Die 15 schönsten Wanderungen in Teneriffa (mit Karte und GPS-Datei)

Wanderparadies Teneriffa: Die größte der Kanarischen Inseln bietet eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt, angenehme Temperaturen und ein riesiges Wegenetz. Ich hab diesen Winter zwei Monate auf Teneriffa verbracht und die Wanderwege der Insel von vorne bis hinten erkundet. In diesem Artikel stelle ich meine 15 Lieblings-Wanderungen vor. Außerdem: Jede Menge praktische Tipps, die du zum Wandern auf Teneriffa brauchst.

In diesem Artikel:

Abwechslunsgreiche Natur, 1.000 Kilometer Wanderwege und dazu noch ganzjährig mildes Klima. Kein Wunder, dass Teneriffa als Reiseziel zum Wandern so beliebt ist. Vor allem die unglaubliche Vielfalt an Landschaftsformen ist atemberaubend. Nebelverhangene Lorbeerwälder, wüstenartige Vulkanlandschaften, Berge, einsame Strände, Steilküsten, unzählige Schluchten und tropische Täler, die fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten sind. Auf Teneriffa gibt es gefühlt nichts, was es nicht gibt.

Und all das kannst du bequem zu Fuß erkunden!

Auf der Landkarte ist Teneriffa ein Inselchen in den Weiten des Atlantiks. Der Eindruck täuscht. Teneriffa ist groß und aus der Sicht des Fußgängers eher ein kleiner Kontinent. Unbestrittener Mittelpunkt für viele ist sicherlich der Teide, mit 3.715 Metern der höchste Berg Spaniens. Aber Teneriffa auf den Teide zu reduzieren, wäre geradezu kriminell. Die wahre Vielfalt dieses Eilands erschließt sich nur dann, wenn du dir die Zeit nimmst, die unterschiedlichen Gesichter der Insel auf den unzähligen wunderbaren Wanderwegen zu erkunden.

Bleibt nur die Frage: Wo soll man auf einer so großen Insel anfangen? Genau deshalb stelle ich jetzt mal 15 Touren vor, die mir besonders gut gefallen haben. Dabei sind viele „Klassiker“ aber auch ein paar eher unbekanntere Geheimtipps. Das hier wird ein langer Artikel – fangen wir direkt an!


Das erwartet dich beim Wandern in Teneriffa

Ich hatte von meinem letzten Aufenthalt vor und nach dem GR 132 auf La Gomera ein etwas begrenztes Bild von Teneriffa, da ich nur die Touristenhochburgen im Süden kannte. Teneriffa – da fährt man doch nur zum Überwintern und am Strand rumhängen hin. Wenn ich nur gewusst hätte, was sich da alles im Hinterland verbirgt… Manchmal nur ein paar Kilometer von den Städten und den viel befahrenen Autostraßen entfernt.

Tatsächlich ist Teneriffa ein geradezu ideales Ziel zum Wandern. Das Netz an Wegen ist extrem dicht, die meisten Wanderwege sind zudem gut markiert. Du kannst also ohne Probleme auf eigene Faust losziehen. Sehr erfreulich ist auch, dass das Busnetz auf der Insel hervorragend ausgebaut ist. Vor allem die beliebten Wandergebiete sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Wirklich herausragend sind aber die landschaftlichen Gegensätze. Mir war das vorher nicht wirklich klar, weil man eben meist nur die Bilder vom Teide sieht. Aber das ist nur ein kleiner Teil und nach zwei Monaten auf der Insel würde ich sogar sagen, es ist nicht einmal der schönste. Das ist aber auch genau das Tolle: Die Insel ist so unglaublich vielfältig, dass hier jeder seinen persönlichen Lieblingsort finden wird. Und wenn du die Abwechslung liebst, wirst du beim Wandern in Teneriffa mit 100%iger Sicherheit Spaß haben!

Wandern in Teneriffa Vilaflor.

Die schönsten Gebiete zum Wandern in Teneriffa

Vorher noch ein paar Worte zu den Wander-Regionen Teneriffas. Die Insel ist wie erwähnt sehr groß, was vor allem auch bedeutet: dicht besiedelt. Im Unterschied zu La Gomera eignet sich nicht jedes Gebiet gleichermaßen gut für Wanderungen. Deshalb solltest du auch ungefähr wissen, wo es sich lohnt hinzufahren.

Einige der schönsten und beliebtesten Regionen zum Wandern in Teneriffa sind:

Anaga-Gebirge

Anaga Gebirge in Teneriffa.

Das Anaga-Gebirge ist wohl die Top-Wander-Region auf Teneriffa. Das recht kleine Gebirgs-Massiv bildet eine ausgedehnte Halbinsel im Nordosten der Insel. Durch die stark zerklüfteten Gebirgszüge und zahlreiche, tief eingeschnittene Täler wirkt das Gebiet größer als es in Wirklichkeit ist. Es ist eine fantastische, märchenhafte Landschaft, in der es häufig regnet und dicke Wolken über den immergrünen Laurisilva-Wäldern hängen. Das Netz an alten Stein-Caminos zwischen den Dörfern ist extrem dicht, die Wege meist noch in ihrem ursprünglichen Zustand und nicht zu Straßen umgebaut.

Weiterlesen: Die 12 schönsten Orte im Anaga-Gebirge

Teno-Gebirge

Teno Gebirge Wanderung.

Das Teno-Gebirge ist das zweite große Gebirgs-Massiv auf Teneriffa und so etwas wie die südliche, sonnigere Version des Anaga-Gebirges. Die Landschaft ist zumindest auf den ersten Blick nicht ganz so offensichtlich spektakulär wie im Anaga. Aber auch hier gibt es wunderbare Felsformationen und einige spektakuläre Schluchten. Darunter auch die berühmte Masca-Schluch, die häufig als beste Wander-Tour Teneriffas bezeichnet wird. Sehenswert ist auch die Hochebene von Teno, die mich mit ihren sanftgeschwungenen, grünen Höhenzügen fast schon ein bisschen Irland erinnert hat.

Teide-Nationalpark

Teide Nationalpark Blick zum Teide.

Der Teide-Nationalpark im Zentrum Teneriffas ist die Heimat des höchsten Gipfels von Spanien und die einzige Region der Insel, wo du echtes, alpines Hochgebirge zu sehen bekommst. Der auf über 2.000 Metern liegende Nationalpark besteht aus einer gigantischen Caldera mit ausgedehnten Geröll-Feldern und alten Lavaströmen aus deren Mittelpunkt sich der Teide und einige andere Vulkane erheben. Auf den Rändern der Caldera thronen etliche kleinere Berge, die aber auch ganz stattliche Höhen erreichen. Eine karge, abweisende, aber zweifellos auch faszinierende Landschaft.

Die Medianías

Barranco in Teneriffa Süd.

Die Medianías sind eigentlich keine Region, sondern die geografisch definierte „mittlere Zone“ zwischen der Küste und den Bergen. Sie reicht von etwa 500 bis auf 1.500 Meter und erstreckt sich auf allen Seiten der Insel. Es gibt aber große Unterschiede zwischen Nord und Süd. Der Norden ist waldreich, stark besiedelt und durch viele Asphaltstraßen und Pisten erschlossen. Der Süden ist trockener, sonnensicherer und deutlich dünner besiedelt. Mir hat der Süden mit hübschen Örtchen wie Arona, Granadilla, San Miguel oder Guía de Isora insgesamt besser gefallen – vor allem, weil es hier überraschend viele grüne Ecken gibt.

Wanderführer und Wanderkarten für Teneriffa

Meine Empfehlung: Rother Wanderführer Teneriffa*

Der Wanderführer aus dem bekannten Rother-Verlag* enthält 85 Touren in allen Teilen Teneriffas und eignet sich bestens für einen umfassenden Überblick über die zahllosen Wandermöglichkeiten der Insel

Das Buch enthält alle bekannten „Klassiker“ sowie auch einige interessante Geheimtipps und schwerere Touren. Neben der exzellenten Tour- und Wegbeschreibung bekommst du wie immer Kartenausschnitte und eine praktische Übersichtskarte aller Wanderungen.

Zusammen mit einer guten Wanderkarte für Teneriffa* bist du mit diesem Wanderführer bestens gerüstet!

Als Wanderkarte empfehle ich das hervorragende 4er-Kartenset von Edition Alpina* im Maßstab 1:25.000. Auf den Karten wird nicht die komplette Insel abgebildet, sondern nur die vier wichtigsten Regionen Anaga, Teno, Teide-Nord und Teide-Süd. Genau hier finden sich aber auch die meisten Wanderwege. Großer Vorteil: Neben den markierten Wegen (mit jeweiliger Nummer) und Sehenswürdigkeiten sind auch die unmarkierten Wege eingetragen – perfekt für Erkundungen auf eigene Faust.

Alternativ gibt es auch noch ein Set mit zwei Karten von Freytag& Berndt*, allerdings nur im Maßstab 1:50.000, sowie eine Kompass-Karte Teneriffa*, ebenfalls 1:50.000. Diese Karten eignen sich aber besser als allgemeine Übersichtskarten und nicht zur Navigation. Etwas genauer ist die englische Tenerife Hiker’s Map* im Maßstab 1:30.000. Hier ist aber auch nicht die gesamte Insel erfasst, sondern nur die wichtigsten Wanderregionen.

