Geheimtipps & Must-Sees in Kathmandu: Meine 20 Highlights

Kathmandu ist für viele Besucher der Startpunkt ihrer Nepal-Reise und das kulturelle Zentrum des Landes. Daher bietet die Stadt wahnsinnig viele Sehenswürdigkeiten. In diesem Artikel zeige ich dir 20 sehenswerte Orte in Kathmandu vor – neben den bekannten Highlights auch viele Geheimtipps.  Außerdem gibt’s praktische Tipps zum Übernachten, Einkaufen, Essen und Fortbewegung.

In diesem Artikel:

Laut, dreckig und ziemlich chaotisch: Das ist wahrscheinlich der erste Eindruck, den du von Kathmandu haben wirst, der Hauptstadt Nepals. Außer du kommst gerade aus Indien. Dann wird dir alles unglaublich entspannt vorkommen. Ansonsten ist die erste Reaktion bei vielen: Ich will hier weg und so schnell wie möglich in die Berge.

Seinen Reiz offenbart die 2-Millionen-Einwohner-Metropole erst auf den zweiten Blick. Denn es gibt wahrscheinlich nur wenige Städte auf der Erde, in denen Tradition und Moderne so hart aufeinanderprallen. Jahrhundertealte Hindu-Tempel mit goldenen Dächern zwischen einem meterdicken Gewirr aus Stromkabeln. Holzvertäfelte Newari-Häuser in mittelalterlich anmutenden Gassen, durch die sich eine nicht endende Masse aus hupenden Motorrädern schiebt. Buddhistische Gebetsfahnen vor einem Himmel, den man wegen dem Smog häufig nur erahnen kann.

Zugegeben: Um das zu genießen, braucht es ein paar mentale Verrenkungen. Aber es lohnt sich. Das Chaos hat System und in Kathmandu gibt es unglaublich viel zu entdecken – mehr als man in ein paar Tagen sehen kann. Aber irgendwo müssen wir ja anfangen! Hier kommen meine 20 Highlights für deinen Trip nach Kathmandu.

Die 20 besten Kathmandu Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps

Noch kurz zu meinen Erfahrungen mit Kathmandu: Ich habe bisher zwei ausgedehnte Nepal-Reisen gemacht (1,5 bzw. etwas über 2 Monate) und habe vor und nach meinen Trekkings immer auch längere Zeit in Kathmandu verbracht. Bei meinem letzten Trek zum Everest war ich sogar fast 3 Wochen nur in Kathmandu und der Umgebung.

Da ich viel Zeit hatte, habe ich auch Orte gesehen, an die nur vergleichsweise wenige Besucher kommen. Neben den üblichen Highlights findest du in diesem Artikel also auch viele spannende Geheimtipps. Weiter unten gibt’s dann noch jede Menge Empfehlungen und von mir in der Praxis erprobte Survival-Tipps.

Let’s go!

Reiseführer Nepal und Kathmandu

Meine Empfehlung: Stefan Loose Reiseführer Nepal

Der Reiseführer Nepal von Stefan Loose* ist derzeit der beste deutschsprachige Allround-Reiseführer für Nepal und die Top-Wahl für Individalreisende. Eigentlich ist es „nur“ eine Übersetzung des englischen Rough Guide* – das ist allerdings ein sehr guter Reiseführer.

Das Buch enthält auch ein ausführliches Kapitel zu Kathmandu und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten Im Kathmandu-Tal. Außerdem jede Menge Hintergrundinfos zu Natur, Kultur und Geschichte und natürlich viele praktische Tipps.

Insgesamt ein Super-Reiseführer, der Lust macht, sofort den Rucksack zu packen!

Interaktive Karte

Schau dir auf der interaktiven Karte den genauen Standort der 20 Highlights in Kathmandu an:

1. Thamel

Thamel ist das touristische Herz von Kathmandu mit den meisten Hotels, Hostels, Geschäften und Restaurants. Der Stadtteil ist für die Mehrzahl der Besucher der erste Berührungspunkt mit Nepal und ist ganz gut zum Akklimatisieren geeignet. Man wird hier schon recht häufig angesprochen. Aber gerade beim ersten Mal macht es Riesenspaß herumzuspazieren und das Chaos zu bestaunen. Insofern kann man Thamel fast schon als Sehenswürdigkeit an sich bezeichnen.


Gut für eine erste Erkundung eignen sich die beiden großen Hauptstraßen Thamel Marg und Chaksibari Marg. Besonders lebhaft geht es an der Straßenkreuzung Chhetrapati Chowk zu. In den engen Seitenstraßen von Chhetrapati finden sich viele einheimische Läden, der Verkehr ist hier teilweise unglaublich. Wenn du vom Chhetrapati Chowk nach Süden läufst, kommst du in ca. 15 Minuten automatisch zu unserer nächsten Sehenswürdigkeit.

2. Durbar Square

Der Durbar Square ist der Hauptplatz vor dem ehemaligen Königspalast von Kathmandu und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Rund um den Platz findet sich eine Vielzahl von Pagoden, Palästen und etliche Hindu-Tempel, die auch noch genutzt werden. Auf dem Platz sind daher zu jeder Tageszeit viele gläubige Hindus anzutreffen, z.B. vor der etwas gruseligen Statue von Kala Bhairava.


Für den Platz müssen Touristen Eintritt zahlen und die meisten Zugänge werden auch von Beamten bewacht. Wenn du längere Zeit in Kathmandu bleibst, kannst du dir das Ticket aber für den gesamten Aufenthalt ausstellen lassen (Erklärung siehe hier). Lohnenswert ist vor allem der Besuch des Palastkomplexes Hanuman Dhoka, dort gibt es ein Museum mit mehreren Ausstellungen.

