Wandern in Teneriffa: Meine 15 Lieblingstouren (mit GPS-Tracks)

Wanderparadies Teneriffa: Die größte der Kanarischen Inseln bietet eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt, angenehme Temperaturen und ein riesiges Wegenetz. Ich habe mehrere Monate auf Teneriffa überwintert und die Wanderwege der Insel von vorne bis hinten erkundet. In diesem Artikel stelle ich meine 15 Lieblings-Wanderungen vor. Außerdem: Jede Menge praktische Tipps, die du zum Wandern auf Teneriffa brauchst.

In diesem Artikel:

„Nirgends habe ich ein so harmonisches Landschaftsgemälde vor mir gehabt wie in Teneriffa.“ So schwärmte Alexander von Humboldt, als er im Juni 1799 die größte der Kanarischen Inseln betrat. Und wer mag es ihm verdenken? Die Schönheit dieses Miniatur-Kontinents im Atlantik ist legendär. Sie reicht vom tiefblauen Atlantik über neblige Lorbeerwälder, zerklüftete Felsenberge und marsähnliche Vulkanlandschaften – alles überragt vom schlafenden Haupt des Teide, dem höchsten Berg Spaniens.

Im Unterschied zu Humboldt war ich schon einige Male auf Teneriffa und habe auch mal ganze drei Monate auf der „Insel der Glückseligen“ überwintert – und zwar in dem kleinen Dörfchen Las Mercedes, direkt am Fuße des mystischen Anaga-Gebirges. Von dort aus habe ich jeden Winkel Teneriffas auf vielen langen Wanderungen intensiv zu Fuß erkundet und eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft kennengelernt.

In diesem Artikel zeige ich dir 15 Lieblingswanderungen auf Teneriffa – Touren, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Einsame Küstenpfade im Anaga-Gebirge, spannende Höhenwege und historische Routen der Einheimischen bis hin zu einigen abenteuerlichen Geheimtipps abseits der üblichen Routen. Zu jeder Tour findest du eine detaillierte Wegbeschreibung, Karte und einen GPX-Track zum Nachwandern.

Teneriffa: Karte meiner 15 Lieblingswanderungen

Teneriffa – 15 Wanderungen | Der Eskapist

Alle 15 Touren auf einen Blick. Klicke auf eine Tour, um die jeweilige Route direkt auf der Karte anzuzeigen. Über „Tour ansehen“ gelangst du anschließend zur ausführlichen Beschreibung.

leicht mittel schwer
Schwierigkeit
Leicht

Gut markierte Wanderwege ohne technische Schwierigkeiten. Die Touren verlaufen meist auf breiten Wegen oder einfachen Pfaden und sind auch für Einsteiger mit normaler Kondition geeignet.

Mittel

Schmale Pfade, längere Anstiege oder unebenes Gelände sind möglich. Gute Grundkondition und Trittsicherheit sind empfehlenswert.

Schwer

Anspruchsvolle Wanderungen mit steilen Passagen, teilweise ausgesetzten Stellen oder langen Anstiegen. Gute Kondition, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind erforderlich.

Teneriffas wilde Wege – Wanderführer für Teneriffa
Mein Wanderguide für Teneriffa

Teneriffa abseits der bekannten Wege

Du willst Teneriffa nicht nur auf den bekannten Wanderwegen erleben? In meinem Wanderführer „Teneriffas wilde Wege“ zeige ich dir neue und weniger bekannte Touren abseits der üblichen Routen – mit detaillierten Wegbeschreibungen, Karten und GPX-Tracks.

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Die beliebtesten Regionen zum Wandern auf Teneriffa

Landschaft im Anaga-Gebirge auf Teneriffa

Anaga-Gebirge

Das Anaga-Gebirge im Nordosten ist die bekannteste Wanderregion Teneriffas. Hier treffen zerklüftete Vulkanberge auf tiefe Schluchten, dichten Lorbeerwald und die wilde Atlantikküste. Häufig ziehen Wolkenbänke und Nebel auf, was für mystische Stimmungen sorgt.

Häufig bewölkt und Regen
Zerklüftete Berge
Viele Wanderwege
Mystische Lorbeerwälder
Wanderungen im Anaga-Gebirge
Landschaft im Teno-Gebirge auf Teneriffa

Teno-Gebirge

Das Teno-Gebirge ist das zweite große Gebirgs-Massiv auf Teneriffa. Der wilde Nordwesten ist geprägt von steilen Felswänden und dramatischen Schluchten. Einen schönen Kontrast bildet die Hochebene Teno Alto mit ihren sanftgeschwungenen Höhenzügen – fast wie eine sonnigere Version von Irland.

Sonnig und trocken
Tropisch Alpin
Abgelegene Bergdörfer
Atlantikblicke
Wanderungen im Teno-Gebirge
Landschaft in den Medianías auf Teneriffa

Die Medianías

Zwischen Küste und Hochgebirge liegen die grünen mittleren Höhenlagen Teneriffas – das eigentliche Herz der Insel. Diese ländliche Gegend wird von Terrassenfeldern, Weinbergen und Kiefernwäldern geprägt. Außerdem finden sich hier viele traditionelle Gemeinden und Bergdörfer.

Weniger Touristen
Grüne Mittelgebirge
Sehr ursprünglich
Historische Dörfer
Wanderungen in den Medianías
Vulkanlandschaft im Teide-Nationalpark auf Teneriffa

Teide-Nationalpark

Rund um den Teide verändert sich die Landschaft komplett. Der höchste Gipfel Spaniens liegt in einer gigantischen Caldera. Lavafelder, Vulkankegel und bizarre Felsformationen prägen das karge Hochland und verleihen ihm einen fast außerirdischen Charakter.

Lavafelder
Höchster Berg Spaniens
Mondlandschaft
Alpines Vulkangebirge
Wanderungen im Teide-Nationalpark

Die 15 schönsten Wanderungen in Teneriffa: Meine Lieblingstouren

Die folgenden 15 Touren befinden sich in allen Teilen der Insel. Die Mehrzahl ist mittelschwer, also nicht übertrieben lang oder schwierig, aber auch keine Spaziergänge. Neben den offiziellen Wegen sind auch zwei interessante Wanderungen dabei, die nicht auf ausgewiesenenen, markierten Wegen verlaufen.

Wichtig waren für mich:
Landschaft und Kultur: Gibt es ein besonderes landschaftliches oder kulturelles Highlight, das diese Wanderung besonders macht?
Gut erreichbar: Ich war überwiegend mit Bus unterwegs, daher war mir eine zumindest halbwegs gute Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz wichtig.
Abwechslung: Ich mag interessante Wege und schmale Pfade, Straßen und breite Forstwege eher weniger – und wenn, dann nur in Maßen.
Anspruch: Ich bin kein Bergsteiger, aber ich gehe gerne im Gebirge wandern. Daher habe ich keine Abneigung gegen steile Bergpfade und ein paar Höhenmeter – beides gibt’s auch auf Teneriffa.
Wandererlebnis: Am Ende geht es mir vor allem um das Erlebnis und nicht um Schwierigkeit oder Länge. Daher sind in dieser Auswahl auch ein paar kürzere Touren dabei, die sich gut für einen halben Tag eignen.

Ein paar Klassiker sind natürlich dabei, daneben aber auch einige weniger bekannte Wege, die genau so schön sind und die es wert sind, dass man sie erkundet.

Also – Wanderschuhe geschnürt, Rucksack gepackt und los geht´s!

1. Faro de Anaga: Die große Leuchtturm-Runde

Wild, abenteuerlich, landschaftlich spektakulär: Diese großartige Runde zum Leuchtturm „Faro de Anaga“ ist die Königstour im Anaga-Gebirge. Die Wanderung führt auf schmalen, aussichtsreichen Küstenpfaden durch den windgepeitschten Nordosten der Insel, eine dünn besiedelte Gegend, die noch heute stellenweise nur zu Fuß erreichbar ist. Aufgrund der Länge, der kräftigen Anstiege und der teils ausgesetzten Wege ist die Tour nur für konditionsstarke, erfahrene Wanderer zu empfehlen – die werden hier aber mit einem wahren Best-of des Anaga-Gebirges belohnt. Für mich eine der besten Wanderungen auf Teneriffa überhaupt.

Anaga-Gebirge auf Teneriffa – große Leuchtturm-Runde zum Faro de Anaga
Tourinfos
Strecke
19 km
Dauer
8 Std.
Aufstieg
1.230 hm
Abstieg
1.230 hm
Start & Ziel
Playa Roque Las Bodegas
Anfahrt
Buslinie 946 bis Playa Roque Las Bodegas
Besonderheit
Bis El Draguillo guter Weg. Danach ist die alte Route PR-TF-6.3 bis zur Hacienda Las Palmas aus Sicherheitsgründen offiziell gesperrt, da der Weg stellenweise erodiert und von Steinschlägen betroffen ist. Er wird weiterhin begangen, Trittsicherheit und alpine Erfahrung aber zwingend erforderlich. Ausweichmöglichkeit: Von El Draguillo über Cruz del Draguillo nach Chamorga, von dort auf dem Weg PR-TF-6.1 zum Faro und zurück über PR-TF-6. Alternativ direkt in Chamorga starten (Buslinie 947, drei Fahrten/Tag).

Karte & GPX

Schwer Rundwanderung
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1 Start der Wanderung am Playa del Roque de las Bodegas

Die Tour startet am Playa del Roque de las Bodegas, einem der beliebtesten Ausflugsziele an der Nordküste Teneriffas.

2 Straße nach Benijo

Die ersten 2,5 Kilometer führen entlang der Straße bis nach Benijo, wo der eigentliche Wanderweg beginnt.

3 Breiter Wanderweg mit Blick auf die Küste

Der Küstenweg PR 6.2 ist zunächst noch recht breit und bietet schöne Blicke auf die Küste und die dahinter aufragenden Berge.

4 El Draguillo

Schließlich erreichen wir den Weiler El Draguillo, hier endet die Piste.

5 Schmaler Küstenpfad im Anaga-Gebirge

Nun wird der Weg zu dem schmalen Küstenpfad PR TF-6.3, der durch die grünen, grasbewachsenen Nordhänge des Anaga-Gebirges führt.

6 Blick auf die Roques de las Bodegas

Unterwegs bieten sich wunderbare Panoramablicke auf die zwei felsigen, der Küste vorgelagerten Roques de Anaga.

7 Das abgelegene Dorf Las Palmas

Der Pfad führt zu der verlassenen Hacienda Las Palmas, einem alten Weingut aus dem 17. Jahrhundert, das nicht an eine Straße angebunden ist. Heute lebt hier niemand mehr, das Anwesen befindet sich in einem fortgeschrittenen Zustand des Verfalls.

