In diesem Artikel:
- Rucksack, Zelt, Schlafsystem
- Am Körper getragene Kleidung und Ausrüstung
- Kleidung im Rucksack
- Kochen und Trinkwasser
- Technik
- Sonstige Ausrüstung
- Körperpflege und erste Hilfe
- Proviant und Verbrauchsgüter
- Preiswerte Alternativen zum Trekking
- Szenario-Planung: Wie du richtig packst
- So baust du deine eigene Trekking-Packliste
- Mein wichtigster Tipp an dich
In diesem Artikel zeige ich dir die Grundausrüstung, die ich auf meinen internationalen Trekking-Touren dabei habe. In der Regel wandere ich von Frühjahr bis Herbst, also bei typischen 3-Jahreszeitenbedingungen. Mit diesem Setup habe ich während meiner 8-monatigen Himalaya-Reise regelmäßig in Höhen über 4.000 Metern gezeltet, gelegentlich auch über 5.000 Meter.
✅ Geeignet für
- 🏕️ Mehrtageswanderungen & Trekking mit Zelt
- 🌤️ 3-Jahreszeiten-Touren (Frühjahr–Herbst)
- ⛰️ Gemäßigte Regionen & Hochgebirge
- ❄️ Wintertouren bei dauerhaftem Frost
- 🏃 Ultraleichtes Fastpacking
- 🧗 Expeditionen mit Spezialausrüstung
👉 Trekking-Packliste als PDF herunterladen
Meine Trekking-Packliste: flexibel und vielseitig einsetzbar
Mir ist ein Setup wichtig, das mich nicht auf eine bestimmte Region oder ein einzelnes Klima festlegt. Statt vieler Einzellösungen setze ich auf einen bewährten Grundstock an Ausrüstung und Bekleidung, den ich je nach Tour flexibel kombiniere und anpasse. So bleibt auch das Basisgewicht überschaubar – bei diesem Setup liegt es bei etwas über 6,5 Kilogramm.
💡 Tipp: Basisgewicht bezeichnet das Gewicht der gesamten Ausrüstung ohne Verbrauchsgüter, z.B. Proviant.
Die meisten Sachen auf der Packliste sind vielseitig einsetzbar. Ich verwende sie auf abgelegenen Höhen-Trekkings im Himalaya oder den Anden ebenso wie auf Hüttentouren oder leichten Mehrtagestouren in Europa. Daher muss ich selten neue Ausrüstung anschaffen. Viele der Gegenstände begleiten mich schon seit Jahren – gekauft wird nur, wenn es wirklich sinnvoll ist.
Bei der Packliste stehen für mich drei zentrale Kriterien im Vordergrund:
Die Ausrüstung soll möglichst viele Einsatzbereiche und unterschiedliche klimatische Bedingungen abdecken.
Ziel ist ein möglichst leichtes Setup, weil ich mich damit wohler fühle und Natur, Landschaft und das Erlebnis insgesamt viel intensiver genießen kann.
Die Packliste ist nicht ultraleicht. Ich möchte einen gewissen Spielraum haben und keine Kompromisse bei Funktionalität oder Sicherheit eingehen.
Der Preis spielt natürlich auch eine Rolle. Deshalb findest du am Ende des Artikels zusätzlich einige ausgewählte, preisgünstigere Alternativen, die in Qualität und Funktionalität mit den teureren Markenprodukten vergleichbar sind, aber deinen Geldbeutel etwas schonen.
Ganz zum Schluss verrate ich dir außerdem den allerwichtigsten Tipp, den ich dir überhaupt nur geben kann, den aber viele Leute komplett übersehen. Es lohnt sich also, dranzubleiben und den ganzen Artikel zu lesen!

Wie ich diese Packliste nutze – und wo ihre Grenzen liegen
Eine allgemeine „Packliste zum Trekking“ gibt es eigentlich nicht. Man packt immer für ganz bestimmte klimatische und geografische Bedingungen. Mit anderen Worten: Es komt drauf, wo und wann du wanderst. Eine universelle Packliste, die im Schwarzwald genauso gut funktioniert wie im Himalaya oder in den peruanischen Anden, ist unrealistisch.
👉 Regel Nr. 1: Die Ausrüstung muss immer zum Einsatzgebiet passen.
Trotzdem habe ich bei dieser Trekking-Packliste bewusst versucht, ein möglichst flexibles Setup zusammenzustellen. Ich bin kein Gear-Junkie und möchte mir nicht für jede neue Reise ständig Ausrüstung nachkaufen. Stattdessen setze ich auf vielseitig einsetzbare Teile, die ich je nach Tour, Klima und Anforderungen kombinieren kann.
Genau so ist diese Packliste über die Jahre entstanden: aus vielen Touren, ganz unterschiedlichen Bedingungen und dem Wunsch, mit einer überschaubaren Ausrüstung möglichst viele Situationen abzudecken.
Als Beispiel einige Wanderungen, die ich mit dieser Packliste bereits gemacht habe:
Eine Packliste, die in den Alpen genauso funktioniert wie in der Wüste Südspaniens oder im Himalaya – genau das war von Anfang an mein Ziel. Nach vielen Treks, zahlreichen Anpassungen und auch etlichen Fehlgriffen bin ich schließlich bei diesem Basis-Setup angekommen, das ich heute nutze.
Die einzelnen Gegenstände auf der Packliste entsprechen meinen persönlichen Vorlieben und Anforderungen und haben sich auf vielen Touren bewährt. Natürlich gibt es andere gute Ausrüstung. Packlisten, die du online findest, können immer nur eine grobe Orientierung bieten und sind keine allgemeingültige Lösung.
👉 Regel Nr. 2: Die passende Ausrüstung zu finden ist ein Prozess – eine sehr persönliche Reise, die sich mit jeder Tour weiterentwickelt.
Ich hoffe, dass dir die folgende Packliste dabei hilft, deinen eigenen Weg zu gehen.
Rucksack, Zelt & Schlafsystem (Grundausrüstung)

Rucksack |
Zelt |
Isomatte |
Schlafsack |
Inlett |
Daypack |
Rucksack: Osprey Talon 44
Den Talon 44 habe ich mir ursprünglich nur als Ersatz angeschaft. Inzwischen ist dieser leichte Trekking-Rucksack mein Favorit: Er hat viele nützliche Features, trägt sich über längere Distanzen sehr angenehm und bietet mit 50 Litern Volumen ausreichend Stauraum um 1 Woche Essen mitzunehmen. Ein hervorragender Allround-Rucksack, der eigentlich bekannter sein müsste.
- Gewicht: 1.400 g
- exzellenter Leichtrucksack mit Frontzugriff
- gepolstertes Tragesystem für optimale Gewichtverteilung
- viel Stauraum für mehrtägige Touren
- höhenverstellbarer Rücken
Zelt: Zpacks Duplex Lite
Das Zpacks Duplex Lite zählt zu den leichtesten Trekkingzelten überhaupt. Die Anschaffung ist zweifellos kostspielig, da es ausschließlich per US-Import erhältlich ist. Außerdem erfordert es aufgrund des empfindlichen Materials einen sorgfältigen Umgang. Am Ende hat es mich dennoch überzeugt: Der Wetterschutz ist ausgezeichnet, die Belüftung funktioniert sehr gut – und das extrem geringe Gewicht ist in der Praxis schlicht beeindruckend (zum Test).
- Gewicht: 431 Gramm
- Sehr leichtes einwandiges Zelt für 1-2 Personen
- Verlässlicher Wetterschutz und sehr gute Belüftung
- Geeignet für 3-Jahreszeiten-Einsatz
- Zum Aufbau sind 2 Trekkingstöcke erforderlich
Isomatte: Therm-a-Rest NeoAir Xlite
Ein Wackelkandidat auf meiner Packliste und vor der nächsten größeren Tour werde ich sie wahrscheinlich austauschen. Das geringe Gewicht und das extrem kleine Packmaß sind natürlich toll, aber mir ist die Matte in den letzten fünf Jahren dreimal kaputtgegangen – entweder durch Löcher oder Delamination. Bei einfachen Touren sicherlich nicht schlecht, für anspruchsvolles Trekking ist mir diese Isomatte inzwischen aber zu riskant.
- Gewicht: 354 g
- R-Wert: 4,5
- 30D reißfestes Nylon
- Geeignet für 3 Jahreszeiten
- Sehr kleines Packmaß und hoher Komfort
Schlafsack: Katabatic Palisade – 1°C
Der Daunen-Quilt des US-Herstellers Katabatic bietet eine gut durchdachte Konstruktion mit fester Fußbox, Wärmekragen und einem cleveren Verschlussmechanismus, bei dem man den Quilt mittels Schnüren an die Isomatte anclippen kann. Gleichzeitig wiegt er aber nur gut die Hälfte wie herkömmliche Schlafsäcke. Ich kann damit bis ungefähr 0°C übernachten, ohne dass mir kalt wird. Für niedrigere Temperaturen verwende ich den Katabatic Sawatch*.
- Gewicht: 588 g
- 3-Jahreszeiten-Quilt für Temperaturen bis ca. 0°C
- 900 Cuin wasserabweisende Daune
- Mit Fußbox und kordelverschließbarem Wärmekragen
- Innovatives Clip-System zum individuellen Befestigen
Inlett: Cocoon MummyLiner Silk
Dieses Seiden-Inlett ist eine praktische Ergänzung zum Quilt. Die zusätzliche Schicht hält den Quilt sauber – z.B. an Tagen, an denen nach der Tour keine Dusche möglich ist und man nachts stärker schwitzt. Nach der Wanderung wandert das Inlett einfach in die Waschmaschine. So muss ich den Quilt seltener reinigen, was die empfindlichen Daunen schont und ihre Lebensdauer verlängert.
- Gewicht: 115 g
- Material: 100 % Seide
- angenehmes Gefühl auf der Haut
- zum Schutz des Schlafsackes vor Verschmutzung
- als Schlafsack in warmen und tropischen Klimazonen
Daypack: Osprey Ultralight Stuff Pack
Auch auf Mehrtagestouren ist ein kleiner Rucksack sinnvoll – etwa für kurze Tageswanderungen, Stadtbesichtigungen oder wenn am Flughafen das Hauptgepäck eingecheckt wird. Genau hier hat sich der Daypack von Osprey für mich bewährt. Der ultraleichte Tagesrucksack ist schnell einsatzbereit, wiegt extrem wenig und nimmt kaum Platz weg. Auf diesen praktischen Begleiter möchte ich inzwischen nicht mehr verzichten.
- Gewicht: 115 g
- Zwei elastische Seitenfächer
- Gepolsterte Schulterriemen aus Mesh
- Verstellbarer Brustriemen
- Ideale Ergänzung für Fernwanderungen
Gesamtgewicht Rucksack, Zelt, Schlafsystem: 2.962 g
Bekleidung am Körper