3. Kumari Ghar: Das Haus der lebenden Göttin

Die lebende Göttin ist eine der interessantesten Traditionen des Kathmandu-Tals. In der Newari-Kultur wird ein junges Mädchen als „Kumari“ auserwählt und als lebende Inkarnation der Hindu-Göttin Durga verehrt. Bis zur ersten Menstruation lebt sie in einem speziellen Palast, dem Khumari Ghar. Dort zeigt sie sich regelmäßig der Öffentlichkeit.

Kumari Ghar am Durbar Square Kathmandu.

Das Kumari Ghar befindet sich am Rand des Durbar Squares. Den Innenhof, an dem die Kumari ans Fenster kommt, kannst du auch besichtigen. Die Kumari zeigt sich in der Regel zwischen 9:00 und 11:00 Uhr sowie nachmittags zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. Fotos und Videos der lebenden Göttin sind streng verboten, den Innenhof darfst du aber fotografieren. Der Eintritt ist bereits im Preis für den Durbar Square enthalten.

4. Yetakha Baha Stupa

Man soll es nicht für möglich halten: Aber auch im hektischen Viertel Thamel gibt es Oasen der Ruhe. Dazu zählt die Yetakha Baha Stupa auf einem kleinen, friedlichen Platz nur ein paar Meter neben der belebten Gangalal Marg. Wenn du von Thamel zum Durbar Square läufst, kommst du hier fast automatisch vorbei. Der kurze Abstecher lohnt sich also auf jeden Fall.

Yetakha Baha Stupa in Thamel.

Die Stupa selbst ist ziemlich klein, aber der Platz mit den alten Häusern hat eine tolle Atmosphäre. Wenn du hier bist, mach am besten einen Zwischenstopp in dem kleinen aber feinen Art Gallery Café. Von der Dachterrasse hast du eine Superaussicht auf den Platz und der Eiskaffee ist auch hervorragend – ein Geheimtipp!

5. Swayambhu Stupa: Der Affentempel

Die Swayambhu Stupa ist eine weitere Top-Attraktion in Kathmandu. Der mit vielen Gebetsfahnen verzierte buddhistische Tempel liegt auf einem großen Hügel oberhalb des Stadtteils Swayambhu. Für den Aufstieg von Osten musst du also erstmal 300 Stufen erklimmen. Aber es lohnt sich: Die Gebäude sind wunderschön, die vielen Pilger sorgen für eine tolle Atmosphäre, in der Luft der Geruch von Räucherstäbchen und der Blick über Kathmandu ist auch super!

Swayambhu Stupa, der Monkey Temple.

Im Volksmund wird die Anlage „Monkey Temple“ genannt, also Affentempel, weil sich hier zahllose Affen herumtreiben. Durch die vielen Besucher haben die Tiere jede Scheu verloren und sind teilweise ziemlich frech. Snacks und Süßigkeiten solltest du besser sicher verpacken, fotografieren kannst du die Affen aber schon – und du wirst hier jede Menge Gelegenheit dazu haben.


Tipp: Es gibt zwei Zugänge zum Monkey Tempel. Der normale Fußweg im Osten beginnt an dem großen Platz am Beginn der Straße Swayambhu Marg. Die Taxis nehmen in der Regel den westlichen Zugang der vom Buddha Park (siehe nächstes Highlight) über eine Straße bis fast nach ganz oben führt. Der Fußweg ist etwas anstrengender, aber auch stimmungsvoller.

6. Amideva Buddha Park

Nur einen Katzensprung von der Swayambhu Stupa entfernt lohnt sich ein Besuch des Amideva Buddha Park, hier beginnt auch die Straße auf den Hügel. Die Anlage beeindruckt mit der größten Buddha-Statue von Nepal (ca. 20 Meter hoch) und lässt sich hervorragend mit dem Trip zum Monkey Temple verbinden. Trotzdem wirst du hier vermutlich deutlich weniger Touristen antreffen.

Buddha Statuen im Amideva Buddha Park.

Herzstück des Parks sind die drei großen Statuen der wichtigsten buddhistischen Heiligen: In der Mitte Shakyamuni, der historisch überlieferte Buddha Siddhartha Gautama, links daneben Avalokiteshvara, der Bodhisattva des Mitgefühls und Schutzherr der Tibeter. Auf der rechten Seite schließlich Guru Rinpoche, der Lotosgeborene „Padmasambhava“ und Begründer des Buddhismus in Tibet. Der Eintritt ist kostenlos.

7. Boudhanath Stupa: Größte Stupa in Nepal

Die Boudhanath Stupa ist eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten in Kathmandu. Der buddhistische Tempel ragt 36 Meter in den Himmel. Damit ist das die größte Stupa in Nepal und eine der größten Anlagen dieser Art weltweit. Auf allen Seiten der goldenen Spitze blicken große Buddha-Augen in die vier Himmelsrichtungen – ein faszinierender Anblick.

Blick auf die Boudhanath Stupa

Du kannst die Stupa auch betreten und umrunden, aber nur im Uhrzeigersinn. Rund um den kreisförmigen Platz finden sich viele schöne Rooftop-Cafés mit tollen Blicken auf die Stupa, ein guter Tipp ist das Roadhouse Café. Besonders schön ist es hier morgens und am Abend. Dann sind noch nicht bzw. nicht mehr so viele Touristen da und man spürt ein bisschen was von der besonderen Atmosphäre dieses Orts.

8. Guru Rinpoche Peace Park Boudhanath

Im Viertel Boudhanath leben viele Tibeter und es gibt hier besonders viele Gompas (tibetische Klöster). Daneben auch diesen wunderschönen kleinen Park zu Ehren des berühmten buddhistischen Heiligen Guru Rinpoche Padmasambhava aus Kaschmir. Der Peace Park wurde 2016 von China gestiftet, um die friedlichen Beziehungen der beiden Länder zu symbolisieren.

Statue von Guru Rinpoche.