8 Wilder Küstenpfad im Anaga-Gebirge

Danach geht es weiter an der Küste entlang, die jetzt noch wilder und einsamer wird.

9 Blick auf das Tal von Roque Bermejo

Schließlich erreichen wir das Ende der Anaga-Halbinsel und blicken in das Tal hinab, das zu den Häusern von Roque Bermejo führt.

10 Ausgewaschener und rutschiger Pfad

Der Pfad ist etwas ausgewaschen und entsprechend rutschig.

11 Faro de Anaga

Kurze Zeit später erreichen wir den Leuchtturm Faro de Anaga, der ungefähr die Halbzeit der Tour markiert. Am Strand von Roque Bermejo gibt es auch eine kleine Bar (unregelmäßig geöffnet).

12 Aufstieg durch den Barranco de Chamorga

Danach beginnt der anstrengende, aber landschaftlich spektakuläre Aufstieg von der Küste durch die Felsenschluchten des wasserreichen Barranco de Chamorga.

13 Chamorga im Anaga-Gebirge

In dem hübschen kleinen Örtchen Chamorga könnte man die Tour auch schon beenden. Hier gibt es eine Busverbindung.

14 Nebelwald auf dem Weg zum Cruz del Draguillo

Schöner ist aber, auf den schmalen Waldwegen durch die geheimnisvollen Nebelwälder bis zum Cruz del Draguillo weiterzulaufen.

15 PR 6.3 zurück nach Benijo

Von hier führt dann der herrlich aussichtsreiche Weg PR 6.3 hoch über der Küste zurück nach Benijo, wo die Runde endet.

2. Anaga-Wanderung für Genießer: PR TF-10 von Cruz del Carmen bis Punta del Hidalgo

Die Wanderung vom Aussichtspunkt Cruz del Carmen über den Wanderweg PR TF-10 zur Nordküste zählt zu den beliebtesten Touren im Anaga-Gebirge: Sie ist äußerst abwechslungsreich, bietet tolle Aussichten auf einige der schönsten Anaga-Täler und endet in einem spannenden, aber nicht übermäßig schwierigen Felsensteig. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich diese Route gelaufen bin: Beim Start Nebelschwaden und mystische Stimmung im Lorbeerwald, keine zwei Stunden später pralle Sonne und Traumblicke auf den tiefblauen Atlantik. Das ist Teneriffa auf den Punkt gebracht – und eine Wanderung zum Verlieben!

Anaga-Gebirge bei der Wanderung von Cruz del Carmen nach Punta del Hidalgo
Tourinfos
Strecke
10 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
120 hm
Abstieg
1.025 hm
Start & Ziel
Cruz del Carmen → Punta del Hidalgo
Anfahrt
Buslinien 76, 77, 273 oder 274 bis Cruz del Carmen
Besonderheit
Stetiger Abstieg zur Küste, daher ist die Wanderung recht entspannt. Wer möchte, startet schon in Las Mercedes (siehe GPS-Track) und wandert auf dem markierten Weg PR TF-1 durch den zauberhaften Mercedes-Wald bis Cruz del Carmen. Damit fallen ungefähr 300 hm im Aufstieg und 3 km Strecke zusätzlich an.

Karte & GPX

Mittel Streckenwanderung
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1 Aussichtspunkt Cruz del Carmen

Die Tour startet am beliebten und meist überlaufenen Aussichtspunkt Cruz del Carmen. Von hier bietet sich ein toller Panoramablick über das Tal von La Laguna bis zum Teide.

2 Mercedes-Wald mit Lorbeerbäumen

Direkt hinter dem Aussichtspunkt betreten wir den dichten Mercedes-Wald mit seinen mystischen Lorbeerbäumen und moosbewachsenen Felsen.

3 Casas del Rio

Der Weg führt zunächst bis zu den Gehöften der Casas del Rio. Ab hier wird der Wald langsam lichter und die Landschaft öffnet sich.

4 Feldweg mit Blick auf das Anaga-Gebirge

Wir spazieren überwiegend auf gemütlichen Feldwegen und genießen die tollen Aussichten auf das Anaga-Gebirge.

5 Wanderweg vor Carboneras

Vor dem Dörfchen Carboneras kreuzen wir mehrmals die Straße, danach geht es weiter auf aussichtsreichen Wegen.

6 Blick auf den Roque de Taborno

Unterwegs bieten sich unter anderem tolle Aussichten auf den Roque de Taborno, das „Matterhorn Teneriffas“.

7 Chinamada mit Höhlenwohnungen

Schließlich erreichen wir das malerisch gelegene Dorf Chinamada, das für seine Höhlenwohnungen und weitläufigen Terrassen bekannt ist.

8 Mirador del Aguadei bei Chinamada

Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Aussichtspunkt „Mirador del Aguadei“ direkt über der Steilküste. Der Abstecher dauert etwa 10 Minuten.

9 Felsensteig hinter Chinamada

Hinter Chinamada wird der Weg zu einem Felsensteig mit wunderbaren Aussichten in den Barranco del Río.

10 Schmaler Felsensteig mit Tiefblicken

Der Weg ist teilweise schmal und bietet tolle Tiefblicke – eine spannende Wanderung, ohne ins Extreme abzudriften. An den steileren Stellen sind als Hilfe grobe Stufen in die Felsen gehauen.

11 Roque Dos Hermanos

Besonders schön sind hier die Blicke auf den markanten Zwillings-Felsen „Roque Dos Hermanos“. Der Legende zufolge stürzten sich hier zwei Guanchen-Brüder ins Meer, weil sie sich verbotenerweise heimlich liebten. Darauf zerbrach der Berg aus Trauer über den Tod der Brüder.

12 Gesicherter Weg über der Steilküste

Heute besteht keine Absturzgefahr mehr, da die schwindelerregenden Stellen über der Steilküste mit Holzgeländern gesichert sind.

13 Punta del Hidalgo

Ein letzter steiler Abstieg führt uns zum Flussbett des Barranco del Río. Anschließend folgen wir der Schotterpiste, die uns in etwa 25 Minuten ins Zentrum des Küstenstädtchens Punta del Hidalgo führt.

3. Lost-Place-Wanderung zum Semáforo von Igueste

Diese kurze, aber knackige Tour im Nordosten Teneriffas startet in dem malerischen Bergdörfchen Igueste de San Andrés und führt von dort zum „Semáforo“ – eine 1895 erbaute Signalstation, die einst einfahrende Schiffe an den Hafen von Santa Cruz meldete und heute als Lost Place verfällt. Eine ruhige, wirklich schöne Wanderung, an der mir vor allem auch Igueste de San Andrés gefallen hat. Das schmucke kleine Dörfchen im Süden des Anaga-Gebirges ist ziemlich abgelegen und herrlich verschlafen, hier fühlt man sich fast schon wie auf La Gomera.

Wanderung zum Semáforo von Igueste auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
6 km
Dauer
3 Std.
Aufstieg
712 hm
Abstieg
712 hm
Start & Ziel
Igueste de San Andrés
Anfahrt
Buslinie 945 bis Haltestelle „Igueste de San Andrés“
Besonderheit
Relativ kurze Wanderung, unterwegs toller Blick auf einen der schönsten Sandstrände Teneriffas. Teilweise steiler Anstieg, überwiegend auf gut ausgebautem Weg. Der Semáforo ist baufällig, aber nicht abgesperrt. Beim Erkunden der Gebäude ist dennoch etwas Vorsicht geboten.

Karte & GPX

Leicht Rundwanderung
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1 Igueste de San Andres

Start der Wanderung ist die Bushaltestelle „Igueste de San Andres“ oberhalb des Barrancos, der die beiden Ortshälften trennt.

2 Wegweiser zum Semáforo von Igueste

Hier befindet sich ein Wegweiser, auf dem der Weg zum Semáforo als PR TF-51.1 ausgewiesen ist.

3 Iglesia de San Pedro Apóstol in Igueste

Der Weg führt zunächst an der Kirche „Iglesia de San Pedro Apóstol“ vorbei, hinter den letzten Häusern geht es weiter über Treppen hinauf.

4 Friedhof von Igueste

Ein kurzer lohnenswerter Abstecher führt in rund 10 Minuten zu dem kleinen, aber sehr gepflegten Friedhof von Igueste.

5 Aufstieg zum Semáforo von Igueste

Wieder zurück geht es jetzt links den Berg hinauf. Der Weg überwindet auf knapp 1 km 300 hm und ist stellenweise steil, ansonsten aber breit und bequem zu laufen – teilweise auf leicht ausgewaschenen Felsstufen.

6 Playa de las Teresitas vom Wanderweg zum Semáforo

Ein Highlight beim Aufstieg ist der fantastische Blick auf den Playa de las Teresitas – einer der wenigen „weißen“ Strände Teneriffas (also nicht vulkanisch).

7 Weggabelung beim Aufstieg zum Semáforo

Wir erreichen eine Weggabelung – hier nehmen wir den rechten Weg.

8 Verfallene Signalstation Semáforo von Igueste

10 Minuten später kommen wir oberhalb der Signalstation heraus, ein Trampelpfad führt hinunter in den Gebäudekomplex.

9 Verfallene Gebäude am Semáforo von Igueste

Das Gelände ist seit 1970 außer Betrieb und entsprechend baufällig, daher ist beim Erkunden der Gebäude etwas Vorsicht angebracht.

10 Weg oberhalb des Semáforo von Igueste

Wer auf dem Rückweg noch etwas höher aufsteigen will, nimmt an der Abzweigung den linken Weg und wandert den Hügel weiter hinauf.

11 Panoramablick auf die Küste und das Anaga-Gebirge

Dieser Weg führt in rund 15 Minuten zu einer alten Ruine, kurz darauf zu einem Aussichtspunkt mit wunderbarem 360° Panoramablick auf die Küste und das Anaga-Gebirge.

12 Höhlenwohnungen oberhalb von Lomo Bermejo

An der Ruine führt ein weiterer unmarkierter Pfad nördlich zu einigen Höhlenwohnungen oberhalb von „Lomo Bermejo“, das Gelände ist aber recht steil und unübersichtlich. Besser ist daher wieder auf dem gleichen Weg abzusteigen.

13 Weg zurück nach Igueste de San Andres

Von der Abzweigung ist es eine gute halbe Stunde, dann sind wir wieder in Igueste.

