folgenden noch ein paar praktische Infos, falls du selbst mit dem Gedanken spielst, den Mardi Himal Trek zu laufen.

Wie schwer ist der Mardi Himal Trek?

Von den Beschreibungen im Wanderführer und diversen Blog-Beiträgen hatte ich eine etwas rauere Tour erwartet. Tatsächlich unterscheiden sich die Wege nicht großartig von denen auf dem Annapurna Circuit oder dem Base Camp Trek. Heißt: Bis Landruk bist du häufig auf Dirtroads unterwegs, danach auf einfachen Waldwegen. Erst ganz zuletzt auf einem Bergweg, der aber auch gut in Stand gehalten ist, teilweise sogar gepflastert.

Im Großen und Ganzen bewegt sich der Anspruch bei T2-T3 auf der SAC-Skala. Es ist also eine vergleichsweise einfache Wanderung, die Leute mit einem Mindestmaß an Erfahrung nicht vor größere Probleme stellt. Ich hab viele übergewichtige indische Touristen gesehen, die sich zum High Camp geschleppt haben und ziemlich offensichtlich noch nie vorher gewandert sind. Wenn die das schaffen, packst du das auch!

Wegweiser auf dem Mardi Himal Trek.

Mardi Himal Trek individuell oder mit Guide wandern?

Kann man den Mardi Himal Trek ohne Guide wandern? Im Wanderführer wurde davor gewarnt, weil viele Wege nur schlecht markiert seien und es sehr einsam wäre. Diese Informationen sind aber veraltet. Die Wege zwischen den einzelnen Siedlungen sind immer mit Wegweisern und Farbklecksen markiert. Zugegeben nicht ganz so ausführlich wie auf dem ABC-Trek, aber wenn du weißt, wo du als nächstes hinmusst, sollte es keine größeren Probleme geben.

Wichtig ist auf jeden Fall eine Karte und/oder ein GPS-Gerät bzw. zumindest ein Smartphone mit dem Track dabei zu haben. Im Nepal gibt es sehr viele Trampelpfade und Verbindungswege, die nicht speziell gekennzeichnet sind. Einfach so loslaufen ist deshalb schwierig, weil du früher oder später an eine Abzweigung gelangst und dich fragen wirst: „Wo lang jetzt?“

Sorg also dafür, dass du dich orientieren kannst. Am besten geht das immer noch mit der klassischen Wanderkarte, unterstützt mit GPS-Navigation. Rein vom Anspruch her kannst du den Trek auf jeden Fall alleine laufen, wenn du schon ein paar andere Mehrtageswanderungen gemacht hast. Die Siedlungen sind meist nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. Und es sind immer ausreichend andere Leute unterwegs.

Himalaya Blick auf dem Mardi Himal Trek.

Ausrüstung und Packliste für den Mardi Himal Trek

Bei der Packliste habe ich mich an meiner bewährten Packliste für Mehrtageswanderungen orientiert, die ich für diesen Trek nahezu 1:1 übernehmen konnte.  Da du bei dieser Wanderung an Höhen von 4.000 Metern kratzt (bzw. leicht überschreitest) ist es auf jeden Fall sinnvoll eine Daunenjacke für abends mitzunehmen. Zumindest im Frühling ginge es wahrscheinlich aber auch ohne. Kälter als ca. 3-4 Grad ° C wurde es bei mir nie.

Ansonsten brauchst du:

Zelt und Camping-Ausrüstung ist nicht erforderlich. Der Mardi Himal Trek war früher ein reiner Camping-Trek, wo man alles mitschleppen musste. (ca. vor 15 Jahren, erzählte mir einer der Lodge-Besitzer). Da es inzwischen aber eine umfassende Infrastruktur gibt, brauchst du im Prinzip nur sehr wenig mitschleppen. Schau dir hier meine Tipps zum Ultraleicht-Trekking an.

Braucht man einen Schlafsack?

In den Lodges bekommst du warme Fleece-Decken zum Schlafen. Die Gebäude sind allerdings nicht so gut isoliert. Ein warmer Schlafsack (Komfort bis ca. 0° C) ist deshalb sicherlich sinnvoll. Je nachdem wie sehr dich kalte Temperaturen stören. Ich hab es jedenfalls nicht bereut, dass ich meinen Daunen-Quilt am Start hatte.

Unterkünfte auf dem Mardi Himal Trek

Der Mardi Himal Trek ist ein klassischer Teahouse-Trek, d.h. du übernachtest immer in kleinen Gasthäusern. Hier kannst du auch essen, üblicherweise Abendessen und Frühstück, aber es gibt meistens auch Snacks, Getränke und anderen Kleinkram. Vorreservieren kann man nicht. Wie erwähnt bestehen die Siedlungen hinter Landruk aber ausschließlich aus Lodges. Es sollte sich also immer irgendwo ein Platz finden.

Mardi Himal Trek Unterkunft in Dhampus Nepal.

