In diesem Artikel:
- Das erwartet dich auf dem Manaslu Circuit
- Route und Etappen des Manaslu Circuit
- Erfahrungsbericht: 10 Tage auf dem Manaslu Circuit
- Wie schwer ist der Manaslu Circuit?
- Guides & benötigte Permits
- Kosten & Budgetplanung
- Anreise + Transport
- Unterkünfte & Verpflegung unterwegs
- Tagesausflüge & Akklimatisationsoptionen
- Packliste für den Manaslu Circuit
- Beste Reisezeit und Klima für den Manaslu Circuit
- Sonstige Tipps & FAQ
- Mein Fazit zum Manaslu Circuit
Es gibt Treks, die haben bei Nepal-Reisenden einen geradezu mystischen Status – der Manaslu Circuit zählt definitiv dazu: Die legendäre Umrundung des achthöchsten Bergs der Welt. Jeder hat schon mal davon gehört, gefühlt alle wollen den Trek machen. Annapurna Circuit? Neee… das ist doch was für Anfänger. Der Manaslu Circuit, das ist ein richtiger Trek und das echte Nepal, so wie es anderswo vor 20 Jahren war.
Natürlich hat mich all das schon lange gereizt. Das Problem: Aufgrund der Nähe zur tibetischen Grenze ist ein teures Sonderpermit erforderlich. Außerdem braucht man mindestens zwei Personen, um die Wanderung antreten zu dürfen und ein Guide ist auch vorgeschrieben. Der Manaslu Circuit ist also schon eine etwas exklusivere Veranstaltung, das Backpacker-Proletariat muss draußen bleiben.
Glücklicherweise war ich während meiner letzten Nepalreise aber zeitweilig mit einem Freund aus Indien unterwegs. Und wenn man etwas wirklich will, gibt es immer einen Weg: Nach zwei Tagen Suche in Kathmandu hatten wir eine vertrauenswürdige Agentur am Start, die Permits waren schnell organisiert und mit geteilten Kosten war es am Ende auch gar nicht so teuer.
Das Abenteuer Manaslu Circuit konnte beginnen!
Auf einen Blick
- 🥾 Der klassische Teahouse-Trek durch das Nubri-Tal an der Grenze zu Tibet
- 📏 Länge: 120 km
- ⏳ Dauer: variabel, 10 – 14 Tage
- 📍 Optional: Abstecher ins Tsum Valley (5-6 Tage zusätzlich)
- ⏱️ Beste Zeit: März – April, Oktober -November
- 🏔️ Höchster Punkt: Larke Pass, 5.106 m
- 🔺 Schwierigkeit: mittel
- 🔥 Abenteuerfaktor: hoch
- ⛺ Übernachtung in einfachen Lodges
- 👥 Ausschließlich mit Guide, für den Trek sind offiziell zwei Personen vorgeschrieben
- 🎒 Solo-Trekking mit Guide möglich (Ghost Permit, siehe unten)
Geeignet für
Vom Anspruch her ist der Manaslu Circuit für durchschnittlich erfahrene Trekker gut geeignet. Der eigentliche Unterschied zu anderen Nepal-Treks liegt in der aufwändigeren Organisation. Durch Permit-Pflicht und vorgeschriebenen Guide ist die Tour zudem etwas teurer als z.B. der Annapurna Circuit. Dafür bietet sie ein ursprünglicheres Trekking-Erlebnis.
Das erwartet dich auf dem Manaslu Circuit
Der Manaslu Circuit verbindet alle Elemente des klassischen Nepal-Teahouse-Treks zu einem großartigen Gesamtkunstwerk: Der lange Anmarsch durchs Tal, das langsame Eintauchen in die majestätische Bergwelt des Himalaya, während die Zivilisation immer weiter zurückbleibt. Und natürlich die Überschreitung des über 5.000 Meter hohen Gebirgspasses, der physische und spirituelle Höhepunkt eines Himalaya-Treks.

Landschaftlich nimmt es die Tour locker mit den besten Treks in Nepal auf: Bereits die ersten Tage in der gewaltigen Schlucht des Budhi Gandaki sind Landschaftskino im XXL-Format. Die schneebedeckten Gipfel an der Grenze zu Tibet im oberen Bereich des Tals legen dann nochmal einen drauf: Das ist der Himalaya von seiner monumentalen Seite, eine kolossale Bergwelt, wild und ungezähmt. Der Blick auf die gletschergepanzerte Nordflanke des Manaslu – unglaublich beeindruckend, für mich sogar noch beeindruckender als die Giganten am Everest.
Der Manaslu Circuit ist aber auch kulturell äußerst spannend. Die Täler an der Grenze zu Tibet sind eine eigene kleine Welt, die sich dem unaufhaltsamen Fortschritt in Nepal immer noch ein Stück weit entziehen. Die buddhistisch geprägten Dörfer mit ihren Gebetsfahnen und Manisteinen, die Gompas und Tempel zu Ehren des großen Heiligen Padmasambhava – all das ist hier noch gelebte Realität und keine reine Touristen-Attraktion.

Geheimtipp Manaslu Circuit?
Wenn wir gerade beim Thema sind: Der Manaslu Circuit ist noch nicht vollständig mit Straßen erschlossen – das ist einer der großen Unterschiede zum Annapurna Circuit und auch der Grund dafür, dass sich hier alles noch ein Stück weit ursprünglicher anfühlt. Wie lange das noch so bleibt ist eine andere Frage. Auch hier wird gebaut, die ersten 50 Kilometer der alten Route haben sich schon in eine Piste verwandelt und das ist nicht das Ende.
Dazu kommt: Der Manaslu Circuit ist in den letzten Jahren extrem populär geworden. Rein von den Besucherzahlen rangiert der Trek inzwischen auf dritter Stelle hinter der Everest-Region – Tendenz steigend. In der Hauptsaison im Oktober – so haben es mir ausnahmslos alle Guides erzählt – sind die Lodges auf dem Manaslu Circuit bis auf den letzten Platz ausgebucht und brechend voll. Mitte November fand ich es allerdings recht angenehm und an keinem Punkt überlaufen.

Ein Geheimtipp ist der Manaslu Circuit insgesamt wohl nicht mehr. Aber er ist auch noch kein Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. Der Straßenbau und die steigenden Besucherzahlen haben ihre Spuren hinterlassen, keine Frage. Bislang überwiegen aber bei weitem die schönen Abschnitte – abwechslungsreiche, toll zu laufende Bergpfade, auf denen man tagelang keinem Fahrzeug begegnet. Solange das so bleibt, spielt der Manaslu Circuit in einer anderen Liga als der Annapurna Circuit.
Manaslu Circuit: Karte und Etappen

Der Manaslu Circuit startet in dem Ort Machha Khola. Allerdings reicht die Straße bereits bis Jagat, was inzwischen ebenfalls von vielen als Startpunkt gewählt wird. In den ersten Tagen laufen wir durch das untere Budhi-Gandaki-Tal und schon hier beeindrucken die Dimensionen des Himalaya: tief eingeschnittene Felsschluchten, himmelhohe Steilwände und dichte Wälder, der tosende Gletscherfluss ein ständiger Begleiter auf dem Weg – eine Talwanderung der Extraklasse!
Noch vor dem Örtchen Namrung zweigt das abgeschiedene Tsum Valley ab (ca. 5-6 Tage zusätzlich). Danach öffnet sich die enge Schlucht zu einem weitläufigen Hochtal, die gewaltigen schneegekrönten Berge an der Grenze zu Tibet beginnen nun die Szenerie zu dominieren. Ab hier betritt man auch den buddhistisch geprägten Kulturraum. Auf der Wanderung zum letzten größeren Ort Samagaon wandern wir direkt unterhalb der Nordflanke von Manaslu – vielleicht das landschaftliche Highlight des Treks.
Samagaon bietet sich gut für eine Pause zum Akklimatisieren an. Nächster Stopp ist der alte Karawanen-Rastplatz Samdo – von hier sind es nur einige Stunden Fußmarsch zur tibetischen Grenze, zum Hochlager Dharmasala und zum Höhepunkt des Treks: dem 5.106 Meter hohen Larke-Pass. Der spektakuläre Übergang bringt uns in einem langen Marsch zum idyllisch gelegenen Bergdorf Bhimtang auf der anderen Seite der Manaslu-Gebirgskette. Die letzte Etappe führt schließlich durch einsame Nadelwälder bis nach Dharapani im Marsyandi-Tal. Wer noch Zeit hat, geht von hier weiter auf dem Annapurna Circuit.

Etappen des Manaslu Circuit (12 Tage)
Wir haben für den Manaslu Circuit mit An- und Abfahrt 12 Tage gebraucht (10 Tage rein auf dem Trek). Das war die etwas schnellere Variante, sie ist dennoch ohne vorige Akklimatisierung möglich. Wer sich etwas mehr Zeit lassen möchte, plant 2-3 Tage mehr ein (es gibt viele Tagesausflüge), für den Abstecher ins Tsum Valley etwa 5-6 Tage mehr. Bis auf Tag 2 (Pewa statt Deng) haben wir an den üblichen Etappenorten übernachtet.
Das waren unsere Tagesetappen:
| 📍 Etappe | 🥾 Route | 📏 Kilometer | ⏱️ Dauer | ℹ️ Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Tag 0 | Kathmandu → Machha Khola (930 m) | ca. 160 km | ca. 10 Stunden | Anfahrt |
| Tag 1 | Machha Khola (869 m) → Jagat (1.340 m) | 17 km | 8 Stunden | Trekkingstart |
| Tag 2 | Jagat (1.340 m) → Pewa (1.850 m) | 15 km | 8-9 Stunden | Alternative zu Deng |
| Tag 3 | Pewa (1.850 m) → Namrung (2.630 m) | 19 km | 9 Stunden | längster Tag des Treks |
| Tag 4 | Namrung (2.630 m) → Lho (3.180 m) | 10 km | 5 Stunden | erster Blick auf Manaslu |
| Tag 5 | Lho (3.180 m) → Samagaon (3.520 m) | 7 km | 4-5 Stunden | Nubri-Tal |
| Tag 6 | Samagaon (3.520 m) → Manaslu Basecamp (4.800 m) | 14 km | 8 Stunden | Akklimatisationstag |
| Tag 7 | Samagaon (3.520 m) → Samdo (3.875 m) | 8 km | 4 Stunden | Weg ins Hochgebirge |
| Tag 8 | Samdo (3.875 m) → Dharmasala (4.460 m) | 6 km | 3-4 Stunden | kurze Etappe |
| Tag 9 | Dharmasala (4.460 m) → Bhimtang (3.590 m) | 15 km | 8 Stunden | Überquerung des Larke Pass (5.106 m) |
| Tag 10 | Bhimtang (3.590 m) → Tilche (2.300 m) → Besisahar | 18 km | 7-8 Stunden | Langer Abstieg |
| Tag 11 | Besisahar → Kathmandu | ca. 180 km | ca. 10 Stunden | Rückfahrt |
💡 Tipp: Wenn du eine Papierkarte für den Manaslu Circuit suchst, ist die Maphouse-Karte Manaslu & Tsum Valley* im Maßstab 1:75.000 die beste Option. Du bekommst sie auch in Kathmandu oder Pokhara. Zur Planung kann es dennoch Sinn machen, sie sich schon vorher zu besorgen.
Erfahrungsbericht: 12 Tage auf dem Manaslu Circuit
Zum Einstieg hier zunächst mein Reisebericht unseres Treks auf dem Manaslu Circuit, basierend auf den Tagebucheinträgen und Fotos von unterwegs. Weiter unten findest du dann alle praktischen Informationen und Tipps, um den Trek selbst zu planen. Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Lesen!
Die Ankunft
Der Manaslu Circuit beginnt wie jeder große Trek in Nepal: Mit einer Geduldsprobe in Form einer endlos langen Busfahrt zum Startpunkt. Früh im Morgengrauen geht es in Kathmandu am Gongabu Bus Park los – im Unterschied zu meinen sonstigen Treks in Nepal diesmal im Team: Ich, mein indischer Freund Prem, den ich im Frühjahr in Manali kennengelernt habe und unser Guide Prakash. Fast 11 Stunden sind wir auf schmalen Bergstraßen unterwegs. Um kurz nach fünf erreichen wir dann Maccha Khola, wo unser Trek beginnt.

