Santa Cruz Trek: Auf eigene Faust im schönsten Gebirge von Peru

Der Santa Cruz Trek in der Cordillera Blanca ist eine der beliebtesten Trekkingtouren in Peru. In rund 4 Tagen geht es durch das größte tropische Hochgebirge der Erde – ein Wunderland aus schneeweißen Bergen, türkisblauen Gletscherseen und einer faszinierenden tropisch-andinen Pflanzenwelt. In diesem Artikel bekommst du alle wichtigen Infos, die du für die Planung und Vorbereitung des Santa Cruz Treks brauchst.

In diesem Artikel:

Die Cordillera Blanca in Peru gilt als das schönste Gebirge von ganz Südamerika. Eine spektakuläre Naturlandschaft zwischen zerrissenen Gletschern und schimmernden Gebirgsseen, malerischen Tälern und einigen der beeindruckendsten Gipfel der peruanischen Hochanden. Genau das ist die Kulisse für den berühmten Santa Cruz Trek – eine Tour, die für Freunde von gepflegten Höhen-Spaziergängen alles bietet, was man sich nur wünschen kann.

Die Wanderung zählt zu den großen Klassikern in der Nähe von Perus „Bergsteiger-Hauptstadt“ Huaraz. Viele Leute gehen mit einer geführten Tour und Pack-Eseln. Mit einem Mindestmaß an Erfahrung kannst du den Santa Cruz Trek aber auch gut auf eigene Faust machen. Im Anschluss daran besuchst du vielleicht noch die berühmte Laguna 69, einen der schönsten Bergseen Perus – beide Touren lassen sich gut miteinander verbinden.

Damit du eine bisschen bessere Übersicht von dieser tollen Wanderung bekommst, habe ich hier mal alle wichtigen Informationen zusammengestellt, die du für den Santa Cruz Trek brauchst: Anreise, Kosten, einen Überblick der Route und der Etappen und was du mitnehmen solltest. Außerdem natürlich auch ein paar Eindrücke von der Wanderung selbst.

Santa Cruz Trek Eingang zum Nationalpark Huascaran.

Meine Erfahrungen auf dem Santa Cruz Trek

Ich war ohne gebuchte Tour oder Führer auf dem Santa Cruz Trek unterwegs. Dafür mit Zelt, Proviant und kompletter Camping-Ausrüstung. Generell ist die Wanderung recht einfach. Bei den Anden denkt man ja immer an spektakuläre Hochgebirgs-Abenteuer. Der Santa Cruz Trek ist eine Nummer kleiner. Man muss also kein Profi-Bergsteiger oder sowas sein.

Das heißt aber nicht, dass der Santa Cruz Trek langweilig ist. Im Rückblick schäme ich mich fast schon das zu sagen, aber: Eigentlich hatte ich die Tour „nur“ als kleine Vorbereitung für ein längeres Trekking auf dem Huayhuash Circuit geplant. Aber was soll ich sagen… die Cordillera Blanca hat mich komplett von den Socken gehauen. Der Kontrast zwischen den schneeweißen Gipfeln und der üppigen Pflanzenwelt in den von Gletschern geformten Tälern – das muss man gesehen haben, das ist einfach unbeschreiblich schön.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Santa Cruz Trek lohnt sich! Schauen wir uns das jetzt also mal genau an.


Auf einen Blick:

  • Spektakuläre Hochgebirgswanderung durch das Santa-Cruz-Tal in der nördlichen Cordillera Blanca
  • Höchster Punkt: Punta Union, 4.750 Meter
  • Dauer: 4 Tage, evtl. 5 Tage mit Abstecher zum Alpamayo-Basecamp
  • Länge: 46 Kilometer
  • Höhenmeter: + 2.225, – 1.485 hm (bei Start in Cashapampa)
  • Schwierigkeit: mittel
  • Abenteuerfaktor: hoch
  • Übernachtung ausschließlich im Zelt, Camping problemlos möglich

Wanderführer und Karten für den Santa Cruz Trek

Meine Empfehlung: Rother Wanderführer Peru*

Der Wanderführer Peru* aus dem Rother-Verlag enthält neben dem Santa Cruz Trek über 60 weitere Wanderungen. Der Schwerpunkt liegt auf Mehrtageswanderungen, mit dabei sind insgesamt 29 spannende Touren in der Cordillera Blanca.

Das Büchlein eignet sich vor allem für einen längeren Aufenthalt in Peru, da hier Wanderungen in fast allen Teilen des Landes beschrieben werden. Neben den bekannten Klassikern sind erfreulicherweise auch viele weniger bekannte Geheimtipps enthalten.

Zur Vorbereitung einer Trekking-Reise in Peru ist das derzeit der meiner Meinung nach beste deutschsprachige Wanderführer.

Als Karte empfehle ich die Alpenvereinskarte 0/3a Cordillera Blanca Nord*. Trotz des großen Maßstabs von 1:100.000 kannst du dich damit schon gut orientieren. In der Karte sind neben den Hauptrouten zudem viele alternative Wege und andere Treks wie die Alpamayo-Umrundung eingetragen. Die Karte bekommst du auch in Huaraz, aber sehr überteuert – bestelle sie dir lieber vorher.