Außerdem empfehlenswert:

Meine 15 Top-Wanderungen auf Teneriffa

Die folgenden 15 Touren befinden sich in alle Teilen der Insel. Du wirst also gaz bestimmt etwas Passendes für dich finden, ganz gleich wo du genau wohnst (Tipps dazu weiter unten). Meist handelt es sich dabei um volle Tagestouren. Es sind aber auch ein paar kürzere Wanderungen dabei, die sich gut für einen halben Tag eignen.

Die Schwierigkeit bewegt sich meistens im mittleren Bereich und sollte für die meisten Wanderer gut zu bewältigen sein. Als kleines Schmankerl für Wanderer mit solider Gebirgserfahrung sind auch zwei „inoffizielle“ Touren dabei, die nicht auf ausgewiesenenen, markierten Wegen verlaufen. Hier bitte besonders aufmerksam die Beschreibung lesen. Diese Wanderungen sind schwieriger und potenziell gefährlich… aber natürlich auch superspannend!

1. Die große Anaga-Nordost-Runde

Blick auf die Nordküste von Teneriffa mit Anaga-Gebirge.

Fangen wir doch direkt mit dem Highlight an. Diese fantastische, vielleicht etwas anstrengende Rundtour um das Dörfchen Chamorga, bietet alles von dem, was das Anaga-Gebirge so faszinierend macht. Unglaublich beeindruckende Felsformationen, wunderschöne Täler, geheimnisvolle Nebelwälder, urige, teilweise fast verlassene Dörfer. Dazu einen wirklich herrlichen Abschnitt an der wilden Nordküste, den ich ohne zu Zögern als beste Küstenwanderung Teneriffas bezeichnen würde. Wenn du nur eine einzige Wanderung auf Teneriffa machen willst oder kannst: Vergiss den Teide und setze diese Tour ganz weit oben auf deine Wunschliste!

  • Schwierigkeit: mittel – schwer
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 19 km
  • Höhenmeter: + 1.225, – 1.230 hm

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Wegbeschreibung

Die meisten Leute starten und beenden diese Wanderung in Benijo, das allerdings ca. 1 km von der nächsten Bushaltestelle entfernt ist. Wenn du mit dem Bus anfährst, hältst du am besten am Playa del Roque de las Bodegas (alternativ in Almáciga). Damit musst du zwar erstmal etwa 2 km entlang der Straße laufen. Dafür kommst du aber direkt am beeindruckende Roque de las Bodegas vorbei, der nicht umsonst eines der beliebtesten Ausflugsziele an der Nordküste ist. Das würde ich schon mitnehmen, wenn du eh in der Ecke bist.

Küstenwanderung in Teneriffa Nord.
Der Küstenweg bietet tolle Blicke auf die eindrucksvollen Roques de Anaga vor der Küste.

Von Benijo aus geht es zunächst auf dem wunderbaren Küstenweg PR 6.2 bis nach El Draguillo, danach weiter als PR 6 zu dem halbverlassen Dörfchen Las Palmas. Die Aussichten auf die zwei felsigen Roques de Anaga vor der wildromantischen Küste sind erneut umwerfend. Der Weg ist teilweise recht schmal und an ein paar Stellen auch ein bisschen ausgesetzt – es bleibt also spannend. So geht es weiter bis zum Leuchtturm „Faro de Anaga“, nach einem kurzen Abstieg erreichst du dann Roque Bermejo.

Ab hier folgt das anstrengende, aber spektakuläre Finale der Wanderung: Ein langer, landschaftlich wahnsinnig reizvoller Aufstieg durch die Felsenschluchten des wasserreichen Barranco de Chamorga. In dem hübschen kleinen Örtchen Chamorga könnte man die Tour auch beenden. Noch schöner ist, durch die geheimnisvollen Nebelwälder bis zum Cruz del Draguillo weiterzulaufen. Von hier führt dann der herrlich aussichtsreihe Weg PR 6.3 hoch über der Küste zurück nach Benijo.


2. Durchquerung des Anaga-Gebirges von Cruz del Carmen bis Punta del Hidalgo

Blick auf Chinamada im Anaga Gebirge.

Die wahrscheinlich beliebteste Wanderung im Anaga-Gebirge und mit gutem Grund: Sie ist äußerst abwechslungsreich, bietet wunderbare Aussichten auf eines der schönsten Anaga-Täler und endet in einem spannenden, aber nicht übertrieben schweren Felsensteig. Weil es immer schön abwärts geht, ist die Wanderung zudem auch recht entspannt. Wer möchte, startet schon ein bisschen vor dem Cruz del Carmen in Las Mercedes und nimmt den zauberhaften Mercedes-Wald noch mit. Damit darfst du dir dann eine komplette Süd-Nord-Durchquerung des Anaga-Gebirges anrechnen.

  • Schwierigkeit: mittel
  • Typ: Streckenwanderung
  • Länge: 12,5 km (14,6 km mit Start in Las Mercedes)
  • Höhenmeter: + 319, – 1.213 hm (+300 hm mit Start in Las Mercedes)

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Wegbeschreibung

Offizieller Start der Tour ist der beliebte (und meist völlig überlaufene) Aussichtspunkt am Cruz del Carmen. Von hier geht es zunächst zwischen Lorbeerbäumen und moosbewachsenen Felsen durch den dichten Mercedes-Wald bis zu den Gehöften der Casas del Rio. Ab hier wird der Wald langsam lichter und die Landschaft öffnet sich, während du auf gemütlichen Feldwegen die tollen Aussichten genießt. Vor dem Dörfchen Carboneras musst du mehrmals die Straße kreuzen, danach geht es weiter auf aussichtsreichen Wegen, unter anderen mit schönen Blicken auf den Roque de Taborno, das „Matterhorn Teneriffas“.

Teneriffa Wanderweg im Anaga Gebirge.
Der Wanderweg führt streckenweise weit oberhalb der Küste entlang.

Chinamada ist für seine Höhlenwohnungen bekannt. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zu dem Aussichtspunkt „Mirador del Aguadei“ direkt über der Steilküste (ca. 10 Minuten). Hinter Chinamada wird der Weg zu einem Felsensteig mit wunderbaren Aussichten in den Barranco del Río. Der teilweise schmale Weg bietet etliche tolle Tiefblicke und spannend zu laufen, ohne dabei zu sehr zu übertreiben. An den steileren Stellen sind zur Hilfe grobe Stufen in die Felsen gehauen.

Besonders schön sind zum Schluss die Blicke auf den markanten Zwillings-Felsen „Roque Dos Hermanos“. Der Legende zufolge stürzten sich hier zwei Guanchen-Brüder ins Meer, weil sie sich verbotenerweise heimlich liebten. Darauf zerbrach der Berg aus Trauer über den Tod der Brüder. Heute besteht keine Absturzgefahr mehr, da die schwindelerregenden Stellen über der Steilküste mit Holzgeländern gesichert sind. Ein letzter steiler Abstieg führt zum Flussbett des Barranco del Río. Danach geht es auf der Schotterpiste bis nach Punta del Hidalgo.


3. Chinyero-Umrundung

Wanderung zum Chinyero in Teneriffa.

Diese spannende Rundwanderung im Nordwesten Teneriffas führt auf leichten, aber trotzdem interessanten Wegen durch die gigantischen Asche- und Lava-Felder, die beim Ausbruch des Vulkans Chinyero im Jahr 1909 entstanden – der letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa überhaupt. Es ist eine totenstille, streckenweise geradezu geisterhafte Landschaft mit faszinierenden Kontrasten zwischen der rostbraunen Asche und den giftgrünen Kanarischen Kiefern, die es irgendwie schaffen, in dieser Einöde zu überleben. Auf jeden Fall aber eine der Top-Touren der Insel! 

  • Schwierigkeit: leicht – mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 10,6 km
  • Höhenmeter: + 302, – 304

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Wegbeschreibung

Der bequemste und am häufigsten gewählte Start der Wanderung ist der Rastplatz Las Arenas Negras. Der ist allerdings nur mit Auto erreichbar, und zwar auf einer ziemlich holprigen Piste, die einen normalen Mietwagen an seine Grenzen bringt. Wer mit dem Bus anfährt, startet am besten in Santiago del Teide. Von hier aus läufst du dann auf dem Weg PR 43.3 durch das Valle Arriba. Später zwischen den Montanas Negras hindurch, bis du auf den Rundweg um den Chinyero triffst.

Vulkan Teneriffa Lavafelder.
Auf dem Hochplateau rund um den Chinyero ist das Wetter häufig ziemlich ungemütlich. Aber es passt zur Landschaft und hat seinen ganz eigenen Reiz.

Die eigentliche Umrundung ist nur etwa 5 Km lang. Mein Tipp: Mach die Runde im Uhrzeigersinn. So steigern sich die Landschaftseindrücke immer weiter: Zunächst durch Kiefern und Aschefelder, später mitten durch das grobe Lavagestein hindurch und dann ganz zum Schluss mit dem perfektem Blick auf den Chinyero. Am Ende der Runde triffst du dann wieder auf den Wegweiser, der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg.