Maccha Khola ist eine dieser typischen Nepali-Siedlungen am Rand des Himalaya: Nicht ganz Dorf, nicht ganz Stadt. Seit ein paar Jahren an eine Straße angeschlossen und gerade noch so im Einzugsbereich der Zivilisation. Gefühlt aber doch schon ziemlich weit weg von der Moderne. Viele der Häuser sind einfache Holzhütten, dazu ein paar hastig errichtete Beton-Hotels für die Touristen, die staubige Hauptstraße erinnert mehr an einen Weg.

Das Abendessen ist sehr förmlich. Unser Guide Prakash nimmt die Bestellungen entgegen wie ein höflicher aber etwas distanzierter Kellner, setzt sich dann an einen anderen Tisch zu den übrigen Nepali-Guides. Hier die Einheimischen – da die Touristen. Ich komme mir angesichts dieser offen ausgelebten Zwei-Klassen-Gesellschaft ein bisschen komisch vor.
Erst zum offiziellen „Briefing“ ist Prakash dann wieder bei uns, geht mit uns den morgigen Tag durch: Wie lange laufen wir? Wo halten wir zum Essen an? Was sind die Gefahren? (Maultiere und Autos!) Prem und ich schmunzeln ein bisschen. Come on…dude. Wir haben beide schon viele Treks auf eigene Faust gemacht, auch in Nepal. Prem ist vor zwei Jahren über 20.000 Kilometer durch ganz Asien geradelt. Ich bin im Sommer wochenlang alleine mit dem Zelt durch Ladakh gewandert. Wir wissen wie das funktioniert. Aber okay… Prakash kennt uns noch nicht so gut. Er ist professionell und behandelt uns erstmal wie normale Kunden.
In den nächsten Tagen wird sich das zum Glück ändern.
Durch das Tal des Budhi Gandaki
Der erste Abschnitt des Manalsu Circuit führt durch das untere Tal des Budhi Gandaki, einem reißenden Gletscherfluss, der in dem Gebirge an der Grenze zu Tibet entspring. Von den schneebedeckten Bergen des Himalaya sind wir hier noch Welten entfernt. Die Vegetation ist tropisch, die Luft feuchtwarm, Wasserfälle rauschen in glitzernden Kaskaden über die steilen Felswände.
Mir gefällt die Wanderung bereits hier sehr gut und bei den Dimensionen dieses Tals komme ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Mein Blick gleitet an den dicht bewaldeten Berghängen hoch und hoch und hoch. Aber es geht immer weiter – hunderte, tausende von Metern. Der Himalya ist eben auch in den Tälern gewaltig!

Immer wieder passieren wir Gebiete, die von Erdrutschen betroffen sind – den berüchtigten Landslides. Diese Erdrutsche gibt es überall im Himalaya, vor allem in den steilen Tälern. Im Monsun, wenn es wochenlang am Stück regnet, beginnen die Hänge abzurutschen und der allgegenwärtige Straßenbau macht die Berge noch instabiler.
Hinter Jagat können wir live sehen, wie der Straßenbau abläuft: Bauarbeiter mit Dynamit und schwerem Gerät in einer unfassbar steilen Felswand – ein gewaltiger Knall und die Felsbrocken purzeln in die Tiefe. Jeder Zentimeter Straße muss mit roher Gewalt aus dem Fels herausgesprengt werden. Uns wird schon beim Zuschauen schwindelig…

Prakash erzählt, dass er früher selbst als Bauarbeiter gearbeitet hat. 30.000 Rupees im Monat bekommt man dafür in Nepal. Nicht mal 180 Euro für tägliche 12-Stunden-Schichten, ohne Versicherung permanent in gefährlichem Gebirgsterrain unterwegs. Ein Knochenjob. Da ist die Arbeit als Touristen-Guide doch deutlich angenehmer…vor allem, wenn man so unkomplizierte Kunden hat, wie wir es sind.
Bereits nach zwei Tagen auf dem Trek sind wir gut eingespielt. Jeder geht in seinem eigenen Rhythmus. Prakash hat inzwischen verstanden, dass er nicht permanent Babysitter spielen muss. Manchmal gehen wir zusammen, manchmal jeder für sich. Es ist eine angenehme Wanderung und die traumhaft schöne Umgebung tut ihr übriges dazu, dass wir das voll genießen.
Der Himalaya rückt näher
In Deng endet der untere Teil des Manaslu Circuit. Abends wird es jetzt schon deutlich kühler. Sobald die Sonne hinter den Bergen versinkt, geht es ab in den warmen Aufenthaltsraum der Lodge. In der zweiten Novemberhälfte sind nur noch wenige Leute auf dem Trek unterwegs, die Gruppen werden meist auf zwei oder drei Teahouses verteilt. Wenn wir uns abends vor dem Ofen versammeln, treffen wir meist immer wieder die gleichen Leute.
Vor allem für meinen Freund Prem ist das Klima eine Herausforderung – er kommt aus Tamil Nadu, dem südlichsten Teil Indiens, wo es niemals kälter als 20° Grad wird und „Winter“ ein Fremdwort ist. Aber er steckt die Kälte erstaunlich gut weg und als ich am dritten Abend in Pewa die Vermutung äußere, dass das wohl die letzte halbwegs warme Nacht wird, grinst er nur. „Let’s enjoy it, while we can!“
Nicht nur das Klima, auch die Landschaft ändert sich. Hinter Deng beginnt sich das bisher schluchtartige Tal zu öffnen. Die dichtbewaldeten Berghänge legen ihr grünes Kleid ab, darunter kommt nackter Fels zum Vorschein. in einem Seitental erhasche ich den ersten richtig guten Blick auf einen großen Himalaya-Gipfel: Chamar (7.165 m), ein fantastisch zerklüfteter Felskoloss, der hoch über dem Tsum Valley thront.

Das abgeschiedene Tsum Valley mit seiner stark tibetanisch geprägten Kultur haben wir links liegen gelassen. Aber auch hier im Haupttal werden die Einflüsse Tibets spürbarer. In den Dörfern flattern bunte Gebetsfahnen im Wind, am Wegesrand tauchen die Mauern aus übereinandergeschichteten Mani-Steinen auf. Wir nähern uns dem Herzen des Himalaya!
Unser Mittagessen in Ghap nehmen wir unter den wachsamen Augen des Dhalai Lama ein, sein Porträt sehen wir jetzt immer häufiger. Ich frage Prakash, ob er Hindu oder Buddhist ist. Er erzählt, dass er eigentlich aus Solukhumbu kommt, der Heimat der Sherpa, und Buddhist ist. Aber, so fügt er augenzwinkernd hinzu, in Nepal gibt es drei Religionen: Buddhismus, Hinduismus und Tourismus. Er ist überzeugter Anhänger der dritten Glaubensrichtung.
„Was machst du sonst so?“ wollen wir wissen. Eine ganze Menge, wie sich herausstellt: Prakash hat eine Lizenz als Mountain Guide, war schon auf dem Gipfel von Ama Dablam und in den oberen Everest-Camps und ist Sprecher einer lokalen Tourismusorganisation. Den Knaller finde ich aber, dass er auch noch in Musikvideos singt, wenn sonst nichts geht. Er seufzt. „Wenn ich doch nur eine echte Lederjacke hätte… dann würde ich richtig groß auf YouTube rauskommen.“ Okay, vorgemerkt. Da haben wir doch schon unser Abschiedsgeschenk…
Der erste Blick auf den Manaslu
Am nächsten Tag haben wir die erste Begegnung mit dem achthöchsten Berg der Welt – und die kommt unerwartet. Im einen Moment laufen wir noch durch die dichten Kieferwälder hinter Namrung, überqueren eine der zahllosen Hängebrücken – wie viele es sind, haben wir längst aufgegeben zu zählen. Dann bleiben plötzlich die Berghänge auf den Seiten zurück, vor uns eröffnet sich eine weite, offene Ebene – das Nubri-Tal.
Am Horizont erhebt sich eine riesige Mauer aus Schneebergen, aber der Blick fährt unwillkürlich zur linken Seite. Da ist er: Manaslu, eine gewaltige Pyramide, schneeweiß, unerreichbar hoch. Nicht so sehr ein physisches Objekt, sondern eine kraftvolle Aura – ein schweigender Wächter, der das gesamte Tal vor uns mit seiner Präsenz erfüllt. Ehrfürchtig bleiben wir stehen. Ja… jetzt sind wir wirklich im Himalaya angekommen.

Die Wanderung durch das Nubri-Tal ist der erste große Wow-Moment auf dem Manaslu Circuit. Nicht dass der Trek bis hierhin langweilig war. Aber die Bergwelt, die sich nun vor uns öffnet, übertrifft jede Erwartung. Auf der Seite der gewaltige Monolith des Manaslu, vor uns das Dörfchen Lho und die goldenen Dächer des Klosters Rimbung auf einem Hügel, direkt dahinter ein weiterer Gigant aus Schnee und Eis: Naike Peak (6.211 m).

Mit seiner riesigen vergletscherten Flanke und den massiven Eisschilden wirkt dieser Gipfel sogar noch beeindruckender als der Monarch Manaslu, die personifizierte Naturgewalt in Stein. Es ist ein überwältigendes Bild und selbst nach sieben Monaten im Himalaya bleibt mir angesichts der schieren Größe dieser Berge die Spucke weg. Würden wir genau hier umkehren – allein dafür hätte sich die Reise gelohnt.
Zwischenstopp in Samagaon
Aber natürlich bleiben wir und die zwei Tage im nächsten Ort Samagaon werden zu meinen schönsten Erinnerungen auf dem Trek. Hier können wir nochmal durchatmen, bevor es zum Pass geht. Das Dorf wirkt wie der letzte Außenposten der Zivilisation und mit seinen flachen Steinhäusern fühlt es sich schon mehr wie Tibet als Nepal an.

Überall Gebetsfahnen, Gompas, Statuen zu Ehren von Padmasambhava, dem großen Heiligen des tibetischen Lamaismus. Das buddhistische Mantra „Om Mani Padme Hum“ allgegenwärtig, denn es ist hier völlig üblich, dass die Einwohner die Silben in einer Art Singsang vor sich hin rezitieren, wenn sie durch die gepflasterten Gassen spazieren.
Den klassischen Abstecher zum Manaslu Basecamp lasse ich mir nicht nehmen. Leider alleine, denn Prem fühlt sich in der zunehmend dünnen Luft nicht ganz wohl und braucht einen Pausentag. Prakash bleibt auch lieber im Teahouse um zu relaxen, er hat das alles eh schon hundertmal gesehen. Also mache ich mich alleine auf und nehme unterwegs noch den schönen Gletschersee Birendra Tal mit.
Eindrücke vom Ausflug zum Manaslu Basecamp und Birendra Tal:
Die Abende verbringen wir inzwischen zusammen mit Prakash und in Samagaon ist es erstaunlicherweise tatsächlich möglich, im Dorfladen Spielkarten zu erwerben. Also bringe ich Prem und Praksh kurzerhand Mau-Mau bei – das ist so einfach, dass man es überall auf der Welt in drei Minuten versteht. Vor allem unser Guide springt voll drauf an – er ist so begeistert, dass wir gar nicht mehr aufhören hören.