Was dich auf dem Santa Cruz Trek erwartet

Der Santa Cruz Trek ist eine 4-5 tägige Wanderung, die vollständig im Huascarán Nationalpark in der Cordillera Blanca liegt. Dieses Gebirge ist das größte tropische Hochgebirge der Welt – ein wahres Paradies für Bergsteiger und Naturliebhaber mit über 600 Gletschern, fast 300 Gebirgsseen und einigen der bekanntesten Berge Perus. Darunter der Nevado Huascarán (6.768 m) mit seinem spektakulären Doppel-Gipfel und der 5.947 Meter hohe Alpamayo, der dank seiner perfekt geformten Eispyramide als einer der schönsten Berge der Welt gilt.

Auf dem Santa Cruz Trek läufst du durch die „Quebrada Santa Cruz“, eines der schönsten Täler der nördlichen Cordillera Blanca. Unterwegs kommst du an mehreren der berühmten Gletscherseen vorbei, bestaunst die rauschenden Wasserfälle, die von den Gletschern ins Tal stürzen und hast immer wieder tolle Aussichten auf die 6.000er auf beiden Seiten des Tals.

Auch die Pflanzenwelt im Tal ist sehr vielseitig. Mit etwas Glück wirst du in den kleinen Wäldchen am Wegesrand sogar ein paar Kolibris entdecken. Im Talschluss steht man dann schließlich direkt neben einigen der berühmtesten Eisriesen der Cordillera. Der 360° Blick ist nicht von dieser Welt, das kann ein Foto nicht ansatzweise vermitteln.

Ich versuche es trotzdem mal, aber vertrau mir – die Realität ist noch viel besser

Blick auf einen vergletscherten Berg auf dem Santa Cruz Trek.

Der Santa Cruz Trek ist relativ bekannt und auch bei vielen Touren-Anbietern in der nächstgrößeren Stadt Huaraz im Programm. Dennoch fand ich es zu keinem Zeitpunkt zu überlaufen. Wenn du auf eigene Faust losziehst, findest du unterwegs mehrere „offizielle“ Plätze zum Zelten. Alternativ kannst du dir auch einen eigenen Ort suchen – es gibt jede Menge schöne (und ruhige) Stellen zum Zelten.

Für einen Trek auf eigene Faust sind auf jeden Fall Proviant für mehrere Tage sowie ein Zelt erforderlich. Außerdem ein warmer Schlafsack. Bevor du loswanderst, solltest du zudem gut akklimatisiert sind, da der Trek recht schnell Höhen über 4.000 Meter erreicht. Ansonsten ist es eine relativ unkomplizierte Tour – quasi „Wildnis-Trekking Light“. Mit ziemlich vielen Kühen, übrigens.

Karte und GPS-Datei

GPS-Download

Route und Etappen des Santa Cruz Trek

Der offizielle Name des Santa Cruz Trek lautet „Circuito Cashapampa – Huaripampa“. Die Wanderung führt von der Santa-Cruz-Schlucht bei dem Örtchen Cashapampa in das benachbarte Huaripampa-Tal. Dazwischen liegt der Pass „Punta Union“ auf 4.750 Metern, das ist der höchste Punkt der Tour. Der erste Teil der Wanderung ist ein langer Aufstieg bis zum Pass. Danach geht es dann überwiegend nur noch nach unten.

Der Santa Cruz Trek wird üblicherweise in 4 Tagen einschließlich An- und Abreise von Huaraz gemacht. Unterwegs ist aber auch ein Abstecher vom Santa-Cruz-Tal zur Laguna Arhuyacocha drin, ein Gletschersee, der direkt am Fuß des Alpamayo liegt. Wenn du einen schönen Blick auf diesen berühmten Berg willst, auf jeden Fall eine Überlegung wert. Du kannst an der Laguna auch zelten, damit verlängert sich die Wanderung auf 5 Tage.

Punta Union Wegweiser höchster Punkt des Santa Cruz Trek.
Punta Union – der höchste Punkt des Santa Cruz Trek.

Welche Richtung ist am besten?

Die meisten Leute und auch die geführten Gruppen starten in dem Dörfchen Vaquería im Huaripampa-Tal, weil es hier eine Straße gibt. In dieser Richtung fallen auch etwa 700 Höhenmeter weniger im Aufstieg an. Allerdings ist der Weg zur Punta Union von dieser Seite aus etwas steiler. Der Aufstieg von Cashapampa aus ist länger, aber eher stetig als steil. Diese Option ist daher auch besser zur Akklimatisierung (siehe unten).

Wenn du in Cashapampa startest, hat das zwei weitere Vorteile:

  • Die Wanderung ist ruhiger, da dir tagsüber nur ein paar Mal Leute begegnen werden. Die meiste Zeit wirst du den Weg für dich alleine haben.
  • Wenn du die Tour in Vaquería beendest, kannst du am nächsten Tag bequem die Wanderung zur Laguna 69 dranhängen. In der anderen Richtung ist das umständlicher, du müsstest erst wieder zurück in die Stadt.

Da ich danach auf jeden Fall zur Laguna 69 wollte, bin ich in Cashapampa gestartet. Im Endeffekt ist die Wanderung aber problemlos in beiden Richtungen möglich. Eine kleine Sache noch: Auf dem Weg von Huaripampa nach Vaquería gibt es einen letzten kleineren Aufstieg, der überraschend steil ist (ca. 200 Hm). Das hatte ich nach dem langen Abstieg vom Pass nicht auf dem Schirm. Außerdem gibt es in Cashapampa mehr Möglichkeiten, wieder zurück nach Huaraz zu kommen.