Wenn du in Arenas Negras startest kannst du auch einen kleinen Abstecher zum Volcan Garachíco machen. Dazu biegst du nach etwa 1,5 km auf den Kanalweg rechts ab und läufst direkt auf dem Canal de Vergara (ungefährlich, keine Absturzgefahr), bis er auf einen Schotterweg Richtung Süden trifft, der sich schließlich wieder mit dem Hauptweg vereint. Zwei wichtige Punkte noch: 1) Die Vulkane zu besteigen ist verboten. 2) Im Laufe des Tages ziehen häufig Regenwolken auf. Starte daher am besten so früh wie möglich.


4. Teno-Gebirge: Von Santiago del Teide bis nach Masca

Masca Schlucht Wanderung in Teneriffa.

Eine der beliebtesten Wanderungen im Teno-Gebirge, die gleich mehrere offensichtliche Highlights vereint: Das gemütliche Städtchen Santiago del Teide, in dem es losgeht. Ein toller, bequemer Wanderweg, der genau auf der Wetterscheide zwischen Nord und Süd verläuft. Und zum Schluss die spektakuläre Aussicht auf das malerische Bergdorf Masca direkt über der berühmten Masca-Schlucht. Masca ist natürlich ziemlich touristisch und eher die Disneyland-Version eines Kanarischen Bergdorfs. Das ändert aber nichts an dieser schönen Wanderung, die einen tollen Einblick in das südliche Teno-Gebirge bietet.

  • Schwierigkeit: leicht – mittel
  • Typ:Streckenwanderung
  • Länge: 8,4 km
  • Höhenmeter: + 305, – 624 hm

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Wegbeschreibung

Der Weg nach Masca beginnt etwas außerhalb von Santiago del Teide direkt an der Autostraße. Der eigentliche Start war 2023 wegen Bauarbeiten gesperrt, als ich da war. Also musste ich der Straße etwa 200 Meter weiter nach Norden folgen. Hier zweigt links dann ein schwach erkennbarer Trampelpfad ab, der sich nach einigen Minuten wieder mit dem richtigen Weg vereint. Ob der ursprüngliche Start in Zukunft wieder geöffnet wird, kann ich nur schwer abschätzen. Ich vermute aber schon.

Masca Wandern Teneriffa im Teno Gebirge.
Blick auf das Dörfchen Masca tief unten im Tal.

Der Weg selbst ist unkompliziert und kaum zu verfehlen. Der einzige Anstieg (ca. 300 hm) erfolgt gleich zu Beginn bis zum Pass „Terrera de la Mesa“. Ab da geht es zunächst eben, später sanft absteigend über die Cumbres de Bolíco. Abschnitte im Lorbeerwald wechseln sich mit offenen Flächen ab. Je weiter westlich du vordringst, desto beeindruckender werden die Aussichten: Im Norden die saftig-grünen Monte Verde, im Süden die sonnenverbrannten Felsenberge über Masca.

Der letzte Teil der Wanderung bietet einen fantastischen Blick auf den imposanten Roque Tarucho, der wie ein Damokles-Schwert direkt über Masca hängt. Das Dorf zwischen Basaltfelsen und Palmenhainen ist aus der Ferne äußerst pittoresk, aber auch ziemlich überlaufen. Zu allem Überfluss ist die Zugangs-Straße so schmal, dass hier nur die ganz kleinen Linien-Busse fahren können. Außerdem fahren überhaupt nur sehr wenige Busse hierher und natürlich will am Ende jeder wieder nach Hause. Bei der Rückfahrt würde ich mich mental also schon mal auf Szenen wie in der Titanic einstellen.


5. Auf dem Risco-Steig zur Hochebene von Teno Alto

Risco Steig Wanderung Teneriffa.

Wenn du die nördliche Seite des Teno-Gebirges kennenlernen willst (und schwindelfrei bist!), kann ich dir diese spannende Wanderung wärmstens empfehlen. Der Steig ist nach dem spanischen Wort „Risco“ benannt, womit besonders steile, schroffe Felsenberge bezeichnet werden. Aber keine Sorge: Der Weg ist zwar steil und er bietet ein paar schwindelerregende Aussichten auf die Riscos. Wirklich gefährlich ist es aber nicht. Nach dem Besuch des Dörfchens „El Bailadero“ auf der Teno-Hochebene, hast du für den Rückweg mehrere einfachere Varianten zur Wahl.

  • Schwierigkeit: mittel
  • Typ: Streckenwanderung
  • Länge: 15,8 km
  • Höhenmeter: + 1.103, – 1.092 hm

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Wegbeschreibung

Der Risco-Steig beginnt direkt an der Bushaltestelle in dem Vorort Casablanca ca. 2 km westlich von Buenavista del Norte. Nach einem kurzen Abschnitt entlang einem Trockenbachbett wird das Gelände steiler und es geht ab in die Berge. Auf dem folgenden Wegstück fallen ungefähr 750 Hm auf einer Strecke von nur etwa 3 km an. Es ist also definitiv steil. Der Weg ist aber bestens in Stand gehalten, markiert und für schwindelfreie Leute ungefährlich, zumal er die ausgesetztesten Stellen geschickt vermeidet. An einigen Punkten helfen grobe Stufen. Die Tiefblicke sind durchweg vom Allerfeinsten.

Blick über die Ebene nach Teno Alto.
Weitläufige Landschaft auf dem Hochplateau von Teno Alto.

Nach dem ersten Dreschplatz wird das Gelände flacher. Von hier ist es nicht mehr weit bis zu dem Weiler „El Bailadero“ – ein winziges Dörfchen mit ein paar Cafés auf einer weitläufigen, grünen Hochebene mit kunstvoll angelegten Terrassen zwischen den sanft geschwungenen, schier endlos scheinenden Hügeln. Herrlich! Empfehlenswert ist hier der Abstecher zu dem Stausee La Mesita und noch ein Stück weiter zu einem windumtosten Pass, der Traumblicke auf La Gomera bietet (ca. 30 Minuten).

Für den Rückweg bietet sich eine lange Schleife durch die Monte Verde an: Zunächst auf dem PR 57 bis El Palmar, danach weiter auf dem PR 52.1 und zuletzt entweder auf dem Camino de Talavera (PR 55) oder dem Camino de las Moradas (PR 54). Beide Wege sind sehr schön. Der zweite vielleicht noch ein bisschen mehr, weil er dich verfallenen Gehöften von Las Moradas vorbeiführt, die wildromantisch über einer tiefen Schlucht liegen. Wenn du keine Lust auf diese lange Runde hast, kannst du natürlich auch einfach wieder auf dem Risco-Steig nach unten laufen. Ansonsten kommst du in Los Silos raus, das von der gleichen Buslinie wie Buenavista bedient wird.


6. Der Organos-Höhenweg

Organos Höhenweg Wanderung Teneriffa.

Die vielleicht schönste Wanderung, die ich in den Wäldern des oberen Orotava-Tals gemacht habe. Die Tour bietet eine gelungene Mischung aus tollen Ausblicken, angenehm zu laufenden, samtweichen Waldwegen und als Höhepunkt den namensgebenden Höhenweg: Ein etwas felsiger, teilweise leicht ausgesetzter Gebirgssteig, der direkt oberhalb der „Organos“ verläuft – einer beeindruckenden Felsformation in Form von steinernen Orgelpfeifen. Bei wolkenlosem Wetter (leider hier eher selten) eine geniale Tour, aber der schöne Weg macht auch so Spaß!

  • Schwierigkeit: mittel
  • Rundwanderung
  • Länge: 11,4 km
  • Höhenmeter: + 910, – 910 hm

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Wegbeschreibung

Der optimale Start dieser Tour ist die Area Recreatíva La Caldera, wo auch der Bus aus La Orotava hält. Alternativ Agumansa und von dort weiter auf dem lokalen Weg Nr. 81 zur Caldera. Am Rastplatz folgst du zunächst dem Weitwanderweg GR 131 auf der Pista de Mamio nach Osten und passierst die Choza de Pedro Gil, später die Casas de Agua. Kurz darauf zweigt der GR 131 rechts steil in den Wald ab, es folgt ein Aufstieg über etwa 450 hm. Durch die vielen Kiefernnadeln auf dem Boden ist es aber sehr angenehm zu laufen.

Teneriffa Teide Aussicht.
Beim Aufstieg bieten sich schöne Blicke auf den Teide – zumindest, wenn das Wetter mitspielt.

Bei dem Aussichtspunt Portillo del Topo zweigt schließlich rechts ein unscheinbarer Pfad ab – das ist der Einstieg zum Höhenweg. Der Weg ist nicht markiert, aber durchweg deutlich erkennbar. Schnell wird der Pfad steiniger, im weiteren Verlauf windet sich der Weg entlang mehrerer kleiner Schluchten. Einige leicht ausgesetzte Stellen sind mit Drahtseilen gesichert. Wenn es keine Sicherungen gäbe, würde es dir aber wahrscheinlich gar nicht auffallen, der Weg ist immer ausreichend breit.

Nach einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die „Organos“, trifft der Pfad auf den großen Insel-Pilgerpfad von Candelaria nach Aguamansa. An der Kreuzung biegst du rechts ab und läufst genau nach Süden. Der Waldweg ist ein bisschen rutschig, aber nach dem Höhenweg ist das keine Herausforderung mehr. Nach kurzer Zeit erreichst du wieder die Piste an der Choza de Pedro Gil. Tipp: Auch hier früh starten. Im Lauf des Tages ziehen regelmäßig Wolken auf, die die schönen Aussichten ruinieren.