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4. Vulkanwanderung der Extraklasse: Die Chinyero-Umrundung

Diese spannende Rundwanderung im Nordwesten Teneriffas führt durch die jüngste Lavalandschaft der Insel: die gigantischen Asche- und Lava-Felder, die beim Ausbruch des Vulkans Chinyero im Jahr 1909 entstanden – der letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa überhaupt. Es ist eine streckenweise geradezu geisterhafte Landschaft mit faszinierenden Kontrasten zwischen der rostbraunen Asche und den giftgrünen Kanarischen Kiefern, die es dennoch schaffen, in dieser Einöde zu überleben. Ich war mehrmals hier oben, immer im Nebel. Dennoch war das für mich eine der Touren, an die ich gerne zurückdenke.

Chinyero-Umrundung auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
11 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
305 hm
Abstieg
305 hm
Start & Ziel
Las Arenas Negras
Anfahrt
Buslinien 325, 460, 461 oder 462 bis Santiago del Teide
Besonderheit
Der beliebteste Start ist der Rastplatz Las Arenas Negras, der allerdings nur über eine holprige Fahrpiste erreichbar ist (Unterfahrschutz sinnvoll). Wer mit dem Bus kommt, startet am besten in Santiago del Teide und folgt dem PR TF-43.3 durch das Valle Arriba, später zwischen den Montañas Negras hindurch bis zum Rundweg um den Chinyero. Der Vulkan liegt genau auf der Höhe des Passatwolkengürtels, gerade im Winterhalbjahr ziehen mittags häufig Wolken auf – daher am besten frühmorgens starten.

Karte & GPX

Mittel Rundwanderung
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1 Start an der Zona de Acampada Arenas Negras

Der Weg startet an der Zona de Acampada Arenas Negras und führt zunächst in einer geraden Linie durch die Kiefernwälder nach Süden.

2 Aschefelder bei Arenas Negras

Schließlich bleiben die Bäume zurück und wir erreichen die ersten Aschefelder.

3 Abstecher zum Montaña Negra

Wer mag, kann etwa 1,5 Kilometer hinter Arenas Negras einen kleinen Abstecher zum Montaña Negra machen. Dazu zweigen wir rechts auf den Kanalweg ab und folgen dem Canal de Vergara, bis wir auf einen Schotterweg Richtung Süden treffen, der sich schließlich wieder mit dem Hauptweg vereint.

4 Erkaltete Lavaströme

Im weiteren Verlauf wandern wir entlang erkalteter Lavaströme. Am besten ist, die Runde im Uhrzeigersinn zu machen. So steigern sich die Landschaftseindrücke immer weiter.

5 Weg durch grobes Lavagestein

Stellenweise führt der Weg mitten durch das grobe Lavagestein.

6 Volcan Chinyero

Schließlich kommt der markante Kegel des Volcan Chinyero in Sicht.

7 Rundweg um den Volcan Chinyero

In einigem Abstand laufen wir einmal um den Vulkan herum.

8 Montaña de la Cruz

Auf der westlichen Seite passieren wir den teilweise bewaldeten Montaña de la Cruz.

9 Felsformationen aus erkaltetem Lavagestein

Der Weg führt direkt an einigen beeindruckenden Felsformationen aus erkaltetem Lavagestein vorbei.

10 Rückweg nach Arenas Negras

Schließlich treffen wir wieder auf den Hauptweg, der uns zurück in die Wälder und nach Arenas Negras bringt.

5. Teno-Gebirge: Von Santiago del Teide bis zur Masca-Schlucht

Diese schöne Tour im Teno-Gebirge vereint gleich mehrere Highlights: das verschlafene Bergdörfchen Santiago del Teide, den aussichtsreichen Wanderweg durch die „Cumbres de Bolico“, die Wetterscheide zwischen Teneriffas Nord- und Südhälfte, und zum Schluss den vielleicht besten Blick auf das Bergdorf Masca direkt über der berühmten Masca-Schlucht.“ Masca ist natürlich recht überlaufen und eher die Disneyland-Version eines Kanarischen Bergdorfs. Aber hier gilt: Der „Weg ist das Ziel“ und ich habe diese Tour in sehr guter Erinnerung behalten.

Wanderung von Santiago del Teide nach Masca auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
8,5 km
Dauer
4 Std.
Aufstieg
305 hm
Abstieg
625 hm
Start & Ziel
Santiago del Teide → Masca
Anfahrt
Buslinien 325, 461, 462 bis Haltestelle „Santiago del Teide“. Rückfahrt von Masca mit den Buslinien 355 oder 365.
Besonderheit
Die Rückfahrt von Masca kann etwas Nerven kosten: Die Zufahrtsstraße ist so schmal, dass hier nur die kleinen Linienbusse fahren können. Außerdem gibt es nur sehr wenige Verbindungen – und natürlich will am Ende jeder wieder nach Hause. Bei der Rückfahrt würde ich mich mental also schon mal auf Szenen wie in der Titanic einstellen.

Karte & GPX

Leicht Streckenwanderung
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1 Start der Wanderung in Santiago del Teide

Wir starten in Santiago del Teide. Der Weg nach Masca beginnt einige hundert Meter außerhalb des Zentrums direkt an der Autostraße.

2 Schmaler Pfad zur Cumbre de Bolico

Hier führt ein schmaler Pfad die Hänge zur Cumbre de Bolico hinauf.

3 Aufstieg zur Degollada de la Mesa

Der Weg ist unkompliziert und kaum zu verfehlen. Der einzige Anstieg von etwa 300 Höhenmetern erfolgt gleich zu Beginn bis zum Pass „Degollada de la Mesa“.

4 Abstieg hinter der Degollada de la Mesa

Nach dem Pass steigen wir zunächst kurz wieder ab.

5 Blick auf La Gomera

Vom Weg bieten sich nun schöne Blicke auf die Nachbarinsel La Gomera am Horizont.

6 Wegweiser an der Cumbre de Bolico

Kurz vor der Cumbre de Bolico (1.176 m) treffen wir auf einen Wegweiser. Wir folgen weiterhin dem Weg PR TF-51.

7 Wanderweg auf dem Kamm der Wetterscheide

Der weitere Verlauf ist sehr reizvoll: Wir wandern genau auf dem Kamm, der die Wetterscheide zwischen dem kargen Südteil der Insel und dem grüneren Norden bildet.

8 Blick ins Tal mit verstreuten Siedlungen

Immer wieder bieten sich schöne Blicke ins Tal mit seinen verstreuten Siedlungen.

9 Panorama mit La Gomera

Auch hier begleitet uns das Panorama von La Gomera.

10 Blick auf Masca und die Masca-Schlucht

Schließlich taucht links unter uns Masca auf, im Hintergrund führt die berühmte Schlucht hinab zum Meer.

11 Abstieg zur Straße nach Masca

Auf dem letzten Abschnitt laufen wir hinunter zur Straße nach Masca, die wir einmal kreuzen.

12 Zentrum von Masca

Ungefähr 10 Minuten später erreichen wir das Zentrum des Dorfs, wo die Wanderung endet.

Meine Ausrüstung für Teneriffa

Für die Wanderungen auf Teneriffa reicht eine einfache Grundausstattung. Beachte, dass sich die Temperaturen abhängig von der Höhenlage schnell ändern können.

6. Der Weg der Toten: Auf dem Risco-Steig zur Hochebene von Teno Alto

Der Risco-Steig ist eine der spannendsten Touren im Teno-Gebirge. Bevor es Straßen gab, war der steile Felsenpfad der einzige Weg zur Zivilisation für die Bewohner der Teno-Hochebene. Historisch war die Route als „Camino de los Muertos“ (Weg der Toten) bekannt, weil die Einheimischen auf ihm die Särge ihrer Verstorbenen auf den Schultern hinab ins Tal nach Buenavista tragen mussten, um sie dort zu beerdigen. Heute ist die Tour mit ihren schwindelerregenden Aussichten auf die Felsenberge (spanisch: Risco) einer der schönsten Zugangswege für Wanderer auf das abgeschiedene Hochplateau von Teno Alto.

Risco-Steig zur Hochebene von Teno Alto auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
16 km
Dauer
7 Std.
Aufstieg
1.100 hm
Abstieg
1.100 hm
Start & Ziel
Buenavista del Norte → Teno Alto
Anfahrt
Buslinie 363 bis Buenavista del Norte, weiter mit Buslinie 369 bis „Camino del Risco“ (oder laufen)
Besonderheit
Steiler, aber überwiegend gut ausgebauter, mittelschwerer Felsensteig. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit dennoch empfehlenswert. Nach dem Besuch des Dörfchens „El Bailadero“ auf der Teno-Hochebene stehen für den Rückweg mehrere einfachere Varianten zur Auswahl. Der GPS-Track folgt dem markierten Weg PR TF-55.

Karte & GPX

Mittel Streckenwanderung
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1 Start des Risco-Steigs in Casablanca

Der Risco-Steig startet direkt an der Bushaltestelle in dem Vorort Casablanca, etwa 2 km westlich von Buenavista del Norte.

2 Trockenbachbett am Risco-Steig

Der erste Abschnitt verläuft entlang eines Trockenbachbetts und ist noch relativ flach.

3 Aufstieg im Barranco del Adermo

Kurz darauf wird das Gelände merklich steiler und wir steigen im Barranco del Adermo in die Berge auf.

4 Steiler Aufstieg mit Blick auf die Küste

Auf dem folgenden Wegstück überwinden wir auf nur etwa 3 km rund 750 Höhenmeter. Es ist also definitiv steil. Dafür werden wir mit tollen Panoramaaussichten auf die Küste belohnt.

5 Tiefblick in die Schlucht

Auch die Tiefblicke in die Schlucht direkt neben uns sind vom Allerfeinsten.

6 Luftiger, aber breiter Abschnitt des Risco-Steigs

Der Weg ist stellenweise luftig, aber immer ausreichend breit und daher relativ unkompliziert, zumal er die ausgesetztesten Stellen geschickt vermeidet.

7 Alter Dreschplatz unterhalb des Roque de Marrubio

Unterhalb des Roque de Marrubio erreichen wir einen alten Dreschplatz (Era) auf rund 650 Metern über dem Meeresspiegel.

8 Vulkanische Landschaft mit rostroter Erde

Ab hier wird das Gelände flacher und der Weg einfacher. Wir durchqueren eine vulkanisch geprägte Landschaft mit rostroter Erde.

9 Hochebene von Teno Alto mit Terrassen

Vor uns eröffnet sich nun die weitläufige, grüne Hochebene von Teno Alto mit ihren kunstvoll angelegten Terrassen zwischen den sanft geschwungenen, schier endlos scheinenden Hügeln.