Etappen des Santa Cruz Trek

Du kannst dir die Etappen für die Wanderung z.B. folgendermaßen aufteilen:

EtappeStart/ZielDistanzHöhenmeterSchlafhöhe
01Cashapampa – Campamento Llamacorral10 km+ 935 hm, – 95 hm3.765 m
02Campamento Llamacorral – Taullipampa14 km+ 465 hm, – 70 hm4.165 m
03Taullipampa – Punta Union – Campamento Paria12 km+ 590 hm, -945 hm3.815 m
04Campamento Paria – Vaquería15 km+ 250 hm, – 395 hm3.665 m

Das ist eine ganz gute Einteilung, auch in umgekehrter Richtung. Wobei du damit immer auf den „offiziellen“ Plätzen übernachtest, auf denen auch die Gruppen bleiben. Es gibt daneben natürlich noch viele andere Campingmöglichkeiten, die ich in der Karte markiert habe. Weil ich auf eigene Faust unterwegs war, habe ich das etwas anders gemacht und an folgenden Plätzen übernachtet:

  • Tag 1: Am Ufer der Laguna Jatunacocha (schöner Platz, empfehlenswert)
  • Tag 2: Oberhalb von Taullipampa auf dem Weg zur Punta Union (geniale Aussichten, aber sehr windig)
  • Tag 3: Huaripampa (schlammig und viele Kühe, nicht empfehlenswert)
Wanderung im Santa Cruz Tal.

Kurzbeschreibung meiner Wanderung auf dem Santa Cruz Trek

Im Folgenden noch ein ganz kurzer Überblick über die einzelnen Tagesetappen. Ich wollte ursprünglich eigentlich die längere Alpamayo-Umrundung machen, die in der ersten Hälfte auf dem Santa Cruz Trek verläuft und nach der Punta Union abzweigt. Aufgrund von schlechtem Wetter habe ich dann aber doch „nur“ den normalen Santa Cruz Trek gemacht.

Tag 1

Nachdem ich die Eintrittsgebühr am Kontrollposten von Cashapampa bezahlt habe, geht es direkt in die Santa-Cruz-Schlucht. Der erste Aufstieg ist sehr steil, nach ca. 1 Stunde wird es flacher und das bleibt erfreulicherweise auch den Rest des Tages so. Man läuft die meiste Zeit neben dem Bach, mittags sehe ich das erste Mal Kolibris in freier Wildbahn zwischen den Bromelien umherflitzen. Herrlich!

Später weitet sich das Tal, auf beiden Seiten stürzen Wasserfälle in die Tiefe. Weit über mir erhasche ich immer wieder Blicke auf die vergletscherten Berggipfel der Cordillera. Am ersten Camp Llamacorral ist es noch zu früh. Also laufe ich weiter zur wunderschönen Laguna Ichiccocha, die in der Nachmittagssonne schimmert. Der nächste See ist fast ganz verlandet. Ein Stückchen weiter schlage ich neben dem Bach das erste Camp auf. Nachts kommen viele Käfer, aber daran habe ich mich nach meiner Exkursion in der Cordillera Vilcabamba schon gewöhnt.

Zum Vergrößern anklicken:

Tag 2

Das Wetter ist schlechter geworden und ich erreiche die Abzweigung zum Alpamayo Basecamp bei Jatunquisuar im strömenden Regen. Es wären nur etwa 5 Km und 450 Höhenmeter bis zum Basecamp, aber bei dem Wetter habe ich keine große Lust. Also mache ich erstmal eine kleine Pause in dem windgeschützen Quenua-Wäldchen. Mir gefallen diese Zwergbäume mit ihrer markanten roten Rinde sehr gut. Sie sind typisch für die Anden und kommen erst auf über 3.000 Metern vor.

Später bessert sich das Wetter, der Aufstieg über zunehmend raue Puna-Graslandschaften zur Taullipampa ist aber steiler als erwartet. An dem Lagerplatz hat sich bereits eine große Trekking-Gruppe mit ihren Zelten breitgemacht. Ich laufe noch ein bisschen weiter und errichte mein Zelt wieder in der Nähe des Bachs neben dem Aufstieg zur Punta Union. Leider hängen die Wolken sehr tief, später wird es unglaublich windig, um nicht zu sagen: orkanartig. Aber mein Zelt hält.

Zum Vergrößern anklicken:

Tag 3

Am Morgen ist der Himmel kurze Zeit klar und ich kann den fantastischen Rundblick auf die mich umgebenden Berge am Talschluss der Quebrada Santa Cruz richtig genießen. Vor mir, hinter mir, neben mir: Überall Gletscherberge. Gigantisch groß und fast zum Greifen nahe. Beim Aufstieg zur Punta Union laufe ich fast direkt am Gletscher des Taulliraju (5.830 m) vorbei – was für ein Koloss!

Leider laufe ich auch direkt in eine Wetterfront mit düsteren grauen Wolken rein. Naja… das war’s wohl mit der Alpamayo-Runde. Aber das möchte ich mir dann doch nicht antun. Also lieber ab ins Tal, wo die Sonne scheint

Am Pass treffe ich ein paar Schweizer aus der anderen Richtung, außerdem hat es sich ein Hund auf der Passhöhe bequem gemacht. Wo auch immer der herkommt. Der Abstieg verläuft zunächst über Gletscherschliff, später durch das bewaldete Huaripampa-Tal und ist landschaftlich wieder herrlich. Wegen dem Wetter ignoriere ich den tollen Campingplatz bei Paria – schade, hier hätte man einen genialen Blick auf die Nordostflanke des Nevado Chacraraju.