7. Zur Mondlandschaft von Vilaflor

Vilaflor Mondlandschaft Teneriffa Wandern.

Vilaflor ist das höchstgelegene Dorf Spaniens und mit seinem hübschen historischen Stadtkern ohnehin schon einen Besuch wert. Am besten verbindest du das dann mit dieser empfehlenswerten Rundwanderung durch die einsamen Kieferwälder im Westen der Teide-Caldera. Die Mondlandschaft selbst ist nur recht klein und wirkt auf den Fotos etwas anders als in der Realität. Die wahren Highlights dieser Tour sind aber ohnehin der wunderschön angelegte Weg, die Stille, der Duft der Kiefernadeln und die herrlichen Ausblicke auf die Ucanca-Berge auf dem Rand der Caldera.

  • Schwierigkeit: leicht – mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 13 km
  • Höhenmeter: + 630, – 630 hm

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Wegbeschreibung

Los geht’s an der Bushaltestelle am Hauptplatz von Vilaflor. Von hier zunächst auf der Calle la Callita durch den Ort, bis schließlich links der Wanderweg PR 72 abzweigt (gleicher Verlauf wie GR 131). Danach läufst du längere Zeit aufwärts (ca. 300 hm), der steinige Weg ist aber durchweg bequem zu laufen und nie zu steil. Zwischen den Kiefern blitzen in der Ferne immer mal wieder der Sombrero  und die anderen Berge auf dem Rand der Teide-Caldera hervor – eine wunderbare Landschaft.

Berge auf der Caldera in Teneriffa.
Herrliche Aussicht zu den Bergen auf dem Rand der Teide-Caldera.

Nach dem Überqueren der Straße triffst du auf einen Wegweiser, der in beiden Richtungen zur „Paisaje Lunar“ weist. Die Richtung ist eigentlich egal, es ist ein Rundkurs und du kommst am Ende wieder hier raus. Ich hab die linke Abzweigung genommen, damit bewältigst du den steileren Teil im Aufstieg, was ich persönlich mehr mag. Kurze Zeit später wirst du schon die ersten interessanten Felsformationen sehen, danach ist es dann nicht mehr weit bis zur eigentlichen Mondlandschaft.

Die Paisaje Lunar ist weniger eine Landschaft, eher eine etwas größere Felsformation in einer Steilwand. Der spanische Name „Los Escurriales“ (etwa: die Tropfen) trifft es etwas besser. Die weißen Felsen aus getrocknetem Vulkanstein sehen tatsächlich ein bisschen wie versteinerte Wassertropfen aus. Auf jeden Fall ein interessanter Anblick, den man nicht jeden Tag hat! Es führen auch einige (rutschige) Trampelpfade noch näher an die Felsen heran. Ansonsten folgst du weiter dem Rundweg, der stetig absteigend zurück zum Wegweiser führt. Ab hier dann der gleiche Weg wie hinzu.


8. Die 1000 Fenster von Güímar

Mil Ventanas de Güimar Tenerife.

Der inoffizielle Wanderweg durch die berühmten „Ventanas de Güímar“ zählt zu den bekanntesten Abenteuer-Touren Teneriffas. Die Route führt durch ein altes Kanalsystem in den Steilwänden hoch über dem Tal von Güímar. Dabei durchquerst du insgesamt 10 Felstunnel mit riesigen fensterähnlichen Öffnungen in den Wänden. Du darfst dich also auf wahnsinnige Tiefblicke in die Schluchten freuen! Eine nicht ganz einfache Tour, die für die meisten erfahrenen Wanderer mit Bock auf ein bisschen Abenteuer aber im Bereich des Möglichen liegen sollte.

Achtung: Kein offizieller Weg – Absturzgefährdetes, verwildertes Terrain. Betreten auf eigene Verantwortung!

  • Schwierigkeit: mittel – schwer
  • Typ: Streckenwanderung
  • Länge: 13, 4 km
  • Höhenmeter: ca. + 200, – 800 hm

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Wegbeschreibung

Für diese Streckenwanderung empfiehlt sich eine Anfahrt mit dem Taxi, da du sonst nur umständlich zurück zum Start kommst. Einfach in Güímar am Plaza de Flores dem Taxifahrer sagen, dass du zu den „Ventanas“ möchtest – die Jungs wissen Bescheid und fahren dich in ca. 20 Minuten zu den „Antenas“, wo es losgeht (ca. 15 Euro). An der ersten Funk-Antenne endet die Schotterpiste für Autos. Von hier läufst du in ca. 30 Minuten den Berg bis zu der nächsten Antenne hoch. Dort steht auch ein Schild, das vor dem Betreten des Weges warnt.

Teneriffa Wanderung Güimar Fenster.
Der Weg verläuft durch zahlreiche alte Tunnelsysteme mit großen Öffnungen in den Felsen.

Der erste Teil verläuft durch dichtes Unterholz und trifft schnell auf den schmalen Kanal, dem du folgst. An ein paar Stellen versperren Büsche den Weg. Rechts geht es recht steil runter, also vorsichtig sein. Das gilt übrigens auch für den gesamten Rest der Strecke! An einem abgestürzten Bagger betrittst du den ersten Tunnel. Im Folgenden wechseln sich Abschnitte in den Tunneln mit freien Passagen ab. Die Wegführung ist recht logisch, da es immer entlang der Schlucht geht. Ab Kanal 3 hast du aber kein GPS-Signal mehr.

Die schönsten Fenster befinden sich im achten Tunnel. Danach betrittst du links einen weiteren Tunnel. Vor dem zehnten und letzten Tunnel führt rechts entlang eines Wasserrohrs ein Weg in den Barranco de Badajoz: Diesen Weg nicht nehmen und stattdessen in den Tunnel. Wieder draußen geht es noch ein Stück auf dem Canal de Fasnia weiter, der teilweise eingestürzt und leicht überwachsen ist. Nach ca. 1,5 km triffst du auf die klar erkennbare Pista del Reventon. Ab hier kannst du einfach stur dem Weg bergab folgen, der dich in etwa 1 Stunde zurück ins Ortszentrum von Güímar führt.

Schau dir hier die detaillierte Beschreibung an: Die 1000 Fenster von Güímar – Die spektakulärste Tunnelwanderung in Teneriffa


9. Der Los Gigantes Skywalk

Los Gigantes Teneriffa Steilküste Wanderung.

Vielleicht willst du ja noch ein bisschen mehr Nervenkitzel. Dann ist diese Wanderung durch die Steilküste von Los Gigantes genau richtig. Ich will gar nicht um den heißen Brei herumreden: Es ist eine schwierige Tour, streckenweise auch nicht ungefährlich. Aber die Aussichten auf die Steilküste… unbezahlbar. Auch der erste Teil der Wanderung durch eine wilde Schlucht und zwei stockfinstere Wassertunnel ist eine wahre Freude für Fans von abenteuerlichen Touren abseits der ausgetretenen Wege. Ein etwas riskantes, aber einzigartiges Erlebnis, das du in dieser Form wahrscheinlich wirklich nur auf Teneriffa bekommst.

Achtung: Kein offizieller Weg – Absturzgefährdetes, verwildertes Terrain. Betreten auf eigene Verantwortung!

  • Schwierigkeit: schwer
  • Typ: Streckenwanderung
  • Länge: 8,3 km
  • Höhenmeter: ca. – 450 hm
  • Tipp: Für die Wanderung empfehle ich dringend eine Stirnlampe*, da die Tunnel komplett dunkel sind

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Wegbeschreibung

Am südlichen Ende von Tamaimo folgst du zunächst auf dem Wanderweg PR 65 dem Barranco de Santiago bis zu einer verfallenen Baracke. Hier befindet sich der Eingang in den ersten Tunnel, der etwas über einen 1 km lang ist. Der Tunnel ist stockfinster, die Luft im Inneren sehr stickig, geh also am besten zügig durch. Sich hier länger aufzuhalten, dürfte deiner Gesundheit nicht zuträglich sein. Nach dem Ende des Tunnels erreichst du den Barranco Seco. Hier steigst du direkt rechts absteigen und folgst dann dem Weg durch die Schlucht.

Teneriffa Schlucht Galeria.
In der ersten Hälfte der Wanderung führt der Weg an einigen alten Galerías vorbei.

Der Pfad ist meistens gut erkennbar, aber ziemlich schmal. Teilweise helfen Steinmänner bei der Orientierung. Hinter der Galería de Junquera wechselst du von der linken auf die rechte Seite der Schlucht und steigst weiter ab. Kurz hinter der nächsten Galería siehst du halbrechts schon den zweiten Tunnel, der etwas kürzer ist. Nachdem du wieder im Freien bist, folgt die schwierigste Stelle der Tour: Die Überquerung des Barranco de Guama. Am Sichersten ist hier (meiner Meinung nach), kurz nach dem Tunnel rechts über die Felsplatten abzusteigen.

Beim Abstieg bitte wirklich vorsichtig sein! Das Gelände ist sehr steil und bietet kaum Halt. Ein Ausrutscher an dieser Stelle… denk nicht mal dran. Nach der Überquerung der Schlucht folgt dann der eigentliche Skywalk durch die Steilwand von Los Gigantes. Der Weg ist schmal, geröllig, teilweise auch noch abschüssig und ja… es ist definitiv ausgesetzt. Ungefähr 40 Minuten dauert der Spaß. Danach hast du dir das Bier in Los Gigantes redlich verdient.