Kosten des Mardi Himal Trek

Die Preise für Essen und Unterkunft sind ähnlich wie auf dem Annapurna Base Camp Trek, also ein bisschen teurer als auf dem Annapurna Circuit. Ich würde insgesamt mit etwa 5.000 – 6.000 NPR pro Tag rechnen, also mit etwa 40 – 45 Euro. Es geht bestimmt auch mit 1.000 Rupees weniger, aber dann musst du jeden Cent rumdrehen und kannst dir abends auch nicht mal ein Bier etc. leisten.

Im Unterschied zur Annapurna Runde musst du für jede Unterkunft zahlen, auch wenn du dort zwei Mahlzeiten isst. Es gibt also kein „room for food“, was aber letztlich nicht groß auffällt. Die Übernachtungskosten sind mit ca. 200 NPR meist verschwindend gering. Das meiste Geld geht für Essen und Verpflegung drauf.

Wichtig: Nimm ausreichend Bargeld aus Pokhara oder Kathmandu mit! Es gibt in der ganzen Region keinerlei ATMs und du kannst auf dem Trek so gut wie nirgends mit Kreditkarte zahlen.

Benötigte Permits

Für den Mardi Himal Trek brauchst du, genau wie beim Annapurna Base Camp Trek, zwei Permits: 1) ACAP-Permit für den Zugang zur Annapurna Conservation Area. 2) TIMS-Karte zur Registrierung für Trekker. Du bekommst beide Permits im Touristenbüro von Kathamandu oder Pokhara. Zusammen kosten die Permits 5.000 NPR (ca. 40 Euro).

Kontrolliert wurde ich auf dem Trek übrigens nicht. Allerdings bin ich ja auch nicht die „klassische“ Route gelaufen, sondern bin auf Schleichwegen nach Landruk. Außerdem war ich bereits im Nationalpark. Wenn du aus Pokhara ankommst, würde ich davon ausgehen, dass das Permit in Kande gecheckt wird. Besorg dir also auf jeden Fall vorher die Erlaubnis!

Wanderung über den Mardi Himal Grat

Beste Reisezeit für den Mardi Himal Trek

In Nepal gibt es zwei Haupt-Saisons zum Wandern: Das Frühjahr (März bis Anfang/Mitte Mai) und Herbst (Mitte Oktober bis erste Hälfte Dezember). Im Frühjahr ist die Blütezeit der Rhododendron-Bäume, aber durch den Vormonsun ist die Sicht nicht ganz so gut. Im Herbst ist es ein Stückchen kühler. Dafür ist Luft komplett reingewaschen, die Aussichten entsprechend fantastisch.

Ich war Ende April im Mardi Himal und hatte ziemlich schlechte Sicht-Verhältnisse. Im Süden der Annapurna-Region kann sich die feuchtwarme Luft aus Indien voll ausbreiten. Gegen 9:00 Uhr waren die weiter entfernteren Berge daher meist komplett im Dunst verschwunden. Richtig gute Sicht hatte ich nur ein paar Stunden direkt nach Sonnenaufgang. Ich würde beim nächsten Mal den Herbst vorziehen, auch wenn die farbenprächtigen Rododendron-Bäume sehr schön waren.

Wenn du den Trek im Frühjahr machst, würde ich auf jeden Fall zeitig aufstehen, vor allem beim High Camp (spätestens 5:00 Uhr). Dann hast du zumindest noch ein paar Stunden gute Sicht. Ab ca. 8:00 Uhr löst sich alles, was weiter als ein paar Kilometer entfernt ist, in einem weißen Schleier auf. Da man bei diesem Trek die hohen Berge des Himalaya nur von weitem sieht, ist das schon etwas ärgerlich.

Mardi Himal Trek Wegweiser zum Machapuchare Base Camp.

Mein Fazit

Der Mardi Himal Trek ist eigentlich eine ganz nette Wanderung. Die Tour ist zwar absolut kein Geheimtipp mehr und ziemlich überlaufen. Aber die Rhododendron-Wälder waren sehr schön, und die Aussichten auf den Machapuchare am letzten Tag auch nochmal super. Trotzdem war mein Eindruck am Ende doch eher: Okay… kann man schon machen, muss jetzt aber auch nicht zwangsweise sein.

Vielleicht liegt es daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits 30 Trekking-Tage hinter mir hatte. Vermutlich aber eher daran, dass ich mir einfach ein bisschen mehr Gebirge erhofft hab. Den Trek zum Annapurna Base Camp fand ich persönlich spannender. Da ist man den Bergen viel näher, die Dörfer sind schöner und das Ganze fühlt sich ein bisschen weniger künstlich an.

Ich schätze, der Mardi Himal Trek war eine deutlich spannendere Tour, als es die Lodges noch nicht gab und man nur zelten konnte. Inzwischen ist es doch recht stark kommerzialisiert. Wenn du nur eine Woche Zeit hast, würde ich lieber den ABC-Trek oder die Rundtour um den Poon Hill machen. Sehr schön soll auch der Khopra-Danda-Trek sein. Oder du schnappst dir einfach eine Karte und wanderst frei von Dorf zu Dorf – das wäre dann wirklich noch ein bisschen abenteuerlich.

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zum Mardi Himal Trek? Kennst du andere spannende Treks in der Annapurna-Region oder in Nepal? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!