Das Gelände befindet sich nur ein Katzensprung von der Boudhanath Stupa entfernt und ist auch ziemlich klein. Dennoch ein toller Ort, um dem hektischen Großstadttreiben für ein paar Minuten zu entfliehen. Es gibt ein paar Bänke, schön angelegte Blumenbeete, alles sehr geschmackvoll und perfekt für eine kurze Pause. Eintritt musst du für den Park nicht zahlen.

9. Kopan Monastery

Die buddhistische Kopan Monastery ist eines der schönsten Klöster in Kathmandu und thront in herrlicher Lage auf dem Kopan-Hügel oberhalb von Boudhanath. Du kannst den Besuch also gut mit dem Trip zur Boudhanath Stupa verbinden. In dem Kloster leben etwa 700 Mönche, zudem werden auch Meditationskurse und Retreats für westliche Besucher angeboten.

Innenraum vom Kloster Kopan.

Ein Highlight des Klosters ist der wunderschön angelegte Garten – ein toller Ort, um die friedliche Atmosphäre zu genießen. Ich war unter der Woche da und musste auch keinen Eintritt zahlen. Allerdings scheint es so, dass in letzter Zeit andere Besucher abgewiesen oder nur samstags für einen Tagesbesuch in das Kloster hineingelassen wurden. Am besten also nochmal vor Ort genau informieren!

10. Pashupatinath Tempel

Auf einen ziemlichen Kulturschock darfst du dich im Pashupatinath Tempel einstellen. Der riesige Komplex auf beiden Seiten des Flusses Bagmati ist der größte und wichtigste Hindu-Tempel Nepals und es ist auch der Ort, an dem die Gläubigen die Verstorbenen auf den sogenannten Ghats verbrennen und die Asche anschließend dem Fluss übergeben.

Pashupatinath Tempel

Das geschieht hier jeden Tag und in aller Öffentlichkeit. Die Feuer, der beißende Geruch in der Luft, die Menschenmassen – für den westlichen Besucher kann das schon ein bisschen viel auf einmal sein. Eine interessante Erfahrung ist es allemal. Der innere Tempelbereich ist nur für Hindus zugänglich, die äußeren Anlagen kannst du aber problemlos erkunden. Der Eintritt ist kostenpflichtig.


Tipp: Jeden Abend ab 18:00 findet auf der gegenüberliegenden Seite der Ghats das Pashupati Bagmati Aarati statt. Das ist eine Art religiöses Festival, bei dem Priester Öllampen entzünden, während die Gläubigen Mantras rezitieren, in rituelle Gesänge einstimmen und zu Ehren von Shiva tanzen. Ein Spektakel, das man nur schwer in Worte fassen kann – musst du selbst erlebt haben!

11. Balaju Park

Auf diesen Ort bin ich nur durch den Reisebericht von Bill Tilman* über seinen Trek im Langtang Valley gekommen. Vorher war er nämlich auch in Kathmandu und besichtigte diesen schönen kleinen Park unterhalb der Nagarjun-Hügel. Westliche Besucher verirren sich kaum hierhin, bei den Nepali ist es aber ein recht beliebter Ort zum Relaxen.


Hauptattraktion sind die 22 fantasievoll gearbeiteten Wasserspeier in Form von Krokodilen und anderen Wasserungeheuernrund um einen zentralen Teich. Außerdem gibt es einen kleineres Becken, in dem eine Steinstatue von Vishnu auf einem Bett aus Schlangen liegt – ein Replik der Statue in Budhanilkantha (siehe Highlight 19). Für westliche Besucher ist eine kleine Eintrittsgebühr von 100 NPR fällig.

12. Nagarjun Forest

Ganz in der Nähe befindet sich eine schöne Gegend zum Wandern: Das Nagarjun Forest Reserve, eines der größten Waldgebiete im direkten Umkreis von Kathmandu. Eine beliebte Tour führt auf den Gipfel des Jamacho – mit 2.128 Metern der dritthöchste Berg Kathmandus. Die Wanderung ist stellenweise sehr steil. Oben angekommen erwartet dich eine Gompa und ein Aussichtsturm.

Wanderweg im Nagarjun Forest.

Einziges kleines Problem: Für den Jamacho Hike ist ein Guide zwingend erforderlich, was recht teuer ist (4.000 NPR). Grund dafür ist, dass vor einigen Jahren eine französische Backpackerin im Wald ermordet wurde. Der Nagarjun Forest wird zudem schwer von der Armee bewacht, man kann sich also nicht einfach so reinmogeln. Wenn du dir die Kosten mit mehreren Leuten teilst, auf jeden Fall ein schöner Tagestrip.

Eindrücke von der Wanderung:


Tipp: Die Guides können nur direkt vor Ort am Eingang zum Nagarjun Forest angeheuert werden. Es bringt nichts, die Tour irgendwo in einer Agentur in Thamel zu buchen. Die Guides der Agenturen haben keine Lizenz für Führungen im Wald und werden wie normale Besucher behandelt. 

13. Single Tree: Der Balkon von Kathmandu

Ein Tipp von Lama, dem Besitzer des Monkey Temple Homestays, in dem ich zwei Wochen gewohnt habe: Der Single Tree ist ein beliebter Aussichtspunkt oberhalb von Swayambhu. Einen Baum habe ich hier zwar nicht gesehen, dafür aber eine Riesenschaukel mit Panoramablick auf die Stadt. Am besten lässt du dich mit dem Taxi hochfahren, wenn du in der Nähe bist, z.B. am Monkey Temple.


Die Aussicht vom „Balkon Kathmandus“ ist super, vor allem falls du einen der wenigen Tage mit guter Sicht erwischt. Auf dem Hügel gibt es ein gutes Restaurant mit fairen Preisen. In der Nähe startet ein kurzer Wanderweg, der zu einem Aussichtsturm am Rand des Nagarjun Forest führt. Ob man von hier ohne Kontrolle in den Wald kommt? Angeblich ja… ich habe es aber nicht ausprobiert. 