10 El Bailadero auf der Hochebene von Teno Alto

Etwa 1,5 Kilometer später erreichen wir den Weiler „El Bailadero“ – ein winziges Dörfchen mit einigen Cafés, die sich für eine Pause anbieten.

11 Stausee La Mesita und Pass

Ein kurzer Abstecher führt zu dem höher gelegenen Stausee „La Mesita“ und noch ein Stück weiter zu einem windumtosten Pass auf 850 Metern.

12 Blick auf La Gomera

Von hier bietet sich ein nahezu perfekter Blick auf die Nachbarinsel La Gomera.

13 Rückweg durch die Monte Verde

Für den Rückweg stehen mehrere Optionen bereit: Entweder zurück auf dem gleichen Weg, schöner ist aber eine lange Schleife durch die Monte Verde: Zunächst auf dem PR 57 bis El Palmar, danach weiter auf dem PR 52.1 und zuletzt auf dem Camino de Talavera (PR 55).

14 Camino de Talavera zur Küste

Der Camino de Talavera führt in etwa 4 Kilometern zurück an die Küste und ist landschaftlich sehr reizvoll.

15 Blick auf die Küste und Los Silos

Beim langen Abstieg bieten sich wieder schöne Blicke auf die Küste und die Häuser von Los Silos.

16 Zentrum von Los Silos

Etwa 3,5 Stunden nach dem Aufbruch in El Bailadero erreichen wir dann das Zentrum von Los Silos, das ebenfalls von der Buslinie 363 wie Buenavista bedient wird.

7. Teneriffas Mondlandschaft: Von Vilaflor zur Paisaje Lunar

Vilaflor auf 1.400 Metern über dem Meeresspiegel ist das höchstgelegene Dorf Spaniens und allein wegen seines hübschen historischen Stadtkerns einen Besuch wert. Anschließend bietet sich die schöne Rundwanderung zur berühmten Mondlandschaft an. Die „Paisaje Lunar“ mit ihren kegelförmigen Bims- und Tuffsteinsäulen ist eines der bekanntesten Naturwunder Teneriffas – tatsächlich ist sie aber recht klein. Aber die wahren Highlights dieser Tour sind ohnehin die Stille, der Duft der Kiefernadeln und die fantastischen Ausblicke auf die Ucanca-Berge über den Südhängen der Teide-Caldera.

Mondlandschaft von Vilaflor auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
13 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
630 hm
Abstieg
630 hm
Start & Ziel
Vilaflor
Anfahrt
Buslinien 482, 419 bis Haltestelle „Vilaflor Centro“
Besonderheit
Rundwanderung auf guten Wegen mit stetigem, aber nicht zu steilem Aufstieg. An der Abzweigung hinter Vilaflor kann man eine beliebige Richtung wählen. Ich bin links herum gegangen, weil man den steileren Teil dann im Aufstieg bewältigt, was ich persönlich angenehmer finde.

Karte & GPX

MITTEL RUNDWANDERUNG
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1 Dorfplatz und Kirche in Vilaflor

Start ist der zentrale Dorfplatz in Vilaflor an der Kirche.

2 PR TF-72 bei Vilaflor

Hier folgen wir dem markierten Weg PR TF-72, der uns in einem halben Kilometer aus dem Ort führt (gleicher Verlauf wie GR 131).

3 Kiefernwald oberhalb von Vilaflor

Der Weg steigt stetig, aber nicht zu steil durch die Kiefernwälder auf, die immer lichter werden, je höher wir kommen (ca. 300 hm).

4 Sombrero de Chasna

Unterwegs haben wir an mehreren Stellen tolle Blicke auf den markanten Gipfel des Sombrero de Chasna (2.407 m), den Hausberg von Vilaflor.

5 Weggabelung oberhalb von Vilaflor

Schließlich kreuzen wir die Straße zum Teide-Plateau, kurz darauf gelangen wir an eine Kreuzung, wo sich der Weg gabelt. Für den Aufstieg empfiehlt sich die linke Abzweigung.

6 Karge Landschaft oberhalb von Vilaflor

Je weiter wir aufsteigen, desto karger wird die Landschaft.

7 Bimsstein-Formation auf 1.900 Metern

Auf etwa 1.900 Metern passieren wir eine interessante Bimsstein-Formation direkt am Weg. Nun ist es nicht mehr weit bis zur eigentlichen Mondlandschaft.

8 Paisaje Lunar bei Vilaflor

Die „Paisaje Lunar“ ist weniger eine Landschaft, eher eine etwas größere Felsformation in einer Steilwand. Der spanische Name „Los Escurriales“ (Tropfen) trifft es etwas besser. Die weißen Felsen aus getrocknetem Vulkanstein sehen tatsächlich ein bisschen wie versteinerte Wassertropfen aus.

9 Montaña Colorada und Felsformationen

Für den Rückweg bis zur Kreuzung machen wir eine große Schleife um den Montaña Colorada, auch hier kommen wir nochmal an einigen interessanten Felsformationen vorbei.

10 Rückweg nach Vilaflor

Von der Wegkreuzung geht es dann auf dem gleichen Weg in rund 45 Minuten zurück ins Ortszentrum von Vilaflor.

8. Teide-Nationalpark: Rund um die Roques de García

Die Rundwanderung um die „Roques de García“ ist ein Klassiker im Teide-Nationalpark, weil sie kurz und leicht ist. Sie führt einmal komplett um die markanten Felsformationen herum, die wie eine steinerne Barriere mitten in der riesigen Caldera der Cañadas stehen – darunter der berühmte „Finger Gottes“ (Roque Cinchado), der vielleicht bekannteste Felsen Spaniens. Interessanterweise fand ich die Tour trotz der guten Erreichbarkeit und der kurzen Strecke überhaupt nicht überlaufen. Daher meine absolute Empfehlung für maximalen Landschaftsgenuss bei minimalem Aufwand!

Umrundung der Roques de García im Teide-Nationalpark
Tourinfos
Strecke
4,5 km
Dauer
3 Std.
Aufstieg
155 hm
Abstieg
165 hm
Start & Ziel
Parador del Teide
Anfahrt
Buslinien 342, 348 bis Haltestelle „Parador del Teide“
Besonderheit
Beliebte, aussichtsreiche Rundwanderung, die sich perfekt für den ersten Besuch des Teide-Nationalparks eignet. Lässt sich gut mit einem Abstecher zum Nationalpark-Besucherzentrum kombinieren. Aufgrund der kurzen Distanz auch bei Anreise mit dem Bus eine gute Option.

Karte & GPX

Leicht Rundwanderung
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1 Besucherzentrum Cañada Blanca am Teide

Start der Tour ist das Besucherzentrum Cañada Blanca. Hier befindet sich auch eine kostenlose Ausstellung zur Landschaft und Geschichte des Teide-Plateaus.

2 Mirador de la Ruleta und Roques de García

Wir überqueren die Straße und folgen dem Wegweiser zu den Roques. Kurze Zeit später erreichen wir den Mirador de la Ruleta, einen der am meisten besuchten Aussichtspunkte im Teide-Nationalpark.

3 Wanderweg PN 3 an den Roques de García

Wir folgen nun dem markierten Wanderweg PN 3, hinter dem belebten Aussichtspunkt wird es schnell ruhiger.

4 Wanderweg an den Roques Blancos

Der gut ausgebaute, breite Weg führt gegen den Uhrzeigersinn zunächst auf ebener Fläche an den Roque Blancos vorbei.

5 Roque Cinchado am Teide

Kurz darauf passieren wir den Roque Cinchado, den berühmten „Finger Gottes“.

6 Gebirgsweg hinab in die Ucanca-Ebene

Nach rund 2 Kilometern erreichen wir das nördliche Ende der Roques. Hier führt ein etwas holpriger, gerölliger Gebirgsweg etwa 150 hm in die Ucanca-Ebene hinab.

7 Felsformation La Catedral

Das folgende Wegstück verläuft dann wieder nach Süden und passiert dabei die beeindruckende Felsformation La Catedral.

8 Aufstieg zurück zum Mirador de la Ruleta

Danach geht es recht steil die 150 Meter wieder hoch, die wir am Anfang runtergelaufen sind und wir kommen wieder am Mirador de la Ruleta raus. Hier schließt sich der Kreis.

Meine Empfehlung für unterwegs

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9. Klassiker im Orotava-Tal: Der Organos-Höhenweg

Der Organos-Höhenweg ist ein echter Klassiker im Norden Teneriffas und meine Lieblingswanderung im grünen Orotava-Tal. Der Weg führt auf samtweichen Naturpfaden durch die bewaldeten Flanken der Cumbre Dorsal. Später verläuft die Route auf einem felsigen Gebirgssteig direkt oberhalb der „Organos“ – eine gewaltige, von der Erosion freigelegte Felsformation aus Basaltsäulen, die an die Pfeifen einer riesigen Kirchenorgel erinnern. Auch hier hatte ich etwas Pech mit dem Wetter. Aber der Weg ist so schön angelegt, dass die Tour auch bei beschränkten Aussichten einen Riesenspaß gemacht hat!

Organos-Höhenweg auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
11,5 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
910 hm
Abstieg
910 hm
Start & Ziel
La Caldera
Anfahrt
Buslinien 345, 346 bis Haltestelle „La Caldera“
Besonderheit
Überwiegend schmale, aber technisch einfache Waldwege, einige kurze Abschnitte rund um die Galería Los Nacientes ausgesetzt und mit Drahtseilen versichert – Trittsicherheit erforderlich. Am besten früh starten. Im Lauf des Tages ziehen regelmäßig Wolken vom Orotava-Tal herauf, die die schönen Aussichten ruinieren.

Karte & GPX

MITTEL RUNDWANDERUNG
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Area Recreativa La Caldera

Der beste Startpunkt der Tour ist die Area Recreativa La Caldera, wo auch der Bus aus La Orotava hält. Alternativ kann man von Agumansa auf dem lokalen Weg SL TF-81 zur Caldera laufen.

2 Pista de Mamio

Vom Rastplatz folgen wir zunächst dem Weitwanderweg GR 131 auf der Pista de Mamio nach Osten.

3 Casas de Agua

Unterwegs passieren wir mehrere alte Galerías zur Wassergewinnung, darunter die Casas de Agua.

4 Steiler Aufstieg auf dem GR 131

Etwa einen halben Kilometer hinter den Casas del Agua zweigt der GR 131 rechts steil in den Wald ab, es folgt ein größerer Aufstieg über etwa 450 hm.

5 Waldweg mit Kiefernnadeln

Durch die vielen Kiefernnadeln auf dem Boden ist der Waldweg aber sehr angenehm zu laufen.

6 Blick auf den Teide

Gelegentlich lichtet sich der Wald, dann bieten sich schöne Ausblicke auf den Teide weit im Westen.