Schuhe |
T-Shirt |
Hose |
Unterhose |
Socken |
Trekkingstöcke |
Sonnenbrille |
Am Körper getragene Kleidung und andere Gegenstände zählen nicht zum Basisgewicht.
Schuhe: Scarpa Mescalito
Der Scarpa Mescalito war mein erster Wanderschuh und wurde mir damals im Fachgeschäft als vielseitiger Allrounder empfohlen. Für viele Touren nehme ich inzwischen auch einfache Trailrunning-Schuhe. Aber der Mescalito ist weiterhin eine gute Alternative, da er etwas robuster ist und dank Vibram-Sohle fast schon an einen klassischen Bergschuh erinnert. Zu Recht ein Klassiker, der einen Ehrenplatz in meinem Schuhschrank hat.
- Gewicht: 810 g (Paar)
- mittelschwerer Zustiegsschuh mit Vibram-Sohle
- Sehr hoher Tragekomfort
- hervorragender Schutz auch im technischen Gelände
- Der perfekte Allround-Wanderschuh
T-Shirt: Icebreaker Tech Lite
Das Icebreaker-Shirt ist mein täglicher Begleiter auf Tour. Wie alle Merino-Shirts von Icebreaker überzeugt es durch ein angenehmes Tragegefühl und einen gut abgestimmten Schnitt. Besonders im mehrtägigen Einsatz spielen die geruchshemmenden Eigenschaften der reinen Merinowolle ihre Stärken aus: Auch bei starkem Schwitzen bleibt das Shirt vergleichsweise lange frisch. Wenn ich es abends kurz auslüfte, kann ich es problemlos ein paar Wochen am Stück tragen. Als Alterative verwende ich gelegentlich ein atmungsaktives Trekking-Hemd.
- Gewicht: 125 g
- Versetzte Schulternähte zur Vermeidung von Reibung
- 100% Merinowolle, sehr angenehmes Tragegefühl
- Gute Thermo- und Feuchtigkeitsregulierung
- Hohe Geruchsresistenz
Hose: Maier Sports Latit Zip-Hose
Ebenfalls seit vielen Jahren dabei: Die Maier Sports Latit Wanderhose. Ich habe schon viele verschiedene Modelle ausprobiert, bin aber immer wieder bei dieser Hose gelandet: Sauber verarbeitet, angenehm zu tragen und nach Nässe trocknet das Material vergleichsweise schnell. Durch die abzippbaren Beine kann ich die Hose zudem flexibel anpassen und auch bei wärmeren Temperaturen einsetzen.
- Gewicht: 420 g
- Vielseitig einsetzbar dank Zip-Off-Funktion
- Flexibles Stretch-Material
- Schnelltrocknend und atmungsaktiv
- Alle Taschen mit Reißverschluss
Alternativ: Fjällräven Barents Pro Shorts
Wenn absehbar ist, dass ich überwiegend bei hohen Temperaturen unterwegs bin, greife ich stattdessen zu diesen Shorts von Fjällräven. Das verwendete G-1000-Material ist extrem robust und macht die Hose unempfindlich gegenüber Fels, Geröll oder rauem Untergrund. Sehr praktisch sind auch die großzügigen Beintaschen, in denen sich etwa eine Karte oder andere Kleinigkeiten gut verstauen lassen.
- Gewicht: 390 g
- Extrem robustes, strapazierfähiges G-1000 Material
- Kann gewachst werden, um die Wasserbeständigkeit zu erhöhen
- Verstärkte Rückseite
- Sehr viel Stauraum: 2 Seitentaschen, 3 Beintaschen
Unterhose: Icebreaker Cool-Lite Merino
Die Icebreaker Cool-Lite nutze ich tagsüber als Standard-Unterhose auf Tour. Der Merino-Anteil von rund 50 % wirkt geruchshemmend und reduziert Reibung – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei längeren Etappen und starkem Schwitzen. Sie sind preislich etwas höher angesiedelt, da ich sie sehr lange am Stück trage, lohnt es sich dennoch. Ich verwende die Boxershorts meistens mehrere Wochen, ohne dass es unangenehm wird oder ich sie zwingend waschen müsste.
- Gewicht: 64 g
- Hoher Merinoanteil von 50 %
- Elastischer Schnitt
- Hohe Geruchsresistenz
- Dauerhafter Tragekomfort über längere Zeit
Socken: Smartwool Hike Light
Die Smartwool-Socken zählen zu den besten Trekking-Socken, die ich bis jetzt ausprobiert habe. Sie sind unglaublich bequem und dank dem hohem Anteil an Merinowolle hält sich die Geruchsbildung auch bei wärmeren Temperaturen stark in Grenzen. Schweißfüße und Blasen haben damit fast keine Chance, die Socken trocknen zudem extrem schnell.
- Gewicht: 41 g
- Hoher Merinoanteil: 56%
- Separate Meshzonen für bessere Atmungsaktivität
- Dämpfung an der Fußsohle schützt den Fuß zusätzlich
- Unglaublich bequem und hohe Geruchsresistenz
Trekkingstöcke: Helinox Ridgeline
Die Trekkingstöcke von Helinox laufen etwas unter dem Radar, viele greifen automatisch zu Leki oder Black Diamond. Ich finde diese hier persönlich besser und man merkt, dass die Helinox-Mutterfirma DAC ein Spezialist für Aluminium-Gestänge ist: Die Stöcke sind sauber verarbeitet, sehr leicht, gleichzeitig aber extrem stabil. Das Verriegelungssystem funktioniert auch bei Belastung absolut zuverlässig. Egal ob mit schwerem Rucksack, bei Furten oder in technischem Gelände: Auf diese Stöcke kann ich mich zu 100% verlassen.
- Gewicht: 464 g
- Längenverstellbar bis 130 cm
- Stoßdämpfer reduziert Aufprall-Kräfte und entlastet die Gelenke
- Schaft aus hochwertiger DAC-Legierung
- Auch für anspruchsvolle Touren in schwierigem Gelände geeignet
Sonnenbrille: Quechua MH140
Ich habe ein Talent dafür, Sonnenbrillen zu verlieren und kaufe mir deshalb etwa einmal im Jahr eine neue. Irgendwann bin ich so bei den polarisierten Modellen von Decathlon gelandet und dort geblieben. Die Brillen sind preiswert und bieten mit UV-Schutz der Kategorie 3 ausreichend Schutz für die meisten Situationen. Auch bei Gletscherwanderungen im Himalaya haben sie mich nicht im Stich gelassen.
- Gewicht: 26 g
- Gläser Kategorie 3 mit 100 % UV-Schutz
- Reduzieren Lichtreflexe bei starker Sonnenstrahlung
- Leicht und robust
- Preiswerter als teure Modelle bei ähnlicher Qualität
Gesamtgewicht am Körper getragen: 1970 g
Trekking-Kleidung im Rucksack