14. Garten der Träume

Und noch ein bekanntes Highlight in der Nähe von Thamel. Der „Garden of Dreams“ liegt direkt am Eingang nach Thamel und sieht von außen recht unscheinbar aus. Im Inneren verbirgt sich ein wunderhübscher neo-klassischer Landschaftsgarten im englischen Stil mit Pavillons, Zierteichen, Blumenbeeten und Laubengängen zum gepflegten Flanieren.

Garten der Träume in Kathmandu.

Der Garten ist eine der Top-Touristen-Attraktionen von Kathmandu. Dementsprechend bist du hier natürlich nicht allein. Wie es sich für so eine Attraktion gehört, gibt es auch ein nettes Café zum Hinsetzen und Entspannen. Die Anlage ist ziemlich klein. Dass es so eine Oase der Ruhe mitten in Kathmandu aber überhaupt gibt, grenzt fast schon an ein Wunder. Sollte man sich schon anschauen!

15. Ausflug nach Lalitpur

Lalitpur ist eine der drei historischen Städte im Kathmandu-Tal und eigentlich die Nachbarstadt von Kathmandu. Da das Tal komplett zersiedelt ist, merkt man aber gar nicht, dass man das Stadtgebiet verlässt. Mit dem Taxi brauchst du je nach Verkehr etwa 30 Minuten von Thamel. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Rein von der Architektur ist Lalitpur teilweise noch schöner als Kathmandu.

Durbar Square in Lalitpur.

Am besten lässt du dich mit dem Taxi bis zum Durbar Square von Lalitpur fahren. Hier bezahlst du Eintritt und bekommst auch eine Broschüre und eine Karte mit möglichen Routen durch die Stadt. Am Durbar Square selbst gibt es viele prächtige Tempel und auch das sehr sehenswerte Patan Museum. Allein hier kannst du schon gut mehrere Stunden verbringen. Danach kannst du einem der Spaziergänge in der Broschüre folgen.

Eindrücke aus Lalitpur:


Tipp: Ein sehr schöner Spaziergang führt vom Durbar Square nach Westen bis zu dem künstlichen See Pimbahal Pokhari. Hier gibt einen Shiva-Tempel auf einer Halbinsel und ein paar nette Cafés zum Hinsetzen und Leute beobachten. Ein toller Ort mit entspannter Atmosphäre und kaum Verkehr.

16. Ausflug nach Bakthapur

Bakthapur ist die dritte und kleinste der ehemaligen Königstädte im Kathmandu-Tal, sie zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hauptattraktion ist der große Durbar Square am westlichen Rand der Altstadt mit vielen prächtigen Tempeln. Sehr schön sind auch die vielen gut erhaltenen Newari- Häuser mit ihren aufwändigen Holzschnitzereien an den Türen und Fenstern.

Eindrücke aus Bakthapur:


Das Stadtzentrum ist autofrei, man kann hier also relativ entspannt herumspazieren. Für den Besuch ist wieder eine Gebühr fällig. Bakthapur ist übrigens auch ein sehr guter Ort, um Kunsthandwerk und Souvenirs zu kaufen, z.B. Masken oder Thangka-Gemälde. Die Preise sind deutlich niedriger als in Kathmandu, ich habe z.B. ein tolles Lebensrad in der Bajrala Thangka Painting School erstanden.

Lies auch: Natur, Tempel & mehr – Die 5 besten Tagesausflüge im Kathmandu-Tal

17. Shivapuri Peak: Auf den höchsten Gipfel von Kathmandu

Der Shivapuri Peak ist mit 2.732 Metern der höchste Gipfel im direkten Umkreis von Kathmandu und ein toller Tagesausflug. Der dichtbewaldete Shivapuri-Nationalpark ist die grüne Lunge Kathmandus, ein herrlicher Kontrast zu den staubigen Straßen und dem Verkehr in der Stadt. Hier entspringt auch der Bagmati und im Nationalpark ist der Fluss tatsächlich noch sauber.

Wälder im Shivapuri Nationalpark.

Die Wanderung startet oberhalb des Stadtteils Budhanilkantha und führt zunächst zu dem Nonnenkloster Nagi Gumba. Von hier geht es dann auf teils sehr steilen Waldwegen hinauf nach Baghdwar, der Quelle des Bagmati. Ganz in der Nähe lebt ein „Baba“, ein heiliger Mann, in einer einfachen Hütte, mit dem man einen Masala-Tee trinken und ein bisschen quatschen kann. Der Blick vom Gipfel ist okay. Der eigentliche Reiz der Wanderung ist aber der Weg dahin, denn der ist wirklich schön.

Eindrücke von der Wanderung:


Tipp: Auch diese Wanderung ist ausschließlich mit Nationalpark-Guide möglich (4.000 NPR). Die Agenturen in Thamel bieten das zwar auch als Tagesausflug an. Aber die Agentur-Guides haben keine Lizenz für den Nationalpark, du müsstest dann zweimal bezahlen. Einfach zum Eingang fahren, dort findest du Guides.

18. Schlafender Gott von Budhanilkantha

Unterhalb der Shivapuri-Hügel im Viertel Budhanilkantha befindet sich eine weitere interessante Sehenswürdigkeit: Der „schlafende Vishnu“ ist eine beeindruckende, etwa 5 Meter lange Statue des hinduistischen Gottes Vishnu. Die aus schwarzem Basalt gefertigte Skulptur zeigt Vishnu in liegender Position auf einem Bett aus elf ineinander verschlungenen Schlangen, den sogenannten „Nagas“. Die Statue ruht in einem künstlichen Wasserbecken, das symbolisch den kosmischen Ozean darstellt. ​

Shivastatue in Budhanilkantha.

Die Tempelanlage befindet mitten in Budhanilkantha, der Zugang zum inneren Bereich ist wieder nur für Hindus erlaubt. Der Rest muss an einer Absperrung rund um den Teich haltmachen, von wo aus sich aber auch sehr gute Blicke auf den Gott bieten. Die Stimmung hier ist toll, ganz anders als in den bekannten Tempeln, weil hier nur sehr wenige westliche Touristen vorbeikommen. Eintritt muss hier auch nicht gezahlt werden.