Viel zu schnell vergehen die zwei Tage – dann geht es wieder an den Ernst des Lebens: Der letzte Abschnitt der Reise bis zum Pass.
Der Weg zum Pass
In Samagaon war es schon sehr kalt, danach betreten wir endgültig die eisige Gebirgswelt des hohen Himalaya. Die Umgebung verwandelt sich in eine Art Wüste, unsere Welt scheint jetzt nur noch aus grauen Felswänden und den Brauntönen der kargen Hügel zu bestehen. Außerdem nimmt die Luft eine beißende Schärfe an, die wir mit jedem Atemzug in unseren Lungen spüren.
Vegetation gibt es oberhalb von 3.500 Metern kaum noch, die schönen grünen Nadelwälder der vergangenen Tage werden zu einer fernen Erinnerung. Dennoch ist die Landschaft unglaublich beeindruckend. Die Berge auf unseren Seiten ragen immer höher und höher auf. Die schneeweißen Gipfel bilden den einzigen Kontrast in dieser monochromen Hochgebirgswüste, die uns trotz ihrer Lebensfeindlichkeit in ihren Bann zieht.

Samdo ist der letzte richtige Ort vor dem Larke Pass. Ein winziger Weiler aus vielleicht 50 windschiefen Holzhäusern und ein paar einfachen Lodges. Strategisch gelegen an einer Kreuzung in den Bergen – dort, wo ein weiterer Gebirgsfluss aus einem Seitental in den inzwischen merklich geschrumpften Budhi Gandaki mündet.

Während ich ein bisschen um die Lodge herumspaziere und die nähere Umgebung erkunde, erinnere ich mich, dass der Name Samdo kein Zufall ist. Es ist die nepalisierte Version des tibetischen Wortes „Sumdo“, das den Zusammenfluss zweier Flüsse bezeichnet. Im Sommer in Ladakh und Zanskar bin ich an vielen solcher Sumdos vorbeigekommen – die Stimmung hier ist ähnlich. Karg und windgepeitscht, archaisch. Und jetzt Ende November natürlich bitterkalt, unter sämtlichen Wasserhähnen liegen dicke Eisklumpen.
Leider sind wir etwas spät dran, für eine längere Wanderung ist keine Zeit mehr. Von Samdo könnte man in ein paar Stunden bis zum Layung La laufen, einem 5.000 Meter hohen Pass, der die Grenze zu Tibet markiert. Vermutlich, so denke ich mir, ist das auch der einzige Grund, warum an einem so unwirtlichen Ort überhaupt Menschen leben.
Als die Karawanen noch Salz zwischen Indien und Tibet handelten, waren die Gebirgstäler Nepals ein logischer Verbindungsweg, Orte wie Samdo der letzte Rastplatz vor den hohen Pässen. Schade – ich hätte gerne einmal nach Tibet hinübergeblickt. Immerhin entdecke ich ein paar Blauschafe, die um unsere Lodge herumstreifen. Am nächsten Morgen machen wir uns auf zum letzten Stopp vor dem Pass…
Wenn Samdo mit viel gutem Willen noch ein Dorf war, dann ist das letzte Lager Dharmashala kaum mehr als eine Ansammlung von Hütten. Unser Schlafplatz: ein rostiger Blechschuppen, in dem ein paar Matratzen ausliegen, die vermutlich seit Jahren kein Wasser gesehen haben. Mein Tagebucheintrag an diesem Abend ist entsprechend knapp: „kalt und dreckig – ein erbärmlicher Ort.“
Den Rest des Tages verbringen wir vor unserem Schuppen. In der Sonne ist es halbwegs erträglich, aber im November sind die Tage kurz, vor allem zwischen diesen monströsen Bergen. Bereits um kurz vor drei verschwindet die Sonne und ein großer Schatten fällt über das Tal. Danach sinkt die Temperatur rapide. Ich verkrieche mich in meinen Schlafsack und lausche dem Wind, der an den Blechwänden rüttelt. Morgen früh geht es im Dunkeln zum Pass – mir graut es jetzt schon davor.
Die Überquerung des Larke-Pass
Aufstehen um 6:00 Uhr. Alles läuft rein mechanisch ab. Das Wichtigste ist: Nicht zu viel nachdenken. Raus aus dem Schlafsack, die Klamotten anziehen und versuchen, die eisige Kälte auszublenden. Selbst in unserem Verschlag herrschen Minustemperaturen, an Waschen ist überhaupt nicht zu denken. Nur schnell einen Tee und ein hartgekochtes Ei runterschlingen. Um 6:30 Uhr stehen wir draußen – bereit für die große Etappe über den Larke Pass.

Es ist noch nicht richtig hell. Der Boden ist gefroren, jeder Schritt knirscht. Ich bewege die Finger in den Handschuhen, um sicherzugehen, dass sie noch da sind. Aber schon nach wenigen Minuten beißt sich der eisige Wind durch den Stoff, meine Hände werden taub. Verdammt. Ende November im Himalaya – was habe ich erwartet? Prakash merkt sofort, was los ist, und drückt mir wortlos seine dickeren Handschuhe in die Hand. Ich zögere kurz, will ihn nicht frieren lassen. Aber die Kälte ist stärker. Prakash scheint sie kaum zu spüren.
Der Weg steigt gleichmäßig an. Keine dramatischen Steilhänge oder Abgründe, nur ein endloses Hochtal. Links und rechts die vergletscherten Gipfel entlang der tibetischen Grenze wie eine geschlossene Mauer. Alles wirkt größer als in den Tagen zuvor. Nach einer Stunde taucht die Sonne auf und es wird spürbar angenehmer. Das Licht legt sich auf die Schneeflächen und plötzlich scheint die Welt nur noch aus Weiß und Blau zu bestehen. Keiner von uns redet, wir laufen einfach weiter. Ein gleichmäßiges, stilles Vorankommen.
Irgendwann sehe ich die Gebetsfahnen. Es ist kein dramatischer Moment und auch kein heroischer Kraftakt. Der Larke-Pass ist eigentlich nur ein kleiner Hügel, eingekeilt zwischen den gewaltigen Gebirgsmassiven. Am Pass sind schon ein paar Nepali, Drohnen sirren durch die Luft. Aber wir lassen uns nicht stören und ich genieße den Moment. Keine Gedanken an Zuhause, keine Pläne. Nur Wind, Licht und diese ungeheure Weite. Die Magie des Himalaya.

Prem ist offensichtlich nicht so ganz begeistert von den Nepali, die mit ihren Smartphones für das nächste Instagram-Reel posieren. „They behave like Indians“ meint er nur trocken und es ist klar, dass das nicht als Kompliment gemeint ist. Nach dem obligatorischen Passfoto machen wir uns also schnell an den Abstieg, wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Der Abstieg vom Pass ist steil und komplett verschneit. Ohne Microspikes wäre das eine einzige Rutschpartie. Dafür wird es mit jedem verlorenen Höhenmeter milder. Es ist fast so, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Nur ein paar hundert Meter unter dem Pass sind wir schon wieder in einem völlig anderen Klima, die Luft verliert mit einem Schlag ihre alpine Schärfe.
Das Bergpanorama hinter dem Pass ist immer noch gewaltig, ein mächtiger Moränenstrom begleitet uns auf dem Weg ins Tal. Langsam verschwindet der Schnee, die Landschaft bekommt wieder Konturen, irgendwann sogar ein bisschen Farbe. Als wir Stunden später Bhimtang erreichen, liegt der Ort zwar schon im tiefen Schatten. Aber zum ersten Mal nach vier Tagen ist mir tatsächlich wieder ein klein bisschen warm – ich bin dankbar dafür.

Die Rückkehr
Die Überquerung des Passes mag der offensichtliche Höhepunkt des Treks gewesen sein. Langweilig wird unser letzter Tag auf dem Manaslu Circuit aber nicht. Auf schmalen Naturwegen steigen wir durch duftende Wälder ab – zuerst Kiefern, später übernehmen die Rhododendron-Bäume. Nach den letzten Tagen in der kargen Hochgebirgswelt tut es so gut wieder zwischen Bäumen zu laufen. Man spürt förmlich wie das Leben zurückkehrt.
Nach ein paar Stunden öffnet sich plötzlich der Wald und wir haben noch einmal freie Sicht auf das Manaslu-Massiv – was für ein Anblick. Unten die saftigen grünen Wälder, darüber, wie eine Fata Morgana, die weiß funkelnden Gipfel des Himalaya. Zwei Welten: So nah beieinander und doch durch eine unsichtbare Grenze voneinander getrennt.

All zu schnell hat uns die Zivilisation wieder in ihrem Griff. Die Schotterpiste beginnt bereits an dem Örtchen Gho, ab hier sehen wir die ersten Fahrzeugen seit Tagen – Motorräder, um genau zu sein. In Tilche kehren wir schließlich endgültig in die moderne Welt zurück. Hier beginnt auf der anderen Seite des Flusses eine kurvige Jeep-Piste, die runter nach Dharapani ins Marsyangdi-Tal führt.
In Tilche geht alles sehr schnell. Rucksäcke einladen, Trekkingstöcke zusammenpacken, ab in den rumpeligen Jeep. Ein paar Stunden später sind wir in Dharapani, von hier geht‘s noch am gleichen Tag nach Besisahar. Beim obligatorischen Abschiedsessen fließt ordentlich Rakshi. Von Prakashs anfänglicher Reserviertheit ist nichts mehr übrig. Wir sind ein gutes Team geworden – und seine Lederjacke hat er sich redlich verdient.
Im Bus auf dem Weg zurück nach Kathmandu denke ich nochmal an den letzten Anblick des Manaslu. Ich glaube ich verstehe jetzt, warum er „Berg der Seele“ genannt wird. Manaslu ist Teil einer höheren Welt. Einerseits furchteinflößend, aber zugleich von einer fast unwirklichen Reinheit. Einer Reinheit, die den Blick klärt und die Seele befreit. In unserem Alltag verblasst dieser Zauber viel zu schnell. Aber etwas bleibt. Das Gefühl, für einen kurzen Moment Teil von etwas Größerem gewesen zu sein.
Und vielleicht ist es genau das, was uns immer wieder zurück in die hohen Berge zieht.

Planung & Vorbereitung für den Manaslu Circuit
Kommen wir nun zum praktischen Teil: Alles was du wissen musst, wenn du selbst einen Trek auf dem Manaslu Circuit planst. Dazu jetzt alle wichtigen Infos und viele praktische Tipps.
Wie schwer ist der Manaslu Circuit?
Der Manaslu Circuit ist ein mittelschwerer Trek und vom Anspruch ungefähr vergleichbar mit dem Annapurna Circuit. Die Wege sind fast durchweg gut ausgebaut, es gibt keine technischen Passagen, auch auf den etwas schmaleren Abschnitten. Wie bei allen Nepal-Treks fallen stellenweise etwas steilere Anstiege an, häufig über Treppen. Wenn man sich ausreichend Zeit lässt und gleichmäßig geht, sollte das aber kein Problem sein.

Überquerung des Larke-Pass
Der Larke-Pass (5.106 m) ist der höchste Punkt des Manaslu Circuit. Der Weg zum Pass ist prinzipiell einfach, der Anstieg erfolgt auf guten Gebirgspfaden durch ein sehr langgezogenes, gleichmäßig ansteigendes, flaches Hochtal ohne abrupte Höhenunterschiede. Bei guter Akklimatisierung braucht man bei normalem Gehtempo etwa 4 Stunden von Dharmasala bis zur Passhöhe.