Zum Vergrößern anklicken:

Stattdessen lagere ich am letzten offiziellen Platz in Huaripampa – eine ziemlich schlammige Angelegenheit. Auch hier werde ich nachts wieder von wahren Schwärmen der hässlichen schwarzen Käfer belagert. Ziemlich eklig, wenn die alle am Zelt entlangkrabbeln. Was heute neu ist: Während ich einschlafe, fängt das Hinterteil der Käfer diesmal an hell zu leuchten und ich bekomme meine ganz persönliche 3D-Lightshow. Okay… das ist schon ein echt krasser Anblick!

Santa Cruz Wanderung neben dem Bach.
Auf dem Weg nach Huaripampa.

Tag 4

Bis zu den Häusern von Huaripampa ist es nicht mehr weit, hier ist man fast schon wieder in der Zivilisation. Aber danach muss ich doch nochmal das Tal durchqueren und auf der anderen Seite in einem überraschend steilen Aufstieg auf staubigen Pfaden durch Strauchwerk bis nach Vaquerìa hochkraxeln. Das war aber nicht so geplant…

Als ich in Vaquería ankomme, ist es bereits nach 13:00 Uhr, der Bus ist schon weg. Also quartiere ich mich kurzerhand in dem rustikalen Hostal Puriy Marka ein und verbringe den Rest des Tages mit Lesen und Essen. Viel mehr geht hier auch nicht: Das Dorf selbst besteht nur aus 10 Häusern direkt an der Straße. Am nächsten Morgen nehme ich um 5:00 Uhr den ersten Collectivo, der mich zur Laguna 69 bringt. Danach geht es wieder nach Huaraz – ein kurzer aber äußerst intensiver Trek geht zu Ende.

Huaripampa Blick über das Dorf.
Huaripampa besteht nur aus einigen verstreuten Häusern und Bauernhöfen.

Lies auch: Inkatrail für Abenteurer – Die große Vilcabamba-Traverse

Tipps zur Anfahrt und Abreise

Startpunkt für alle Wanderungen in der Cordillera Blanca ist Huaraz, die Hauptstadt der Provinz Ancash. Huaraz wird manchmal als „Bergsteiger-Metropole“ bezeichnet, was ein etwas falsches Bild vermittelt. Huaraz ist eine chaotische, staubige, trubelige Großstadt, die eben zufällig am Rande der Cordillera Blanca liegt. Bergsteiger-Feeling kommt hier genau Null auf. Aber die Stadt ist eben der größte Verkehrsknotenpunkt der Provinz.

Von Huaraz musst du noch ein Stück weiter ins Inland fahren. Die beiden nächstgrößeren Städte für den Santa Cruz Trek sind:

  • Caraz: bei Start in Cashapampa
  • Yungai: bei Start in Vaquería

Ich beschreibe im Folgenden die Anfahrt über Caraz. In der anderen Richtung wird es aber prinzipiell ähnlich laufen. Die Anreise nach Cashapampa von Huaraz dauert insgesamt ca. 4 Stunden. Um zum Start der Wanderung zu kommen, machst du Folgendes:

  1. In Huaraz gehst du zur Puente Quillcay an der Avenida Avenida Fitzcarrald (Google Maps) und nimmst ein Colectivo (Sammeltaxi) nach Caraz. Die Fahrt kostete mich 20 Soles und dauert 1,5 bis 2 Stunden.
  2. Am Terminal in Caraz kannst du dich von einem Mototaxi zur Haltestelle der Colectivos nach Cashapampa fahren lassen. Das kostet 5 Soles, die Fahrt dauert ca. 3 Minuten.
  3. An der Haltestelle nimmst du dann den Colectivo nach Cashapampa. Die Fahrt kostete mich 15 Soles, die Fahrt dauert wieder ca. 1,5- 2 Stunden.

Beachte, dass die Colectivos erst dann fahren, wenn sie voll sind. Deshalb kann sich die Fahrt verzögern. Die Minibusse starten aber bereits sehr früh in Huaraz. Wenn du willst, kannst du schon um 5:00 Uhr morgens losfahren, was auch empfehlenswert ist. Dann hast du später mehr Ruhe und kommst nicht in Zeitdruck. Ich würde allerspätestens um 7:00 Uhr in Huaraz starten.

Cashapampa ist ein winzig kleines Örtchen, das bereits auf knapp 3.000 Metern liegt. Der Start der Wanderung befindet sich fast direkt neben dem kleinen Laden, an dem dich der Colectivo rauslässt. Hier steht auch ein Wegweiser. In dem Laden bekommst du ein extrem einfaches Frühstück und kannst auch Wasser, Snickers und eventuell ein paar Kekse kaufen. Mehr aber nicht.

Anfahrt über Yungai

Wenn du in Yungai starten willst, informiere dich am besten vorher im Hostel in Huaraz, wo die Colectivos starten (Hostel-Empfehlung: Huaraz Colonial*). In Yungai fragst du dann nach der Verbindung nach Vaquería. Und keine Sorge: Du wirst auf jeden Fall jemanden finden, der dir hilft. Es ist nicht so, dass du der erste Mensch bist, der den Santa Cruz Trek macht. Die Leute wissen schon Bescheid, wenn sie westliche Touristen mit schweren Rucksäcken und Wanderstöcken sehen.