Tipp: Für die Rückfahrt nimm am besten den Bus 462 zurück nach Tamaimo. Die im Rother beschriebene Strecke über die Berge trägt außer schweißtreibenden 400 hm nicht mehr wirklich viel bei und wäre für meinen Geschmack ein etwas lahmes Ende für so ein Abenteuer.


10. Umrundung der Roques de Garcìa

Teneriffa Roques de Garcia Wandern.

Es gibt neben dem offensichtlichen Höhepunkt – der Besteigung des Teide-Gipfels – viele Wege im Teide-Nationalpark. Diese beliebte, aussichtsreiche Rundwanderung eignet sich perfekt für den ersten Besuch, weil sie eine wunderbare Möglichkeit ist, die Gegend erstmal kennenzulernen. Und zwar mit einer der beeindruckendsten Felsformationen im gesamten Nationalpark. Im Anschluss geht’s ab ins nahegelegene Besucherzentrum, wo du alles über die Geschichte und Geografie dieser einzigartigen Landschaft erfährst – die perfekte Basis für weitere Erkundungen!

  • Schwierigkeit: leicht
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 4,4 km
  • Höhenmeter: + 154, – 167

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Wegbeschreibung

Die kurze Rundtour startet direkt am Besucherzentrum Cañada Blanca. Hier überquerst du die Straße und folgst dem Wegweiser zu den Roques. Kurze Zeit später triffst du auf den markierten Wanderweg PN 3, dem du ab jetzt immer folgst. Der gut ausgebaute, breite Weg führt gegen den Uhrzeigersinn zunächst auf ebener Fläche an den Roque Blancos vorbei, kurz darauf am Roque Cinchado, dem berühmten „Finger Gottes“.

Nach rund 2 Kilometern erreichst du das nördliche Ende der Roques. Hier führt ein etwas holpriger, gerölliger Gebirgsweg etwa 150 hm in die Ucanca-Ebene hinab. Das folgende Wegstück verläuft dann wieder nach Süden und passiert dabei die beeindruckende Felsformation La Catedral. Danach geht es recht steil die 150 Meter wieder hoch, die du am Anfang runtergelaufen bist und du kommst am Mirador de la Ruleta raus. Hier schließt sich der Kreis.  


11. Durch den einsamen Inselsüden: Von San Miguel nach Aldea Blanca

Teneriffa San Miguel Wanderung

Die südlichen Medianías sind für mich das unterschätzte Wanderrevier in Teneriffa überhaupt. Es ist eine ruhige, etwas verschlafene, auf den ersten Blick völlig unspektakuläre Gegend, in die sich nur wenige Besucher verirren. Aber sie verbirgt ungeahnte Schätze, wenn man sich etwas Zeit nimmt! Mit dieser entspannten Rundwanderung bekommst du einen ersten Einblick in diesen vergessenen Teil Teneriffas: Sie führt neben beeindruckenden Schluchten auch zu einigen archäologisch bedeutsamen Fundstätten der Guanchen-Kultur.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 15 km
  • Höhenmeter: + 494, – 494

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Wegbeschreibung

Vom Ortszentrum in San Miguel aus läufst du zunächst zur Casa del Capitán, dem früheren Haus des Gemeindevorstands, das heute ein Museum ist. Hier startet der lokale Weg SL TF 231, der nach ein paar Minuten in die umliegenden Terrassenkulturen führt. An der ersten Abzweigung empfehle ich unbedingt den linken Weg, da dieser zur „Fuente de Tamaide“ absteigt, einer wildromantisch in der Schlucht gelegenen alten Quelle mit Wasserbecken.

Teneriffa Vulkane Wanderer Aussicht.
Der Weg bietet wunderbare Ausblicke über das Vulkanfeld im Süden Teneriffas.

Danach geht es zu dem schönen alten Weiler „Caserío de la Hoya“, wo gefühlt drei Leute wohnen (wahrscheinlich nicht nur gefühlt…) und weiter auf einem toll angelegten Weg unter den steilen Hängen der „La Centinela“. Der mit kargem Buschwerk bewachsene Berg ist als Naturreservat und geschütztes Kulturgut ausgewiesen. Es gibt hier abseits des Wegs etliche Höhlen sowie anscheinend auch Felszeichnungen. Ich hab leider keine entdeckt, vielleicht hast du ja ein bisschen mehr Glück!

Bis Aldea Blanca läufst du dann entspannt weiter auf Feldwegen und genießt die tollen Blicken auf das südliche Vulkanfeld von Teneriffa. In dem Örtchen lohnt ein kurzer Abstecher zum Castillo de San Miguel, dem modernen Nachbau einer mittelalterlichen Burg, der zwischen den traditionellen Häusern ein klein wenig fehl am Platz wirkt. Anschließend führt der felsige und recht steile „Camino de Las Lajas“ zurück nach San Miguel. Etwa in der Mitte passiert der Weg eine archäologische Ausgrabungsstätte mit in den Felsen geritzten Kanälen der Guanchen.


12. Von La Laguna nach Santa Cruz

Santa Cruz de Tenerife Wanderung nach La Laguna.

Eine Stadtwanderung der etwas anderen Sorte ist dieser Verbindungsweg zwischen der alten und der neuen Hauptstadt Teneriffas. Die Tour führt überwiegend durch kleine Dörfchen und kakteenbewachsene, abgeschiedene Täler im eher wenig besuchten Süden des Anaga-Gebirges. Das Finale mündet dann in einen unerwartet spektakulären Höhenweg mit tollen Blicken auf Santa Cruz. Ich hatte mir von dieser Tour zunächst fast nichts erwartet – am Ende wurde es tatsächlich eine meiner Lieblingswanderungen auf Teneriffa. Absolut empfehlenswert!

  • Schwierigkeit: leicht – mittel
  • Typ: Streckenwanderung
  • Länge: 15,7 km
  • Höhenmeter: + 423, – 973 hm

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Wegbeschreibung

Anstatt die Tour, wie im Wanderführer beschrieben, in La Laguna zu beginnen kannst du auch erst in Jardina starten (Buslinie 271, Haltestelle Camino Jardina). Viel verpasst du damit nicht. Von Jardina geht es dann auf Feldwegen durch einige wunderschöne, kaum besuchte Täler bis ins Valle Jimenez. Hier steht ein kurzes Stück Straßenwandern an. Als Belohnung folgt ab dem Aussichtspunkt „El Roque“ ein herrlich angelegter Höhenweg (teilweise mit Seil und Geländer gesichert).

Wandern Gebirgstal Anaga Gebirge Teneriffa.
Auf dem Weg durch einsame Täler – kaum vorstellbar, dass die Hauptstadt nur ein paar Kilometer entfernt ist.

Der Weg ist stellenweise recht schmal und bietet durchweg geniale Blicke auf Santa Cruz, das von hier aus fast zum Greifen nahe scheint. Pass zum Schluss an der Cueva Roja am besten ein bisschen auf. Hier ist der Abstiegs-Weg etwas undeutlich. Danach geht es über Treppenwege und enge Gässchen durch den höchstgelegenen Ortsteil von Santa Cruz, La Cuesta. Das letzte Stück folgt – bereits im Stadtgebiet – dem Barranco de Santos bis du direkt an der Iglesia de Nuestra Señora de la Conception im Herzen der Altstadt rauskommst.


13. Von Arona in das Adeje-Massiv

Teneriffa Roque de los Brezos Adeje Wanderung nach Arona.

Das Adeje-Massiv oberhalb der Südwestküste wird gerne mal vergessen, wenn es um die Berge Teneriffas geht. Meiner Meinung nach völlig zu Unrecht: Zwischen dem Dreigestirn aus Roque Imoque, Roque Conde und Roque de los Brezos entfaltet sich eine wirklich beeindruckende Gebirgslandschaft, die mich mit den steilen Felstürmen der „Picachos de Fañabé“ teilweise sogar entfernt an die berühmten Felsgestalten der Dolomiten erinnert hat. Diese eher gemütliche Rundtour mit Start in dem schönen Städtchen Arona führt mitten in das Herz dieser wunderbaren Wander-Region.

  • Schwierigkeit: mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 9,8 km
  • Höhenmeter: + 435, – 435 hm

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Wegbeschreibung

Wenn du die Tour im Ortszentrum von Arona startest, musst du zunächst erstmal 1,5 km an der Straße entlang laufen (alternativ Buslinie 482 bis zur Haltestelle Las Casas und dort starten). An der ersten Abzweigung am Wegweiser angekommen, würde ich den linken Weg Richtung Casa Suárez empfehlen. Er bietet tolle Ausblicke in den Barranco del Rey und verläuft weiter von der Straße entfernt. Stetig aber nicht zu steil geht es dann bis zum Restaurante Refugio weiter.

Teneriffa Wandern Kanal Bauernhaus Ruine.
Alter Wasserkanal an der verlassenen Casa Suárez. Viele Bauernhöfe im Süden sind heute nur noch Ruinen.

