Hi, ich bin Selim.
Dass ich heute mehrere Monate im Jahr mit Rucksack und Zelt unterwegs bin, hat wahrscheinlich schon viel früher angefangen, als mir damals bewusst war.
Bis ich 16 war, verbrachte ich einen Großteil meiner Sommerferien bei den Pfadfindern: in Zeltlagern, im Wald und auf Wanderwegen quer durch Europa.
Danach kamen die Mädels und der Alkohol ins Spiel. Das Outdoorleben verschwand fast zwanzig Jahre lang aus meinem Alltag. Damals hätte ich nie gedacht, dass aus meiner Kindheitsleidenschaft einmal Der Eskapist entstehen würde – ein Blog mit inzwischen fast 250 Artikeln über Trekking, Outdoor und Abenteuerreisen.
Was dich auf Der Eskapist erwartet
Der Eskapist soll nicht einfach Lust aufs Reisen machen. Ich möchte dir zeigen, wie du selbst solche Abenteuer erleben kannst.
Mich faszinieren Trekkingtouren, Wanderungen und Reisen auf eigene Faust – egal ob in den Alpen, im Himalaya oder irgendwo dazwischen. Natürlich auch wegen der Berge und der spektakulären Landschaft. Vor allem aber, weil sie einen an Orte führen, die in keinem Reiseführer stehen und Erlebnisse entstehen, die sich nicht planen lassen.
Viele glauben, echte Abenteuer gäbe es heute gar nicht mehr – schließlich ist alles in Google Maps eingetragen. Ich sehe das anders. Die Welt ist immer noch voller weißer Flecken. Meistens reicht es schon, die ausgetretenen Pfade ein Stück zu verlassen oder sich die Zeit zu nehmen, einen Ort wirklich kennenzulernen.
Deshalb findest du auf Der Eskapist nicht nur Geschichten von meinen Reisen, sondern viele praktische Tipps: handfeste Informationen zur Planung, GPS-Tracks, ehrliche Ausrüstungstests und ausführliche Tourenbeschreibungen, die dir helfen sollen, selbst loszuziehen.
Was hinter den Artikeln steckt
Hinter jedem Artikel verbirgt sich viel mehr als eine schöne Reisegeschichte. Alle Touren auf diesem Blog bin ich selbst gegangen – manche sogar mehrfach und zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Dazu kommen ausführliche Recherchen und regelmäßige Aktualisierungen, wenn sich wichtige Informationen ändern.
Mein Ziel ist nicht, möglichst viele Artikel zu veröffentlichen, sondern Inhalte, die dir bei deiner eigenen Reiseplanung wirklich weiterhelfen.
Wie ich recherchiere, warum ich aus eigener Erfahrung schreibe und nach welchen Grundsätzen ich arbeite, habe ich auf einer eigenen Seite ausführlich erklärt .
Meine Geschichte
Nach meiner Zeit bei den Pfadfindern habe ich knapp 20 Jahre kein Zelt von innen gesehen. Ich studierte Englische Sprachwissenschaft und fing danach an, in einer großen Online-Redaktion im Tech-Bereich zu arbeiten. Mein Leben drehte sich um Smartphones, Computer und die neuesten Erfindungen von Apple. Nach Feierabend saß ich meistens auf der Couch und schaute Netflix. Es war ein ganz normales Leben – aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mir etwas fehlte.
Der Wendepunkt kam 2016. Kurz zuvor war ich nach Berlin gezogen und wollte einfach neue Leute kennenlernen. Über eine Outdoor-Gruppe ergab sich eher zufällig eine Trekkingtour nach Schottland. Und so fing alles an.
Jeder halbwegs vernünftige Mensch hätte diesen Trip wahrscheinlich als Reinfall bezeichnet. Das Wetter war miserabel, ich war nach fast zwanzig Jahren Outdoor-Abstinenz völlig unvorbereitet und meine Ausrüstung bestand aus einer billigen Plastikregenjacke aus dem Supermarkt. Aber während ich durch den schottischen Dauerregen über den West Highland Way stapfte, schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf.