Markttag in Huaraz.
Huaraz ist der Startpunkt für Wanderungen und Gipfelbesteigungen in der Cordillera Blanca.

Abreise von Vaquería

Von Vaquería ist es leider nicht ganz so leicht wieder zurück nach Huaraz zu kommen. So wie ich es verstanden habe, fahren zwei Colectivos pro Tag:

  • 5:00 Uhr
  • 13:00 Uhr

Den Bus um 13:00 kannst du an Tag 4 des Treks schon erwischen, du musst dazu aber früh starten. Wenn du vorher im Camp in Paria übernachtest, würde ich hier allerspätestens um 7:00 Uhr starten, eher sogar noch ein bisschen früher. Der Weg zieht sich, vor allem der letzte Aufstieg nach Vaquería.

Wenn du den Bus verpasst hast, kannst du noch darauf hoffen, dass dich jemand zufällig mitnimmt. Aber Vaquería liegt praktisch im Nirgendwo, es fahren kaum Autos vorbei. Was natürlich auch geht: In dem Hostal Puriy Marka übernachten, das habe ich so gemacht. Viel zu tun gibt es hier selbstverständlich nicht. Aber ich persönlich finde es auch immer mal ganz nett an solchen Orten ohne jegliche Attraktionen Zeit zu verbringen und den Alltag der Leute zu beobachten.

Übernachten in Huaraz

Vor dem Trek wirst du vermutlich erstmal ein paar Tage in Huaraz bleiben. Es gibt hier jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten für jedes Budget, viele davon findest du auf Booking. Meine Base war das Hostel Huaraz Colonial* etwas nördlich des Stadtzentrums, das praktischerweise nur ein paar Minuten zu Fuß von der Bushaltestelle der Cruz-del-Sur-Busse entfernt ist. Auch bis zur Colectivo Haltestelle nach Caraz kannst du bequem in 5 Minuten laufen.

Das Hostel ist eine beliebte Backpackerunterkunft mit Küche und schönem Innenhof und ich hab hier auch viele nette Bekanntschaften gemacht. Die Besitzer konnten mir bei allen Fragen direkt weiterhelfen und sie sprechen auch ganz gut Englisch. Der Preis war selbst für die Einzelzimmer sehr moderat. Insgesamt eine echte Empfehlung, obwohl es etwas vom Stadtzentrum entfernt liegt (ca. 10 Minuten zu Fuß zum Plaza de Armas). Du kannst hier auch alle Sachen, die du beim Trek nicht brauchst, ohne Gebühren zwischenlagern.

Plaza de Armas in Huaraz.
Plaza de Armas in Huaraz – im Hintergrund die schneeweißen Gipfel der Cordillera Blanca.

Wie schwer ist der Santa Cruz Trek?

Der Santa Cruz Trek ist technisch gesehen eine mittelschwere Wanderung, der Schwierigkeitsgrad liegt etwa bei T2-T3 auf der SAC-Wanderskala. Wenn du z.B. regelmäßig in den Alpen wandern gehst, wirst du hier nichts sehen, das dich auch nur ansatzweise überfordert. Letztlich ist es „nur“ eine Talwanderung mit einer moderat steilen Passüberquerung. Es gibt keine übertrieben ausgesetzten oder technisch schwierigen Passagen.

Was die Wanderung insgesamt doch etwas anspruchsvoller macht als vergleichbare Gebirgstouren in Europa ist die große Höhe. Du erreichst recht schnell ein Niveau über dem Meeresspiegel von mehr als 4.000 Metern. Und in diesen Höhen ist jede körperliche Betätigung anstrengend. Die Empfehlung wäre daher: Bleibe vor der Wanderung mindestens 2-3 Tage in Huaraz zur Akklimatisierung und mache dort Tagesausflüge (siehe nächster Abschnitt).

Höhenkrankheit wird häufig unterschätzt, wenn man das selbst noch nicht erlebt hat. Aber du kannst davon ausgehen, dass du über 3.000 Meter auf jeden Fall einen Unterschied merken wirst. Andererseits ist es aber auch kein Grund, sich übertrieben Sorgen zu machen: Wichtig ist einfach, dem Körper ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben. Wenn du vorher schon in größeren Höhen wandern warst z.B. auf dem Choquequirao Trek in Cuzco, bist du vermutlich schon ausreichend akklimatisiert. In diesem Fall kannst du direkt starten.

Falls du unerwarteterweise doch ernsthafte Probleme bei der Wanderung hast (Atemprobleme, extreme Kopfschmerzen etc.), solltest du sofort auf eine niedrigere Höhe absteigen.

Mögliche Tagesausflüge in Huaraz

Ich selbst habe in Huaraz hauptsächlich remote gearbeitet und keine größeren Ausflüge gemacht. Die folgenden Vorschläge basieren also vor allem auf dem, was mir die Leute im Hostel erzählt haben:

  • Mirador de Rataquena: Sehr stadtnaher Aussichtspunkt mit einem schönen Blick über Huaraz und die Cordillera Blanca. Gut für einen ersten Spaziergang.
  • Laguna de Wilcacocha: Auch gut erreichbar, weil stadtnah und mit 3.700 Metern auch noch nicht ganz so hoch.
  • Laguna 69: Der Klassiker – war ich selbst da. Absolut traumhaft und du kannst den Ausflug natürlich auch vor dem Trek machen. Lies hier meinen Bericht zur geheimen Laguna-69-Panorama-Wanderung.
  • Laguna Paron: Machen sehr viele, soll wohl aber nicht ganz so toll sein, weil eine Straße dahin führt.
  • Laguna Churup: Zumindest von dem was ich gehört habe, besser als die Laguna Paron und auch gut auf eigene Faust erreichbar.
  • Lagunas de Llanganuco: Schön für Fotos, aber liegt direkt an der Straße und du kommst auf dem Weg von der Laguna 69 ohnehin dran vorbei.
  • Pastouri Gletscher: Sehr beliebt, aber liegt sehr hoch – über 5.000 Meter. Wenn überhaupt sollte das der letzte Akklimatisierungstrip sein.