Die größte Herausforderung beim Larke Pass ist, wie bei allen Nepal-Treks, die Höhe. Ich habe auf dem Weg zum Pass einige Gruppen gesehen, die schlecht akklimatisiert waren und trotz der einfachen Wege sehr langsam vorankamen. Das kann zum Problem werden, an den hohen Pässen kippt das Wetter in der Regel um die Mittagszeit. Es wird dann häufig sehr windig, unter Umständen ziehen auch Wolken herein.
💡 Regel zum Merken: Spätestens nach 13:00 Uhr sollte man wieder runter vom Pass sein. Die meisten Gruppen peilen aber eine Ankunft gegen 10:00 Uhr an.
Der Abstieg vom Pass zum High Camp (4.380 m) auf der anderen Seite überwindet auf rund 3 Kilometer etwa 600 Höhenmeter, dieser Abschnitt ist also recht steil. Bei unserem Übergang war der komplette Abstiegsweg verschneit, Microspikes waren sehr hilfreich. Ab dem High Camp (kleine Lodge, gut für eine Pause) werden die Wege dann wieder deutlich einfacher – so wie auf dem Rest des Manaslu Circuit.
💡 Tipp: Der Guide macht sich in den Tagen vor dem Pass ein Bild davon, wie schnell du durchschnittlich läufst. Davon ist dann die Startzeit in Dharmasala abhängig. Wir sind später als durchschnittlich gestartet, weil wir recht zügig unterwegs waren. Manche Gruppen starten aber bereits um 3:00 Uhr in der Frühe – das ist individuell.

Ist der Manaslu Circuit schwerer als der Annapurna Circuit?
In einigen Beschreibungen, vor allem auf den Agentur-Webseiten, liest man manchmal, dass der Manaslu Circuit „rauer“ und anspruchsvoller als der Annapurna Circuit sei. Das ist nicht komplett falsch. Es liegt vor allem daran, dass der Trail-Anteil auf dem Manaslu Circuit höher ist. Auf dem Annapurna Circuit wandert man inzwischen ja häufig auf breiten Fahrwegen, die überhaupt keine Schwierigkeiten aufweisen.
Im Unterschied dazu führt der Manaslu Circuit an vielen Stellen über „richtige“ Bergwege. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Pfade manchmal uneben und etwas schmaler sind. Wie oben erwähnt hält sich der Schwierigkeitsgrad dennoch in Grenzen. Wenn du z.B. schon mal in den Alpen auf einem durchschnittlichen Bergweg wandern warst, wirst du hier an keiner einzigen Stelle an deine Grenzen kommen und du brauchst auch keinerlei Erfahrung im Bergsteigen, Hochtouren etc.

Landslides/Erdrutsche
Auf den ersten drei Etappen im unteren Nubri-Tal führt der Manaslu Circuit durch einige kurze Abschnitte die regelmäßig von Erdrutschen betroffen sind:
- Abschnitt zwischen Doban und Yarupanth
- Abschnitt zwischen Philim und Pewa
- Abschnitt zwischen Pewa und Deng
Der Weg verläuft hier durch die steilen Berghänge direkt über dem Fluss, er ist teilweise schmal und durch das lose Geröll recht rutschig. Allerdings sind diese Abschnitte immer nur sehr kurz – maximal 500 Meter. Bei normalem, aufmerksamem Gehen sollte also nichts passieren – im Zweifelsfall hilft dir der Guide. Gefährlich sind diese Abschnitte nur bei starkem Regen, wenn man keinen guten Halt mit den Schuhsohlen findet.

Akklimatisierung
Der Manaslu Circuit erreicht in relativ kurzer Zeit (ca. 8 Tage) eine Höhe über 5.000 Meter. Daher empfiehlt es sich, die allgemeinen Hinweise zur Akklimatisierung bei Höhen-Trekkings zu beachten:
- ⛰️ Langsam aufsteigen: Ab etwa 3.000 m die Schlafhöhe möglichst nicht um mehr als 300–500 Höhenmeter pro Tag erhöhen
- 📅 Pausentage einrechnen: Auf 3.500 Metern, mindestens einen, ggf. sogar zwei Pausentage einlegen. Dazu bietet sich z.B. Samagaon an.
- 💧 Ausreichend trinken: 3–4 Liter Flüssigkeit pro Tag, möglichst wenig Alkohol (in Maßen aber kein Weltuntergang)
- 🧠 Konservativ planen: Lieber kürzere Etappen pro Tag machen oder zusätzliche Akklimatisierungstage planen
- 📋 Programm der Agentur checken: Die Planung sollte den allgemeinen Best-Practices folgen – nicht zu hoch pro Tag aufsteigen, ausreichend Pausentage, keine übermäßig langen Etappen
- ⚠️ Symptome ernst nehmen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Appetitlosigkeit können ein Indiz für fehlende Akklimatisierung sein.
- ⛔ Bei ernsthaften Beschwerden: Pausentag einlegen, nicht weiter aufsteigen. Wenn die Symptome dennoch nicht abklingen oder stärker werden → absteigen
Gute Orte für Pausentage vor dem Larke Pass sind Lho (3.180 m) und Samagaon (3.520 m) an. Diese Orte haben eine interessante lokale Kultur (Klöster, Gompas), es gibt ein paar gute Cafés (Tipp: Main Street Café) und man kann von hier aus auch schöne Ausflüge in die Umgebung machen. In Samdo (3.875 m) würde ich nur im Notfall länger bleiben wollen. Der Ort liegt schon sehr hoch im alpinen Niemandsland, ich fand es (zumindest Ende November) eher ungemütlich.

Diamox zur besseren Akklimatisierung
Diamox (Acetazolamid) ist ein Medikament in Tablettenform, das die Akklimatisierung unterstützen kann. Gerade auf den organisierten Treks mit engem Zeitfenster kommt es in Nepal sehr häufig zum Einsatz. Ich würde mich allerdings nicht ausschließlich auf Diamox verlassen und den Trek lieber so planen, dass ein langsamer Aufstieg gegeben ist – das ist sicherer (und gesünder) als jedes Medikament.
Ich hatte auf dem Manaslu Circuit ein paar Tabletten dabei, allerdings nicht selbst gebraucht, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits über 7 Monate im Himalaya war. Mein Freund Prem, der noch nicht komplett akklimatisiert war, hatte in Samagaon leichte Kopfschmerzen und Übelkeit – nach einer Tablette Diamox mittags und einer weiteren abends ging es ihm besser. Für genau solche Fälle habe ich immer ein Päckchen Diamox dabei, das kann nie schaden.

Guides & benötigte Permits für den Manaslu Circuit
Der Manaslu Circuit führt durch das Nubri-Tal an der unmittelbaren Grenze zu Tibet (China). Diese Region wird von Nepal als geopolitisch sensibel eingestuft, außerdem möchte man die einzigartige Kultur dieser grenzüberschreitenden Himalaya-Täler erhalten. Daher gilt das Nubri-Tal als sogenannte Restricted Area – der Zugang für Ausländer unterliegt besonderen Regeln.
Restricted Area Permit
Für den Manaslu Circuit ist zwingend ein Restricted Area Permit erforderlich, außerdem ein offiziell lizensierter Guide. Die Gruppengröße muss zudem mindestens 2 Personen betragen. Es reicht dabei nicht, einfach zusätzlich einen einheimischen Porter anzuheuern, es müssen zwei Ausländer sein. Solo-Wanderungen sind offiziell also nicht vorgesehen, inoffiziell aber trotzdem möglich (siehe Ghost Permit).

Permits für Schutzgebiete
Das Nubri-Tal ist nicht nur eine Restricted Area, sondern gleichzeitig auch Teil eines Schutzgebiet mit eigenen Permit-Anforderungen – der Manaslu Conservation Area. Allerdings verläuft der Trek nicht nur hier. Nach der Überquerung des Passes endet der Manaslu Circuit in einem weiteren Schutzgebiet, der Annapurna Conservation Area. Auch hier ist ein Permit erforderlich.
Chumnubri Local Permit
Um die Sache noch komplizierter zu machen verlangt der Bezirk – die Chumnubri Rural Municipality – seit einiger Zeit ein zusätzliches lokales Permit. Das ist ein Trend, der seit einigen Jahren immer beliebter in Nepal wird – die Gemeinden erheben eigene Eintrittsgebühren, weil sie fürchten dass die Einnahmen der überregionalen Permits in dunklen Kanälen versickern.

Konkret bedeutet das – für den Manaslu Circuit brauchst du insgesamt 4 Permits:
- Manaslu Conservation Area Permit
- Annapurna Conservation Area Permit
- Manaslu Restricted Area Permit
- Chumnubri Local Permit
- Optional: Tsum Valley Restricted Area Permit
Für das Tsum Valley ist tatsächlich ein weiteres Permit erforderlich. Aber auch ohne hat der Manaslu Circuit damit die zweifelhafte Ehre, der Trek mit den meisten Permit-Anforderungen in ganz Nepal zu sein. Das einzig Gute dabei: Um die Permits kümmert sich der Guide bzw. die Agentur. Du musst dich glücklicherweise nicht mit der Bürokratie herumschlagen, sondern einfach nur zahlen.

Preise für die Trekking-Permits
| Permit | Gültig für | Kosten |
|---|---|---|
| Manaslu Conservation Area Permit (MCAP) | Jagat → Bhimtang | NPR 3.000 (≈ USD 28) |
| Annapurna Conservation Area Permit (ACAP) | Dharapani → Besi Sahar | NPR 3.000 (≈ USD 28) |
| Chumnubri Local Permit | Nubri-Tal (lokale Gebühr) | NPR 1.000 (≈ USD 8) |
| Manaslu Restricted Area Permit (RAP) | Gesamte Restricted Area | siehe unten |
Manaslu Restricted Area Permit (RAP)
Die Kosten für das Restricted Area Permit hängen von der Saison ab (Hauptsaison vs. Nebensaison) und der Dauer deines Aufenthalts in der Restricted Area.
| Saison | Grundgebühr (erste 7 Tage) | Zusätzliche Tage |
|---|---|---|
| Hauptsaison (Sep–Nov) | USD 100 | USD 15 pro Tag |
| Nebensaison (Dez–Aug) | USD 75 | USD 10 pro Tag |
Tsum Valley Restricted Area Permit (RAP)
Das Tsum Valley benötigt, wie erwähnt, ein eigenes Restricted Area Permit (RAP) zusätzlich zum Manaslu-RAP.
| Saison | Grundgebühr (erste 7 Tage) | Zusätzliche Tage |
|---|
| Hauptsaison (Sep–Nov) | USD 40 pro Woche | USD 7 pro Tag |
| Nebensaison (Dez–Aug) | USD 30 pro Woche | USD 7 pro Tag |
Übersicht der Permit-Gebühren auf der offiziellen Webseite von Nepal Immigration
TIMS-Permit
Ein Lichtblick bei der ganzen Permit-Bürokratie: Die TIMS-Karte ist für den Manaslu Circuit nicht erforderlich, da du bereits ein Restricted Area Permit (RAP) hast. TIMS ist dazu da, den Eintritt und die Aufenthaltsorte ausländischer Touristen in den Trekking-Gebieten nachzuvollziehen. Das wird beim Manaslu Circuit glücklicherweise bereits durch das RAP abgedeckt.
So bekommst du die Permits
Die Vergabe der Permits ist recht unkompliziert, da alles über den Guide/die Agentur läuft. Benötigt wird folgendes:
- Genaue Daten mit Start und Ende des Trek
- Kopie deines Reisepasses
- Kopie deines Visums für Nepal
- Versicherungsnummer deiner Auslandskrankenversicherung
Der Antrag wird dann von der Agentur beim Department of Immigration gestellt und die Bearbeitung geht auch recht schnell. In der Regel hast du die nötigen Permits innerhalb von 24 Stunden.