Mid-Layer |
Daunenjacke |
Long-Sleeve |
Lange Unterhose |
Regenhose |
Schlauchtuch |
Regenjacke |
Sonnenschutz |
Freizeitschuhe |
Mid-Layer: Mountain Equipment Micro Zip Jacke
Die Micro Zip Jacke von Mountain Equipment ist inzwischen mein Lieblings-Fleece. Es trägt sich angenehm und bietet eine gute Wärmeleistung (besser als das bekannte R1-Fleece von Patagonia). Dank Kapuze und durchgehendem Reißverschluss kann ich es zudem sehr flexibel einsetzen – besonders bei langen Wanderungen mit wechselnden Bedingungen ein Vorteil. Außerdem ist es rund 60 Euro preiswerter als das R1 – ohne, dass es sich im Einsatz schwächer anfühlt.
- Gewicht: 310 g
- Fleecejacke aus Polartex Classic 100M
- Schnell trocknend und widerstandsfähig
- 2 Seitentaschen
- mit Kinnschutz und Kapuze
Daunenjacke: Montbell Plasma 1000 Alpine Downparka
Das Verhältnis Gewicht-Isolationsleistung beim Montbell Downparka dürfte aktuell schwer zu toppen sein. Kehrseite der Medaille: Das Material ist ziemlich empfindlich und für das Tragen mit Rucksack nur bedingt geeignet. Bei Pausen, kalten Abenden vor dem Zelt oder im Camp spielt der Parka seine Stärken aber voll aus – er ist deutlich wärmer als die bekannten Ultraleicht-Modelle von Feathered Friends, Mountain Hardwear und Co. Wer eine etwas preiswertere Alternative sucht, findet mit dem Patagonia Down Sweater Hoody* eine solide Option.
- Gewicht: 242 g
- Extrem leichte und warme Daunenjacke
- Füllkraft: 1000 Cuin
- Eingrifftaschen mit Reißverschluss
- anpassbare Kapuze, Kordelzüge zur Taillenregulierung
Long-Sleeve: Merino Icebreaker 200
Dieses Longsleeve aus 100 % Merinowolle nutze ich abends nach der Tour, häufig auch zum Schlafen. Bei kühleren Temperaturen funktioniert es ebenso gut als Baselayer. Wie alle Sachen von Icebreaker fühlt sich das Material auf der Haut sehr angenehm an und dank der Merinowolle bleibt es auch über mehrere Tage hinweg weitgehend geruchsneutral. Zudem ist das Shirt erstaunlich langlebig – es hat über 6 Jahre gedauert, bis ich mir ein neues Modell zulegen musste.
- Gewicht: 219 g
- Hochwertiges Langarmshirt aus 100% Merinowolle
- Sehr angenehmes Tragegefühl auf der Haut
- Versetzte Nähte an den Schultern für mehr Komfort
- Hohe Geruchsresistenz
Lange Unterhose: Ortovox 185 Rock `N`Wool Pants
Die Merino-Unterwäsche von Orotovox ist mit Abstand die bequemste Funktionsunterhose, die ich je besessen habe: 100 % Merinowolle, wunderbar flauschig und schön leicht. Besonders bei Zeltnächten im Frühjahr oder Herbst oder bei Übernachtungen in den Bergen leistet sie gute Dienste. Je nach Klima kann man darauf auch verzichten, ich habe sie aber meistens dabei, weil sie eh so wenig wiegt.
- Gewicht: 165 g
- Gefertigt aus 100% kratzfreier Merinowolle
- Geruchshemmend und atmungsaktiv
- Sehr angenehmes Tragegefühl auf der Haut
- Vielseitig einsetzbar
Regenhose: Marmot Precip
In Gegenden, wo ich viel Regen erwarte, nehme ich eine Regenhose mit. Damit kann ich dann auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Tagsüber habe ich zusätzlichen Regenschutz, abends nach der Wanderung nehme ich sie als Wechselhose. Mit der Marmot PreCip funktioniert das deshalb so gut, weil sie locker geschnitten ist und dank dem elastischem Bund angenehm sitzt. Sie fühlt sich eher wie eine leichte Freizeithose an und nicht wie die klassische Regenbekleidung.
- Gewicht: 327 g
- Robuste 2.5-lagige Regenhose mit vollständig versiegelten Nähten
- Atmungsaktive NanoPro Eco Membran für effektiven Feuchtigkeitstransport
- Durchgehende Reißverschlüsse bieten optimale Ventilation und Bewegungsfreiheit
- 3 Hosentaschen mit Reißverschlüssen
Schlauchtuch: Buff
Das multifunktionale Tuch von Buff habe ich bei praktisch jeder Tour dabei. Je nach Temperatur nutze ich es als Schal oder nachts im Zelt als leichte Mütze, wenn es abkühlt. Bei Bedarf kann ich es auch als Windschutz oder Kopfbedeckung für den Tag einsetzen. Ein wirklich tolles, vielseitiges Bekleidungsstück, das mehrere Einzelteile ersetzt und im Rucksack kaum Platz wegnimmt.
- Gewicht: 45 g
- 100 % natürliche Merinowolle
- Sehr angenehmes Tragegefühl
- Zusätzliche Wärme beim Camping, Wandern und Trekking
- Vielseitig einsetzbar
Regenjacke: Montbell Stormcruiser
Eine Membranjacke, die dauerhaft jedem Regen standhält, gibt es nicht – die Storm Cruiser kommt diesem Anspruch in der Praxis aber zumindest recht nahe. Die 3-lagige Jacke ist so leicht, dass sie auch als Windjacke verwenden kann. Und trotz ihres niedrigen Gewichts ist sie robust genug, dass ich sie auch längere Zeit mit Trekkingrucksack tragen kann.
- Gewicht: 284 g
- extrem leichte und robuste 3-Lagen-Goretex-Jacke
- mit großen Lüftungsschlitzen zur Wärmeregulierung
- so leicht, dass sie auch als Windjacke dienen kann
- Sehr wenige Nähte an denen Wasser eindringen kann
Sonnenschutz: Northface Horizon
Auf Reisen in wärmere Regionen mit viel Sonne greife ich meistens zu einem klassischen Sonnenhut. Die breite Krempe schützt die Augen besser vor direkter Sonneneinstrahlung als eine normale Kappe, außerdem ist so auch der Nacken geschützt. Praktisch bei diesem Modell sind die integrierte Belüftung und der Kordelzug: So bleibt der Hut auch bei Wind sicher auf dem Kopf und lässt sich flexibel anpassen.
- Gewicht: 74 g
- Sicherer und effektiver UV-Schutz
- Schweißband leitet Feuchtigkeit ab
- Gute Belüftung dank Meshgewebe
- Verstellbarer Kinnriemen mit Kordel
Freizeitschuhe: Exped Camp Slipper
Ich habe lange nach einer Alternative zu klassischen Hüttenlatschen gesucht und bin schließlich bei den Exped Camp Slipper gelandet. Sie sind sehr leicht, angenehm zu tragen und bieten überraschend viel Wärme für ihr geringes Gewicht. Die Sohle ist zwar relativ dünn, gibt aber ausreichend Halt. Für kurze Wege rund ums Camp oder zur Hütte reicht das völlig aus, damit erfüllen sie genau den Zweck, den ich mir wünsche.
- Gewicht: 150 g
- Warme und bequeme Camping- und Hüttenschuhe
- Sehr weiches Fussbett
- Rutschfest, schnell trocknend und atmungsaktiv
- Kleines Packmaß
Gesamtgewicht Kleidung im Rucksack: 1.798 g
Kochen & Trinkwasser