Die Auflüge kannst du allesamt in den Reiseagenturen in Huaraz, teilweise in den Hostels oder natürlich auch online buchen. Am preiswertesten ist es, wenn du dich selbst vor Ort auf die Suche machst. Dazu brauchst du dann nur ein bisschen mehr Zeit.

Wenn du zu keine Lust zum Selberschauen hast – hier findest du einige mögliche Touren:

Santa Cruz Trek geführt oder auf eigene Faust?

Mit entsprechender Erfahrung im Wildcampen und Navigieren kannst du den Santa Cruz relativ problemlos auf eigene Faust angehen. Und ich habe dort auch etliche Backpacker gesehen, die das so machen. Beachte dabei Folgendes:

  • Du musst Proviant für 3-4 Tage mitnehmen
  • Du benötigst eine komplette Camping-Ausrüstung einschließlich Zelt, Kocher und Schlafsack

Der Weg ist zwar nicht markiert, aber an den meisten Stellen ist relativ klar ersichtlich, wo man langlaufen muss. Hilfreich ist auf jeden Fall eine topographische Karte, ggf. auch ein GPS-Gerät mit dem gespeicherten Track. In jedem Fall aber zumindest ein Smartphone mit einer Navigations-App, z.B. Outdooractive. Da du unterwegs keinen Smartphone-Empfang hast, brauchst du auf jeden Fall eine Offline-Karte.

Eselkarawane auf dem Santa Cruz Trek.
Eselkarawane auf dem Weg zur Punta Union.

Geführte Touren auf dem Santa Cruz Trek

In Huaraz wirst du jede Menge Reise-Agenturen finden und natürlich haben alle auch den Santa Cruz Trek im Programm. Die Preise gehen etwa bei 650 bis 700 Soles für eine 4-tägige Tour los (ca. 160 Euro). Im Vergleich zu Südperu ist das ziemlich preiswert. Am besten vergleichst du aber ein paar Anbieter, um zu schauen, was im Preis inbegriffen ist. In der Regel sollte Folgendes mit dabei sein:

  • Ausgebildeter Wander-/ Bergführer
  • Zelte zum Übernachten
  • Proviant für die gesamte Tour
  • An- und Abreise von/nach Huaraz
  • Gepäcktransport für den großen Rucksack mit Eseln

Der Vorteil bei einer geführten Tour ist, dass du dich um nichts selbst kümmern musst und mit einem kleinen Tagesrucksack wandern kannst. Dein großes Gepäck wird jeden Morgen mit der Esel-Karawane vorausgeschickt. Wenn du im Camp ankommst, ist bereits alles fertig und du wirst sogar bekocht. Das ist schon ganz komfortabel, mir persönlich würde dabei ein bisschen das Abenteuer fehlen. Aber das kann ja jeder selbst entscheiden.

Eintrittspreise für den Nationalpark Huascarán

Für den Santa Cruz Trek ist keine spezielle Erlaubnis erforderlich. Allerdings musst du einen Eintrittspreis für den Nationalpark Huascarán bezahlen. An beiden Trailheads befindet sich jeweils ein Kontrollposten, in dem du dir das Ticket direkt vor Ort kaufen kannst. Die Preise sind im Vergleich zu älteren Berichten leider etwas gestiegen.

ZeitraumPreis in Soles
Eintritt für 1 Tag30 Soles
Eintritt für 2-3 Tage60 Soles
Eintritt für 4-30 Tage150 Soles

Da der Santa Cruz Trek in der Regel 4 Tage dauert, brauchst du das teuerste Ticket für 150 Soles (ca. 35 Euro). Wenn du auf eigene Faust unterwegs bist, kannst du eventuell versuchen, ein bisschen zu handeln, da du ja nur dreimal im Nationalpark übernachtest. Garantiert ist das aber nicht. Beachte außerdem: Der Eintrittspreis ist bei einer geführten Tour in der Regel nicht im Gesamtpreis inbegriffen.

Ich wollte ursprünglich ja eine viel längere Tour im Nationalpark machen und hab mir daher das 30-Tage-Ticket geholt. Am Ende hab ich dann zwar doch „nur“ den Santa Cruz Trek gemacht. Aber mit dem Ticket kommst du natürlich auch zu allen anderen bekannten Punkten im Nationalpark, z.B. der Laguna 69 und den anderen Bergseen. Wenn du ein bisschen mehr von der Gegend sehen willst, wird sich das teurere Ticket also wahrscheinlich doch lohnen.

Was ich auch noch sagen kann: Ich wurde beim Verlassen des Nationalparks am Kontrollposten in Huaripampa nicht nochmal kontrolliert, obwohl er besetzt war. Das aber nur zur Info.

Eingang zum Nationalpark Huarascan in Cashapampa.
Start des Santa Cruz Treks am Kontrollposten in Cashapampa.