7 Portillo del Topo

Der GR 131 führt stetig bergauf bis zum Aussichtspunkt Portillo del Topo.

8 Waldweg abseits des GR 131

Hier zweigt ein Waldweg geradewegs nach Süden ab, der nicht mehr Teil des GR 131 ist. Der folgende Abschnitt des Wegs ist nicht durchgängig markiert.

9 Pfad durch die Seitentäler

Der Weg verläuft nun meist auf gleicher Höhe und quert gelegentlich schluchtartige Seitentäler.

10 Mit Stahlseilen gesicherter Weg

Oberhalb der Galería Los Nacientes ist der Pfad auf einem kurzen Abschnitt mit Stahlseilen gesichert.

11 Schmaler Abschnitt des Höhenwegs

An den schmaleren Stellen des Wegs ist etwas Trittsicherheit gefragt.

12 Organos und Basaltsäulen

Schließlich passieren wir die berühmten Organos und genießen den tollen Panoramablick auf die Basaltsäulen inmitten der Wälder.

13 Camino de Candelaria und Choza de Pedro Gil

Einen Kilometer später treffen wir auf den bekannten Pilgerweg „Camino de Candelaria“, der uns in einem kurzen, steilen Abstieg zu der Schutzhütte „Choza de Pedro Gil“ bringt.

14 Rückweg nach La Caldera

Von der Choza de Pedro Gil geht es auf dem gleichen Weg zurück nach La Caldera, wo sich der Kreis schließt.

10. Küstenwanderung in Teneriffa Nord: Der Paseo Litoral El Sauzal

Ein echter Geheimtipp unter den Küstenwegen Teneriffas ist der „Paseo Litoral El Sauzal“ in der gleichnamigen Gemeinde, die für die meisten Sonnenstunden in Nordteneriffa bekannt ist. Eigentlich ist es nur ein etwas längerer Spaziergang am Meer und auch mit ein bisschen Straßenwandern verbunden. Aber die tollen Ausblicke auf die Steilküste, die unverbaute Küstenlandschaft und der wunderschön angelegte Pflasterweg direkt über den Wellen des Atlantiks haben mir sehr gut gefallen – fast noch besser als die in vielen Wanderführern beschriebenen Küstenwege bei Puerto de la Cruz. Daher eine klare Empfehlung!

Küstenwanderung auf dem Sendero El Sauzal auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
7 km
Dauer
3 Std.
Aufstieg
410 hm
Abstieg
410 hm
Start & Ziel
Cruce la Matanza
Anfahrt
Buslinien 101, 102, 105 bis Haltestelle „Cruce la Matanza“
Besonderheit
Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kannst du direkt bis zum Meer fahren. Vom Puntillo del Sol führt eine schmale, kurvige Serpentinenstraße zum Parkplatz direkt am Paseo Litoral de El Sauzal. Die Straße ist allerdings nur einspurig und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit beim Fahren.

Karte & GPX

Leicht Rundwanderung
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1 Start der Küstenwanderung bei Cruce la Matanza

Start ist die Bushaltestelle „Cruce la Matanza“ an der großen Nordküsten-Autobahn TF-5.

2 Avenida Roma in Puntillo del Sol

Von hier laufen wir auf der Avenida Roma durch die Siedlung „Puntillo del Sol“, eine ruhige Wohngegend mit zahlreichen Ferienwohnungen.

3 Trampelpfad Richtung Küste bei Puntillo del Sol

Die einspurige Straße führt stetig Richtung Meer. Kurz bevor die Straße eine scharfe Linkskurve beschreibt, zweigt rechts aber ein unscheinbarer Trampelpfad ab, dem wir folgen.

4 Schmaler Pfad durch die Macchia

Der schmale Pfad schlängelt sich durch die Macchia, passiert kurz darauf die Calle de Rojas und führt dann bis ganz runter zur Küste.

5 Ermita de Rojas an der Costa Sauzal

Am Ende des Pfades gelangen wir zu der kleinen Kapelle „Ermita de Rojas“ am westlichen Ende der Costa Sauzal.

6 Steilküste bei der Galería Rojas

Hier lohnt sich, dem kurzen Trampelpfad hinter der Kapelle bis zur alten Galería Rojas zu folgen – die Aussicht auf die Steilküste ist fantastisch.

7 Küstenwanderweg an der Costa Sauzal

Anschließend geht es für rund 1,5 Kilometer immer direkt am Meer entlang.

8 Pflasterweg entlang der Küste von El Sauzal

Der gut ausgebaute Pflasterweg ist breit, bequem zu laufen und führt an etlichen schönen Aussichtspunkten vorbei.

9 Treppenweg zum Meer an der Costa Sauzal

An einigen Stellen führen Stufen bis hinunter ans Wasser.

10 Felsige Küste an der Costa Sauzal

Baden ist prinzipiell möglich. Die Küste ist aber recht felsig und die Brandung des Atlantiks nicht zu unterschätzen.

11 Aufstiegspfad vor der Galería los Arquillos

Noch vor der Galería los Arquillos zweigt rechts ein deutlich erkennbarer Pfad nach oben ab, dem wir folgen.

12 Steiler Pfad beim Aufstieg von der Küste

Der Weg ist recht steil und offensichtlich selten begangen, ansonsten aber nicht schwierig.

13 Mirador de Las Breñas

Schließlich kommen wir am Mirador de Las Breñas raus. Hier folgen wir der Calle Don Juan Antonio Cruz Auñon, die weiter oben in die Carretera Breñas mündet und uns zurück zum Ausgangspunkt bringt.

11. Einsamer Inselsüden auf dem Camino Real: Von San Miguel nach Aldea Blanca

In das raue Hinterland des kanarischen Südens entführt uns die Rundwanderung um den historischen Ort San Miguel de Abona. Der Weg folgt dem alten Camino Real, dem traditionellen Straßennetz aus der Zeit nach der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert. Streckenweise laufen wir auf den originalen Pflastersteinen! Heute liegt diese von Kakteen und Wolfsmilchgewächsen geprägte Kulturlandschaft komplett abseits der üblichen Touristenrouten. Aber es gibt hier viel zu entdecken: Tief eingeschnittene Täler, verlassene Höhlenwohnungen und sogar einige archäologische Fundstätten der Guanchen-Kultur. Mein Tipp für alle, die es gerne ruhig mögen!

Wanderung von San Miguel nach Aldea Blanca im Süden Teneriffas
Tourinfos
Strecke
15 km
Dauer
6 Std.
Aufstieg
495 hm
Abstieg
495 hm
Start & Ziel
San Miguel
Anfahrt
Buslinie 110, 111 bis „San Isidro Bus Station“, weiter mit Buslinie 409 bis „San Miguel“.
Alternativ von Los Cristianos direkt mit Buslinie 416 bis „San Miguel“.
Besonderheit
Relativ unkomplizierte Rundwanderung auf selten begangenen lokalen Wegen. Der Rückweg auf dem „Camino de Las Lajas“ nach San Miguel ist felsig und stellenweise etwas vernachlässigt.

Karte & GPX

Mittel Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 San Miguel und Casa del Capitán

Vom Ortszentrum in San Miguel aus laufen wir zunächst zur Casa del Capitán, dem früheren Haus des Gemeindevorstands, das heute ein Museum ist.

2 Wanderweg SL TF 231 bei San Miguel

Hier startet der lokale Weg SL TF 231, der nach ein paar Minuten in die umliegenden Hügel und Terrassenkulturen führt.

3 Fuente de Tamaide

An der ersten Abzweigung empfiehlt sich der linke Weg. Er führt uns zur „Fuente de Tamaide“, einer wildromantisch gelegenen alten Quelle mit Wasserbecken in einer Schlucht.

4 Informationstafel am Wanderweg bei San Miguel

Entlang des Weges sind immer wieder Infotafeln aufgestellt (auch deutschsprachig), die über Kultur und Geschichte der Region informieren.

5 Caserío de la Hoya bei San Miguel

Nur einen halben Kilometer später erreichen wir den schönen alten Weiler „Caserío de la Hoya“, wo gefühlt drei Leute wohnen (wahrscheinlich nicht nur gefühlt…).

6 La Centinela und Wanderweg

Anschließend schlängelt sich der kunstvoll angelegte Weg unterhalb der steilen Hängen der „La Centinela“ (597 m), einem der markantesten Berge in diesem Teil Teneriffas.

7 La Centinela auf Teneriffa

Der mit kargem Buschwerk bewachsene Berg ist als Naturreservat und geschütztes Kulturgut ausgewiesen. Es gibt abseits des Wegs etliche Guanchen-Höhlen sowie angeblich auch Felszeichnungen. Ich habe leider keine entdeckt…

8 Vulkanlandschaft im Süden Teneriffas

Der Weg führt dann in einer langen Schleife nach Aldea Blanca. Kurz vor dem Abstieg bieten sich tolle Blicke auf das südliche Vulkanfeld von Teneriffa.

9 Castillo de San Miguel

In dem Örtchen lohnt ein kurzer Abstecher zum Castillo de San Miguel, dem modernen Nachbau einer mittelalterlichen Burg, die heute als Event-Location genutzt wird.

10 Camino de Las Lajas bei San Miguel

Anschließend folgen wir dem Camino de Las Lajas (SL TF-231.1) nach Norden zurück nach San Miguel.

11 Llano Blanco mit archäologischen Spuren der Guanchen

Der Weg ist felsig und an einigen Stellen recht steil. Etwa auf der Hälfte passieren wir die archäologische Ausgrabungsstätte „Llano Blanco“ mit in den Felsen geritzten Wasserkanälen der Guanchen.

12 Weg zurück nach San Miguel

Etwa 1 km später treffen wir auf die ersten Häuser. Danach ist es nicht mehr weit bis zur Kirche „Iglesia San Miguel“, wo die Runde endet.

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12. Auf dem Weitwanderweg GR 131 von Arona in das Adeje-Massiv

Das Adeje-Massiv oberhalb von Los Cristianos wird gerne vergessen, wenn es um die Berge Teneriffas geht. Völlig zu Unrecht: Zwischen dem Dreigestirn aus Roque Imoque, Roque Conde und Roque de los Brezos entfaltet sich eine imposante Gebirgskulisse, die in den steilen Felstürmen der „Picachos de Fañabé“ ihren spektakulären Höhepunkt findet. Genau in das Herz dieser wunderbaren, selten besuchten Bergregion führt unsere Rundtour, auf der wir in der traditionellen Kolonialstadt Arona mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen starten und abschnittsweise dem großen Insel-Weitwanderweg GR 131 folgen.