Camping-Kocher |
Topf |
Tasse |
Löffel |
Wasserfilter |
Trinkflasche |
Kocher: Soto Windmaster
Es gibt leichtere Kocher als den Windmaster von Soto, in dieser Gewichtsklasse aber kaum verlässlichere. Der konkave Brennerkopf leitet Wind sehr effektiv ab, was vor allem bei unruhigen Bedingungen ein Vorteil ist. Auch bei starkem Wind oder mit fast leerer Gaskartusche bleibt die Brennleistung stabil, der Gasverbrauch ist dabei vergleichsweise niedrig. Genau dank dieser Zuverlässigkeit schätze ich den Kocher seit vielen Jahren.
- Gewicht: 98 g
- Stoßfest und robust
- Mit eingebautem Piezozünder
- Sehr sparsamer Verbrauch
- Konkaves Design des Brennerkopfs schützt vor Windböen
Topf: Snow Peak Trek 700 Titan
Der Titan-Topf von Snow Peak begleitet mich seit meinen ersten Touren. Trotz seines sehr geringen Gewichts ist er äußerst robust und hat genau die richtige Größe, um abends Wasser für Trekkingmahlzeiten, Nudeln oder einfache Gerichte zu erhitzen. Meist esse ich direkt daraus, gelegentlich dient er auch als Becher für Kaffee oder Tee. Der Topf ist schlicht, funktional und macht, was er soll. Daher habe ich bisher keinen Grund gesehen, ihn zu ersetzen und in diesem Leben werde ich mir wahrscheinlich auch keinen anderen mehr holen.
- Gewicht: 127 g
- Sehr hochwertige Verarbeitung
- Groß genug um 110-g-Kartusche oder Kocher zu verstauen
- Mit Maßeinheiten auf der Innenseite
- Lebenslange Garantie
Tasse: Sea to Summit Faltbecher
Gelegentlich möchte ich beim Campen eine zusätzliche Tasse. In diesem Fall nehme ich den Faltbecher von Sea to Summit. Er wiegt kaum etwas, ist geschmacksneutral und lässt sich nach dem Gebrauch platzsparend zusammenfalten. Mit einem Fassungsvermögen von 350 Millilitern passt er für mich ideal für Kaffee oder Tee. Wer mehr Volumen braucht, findet das gleiche Modell auch in größeren Varianten.
- Gewicht: 53 g
- Fassungsvermögen: 354 ml
- Leichter und solider Trinkbecher
- Faltbar und sehr kleines Packmaß
- Einfach zu reinigen
Löffel: Toaks Titan
Ein weiterer bewährter Begleiter auf Zelttouren ist der Titanlöffel von Toaks. Durch die lange Form und den großzügigen Löffelkopf eignet er sich gut für Trekkingmahlzeiten, auch direkt aus dem Topf. Gleichzeitig ist er so leicht, dass man ihn im Rucksack kaum wahrnimmt. Neben einem kleinen Taschenmesser ist dieser Löffel das einzige Besteck, das ich unterwegs dabeihabe – und für meine Zwecke reicht das in der Praxis auch vollkommen aus.
- Gewicht: 18 g
- Hochwertige Verarbeitung aus unbeschichtetem Titan
- Unkaputtbar
- Extralang zum einfachen Essen aus Töpfen und Tüten
- Einfach zu säubern
Wasserfilter: Sawyer Mini + Beutel
Der Sawyer Mini gehört zu den leichtesten Wasserfiltern auf dem Markt. Dennoch bietet er eine sehr feine Filterleistung von 0,1 Mikron, um Bakterien und Protozoen zuverlässig aus dem Wasser zu entfernen. Ich habe mit dem Mini in Peru teilweise echte Giftbrühe gefiltert, in der die Kuhfladen rumschwammen und konnte mich jederzeit darauf verlassen. Inzwischen besitze ich auch den Sawyer Squeeze, der ein bisschen mehr wiegt und ca. 30% schneller filtert. Wenn es auf jedes Gramm ankommt, ist der Mini dennoch keine schlechte Option.
- Gewicht: 70 g
- Verlässlicher Hohlfasermembran-Filter mit 0.1 Mikron
- Entfernt 99,9% aller bekannten Bakterien und Protozoen z. B Giardien und Salmonellen
- Lässt sich an Trinkbeuteln, Trinkflaschen und Trinksysteme befestigen
- Enthält Trinkbeutel 0,5 Liter , Reinigungsspritze und Trinkhalm
Flasche: Platypus Platy Bottle 2 Liter
Die Platy Bottle von Platypus ist eine gute Alternative zu klassischen Trinkflaschen. Im leeren Zustand wiegt sie fast nichts und sie lässt sich platzsparend zusammenfalten, wodurch sie im Rucksack kaum auffällt. Die Haltbarkeit reicht nicht an die einer festen Flasche heran, das muss man ehrlich zugeben – die Platy Bottle ist kein Ding für die Ewigkeit. Außerdem braucht sie nach der Tour etwas länger zum vollständigen Trocknen. Für mich überwiegen dennoch klar die Vorteile.
- Gewicht: 39 g
- Leicht und einfach zu verstauen - 80 % geringeres Gewicht und Volumen als eine Hartflasche
- Lebensmittelechte Innenbeschichtung mit strapazierfähiger Außenwand
- Eingearbeitete Silberionen schützen die Flasche vor Schimmel und Bakterien.
- Frei stehendes Design mit gutem Stand
Gesamtgewicht Kochen + Trinkwasser: 392 g
Technik & Elektronik

Navigationsgerät |
Stirnlampe |
Smartphone |
Powerbank |
USB-Ladestecker |
USB-Ladekabel |
Kamera |
eBook-Reader |
Meine Technik:
Navigationsgerät: Garmin eTrex 32x
Das Navigationsgerät eTrex 32x benutze ich überwiegend zum Aufzeichnen von GPS-Tracks. Es ist leicht, bietet alle wichtigen Funktionen und der Energieverbrauch ist erfreulich niedrig. Ein Satz AA-Batterien hält etwa vier bis fünf Tage durch. Das macht es besonders für längere Etappen ohne Lademöglichkeit interessant. Für viele Touren reicht heute ein Smartphone mit Offline-Karte. Wenn du ein leichtes Navigationsgerät suchst, ist das eTrex 32x aber weiterhin die erste Wahl. Schau dir hier meinen Test an.
- Gewicht: 145 g (inkl. 2 AA-Batterien)
- 2,2-Zoll-Farbbildschirm, Kartensegmente: 3000
- Vorinstallierte TopoActive-Europakarte
- Multi-GNSS (GPS und GLONASS)
- Bis zu 25 Stunden im GPS-Modus
- Elektronischer 3-Achsen-Kompass
- Barometrischer Höhenmesser
Stirnlampe: Petzl Actic Core
Mit einer Lichtleistung von bis zu 450 Lumen und drei einstellbaren Lichtmodi ist die Petzl Actik Core ein zuverlässiger Begleiter. Es kann immer passieren, dass man in die Dunkelheit gerät, eine Stirnlampe halte ich daher für unverzichtbar. Außerdem gibt es nichts nervigeres als im Dunkeln im Zelt nach der Ausrüstung rumzukramen. Ein Vorteil bei diesem Modell: Die Lampe lässt sich per Akku aufladen. Bei Bedarf kann sie aber auch mit herkömmlichen Batterien betrieben werden – eine gute Allround-Lösung.
- Gewicht: 79 g (inkl. Akku)
- Sehr gute Leuchtkraft: 450 Lumen
- Kombinierter Lichtkegel für die Sicht im Umgebungsbereich und im Fernbereich
- Einstellen des Neigungswinkels an der Trägerplatte
- Kann auch mit Batterien betrieben werden
Smartphone: Google Pixel 7
Das Google Pixel 7 ist Smartphone und Kamera in einem. Von der Größe her passt es für mich. Die Akkulaufzeit ist solide, besonders im Zusammenspiel mit dem Flugmodus. So komme ich in der Regel ein bis zwei Tage ohne Nachladen aus. Was für mich den Ausschlag gab, war die Kamera: Auch in ungünstigen Lichtverhältnissen liefert sie noch überzeugende Ergebnisse – eine zusätzliche Kompaktkamera nehme ich inzwischen nicht mehr mit.
- Gewicht: 200 g
- Relativ preiswert
- Wasserdicht nach IP68
- Gutes Display
- Sehr starke Fotos mit 50-MP-Weitwinkelobjektiv
Powerbank: Anker PowerCore 10000mAh
Die Powerbank von Anker ist kompakt und liefert dennoch ausreichend Saft für mehrtägige Touren. Der Hersteller gibt bis zu drei vollständige Ladevorgänge an. Mit meinem Smartphone komme ich in der Praxis sogar auf etwas mehr. Früher hatte ich eine deutlich größere Powerbank mit höherer Kapazität dabei. Für normale Mehrtageswanderungen reicht diese kleinere Lösung vollkommen aus.
- Gewicht: 200 g (inkl. Micro-USB-Kabel + Beutel)
- Kompakte + leistungsstarke Powerbank, ideal für Rucksackreisende
- hochwertige Verarbeitung
- ca. 4-5 Aufladungen von Smartphones
- Vor Überspannung und Kurzschluss geschützt
USB-Ladekabel: 3-in-1
Bei Ladekabeln gibt es gefühlt tausend No-Name-Anbieter aus China. Ich habe mir dieses Teil hier bei Amazon bestellt und bislang bin ich auch zufrieden damit. Das 3-in-1 Kabel ist insofern praktisch, weil ich damit verschiedene Sachen aufladen kann und etwas flexibler bin.
- Gewicht: 40 g
- Unterstützt alle modernen Smartphones
- Anschlüsse für iPhone, USB-C und Micro-USB
- Ermöglicht Aufladen von mehreren Geräten
eBook-Reader: Tolino Shine 3
Viele Leute haben den Kindle von Amazon. Ich mag den Tolino lieber, weil ich damit nicht so stark an einen Anbieter gebunden bin und auch das ePub-Format darstellen kann. Aber auch sonst kann das Gerät überzeugen: Klein, handlich, leicht und ein angenehmes Display mit gestochen scharfer Schrift. Ich lese eigentlich lieber richtige Bücher, aber auf längeren Trips nehme ich inzwischen immer diesen eBook-Reader mit, um mir lange Nachmittage und Abende zu vertreiben.
- Gewicht: 165 g (inkl. Schutzhülle)
- Ausreichend Platz für hunderte Ebooks
- Sehr lange Akkulaufzeit
- Schnelles Aufladen
- Hochauflösendes 6-Zoll-Display mit Touchscreen
Gesamtgewicht Technik: 856 g
Schau dir hier meine outdoortaugliche Fotoausrüstung an:

