Vanuatu: 5 Traum-Strände, die du (fast) ganz alleine für dich hast

Vanuatu hat einmalig schöne Strände so weit das Auge reicht. Diese 5 Strände haben mir besonders gut gefallen.

Die schönsten Strände in Vanuatu

Wer kennt sie nicht, diese typischen Bilder von Stränden in der Südsee? Türkisblaues Wasser, weißer Sand, Kokosnusspalmen, die sich sanft im Wind wiegen. In Wirklichkeit sind die Strände dann meist aber doch nicht so toll wie auf den Fotos.

In Vanuatu ist das anders. Hier habe ich unberührte, fast unwirklich schöne Fantasie-Strände gefunden, bei denen ich mich manchmal kneifen musste, um mich daran zu erinnern, dass ich nicht durch den Bildschirmschoner auf meinem Computer laufe.

Und das alles ohne Touristen-Massen. Keine nervigen Strandverkäufer, keine Pauschaltouristen, keine plärrenden Kinder, die die paradiesische Stille stören. Teilweise hatte ich diese Strände nicht nur ein bisschen, sondern komplett für mich allein.

Glaubst du nicht?

Ehrlich gesagt – ich glaub’s auch nicht mehr ganz, seit ich wieder zurück in Deutschland bin. Aber es stimmt . Die Fotos sind echt und ich war wirklich da. Wenn ich nie wieder in die Südsee fahre, kann ich zumindest sagen, dass ich das Paradies einmal mit meinen eigenen Augen gesehen habe.

Und wenn du irgendwann nach Vanuatu kommen solltest, schau dir unbedingt die´folgenden 5 Strände an,

Mystery Island (Aneityum)

Mystery Island ist ein winziges Eiland vor der Insel Aneityum und besteht eigentlich nur aus einem grasbewachsenem Rollfeld für die Propellermaschinen, einigen Strandhütten und einem Strand, aus dem Südsee-Träume sind.

Das Foto oben habe ich übrigens 1 Minute nachdem ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, aufgenommen. Auf Mystery Island landet man quasi direkt am Strand.

Der Strand zieht sich einmal um die ganze Insel, die man locker in 30 Minuten zu Fuß umrunden kann. Eine beste Stelle gibt es eigentlich nicht. Der ganze Strand war einfach nur unfassbar schön, vor allem die Farbe des Wassers. Das Beste ist aber: Mystery Island wird nur 1 – 2 x im Monat von Kreuzfahrtschiffen besucht. Den Rest der Zeit ist die Insel komplett verlassen (abgesehen von dem Flugzeug, das einmal die Woche startet und landet und für zwei Stunden für etwas Leben sorgt).

Wenn du dich außerhalb dieser Zeiten von Aneityum mit dem Boot rüberschippern lässt, hast du also eine komplette tropische Trauminsel samt Strand komplett für dich allein. Camping ist wohl auch möglich, die Einheimischen meiden die Insel aber, weil dort früher (angeblich) Menschenopfer vollzogen wurden.

Außerdem soll Queen Elizabeth II. während ihrem Besuch der Insel 1974 einen kostbaren Ring aus Gold am Strand verloren haben . Ich hab’ ihn nicht gefunden, aber wer weiß? Vielleicht hast du ja Glück mehr Glück…


Champagne Beach (Espiritu Santo)

Champagne Beach ist der bekannteste Strand von Vanuatu und liegt an der Ostküste der größten Insel Espiritu Santo. Er wird in einigen Reiseführern auch als einer der besten Strände der Welt bezeichnet, was ich jetzt etwas übertrieben fand.

Zu den schönsten Stränden von Vanuatu zählt er aber allemal. Vor allem der weiße Sand ist hier wirklich fein wie Puderzucker. Weil er doch recht bekannt ist, ist es aber gleichzeitig auch der belebteste Strand, den ich auf Vanuatu gesehen habe und mit Strandbar und angrenzendem Parkplatz schon recht gut ausgebaut.