Und damit war es um mich geschehen.
Von da an konnte ich gar nicht mehr genug vom Wandern und Reisen bekommen. Ich kaufte mir einen ordentlichen Rucksack, mein erstes richtiges Zelt und verbrachte plötzlich fast jedes Wochenende draußen. Aus den ersten Touren mit neuen Freunden wurden immer größere Abenteuer: die Alpen, Norwegen, Jordanien, Marokko, Spanien und viele andere Regionen Europas. Berge, Wälder und Wüsten wurden zu meinem neuen Spielplatz.
Mit jeder Reise wurde mir klarer, dass ich gar nicht viel brauche, um glücklich zu sein. Ein eigenes Haus, ein neues Auto oder der nächste Karriereschritt waren mir plötzlich nicht mehr besonders wichtig. Was mich wirklich erfüllt, sind Erlebnisse wie diese:
Drei Jahre später kündigte ich meine Festanstellung und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Eine Entscheidung, die bis heute mit Unsicherheit verbunden ist – aber keine Sekunde habe ich bereut. Der klassische 9-to-5-Alltag war einfach nie das, was ich mir dauerhaft für mein Leben vorgestellt hatte.
Im Rückblick war das der Anfang von allem, was heute Der Eskapist ausmacht. Aus Wochenendtouren wurden monatelange Reisen, aus Notizen im Rucksack ausführliche Guides und schließlich ein Blog für Menschen, die ihre Abenteuer selbst erleben möchten.
Wenn dir gefällt, worum es auf Der Eskapist geht, freue ich mich, wenn wir in Kontakt bleiben. Einmal im Monat verschicke ich einen Newsletter mit neuen Touren, spannenden Geschichten und allem, was es noch nicht auf den Blog geschafft hat.
Ich bin dabeiDer Eskapist heute
Seit dem ersten Trip in Schottland hat sich vieles verändert. Meine Unternehmungen wurden länger, anspruchsvoller und abgelegener. Ich machte mehrwöchige Touren tief in den peruanischen Anden, überquerte allein 5.000er-Pässe im Himalaya und erkundete die wilden Berge Anatoliens mit Rucksack und Zelt. Vor allem verliebte ich mich in Nepal – ein Land, dessen majestätische Natur und freundliche Menschen ich bis heute dreimal für mehrere Monate besucht habe.
Gute Trekking- und Outdoor-Artikel entstehen aber nicht allein durch viele Kilometer auf dem Wanderweg. Deshalb investiere ich regelmäßig Zeit in praktische Ausbildungen und Kurse. Dazu zählen ein klassischer Hochtourenkurs, Wetterkunde, diverse Orientierungs- und Navigationskurse bis hin zum legendären Alpine Boot Camp von Peter Van Geit, der das moderne Solo-Trekking im Himalaya wie kaum ein anderer geprägt hat.
Die dort vermittelten Inhalte zu Tourenplanung, Risikomanagement und alpiner Sicherheit helfen mir dabei, Inhalte zu schreiben, die auf fundierter Praxis beruhen.
Ich sehe mich nicht als jemanden, der schon alles weiß. Im Gegenteil: Mit jeder Reise kommen neue Erfahrungen dazu, die anschließend in meine Artikel einfließen.
Dass diese Arbeit 2025 mit dem Globetrotter Blog Award („Beste Story“) ausgezeichnet wurde, ist für mich eine schöne Bestätigung – vor allem aber Motivation, den Blog weiterzuentwickeln.
Meine Philosophie
Worauf es mir beim Reisen in erster Linie ankommt, ist nicht so sehr das Wie, sondern die Einstellung. Ich mag es, die Welt auf eigene Faust zu erkunden.
Rausgehen.
Ausprobieren.
Selbst machen.