Sonstige Ausrüstung

Reisehandtuch |
Kulturbeutel |
Packsack |
Biwaksack |
Kompass |
Feuerzeug |
Taschenmesser |
Nagelclipper |
Meine sonstige Ausrüstung:
Reisehandtuch: PackTowl Luxe Hand
Ich habe schon diverse Reisehandtücher ausprobiert. Das Mikrofasertuch von PackTowl ist mein absoluter Favorit. Trotz der Größe von 92×42 cm ist es unglaublich leicht und es fühlt sich auch angenehmer auf der Haut an, als die Standard-Mikrofasertücher. Sensationell ist auch, wie schnell es trocknet: Bei Sonnenschein ist das Handtuch in spätestens 15 Minuten wieder trocken. Das perfekte Handtuch für mehrtägige Wanderungen!
- Gewicht: 129 g
- Größe: 42 x 92 cm
- Geruchshemmendes Reisehandtuch mit kleinem Packmaß
- Sehr schnell trocknend
- Ideal für Wandern, Trekking und Camping
Kulturbeutel: Sea to Summit Travelling Light Zip Top Pouch
Eigentlich eine Tasche für Flüssigkeiten am Flughafen. Aber ich habe sie zu einem ultraleichte Kulturbeutel umfunktioniert und das klappt sehr gut: Die Tasche ist robust, wasserdicht und mit 1 Liter Volumen hat sie genug Platz für ein minimalistisches Wasch-Set. Außerdem hat sie an der Seite eine kleine Schlaufe zum Aufhängen an Haken, Nägeln etc. Das Beste ist aber: Im leeren Zustand wiegt das Ding so gut wie gar nichts.
- Gewicht: 25 g
- Einfaches Öffnen und Schließen mit Reißverschluss.
- Extrem leicht aber dennoch robust
- Wasserfest und Auslaufsicher
- Enthält drei 89ml und drei 40ml Fläschchen.
Packsack: Sea to Summit 20 l
In diesen wasserfesten Packsack packe ich die Klamotten, den Quilt und alles andere, was tagsüber unbedingt trocken bleiben muss. Manche Leute isolieren den Rucksack auch mit einem Müllbeutel gegen Regen. Ich finde den Packsack sicherer, weil Müllbeutel die Angewohnheit haben zu reißen. Und er wiegt auch nicht viel mehr.
- Gewicht: 53 g
- 50% leichter als normale Dry Sacks
- Robustes 30D Ultra-Sil Cordura-Nylongewebe
- Wassersäule von 2.000 schützt verlässlich gegen Nässe
- vollständig versiegelte Nähte
Biwaksack: Mountain Equipment
Wenn man kein Zelt dabei hat, sollte man bei Gebirgswanderungen zumindest immer einen Biwaksack für Notfälle in den Rucksack packen. Bei der Mehrzahl der Touren verzichte ich darauf, da ich ja das Zelt habe. Aber es gibt spezielle Fälle, wo ein Biwaksack Sinn macht, z.B. reine Hüttentouren.
- Gewicht: 114 g
- Komplett wasser- und winddicht
- Reflektiert 90% der Körperwärmestrahlung
- Sehr kleines Packmaß
- Der ideale Notfall-Biwaksack
Kompass: Suunto MC 2 Global
Den Kompass nehme ich inzwischen nur noch selten mit. Dennoch bin ich der festen Überzeugung: Jeder, der anspruchsvolle Trekkingtouren macht, sollte sich irgendwann mal mit den Grundzügen der Kompass-Navigation beschäftigen. Da es heute kaum noch einen Markt für Kompasse gibt, ist der Suunto eine der wenigen verbliebenen Allround-Optionen – er eignet sich zum Peilen und zur Kartenarbeit gleichermaßen gut.
- Gewicht: 70 g
- Bodenplatte mit Lupe und Skalen, Peilloch und Kimme
- Idealer Kombi-Kompass für Kartenarbeit und Peilen
- Mit Schlüssel zur Deklinationskorrektur
- Globale Nadel: weltweit einsetzbar
Feuerzeug: BIC Mini
Muss man nicht viel zu sagen: Ein kleines Feuerzeug ist die einfachste Methode, um verlässlich ein Feuer zu machen. Alternativ kannst du auch ein Stück Feuerstahl* mitnehmen.
Taschenmesser: Victorinox Waiter
Ein Taschenmesser vermisst man immer dann, wenn man es nicht dabei hat. Das Modell Waiter der Traditionsmarke Victorinox hat genau die richtige Größe und bietet alle Funktionen, die man beim Camping braucht. Klinge, Korkenzieher, Flaschenöffner, Zahnstocher und Pinzette – damit kannst du z.B. Verpackungen aufschneiden, kleinere Reparaturen vornehmen, Schnüre kürzen und was man sonst noch im Camping-Alltag benötigt.
- Gewicht: 34 g
- Einschließlich Korkenzieher, Kapselheber, Dosenöffner, Zahnstocher und Pinzette
- Insgesamt 9 nützliche Funktionen
- Sehr leicht und klein
- Ideal für Reparaturen, Campingküche etc.
Nagelclipper: Zwilling
Hygiene beim Trekking ist nicht zu unterschätzen. Bei längeren Touren ist ein Nagelclipper daher eine sinnvolle Anschaffung, um sich Finger und Fußnägel zu schneiden. Ich entferne damit auch kleinere Hautfetzen über den Nägeln, die sich unweigerlich immer bilden, wenn ich ein paar Tage draußen unterwegs bin. Bei den Billig-Modellen fallen erfahrungsgemäß irgendwann die Schrauben ab – das wird dir mit diesem Nagelclipper nicht passieren.
- Gewicht: 17 g
- Hochwertiger Nagelschneider aus rostfreiem Edelstahl
- Sehr gute Verarbeitung und langlebig
- Saubere Fingernägel auch bei längeren Touren
Gesamtgewicht sonstige Ausrüstung: 419 g
Körperpflege & Erste Hilfe