Benötigte Ausrüstung

Wenn du den Santa Cruz Trek auf eigene Faust machst, ist das vermutlich nicht deine erste Trekking-Tour und du wirst wahrscheinlich die Erfahrung haben, um zu wissen was man braucht. Falls du doch noch ein paar Anregungen brauchst – schau dir hier meine Packliste zum Trekking mit Zelt an. An dieser Stelle nur ein paar Anmerkungen zu den Besonderheiten der Anden:

Bekleidung: Auf über 4.000 Meter wird es in den Anden sehr kalt, sobald die Sonne verschwindet. Auch tagsüber, da reicht schon eine Wolke am Himmel. Sinnvoll sind also auf jeden Fall ein warmer Fleecepulli, eine Mütze und eine leichte Daunenjacke für abends.

Schlafsack: Der Schlafsack sollte einen Komfortbereich bis etwa – 10° C abdecken. Ich hatte persönlich Glück, es wurde nie kälter als 0° C. Aber ich war auch Mitte September da, also am Ende der Saison. Im Juni und Juli ist es in der Regel kälter, das meinten zumindest die Einheimischen.

Zelt: In diesen Höhen kannst du jederzeit mit Regen, ggf. auch mit starken Winden rechnen. Ich hatte einige sehr windige Tage. Das Zelt sollte also schon ein bisschen was abkönnen und soliden Wetterschutz bieten. Ein wintertaugliches 4-Jahreszeiten-Zelt ist aber nicht erforderlich, mein Hubba Hubba NX* war völlig ausreichend (zum Test).

Regenschutz: Wo wir gerade beim Thema sind – eine gute Regenjacke ist natürlich auch erforderlich. Ich hatte wie immer meine 3-lagige Goretex-Jacke Montbell Storm Cruiser* dabei, die mir auch gute Dienste geleistet hat. Sinnvoll sind außerdem ein paar Handschuhe – die Kombination Kälte und Regen ist nicht so angenehm.  

Sonnenschutz: Nimm auf jeden Fall Sonnencreme mit starken Lichtschutzfaktor 50 mit. Die UV-Strahlung in so großen Höhen ist beachtlich. Außerdem noch eine Kopfbedeckung, ich bevorzuge hier einen Sonnenhut mit breiter Krempe*.

Schuhe: Da die Wege technisch einfach sind, brauchst du keine schweren Bergschuhe. Ich hatte mir für diese und andere Wanderungen in den Anden die Leichtwanderschuhe Meindl Litehike GTX* besorgt und war sehr zufrieden damit. Trailrunner würden vermutlich auch gehen, aber es war in den Tälern teilweise recht schlammig. Ich fand den Wasserschutz bei den Schuhen also durchaus sinnvoll.

Toilettenpapier: In der Nähe der offiziellen Campsites gibt es in der Regel auch eine überdachte Hütte, wo du dein Geschäft verrichten kannst. Meist ist das nur ein Loch im Boden und auch nicht sehr appetitlich. Aber immerhin brauchst du nicht zwingend eine Schaufel, um deine Hinterlassenschaften zu vergraben. Toilettenpapier aber schon.

Camping mit Zelt auf dem Santa Cruz Trek.

Ausrüstung für geführte Touren

Wenn du den Santa Cruz Trek mit einer geführten Tour machst, bekommst du den Großteil des Camping-Equipments gestellt. Du brauchst dann nur einen Tagesrucksack (ca. 20 – 30 Liter), die passende Bekleidung und ein paar persönliche Gegenstände. Einen Schlafsack kannst du zur Not auch in Huaraz für ein paar Tage mieten. Wenn du bereits einen hast, würde ich ihn aber selbst mitbringen.

Packliste Santa Cruz Trek:

Wichtig: Du kannst weder in Cashapampa noch in Vaquería irgendetwas außer Wasser und ein paar Snacks (Kekse, Snickers, Kartoffelchips etc. kaufen). Die letzten Einkaufsmöglichkeiten sind in Caraz und Yungai. Das sind aber auch eher kleinere Städte. Den Shopping-Trip vorher machst du also am besten in Huaraz (siehe unten).

Kuh in den peruanischen Anden.
Dir werden viele Kühe auf dem Santa Cruz Trek begegnen. Und zwar überall.

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung ist auf dem Santa Cruz Trek unkompliziert, da du weite Strecken an einem Bach entlangläufst. Wie fast überall in den Anden treiben sich aber extrem viele Kühe in den Tälern herum. Ich hab auch mehrere Male Tierkadaver im Wasser gesehen. Du musst das Wasser also zwingend behandeln.

Ich hatte dazu wie immer meinen Sawyer Mini Wasserfilter* dabei, außerdem noch ein paar Reinigungstabletten*. Nur der Filter hätte aber auch gereicht. Ich habe ausschließlich Wasser aus den Bächen getrunken und hatte keine Probleme. Zum Transport hatte ich die praktische faltbare 2 Liter Platypus Bottle* dabei.

Bromelien über einem Bach in den Anden in Peru.

Essen und Proviant

Auf dem Santa Cruz Trek wirst du dich überwiegend selbst verpflegen. Am Campingplatz bei Llamacorral gibt es eine improvisierte Tienda, die Snacks und sogar Bier verkauft. Außerdem in Vaquería ein kleines Hostal, wo auch gekocht wird. Sonst nichts weiter. Das Refugio in Cashapampa hatte geschlossen als ich da war.