Deshalb bin ich kein großer Freund von Reisen, bei denen vom Frühstück bis zum Sonnenuntergang jede Minute durchgeplant ist. Ich lasse mich lieber überraschen. Genau so entstehen die Geschichten, an die ich mich Jahre später noch erinnere.
Und ja – dabei ist auch schon einiges schiefgegangen. Im Südpazifik bin ich einmal fast ertrunken, nachdem ich vor ein Korallenriff geraten war und die Brandung mich wie ein Spielzeug hin und her schleuderte. In Thailand habe ich mich im Dschungel verlaufen . Im Himalaya bin ich auf über 4.000 Metern nur knapp einem Absturz entgangen. Rückblickend waren das keine schönen Momente – aber häufig haben sie mir mehr beigebracht als eine Tour, auf der alles perfekt lief.
Manche nennen mich einen Abenteurer. Ich selbst sehe das anders. Ich bin einfach jemand, der neugierig geblieben ist und gerne neue Dinge ausprobiert.
Und genau das möchte ich auch mit diesem Blog vermitteln: Du musst kein Superheld sein, kein Extremsportler und zweiter Reinhold Messner, um außergewöhnliche Erlebnisse zu haben.
Never stop exploring
Wenn ich in den letzten Jahren eine Sache gelernt habe, dann diese: Für die spannendsten Erlebnisse musst du nicht unbedingt ans andere Ende der Welt reisen. Und du brauchst dafür auch nicht wahnsinnig viel Geld.
Was du brauchst, ist Zeit.
Zeit, einen Ort wirklich kennenzulernen.
Zeit, auch mal einen Umweg zu gehen.
Ich gebe es offen zu: Das Exotische übt eine starke Anziehungskraft auf mich aus. Und ja, ich war schon in abgelegenen Klöstern in Zanskar, bin durch unbekannte Gebirgstäler der Anden gewandert und habe einsame Inseln im Südpazifik besucht, die die meisten Leute nicht auf der Karte finden. Aber genauso gerne erinnere ich mich an Wolfsbegegnungen in Brandenburg, verlassene Geisterstädte in der deutschen Provinz oder den elenden Fuchs, der nachts versucht hat, meine Schuhe aus dem Vorzelt zu klauen.
Deshalb geht es für mich beim Reisen auch gar nicht so sehr darum, möglichst weit weg oder möglichst spektakulär unterwegs zu sein. Es geht darum, neugierig zu bleiben, sich auf einen Ort einzulassen und die Welt Schritt für Schritt zu entdecken.
Nicht so viel wie möglich sehen.
Sondern so gut wie möglich.
Wenn Der Eskapist dich dazu inspiriert, selbst öfter rauszugehen, neue Wege auszuprobieren und dir die Zeit für dein eigenes Abenteuer zu nehmen, dann hat dieser Blog genau das erreicht, was ich mir von Anfang an gewünscht habe.
In diesem Sinne:
Halte die Augen offen.
Bleib sauber.
Never stop exploring.
Selim
Die Reise geht weiter.
Der Eskapist wächst mit jeder Tour weiter. Wenn du mich auf meinen nächsten Reisen begleiten möchtest, melde dich für meinen Newsletter an, den ich einmal im Monat verschicke. Jederzeit wieder abbestellbar, kein Spam – nur echte Geschichten von draußen, die ich selbst gerne lesen würde.
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Hi Selim,
Dein Beitrag über komoot hat mir die Augen geöffnet. Da ich als Autor des Rother Bergverlages sehr viel mit komoot arbeite, habe ich mich auch des Öfteren schon gewundert über deren Tourenvorschläge, bzw. einzelne Wegabschnitte. Ich benutze komoot meist zur Vorbereitung meiner Touren, die ich anschließend natürlich ausnahmslos alle selbst teste. Du hast Recht, man sollte sich tatsächlich auch hin und wieder das „Kleingedruckte“ anschauen. Dank Deines Beitrags weiß ich nun, was sich hinter den ’smarttours‘ von komoot verbirgt und werde solche in Zukunft mit Vorsicht zur Planung benutzen.