Sicherheit im Notfall: Reiseversicherung
Eine Auslandskrankenversicherung, die Höhenrettungen und Bergungen abdeckt, ist beim Manaslu Circuit Pflicht. Die Agenturen fragen bereits während der Beantragung der Permits danach. Grund dafür: Im Ernstfall werden Trekker häufig per Helikopter evakuiert – die Einsätze kosten schnell mehrere tausend Euro.
Darauf solltest du achten:
- 🛟 Bergungs-, Rettungs- und Transportkosten sind abgedeckt
- 🏔️ Die Versicherung gilt auch in großen Höhen (mindestens bis 5.000 m, besser ohne Höhenlimit)
- 💰 Die Deckungssumme ist ausreichend hoch (mind. 10.000–15.000 €)
- 📞 Es gibt eine 24 Stunden erreichbare Notfall-Hotline
Eine gute Option ist die Auslandskrankenversicherung TravelSecure* der Würzburger Versicherung. Sie bietet eine Deckungssumme von 15.000 € und gilt für Reisen bis 56 Tage. Optional kannst du die Deckungssumme mit einer zusätzlichen Bergsportversicherung um 7.500 € erhöhen. Die 15.000 € Basisdeckung bieten aber bereits einen soliden Schutz.
💡 Tipp: Der Alpine Sicherheitsservice ASS vom DAV und ÖAV deckt weltweit Bergungskosten, allerdings nur bei selbst organisierten Touren. Der Trek mit einer Agentur wird als Pauschalreise gewertet und nicht abgedeckt. Für den Manaslu Circuit ist der ASS also nicht ausreichend.
Beispielrechnung: Permits für den Manaslu Circuit ohne Tsum Valley
Zur Verdeutlichung der gesamten Permit-Kosten habe ich hier mal eine Beispielrechnung für den Manaslu Circuit ohne Tsum Valley im Oktober (Hauptsaison) aufgeführt. Wir gehen hier von einem 12-tägigen Trek aus. Du zahlst dabei insgesamt etwa USD 240 pro Person an Permitgebühren.

Ghost Permits
Offiziell sind mindestens zwei Ausländer vorgeschrieben, die zusammen trekken. Man kann den Manaslu Circuit aber auch als Solo-Wanderer mit Guide machen – möglich macht’s das sogenannte Ghost Permit. Das ist ein Trick, bei dem du von der Agentur eine zusätzliche Person für das Restricted Area Permit registrieren lässt. Diese Person läuft dann am Ende aber gar nicht mit, sie existiert auf dem Trek also nur als „Geist“.
💡 Tipp: Das Ghost Permit ist nur für die Restricted Area erforderlich, nicht für die Schutzgebiete (MCAP, ACAP). Es ist ausschließlich über eine Agentur erhältlich, da die Vergabe von RAP-Permits über das Department of Immigration läuft – ausländische Individual-Trekker dürfen dort gar keine Anträge stellen. In der Regel läuft es so ab, dass die Agenturen die entsprechenden Kontakte haben und dann eine zusätzliche Person beim Antrag registrieren.
Meine Empfehlung: Ghost Permits sind eher eine Notlösung für Leute, die unbedingt alleine gehen wollen oder auf die Schnelle niemanden finden, um den Trek zusammen zu machen. Es ist aber recht teuer (175 – 250 Euro zusätzlich). Ich persönlich würde daher eher nach anderen Möglichkeiten suchen. Besser ist sich einer Gruppe anzuschließen oder vor Ort nach Mitwanderern zu suchen.
Was du z.B. machen kannst:
- In der Agentur fragen, ob noch ein Platz in einer Gruppe frei ist – die meisten Agenturen bieten diese Option an und gerade bei einem beliebten Trek wie dem Manaslu Circuit ist das eine sichere Option.
- Vorher in Nepal-Facebook-Gruppen fragen – wird sehr häufig gemacht, relativ gute Chance, jemanden zu finden.
- Spontan vor Ort im Hostel/Hotel fragen – eher eine Notfalloption für ganz Kurzentschlossene, aber es gibt genügend Leute in Nepal, die so ihren Trekking-Partner gefunden haben.

So findest du einen Guide für den Manaslu Circuit
Einen Trekking-Guide in Nepal zu finden ist ein Thema für sich, zu dem ich hier auch demnächst einen eigenen Blogbeitrag veröffentlichen werde. Beim Manaslu Circuit ist es aber nicht allzu kompliziert, da die Tour erstens sehr beliebt ist und zweitens auch nicht zu schwer. Es gibt also ausreichend willige Guides und jede Agentur hat den Trek in ihrem Portfolio.

Im Prinzip hast du drei Optionen:
- Selbst einen Guide suchen (ohne Agentur)
- Komplett-Paket mit internationaler Reiseagentur buchen
- Agentur vor Ort suchen
Selbst einen Guide suchen
Diese Option bietet sich vor allem dann an, wenn du bereits einen Kontakt hast, der dir einen Guide empfehlen kann. Du kannst diesen Guide dann anschreiben oder anrufen und fragen, ob er Zeit hat. Viele Trekker, die schon einmal mit einem Guide in Nepal unterwegs waren, gehen dann auch immer wieder mit diesem ganz bestimmten Guide – ich würde das übrigens auch so machen.
💡 Tipp: Die Kosten für einen Guide auf dem Manaslu Circuit betragen etwa 25-35 Dollar/Tag.
Komplett-Paket mit internationaler Reiseagentur buchen
Viele der großen Reiseagenturen (Hauser, DAV Summit Club etc.) bieten Nepal-Trips an. Das ist sehr unkompliziert, da man den Trek dann wie eine Pauschalreise bucht. Du suchst dir ein Paket auf der Webseite raus, bezahlst schon in Deutschland für den Trip, der Rest wird einschließlich Anreise, Hotels etc. von vorne bis hinten organisiert. Es hat aber auch einen großen Nachteil: Die Pauschal-Angebote sind deutlich teurer. In der Regel zahlst du mindestens doppelt so viel wie bei einer lokalen Agentur, teilweise sogar noch mehr.

Agentur vor Ort suchen
Die letzte Option finde ich persönlich empfehlenswert: Den Trek über eine lokale Agentur organisieren, z.B. in Kathmandu. Genau so habe ich das auch gemacht, es ist meiner Meinung nach auch die einfachste Option, wenn man nicht bereits einen bestimmten Guide kennt. Einerseits ist es viel preiswerter, weil du die lokalen Preise zahlst, außerdem kannst du ggf. vorher auch schon mal den Guide kennenlernen.
Viele der lokalen Agenturen haben inzwischen auch ihren eigenen Webauftritt*. Du kannst den Trek also genau wie bei den internationalen Anbietern schon von zu Hause aus buchen. Die Kommunikation erfolgt dann per WhatsApp, Videocall oder Telefon. Am besten ist es, mehrere Anbieter zu vergleichen (mindestens 3-4).
Achte dabei auf die folgenden Punkte:
1. Ist der Guide lizenziert?
Wie erwähnt brauchst du für den Manaslu Circuit einen offiziell registrierten Guide. Das ist insofern wichtig, da es auch Einheimische gibt, die als Führer arbeiten, aber gar keine Lizenz besitzen. Lass dir also die Guide-Lizenz zeigen (ID-Karte des Ministry of Culture, Tourism and Civil Aviation mit Passfoto des Guides) oder zumindest glaubhaft bestätigen, dass es sich um einen staatlich registrierten Trekking Guide handelt.
2. Was ist im Preis des Treks enthalten?
Hier am besten gut aufpassen, damit später nicht unerwartete Zusatzkosten auftauchen. In der Regel sollte für einen Trek mit Guide, den du über eine Agentur buchst, folgendes im Preis enthalten sein:
- 💰 komplettes Guide-Gehalt
- 🛡️ Versicherungen für den Guide
- 🎟️ Permits (RAP, MCAP, ACAP)
- 🚐 Transport nach Maccha Khola und von Dharapani zurück
- 🍽️ Unterkunft und Verpflegung des Guides (in Nepal so üblich)
- 🎒 ggf. Träger/Porter für Gepäck
- 📍 das Chumnubri Local Permit (1.000 NPR) wird vor Ort in Jagat bezahlt
Viele der preiswerteren Angebote wirken im ersten Moment extrem günstig. Das liegt häufig daran, dass sie keine Permitgebühren, Kosten für die Unterkünfte oder den Transport enthalten. Kläre das daher vorher und denk immer dran: Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es meistens auch!

3. Erfahrung mit der Route
Frage hier ganz konkret über die Erfahrungen des Guides auf dem Manaslu Circuit. Das ist vor allem dann wichtig, wenn du keine/wenig Erfahrung mit großen Höhen hast. Ein Guide, der einfache Wanderungen à la Poon Hill führt, ist nicht unbedingt die richtige Person, falls Probleme mit der Akklimatisierung, AMS-Symptome etc. auftreten.
Kläre vorher:
- 🔁 Wie oft war der Guide schon auf dem Manaslu Circuit?
- ⛰️ Ist er schon mehrmals über den Larke Pass gegangen?
- 📅 War er in der jeweiligen Saison dort, in der du gehen willst?
Ideal ist, wenn die Agentur regelmäßig Treks in der Manaslu Conservation Area macht – die Guides kennen dann gute Teahouse oder Alternativen, falls die Pläne sich unterwegs ändern. Das ist übrigens ein weiterer Punkt, den du klären kannst: Wie flexibel ist die Planung insgesamt? Kannst du mitentscheiden, in welchem Teahouse ihr übernachtet? Hast du ein Mitspracherecht bei Pausen? Das sind Kleinigkeiten, aber genau hieran entzünden sich erfahrungsgemäß die Konflikte.

4. Sympathie & Kommunikation
Ein Faktor, den man auch nicht unterschätzen darf, ist die allgemeine Sympathie – immerhin verbringst du 10–14 Tage gemeinsam mit dem Guide auf dem Trail. Das sollte also auch menschlich passen. Die meisten Nepali sind zum Glück von Natur aus sehr umgänglich. Aber achte trotzdem auf die folgenden Sachen:
- 🗣️ Spricht der Guide gut Englisch?
- 🥾 Macht er einen kompetenten Eindruck?
- ❓ Fühlst du dich ernst genommen?
Natürlich kann man nach einem einzigen Gespräch nicht mit 100%iger Gewissheit klären, dass alles gut laufen wird. Aber meistens sagt uns ja unser Bauchgefühl und der erste Eindruck, ob das passen könnte und das spielt hier schon auch eine Rolle.
Mein persönlicher Tipp
Schau beim Verhandeln nicht ausschließlich auf den Preis. Es gibt in Kathmandu hunderte von Agenturen. Durch den starken Wettbewerb besteht die Neigung, die Konkurrenz mit immer niedrigeren Preisen zu unterbieten. Extrem niedrige Preise bedeutet häufig aber auch eine schlechte Bezahlung und/oder eine fehlende Versicherung der Guides. Die Guides haben es in Nepal ohnehin schon nicht gerade leicht. Daher sollte der Preis so gestaltet sein, dass es am Ende für alle fair ist: für dich, für den Guide und für die Agentur.
An dieser Stelle eine ganz persönliche Empfehlung von mir: die kleine aber feine Trekking-Agentur Ammonite Adventures, mit der ich den Manaslu Circuit organisiert habe. Das war die vierte Agentur, mit der ich in Kathmandu gesprochen hatte und da treffen erfreulicherweise alle Anforderungen zu, die ich hier beschrieben habe.

Krishna, der Besitzer der Agentur, hat uns direkt ein gutes Angebot für 10 Tage gemacht, mit dem wir zufrieden waren. Unser Guide Prakash machte auch einen aufgeweckten Eindruck. Außerdem wurde er fair bezahlt, er hatte eine Versicherung und war offiziell registriert. Alle Kosten wurden sauber aufgeschlüsselt, Permits, Transport und Unterkünfte waren klar geregelt. Das war für mich der Sweet Spot – kein Billigangebot, sondern ein guter lokaler Preis.
Was aber noch wichtiger war: Abgesehen vom Finanziellen hatten wir am Ende einfach eine wirklich gute Zeit zusammen auf dem Trek.