Natürlich reden wie hier immer noch von Vanuatu. Belebt heißt, dass du dir den Strand vielleicht mit 5 anderen Leuten teilen musst. Wenn du morgens kommst, ist wahrscheinlich überhaupt niemand da. In der Lagune vor dem Strand lebt übrigens eine große Meeresschildkröte, die dir beim Schnorcheln wahrscheinlich begegnen wird.


Lonnoc Beach (Espiritu Santo)

Direkt eine Bucht weiter liegt der Lonnoc Beach. Ich fand diesen Strand sogar noch schöner als den berühmten Champagne Beach, weil er etwas natürlicher wirkt.

Der Sand ist zwar vielleicht nicht ganz so fein, aber das ist bei diesen Stränden natürlich Jammern auf höchstem Niveau. Direkt am Lonnoc Beach befindet sich mit den „Lonnoc Beach Bungalows“ ein kleines Feriendorf. In den 3 Tagen, die ich hier verbracht habe, war es aber zu keinem Zeitpunkt überlaufen oder trubelig.

Außer mir waren nur 4 andere Gäste anwesend und das Grundstück ist so groß, dass man niemanden über den Weg läuft, wenn man das nicht will. Camping ist wie fast überall auf Vanuatu kein Problem. Du kannst mit dem Zelt also direkt am Strand übernachten, morgens erstmal ins Wasser hüpfen und dann ein Insel-Frühstück unter Palmenblättern einnehmen. Genau das hab´ ich gemacht – und die 3 Tage gingen sehr, sehr schnell rum.


Port Olry Beach (Espiritu Santo)

Es ist kein Zufall, dass auch der dritte Strand dieser Liste auf Espiritu Santo liegt. An der ganzen Ostküste der Insel reiht sich eigentlich ein wunderbarer Strand an den Nächsten. Den Strand in dem verschlafenen Dörfchen Port Olry fand ich trotzdem besonders schön, vor allem, da die einzigen anderen Leute außer mir ein paar einheimische Kinder waren.

Mit den kleinen, klapprigen Palmenhütten und einigen baufälligen Strandbars hat der ganze Ort eine Art permanenter Sonntagnachmittags-Atmosphäre. Ein liebenswert altmodischer, leicht vernachlässigter Charme so als wären einfach irgendwann die Uhren stehen geblieben und alle Leute gegangen. Vielleicht hatte irgendjemand mal große Pläne mit Port Olry, aber bis jetzt ist der Touristen-Boom nicht eingetreten.

Wenn du den Strand ein wenig nach Norden entlangläufst, gelangst du zu einer Landzunge über die du bei Ebbe zu der kleinen vorgelagerten Insel Malet rüberlaufen kannst. Und hier findest du… Richtig. Noch mehr Strände.  


White Sand Beach in der Sulphur Bay (Tanna)

Der Strand in der Sulpur Bay an der Ostküste von Tanna ist nicht durch ein Riff geschützt. Hier donnern die Wellen des Pazifiks mit voller Kraft ans Ufer. Mein Highlight war aber nicht der Strand selbst, sondern die heiße Quelle direkt dahinter, die „Sulphur Bay Hot Spring“.

Das ist eine Art natürlicher Swimmingpool aus Süßwasser, der dank dem nahegelegenen Vulkan Yasur permanent Badewannentemperatur aufweist. Einer Badewanne wohlgemerkt, bei der du auf der einen Seiten die tosenden Wellen des Ozeans siehst, während im Hintergrund der Vulkan donnert und raucht.

Sulphur Bay ist übrigens das Zentrum des ziemlich schrägen John-Frum-Kults. Dessen Anhänger verehren einen amerikanischen GI namens John Frum, der angeblich im Vulkan Yasur lebt und ihnen zu gegebener Zeit unermessliche Reichtümer zukommen lassen wird. Alles weitere erklären dir die Einheimischen, die du am Strand treffen wirst.