Hier hat jeder ein bisschen andere Ansprüche und Anforderungen. Je nach Reiseziel und Versorgung vor Ort muss man manchmal zwangsläufig ein bisschen mehr mitnehmen. Ich halte es relativ minimalistisch und komme mit diesen Basics meistens gut klar.
- Dose für Kontaktlinsen 12 g
- Kamm 12 g
- Zahnbürste: 15 g
- Waschlappen: 40 g
- Pflasterstrips x 4: 5 g
- Ibuprofen 600 x 4: 3 g
- Mullbinde x 1: 5 g
- Wasserstoff-Peroxid-Lösung zum Reinigen von Wunden ca. 15 ml im Plastikfläschchen 22 g
- Packung Tempotaschentücher: 25 g
Gesamtgewicht Körperpflege + Erste Hilfe: 139 g
Basisgewicht komplette Ausrüstung
Das Basisgewicht der gesamten Ausrüstung besteht aus allen Dingen, die wir im Rucksack tragen, außer Proviant und Verbrauchsgüter. Am Körper getragene Dinge zählen ebenfalls nicht dazu.
Rechnen wir das mal schnell zusammen. Das sieht dann so aus:
- Rucksack, Zelt, Schlafsystem: 2.962 g
- Kleidung im Rucksack: 1.798 g
- Kochen + Trinkwasser: 392 g
- Technik: 856 g
- Sonstige Ausrüstung: 419 g
- Körperpflege + Erste Hilfe: 139 g
Basisgewicht komplett: 6.566 g bzw. 6,5 Kilogramm
Proviant + Verbrauchsgüter
Proviant und Verbrauchsgüter zählen nicht zum Basisgewicht.
Wenn ich mit Zelt und Campingausrüstung unterwegs bin, benutze ich meistens Ventilgaskartuschen*. Eine 220g-Kartusche wiegt voll etwa 360 Gramm (Gas + Eigengewicht der Kartusche). Dazu rechne ich rund 650 Gramm pro Tag für Essen (getrocknete Trekking-Nahrung, Müsli/Porridge, Müsliriegel, Nüsse + Schokolade für tagsüber).
Da ich einen Wasserfilter habe, trage ich in der Regel maximal 1 Liter Wasser (1000 g). Wasser wiegt sehr viel. Deshalb vermeide ich es, größere Menge rumzuschleppen, wenn es irgendwie geht. In besonders trockenen Regionen ist es aber häufig unvermeidlich.
Auf fünf Tage hochgerechnet, sieht das Gewicht des Proviants ungefähr so aus:
5 Tage Essen + Gaskartusche + 1 Liter Wasser = 4.610 Gramm bzw. 4,61 Kilogramm
Zu den Verbrauchsgütern zählen Sachen wie Zahnpasta, Sonnencreme, Insektenspray, Seife, Kontaktlinsenflüssigkeit, ein kleines Erste-Hilfe-Set etc. Was man da mitnimmt, ist bei jedem individuell. Bei mir komme ich ungefähr auf 400 Gramm. Wenn es geht, fülle ich die Flüssigkeit vorher in kleine Plastikfläschchen, z.B. die hervorragende Flüssigseife von Dr. Bronner*, und nehme nur so viel mit, wie ich wirklich brauche.
Gesamtgewicht des Rucksacks
Schauen wir jetzt mal, wie viel der Rucksack am Ende wiegt, wenn wir wirklich alles zusammenrechnen. Dazu zählt neben dem Basisgewicht der Ausrüstung auch der Proviant und die Verbrauchsgüter:
- Basisgewicht: 6.566 Gramm
- Kompletter Proviant für 5 Tage: 4.610 Gramm
- Verbrauchsgüter: 400 Gramm
Basisgewicht + Kompletter Proviant + Verbrauchsgüter = 11.576 Gramm bzw. 11,5 Kilogramm
Die 11,5 Kilogramm kommen allerdings nur zu Stande, wenn ich alles auf der Liste mitnehmen würde – was so gut wie nie passiert. Ich plane für ganz konkrete Situationen und Gegebenheiten (siehe Abschnitt Szenario-Planung). Daher muss ich nicht alles mitnehmen. Bei einer Hüttentour in den Alpen oder einer Mehrtageswanderung mit Übernachtung in festen Unterkünften würde ich viel weniger mitnehmen und etwa 5 Kilogramm einsparen.
Beim normalen Zelttrekking mit Proviant für bis zu einer Woche komme ich in der Regel aber auf rund 12-13 Kilogramm. Meistens habe ich zusätzlich zur obigen Ausrüstung noch eine Wanderkarte dabei (ca. 100 g), häufig auch einen Wanderführer (ca. 250 g), ein Notizbuch (ca. 220 g) mit Kuli (7 g) und eine minimalistische Fotoausrüstung.
👉 Bonus-Tipp: Um die Trekking-Stöcke (entweder einen oder beide) wickele ich jeweils einen Streifen Panzer-Tape*. Das wiegt nur ein paar Gramm mehr, aber im Notfall kann ich damit gebrochene Zeltstangen, Löcher in der Kleidung oder abgelöste Schuhsohlen reparieren.
Preiswerte Alternativen für wenig Geld
Outdoor-Ausrüstung kann ziemlich ins Geld gehen. Wenn man alle Produkte auf dieser Liste kaufen würde, ergäbe das die stolze Summe von rund 5.000 Euro. Mich hat es selbst etwas überascht, als ich das mal zusammengezählt habe. Aber natürlich ist es eine Milchmädchenrechnung.
- 1️⃣ Du brauchst nicht alles auf dieser Packliste: Einige Sachen hast vielleicht schon, andere sind für deine Zwecke eventuell überflüssig (z.B. Navigationsgerät).
- 2️⃣ Ausrüstung wächst mit der Zeit: Ich habe mir die Sachen nicht auf einen Schlag geholt, sondern im Verlauf von rund 10 Jahren. Häufig schaue ich nach Deals, nutze Rabatt-Aktionen, z.B. den allseits beliebten Amazon Black Friday oder lasse mich zu Weihnachten beschenken.
- 3️⃣ Vieles ist eine einmalige Investition und ich habe die Sachen seitdem hunderte Male benutzt. Auf Dauer rechnet sich das, ein einzelner Luxus-Urlaub ist viel teurer.
Günstig heißt nicht automatisch schlecht
Am Anfang kann es dennoch sinnvoll sein, auf preiswertes Equipment zu setzen. Die gute Nachricht: Du kannst inzwischen auch für vergleichsweise wenig Geld solide Ausrüstung kaufen. Es wiegt in der Regel ein bisschen mehr und ist vielleicht nicht ganz so bequem. Wenn du gerade erst startest und nicht hunderte von Euro ausgeben willst, ist das meist aber völlig ausreichend.

Ausrüstung und Bekleidung
Eine gute Option für Bekleidung und allgemeine Ausrüstung ist der beliebte Outdoor-Händler Decathlon*. Früher hatte Decathlon nicht den besten Ruf, nach dem Motto „Das ist doch der Outdoor-Aldi für die Sonntags-Wanderer“. Aber ich habe mir im Lauf der Jahre etliche Sachen geholt, die ich seitdem regelmäßig benutze und die nicht wirklich schlechter sind.
Konkret kann ich die folgenden vier Produkte von Decathlon empfehlen:
Fleece-Jacke
Das Fleece hatte ich mir für einen Trip nach Kap Verde geholt, weil es da in Bergen abends schon mal frisch wird, aber eine Polartec-Jacke overkill wäre. Seitdem habe ich es sehr oft und gerne benutzt. Das Ding ist absolut basic, aber warm, bequem und schön leicht. Wirklich ein solides Produkt, wo es nichts zu meckern gibt.
Isolationsjacke
- Gewicht: 370 g
- Wasserabweisendes Obermaterial schützt gegen leichten Regen
- Geeignet für Temperaturen bis 0° C
- Preiswerte und strapazierfähige Isolationsjacke für kühlere Temperaturen
Ich habe mir diese Kapuzenjacke aus 100 % recyceltem Polyester auf Teneriffa gekauft, weil ich irgendetwas zum Wandern für kühlere Temperaturen brauchte und meine UL-Dauenjacke dafür zu filigran ist. Hält meiner Erfahrung nach bis ca. 0 °C Grad warm, die -5° C Angabe ist etwas unrealistisch. Für Wanderungen im Frühjahr und Herbst aber ein Superding.
T-Shirt
- Gewicht: 148 g
- Robustes Mischgewebe aus 70% Merinowolle und Synthetikmaterial
- Schnelltrocknend und atmungsaktiv
- Geruchshemmend
Das T-Shirt von Decathlon ist vielleicht nicht ganz so superangenehm auf der Haut wie die Sachen von Icebreaker. Aber dafür kostet es auch nur ein Drittel. Wenn du auf das bisschen Luxus verzichten kannst (und es ist wirklich kein Riesenunterschied), bekommst du hier ein solides, funktionales Merino-Shirt, das macht, was es soll.
Thermo-Unterwäsche
- Gewicht: 191 g
- Gutes Tragegefühl dank 86 % Merinowolle
- 4 % Elasthananteil für Komfort und Bewegungsfreiheit
- Geruchshemmend
Hier gilt im Prinzip das gleiche wie beim Shirt. Das Tragegefühl ist vielleicht nicht ganz so edel, aber von der Funktion passt es. Ich trage inzwischen doch lieber die oben erwähnte Unterwäsche von Ortovox, weil sie bequemer ist. Aber das hat auch seinen Preis. Wenn du für den Start nicht ganz so viel ausgeben willst, machst du mit der langen Unterhose von Decathlon nichts falsch.
Zelte
Preiswerte Zelte bekommst du z.B. von den China-Marken Naturehike und 3F UL Gear. Diese Zelte haben inzwischen einen guten Ruf in der Community und sind auch außerhalb von Westeuropa sehr beliebt. In Indien gilt Naturehike z.B. als Premium-Marke. Auch das Lanshan von 3F UL Gear ist dort extrem populär und quasi das Highend-Zelt für Himalaya-Treks.
- leichtes 2-Personen-Zelt
- robuste Verarbeitung, 15D-Nylon-Ripstop
- Wassersäule: 5000 mm
- geeignet für 3 Jahreszeiten
- Gewicht: 1.079g
👉 Lesetipp: 20 empfehlenswerte Ultraleicht-Zelte im großen Vergleich.
Wie du richtig packst: Szenario-Planung
Wie eingangs erwähnt: Es gibt nicht die eine „ultimative“ oder einzig wahre Packliste. Jeder Trek hat ein anderes Szenario mit anderen Anforderungen. Eine konkrete Packliste ohne geografischen und klimatischen Kontext ist relativ sinnfrei, da sie entweder lebensgefährlich ist (zu wenig Schutz) oder unnötig belastet (zu viel überflüssiges Zeug).
Die obige Packliste von mir ist daher auch keine fixe Inventarliste. Deine eigene ganz persönliche Packliste kann ganz anders aussehen und auch ich passe meine Packliste an die Gegebenheiten an. Eine Packliste ist immer dynamisch und ergibt sich aus der Antwort auf diese drei Fragen:
- 📅 Wann? (Saisonale Bedingungen)
- 🧭 Wo? (Geografische Besonderheiten)
- 👤 Wer? (Individuelle Fähigkeiten und Bedürfnisse)
Beispiel: Wenn du weißt, dass du in einer trockenen regenarmen Gegend im Sommer unterwegs bist, kannst du auf ein geschlossenes Zelt verzichten und nur ein Tarp mitnehmen – das spart Gewicht, ohne dass du an Sicherheit verlierst. Andererseits musst du aber mehr Wasser mitnehmen und brauchst eventuell zusätzliche Behälter.