Ich hatte im Vorfeld durchaus Bedenken, weil ich ja sonst nie mit Guides gehe. Aber hier hat einfach alles gepasst – gute Kommunikation, menschliche Sympathie und viel Freiraum. Wir waren jeden Tag flexibel und haben unsere Pläne auch mal geändert. Es hat sich nie so angefühlt, als ob wir nur ein festes Programm abspulen. Genau so sollte das sein – auch wenn es leider nicht überall so ist. Falls ich nochmal einen geführten Trek in Nepal machen sollte, weiß ich auf jeden Fall, an wen ich mich wenden werde.
Geführter Manaslu Circuit mit lokaler Agentur
10 oder 12 Tage – inkl. Guide, Permits & kompletter Organisation
10-Tage Tour ansehen* 12-Tage Tour ansehen*Manaslu Circuit Kosten & Budgetplanung
Die nächste große Frage: Wie teuer ist der Manaslu Circuit? Das hängt vor allem davon ab, wie du den Trek organisierst:
- 🏢 mit lokaler Agentur (preiswert)
- 🥾 individuell mit eigenem Guide (preiswert)
- ✈️ mit einer internationalen Reiseanbieter (teuer)
Bei den internationalen Reiseagenturen gehen die Preise für ein Komplettangebot ab etwa 3.000 Euro los, teilweise ist der Flug schon inbegriffen. Wenn du den Trek lokal organisierst, ist es viel preiswerter, meist um die 1.200 – 1.500 Euro.
Mit einem günstigen Flug (700- 1.000 Euro bei rechtzeitiger Buchung) kannst du mit lokalen Anbietern also bis zu 1.000 Euro sparen – ohne, dass sich großartig etwas an den Leistungen ändert. Die Reiseagenturen arbeiten letztendlich auch nur mit den lokalen Anbieter zusammen. Im Endeffekt zahlst du hier rein für die Vermittlung.

Preise für einen 12-tägigen Manaslu Circuit Trek
Wir haben den Trek als Komplett-Paket gebucht und für einen 12-tägigen Trek 1.200 Euro bezahlt. Ich habe mir unterwegs aber die Preise der Lodges, Übernachtungen, Essen etc. angeschaut und notiert. Im Folgenden daher eine Übersicht der zu erwartenden Kosten, wenn du den Trek komplett selbst organisieren würdest.
Ich gehe dabei von folgendem Szenario aus:
- 12 Tage
- 1 Guide
- Kein Träger
- Übernachtung in normalen Teahouses

🏠 Unterkunft pro Nacht
Die Unterkünfte auf dem Manaslu Circuit sind wie überall in Nepal preiswert. Rechne mit etwa 5-10 Euro pro Tag. In den höheren Lagen ist es tendenziell etwa teurer. Wir gehen hier mal durchschnittlich von 8 Euro aus.
🍛 Essen & Getränke pro Tag
Verpflegung ist der größte variable Kostenpunkt, da es davon abhängt, wie viel du konsumierst. Auch hier wird es teurer, je höher du kommst, da ab Jagat/Philim alles getragen oder per Maultier transportiert wird.
Durchschnittlich kannst du diese Kosten erwarten:
- Frühstück: 6–8 Euro
- Mittagessen: 8–12 Euro
- Abendessen: 10–15 Euro
- Tee, Snacks, Wasser: 5–8 Euro
Insgesamt würde ich mit etwa 30-35 Euro/Tag rechnen.
🧭 Guide-Kosten pro Tag
Der Tageslohn für einen lizenzierten Guide liegt auf dem Manaslu Circuit bei 25–35 Euro pro Tag. Darin enthalten sind das Gehalt des Guides, die Versicherung sowie Unterkunft und Essen des Guides.
Durchschnitt: 30 Euro
📊 Tageskosten: Manaslu Circuit mit 1 Guide
| Posten | Ø pro Tag |
|---|---|
| Unterkunft | 8 Euro |
| Essen & Getränke | 30 Euro |
| Guide | 30 Euro |
| Gesamt pro Tag | ≈ 68 Euro |
💰 Zusätzliche einmalige Kosten
Zusätzlich zu den laufenden Kosten kommen noch die Gebühren für die Permits und der Transport.
🎟️ Permits (Hauptsaison, 12 Tage)
- RAP: ~175 Euro
- MCAP: ~30 Euro
- ACAP: ~30 Euro
- Chumnubri Permit: ~10 Euro
Gesamt: ca. 245 Euro
🚐Transport
- Bus Kathmandu → Soti Khola / Maccha Khola: 30 Euro
- Jeep Tilche → Dharapani → Besisahar → Bus nach Kathmandu: 40 Euro
Gesamt: ca. 70 Euro
📊 Gesamtbudget: Manaslu Circuit (12 Tage)
| Kosten | Betrag |
|---|---|
| Laufende Kosten (12 × 68 €) | 816 € |
| Permits | 245 € |
| Transport (Hin- & Rückfahrt) | 70 € |
| Gesamtkosten Trek | 1.131 € |
Dazu würde ich folgendes kalkulieren:
- Trinkgeld für Guide (üblich ca. 100–150 Euro)
- Puffer für Snacks, heiße Duschen, WLAN, Laden von Geräten (150-200 Euro)
Für einen 12-tägigen Trek auf dem Manaslu Circuit würde ich einschließlich aller Kosten also mit ungefähr 1.400 – 1.500 Euro kalkulieren. Das ist dann kein übertriebener Luxus, aber komfortabel und mit ausreichend Puffer für unvorhergesehene Ausgaben.

Trinkgelder für die Guides
Das ist eine Frage, die immer wieder aufkommt: Wie viel soll ich dem Guide denn an Trinkgeld geben? Daher hier noch ein paar Worte dazu.
Zunächst mal ist es so: Es gibt keine Verpflichtung, dem Guide ein Trinkgeld zu geben. Das erfolgt rein auf freiwilliger Basis – eigentlich. Es machen aber trotzdem fast alle Trekker, weil das in Nepal seit Jahrzehnten eine fest etablierte Tradition ist: Die internationalen Kunden geben den einheimischen Führern nach dem Ende des Treks ein Trinkgeld, um ihre Wertschätzung auszudrücken.
Wieviel du selbst gibst, würde ich von den folgenden Punkten abhängig machen:
- ⭐ Wie zufrieden warst du insgesamt mit dem Guide?
- 🔄 Ist der Guide auf deine Wünsche eingegangen (flexible Etappenplanung, Auswahl der Lodges etc.)?
- ❓ War er engagiert und hat er dich bei Problemen unterstützt?
Ein guter Richtwert für Trinkgelder sind 10-15 % des Guidegehalts. Üblicherweise wird das Geld am letzten Trekkingtag oder beim Abschiedsessen in bar übergeben. Dazu noch ein paar nette persönliche Worte – das sollte nicht allzu schwer fallen, denn auf dem Trek lernt man sich ja ganz gut kennen.

Du musst natürlich nicht zwangsweise Geld geben, sondern kannst dem Guide auch anderweitig eine Freude machen. Viele Kunden verschenken Ausrüstung oder Wanderschuhe. Vielleicht erfährst du ja auch, dass es irgendetwas gibt, dass sich der Guide schon lange wünscht.
Ich habe unserem Guide Prakash z.B. nach dem Trek eine Lederjacke in Kathmandu gekauft. Das hatte zwar rein gar nichts mit Trekking oder Bergsteigen zu tun, aber ich wusste, dass er sich die Jacke sehnlichst gewünscht hat. Und ich fand das eine schöne Geste, besser als einfach nur Geld zu geben.
Anreise + Transport
Die Anfahrt zum Manaslu ist unkompliziert, da das in der Regel vom Guide/der Agentur organisiert wird. Daher hier nur ein paar allgemeine Infos.
Startpunkte des Manaslu Circuit
Früher startete der Manaslu Circuit in Arughat Bazar am Eingang des Budhi-Gandaki-Tals. Allerdings wurde das Tal inzwischen mit Straßen erschlossen, viele Trekker starten daher in Maccha Khola (ca. 20 km nördlich von Arughat). Die Jeep-Piste reicht inzwischen aber noch weiter. Ein weiterer möglicher Startpunkt ist Jagat am Eingang der Manaslu Conservation Area (ca. 15 km hinter Maccha Khola).
Derzeit fahren die Jeeps bis Philim (ca. 5 km hinter Jagat), teilweise starten dort auch Leute. Damit verkürzt sich der Trek um etwa 1-2 Tage. Wir selbst sind in Maccha Khola losgelaufen, erfreulicherweise wandert man aber nicht nur auf Pisten, da es Alternativrouten auf der anderen Seite des Flusses gibt.
Am ersten Tag (Maccha Khola – Jagat) sind wir etwa 6 km entlang der Piste gewandert, am zweiten Tag (Jagat – Pewa) etwa 5 km – das waren jeweils etwa 2 Stunden. Der Rest verlief über schöne Naturwege. Ich würde also nicht sagen, dass man den unteren Teil unbedingt überspringen muss. Maccha Khola ist immer noch ein guter Startpunkt und das wird voraussichtlich auch so bleiben. Selbst wenn die Jeep-Piste in Zukunft verlängert wird, bleiben die Alternativ-Routen bestehen.

Ende des Manaslu Circuit
Das klassische Ende des Manaslu Circuit war Dharapani im Marsyangdi-Tal, einer der bekannten Etappenorte auf dem Annapurna-Circuit. Tatsächlich beenden die meisten Leute den Trek heute aber in Tilche (ca. 5 km vor Dharapani) – haben wir auch so gemacht. Von Tilche führt eine ausgebaute Jeepstraße nach Dharapani, zum Wandern ist das nicht so spannend. Fahrzeuge werden entweder vorher organisiert oder man nimmt einen der wartenden Jeeps in Tilche, es gibt da genug.
Anfahrt
Für die Anfahrt gibt es zwei Optionen:
- 🚙 Jeep
- 🚌 Öffentlicher Bus
Die Jeeps werden von der Agentur organisiert. Viele Trekker fahren aber mit dem Bus an (wir auch). Für die Fahrt von Kathmandu nach Maccha Khola haben wir etwa 10 Stunden gebraucht. Die Fahrt führt zunächst in westlicher Richtung durch das Trishuli-Tal. Bei Mugling zweigt man dann in die Berge ab und fährt über Ghorka Richtung Arughat Bazar. Nach einem kurzen Zwischenstopp geht’s dann in ca. 2 Stunden nach Maccha Khola.
Mit dem Jeep wird die Fahrt voraussichtlich etwas kürzer dauern (8-9 Stunden). Aber es hängt auch viel von den Straßenverhältnissen ab. Und sobald man den gut ausgebauten National Highway im Trishuli-Tal verlässt, verläuft die Route im letzten Abschnitt auf ziemlich rumpeligen Schotterpisten. Das dauert – auch mit dem Jeep.
Abfahrt
In Dharapani stehen Jeeps bereit, die in ca. 4-5 Stunden bis Besisahar fahren. Die Strecke ist immer noch in relativ maroden Zustand, obwohl in den letzten Jahren viel gebaut wurde. Besisahar ist mit Bussen gut an die übrigen Städte in Nepal angebunden. Nach Kathmandu dauert die Fahrt etwa 9-10 Stunden, nach Pokhara 3-4 Stunden. Die komplette Rückfahrt wird im Normalfall schon vorher vom Guide/Agentur organisiert.