Wanderung von Arona in das Adeje-Massiv auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
10 km
Dauer
4 Std.
Aufstieg
435 hm
Abstieg
435 hm
Start & Ziel
Arona
Anfahrt
Ab Los Cristianos Buslinien 480, 482 bis Haltestelle „Arona“
Besonderheit
Wenn du die Tour im Ortszentrum von Arona startest, musst du zunächst 1,5 km an der Straße entlanglaufen. Alternativ kannst du mit der Buslinie 482 bis zur Haltestelle „Las Casas“ fahren und dort starten.

Karte & GPX

Mittel Streckenwanderung
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1 Plaza de la Paz in Arona

Los geht`s im Ortszentrum an der Bushaltestelle „Arona“ am Plaza de la Paz mit der schönen Wandmalerei der Einwanderer.

2 Wanderweg an der TF-51 bei Arona

Von hier folgen wir für 1,5 Kilometer der Hauptstraße TF-51 und passieren die Haltestelle Las Casas (alternativer Start, aber seltener angefahren). An der Bar „Oliver`s Out of Town“ verlassen wir dann die Straße.

3 Barranco del Rey bei Arona

An der ersten Abzweigung am Wegweiser nehmen wir den linken Weg Richtung Casa Suárez. Er verläuft weiter von der Straße entfernt und bietet tolle Ausblicke in den Barranco del Rey.

4 Dreschplatz bei der Casa De Los Abuelos

An dem Ferienhaus Casa De los Abuelos angekommen kreuzen wir einen Wasserkanal an einem grasbewachsenen alten Dreschplatz.

5 Höhlenartige Behausungen im Fels

Daraufhin folgen wir dem Weg durch ein wunderschönes kleines Tal mit einigen höhlenartigen Behausungen in den verwitterten Felswänden.

6 Dreschplatz zwischen Roque de los Brezos und Roque Imoque

Wir gelangen zu einem weiteren Dreschplatz direkt auf dem Sattel zwischen Roque de los Brezos und Roque Imoque. Dieser Ort ist sehr beliebt als Startpunkt von Gleitschirmfliegern.

7 Roque de los Brezos bei Arona

Wer etwas Energie hat: Der nördlich gelegene Roque de los Brezos (1.109 m) ist vom Sattel recht einfach in ca. 30 Minuten erreichbar. Vom Gipfelplateau bieten sich schöne Blicke auf das Umland und den schwieriger zu besteigenden Roque Imoque im Süden.

8 GR 131 am Roque Imoque

Die Route folgt dann dem Weitwanderweg GR 131 und verläuft äußerst aussichtsreich entlang der Westflanke des Roque Imoque.

9 Felsformationen der Picachos de Fañabé

Dieser Abschnitt zählt zu den Highlights der Tour: Wir laufen direkt an den fantastisch zerklüfteten Felstürmen der „Picachos de Fañabé“ vorbei – Landschaftskino im XXL-Format.

10 Roque Conde im Adeje-Massiv

Im weiteren Verlauf nähern wir uns dem massiven Felsklotz des Roque Conde (bzw. Roque Ichasagua, 1.001 m), der irgendwann das gesamte Blickfeld dominiert.

11 Casa Suárez am Roque Conde

Wir passieren die Casa Suárez oberhalb und laufen entlang eines Wasserkanals bis zum kleinen Sattel „Degollada de los Frailitos“, hier biegen wir links ab und nehmen den Weg, der uns zurück zum Barranco del Rey bringt.

12 Schluchten auf dem Rückweg nach Arona

Im letzten Abschnitt müssen noch zwei kleinere Schluchten durchquert werden: Barranco Medio und Barranco Mara.

13 Weg zurück ins Ortszentrum von Arona

Schließlich gelangen wir zur Calle Mazape am Ortsrand von Arona, auf der wir in gut 20 Minuten zurück ins Zentrum laufen.

13. Kanalwanderung für Abenteuerlustige: Die 1.000 Fenster von Güímar

Der inoffizielle Weg durch die berüchtigten „Ventanas de Güímar“ ist die bekannteste Abenteuerwanderung Teneriffas. Die Route führt durch ein altes Kanalsystem mitten in den Steilwänden hoch über dem Tal von Güímar. Dabei werden 10 Felstunnel mit riesigen fensterähnlichen Öffnungen in den Wänden durchquert – daher auch der Name „Ventanas“ (spanisch: Fenster). Die Tiefblicke in die Schluchten sind unglaublich, die Wege werden allerdings nicht gewartet. Daher ist hier neben Abenteuerlust auch ein bisschen Erfahrung gefragt. Wer die mitbringt, wird mit einer der außergewöhnlichsten Touren Teneriffas belohnt.

Die 1000 Fenster von Güímar auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
13,5 km
Dauer
6 Std.
Aufstieg
200 hm
Abstieg
800 hm
Start & Ziel
Antenas bei Güímar
Anfahrt
Buslinie 120 bis Haltestelle „Plaza de Flores“, dann Taxi bis zu den „Antenas“
Besonderheit
Kein offizieller Weg. Technisch nicht übermäßig schwer, allerdings stellenweise ausgesetzt und potentiell absturzgefährdet. Außerdem werden baufällige Tunnel durchquert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend erforderlich. Gutes Schuhwerk und Stirnlampe empfehlenswert. Begehen auf eigene Verantwortung!

Karte & GPX

SCHWER STRECKENWANDERUNG
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1 Antenas oberhalb von Güímar

Wir starten an den „Antenas“, einer Funkantenne in den Bergen oberhalb von Güímar, die über eine Offroad-Piste erreichbar ist (ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum). Hier endet die Schotterpiste für Autos.

2 Zweite Antenne oberhalb von Güímar

Von der ersten Antenne laufen wir in rund 25 Minuten bis zur nächsten Antenne, die sich klar sichtbar auf einem Hügel vor uns erhebt.

3 Trampelpfad hinter der zweiten Antenne

Kurz hinter der zweiten Antenne zweigt halbrechts ein unscheinbarer Trampelpfad ins Dickicht ab. Am Beginn steht ein großes Schild, das ausdrücklich vor dem Betreten des Wegs warnt.

4 Schmaler Weg auf dem Kanal

Der Weg verläuft zunächst direkt auf dem Kanal und wird schnell recht schmal. Teilweise versperren einige Büsche und Sträucher den Weg.

5 Bagger am Beginn des ersten Tunnels

Rund 15 Minuten später erreichen wir einen Bagger, der bei Bauarbeiten in die Schlucht gestürzt ist: Hier beginnt der erste Tunnel.

6 Tunnel auf dem Weg durch die Schlucht

Im weiteren Verlauf durchqueren wir insgesamt 10 Tunnel, die teilweise recht finster sind, allerdings nie zu lang. Häufig sieht man schon vom Eingang das Licht am Ende des Tunnels.

7 Fenster im dritten Tunnel

Im dritten Tunnel sehen wir das erste Mal die berühmten Fenster, durch die man in die Schlucht blicken kann.

8 Ausgesetzter Abschnitt am Kanal

Einige Abschnitte führen recht nahe am Abgrund entlang, Schwindelfreiheit ist für die Wanderung zwingend erforderlich.

9 Fuga de los Cuatro Reales

Schließlich erreichen wir das Herzstück der Wanderung, die „Fuga de los Cuatro Reales“. Der Weg kreuzt hier den hintersten Teil der Schlucht und verläuft zwischen mehreren, hunderte Meter hohen steilen Felswänden.

10 Barranco de Badajoz

Hinter der „Fuga de los Cuatro Reales“ kann man durch den Barranco de Badajoz zurück zum Ausgangspunkt wandern. Dieser Abschnitt ist allerdings stark verwildert.

11 Ruinen der Galería del Aculadero

Besser ist, nach dem zehnten und letzten Tunnel zu den Ruinen der Galería del Aculadero zu laufen. Hier geht es dann im Freien auf dem Canal de Fasnía weiter.

12 Pista del Reventon und Salida

Nach ca. 1,5 km treffen wir auf die klar erkennbare Pista del Reventon und ein Schild „Salida“ (Ausgang).

13 Rückweg nach Güímar

Begleitet von schönen Blicken geht es dann zurück nach Güímar. Nach zwei weiteren Kilometern treffen wir auf den asphaltierten Camino las Coloradas. Eine Stunde und etwa 600 Höhenmeter später sind wir wieder im Stadtzentrum.

14. Spektakuläre Steilküstenwanderung: Der Los Gigantes Skywalk

Noch etwas mehr Nervenkitzel verspricht die Wanderung durch die „Acantilados“, die Steilküste von Los Gigantes. Während die meisten Touristen die 600 Meter hohen Felswände aus pechschwarzem Vulkangestein nur vom Boot aus bewundern, laufen wir hier durch alte Tunnel und einen schmalen Zugangsweg mitten durch die Steilwand. Auch diese Tour ist kein offizieller Wanderweg, die Route führt stellenweise sehr nah am Abgrund entlang. Aber es ist ein unvergessliches Erlebnis und eine Wanderung dieser Art habe ich sonst noch nirgendwo auf der Welt gemacht.

Los Gigantes Skywalk auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
8,5 km
Dauer
4 Std.
Aufstieg
0 hm
Abstieg
450 hm
Start & Ziel
Tamaimo → Los Gigantes
Anfahrt
Buslinien 325, 460 bis Haltestelle „Tamaimo“.
Rückfahrt: Buslinie 462 bis Haltestelle „Tamaimo“
Besonderheit
Achtung: Kein offizieller Weg – absturzgefährdetes Terrain, teilweise stark ausgesetzt. Betreten auf eigene Verantwortung! Der Tunnel zum Barranco Seco und der Zugangsweg zu den Klippen am Ortsrand von Los Gigantes waren zuletzt regelmäßig verschlossen – ggf. vor Ort über den Zustand informieren. Für die Durchquerung der Tunnel ist eine Stirnlampe ratsam.

Karte & GPX

Leicht Streckenwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Start der Wanderung in Tamaimo

Wir starten in Tamaimo und folgen zunächst dem Wanderweg PR 65 im Barranco de Santiago bis zu einer verfallenen Baracke. Hier befindet sich der Eingang in den ersten Tunnel.

2 Tunnel auf dem Weg durch den Barranco de Santiago

Der rund 1 km langeTunnel ist stockfinster, die Luft im Inneren relativ stickig, am besten also zügig durchgehen.

3 Abstieg in den Barranco Seco

Nach dem Ende des Tunnels erreichen wir den Barranco Seco. Hier steigen wir direkt rechts ab und folgen dann dem Weg durch die Schlucht.