Eine gute Packliste ist letztlich das Ergebnis guter Tourenplanung. Du informierst dich vorher über die Gegebenheiten und passt die Packliste an das zu erwartende Szenario an. Dank Internet ist das heute viel einfacher als früher. Es gibt eine Fülle von Informationen oder Möglichkeiten sich mit anderen auszutauschen.
Der große Vorteil dieser Methode: Sie hilft dir dabei, den Rucksack nicht mit „Was wäre wenn“-Gegenständen zu überladen. Anstatt für jede theoretisch mögliche Katastrophe einen eigenen Gegenstand einzupacken, planst du basierend auf wahrscheinlichen Szenarien.
❌ Schlechte Planung
„Es könnte frieren, also nehme ich den schweren Winterschlafsack mit.“ → Packen aus Angst statt aus Erfahrung.
✅ Realistische Planung
„Die Statistik sagt Tiefstwerte von 5 °C voraus. Ich nehme einen leichten 5-°C-Schlafsack mit. Falls es doch eine Rekordnacht mit −2 °C gibt (Extremszenario), ziehe ich zusätzlich meine Daunenjacke im Schlafsack an.“
Natürlich gehört immer auch persönliche Erfahrung dazu. Das lässt sich nicht ersetzen oder gänzlich wegplanen. Dennoch gilt: Eine solide Tourenplanung ist viel wichtiger als die neueste oder teuersten Ausrüstung mitzunehmen. Der allerwichtigste Gegenstand auf der Packliste ist dein Verstand.

So baust du deine eigene Trekking-Packliste
Bis du eine vollständige Packliste zusammen hast, die genau zu deinen Anforderungen passt, wird ein wenig Zeit vergehen. Das war bei mir nicht anders und gehört dazu – ebenso die unvermeidlichen Fehlkäufe, z.B. wenn man sich mal wieder von den neuesten Gear-Videos auf YouTube und Co. hinreißen lässt.
Deshalb hier 3 Tipps, die dir dabei helfen eine Packliste zusammenzustellen ohne tausende von Euro auszugeben:
🔍 1: Mache eine Bestandsaufnahme
Bevor du für irgendetwas Geld ausgibst, schau dir deine komplette Ausrüstung und mache eine ehrliche Bestandsaufnahme:
- Wo stehst du gerade? Bist du bereits gut ausgestattet, kompletter Neuling oder irgendwo dazwischen?
- Was brauchst du wirklich – was kann noch warten?
- Und ganz realistisch: Wie viel willst (und kannst) du ausgeben?
🥾 2. Der Weg ist wichtiger als das Ziel
Wenn du gerade erst anfängst, gib nicht unnötig viel Geld aus, indem du auf einen Schlag irgendwelche Best-of-Listen komplett nachkaufst. Am wichtigsten sind erstmal die Basics: Zelt, Schlafsystem und Rucksack. Wenn das steht, kannst du dein Setup nach und nach verfeinern – mit der Zeit findest du von selbst heraus, was für dich funktioniert und was nicht.
⚠️ 3: Vermeide Perfektionismus
Wenn du merkst, dass du dich zunehmend in Details verlierst und versuchst, die Packliste immer weiter zu perfektionieren – Pause einlegen. Bei Ausrüstung kann man sich extrem schnell verzetteln und meistens ist es das nicht wert. Konzentriere dich erstmal auf die großen, wichtigen Dinge. Alles andere muss nicht perfekt sein – gut genug reicht in der Regel völlig aus.

Mein wichtigster Tipp an dich
So…das war jetzt eine ganze Menge Input. Falls du noch nicht genug hast, findest du weitere Tipps in meinen Artikel über Ultraleicht-Trekking für Einsteiger. Außerdem gibt es hier eine Übersicht der besten Online-Shops für leichte Trekking-Ausrüstung. Jetzt aber genug gepackt! Ich hoffe, dass ich dir mit dieser Packliste einige nützliche Anregungen geben konnte.
Ach so… wie oben angekündigt eine Sache noch – mein wichtigster Tipp an dich. Vergiss bei dem ganzen Packen, Vergleichen und Abwiegen niemals eine Sache:
Ausrüstung ist immer nur ein Mittel zum Zweck. Am Ende geht es um das Draußensein: Die unvergesslichen Momente in der Natur und die Erlebnisse, die du beim Trekking hast – nicht darum die neuesten Klamotten und das leichteste Gear zu besitzen.

Worauf es wirklich ankommt
Viele Leute geraten in Versuchung, ihre Ausrüstung immer weiter zu optimieren. Das kann schnell ausarten, ich hatte selbst so eine Phase. Und die Outdoor-Industrie macht es einem auch sehr leicht. Ständig kommen neue Sachen raus. Im Prinzip kannst du immer wieder kaufen, kaufen, kaufen und wirst trotzdem nie das Gefühl los: Da gibt es schon wieder was Besseres. Das ist natürlich gewollt – that’s capitalism, baby!
In unserer modernen Outdoor-Kultur besteht eine ungesunde Gear-Fixierung – so als ob man möglichst viele Dinge besitzen muss, um rauszugehen. Klar – natürlich braucht es einen Grundstock. Aber ab einem gewissen Punkt, wird die Beschäftigung mit Ausrüstung häufig zum Selbstzweck. Am Ende spielen wir doch wieder nur mit unserer Technik, bloß in einer anderen Umgebung.
Im Himalaya habe ich Trekker kennengelernt, die mit Billig-Tarps und einfachen Schaumstoffmatten auf dem 5.000 Meter hohen Miyar-Gletscher übernachten. Das heißt nicht, dass das jeder so machen muss. Aber es hat mir gezeigt, dass man auch mit sehr wenig sehr viel machen kann. Ob du einen Trek erfolgreich beendest – das hängt in erster Linie nicht von der Ausrüstung ab, sondern vom Mindset, der Erfahrung – und davon, ob du wirklich Lust drauf hast.
In diesem Sinne wünsche ich viele schöne Erlebnisse und viel Spaß bei deinen zukünftigen Unternehmungen:)