19. National Museum of Nepal

Das Nationalmuseum von Nepal ist das größte Museum des Landes. Es befindet sich in einem schönen historischen Gebäude inmitten einer großzügigen Gartenanlage südlich des Swayambhu-Hügels. In dem Museum kann man sich Waffen, Skulpturen, Holz- und Steinschnitzereien sowie Gemälde anschauen. Außerdem gibt es eine große buddhistische Kunstgalerie mit Artefakten aus allen Teilen Nepals.

Nationalmuseum von Kathmandu.

Im Vergleich mit modernen westlichen Museen wirkt das Nationalmuseum teilweise etwas angestaubt. Viele Leute habe ich hier auch nicht gesehen. Aber die Sammlungen sind durchaus interessant und sämtliche Erklärungen sind in Englisch vorhanden. Ich würde also sagen, der Besuch lohnt sich, wenn du ein bisschen was über die Kultur Nepals erfahren willst. Der Eintritt von 150 NPR ist mehr als fair.

20. Skywalk Tower Kathmandu

Und zum Schluss noch eine moderne Attraktion nach den ganzen Tempeln und historischen Palästen: Der Skywalk Tower ist der erste und einzige Skywalk in Kathmandu – ein rund 80 Meter hohes Gesamtkunstwerk aus Glas und Stahlbeton. Ein Highlight ist der Glasboden in der obersten Etage – damit bieten sich tolle Ausblicke auf die Stadt aus luftiger Höhe.

Skywalk Tower Kathmandu.

In dem Turm gibt es auch ein Café und Restaurant. Natürlich musst du die 80 Meter nicht hochlaufen, sondern kannst bequem mit einem Highspeed-Aufzug hochfahren. Der Preis ist mit 1.600 NPR teurer als andere Sehenswürdigkeiten in Kathmandu. Aber für den Ausblick kann man sich das schon mal gönnen. Wenn jetzt noch das Smog-Problem gelöst würde…

Soviel zu den 20 Sehenswürdigkeiten. Kommen wir jetzt zu den praktischen Tipps für deinen Kathmandu-Besuch.

Hotel- und Hosteltipps für Kathmandu

Die meisten Hotels und Hostels finden sich im Touristenviertel Thamel. Klassische Backpacker-Unterkünfte sind zwar etwas auf dem Rückzug und werden zunehmen durch „Boutique Hotels“ ersetzt. Aber du kannst hier für europäische Verhältnisse immer noch sehr preiswert übernachten.

Eine der besten Unterkünfte ist das recht neue Kwabahal Boutique Hostel*, das sich bei vielen Backpacker schon zu einem echten Favoriten entwickelt hat. Du hast hier die Wahl zwischen Dorm (Schlafsaal) und Zimmern. Das Hostel hat zudem einen schönen Innengarten und ein gutes Restaurant. Ein echter Tipp!

Kwabahal garden hostel

  • Thamel
  • zentrale Lage im Herzen von Thamel
  • gemütlicher Innenhof + gutes Restaurant
  • saubere Zimmer mit Bad + Dusche

Weitere Empfehlungen:

  • 💰 Rest Up Hostel*: Lockeres, freundliches Hostel mit schöner Rooftop-Terrasse
  • 💰 Wander Thirst Hostel*: Preiswertes Hostel mit angenehmer Atmosphäre im neuen Backpacker-Hub Paknajol
  • 💰 Flock Hostel*: Ebenfalls ein Super-Hostel in Paknajol, tolle Einzelzimmer mit Klimaanlage
  • 💰💰 Hotel Yala Peak*: Eines der besten Budget-Hotels mitten im Zentrum von Thamel
  • 💰💰💰 Kathmandu Guest House*: Sehr schönes, gepflegtes Hotel für alle, die keine Lust auf Hostel-Atmosphäre haben.

Tipp: Die klassischen Backpacker-Hostels in Kathmandu findet man inzwischen eher rund um die Paknajol Marg. Das ist die Straße ein Stück weiter westlich von Thamel. Hier sind die Preise der Unterkünfte ein Stück niedriger und es ist auch ein bisschen ruhiger. Bis ins Zentrum von Thamel sind es von hier nur 5 Minuten zu Fuß.

Homestays in Kathmandu

In Kathmandu gibt es auch etliche Homestays, also familiengeführte Unterkünfte, in denen du bei der Familie wohnst. Ich habe das mal zwei Wochen ausprobiert und im Monkey Temple Homestay* von Laphsang Lama in Swayambhu gewohnt. Auf jeden Fall eine schöne Erfahrung!

Homestay in Kathmandu.

Homestays sind gut, wenn du ein bisschen tiefer in den normalen Alltag der Bevölkerung eintauchen und mal aus dem Touristen-Ghetto in Thamel rauskommen willst. Man bekommt hier einfach nochmal völlig andere Eindrücke. Aber man sollte dazu schon etwas abgehärtet sein. Für den ersten Nepal-Trip ist Thamel wahrscheinlich besser.

Lies auch: Nepals verstecktes Paradies – Warum dieses Homestay ein echter Geheimtipp ist

Kulinarische Highlights: Wo du in Kathmandu gut essen kannst

Kathmandu bietet zahlreiche gute Restaurants für jeden Geschmack. Vermutlich liegt das daran, dass viele Nepali schon mal im Ausland gearbeitet haben und sich da ein paar Inspirationen geholt haben. Die größte Auswahl findest du ebenfalls in Thamel, weil hier die meisten Touristen sind.

Teller mit Momo in Restaurant in Kathmandu.