Kurz darauf kreuzt du einen Wasserkanal und durchquerst ein wunderschönes kleines Tal mit einigen höhlenartigen Behausungen in den verwitterten Felswänden. Schließlich gelangst du zum Sattel zwischen Roque de los Brezos und Roque Imoque. Hier befindet sich ein alter Dreschplatz, der heute von Gleitschirmfliegern als Startpunkt genutzt wird. Wenn du noch Energie hast: Der Roque de los Brezos ist recht einfach zu besteigen (ca. 30 Minuten, Schwierigkeit T2).

Auf dem Rückweg nimmst du den GR 131 Richtung Arona. Auf diesem Abschnitt darfst du dich auf Landschaftsgenuss in Reinform freuen– die Aussichten auf das Adeje-Massiv und die von der Erosion herausgemeißelten Türme der „Picachos“ sind ganz großes Kino. Beeindruckend auch der massive Felsklotz des Roque Conde, der irgendwann das komplette Blickfeld dominiert. An der Ruine eines alten Bauernhauses biegst du links ab und gelangst wieder zum Barranco del Rey. Anschließend musst du noch zwei kleinere Barrancos durchqueren, dann bist du zurück in Arona.


14. Küstenwanderung auf dem Sendero El Sauzal

Teneriffa Küstenwanderung Sendero de Sauzal.

Eigentlich nur ein etwas längerer Spaziergang. Aber ich fand die Costa El Sauzal einen der schönsten Küstenabschnitte im Norden und interessanter als die beiden überlaufenen Wege in der Nähe von Puerto de la Cruz. Im Unterschied zu diesen Trails, die teilweise entlang von Straßen durch Gewerbegebiete verlaufen, hast du hier eine völlig unverbaute Küstenlandschaft. Die ist zwar relativ klein, aber sie wartet mit einem toll angelegten Pflasterweg direkt über den Wellen des Atlantiks auf. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kannst du auch direkt runter bis zur Küste fahren.

  • Schwierigkeit: leicht
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 6,9 km
  • Höhenmeter: + 408, – 408 hm

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Wegbeschreibung

Diese Tour ist zugegebenermaßen mit etwas Straßenwandern verbunden – aber das Ziel ist es wert! Von der Autopista Norte läufst du zunächst auf der Avenida Roma steil abwärts durch die Siedlung Puntilla del Sol. Auf ca. 220 hm zweigt rechts ein völlig unscheinbarer Trampelpfad durch die Hecken ab, der kurz darauf auf den asphaltierten Camino Rojas trifft. Hier weiter auf dem Trampelpfad absteigen, der bald recht steinig wird und begleitet von schönen Ausblicken runter zur Küste führt.

Küstenweg Teneriffa Nordküste.
Der wunderbar angelegte Pflasterweg führt direkt an der Küste entlang.

Unten kommst du an einer kleinen Kirche an und hältst dich rechts auf dem gepflasterten Küstenweg. Der Weg verläuft etwa 1,5 km unmittelbar am Meer entlang und passiert dabei etliche schöne Aussichtspunkte. An ein paar Stellen kann man auch ins Wasser – pass aber gut auf! Die Küste ist sehr felsig. Kurz vor einer alten Galería zweigt rechts ein steiler Gebirgsweg nach oben ab. Dieser Weg führt zur Urbanización Primavera. Auf der Carreterra Las Breñas gelangst du dann wieder zum Ausgangspunkt.


15. Zum Semáforo von Igueste

Teneriffa Wanderung mit Ausblick zur Küste.

Diese ebenfalls recht kurze Tour startet in dem winzigen Örtchen Igueste de San Andrés im äußersten Nordost-Zipfel von Teneriffa. Ziel ist ein alter Leuchtturm, der „Semáforo“, der heute als Lost Place ein recht bekanntes Ausflugsziel ist. Da Igueste ziemlich abgelegen ist, kommen hier trotzdem nicht wirklich viele Leute vorbei. Ein Highlight der Tour ist der geniale Blick beim Aufstieg auf den „Playa de Las Teresitas“ – einen der schönsten Strände der Insel. Toll auch Igueste: Das schmucke kleine Dörfchen ist herrlich verschlafen, hier fühlt man sich fast schon wie auf La Gomera.

  • Schwierigkeit: leicht – mittel
  • Typ: Rundwanderung
  • Länge: 5,7 km
  • Höhenmeter: + 712, – 712 hm

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Wegbeschreibung

Die Wanderung verläuft auf dem markierten Weg PR 5.1, der direkt an der Bushaltestelle in Igueste beginnt. Von hier geht es zunächst an der Kirche vorbei durch das hübsche Örtchen und kurz vor dem Friedhof (Besuch lohnt sich) links steil in die Berge hoch. Der Weg überwindet auf knapp 1 km über 300 hm und ist entsprechend steil, ansonsten aber breit und bequem zu laufen – teilweise auf leicht ausgewaschenen Felsstufen. Kurz vor dem Leuchtturm gibt es eine Abzweigung – hier den rechten Weg nehmen.

Teneriffa Leuchtturm Igueste.
Am Leuchtturm von Igueste.

Wenn du nicht genau den gleichen Weg zurücklaufen willst, kannst du auf dem Rückweg an der Abzweigung auch ein Stück auf dem linken Weg laufen. Dieser unmarkierte Weg ist schwieriger und ausgesetzter, aber es lohnt sich! Er führt zunächst mit einigen Kraxeleien zu einer alten Ruine, anschließend auf schmalem Pfad zu einem Aussichtspunkt mit wunderbaren Blicken auf die Küste. Zurück geht es dann auf dem gleichen Weg.

An der Ruine gäbe es theoretisch einen weiteren unmarkierten Pfad, der nördlich zum Lomo Bermejo und von dort zurück nach Igueste führt. Die Einheimischen meinten aber, dass der Abstieg steil und ziemlich gefährlich sei. Ich hab diesen Weg nur von unten gesehen – er sah stark überwachsen und nach meinen Geschmack für den Abstieg etwas zu suspekt aus. Also besser erstmal anschauen und im Zweifelsfall lieber den normalen Weg nehmen!


Wie schwer ist Wandern auf Teneriffa?

Noch ein paar Worte zur Schwierigkeit: Die „normalen“, d.h. markierten Wanderwege in Teneriffa verlaufen in der Regel auf gut ausgebauten Wegen, die auch regelmäßig in Stand gehalten werden. Der Anspruch bewegt sich meist im Bereich T1-T2 auf der SAC-Wanderskala. Wer regelmäßig wandern geht, sollte also keine Probleme haben. Schwere Bergtouren und ähnliche Späße sind in Teneriffa eher die Ausnahme und verlaufen, wenn überhaupt, auf unmarkierten Wegen.

Das heißt aber nicht, dass die Wanderungen automatisch Spaziergänge sind. Gerade im Gebirge sind die Wege steinig, manchmal recht schmal und teilweise mit vielen Höhenmetern verbunden. Ein bisschen Kondition kann also nicht schaden. Außerdem gilt: Gerade bei Regen können die Wege ziemlich rutschig werden. Die Gefahr von Steinschlag ist ebenfalls real und das sollte man auch nicht unterschätzen. Check deshalb am besten immer vorher den Wetterbericht und verschiebe die Wanderung im Zweifelsfall auf einen besseren Tag.

Organos Höhenweg Drahtseil Sicherung.
Gesichertes Wegstück auf dem Organos-Höhenweg. Solche Passagen mit Drahtseilen und anderen Hilfen sind auf Teneriffa eher die Ausnahme.

Hunde auf Teneriffa

Das ist ein Punkt, zu dem ich witzigerweise (ich mache mir da nie drüber Gedanken) sehr häufig Leser-Anfragen bekomme: Wie sieht es denn an diesem und jenem Ort eigentlich mit Hunden aus? Muss man sich da als Wanderer Sorgen machen? Für Teneriffa kann ich da Entwarnung geben. Es gibt zwar unglaublich viele Hunde – gefühlt hat in den Dörfern jeder Haushalt mindestens zwei Wachhunde. Probleme hatte ich damit aber nicht, die Hunde sind in der Regel hinter Gartenzäunen.

Wenn du an einzelnen Häusern oder Gehöften vorbeiläufst, wirst du vermutlich auf jeden Fall kräftig angebellt werden. Das nervt auf Dauer ein bisschen, vor allem wenn dann noch alle Hunde in der Umgebung einstimmen. Ansonsten passiert aber weiter nichts. Ich hab in den zwei Monaten auf Teneriffa nur ein oder zweimal einen freilaufenden Hund gesehen und das waren auch friedliche Exemplare.

Wandern in Teneriffa beste Reisezeit.

Beste Reisezeit zum Wandern in Teneriffa

Teneriffa gilt als Ganzjahres-Reiseziel zum Wandern und das stimmt wohl auch. Aber es ist nur die halbe Wahrheit. Im Winter kann es, vor allem im Norden, sehr häufig regnen und das Wetter ist ziemlich wechselhaft – ungefähr so wie ein besonders launischer April in unseren Breitengraten. Im Sommer, so haben es mir zumindest die Einheimischen erzählt, wird es hingegen extrem heiß (30 ° Grad +). Vor allem im Süden und in den Höhen bis etwa 1.500 Metern.

Demnach wären die besten Jahreszeiten zum Wandern auf Teneriffa also Frühling und Herbst. Aber viele Leute besuchen die Insel im Winter und gehen dann natürlich auch wandern. Das habe ich ja auch gemacht und das ging auch ganz gut. Erwarte dann aber am besten nicht, dass jeden Tag die Sonne scheint. Hier hilft es flexibel zu sein und bei schlechtem Wetter entsprechend umzuplanen.