Ich hatte mir den kompletten Proviant in Huaraz geholt und mir für das Abendessen diese Zutaten besorgt:

  • Instant-Nudeln als Basis
  • Getrocknetes Soja-Fleisch (Carne de Soja)
  • Getrocknetes Weizenmehl (Harina de Trigo Tostado)
  • Olivenöl

Das Ganze habe ich mir in meinem Camping-Topf* zusammengerührt und gekocht und das gab es bei mir jeden Abend – übrigens bei allen Trekking-Touren in Peru. Nicht sonderlich kreativ, aber halbwegs gesund, nicht zu schwer im Rucksack und vor allem mit ausreichend Kalorien und Proteinen.

Außerdem dabei hatte ich:

  • Müsliriegel
  • Snickers
  • Knackwürste
  • Erdnüsse
  • Haselnüsse
  • Studentenfutter

Die Instant-Nudeln und das Soja-Fleisch bekommst du in den Supermärkten in Huaraz. Eine Empfehlung ist der Novaplaza Belén in der Nähe der Plaza de Armas. Nüsse und anderen Kleinkram bekommst du sehr gut im Mercado Central de Huaraz etwas nördlich des Plazas. In den angrenzenden Straßen und Gassen gibt es hier auch viele Straßenhändler und Marktfrauen, die frisches Obst verkaufen (und jede Menge Hühner in allen Stadien der Verarbeitung).

Markstand in Huaraz.
Im Mercado Central von Huaraz kannst du dich gut mit Proviant eindecken.

Klima und beste Zeit für den Santa Cruz Trek

Als beste Zeit für die Wanderung auf dem Santa Cruz Trek bzw. generell in den Anden gelten die Monate von Juni bis Mitte September. Das ist die Trockenzeit, also der peruanische Winter wenn man so will. Einen richtigen Winter gibt es in den Tropen aber nicht. Letztlich hängt die Temperatur eher von der Höhe ab.

Die Einheimischen meinten die kältesten Monate seien Mai und Juni. Ich war in der ersten Septemberhälfte unterwegs, also am Ende der Trockenzeit. Nachts war es vergleichsweise mild – um die 0° C, vielleicht mal knapp darunter. Tagsüber aber ziemlich regnerisch und gelegentlich auch stürmisch. Das kann in diesen Höhen im Prinzip aber immer passieren. Wenn die Sonne schien, konnte ich tagsüber problemlos im T-Shirt rumlaufen.

Sonstige Tipps

  • Verständigung: So gut wie niemand außer die Touren-Anbieter und einige Angestellte der Hostels in Huaraz spricht Englisch. Man kommt natürlich auch so durch, aber ein paar Worte Spanisch helfen schon.
  • Kühe: In den Anden laufen wirklich überall Kühe rum, auch an den unmöglichsten Orten. Dadurch sind viele potentielle Campingstellen leider etwas zugesch…en.
  • Hunde: Vor der Tour hatte ich gelesen, dass es früher Probleme mit verwilderten Hunden gegeben habe. Vielleicht ist das schon länger her. Ich hatte bis auf einen friedlichen Hund auf der Punta Union keine Begegnungen.
  • Wildcampen: Ist praktisch überall möglich, aber durch die Hinterlassenschaften der Kühe manchmal etwas kompliziert. Die Kuhfladen ziehen außerdem jede Menge Käfer an, die nachts am Zelt rumkrabbeln. Das Zelt sollte dicht sein.
  • Insekten: Neben den allgegenwärtigen Käfern gibt es in den niedrigeren Höhenlagen auch Mücken und Stechmücken (bis ca. 3.500 Meter). Malaria-Gefahr besteht nicht, aber nimm trotzdem ausreichend Insektenschutzmittel mit.
  • Auf der Tour: In den Tropen wird es sehr schnell dunkel, die Dämmerung ist in Peru extrem kurz. Geh davon aus, dass es um 18:00 Uhr stockfinster ist und plane entsprechend Zeit für die Zeltplatzsuche ein. Sonnenaufgang ist etwa um 6:00 Uhr. Generell sind die Nächte in den Anden lang und kalt.
  • Müll: Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber nimm deine Abfälle wieder mit und schmeiße kein Klopapier in die Landschaft. Es fliegt leider schon zu viel Müll auf dem Weg rum, gerade in der Nähe der Camps.
Blick über die Quebrada Huaripampa, Ende des Santa Cruz Treks.

Mein Fazit zum Santa Cruz Trek

Einmalig schön! Diese Wanderung hat mir sogar besser gefallen als der berühmte Huayhuash Circuit. Am Ende habe ich eigentlich nur eine Sache bereut: Dass ich nicht länger hiergeblieben bin. Aber wenn ich nochmal nach Peru komme, werde ich ganz bestimmt wieder in die Cordillera Blanca fahren. Und den Santa Cruz Trek würde ich direkt wieder machen – das nächste Mal dann vielleicht in der längeren Variante mit der Umrundung des Alpamayo.

Wenn du in Peru bist, ein paar Tage Zeit hast und die Anden von ihrer besten Seite sehen willst, kann ich dir nur einen Tipp geben: Mach diese Wanderung! Es ist nicht der absolute Geheimtipp und auch nicht das ultimative Wildnis-Abenteuer. Aber die Landschaften… einfach nur der Wahnsinn. Diese Tour ist nicht umsonst so beliebt – du wirst es garantiert nicht bereuen.

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zum Santa Cruz Trek? Kennst du andere spannende Wanderungen in Peru? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!