Unterkünfte & Verpflegung unterwegs
Der Manaslu Circuit ist ein klassischer Teahouse Trek, d.h. du übernachtest jeden Abend in einer lokalen Unterkunft. Die Manaslu Conservation Area wurde allerdings erst 1992 für den organisierten Trekking-Tourismus geöffnet. Dementsprechend hinkt die Entwicklung ein wenig den bekannten Treks in der Annapurna-Region oder am Everest hinterher. Der Standard ist ein bisschen niedriger – trotzdem gibt es sehr viele schöne Lodges.

Ausstattung der Lodges
Im Großen und Ganzen gleichen sich die Unterkünfte, die Unterschiede betreffen höchstens Details. Was es in jeder Lodge gibt:
- Großer Essens-/Gemeinschaftsraum mit Ofen
- Zimmer zum Schlafen für die Trekker, teilweise mit eigenem Bad
- Zimmer zum Schlafen für die Guides und Porter
- Küchenbereich (auch zum Aufenthalt für die Guides)
Die Lodges im unteren Bereich des Manaslu Circuit (bis Jagat) sind relativ modern, fast schon auf dem gleichen Niveau wie auf dem Annapurna Circuit. Danach wird es etwas spartanischer, vor allem in Samagaon war unsere Lodge ziemlich einfach. Interessanterweise war die Unterkunft in Samdo, dem letzten Dorf vor dem Pass, dann aber wieder etwas komfortabler.

Der Ofen in den Aufenthaltsräumen wird meistens ab Nachmittag beheizt. Dann wird es nämlich kühl, vor allem ab Namrung. Die Schlafzimmer sind unbeheizt, auf Wunsch werden aber zusätzlich zu den vorhandenen Decken weitere Decken bereitgestellt. Elektrisch beheizte Decken und ähnlichen Luxus wie in Manang habe ich nirgends auf dem Manaslu Circuit gesehen.
💡 Tipp: In der Regel entscheiden die Guides, wo übernachtet wird. Zumindest bei uns war es aber so, dass wir ein Mitspracherecht hatten. Wenn wir darauf bestanden hätten, hätten wir immer auch woanders übernachten können.
Dharmasala/ Larke Phedi
Die letzten Lodges vor dem Pass befinden sich in Dharmasala/ Larke Phedi. Das ist kein Dorf, sondern einfach eine Ansammlung von einfachen Hütten. Das Wort Dharmasala/Dharamsala bezeichnet auf dem indischen Subkontinent eine Herberge für Reisende und das ist auch der ursprüngliche Zweck dieses Ortes: Ein letzter Rastplatz vor dem Pass.

Dharmasala hat auf dem Manaslu Circuit nicht den besten Ruf – was den Komfort angeht, kann ich das auch nachvollziehen. Wir haben die Nacht in einer Art Blechverschlag verbracht, in dem auf dem Boden ein paar Matratzen ausgebreitet waren. Das Bad war ein weiterer Verschlag, fließendes Wasser gab es im November auch nicht – es war aber eh viel zu kalt zum Waschen. Alles in allem nicht die gemütlichste Nacht meines Lebens.
Andererseits darf man sich aber freuen, dass es hier überhaupt Lodges gibt. Unser Guide Prakash hat uns erzählt, dass die Touristen vor 10 Jahren hier noch zelten mussten – die Guides machen das auch heute noch so. Für mich war es okay, da ich sowieso öfter zelte und keinen großen Luxus brauche. Alle anderen dürfen sich hier auf eine Nacht einfaches Leben einstellen – aber das gehört dazu und macht auch ein Stück weit den Reiz des Manaslu Circuit aus.

Essen
Wie in den anderen bekannten Trekking-Regionen Nepals haben die Lodges standardisierte Speisekarten. Es gibt also im Prinzip überall das Gleiche. Bei den Komplett-Paketen ist es in der Regel so, dass das Essen schon im Preis mit inbegriffen ist. Du bekommst:
- Frühstück
- Mittagessen
- Abendessen
Getränke und Snacks müssen selbst bezahlt werden, genauso wie zusätzliche Mahlzeiten. Unterwegs kommt man regelmäßig durch Dörfer, wo es kleine Läden gibt. Wie bei allen Treks in Nepal steigen die Preise mit der Höhe. Zur groben Orientierung hier ein Screenshot der Speisekarte in Doban, das war relativ weit unten
Und hier die Speisekarte in Dharmasala kurz vor dem Pass, das war die teuerste Lodge auf dem Trek:
Banken und Bargeld
Auf dem Trek selbst habe ich nur eine Bank mit ATM gesehen, nämlich in Philim. Dass die funktioniert ist allerdings nicht 100% sicher. Bring daher ausreichend Bargeld mit. Am besten ist, vorher in einer der größeren Städte (Kathmandu, Pokhara etc.) abzuheben, evtl. noch in Arugath Bazar. Kreditkarten werden in den Lodges auf dem Manaslu Circuit nicht akzeptiert.

Tagesausflüge & Akklimatisationsoptionen
Auf dem Manaslu Circuit gibt es eine ganze Reihe von Tagesausflügen, die bei der Akklimatisierung helfen und weitere Eindrücke der Region eröffnen. Ich habe leider nicht alle davon gemacht, da wir auf unserer 10-tägigen Tour ein relativ straffes Programm hatten. Dennoch will ich sie hier mal vorstellen. Es gibt auf jeden Fall genug zu sehen, dass einem auch in 14 Tagen nicht langweilig wird.
Vor dem Larke-Pass
Nubri Milarepa Park Namrung
Kurzer Spaziergang (ca. 20 – 30 min) zu einem kleinen Park oberhalb von Namrung mit Statuen von Buddha und berühmten tibetanischen Heiligen Milarepa.

Lho: Ribum Monastery
Buddhistisches Kloster in toller Lage auf einem Hügel oberhalb von Lho, fantastische Ausblicke auf Manaslu (ca. 2. Stunden).
Samagaon: Birendra Tal
Schöner Spaziergang zu dem Gletschersee direkt unterhalb von Manaslu. Am Aussichtspunkt gibt es ein kleines Teahouse (ca. 2 Stunden).

Samagaon: Manaslu Basecamp
Lange Höhenwanderung zum Manaslu Basecamp auf ca. 4.800 Meter mit fantastischen Aussichten auf die Gletscherfelder von Manaslu. Früh starten, für die komplette Tour braucht man ca. 6-7 Stunden.
Samagaon: Pungyen Gompa
Lange, aber etwas einfachere Wanderung entlang des Pungyen-Gletschers zur Pungyen Gompa auf ca. 4.000 Metern. Schöne Bergpanoramen, insgesamt etwas entspannter als die Tour zum Manaslu Basecamp (ca. 4-5 Stunden)

Samdo: Viewpoint
Kurze Wanderung zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Samdo auf knapp 4.200 m mit schönen Aussichten auf den Aufstiegsweg im Tal (ca. 1-2 Stunden)
Samdo: Grenzweg nach Tibet
Lange Tageswanderung auf dem historischen Karawanenweg zum Layung-La-Pass, 5.000 m, an der Grenze zu Tibet. Der Grenzübergang wird laut Einheimischen satellitenüberwacht, also besser nicht illegal überqueren (ca. 6 Stunden)
Dharmasala: Viewpoint
Kurzer Trip zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Dharmasala, 4.750 m, mit schönem Blick auf das Tal, das zum Larke-Pass führt (ca. 1-2 Stunden)
Nach dem Larke Pass
Bimthang: Ponkar Lake
Halbtageswanderung oberhalb von Bhimtang zum von riesigen Moränen eingekeilten Ponkar Lake. Verläuft teilweise auf dem Abstiegsweg vom Larke Pass, aber auf der normalen Route ist der See nicht zu sehen (ca. 4 Stunden)
Manaslu Circuit verlängern: Tsum Valley
Der Trek zum Tsum Valley ist eine beliebte Option, um den Manaslu Circuit zu verlängern und noch ein bisschen tiefer in die tibetisch geprägte Kultur der Region einzutauchen. Das Tsum Valley ist ein stark zerklüftetes Seitental des Nubri-Tals, das hinter Philim in nordöstlicher Richtung abzweigt und bis zur Grenze von Tibet reicht. Die traditionellen Verbindungs-Pässe über den Himalaya-Hauptkamm werden heute allerdings kaum noch genutzt, daher ist das Tsum Valley inzwischen keine Transit-Route mehr.

Trekker gehen üblicherweise bis Mu Gompa, dem letzten bewohnten Dorf im Tsum Valley, und passieren dabei eine Reihe von traditionellen Dörfern mit stark tibetanischem Einfluss. Anschließend geht es auf gleichem Weg zurück zum Haupttrail des Manaslu Circuit. Für den Abstecher planst du am besten 5-6 Tage ein. Die Gesamtdauer für den Manaslu Circuit verlängert sich mit Tsum Valley auf etwa 20 Tage Gesamtzeit.
Wir haben den Trip nicht gemacht, da ich persönlich nicht der größte Fan von Routen mit identischem Hin- und Rückweg bin. Unterwegs hatten wir allerdings zwei deutsche Mädels getroffen, die in den höchsten Tönen davon geschwärmt haben. Eventuell hätte es sich also doch gelohnt – vielleicht ein Fall für das nächste Mal…

Packliste für den Manaslu Circuit
Da wir auf dem Manaslu Circuit immer in Teahouses übernachten, kann die Packliste relativ minimalistisch ausfallen – Camping-Ausrüstung und größere Mengen an Proviant sind nicht erforderlich. Wichtig sind wie bei allen Nepal-Treks ausreichend warme Kleidung, gut eingelaufene Schuhe und ein bequemer Rucksack (40-50 Liter).
Je nach Veranstalter gehen manche Trekker mit Trägern (Porter). Wir haben das nicht gemacht und alles selbst im Rucksack getragen. Als Anregung hier meine konkrete Packliste mit allen Gegenständen:
🎒 Packliste Manaslu
Bekleidung
- 1-Zip-Trekking-Hose: Maier Sports Latit Zip-Hose*
- 1 Merino-Shirt: Icebreaker
- 1 Fleecepulli: Mountain Equipment Micro Zip Jacket*
- 2 Paar Merino-Unterwäsche: Icebreaker Cool-Lite Merino*
- 2 Paar lange Merino-Unterwäsche (zum Schlafen) Ortovox 185 Rock `N`Wool Pants*
- 1 Merino-Longsleeve (zum Schlafen): Icebreaker 200 Oasis Longsleeve*
- 1 Paar Wandersocken: Smartwool Hike Light Cushion Crew*
- 1 Buff: Buff Merino*
- 1 Sonnenhut: Northface Horizon Hut*
- Daunenjacke: Montbell Plasma 1000 Alpine Downparka*
- Regenjacke: Montbell Stormcruiser*
- 1 Paar dicke Wollsocken für abends
Ausrüstung
- GPS-Gerät zum Aufzeichnen: Garmin eTrex 32x
- GoPro + 2 Ersatzakkus: GoPro Hero 10*
- Stirnlampe: Petzl Actic Core*
- Trekkingstöcke: Helinox Ridgeline LB120 SA*
- Packsack: Sea to Summit Ultra-SIL Dry Bag 20 l*
- Powerbank: Anker PowerCore 10000mAh*
- Smartphone: Google Pixel 7*
- Ladekabel für Smartphone
- eBook-Reader
Sonstiges
- Woll-Handschuhe
- Sonnenbrille (für die Schneefelder rund um Pass)
- Microspikes (vorher in Pokhara gekauft, ca. 5 Euro)
Noch ein paar Anmerkungen dazu:
Schlafsack
Da wir in der zweiten Novemberhälfte unterwegs waren, wusste ich, dass es oberhalb von 3.500 Metern abends kalt wird. Daher habe ich meinen üblichen Daunenquilt Katabatic Alsek* mitgenommen (Komfort: – 10° C). Das war völlig ausreichend, selbst in Dharmasala konnte ich damit eine warme und (halbwegs) komfortable Nacht verbringen.
Wir haben unterwegs einen kroatischen Trekker ohne Schlafsack kennengelernt, der einfach immer nur die Decken genommen hat. Das geht schon, hängt aber stark vom persönlichen Kälteempfinden ab. Im Herbst würde ich persönlich nicht ohne Schlafsack gehen wollen. Im Frühjahr ist es evtl. eine Option. In Dharmasala wird es aber zu jeder Jahreszeit kalt sein. Wenn du schnell frierst, würde ich hier zumindest einen leichten Schlafsack mit Komfort 0°C mitnehmen.