4 Schmaler Wanderweg im Barranco Seco

Der Pfad ist meistens gut erkennbar, aber relativ schmal. Teilweise helfen Steinmännchen bei der Orientierung.

5 Alte Galería im Barranco Seco

Unterwegs kommen wir an an einigen alten Galerías vorbei.

6 Berge oberhalb des Barranco Seco

Die Blicke auf die Berge oberhalb der Schlucht sind spektakulär.

7 Hinweisschild im Barranco Seco

Kurz vor dem Ende der Schlucht steht ein Schild, das das Weitergehen verbietet.

8 Eingang zum zweiten Tunnel

An einer weiteren Galería sehen wir links allerdings schon den Eingang in den nächsten Tunnel.

9 Zweiter Tunnel im Barranco Seco

Dieser Tunnel ist etwas kürzer, er bringt uns zurück auf die andere Seite der Schlucht.

10 Steilwand von Los Gigantes

Nachdem wir den Tunnel durchquert haben befinden wir uns direkt in der Steilwand von Los Gigantes und sehen weit vor uns schon die Häuser des Ortes.

11 Barranco de Guama

Um zum Beginn des Wegs zu gelangen, müssen wir zunächst durch den Barranco de Guama absteigen. Dieser Abschnitt ist schwierig und sehr rutschig – vorsichtig gehen!

12 Los Gigantes Skywalk durch die Steilwand

Anschließend folgt der eigentliche Skywalk durch die Steilwand. Der Weg ist schmal, teilweise abschüssig und an vielen Stellen ausgesetzt. Auch hier gilt also: Vorsichtig gehen!

13 Weg nach Los Gigantes

Ungefähr 40 Minuten dauert der Spaß, danach erreichen wir einen breiteren Weg, der uns in ca. 15 Minuten ins Zentrum von Los Gigantes bringt.

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15. Camino de las Lecheras: Der Milchweg von La Laguna nach Santa Cruz

Eine Stadtwanderung der etwas anderen Sorte ist der geschichtsträchtige Camino de las Lecheras (Weg der Milchfrauen), der die alte Universitätsstadt San Cristóbal de La Laguna mit der heutigen Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife verbindet. Er erinnert an die Frauen, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein jeden Morgen mit schweren, bis zu 30 Liter fassenden Milchkannen auf dem Kopf von ihren Bauernhöfen in La Laguna über das Anaga-Gebirge hinab zum Markt nach Santa Cruz liefen, um dort die frische Milch zu verkaufen. Trotz der Nähe zur Zivilisation ist das über weite Strecken ein wunderschöner Naturweg, einschließlich eines unerwartet spektakulären Höhenwegs. Absolut empfehlenswert!

Wanderung von La Laguna nach Santa Cruz auf Teneriffa
Tourinfos
Strecke
16 km
Dauer
6 Std.
Aufstieg
423 hm
Abstieg
975 hm
Start & Ziel
La Laguna → Santa Cruz
Anfahrt
Hinfahrt: Vom „Intercambiador La Laguna“ Buslinie 204 bis Haltestelle „Deán Palahi“.
Rückfahrt: Nach La Laguna mit der Straßenbahnlinie L1 oder je nach Ziel mit dem Bus vom „Intercambiador Santa Cruz“.
Besonderheit
Offizieller Start ist an der Kathedrale von La Laguna. Du kannst aber auch erst im Vorort Jardina starten (Buslinie 271, Haltestelle „Camino Jardina“). Viel verpasst du damit nicht, da der erste Teil überwiegend durch bebautes Stadtgebiet führt. Die Wanderung verkürzt sich damit um etwa 1 Stunde.

Karte & GPX

Mittel Streckenwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Catedral de San Cristobal in La Laguna

Offizieller Start des Camino de Lecheras ist die Catedral de San Cristobal im Zentrum von La Laguna.

2 Wanderweg bei Jardina

Stattdessen kann man aber auch erst in Jardina starten (Buslinie 271, Haltestelle Camino Jardina), hier beginnt der naturnähere Teil der Wanderung.

3 Wanderweg über La Cancecilla

Zunächst wandern wir auf einem schönen Feldweg über den Pass „La Cancecilla“ ins Valle Jimenez.

4 Camino el Toscal

Hier steht ein kurzes Stück Straßenwandern auf dem asphaltierten „Camino el Toscal“ an.

5 Aussichtspunkt El Roque mit Blick auf Santa Cruz

Kurze Zeit später erreichen wir den schönen Aussichtspunkt „El Roque“, von dem aus sich ein toller Panoramablick auf das Stadtgebiet von Santa Cruz bietet.

6 Höhenweg über dem Valle Hilaro

Anschließend folgt das Highlight der Wanderung: ein schön angelegter Höhenweg über dem Valle Hilaro (teilweise mit Drahtseil und Geländer gesichert, aber einfach).

7 Cueva Roja bei Santa Cruz

Der Weg führt uns zur „Cueva Roja“, eine vulkanische Felshöhle mit charakteristischen Rottönen. Hier aufpassen, der Weg ist etwas versteckt und führt über eine Treppe herunter ins Viertel „Barrio Nuevo“.

8 La Cuesta in Santa Cruz

Danach geht es über Treppenwege und enge Gässchen durch den höchstgelegenen Ortsteil von Santa Cruz, „La Cuesta“.

9 Barranco de Santos in Santa Cruz

Das letzte Stück folgt dem Barranco de Santos, einer Schlucht, die mitten durch das Stadtgebiet führt

10 Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción in Santa Cruz

Schließlich kommen wir direkt an der Iglesia de Nuestra Señora de la Conception im Herzen der Altstadt von Santa Cruz raus. Hier endet die Tour.

Gut zu wissen für Wanderungen in Teneriffa

Hier noch ein paar nützliche Tipps, wenn du auf eigene Faust in Teneriffa wanderst:

Wetter & Mikroklima

Teneriffa hat je nach Region und Höhenlage sehr unterschiedliche Wetterbedingungen und das Klima wird stark von der Höhe beeinflusst. An der Costa Adeje kann strahlender Sonnenschein herrschen, während im Anaga-Gebirge zur gleichen Zeit dichter Nebel die Sicht verdeckt und es in Strömen regnet. Durch die exponierte Lage mitten im Atlantik kann sich das Wetter zudem sehr schnell ändern – deshalb auch bei T-Shirt-Wetter lieber ein paar Sicherheitsheitsreserven an Kleidung mitnehmen.

Höhenlage

Teneriffa hat ein steiles Höhenprofil auf begrenztem Raum. Deshalb geht es bei vielen Wanderungen ordentlich bergauf. Plane genügend Zeit für die Höhenmeter ein und unterschätze längere Strecken nicht. Bei Wanderungen über 2.000 Metern läufst du häufig über den Wolken. Dieses Phänomen wird auf den Kanarischen Inseln „mar de nubes“ (Wolkenmeer) genannt. Wenn das Wetter weiter unten zu schlecht ist, kann es helfen, aufzusteigen. Ein sehr schöner Ort, um das Wolkenmeer zu sehen ist Vilaflor.

Navigation & GPS

Die meisten offiziellen Wanderwege auf Teneriffa sind gut mit Wegweisern markiert. Am Startpunkt gibt es häufig große Infotafeln mit der Strecke und dem Höhenprofil. Allerdings können sich Pfade verzweigen oder der Wegverlauf ist vor Ort nicht sofort erkennbar. Lade deshalb am besten vor der Tour eine Offline-Karte und den passenden GPS-Track herunter. Zu allen meinen Touren findest du einen GPS-Track zum Nachwandern.

Wasser & Verpflegung

Nimm auf längeren Wanderungen ausreichend Wasser und Verpflegung mit. Gerade in den abgelegeneren Bergregionen abseits der Küste gibt es unterwegs meist nur selten eine Einkehrmöglichkeit. Dafür findest du selbst in kleineren Ortschaften häufig mindestens eine kleine Bar. Typisch für die tieferen Lagen (vor allem im Norden) sind die Guachinches. Das sind kleine Weinlokale, die auch traditionelle, kanarische Hausmannskost servieren.

Wegzustand & Sicherheit

Die Wege auf Teneriffa reichen von bestens ausgebauten Premium-Wanderwegen bis zu schmalen, ausgesetzten oder gar nicht offiziell markierten Pfaden. Gelegentlich sind Wanderrouten durch Erosion, Steinschlag oder Bauarbeiten beeinträchtigt. Einige Wege wurden zudem in der Vergangenheit von Einheimischen gesperrt, weil sie über deren Privatland führten. Eine gute Übersicht über den aktuellen Zustand der Wanderwege bietet das offizielle Portal TenerifeON.

Freilaufende Hunde

In den Dörfern Teneriffas hat gefühlt jeder Haushalt mindestens zwei Wachhunde. Allerdings stellen die Hunde in der Regel keine Gefahr dar, weil sie hinter den Gartenzäunen sind. Wenn du an einzelnen Häusern oder Gehöften vorbeiläufst, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit kräftig angebellt werden. Ansonsten sollte aber nichts weiter passieren. Ich habe in Teneriffa bislang nur selten freilaufende Hunde gesehen und das waren auch immer friedliche Exemplare.

Was ist die beste Reisezeit zum Wandern in Teneriffa?

Teneriffa ist dank seines milden ozeanischen Klimas ein Ganzjahres-Reiseziel, auch zum Wandern. Realistisch betrachtet ist die Hauptsaison für Aktivurlauber aber die Zeit von Oktober bis April – ganz einfach, weil zu dieser Zeit die meisten Urlauber aus Nord- und Mitteleuropa anreisen, die gerne wandern gehen.

Ich selbst kenne Teneriffa nur aus dem Winter. Meiner Erfahrung nach ist das Wetter zu dieser Zeit wechselhaft, ein bisschen so wie April in unseren Breitengeraden, allerdings stark ortsgebunden. Wenn es im Norden regnet, fährt man einfach eine Stunde in den Süden und wandert dort bei Sonnenschein. In den höheren Lagen kann es im Winter durchaus schneien. Ich bin im Orotava-Tal schon durch den Schnee gestapft, während unten an der Küste die Sonne schien. Auch der Teide-Nationalpark liegt gelegentlich unter einer Schneedecke. Eventuell sind dann sogar die Zufahrtsstraßen gesperrt.

Ja… es kann auch schneien auf Teneriffa. Hier im Orotava-Tal Mitte Januar auf 1.800 Metern Höhe.