Hier ein paar Tipps:

  • 🥐 French Bakery: Bestes Frühstücksrestaurant in Thamel mit großzügigen Portionen.
  • Yala Cafe & Coffee Shop: Gemütliches kleines Café mit schönem Garten in einer Seitenstraße.
  • 🍛 Mitho Cafe Restro: Preiswertes, solides Restaurant mit breiter Auswahl und freundlicher Bedienung.
  • 🍹 Fat Monk’s Bar: Bar/Restaurant mit netter Atmosphäre und tollem Blick auf die Hauptstraße von Thamel.
  • 🇹🇷 Meraki Cafe, Restro & Bar: Großartiges türkisches Restaurant – der Koch spricht sogar Deutsch!
  • 🍕 Sicily By Ts: Schicke, etwas gehobenere Pizzeria mit schöner Dachterrasse.
  • 🏔️ The Himalayan Cafe: Einfaches, aber gutes Café/Restaurant mit Dachterrasse und tollem Blick auf den Durbar Square.
Motorräder in Kathmandu.

Transport und Fortbewegung in der Hauptstadt

Den ganzen Bereich rund um Thamel bis zum Durbar Square kannst du bequem zu Fuß erkunden. Das ist sogar besser, da du in den engen Gassen zu Fuß meist schneller bist als im Taxi. Nach Swayambhu kann man zur Not auch noch laufen, du brauchst dafür ca. 25 Minuten von Thamel.

Taxi

Für die übrigen etwas weiter entfernten Sehenswürdigkeiten nimmst du dir am besten ein Taxi. Taxis sind extrem günstig. Der Preis innerhalb von Kathmandu sollte etwa bei 400 bis 500 NPR liegen, je nachdem wie weit du fährst. Natürlich werden die Taxifahrer erstmal versuchen, einen völlig überhöhten Preis zu nennen (siehe Touristenfallen).

Mein Tipp: Benutze für Taxifahrten die kostenlose Smartphone-App InDrive. Die App funktioniert ähnlich wie Uber. Du musst dich mit deiner Nummer anmelden und brauchst eine Internetverbindung. Anschließend gibst du Start und Ziel ein und bekommst Fahrer in der Nähe mit dem entsprechenden Preis angezeigt.

Taxi rufen mit Indrive:

Wenn du einen Fahrer ausgewählt hast, wird er dich eventuell nochmal zurückrufen. Das Ganze funktioniert sehr gut. Ich habe irgendwann nur noch InDrive benutzt und nur in Ausnahmefällen ein normales Taxi genommen. Ein weiterer großer Vorteil: Du siehst in der App die echten Taxi-Preise und nicht die Fantasie-Preise für die Touris.

Busse in Kathmandu.

Bus

Es gibt auch öffentliche Busse in Kathmandu, aber das Bussystem ist ziemlich undurchsichtig. Die Busse sind zudem extrem lahm. Haltestellen erkennst du meist auch nicht, da die Beschilderung, wenn überhaupt, nur auf Nepali vorhanden ist. Ich bin ein paar Mal Bus gefahren, es ist am Anfang ganz witzig. Aber um schnell von A nach B zu kommen ist ein Taxi eigentlich immer besser.

Wenn du es doch mal probieren willst: Lass dir von deiner Unterkunft die jeweiligen Haltestellen zeigen. Ein großer Busbahnhof in der Nähe von Thamel ist z.B. der Ratna Park Bus Stop, hier fahren Busse zu verschiedenen Zielen im Kathmandu-Tal. Die Tickets kaufst du einfach im Bus, die Preise sind vernachlässigbar (ca. 25 – 50 NPR). Rechne aber nicht damit, dass du einen Sitzplatz bekommst!

Lebhafte Straße in Thamel.

Sicherheitstipps für Nepal-Reisende

Kathmandu ist eine relativ sichere Stadt, zumindest was die Kriminalität angeht. Über Überfälle und ähnliches musst du dir keine übertriebenen Sorgen machen. Taschendiebstahl kann allerdings vorkommen, vor allem in Menschenmengen. Hier am besten ein bisschen auf die Wertsachen aufpassen und Handy, Portemonnaie und Co. gut verstauen.

Taschendiebstahl, Kleinkriminalität

Mir wurde bei meinem zweiten Trip tatsächlich mein Handy geklaut und zwar während dem Holi-Festival, wo ein unglaubliches Gedränge in den Straßen herrschte. Ich hatte die Tasche meiner Hose zwar mit einem Reisverschluss verschlossen, aber das war nicht ausreichend. Meine Safety-Tasche* habe ich leider zu Hause gelassen – Fehler.

Tatonka Skin Moneybelt
Tatonka Skin Moneybelt*
von Tatonka
  • Extrem flache Hüfttasche
  • Reißverschlussfach mit 2 getrennten, unterschiedlich großen Fächern
  • Bietet Platz für Reisepass, Führerschein, Karten, Smartphone und Bargeld
  • Optimales Versteck für Geld und Wertsachen

Falls du Opfer eines Diebstahls werden solltest: Am Durbar Square gibt es eine Zweigstelle der Tourist Police. Die Beamten sprechen Englisch und sind hilfsbereit, auch wenn sie bei solchen Diebstählen in der Regel nicht viel machen können. In meinem Fall bin ich z.B. tatsächlich mit drei Polizistinnen durch Thamel gedackelt, weil ich noch versucht habe, das Handy per Fernortung zu finden.

Das hat nicht zwar nicht geklappt. Aber du kannst bei der Polizei eine Anzeige erstatten und das solltest du auch tun. Bei der Versicherung brauchst du anschließend ja etwas Schriftliches. Generell empfiehlt sich für genau solche Fälle eine Auslandsreise-Versicherung, die Diebstahl abdeckt.

Der Zustand der Straßen in Kathmandu ist manchmal nicht der beste.