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schöner guide. habe direkt manches übernommen. was garnicht geht sind die teilweise extrem überteuerten sachen. bei schuhen verstehe ich noch, das man für etwas mehr geld, bessere qualität gibt. aber selbst da gibt es immer auch gute günnstige alternativen. aber einen kocher aufsatz für 70 euro? oder einen wasserfilter für 80? das muss nun wirklich nicht seien. mein kochaufsatz hatt zum beispiel 5 euro gekostet. ist viel leichter, und hatt mich noch nie im stich gelassen. mein wasserfilter, wellvio viostraw 24 euro, und es geht noch günnstiger. die qualität ist dieselbe, oder sogar besser. zb mein wasserfilter ist in diversen vergleichen vorne mit dabei. den den du benutzt, ist meist nicht sehr gut bewertet. generel empfehle ich immer tests und vergleiche für alle produkte zu lesen. auch bewertungen. auch titan kochgeschierr braucht man nun wirklich nicht. alluminium ist leichter und viel günnstiger. es hält villeicht nicht 100 jahre, aber lange genug bei sorgsamen umgang. so genug gemeckert. wie anfangs gesagt, ein guter guide. in zukunft währe es schön, wenn du auch günnstige alternativen verlinken würdest. zu guter letzt noch eine sache die ich immer mitnehme. einen feuerstahl/magnesium feuerstarter. bisher habe ich ihn zwar selten gebraucht, aber er wiegt nicht viel, und ich habe ein gutes gefühl, wenn ich weis, das ich notfalls immer ein feuer anbekomme. natürlich habe ich auch immer ein feuerzeug dabei, aber ich fühle mich trotzdem besser mit feuerstahl
Hi Moritz,
vielen Dank für deine Rückmeldung! Ja…stimmt, günstige Alternativen aufzuführen wäre tatsächlich eine Idee. Wobei ich in dem Artikel hier halt erstmal meine Packliste vorstellen wollte, die für mich sehr gut funktioniert. Und ich kenn natürlich auch nicht jedes einzelne Produkt, das es gibt. Insofern – danke für deine Anregungen:) „Extrem überteuert“ finde ich meinen Wasserfilter oder den Kocher jetzt aber nicht. Das ist vergleichbar mit den Preisen von anderen bekannten Herstellern. Und die Kocher von MSR und Jetboil sind teilweise sogar noch teurer. Bei dem Sawyer hab ich auch schon öfter nicht so gute Bewertungen gelesen. Kann ich aber persönlich nicht nachvollziehen. Ich besitze den jetzt seit über 2 Jahren und der funktioniert immer noch so gut wie beim ersten Mal. Ob man Titan-Geschirr braucht oder nicht… darüber kann man sich jetzt streiten. Ich hab auch schon einen Alu-Topf von Decathlon benutzt, der war aber trotz des geringeren Materialgewichts von Aluminium schwerer, weil dickere Wände. Am Ende muss man halt schauen, ob es einem die paar Gramm Gewicht weniger wert sind. Ich setzt da eher auf das Motto „einmal Qualität gekauft und dann muss ich mir nie wieder Gedanken drüber machen“.
Viele Grüße
Selim
Ich hoffe, du brauchst deine Tempo-Taschentücher nicht nach dem „grossem Geschäft“……, es geht in der freien Natur – insbesondere im Hochgebirge eine Ewigkeit, bis solche Taschentücher zersetzt sind. Ebenso enthalten sie einige Stoffe, die für die Natur nicht vorteilhaft sind.
Verwende doch handelsübliches, oder noch besser – recyceltes ungebleichtes Klopapier. Muss ja nicht gleich eine ganze Rolle sein.
Dies fehlt auf deiner Liste
Haha sehr gut aufgepasst:) Das Klopapier zähl ich zu den Verbrauchsgütern und hab es nicht nochmal extra gelistet. Sind die Tempos im Prinzip auch, aber die benutze ich meistens nur dann, wenn ich mal nen Kratzer hab und das reinigen muss oder zum Saubermachen des Geschirrs, wenn grad kein Wasser vorhanden ist. Und nein… natürlich schmeiß ich die nicht einfach in die Pampa. Ich bin da ziemlich pingelig und pass schon gut auf.
Viele Grüße
Selim
Eine wirkliche Sehr wertvolle Seite. Allerdings solltest du keine Daunenprodukte empfehlen, weil Daunen fast immer unter tierquälerischen Bedingungen „geerntet“ wurden.
Puh… ich glaub das kann man jetzt nicht so verallgemeinern. Die Quilts von Katabatic sind z.B. nach dem Responsible Down Standard zertifziert, d.h. die Federn werden nicht von lebenden Tieren gerupft und bei Montbell geben sie zumnindest an, dass sie auch darauf achten. Ich will jetzt natürlich nicht ausschließen, dass es Firmen gibt, die das anders machen. Aber als Konsument kann ich mich im Vorfeld zumindest schlau machen und darauf achten, nur Produkte von Unternehmen zu kaufen, die diese Standards einhalten.
Viele Grüße
Selim
hallo Selim, mir gefallen alle Beiträge wirklich gut und ich finde sie sehr hilfreich. Bin richtig traurig, dass ich schon relativ alt (61) bin und nicht mehr so viel werde machen können wie ich gerne würde, aber diese Beiträge machen mir Mut Dinge auf eigene Faust zu versuchen weil ich mich gut informiert fühle. Es ist sehr wertvoll auf all diese Infos, und dazu völlig kostenfrei (ausser man spendet) zugreifen zu können ohne die Couch zu verlassen. Fühle mich richtig bestätigt, weil ich die empfohlene Therm-a-Rest NeoAir Xlite alleine an Hand von Testergebnissen und Berichten herausgefiltert hatte, bin auch sehr zufrieden damit, es gibt sie in einer kleinen Ausführung für Frauen die noch mal etwas leichter ist. Habe sie auch meinem Sohn geschenk.t der auch sehr zufrieden ist. Das mit den Daunenprodukten ist definitiv ein kontroverses Thema, aber auf einer Packliste für den Tourenrucksack dürfen sie als Option m.E. nicht fehlen, jeder antwortet seinem eigenen Gewissen. Ich fände es hilfreich wenn z.B. Ben xh einen Beitrag schreiben könnte in dem er vergrleichbare vegane Produkte mit ähnlicher Funktionalität und ähnlich niedrigem Gewicht aufführen würde. Auf Grund von Deinem Blog habe ich mich entschieden das auf Creta demnächst ohne Guide zu machen und freue mich jetzt schon. Ich hoffe Du schreibst den Blog weiter, danke, nina
Hi Nina,
und vielen Dank für deine netten Worte. Ich denke, man kann auch mit 61 noch jede Menge coole Sachen machen und freue mich natürlich, wenn ich dir dabei ein klein wenig helfen und dich inspirieren konnte:) Den Blog schreibe ich natürlich in Zukunft weiter – keine Sorge. Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß auf Kreta!!
Viele Grüße
Selim
Hey Selim,
mir und meiner Freundin hast du echt mega geholfen bei unserer Packliste für La Gomera! Wie auch du, wollen wir beide Hauptwanderrouten verknüpfen (gut, vielleicht nicht so extrem wie du :D) und im Vergleich zu dir jeden Abend in einer Unterkunft übernachten. Nun frage ich mich, ob ich einen Wasserfilter mitnehmen soll oder lieber mind. 3 Liter Wasser mit mir herumschleppen soll? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit jetzt im August auf Quellen zu stoßen? Vielleicht kannst du mir bei dieser Frage noch helfen.
Vielen Dank nochmal für all deine geteilten Reiseerfahrungen, genau das, was man als Abenteurer sucht 🙂
Leibe Grüße,
Laura
Hi Laura,
und vielen Dank für deine netten Worte. Um es kurz zu machen: Ja… der Wasserfilter ist auf La Gomera komplett überflüssig. Es gibt da ohnehin schon kaum bzw. so gut wie gar keine natürlichen Quellen/Flüsse/Bäche etc. Im August dann natürlich erst nicht. Da ist Wasserschleppen angesagt. 3 Liter pro Tag + Person sollte aber auf jeden Fall ausreichen. Wenn ihr wieder zurückseid, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen, wie das Wetter so war. Ich kenne die Kanaren bis jetzt ja immer nur aus dem Winter.
Viele Grüße
Selim
Hi Selim,
ich bin neu auf deiner Website & sag schon mal, toll was du hier machst.
Danke für die spannende Einblicke in deine Packliste.
Ich bin ebenfalls ein großer Osprey-Fan, der Ultralight sieht echt praktisch aus.
Für die preisbewussten Reisenden: Früher gab es bei Decathlon auch so einen Mini-Rucksack von Quechua mit 10 l Volumen (klar ist natürlich fast nur die Hälfte vom Osprey). Aber den verwende ich sehr gerne als Daypack… Ich finde ihn immer erstaunlich komfortabel zu tragen, auch wenn er voll ist. Da besitze ich teurere Daypacks, deren Tragegurte mir weniger gut tun. Leider scheint es den Quechua nicht mehr zu geben – inzwischen bietet Decathlon einen 10 l von Forclaz für 5 Euro an, vielleicht leistet der ja Ähnliches.
Hi Chris,
und danke für deine netten Worte. Und ja… der kleine Osprey-Rucksack ist wirklich super. Ich hatte damit in Nepal sogar schon einen zweitägigen Trip mit Übernachtung in einer Dschungel-Hütte gemacht und es hat vom Platz her gepasst:) Den Forclaz-Pack hat ein Freund von mir, der ist auch nicht schlecht, aber dann wirklich nur als Daypack geeignet. Ich finde diese Mini-Rucksäcke aber wirklich super, da man ja auch beim Trekking immmer mal wieder ohne den großen Rucksack unterwegs ist.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim
Als ich auf deine Packliste gestossen bin musste ich lächeln. Denn meine ist fast die Selbe. R1, Lunar Solo, etc..
Ich habe mir auch deine Treks nach Nepal angeschaut.
Ich habe vor Mitte Oktober bis Mitte November “nur” auf den Gokyo Ri (ca. 5300 m) via Dole – Machhermo zu wandern und wahrscheinlich den gleichen Weg zurück.
Benötige ich für die Teehäuser einen Schlafsack?
Ich bin absolut nicht kälteempfindlich und dachte ich nehme einen Sea to Summit Thermolite Reactor Standard – Liner zur Hygiene plus ein Thermarest Juno Blanket (ist eigentlich nur eine Picknickdecke dafür sehr leicht) mit. Das hatte ich zuletzt beim Campen in NZL bei ca. 8° C und es war kurzärmlig O.K..
Das zusammen mit einer Yakdecke und langärmlig sollte dann völlig reichen für die Zeit in Teehäusern.
Was meinst du mit deiner Erfahrung bzw. was würdest du mir raten?
Vielen Dank im Voraus für eine Antwort und Beste Grüsse aus Zürich
Wolfgang
Hi Wolfgang,
ja… mit dieser Packliste bin ich wirklich sehr glücklich und ich hab da auch schon seit längerer Zeit keine großen Änderungen mehr dran vorgenommen. Zuletzt hatte ich mir einen neuen 70-Liter Rucksack + wärmeren Quilt geholt, das war aber zum autarken Anden-Trekking in Peru. Da braucht man schon etwas andere Sachen und vor allem mehr Platz für Essen, diese Liste werde ich demnächst nochmal hier auf dem Blog posten.
Zu deiner Frage: Ich denke, wenn du von Oktober – November in die Everest-Region in Nepal fährst, kannst du ab ca. 3.500 Metern nachts mit recht hoher Wahrscheinlichkeit mit Außen-Temperaturen unter 0° C rechnen. Ich schätze, das wird auch in den Lodges sehr sehr kalt. Die Isolierung ist da nicht so toll und die Schlafräume sind in der Regel ungeheizt. Die Frage wäre dann, ob du schon mal Erfahrung mit solchen niedrigen Temperaturen gemacht hast. 8° C und 0° C ist schon ein ziemlicher Unterschied. Und es ist natürlich immer eine Frage der persönlichen Einstellung – du schreibst ja, dass du überhaupt nicht kälteempfindlich bist. Ich selbst bin eher das Gegenteil:) Ich würde da auf jeden Fall einen leichten Schlafsack bzw. Quilt mit (sicherer) Komfort-Temperatur bis ca. 0 ° C mitnehmen.
Viele Grüße
Selim