Generell gilt: Der Norden ist kühler und deutlich regenreicher als der wüstenhafte Süden. Genau deshalb ist es im Anaga-Gebirge so wahnsinnig grün. Auffällig sind auch die stark ausgeprägten Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd. Das Klima unterscheidet sich so stark, dass sich Teneriffa-Nord und Teneriffa-Süd fast wie zwei verschiedene Länder anfühlen, obwohl nur eine Stunde Fahrtzeit dazwischen liegt.

Teneriffa mit Bus oder Mietwagen erkunden?

Viele Leute sind auf Teneriffa mit Mietwagen unterwegs und fahren damit auch zu den Wanderungen. Ich selbst habe meistens den Bus benutzt. Nur einmal als mich ein Freund besuchte, hatten wir eine Woche einen Mietwagen. Damit konnten wir schnell an einen anderen Ort fahren, wenn es im Norden mal wieder regnete – das war definitiv ein Vorteil.

Ansonsten ist das Busnetz auf Teneriffa vorbildlich. Alle hier vorgestellten Wanderungen erreichst du problemlos mit dem Bus (im Kanaren-Dialekt: „Guagua“, ausgesprochen „Wahwah“).

Die wichtigsten Buslinien für Wanderer

Anaga-Gebirge West La Laguna, Las Mercedes, Cruz del Carmen, Taganana
50 105 273 274 275
Anaga-Gebirge Ost San Andrés, Igueste, Chamorga, El Bailadero
910 945 946 947
Teide-Nationalpark Cañadas del Teide, Parador, Teide-Seilbahn
341 342 348
Oberes Orotava-Tal La Orotava, Aguamansa, Pinolere, Benijos
345
Süden und Medianías Arona, Vilaflor, Granadilla & Umgebung
417 460 480 482 408
Nordküste und Teno-Gebirge Buenavista del Norte, Los Silos, Garachico, Santiago del Teide, Masca
363 355 365 366 460 462

Ob du Teneriffa am Ende mit dem Bus oder dem Mietwagen erkundest, ist eine indivduelle Entscheidung. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile.

ÖFFENTLICHER VERKEHR Bus
Günstig Auch längere Strecken über die Insel bleiben vergleichsweise günstig.
Entspannt Kein Parkplatz suchen und keine kurvigen Bergstraßen fahren.
Ideal für Wanderungen Bei vielen Touren kannst du an einem Ort starten und an einem anderen aussteigen.
VS
MAXIMALE FREIHEIT Mietwagen
Unabhängig Keine Fahrpläne und kein Warten – du bestimmst selbst, wann du losfährst.
Abgelegene Ziele Viele abgelegene Ausgangspunkte erreichst du mit dem Auto einfacher.
Mehr Zeit Mehrere Ziele lassen sich ohne Umstiege und Fahrpläne leichter kombinieren.

Masca-Schlucht, Teide und Co: Regeln für zugangsbeschränkte Wanderungen

Es gibt einige Wanderwege in Teneriffa für die eine vorige Anmeldung und Registrierung erforderlich ist, weil sie besonders beliebt und sehr stark besucht sind. Die wichtigsten sind:

Für diese Wege musst dich vorher mit einem bestimmten Tag und Zeitfenster registrieren. Bei den Wanderungen gibt es nur ein bestimmtes Kontingent an Personen, die pro Tag zugelassen werden. Da diese Wanderungen wirklich sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung, vor allem für den Teide (mindestens 1 Monat vorher). Gelegentlich wird der Zugang auch wegen schlechtem Wetter gesperrt. Ich wurde hier schon zurückgeschickt, z.B. am Barranco de Infierno.

Noch ein Tipp: Falls du keinen Platz mehr über die offiziellen Webseiten bekommst, findest du meist noch freie Plätze und Tickets über Tourenanbieter im Netz – tatsächlich ist das häufig die unkompliziertere Variante.

Wo übernachten zum Wandern auf Teneriffa?

Teneriffa ist größer, als es auf der Karte aussieht – die Insel wird nicht umsonst Miniaturkontinent genannt. Wenn du verschiedene Regionen der Insel erkunden möchtest, würde ich deshalb nicht unbedingt die gesamte Reise von einer einzigen Unterkunft aus planen.

Ich habe beim letzten Mal lange Zeit in dem Dorf Las Mercedes bei La Laguna gewohnt. Für das Anaga-Gebirge die perfekte Lage. Wenn ich in den Süden wollte, war das aber immer mit einer halben Weltreise verbunden.

Wenn du viel wandern möchtest, würde ich den Standort deshalb auch danach auswählen, welche Regionen du erkunden willst. Puerto de la Cruz ist der mit Abstand beliebteste Ort bei deutschen Touristen. Das Wetter ist hier ein guter Mix – nicht zu warm, nicht zu regenerisch.

Anaga-Gebirge → La Laguna, Santa Cruz, Puerto de la Cruz
Teno-Gebirge → Buenavista del Norte, Los Silos, Santiago del Teide
Teide & Inselmitte → Vilaflor, La Orotava, Puerto de la Cruz
Süden → Los Cristianos, Costa Adeje

Wenn du länger auf Teneriffa bist, kann es sich lohnen, die Unterkunft zu wechseln. Ich habe das bislang immer so gemacht und würde beispielsweise einige Tage an der Nordküste verbringen, um das Anaga-Gebirge zu erkunden, und anschließend weiter in den Süden ziehen.

Meine Unterkunftstipps für Sparfüchse

Hostel Tenerife in La Orotava Hostel Tenerife La Orotava

Nordküste · Orotava-Tal · Teno-Gebirge

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Puerto Nest Hostel in Puerto de la Cruz Puerto Nest Hostel Puerto de la Cruz

Anaga-Gebirge · Nordküste · Teide

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Hostel Banana Surf House in Los Cristianos Hostel Banana Surf House Los Cristianos

Südküste · Teno-Gebirge · Teide

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Der Süden ist etwas touristischer und auch ziemlich zugebaut, vor allem die Costa Adeje und Los Cristianos. Los Cristianos finde ich trotz seinem Ruf als Touri-Hochburg aber gar nicht so schlimm. Es ist immer schön warm, es gibt eine Super-Infrastruktur mit preiswerten Restaurants, Supermärkten etc. und man von dort kommt überall sehr gut. Das ist schon sehr angenehm.

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Noch Fragen zum Wandern auf Teneriffa?

Was ist die beste Wanderung auf Teneriffa?

Das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Die beliebteste Wanderung auf Teneriffa ist wahrscheinlich die Masca-Schlucht. Mir selbst hat die große Runde zum Faro de Anaga am besten gefallen. Teneriffa hat aber wahnsinnig viele schöne Ecken – vielleicht findest du mit Hilfe dieses Artikels ja deine ganz persönliche Lieblingswanderung.

Für welche Gebiete auf Teneriffa brauche ich eine Genehmigung?

Eine Genehmigung bzw. Registrierung brauchst du unter anderem für den Weg PNT 10 zum Teide-Gipfel, PNT 07 sowie die Wege PNT 09, PNT 23 und PNT 28 im Teide-Nationalpark. Im Anaga-Gebirge betrifft das die geschützten Gebiete El Pijaral und Monte de Aguirre. Außerdem sind die Masca-Schlucht und der Barranco del Infierno zugangsbeschränkt.

Was mache ich, wenn der Zugang zum Teide gesperrt ist?

Bei schlechtem Wetter oder winterlichen Bedingungen können Wege und Zufahrten zum Teide kurzfristig gesperrt werden. Wenn du eine Genehmigung für den Gipfel gekauft hast und kein Zugang möglich ist, hast du Anrecht auf eine kostenlose Rückerstattung. Bei Tickets für die Seilbahn kannst du außerdem auf einen Ersatz-Termin ausweichen.

Kann ich auf Teneriffa auf eigene Faust wandern?

Ja. Die meisten Wanderungen auf Teneriffa kannst du problemlos auf eigene Faust unternehmen und das machen auch viele Leute so. Für anspruchsvollere oder abgelegene Touren solltest du vor allem sicherstellen, dass du eine verlässliche Möglichkeit zum Navigieren hast.

Wo finde ich geführte Wanderungen auf Teneriffa?

In Ferienorten wie Los Cristianos, Costa Adeje oder Puerto de la Cruz findest du unzählige Anbieter für geführte Wanderungen. Sehr beliebt als Ausgangspunkt für deutsche Besucher ist Puerto de la Cruz: Hier gibt es jeden Tag geführte Wanderungen ohne Anmeldung. Treffpunkt ist der Busbahnhof. Dort bekommst du nähere Infos und Broschüren zu dem Angebot

Kann ich auf Teneriffa einfach jeden Weg benutzen?

Nein. Auf Teneriffa gibt es neben den offiziellen Wanderwegen auch gesperrte oder nicht offiziell ausgewiesene Wege. Gerade abseits der beliebten Wanderregionen führen viele Wege durch Privatland und die Besitzer mögen es meist nicht gern, wenn einfach jeder nach Belieben herumspaziert. Verlass dich deshalb nicht ausschließlich auf einen eingezeichneten Weg in Karten oder Apps und respektiere lokale Vorgaben.

Brauche ich auf Teneriffa Spanisch?

In den touristischen Orten an der Küste kommst du meist recht gut mit Englisch zurecht. In kleineren Dörfern und abgelegenen Gegenden im Hinterland ist es aber hilfreich, zumindest ein paar Worte Spanisch zu können.

Gibt es gefährliche Tiere auf Teneriffa?

Beim Wandern musst du dir wegen gefährlicher Tiere keine Gedanken machen. Auf Teneriffa gibt es keine Schlangen, großen Raubtiere oder giftigen Insekten. Etwas Vorsicht ist beim Baden geboten, gelegentlich kommen am Meer Quallen wie die Portugiesische Galeere vor. Sollte das der Fall sein, werden die betroffenen Strände gesperrt.

Mein Fazit

Kein Wunder, dass Alexander von Humbold von Teneriffa so angetan war – die Insel ist wirklich ein kleines Paradies. Das gilt auch heute noch, trotz der teils starken touristischen Erschließung. Aber beim Wandern bekommt man davon nur wenig mit, vor allem abseits der beliebteren Routen. Und Teneriffa ist groß genug, dass man immer irgendwo ein schönes Fleckchen findet, wo es noch ein bisschen ruhiger zugeht.

Viele Leute kommen regelmäßig zurück nach Teneriffa. Ich kann das gut verstehen. Auch nach mehreren Aufenthalten habe ich nicht das Gefühl, die Insel wirklich fertig erkundet zu haben. Irgendwo wartet immer noch der nächste Barranco oder ein Pfad, der auf der Karte interessant aussieht. Mein Tipp wäre also: Nimm dir ausreichend Zeit und geh einfach los – es gibt wahnsinnig viel zu entdecken.

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