Zum Wetter in Teneriffa noch paar persönliche Erfahrungen nach zwei Monaten Aufenthalt:

  • Der Norden ist generell kühler und deutlich regenreicher. Genau deshalb ist es z.B. im Anaga-Gebirge auch so wahnsinnig grün. Die Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd sind sehr stark ausgeprägt – so stark, dass sich Teneriffa-Nord und Teneriffa-Süd eigentlich fast wie zwei verschiedene Länder anfühlen.
  • Das Klima wird extrem von der Höhe beeinflusst. Es kann z.B. passieren, dass an der Küste strahlender Sonnenschein herrscht, während du in den mittleren Lagen unter einer dichten Wolkenschicht fröstelst und und es in den Bergen in Strömen regnet.
  • Durch das steile Höhenprofil auf relativ begrenztem Raum gibt es unfassbar viele Mikroklima auf Teneriffa. Ein Klassiker ist z.B. die ewige Wolke über dem Orotava-Tal. Diese einzelne Wolke hängt scheinbar immer am gleichen Ort. Sie entsteht, da sich die aufsteigende Luft im Tagesverlauf abkühlt und nicht entweichen kann, weil das Tal auf drei Seiten von steilen Berghängen begrenzt ist.
  • Bei Wanderungen über ca. 2.000 Metern läufst du häufig über den Wolken. Dieses Phänomen wird auf den Kanarischen Inseln „mar de nubes“ (Wolkenmeer) genannt. Wenn das Wetter weiter unten zu schlecht ist, kann es also helfen, aufzusteigen. Ein sehr schöner Ort dazu ist z.B. Vilaflor.
  • Im Winter kann auf Höhen ab 1.500 Meter auch Schnee liegen – habe ich selbst im Orotava-Tal erlebt. Auch der Teide-Nationalpark liegt gelegentlich unter einer Schneedecke. Eventuell sind dann sogar die Zufahrtsstraßen gesperrt.
  • Wanderungen zum Teide-Gipfel sind im Winter immer mit dem Risiko verbunden, dass der Zugang nicht möglich ist. Eventuell sind die Wege wegen Vereisung gesperrt, auch der Seilbahnbetrieb wird gelegentlich eingestellt.
Orotava Tal Winter Teneriffa.
Ja… es kann auf Teneriffa auch schneien. Hier z.B. im oberen Orotava-Tal auf rund 1.800 Metern. Die Temperatur lag zu diesem Zeitpunkt bei etwa 2 ° C.

Blütezeiten auf Teneriffa

In der Zeit von Januar bis März ist Mandelblüte in Teneriffa. Das ist ungemein reizvoll, da es sehr viele Mandelbäume auf der Insel gibt und die Blüten in einem wahren Meer aus Rosa und Weiß erstrahlen. Von April bis Juni ist hingegen Blütezeit im Teide-Nationalpark. Dann verwandelt sich die kahle Hochebene in ein wahres Blütenmeer und die berühmten, drei Meter hohen Tajinasten erstrahlen in vollem Glanz. Hab ich selbst leider nur im Film gesehen, aber es sah wirklich beeindruckend aus.

Mandelblüte in Teneriffa.
Mandelblüte auf Teneriffa: Von Januar bis März stehen die Mandelbäume in voller Blüte.

Ausrüstung zum Wandern in Teneriffa

Viel „Ausrüstung“ im eigentlichen Sinn ist bei den meisten Wanderungen auf Teneriffa nicht erforderlich. Wichtig fand ich vor allem eine relativ flexible Auswahl an Kleidung, da sich das Wetter abhängig von Höhe und geografischer Lage sehr schnell ändern kann. Ich hatte mir nach ein paar Tagen dieses Set-Up nach dem Zwiebelschalen-Prinzip zusammengestellt:

Diese Klamotten hatte ich so gut wie immer bei allen Touren dabei und sie haben mir auch sehr gute Dienste geleistet. Je nach Bedarf und Temperatur habe ich Sachen an- oder wieder ausgezogen. Wirklich lebenswichtig ist eine Regenjacke, vor allem wenn du im feuchten Anaga-Gebirge wandern gehst. Ansonsten sinnvoll sind die folgenden Gegenstände:

Wegweiser bei Wanderweg in Teneriffa.

Wandern in Teneriffa auf eigene Faust oder geführt?

Die Wanderwege auf Teneriffa kannst du relativ problemlos auf eigene Faust erkunden. Die Wege sind exzellent markiert, am Start befinden sich meist auch Schilder mit dem genauen Verlauf der Route und Zeitangaben. Wenn du dir dann noch sicherheitshalber einen GPS-Track auf das Smartphone oder GPS-Gerät lädst, kann im Prinzip nicht so viel schiefgehen.

Wichtig dabei ist:

  • Vorher Wetterbericht checken und bei schlechtem Wetter (z.B. Regen) keine Wanderungen in den Bergen bzw. schwierigem Terrain machen
  • Passende Kleidung mitnehmen (Sonnenschutz, Regenkleidung, Wechselklamotten für kalte Temperaturen)
  • Ausreichend zu essen und zu trinken mitnehmen
  • Vorher einschätzen, ob man den Anforderungen gewachsen ist (z.B. Höhenmeter, Gelände)
  • Sicherstellen, dass man eine verlässliche Möglichkeit zum Navigieren hat

Tipp: Sinnvoll ist auf jeden Fall eine Auslands-Krankenversicherung, falls unterwegs irgendetwas passiert und du medizinische Hilfe benötigst. Ich empfehle die Jahresversicherung der HanseMerkur*, die bereits ab 18 Euro erhältlich ist. Die Krankenversicherung gilt für beliebig viele Reisen bis zu 56 Tagen pro Jahr und beinhaltet auch die Kosten für Transport und Bergung.

Viele Besucher von Teneriffa möchten dennoch gerne eine geführte Wanderung machen. Auch das ist kein Problem. In den beliebten Ferienorten (z.B. Los Christianos, Costa Adeje, Puerto de la Cruz) gibt es unzählige Anbieter für geführte Wanderungen. Ich will hier keine bestimmten nennen. Ganz interessant fand ich aber ein Angebot in Puerto de la Cruz: Hier gibt es jeden Tag geführte Wanderungen ohne Anmeldung. Treffpunkt ist der Busbahnhof. Dort bekommst du auch nähere Infos bzw. Broschüren zu dem Angebot.

Wanderwegenetz auf Schild in Teneriffa.
Übersicht der Route am Beginn eines markierten Wegs. Diese Schilder finden sich an vielen Orten auf Teneriffa.

Masca-Schlucht und Co.: Für diese Wanderungen in Teneriffa benötigst du eine Erlaubnis

Es gibt einige wenige Wanderwege in Teneriffa, die man nicht mehr so ohne weiteres betreten darf. Über den Sinn dieser Maßnahmen kann man sich streiten. Auf jeden Fall benötigst du für diese Wege heute eine spezielle Erlaubnis und musst dich vorher mit einem bestimmten Tag und Zeitfenster anmelden. Die bekanntesten sind (Link führt zur Anmeldung):

Bei diesen Wanderungen gibt es nur ein bestimmtes Kontingent an Personen, die pro Tag zugelassen werden. Da diese Wanderungen sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung. Eventuell musst du es mehrmals probieren. Die Erlaubnis für den Teide-Gipfel ist besonders begehrt – hier sind die wenigen Plätze in der Regel schon zwei – drei Monate vorher ausgebucht.

Ich hab am Ende keine dieser Touren gemacht, obwohl ich es wollte. Für den Teide-Gipfel war es ein Ding der Unmöglichkeit spontan (d.h. mit 2 Monaten Vorlauf) ein Permit zu bekommen. Im Barranco del Infierno hab ich die Erlaubnis gehabt. Aber ich wurde wieder heimgeschickt, weil es am Vortag geregnet hatte und Steinschlaggefahr herrschte. Bei der Masca-Schlucht war die Webseite wochenlang defekt und ich konnte keinen Termin eingeben.

Mein Fazit: Bring viel Geduld mit, ärger dich nicht über Sachen, die du eh nicht ändern kannst und sei nicht zu traurig, wenn es am Ende doch nicht klappt wie geplant. Ohnehin vermute ich: So wahnsinnig viel besser als die anderen, frei zugänglichen Wanderungen werden diese Touren auch nicht sein. Und persönlich finde ich den Zwang mit einem festen Zeitfenster zu wandern ohnehin ziemlich nervig.

Wandern in Teneriffa zum Teide.

Zum Teide wandern: Das solltest du wissen

Der Teide ist aus naheliegenden Gründen für viele der Höhepunkt einer Wanderreise nach Teneriffa. Wie erwähnt ist, es schwierig ein Permit für den Gipfel zu bekommen. Zumindest darf man ohne Erlaubnis aber bis ca. 200 Meter unter den Gipfel. Falls du das an einem Tag machen willst, hast du im Prinzip zwei Möglichkeiten:

  • Über den markierten Wanderweg PN 7 (Sendero de Montaña Blanca, Start an der gleichnamigen Bushaltstelle bzw. dem Parkplatz)
  • Mit der Seilbahn bis hoch zur Bergstation. Zurück entweder auch mit der Seilbahn oder alternativ über die Wanderwege PN 7 bzw. PN 9 und PN 23 (Pico Viejo)

Zuerst über den Pico Viejo und dann weiter zum Teide aufzusteigen und mit der Seilbahn zurückzufahren ist vermutlich theoretisch auch möglich. Aber das wäre sehr anstrengend, man müsste sehr früh starten und müsste zusätzlich die letzte Abfahrt der Seilbahn (ca. 16:30 Uhr) im Hinterkopf haben. Das wäre mir persönlich etwas zu stressig.