Schuhe
Als Schuhe hatte ich leichte Trailrunner von Columbia dabei (im Sommer in Ladakh gekauft, Modell unbekannt). Das hat gereicht, da wir nur bei der Passüberquerung durch Schnee gelaufen sind und die Wege technisch einfach sind. Die Microspikes waren allerdings extrem hilfreich beim verschneiten Abstieg beim Pass – das wäre ohne eine einzige Rutschpartie geworden.
Generell sind Schuhe eine sehr persönliche Sache. Ich will hier daher auch keine konkreten Modelle empfehlen. Mein Tipp wäre aber: Fixiere dich nicht ausschließlich auf Trekkingstiefel und anderes schweres Schuhwerk. Für die meisten Trekking-Routen in Nepal reichen leichte Wanderschuhe, ob mit oder ohne Schaft ist dann eine Frage der persönlichen Vorliebe. Bergstiefel für technisches Gelände o.ä. sind beim normalen Trekking völlig fehl am Platz.
Ausrüstungs-Fail
Im Großen und Ganzen hat meine Ausrüstung gepasst. Der einzige nennenswerte Fail waren meine Stoff-Handschuhe, die nicht warm genug waren. Ich habe sie nur einmal gebraucht, nämlich bei der Passüberquerung und da habe ich mir ziemlich die Hände abgefroren. Zum Glück war Prakash nett genug mir für den Tag seine dicken Handschuhe auszuleihen – ansonsten wäre es ziemlich ungemütlich geworden.

Beste Reisezeit und Klima für den Manaslu Circuit
Die beste Reisezeit für den Manaslu Circuit ist die gleiche wie für die meisten Nepal-Treks: Frühling (März – Mai) und Herbst (Oktober–November). In diesen Monaten sind die Bedingungen im Himalaya am stabilsten.
🌸 Frühling (Mitte März–Anfang Mai)
- Angenehme Temperaturen
- Klare Sicht am Vormittag
- Etwas grüner und Blütezeit, vor allem in tieferen Lagen
- Gute Bedingungen am Larke-Pass
✅ Vorteil: Wärmer als im Herbst, in den tiefen Lagen besonders schön
❌ Nachteil: Ab Ende April kann es dunstiger werden
🍁 Herbst (Mitte Oktober–Ende November)
- Sehr klare Sicht nach der Monsunzeit
- Sehr stabile Wetterverhältnisse
- Beste Fernsicht auf die umliegenden Gipfel rund um den Manaslu
- Gute Bedingungen für den Pass
✅ Vorteil: Beste Sicht des Jahres
❌ Nachteil: Hauptsaison – etwas mehr Trekker unterwegs

Noch ein paar Anmerkungen und persönliche Erfahrungen: Wir waren in der zweiten Novemberhälfte unterwegs. Ab Lho wurde es nachts schon sehr kalt (leichte Minusgrade), beim Passübergang herrschten in den frühen Morgenstunden arktische Temperaturen (zwischen – 5 und –10° C) und der Weg war komplett verschneit.
Ich hatte zudem den Eindruck, dass im oberen Nubri-Tal ein eher kühles, kontinentales Klima herrscht, vermutlich bedingt durch die Nähe zum Hochland von Tibet. Nachdem wir den Larke-Pass überquerten wurde es schlagartig wärmer. Der Pass kam mir fast wie eine Art Klimascheide vor – auf der einen Seite das raue Klima Tibets, auf der anderen Seite die typisch subtropischen Temperaturen Nepals.
Im Frühling ist das vielleicht nicht ganz so stark ausgeprägt. Allerdings kann der Larke-Pass Anfang April noch verschneit sein. Bei meinem ersten Trip auf dem Annapurna Circuit vor einigen Jahren traf ich in Dharapani damals Leute, die mir erzählten, dass sie bei der Überquerung durch meterhohen Schnee laufen mussten.

Praktische Tipps für unterwegs & FAQ
Zum Abschluss noch ein paar letzte Tipps, die für deine Planung hilfreich sein können.
- 📱 Handyempfang & WLAN: Ab Jagat gibt es kaum Netz und wenn dann eher mit dem Anbieter NCell. WLAN ist gegen Gebühr aber in den meisten Lodges verfügbar. Falls du eine Karten-App verwendest, denke an Offline-Karten.
- 🔌 Strom & Laden von Geräten: Wir konnten in den meisten Zimmer unsere Geräte aufladen, ein spezieller Adapter ist für Nepal nicht erforderlich. Manchmal sind die Steckdosen aber sehr wackelig, eine Powerbank zur Sicherheit ist sinnvoll.
- 💰 Bargeld: Bring ausreichend Bargeld mit, ich habe nur eine einzige Bank auf dem Trek gesehen und zwar in Philim. Dass sie funktioniert ist aber nicht 100% sicher.
- 🚿Duschen & Hygiene: Viele der Lodges verlangen eine geringe Gebühr für warme Duschen (200 – 300 NPR, in den höheren Lagen teurer). In Dharmasala habe ich keine Dusche gesehen.
- 🥾 Microspikes: Sind vor allem im Herbst sinnvoll, der Guide kann das schon vor dem Trek einschätzen. Microspikes bekommst du preiswert in Kathmandu/Pokhara (5-10 Euro).
- ♻️ Müll & Umwelt: Es gibt vereinzelt Mülleimer. Dennoch ist es besser, den eigenen Müll wieder mitzunehmen und keine Einweg-Plastikflaschen zu verwenden. Eine gute Alternative sind Wasseraufbereitungs-Tabletten oder ein Filter.
Wie schwer ist der Manaslu Circuit?
Der Manaslu Circuit ist ein mittelschwerer Trek. Technisch sind die Wege überwiegend einfach, es gibt keine Kletterpassagen oder ausgesetzten Gratabschnitte. Die größte Herausforderung ist die Höhe: Der Larke Pass liegt auf 5.106 Metern. Wenn du dir ausreichend Zeit zur Akklimatisierung nimmst und eine normale Grundkondition hast, sollte es keine Probleme geben.
Ist der Manaslu Circuit gefährlich?
Der Manaslu Circuit ist grundsätzlich sicher. Die größten Risiken sind Höhenkrankheit, plötzliche Wetterumschwünge am Larke Pass sowie vereinzelte Erdrutsch-Abschnitte im unteren Tal. Mit guter Akklimatisierung, einem lizenzierten Guide und einer passenden Reiseversicherung ist das Risiko aber sehr überschaubar.
Brauche ich für den Manaslu Circuit unbedingt einen Guide?
Ja. Für den Manaslu Circuit ist ein lizenzierter Guide zwingend vorgeschrieben, da das Nubri-Tal als "Restricted Area" gilt. Zusätzlich müssen offiziell mindestens zwei ausländische Trekker gemeinsam unterwegs sein. Solo-Trekking ist nur über eine Agentur mit sogenanntem „Ghost Permit“ möglich. Um die Organisation der erforderlichen Permits kümmert sich die Agentur.
Wie teuer ist der Manaslu Circuit?
Die Gesamtkosten für den Manaslu Circuit liegen je nach Länge des Aufenthalts zwischen 1.200 und 1.500 Euro für ca. 12 Tage. Darin enthalten sind Guide, Permits, Unterkünfte, Verpflegung und Transport innerhalb Nepals. Internationale Reiseveranstalter verlangen meist deutlich höhere Preise. Für die Permits allein bezahlst du in der Hauptsaison rund 240 US-Dollar pro Person.
Wie lange dauert der Manaslu Circuit?
Der Manaslu Circuit dauert in der Regel 12 - 14 Tage inklusive An- und Abreise. Reine Trekkingzeit sind meist 10 - 12 Tage. Wenn du zusätzliche Akklimatisierungstage einplanst oder einen Abstecher ins Tsum Valley machst, rechne mit 16 - 20 Tagen. Ein langsamerer Aufstieg fördert die Höhenanpassung und erhöht die Sicherheit am 5.106 Meter hohen Larke Pass.
Wann ist die beste Reisezeit für den Manaslu Circuit?
Die beste Reisezeit ist im Frühjahr (Mitte März–Mai) und im Herbst (Ende Oktober–Dezember). Besonders im November sind die Sichtverhältnisse hervorragend. Allerdings wird es dann bereits deutlich kälter, vor allem in höheren Lagen. Während der Monsunzeit (Juni–Anfang Oktober) ist der Trek aufgrund von Erdrutschen und schlechter Sicht nicht empfehlenswert.
Kann ich den Manaslu Circuit als Anfänger machen?
Ja. Mit normaler Grundkondition ist der Trek auch für Einsteiger gut machbar. Wichtig sind ein langsamer Aufstieg, genügend Akklimatisierungstage und eine realistische Selbsteinschätzung. Wenn du noch nie in großen Höhen unterwegs war, solltest du besonders auf Symptome der Höhenkrankheit achten.
Ist der Manaslu Circuit besser als der Annapurna Circuit?
Das kann man pauschal nicht sagen. Der Manaslu Circuit ist etwas weniger erschlossen, da große Teile noch nicht mit Straßen durchzogen sind. Zudem wirkt die Region geografisch und kulturell abgelegener. Der Annapurna Circuit ist logistisch einfacher und bietet mehr Komfort entlang der Route, dafür aber auch mehr Besucher. Landschaftlich sind beide Treks sehr reizvoll, die Bergpanoramen auf dem Manaslu Circuit sind vielleicht noch ein bisschen spektakulärer.

Mein Fazit zum Manaslu Circuit
Ich hatte vor dem Manaslu Circuit viele Fragen: Ist der Trek wirklich so toll wie alle sagen? Lohnt sich der Aufwand mit den ganzen erforderlichen Permits? Und wie ist es überhaupt, für mehrere Tage mit einem Guide durch die Gegend zu laufen, obwohl ich doch sonst viel lieber auf eigene Faust unterwegs bin?
Am Ende kann ich aber ehrlich sagen: Es war gut, dass ich hier mal über meinen Schatten gesprungen bin und einen geführten Trek gemacht habe. Die Landschaften waren großartig, die kulturellen Einblicke hochinteressant und die Bergwelt wirklich gewaltig. Der Manaslu Circuit ist ein Blockbuster mit dem Herz am rechten Fleck – ein Trek, der genau die richtige Mischung hinbekommt und den man einfach gut finden muss.
Natürlich bleibt die Frage, wie sich der Manaslu Circuit entwickeln wird. Der Straßenbau geht weiter, wahrscheinlich werden in Zukunft auch noch mehr Besucher kommen. Vielleicht ist es also keine schlechte Idee, den Trek eher früher als später zu machen. Ich war jedenfalls sehr froh, den Manaslu Circuit noch in dieser Form erlebt zu haben und kann nur empfehlen: Warte nicht zu lange – in ein paar Jahren wird das Nubri-Tal mit Sicherheit anders aussehen.

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zum Manaslu Circuit? Kennst du andere spannende Treks in Nepal? Oder bist du die Tour selbst schon mal gelaufen? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!














































































































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