Vorsicht im Straßenverkehr

Der Straßenverkehr in Kathmandu ist chaotisch, vor allem durch die unzähligen Mopeds und Motorradfahrer. In Thamel sind Fahrzeuge zwar eigentlich verboten, aber es hält sich bis auf wenige Straßen niemand dran. Gerade in den engen Gassen solltest du daher ein bisschen aufpassen. Die Fahrer nehmen nämlich keine große Rücksicht und brettern meist mit ziemlichem Tempo durch die Gegend.

Streetfood und Gesundheit

Kathmandu ist dreckig, der hygienische Standard ist niedrig. Trinke niemals einfach so Leitungswasser und vermeide es am besten, Fleischgerichte bei irgendwelchen Straßenbuden zu essen. Falls du dir den Magen verdirbst und Medikamente brauchst: Es gibt in Thamel unzählige Apotheken, dort bekommst du zur Not auch rezeptfrei Antibiotika etc.

Luftqualität in Kathmandu

Die Luftqualität in Kathmandu ist unglaublich schlecht. Ein Grund dafür ist der Staub von den vielen unbefestigten Straßen. Gerade in der Trockenzeit (also dann wenn die meisten Touristen kommen) liegt die Stadt häufig tagelang unter einer undurchdringlichen Dunstglocke.

Viele Einwohner schützen sich mit einer Atemmaske vor der Feinstaubbelastung und das ist auch sinnvoll. Ich habe bereits nach zwei Tagen ein unangenehmes Kratzen im Hals gemerkt und bin dann eigentlich nur noch mit Maske in der Stadt rumgelaufen. Du bekommst Atemmasken in einer der vielen Apotheken.

Einkaufsstraße in Kathmandu.

So vermeidest du die typischen Touristenfallen in Kathmandu

In Kathmandu, vor allem in Thamel, werden dir drei typische „Scams“ bzw. Touristenfallen begegnen. Eigentlich kannst du sie gut vermeiden, aber man muss sie erstmal kennen.

Überhöhte Taxipreise

Die Taxi-Preise in Kathmandu werden für Touristen prinzipiell zu hoch angesetzt. Wenn du dir auf der Straße ein Taxi nimmst, wird dir der Fahrer als Preis vermutlich erstmal „1.000 Rupees“ nennen, auch wenn das Ziel nur drei Straßen weiter liegt. Das ist natürlich völlig übertrieben, die normale Taxifahrt in Kathmandu kostet um die 300 NPR. Die beste Methode um dem aus dem Weg zu gehen ist die oben bereits erwähnte App InDrive.

Wenn du diese App nicht nutzt: Kläre den Preis immer vorher. So gut wie kein Taxifahrer in Kathmandu benutzt ein Taximeter. Über die normalen Preise kannst du dich auch in deiner Unterkunft erkundigen.

„Ich bin ein Thanka-Schüler und will dir gerne ein paar Malereien von mir zeigen.“

Das ist auch sehr beliebt: In Thamel laufen viele junge Männer herum, die angeblich Schüler in einer der vielen Studios für Thanka-Malereien sind. Meist geht es ganz harmlos los: „Hallo, wie geht`s, was machst du hier so?“ Aber irgendwann wollen sie dir dann gerne ihre Malereien zeigen und versuchen dich zu ihrem Studio zu schleppen.

Die Jungs sind meist freundlich, aber es läuft immer aufs Gleiche raus: In dem Studio sollst du eine der Malereien kaufen. Das kann sehr unangenehm werden. Die Besitzer versuchen gezielt Druck aufzubauen und behaupten teilweise, das Ganze wäre für einen guten Zweck. Du sollst also auch noch ein schlechtes Gewissen haben, wenn du nichts kaufst. Am besten gehst du auf entsprechende Annäherungsversuche daher gar nicht erst ein.

Statue unter einem Baum in Kathmandu.

„Komm, ich zeig dir mal ein bisschen die Gegend.“

Gerade an den beliebten Sehenswürdigkeiten (Monkey Temple, Pashupatinath etc.) treiben sich unzählige Guides herum. Du wirst mit 100%iger Sicherheit angesprochen werden. Häufig ganz unverfänglich, nach dem Motto: „Komm, ich zeig dir mal ein bisschen die Gegend“. Wenn du dann ein paar Minuten mit dem netten Mann rumgelaufen bist, will er auf einmal Geld – auch wenn du gar nicht eingewilligt hast, ihn für irgendwas zu bezahlen.

Natürlich ist es nicht verkehrt, einen Guide zu nehmen. Ich habe das selbst bei fast allen Sehenswürdigkeiten gemacht, die Guides können teilweise auch wirklich viel erzählen. Aber kläre Kosten, Dauer der Tour etc. immer vorher. Lass dir zudem die Lizenz zeigen, die regulären Touristenführer haben alle eine. Es gibt daneben aber auch genug Leute, die einfach behaupten, dass sie Guide sind.

Powered by GetYourGuide

Bonus-Tipp: Nur einmal Eintritt für Durbar Square und Co. zahlen

Wie oben bereits erwähnt: Du musst für den Durbar Square nur einmal Eintritt zahlen, wenn du längere Zeit bleibst. Das ist sinnvoll, da der Platz zentral ist und du ggf. mehrmals vorbeikommst. Ansonsten müsstest du jedesmal gezielt einen Umweg machen.

Um das Ticket zu verlängern gehst du zur Touristenpolizei am Durbar Square und sagst Bescheid. Du brauchst dafür dein Flugticket (Screenshot reicht), deinen Pass und ein Passfoto. Anschließend bekommst du einen Visitor Pass, den du jedes Mal vorzeigen kannst. Das gleiche geht auch in Lalitpur und Bakthapur.