Teide Caldera in Teneriffa Wanderer.

Übernachten im Teide-Nationalpark

Früher konnte man in dem Refugio Altavista kurz vor dem Gipfel gegen eine kleine Gebühr übernachten. Am nächsten Morgen durfte man dann bis 9:00 Uhr auch ohne Genehmigung auf den höchsten Punkt. Viele Leute haben das gemacht, um den Sonnenaufgang auf den Teide zu begrüßen. Vermutlich ein sehr schönes Erlebnis und ich hätte das auch gerne so gemacht.

Leider ist die Berghütte seit Corona geschlossen. Derzeit gibt es Schwierigkeiten mit der Konzession, eine Wiedereröffnung in näherer Zukunft ist im Moment nicht absehbar. Ich vermute, irgendwann wird das Refugio auch wieder aufmachen. Bis dahin bleibt leider nur die Möglichkeit einer Tagestour. Im Netz liest man immer wieder Berichte, dass Wanderer (unerlaubt) im Winterraum der Hütte übernachtet haben. Könnte funktionieren. Genauso gut könnte sein, dass alles verschlossen ist. Das Risiko muss jeder selbst abwägen.

Alternativ kannst du bei der Nationalpark-Verwaltung die Erlaubnis zum Biwakieren mit Zelt beantragen („pernoctar en régimen de vivac“). Das ist mit etwas Bürokratie verbunden und du solltest dazu auch ein bisschen Spanisch können, da man einen schriftlichen Antrag ausfüllen muss. Es gibt vier verschiedene Biwakplätze im Teide-Nationalpark. Bei erteilter Erlaubnis darfst du dort für eine Nacht von 19:00 Uhr bis 8:00 Uhr zelten.

Teneriffa Busse Titsa.

Teneriffa mit Bus oder Mietwagen erkunden?

Viele Leute sind auf Teneriffa mit Mietwagen unterwegs und fahren damit auch zu den Wanderungen. Ist bequem, eigentlich aber nicht nötig. Das Busnetz der Betreibergesellschaft TITSA ist so gut, dass man, bis auf wenige Ausnahmen, fast zu allen Wandergebieten gut hinkommt. Alle hier vorgestellten Wanderungen erreichst du problemlos mit dem Bus (im Kanaren-Dialekt: „Guagua“, ausgesprochen „Wahwah“).

Konkret sind die folgenden Buslinien für dich als Wanderer interessant:

RegionBuslinien
Anaga-Gebirge West50, 105, 273, 274, 275
Anaga-Gebirge Ost910, 945, 946, 947
Teide-Nationalpark341, 342, 348
Agumansa, Oberes Orotava-Tal345
Südliche Medianías (Arona, Vilaflor, Granadilla + Umgebung)417, 460, 480, 482, 408
Teno-Gebirge363, 355, 365, 366, 460, 462

Etwas schlecht mit Bus erreichbar ist überraschenderweise der Touristenmagnet Teide-Nationalpark. Hier fährt jeweils morgens gegen 9:30 Uhr genau ein Guagua von der Küste hoch (von Costa Adeje im Süden bzw. Puerto de la Cruz im Norden) und gegen 16:00 Uhr wieder zurück. Da der Bus erst gegen 11:00 Uhr am Teide ankommt, verbleiben dir damit effektiv nur knapp 5 Stunden Zeit. Das ist nicht wirklich viel – hier sind Autofahrer klar im Vorteil.

Ein Problem mit Autos ist das Parken. Die beliebten Aussichtspunkte und kleinen Orte in den Bergen (Masca, Taborno, Cruz del Carmen, Cañadas del Teide, etc.) sind zu jeder Zeit hoffnungslos zugeparkt, auch unter der Woche. Häufig gibt es auch gar nicht so viel Parkplätze. Ich war ein paarmal mit Mietwagen unterwegs. Meistens lief es darauf hinaus, dass wir erstmal eine halbe Stunde durch die Gegend gefahren sind, bis wir überhaupt irgendwo parken konnten. Mit Bus ist das deutlich entspannter – und wie gesagt: Das Busnetz auf Teneriffa ist wirklich vorbildlich!

Teneriffa Unterkünfte.

Unterkünfte für Wanderer in Teneriffa

Die meisten Leute haben eine feste Unterkunft und fahren von da aus zu den jeweiligen Wanderungen. Das klappt sehr gut, allerdings ist Teneriffa groß. Ich hab z.B. in einem kleinen Dorf bei La Laguna im Norden gewohnt. Wenn ich in den Süden wollte, war das immer mit einer halben Weltreise verbunden. Daher macht es Sinn, dass du dir deine Unterkunft dort suchst, wo du auch gerne wandern gehen willst (oder zumindest in der Nähe).

Beliebte Ferienorte mit vielen Unterkünften sind:

OrtWander-Region
Puerto de la Cruz*Nordküste, Orotava-Tal, Teide-Nationalpark, Teno-Gebirge
Los Christianos*kompletter Inselsüden, Teide-Nationalpark
Costa Adeje*kompletter Inselsüden, Teide-Nationalpark, Teno-Gebirge
Santa Cruz de Tenerife*Anaga-Gebirge
La Laguna*Anaga-Gebirge
Los Gigantes*Teno-Gebirge
Buenavista del Norte*Teno-Gebirge

Wenn du längere Zeit auf Teneriffa bist, macht es durchaus Sinn, mal die Unterkunft zu wechseln. Beispielsweise zuerst ein paar Tage in La Laguna, um das Anaga-Gebirge zu erkunden, danach vielleicht nochmal nach Los Christianos für den Süden. Genauso habe ich es auch gemacht, wobei ich insgesamt mehr Zeit im Norden verbracht habe.

Camping, Zelten und Wildcamping auf Teneriffa

Freies Zelten und Wildcamping ist in Teneriffa generell verboten. Eine legale, empfehlenswerte Alternative sind die rund 15 „Zonas de Acampada„. Das sind offiziell ausgewiesene, über die gesamte Insel verteilte kostenlose Campingplätze. Hier kannst du bis zu 7 Nächte mit Zelt oder Camper übernachten – ideal, wenn du z.B. eine längere Tour wie den GR 131 planst.

Die Anmeldung funktioniert bequem online: Einfach auf den jeweiligen Platz klicken, Datum und Anzahl der Personen angeben. Anschließend bekommst du eine Bestätigung an deine E-Mail-Adresse geschickt. Meine Reservierung in Las Lajas wurde tatsächlich von einem Ranger am nächsten Morgen kontrolliert. Halte also am besten die E-Mail auf dem Smartphone bereit!

Campingplatz La Caldera.
Rastplatz „La Caldera“ oberhalb von Aguamansa. Hier gibt es Toiletten, fließend Wasser und sogar Grillplätze.

Und sonst?

  • Da die Kanaren Teil der EU sind, ist die Einreise unkompliziert. Es reicht der normale Personalausweis.
  • Die Kanarischen Inseln liegen in der Westeuropäischen Zeitzone. Die Uhr wird auf Teneriffa eine Stunde vorgestellt.
  • Das Leitungswasser ist etwas besser als in La Gomera und vermutlich ohne Komplikationen trinkbar.
  • Abends wird es recht schnell dunkel – daher immer einen ausreichenden Zeitpuffer bei Wanderungen einplanen.
  • In den Ferienorten an der Küste sprechen viele Leute Englisch. Im Hinterland und kleineren Dörfern hilft es, wenn du zumindest ein paar Worte Spanisch sprichst.
  • Es gibt auf Teneriffa keine giftigen Tiere und auch recht wenig Insekten, Mücken etc..
Wanderer im Anaga Gebirge in Teneriffa.

Mein Fazit

Ich bin eigentlich hauptsächlich zum Überwintern nach Teneriffa gefahren und hatte wandertechnisch gar nicht so viel von der Insel erwartet. Der Teide-Nationalpark und das Anaga-Gebirge klangen natürlich schon spannend. Aber ich hätte nicht gedacht, dass mir der Rest so gut gefällt. Vor allem die einsamen Landschaften der südlichen Medianías haben mich am Ende wirklich fasziniert und ich hab es sogar ein bisschen bereut, hier nicht mehr Zeit verbracht zu haben.

Natürlich ist Teneriffa an der Küste ziemlich touristisch. Und natürlich ist am Teide die Hölle los. Durch die Größe der Insel relativiert sich das aber. Es gibt so viel Platz, dass man immer irgendwo ein schönes Eckchen findet, wo es noch ein bisschen ruhiger zugeht. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, hier irgendwann nochmal ein paar Monate zu bleiben und die Wanderwege weiter zu erkunden. Zu entdecken gibt es hier noch mehr als genug!

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Kennst du andere spannende Wanderungen in Teneriffa oder den anderen Kanarischen Inseln? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!