Übrigens finde ich Deinen Blog hervorragend gestaltet und sehr informativ und hab darin einige Zeit herumgestöbert. Ich bin darauf gestoßen, weil ich bei Google mal ‚Wandern KI‘ eingegeben habe. Ich wollte genau das wissen, was Du über komoot beschreibst, inwieweit KI schon im Bereich der Wanderliteratur bzw. Wandervorschläge Einzug gehalten hat.
Hi Albrecht,
vielen Dank für den netten Kommentar:) Ich denke, das Thema wird in Zukunft noch stärker präsent werden. Andererseits schätze ich aber auch, das gerade deswegen echte Tipps von echten Leuten umso wichtiger werden.
Viele Grüße
Selim
MapSite Wanderkarte Türkei – Lycia East 1:50.000
Hallo, mir gefällt Dein Blog –
hast Du eine Idee, wo ich diese vergriffene Hiking Map bestellen kann ?
Cheers, Tina
Hi Tina,
das ist bei diesen kleinen Verlagen zugegebenermaßen immer schwierig, wenn eine Karte vergriffen ist, da es eventuell sehr lange dauert, bis sie wieder aufgelegt wird (wenn überhaupt). Ich würde eventuell mal gebraucht schauen, oder intensiv googeln bis du vielleicht irgendeinen kleinen Shop findest, der sie noch vorrätig hat. In dem Artikel über den Lykischen Weg liste ich außerdem noch einige Alternativen auf.
Viele Grüße + viel Erfolg
Selim
Hi Selim,
ich finde deinen Blog einfach genial und mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht. Ich plane für März 2025 den Annapurna Curcuit (mit local guide und das Vorher und Nachher auf eigene Faust) und habe darüber deine Seite entdeckt. Ich habe schon sehr viele wertvolle Infos hier gefunden, dafür hab herzlichen Dank! Und ich folge dir auf Instagram, auch wenn ich nicht täglich rein schaue. Aber deine letzte Tour durch Nepal habe ich gebannt verfolgt 🙂
Hi Elke,
und vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar:) Dann wünsche ich schon mal eine schöne Tour und viel Spaß in Nepal. Auf Instagram poste ich auch gar nicht so oft, eigentlich eher wenn ich unterwegs bin. Freut mich auf jeden Fall, dass dir die Beiträge aus der Everest-Region gefallen haben.
Liebe Grüße
Selim
Hallo Selim,
dein Blog ist wunderbar geschrieben und insperiert mich dazu, mich auch im Alter noch auf das eine oder andere Abenteuer einzulassen.
Viele Grüße Maria
Hallo Maria,
vielen Dank, das freut mich sehr. Dann wünsche ich noch viel Spaß bei deinen zukünftigen Unternehmungen!
Liebe Grüße
Selim
Lieber Selim,
Eine Freundin und ich wollen den Weg an der Amalfiküste laufen, den Du auch hier im Blog beschrieben hast. Vielen Dank für Deinen Beitrag!
Wir haben eine Frage bzgl. unserer Ausrüstung. Wir überlegen, ob wir kleine Zelte oder unsere Hängematten mitnehmen solle? Hättest Du hier bzgl. der Baumlage vor Ort eine Empfehlung?
Vielen Dank!
Rebecca
Hi Rebecca,
wie im Artikel erwähnt, finde ich Zelten an der Amalfiküste etwas schwierig. Wahrscheinlich nicht unmöglich, aber auch nicht ideal, weil man häufig durch steile Hänge läuft und es gar nicht so viel Platz gibt. Mit Hängematte könnte etwas besser funktionieren, die Berge sind schon an vielen Stellen bewaldet. Die Auskunft ist aber wirklich nur ohne Gewähr – ich hab das nicht ausprobiert:)
Viele Grüße
Selim