Laden im Thamel in Kathmandu

Einkaufen und Shopping in Kathmandu

Wenn du auf der Suche nach Andenken oder sonstigen Dingen bist, wirst du in Kathmandu fündig. Besonders in Thamel gibt es viele Geschäfte, da sich hier die meisten Touristen aufhalten. Hier ein paar Empfehlungen:

  • 📱 SIM-Karten: Digital Image World – Hier bekommst du lokale SIM-Karten zu fairen Preisen, die Mitarbeiter erledigen auch die Installation. Passfotos kannst du hier auch machen lassen.
  • 📚 Bücher: Pilgrim`s Book House – Der größte und bestsortierte Buchladen in Thamel, ich konnte mir hier sogar Bücher aus Indien bestellen und liefern lassen. Haben auch Trekking-Karten und Wanderführer.
  • 🍵 Tee:  Himalayan Garden Tea – Kleiner aber feiner Teeladen mit einer hervorragenden Auswahl. Masala-Tee, Grüner Tee, Jasmin-Tee – hier bekommst du so gut wie jede Sorte zu sehr guten Preisen.
  • 🥾 Trekking-Ausrüstung und Outdoor-Bekleidung: Everest Hardwear – Solide Outdoor-Ausrüstung mit gutem Preis-Leistungsverhältnis, die Sachen werden in Nepal hergestellt.
  • 👕 Normale Kleidung: Normale City-Klamotten (T-Shirts, Hosen, etc., kaufst du am besten in den Straßen rund um Chhetrapati Chowk. Die Sachen kosten hier meist nur die Hälfte (oder noch weniger) als in Thamel.
  • 🎁 Souvenirs: In Thamel sind die Preise am höchsten, besser sind die Souvenir-Shops am Durbar Square. Noch besser ist Bakthapur, z.B. die bereits erwähnte Bajrala Thangka Painting School für Malereien.
  • 🔌 Elektronik: Gadgets, Kamera-Zubehör, Smartphones etc. findest du in und um die New Road südlich von Thamel. Dort gibt es viele kleine Geschäfte und Fachhändler.
Kathmandu Durbar Square

Häufige Fragen (FAQ)

Plane etwa 2-3 Tage für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum von Kathmandu ein.

Nimm dir am besten nicht zu viel vor, durch den Verkehr kommst du häufig nur langsam vorran. In entspanntem Tempo kannst du dir etwa 3-4 Sehenswürdigkeiten pro Tag anschauen. Die Ausflüge außerhalb des zentralen Stadtgebiets erfordern wegen der längeren Anfahrt meist mehr Zeit.

Wenn du nur 1 Tag in Kathmandu hast, schau dir diese drei Sehenswürdigkeiten an: Kathmandu Durbar Square, Swayambhu Stupa (Monkey Temple),  Boudhanath Stupa. Wenn am Nachmittag noch Zeit ist besuche evtl. den Pashupatinath Tempel und schaue dir abends das Bagmati Aarati an.

Fahrradfahren in Kathmandu ist riskant und nicht empfehlenswert. Die Qualität der Straßen ist teilweise sehr schlecht, zudem ist der Verkehr chaotisch.

Das Englisch-Niveau in Nepal ist sehr gut. Vor allem in Thamel wirst du mit Englisch problemlos durchkommen. Aber auch im Rest von Kathmandu ist die Kommunikation einfach. Irgendjemand in der Nähe spricht immer Englisch.

So gut wie alle Unterkünfte bieten WLAN. Die Qualität der Verbindung schwankt aber und für Erkundungen auf eigene Faust es besser, auch unterwegs Internet zu haben. Besorge dir dazu eine preiswerte lokale SIM-Karte, z.B. von Ncell.

Die beste Zeit für einen Besuch von Kathmandu sind der Frühling (März bis Mai) und der Herbst (Oktober - Dezember). Vermeide die Monsunzeit von Juni bis September.

Mein Fazit zu Kathmandu

Kathmandu kann anstrengend sein. Vor allem den übermäßigen Verkehr fand ich teilweise erdrückend und die Stadt ist dafür auch gar nicht ausgelegt. Im Grunde ist Kathmandu immer noch ein großes Dorf, das im Schnellvorlauf in die Moderne katapultiert wurde. Dadurch hat die Stadt aber auch einen freundlicheren, warmherzigeren Charakter als andere Metropolen.

Ich würde Kathmandu also nicht von vornerein abschreiben. Abseits des Chaos gibt es genügend ruhige Ecken und das kulturelle Erbe ist in seiner schieren Masse beeindruckend. Man kommt schnell mit den Leuten ins Gespräch. Und wenn es dir zu viel wird, setzt du dich einfach in ein Café und lässt das hektische Treiben an dir vorbeiziehen. Kathmandu nimmt dich manchmal vielleicht ein bisschen mit – am Ende gibt es dir aber viel mehr zurück.

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Anzahl Bewertungen: 2

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge mir in den sozialen Netzwerken!

Es tut mir leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war:/

Lass uns diesen Beitrag verbessern!

Wie kann ich diesen Beitrag verbessern?

Dir gefällt dieser Artikel? Dann unterstütze mich und lade mich zu einem virtuellen Kaffee ein.

Ohne Kaffee komme ich morgens nicht raus und kann keine neue Abenteuer erleben:)

Hinweis: Der Artikel enthält mit Sternchen * markierte Affiliate-Links, die zu Onlinehändlern wie Amazon führen. Wenn du auf einen solchen Link klickst und etwas kaufst, erhalte ich einen geringen Anteil, mit dem ich diesen Blog finanziere. Für dich ist das die beste Art Dankeschön zu sagen, wenn dir der Beitrag gefallen hat. Selbstverständlich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zu Kathmandu? Kennst du andere spannende Orte in der Stadt oder empfehlenswerte Unterkünfte? Hast du weitere Tipps? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!

 

👉Zu den Deals

Please wait...

Danke für die Anmeldung - check deine Mails!

 

 

Hast du das Zeug zum Abenteurer? Finde es heraus und lade dir jetzt das E-Book herunter:

 

Please wait...

Danke für die Anmeldung - check deine Mails!

Mit der Anmeldung für den Newsletter stimmst du den Datenschutzbestimmungen zu.  Du kannst dich selbstverständlich jederzeit wieder abmelden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben..