Mardi Himal Trek: Der komplette Guide + Erfahrungsbericht

Der Mardi Himal Trek ist der fast schon ideale Kurztrek in der Annapurna-Region: Nicht zu schwer, tolle Aussichten, schnell erreichbar. Ich habe die Wanderung während meiner letzten Nepal-Reise zum zweiten Mal gemacht und war überrascht, wie gut mir die Tour diesmal gefallen hat. In meinem ausführlichen Reisebericht erfährst du, warum. Außerdem gibt's alle wichtigen Infos zur Planung.

In diesem Artikel:

Vor 10 Jahren kannten nur ein paar Eingeweihte den Mardi Himal Trek. Heute zählt er zu den beliebtesten Touren in der südlichen Annapurna-Region. Was ist da passiert? Nun, ganz einfach: Dieser Trek ist so gut, dass sich das früher oder später herumsprechen musste. Die Wege sind technisch einfach, die Landschaften extrem vielseitig und die Bergaussichten gigantisch: Es gibt kaum einen Trek auf dem man mit so wenig Aufwand solche Himalaya-Panoramen geschenkt bekommt.

Kein Wunder also, dass der Mardi Himal Trek sich schnell zu einem Klassiker entwickelt hat. Meine persönliche Beziehung zu dieser Wanderung ist allerdings etwas komplizierter. Ich bin die Tour bereits 2022 während meines ersten Nepal-Trips gegangen – direkt im Anschluss an den Annapurna Circuit und damals zu einer eher ungünstigen Reisezeit. Ende April war die Sicht miserabel, von den legendären Panoramen bekam ich kaum etwas mit. Entsprechend fiel mein Fazit damals etwas ernüchtert aus.

Zum zweiten Mal auf dem Mardi Himal Trek

Ganz losgelassen hat mich der Mardi Himal Trek trotzdem nie. Im Herbst 2025 war ich dann erneut in Pokhara und hatte ein paar Tage Zeit. Also habe ich mich spontan entschlossen, dem Mardi Himal eine zweite Chance zu geben. Vielleicht würde es dieses Mal besser laufen.

Kurzfassung: Es hat sich gelohnt. Und wie.

Diesmal konnte ich genau das erleben, wofür der Mardi Himal Trek bekannt ist: aussichtsreiche Höhenwege, abwechslungsreiche Berglandschaften und fünf Tage lang absolut geniale Blicke auf die verschneiten Gipfel der Annapurna-Region. Als Bonus konnte ich die Tour sogar noch über einen spannenden Schleichweg abseits der Hauptroute zu einer kleinen Rundwanderung erweitern.

TL;DR: Wenn du nur ein paar Tage Zeit hast und in die Bergwelt des Himalaya eintauchen willst, ist der Mardi Himal Trek eine der besten Optionen in Nepal.

Schauen wir uns die Tour also jetzt einmal genauer an!


Auf einen Blick:

  • 🌄 Anfängerfreundliches Lodge-Trekking mit einigen der besten Panorama-Aussichten der Annapurna-Region
  • 🧭 Länge: ca. 50 km
  • ⛰️ Höhenmeter: + 4.320, – 4.810 hm
  • 🥾 Dauer: 4-5 Tage
  • ⚠️ Schwierigkeit: leicht – mittel
  • 🔥 Abenteuerfaktor: mittel
  • 🏠 Übernachtung und Verpflegung in Gasthäusern am Weg
  • 📍 Kein Guide erforderlich
Mardi Himal Trek Wanderer blick auf die Annapurna Berge

Das erwartet dich auf dem Mardi Himal Trek

Dichte Bergwälder, tolle Aussichtspunkte über die grünen Hügel des Bergvorlands und nur zwei Tage später ein unvergessliches 360°-Panorama mit den schneebedeckten Gipfeln des Annapurna-Hauptkamms: Das ist der Mardi Himal Trek – eine Wanderung, auf der du das Maximum an Landschaft bei minimalem Zeitaufwand bekommst.

Ein weiteres Plus: Die Anfahrt von Pokhara ist sehr kurz, keine holprige 8-Stunden-Busfahrt wie nach Langtang und Co. Die Wege sind überwiegend einfache breite Trekkingpfade, die regelmäßig in Stand gehalten werden. Übernachtet wird in kleinen Lodge-Siedlungen, meist in aussichtsreicher Lage mit tollen Blicken auf die Berge. Kulturell hat der Trek nicht so viel zu bieten, dennoch ist er relativ stark besucht. Allerdings sind es nicht ganz so viele Touristen wie auf dem benachbarten Annapurna Basecamp Trek.

Ein einsamer Geheimtipp?

Wenn wir gerade von Touristen sprechen: Im Internet finden sich viele kommerzielle Anbieter, die den Mardi Himal Trek als „Geheimtipp“ oder „neu entdeckte Route“ bezeichnen. Das ist etwas irreführend. Die Route des Mardi Himal Trek wurde in den frühen 2.000er-Jahren von der Trekking-Organisation TAAN erkundet, die ersten Lodges entstanden um 2012. Vorher war der Trek ein reiner Camping-Trek und nur mit Zeltausrüstung möglich.

Inzwischen ist der Mardi Himal Trek ein typischer Nepali-Teahouse-Trek. Bei meinem ersten Besuch 2022 wurde an etlichen Stellen noch kräftig gebaut. Das ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Spätestens alle paar Kilometer kommst du an einer kleinen Siedlung mit Unterkünften vorbei. Diese Unterkünfte sind auch dringend nötig, denn der Trek ist in den letzten Jahren viel beliebter geworden, vor allem bei indischen und nepalesischen Touristen.

Wanderführer und topographische Karte

Meine Empfehlung: Himalayan Travel Guides – Trekking the Annapurna Circuit

Der exzellente Wanderführer „Trekking the Annapurna Circuit*“ ist das beste derzeit erhältliche Buch zur Annapurna-Region und meine absolute Top-Empfehlung für Individualisten.

In dem Führer werden neben dem Mardi Himal Trek zahlreiche weitere Touren beschrieben, z.B. ABC-Trek, Poon-Hill-Runde und Khopra-Danda-Trek. Außerdem werden die vielen Nebenrouten und Schleichwege vorgestellt, sodass du dir perfekt eigene Routen zusammenbasteln kannst.

Zusammen mit einer guten Wanderkarte* hast du mit diesem Buch den Schlüssel zur Annapurna-Region!

Wenn du noch gerne klassische Papierkarten nutzt: Empfehlenswert ist Mardi Himal Trek* von Nepa Maps im Maßstab 1:50.000. Diese Karte deckt das ganze Gebiet südlich des Mardi Himal ab, einschließlich Dörfer und Lodges. Der Maßstab ist ausreichend. Die Karte bekommst du natürlich auch in Kathmandu oder Pokhara. Zur Planung kann es trotzdem Sinn machen, sie sich vorher zu besorgen.

Ebenfalls empfehlenswert:

Route des Mardi Himal Trek

Der Mardi Himal Trek führt aus dem Hügelland der Provinz Gandaki auf den Bergkamm der genau zwischen den Tälern der Flüsse Modi Khola und Mardi Khola verläuft. Dieser Kamm mündet in den Südwestgrat des berühmten Mount Machapuchare (6.997 m) – mit seinem Doppelgipfel in Form eines Fischschwanz eines der bekanntesten Panoramen des Zentral-Himalaya. Die Trekkingroute endet aber bereits am Mardi Himal (5.535 m), einem eher unscheinbaren Berg in direkter Nachbarschaft des Machapuchare.

Mardi Himal Trek Karte der Route

Die beliebteste Route auf den Mardi-Himal-Grat startet in dem Örtchen Kande, etwa 25 km entfernt von Pokhara am National Highway 3. Von hier aus geht es durch die bewaldeten Vorberge der Annapurna Conservation Area durch eine Reihe von Lodge-Siedlungen bis die Baumgrenze auf 3.000 Metern erreicht wird. Höchster und letzter Übernachtungsort des Treks ist das Mardi Himal High Camp auf rund 3.500 Metern.

Vom High Camp ist ein Tagesausflug zum Mardi Himal Basecamp Pflicht – der Weg zu diesem Aussichtspunkt bietet die besten Panoramen des Treks. Anschließend kehren viele auf dem gleichen Weg zurück und steigen dann nach Sidhing ab. Die von mir entworfene Wanderung folgt stattdessen einem alten Hirtenpfad, der durch herrlich einsame Bergwälder bis zu dem Weiler Lumre im Mardi-Tal führt. Hier besteht eine direkte Busverbindung nach Pokhara.

GPS-Track zum Herunterladen

Mardi Himal Trek GPS Track

Mardi Himal Trek: Etappen mit Start in Pokhara

Wenn du den Mardi Himal Trek von Pokhara aus machen möchtest, ist das hier eine mögliche Aufteilung der Etappen auf fünf Tage. Bei der Planung habe ich mich an der empfohlenen Aufstiegshöhe pro Tag orientiert (wichtig wegen der Akklimatisierung). Daher sind die Distanzen am zweiten und dritten Tag recht kurz. Du kannst die Etappen auch ohne vorige Akklimatisierung genau so nachwandern.

🥾 Etappe🧭 Route📏 Länge⛰️ Höhenmeter
01Kande – Besal Baarica. 25 km Jeep/Bus, 12 km zu Fuß +1070, – 290 hm
02Besal Baari – Low Camp5,2 km+ 630, – 150 hm
03Low Camp – Mardi Himal High Camp4,2 km+ 555, – 20 hm
04Mardi Himal High Camp – Mardi Himal Basecamp11 km+ 760, – 760 hm
05Mardi Himal High Camp – Lumre15,5 km+ 370, – 2.740 hm

Hinweis: Auf dem Rückweg kannst du auch vom High Camp auf dem gleichen Weg zurück zum Low Camp wandern und dort nach Sidhing absteigen. Ich habe die Abzweigung im GPS-Track markiert und stelle im Download-Paket einen zusätzlichen Track dafür bereit. Diese Option bietet sich an, wenn der Abstieg nach Lumre wegen schlechtem Wetter (Schnee, Regen) nicht sicher begehbar ist.

Bei schönem Wetter würde ich die von mir beschriebene Variante aber jederzeit bevorzugen. Der Weg bietet gerade am Anfang tolle Aussichten auf die östlichen Annapurnas, Lamjung Himal und das Mardi-Tal und du vermeidest damit, den schon bekannten Teil der Strecke zweimal zu laufen. In Lumre hast du zudem eine direkte Busverbindung nach Pokhara. In Sidhing fahren hingegen nur Jeeps.

Wanderer auf dem Weg zu einer Lodge auf dem aArdi Himal Trek

Erfahrungsbericht Mardi Himal Trek

Im Folgenden mein Reisebericht zum Mardi Himal Trek basierend auf den Tagebucheinträgen und Fotos von unterwegs. Weiter unten findest du dann alle wichtigen Tipps mit denen du deinen eigenen Trek sauber planen kannst.

Tag 1: Kande – Besal Baari

12. November, 8:30 Uhr. Das Taxi aus Pokhara hat mich in einer guten halben Stunde bis nach Kande gefahren. Am frühen Morgen hängt noch eine dichte Wolkenschicht über den grünen Hügeln, aber der Himmel wird bald aufklaren, das haben mich die letzten Wochen gelehrt. Der erste Aufstieg erfolgt direkt über einen steilen Treppenweg – typisch Nepal. Jede Steigung wird direkt mit großen Treppen aus Stein überwunden und das wird die nächsten Tage auch so bleiben. Ein Glück, dass ich mit leichtem Gepäck unterwegs bin, mein Rucksack wiegt kaum mehr als 5 Kilo.

Wanderer macht Pause und blick auf die Berge
Erste Pause auf dem Weg zum Australian Camp.

Im Australian Camp gönne ich mir auf der Wiese des Hotel Gurans erstmal ein Frühstück, genieße die klare Morgenluft und den ersten von vielen tollen Panoramablicken. Die kleine Lodge-Siedlung liegt auf der Kuppe eines Hügels und müsste eigentlich „Austrian Camp“ heißen. Die ersten Besucher waren österreichische Wanderer und Bergsteiger, die hier in den Anfangstagen des Trekking-Tourismus übernachteten, damals noch im Zelt. Aber das ist lange her und für die Nepali hat sich „Austrian“ und „Australian“ wohl irgendwie gleich angehört…


Durch einen saftig grünen Rhododendron-Wald folge ich dem gut ausgeschilderten Steinweg nach Pothana, ein weiteres schmuckes Dörfchen, zumindest wenn man den Begriff etwas weiter auslegt – es besteht zu 100% aus Restaurant und Lodges für Touristen. Aber diese Aussichten… Vom nahegelegenen Viewtower lasse ich erneut den Blick über die Hügel und Täler schweifen. Die Wolken haben sich verzogen, unter einem strahlend blauen Himmel breitet sich vor mir die Annapurna-Kette in ihrer vollen Pracht aus – herrlich.

Hinter Pothana lasse ich mein Permit am Checkpoint kontrollieren. Der ACAP-Mitarbeiter ist routiniert, schaut nur kurz auf mein Smartphone. Keine Zettelwirtschaft mehr wie noch vor ein paar Jahren, heute gibt’s ein digitales Permit. Ich passiere einige weitere Lodges, eine schöner als die andere. Auch hier hat der Fortschritt Einzug gehalten. Beim letzten Mal waren das noch einfache Bretterbuden, inzwischen machen die wirklich was her.



In Pitham Deurali – hier zweigt ein Weg nach Landruk im Tal des Modi Khola ab – gönne ich mir eine weitere Teepause. Es geht nicht anders, bei diesen Panoramen kann man nicht einfach weitergehen. Machapuchare, Annapurna South, Hiunchuli: Es scheint, als müsste ich nur eine Hand ausstrecken um die Eisriesen zu berühren. Tatsächlich sind diese Gipfel fast 5.000 Meter über mir – und das obwohl sie nicht mal 20 Kilometer Luftlinie entfernt liegen. Es ist wirklich unglaublich, wie schnell die Berge aus dem Hügelland aufsteigen.

Mardi Himal Trek Lodge mit Blick auf den Himalaya.
Toller Blick auf Annapurna South in Pitham Deurali.

Später trennt sich der Weg. Ich nehme die rechte Abzweigung mache einen Abstecher zum Shree Masaikon Barah. Der Aufstieg ist etwas steiler, da die Höhenmeter in einem Rutsch genommen werden. Dafür erwartet mich oben ein hübsches kleines Tempelchen im Wald, auf der anderen Seite des Tals Ghandruk, das größte und reichste Dorf der Region. Was für ein Tiefblick. Von hier oben, 1.000 Meter höher, sehen die Gebäude wie Spielzeughäuser aus…

Blick auf Ghandruk
Tiefblick nach Gandruk, das größte Dorf der Region.

Während ich durch die dichten Bergwälder wandere, ziehen Nebenschwaden zwischen den knorrigen Ästen hindurch, eine tolle Stimmung. Beim nächsten Teahouse an dem kleinen Tümpel „Paknikalde Pokhari“ lehne ich dankend die Einladung ab, meinen Reiseproviant mit einer Portion Gras zu erweitern. Das Zeug wächst hier an vielen Ecken einfach wild und wird auch gerne konsumiert, vor allem von den einheimischen Trekkern – quasi das Nepali-Gegenstück zum kühlen Bier der westlichen Touristen.

Lodge auf dem Mardi Himal Trek
Ich übernachte in dieser schönen Lodge in Besal Baari, die Aussichten sind besser als im Forest Camp und es ist auch viel ruhiger.

Eine gute Stunde später erreiche ich mein Tagesziel Besal Baari. Hier befindet sich ein einzelnes Guesthouse, das Hotel Demand mit einem umwerfend guten Blick auf den Machapuchare. Die meisten Leute gehen bis zum Forest Camp weiter, aber mir gefällt es hier besser. Zusammen mit Akira, einem rüstigen japanischen Rentner, der wie ich alleine wandert, schaue ich mir an, wie die untergehende Sonne die Bergspitzen in ein rötliches Licht taucht. Magisch – und ein wunderbarer erster Tag!

Wanderer Gruppenfoto
Auf dem Trail schließt man schnell Bekanntschaft mit anderen Wanderern.

Tag 2: Hotel Demand – Low Camp

Akira ist schon etwas früher auf den Beinen, ich starte erst gegen 10:00 Uhr, da der Tag ohnehin kurz wird. Auf einem schmalen Waldweg laufe ich zum Forest Camp, das ist eine der größeren Lodge-Siedlungen auf dem Trek. Hier wird es erstmals spürbar voller, da sich an diesem Punkt mehrere Wege treffen. Unter anderem aus dem Örtchen Kalimati im Mardi-Khola-Tal, ein anderer beliebter Startpunkt für Leute, die weniger Zeit haben.


Nach der obligatorischen Teepause geht’s weiter, ab hier beginnt der eigentliche Aufstieg auf den Grat, der mich morgen zum Mardi Himal High Camp führen soll. Wie immer heißt das: Treppen, Treppen und noch mehr Treppen. Zwischen den urtümlichen Stämmen der Rhododendron schlängelt sich der Pfad stetig aufwärts.

Rhododendron Wald auf dem Mardi Trek
Die Rhododendron-Wälder in der Annapurna Conservation Area sind wunderschön.

Mir fällt auf, wie gut das mit blauen Punkten markiert ist. Als ich das erste Mal hier war, musste man manchmal noch ein bisschen raten, wo es denn jetzt genau weitergeht. Inzwischen ist der Weg deutlich besser ausgebaut, die Steintreppen erkennbar neueren Datums. Das gilt auch für das kleine „Rest Camp“, das ich unterwegs passiere. 2022 waren die Lodges hier teilweise noch einfache Wellblechbehausungen. Jetzt haben sie sich in schicke kleine Berghütten verwandelt, komplett mit Terrasse und Aussichtsplattform.

Lodge im Rest Camp
Lodge im Rest Camp.

Natürlich nehme ich jede Gelegenheit zur Pause wahr und genieße ausgiebig die Aussichten. Was für ein Unterschied zum Frühjahr! Im April hatte ich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit fast nichts von den Bergen gesehen. Jetzt im November ist der Himmel strahlend blau, die Luft glasklar und der Blick nahezu grenzenlos.

Ausblick auf Machapuchare vom Rest Camp
Blick zum Machapuchare, dem berühmtesten Gipfel der Annapurna-Region.

Trotz meiner Bummelei bin ich schon um 14:00 Uhr an meinem nächsten Etappenziel, dem Low Camp. Macht aber auch nichts. In Nepal läuft die Zeit in einem anderen Tempo und im Herbst vergehen die Nachmittage ohnehin schnell. Tee trinken, noch einen Tee trinken, lesen, die Aussicht genießen und ehe man es sich versieht ist dann meist auch schon Zeit zum Abendessen. Der Sonnenuntergang mit dem rotglühenden Gipfel des Machapuchare ist erneut fantastisch.


Tag 3: Low Camp – Mardi Himal High Camp

Der dritte Tag wird sogar noch kürzer, also lasse ich mir morgens wieder viel Zeit. Auf dem Programm steht – natürlich – mal wieder ein Anstieg, aber das ist bei jedem Trek in Nepal so. Man läuft entweder hoch oder runter, in der ersten Hälfte einer Tour meistens hoch. Die zweite Hälfte besteht dann in der Regel aus einem endlos langen Abstieg, auf dem man die gleiche Distanz der vorigen Etappen in einem einzigen Tag zurücklegt. Aber so weit bin ich noch nicht.

Blick zum Mardi Himal High Camp
Beim Aufstieg zum Mardi Himal High Camp.

Unterwegs gibt es selbstverständlich wieder ausreichend Lodge-Siedlungen, heute erwarten mich Mid Camp, Badal Danda und Lower High Camp, direkt unter dem eigentlichen Mardi High Camp. Ich muss ein bisschen schmunzeln. Die Nepali haben es schon ziemlich ausgereizt und wirklich jede erdenkliche freie Stelle mit einer Lodge zugepflastert. Wenn noch Platz wäre, gäbe es in ein paar Jahren bestimmt auch noch ein Upper Mid Camp oder ein zusätzliches Middle High Camp.

Blick über den Mardi Himal Trek mit Lodges
Blick zurück über die Lodges auf dem Bergkamm – an jeder freien Stelle sind Unterkünfte.

Auf etwa 3.000 Meter erreiche ich die Baumgrenze, die Rhododendronbäume werden immer kleiner. Kurz nach dem Mid Camp auf halber Strecke eröffnet sich dann ein wirklich gigantisches Panorama. Der Grat liegt jetzt in voller Länge vor mir, zu meiner Rechten ragt massiv die riesige Eiswand von Annapurna South auf, im Norden dominiert der Fischschwanz Machapuchare das Blickfeld. Die Luft ist so klar, dass ich die einzelnen Rippen auf dem schlanken Eisgrat zählen kann, der die beiden Gipfel miteinander verbindet.

Wanderer läuft auf dem Mardi Himal Trek.
Oberhalb der Baumgrenze sind die Aussichten auf die Berge fantastisch.

Bevor ich das High Camp auf 3.500 Metern erreiche darf ich mich nochmal auf einer steilen Treppe einen Hügel hochquälen, die Lodges weit über mir immer direkt vor Augen dann bin ich da. Endstation für heute. Das Mardi Himal High Camp ist die letzte große Ansammlung von Lodges auf dem Trek und auch die ist seit dem letzten Mal etwas gewachsen.


Im Highcamp gibt es inzwischen bestimmt 20 Unterkünfte, trotzdem habe ich ziemlich Probleme eine Unterkunft zu finden. Es ist gerammelt voll, ich muss eine Stunde suchen bis man mir im Hotel Magic Mountain schließlich anbietet, dass ich mir mit einem holländischen Trekker ein Zimmer teilen könnte.

Blick vom Mardi Himal Highcamp ins Tal
Wunderbarer Ausblick vom High Camp nach Westen.

Am Nachmittag hängen alle im Gemeinschaftsraum rum, trinken Tee, quatschen. Leider wird es später ziemlich kalt. In der Annapurna Conservation Area darf nicht mit Holz geheizt werden, weil zu viele der schönen Rhododendron-Bäume gefällt wurden. Wenn kein alternatver Brennstoff da ist, bleibt der Ofen aus.

Innenraum des Teahouse im Mardi High Camp
Im Gemeinschaftsraum des Hotel Magic Mountain.

Die Guides lümmeln daher die meiste Zeit im Bett herum, da ist es wenigstens schön warm. Spät am Abend schneit eine chinesische Trekkerin rein, freudestrahlend und sichtlich beschwingt. „I made it – Mardi Himal Basecamp!“ Applaus und High Five von der versammelten Mannschaft. Danach begebe ich mich dann auch ins Bett.  

Tag 4: Mardi Himal High Camp – Mardi Himal Basecamp

2:30 Uhr. Ich liege noch im Bett, aber draußen ist schon die Hölle los. Viele Trekker starten schon extrem früh im High Camp, um zum Aussichtspunkt auf dem Grat zu gelangen, so auch die Wandertruppe aus Indien, die sich gerade startbereit macht. Grund dafür ist wie immer Zeitdruck. Die Inder wollen noch am gleichen Tag wieder ins Tal wandern und anschließend nach Pokhara fahren. Wer’s braucht… Ich drehe mich wieder auf die Seite und schlafe weiter. Geplante Startzeit: 10:00 Uhr. Abends will ich zurückkommen und eine weitere Nacht im High Camp bleiben.

Trekker im Himalaya mit Rucksack
Auf dem Weg zum ersten Aussichtspunkt hinter dem High Camp.

Nach dem typischen Frühstück – Chocolate Pancake und Kaffee – spaziere ich los. Kurz hinter dem  High Camp folgt ein größerer Steilaufschwung, der zum ersten Aussichtspunkt führt. Etwa 400 Höhenmeter, aber auf gepflastertem Weg und teilweise sogar mit Geländer, alles sehr touristenfreundlich.


Kurz nach 11:00 Uhr kommen mir etliche Leute schon wieder vom dem Lower View Point entgegen. Die meisten laufen nur bis hierher, trinken einen Tee und gehen dann zurück. Beim letzten Mal hatte ich das auch so gemacht. Diesmal will ich das gute Wetter voll ausnutzen und bis zum letzten Punkt auf dem Grat wandern, den man noch ohne Kletterkünste erreichen kann. 

Panoramablick auf Machapuchare
Unterwegs auf dem Kammweg hinter dem ersten Aussichtspunkt.

Nach dem Viewpoint wird der Weg schmaler, felsiger und etwas rauer. Jepp…so muss ein richtiger Bergweg aussehen. An einer Stelle darf ich tatsächlich fünf Meter auf einem schmalen Ziegenpfad über einen leicht ausgesetzten Gratabschnitt kraxeln. Na gut… was macht man nicht alles für die Aussicht – und die ist wirklich gut.

Ich bin jetzt zwar schon seit 7 Monaten im Himalaya, aber manchmal haut es mich immer noch um. Vor allem die Farben begeistern mich. Jetzt im Herbst ist das Gras auf dem Bergkamm zu einem kräftig leuchtenden Orangebraun verfärbt. Ein wunderbarer Kontrast zu dem schneeweißen Gipfel des Machapuchare direkt vor mir.


In den Karten sind mehrere Aussichtspunkte auf dem Grat eingetragen. Der letzte, der sogenannte „Upper Viewpoint“ auf rund 4.120 Metern wird von den Locals auch als Mardi Himal Basecamp bezeichnet und ist mit Gebetsfahnen geschmückt. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, für ein Foto zu posen. Aber der Weg ist noch nicht zu Ende – zumindest für mich. Bis hierhin habe ich zumindest noch ein paar andere Leute gesehen, als ich weitergehe bin ich komplett allein.

Trekker am Mardi Himal Basecamp
Mardi Himal Basecamp – bis hierhin läuft man auf einem einfachem Wanderweg.

Ich komme an einigen Unterständen aus Stein vorbei, der Weg schlängelt sich an der Südflanke eines großen felsdurchsetzen Hügels entlang. Dort oben soll sich das echte Mardi Himal Basecamp befinden, der letzte Stopp für Bergsteiger. Danach kommt nur noch nackter Fels, Schnee und Eis, für Wanderer ist dann endgültig Schluss.

Blick zum Upper Mardi Basecamp.
Auf diesem felsigen Hügel liegt das obere Mardi Himal Basecamp.

Der Weg ist aber schon hier etwas anspruchsvoller. Ich hangele mich auf dem zunehmend undeutlicheren Trampelpfad bis zu einem kleinen Pass auf knapp 4.300 Metern. Danach löst sich der Weg im knöchelhohen Gras auf. Die Hänge sind ziemlich steil, so ganz geheuer ist mir das nicht. Also doch lieber Rückzug, der eine Aussichtspunkt mehr wird jetzt auch nicht so viel besser sein.


Auf dem Rückweg über den Grat bietet sich mir ein fantastisches Bild: Alle Täler sind von einer dichten Wolkenschicht bedeckt, nur einzelne Hügel und die großen Berge ragen aus dem Wolkenmeer heraus. Über mir die Sonne, es ist angenehm warm, fast kein Mensch ist mehr unterwegs.

Blick über das Wolkenmeer auf dem Heimweg zum High Camp.

Das ist der große Vorteil, wenn man sich ein bisschen mehr Zeit nimmt und auch mal ein Tagesausflug drin ist: Solche Momente erlebt man nicht, wenn man durch die Treks durchhetzt und nur schnell Aussichtspunkte abhakt. Gut gelaunt komme ich zurück in die Lodge, der Besitzer liegt natürlich mal wieder im Bett. Ich habe das Gefühl, der verlässt das gar nicht mehr…

Tag 5: Mardi Himal High Camp – Lumre

Und schon ist der Mardi Himal Trek fast zu Ende. Die letzten vier Tage waren wunderbar, jetzt möchte ich das gebührend abschließen und einen etwas spannenderen Weg als die Standardroute nehmen. So gut wie alle Trekker wandern vom High Camp zurück zum Low Camp und von dort nach Sidhing. Es gibt aber eine andere Option, die direkt vom High Camp ins Tal führt. Das finde ich viel interessanter, weil ich damit nicht nochmal das gleiche Stück wie auf dem Hinweg laufen muss.

Alternative Abzweigung nach Sidhing vom High Camp
Hier zweigt der direkte Weg vom High Camp nach Sidhing ab.

Infos über die Route habe ich im Vorfeld nicht gefunden, nur eine uralte Warnung im Internet, dass der Weg gefährlich und riskant sei. Als ich das dem Besitzer des Magic Mountain erzähle – wie immer in seinem Bett hinter der Theke – winkt er nur ab: Kein Problem. „No tourists, but Nepali people walk it all the time.“ Ich soll mir aber mein Mittagessen mitnehmen, unterwegs gibt‘s keine Lodges und bis auf ein paar Ziegenhirten werde ich voraussichtlich niemandem begegnen. Das klingt doch alles genau nach meinem Geschmack! 

Trekker auf dem Weg nach Sidhing.
Tolles Panorama auf dem ersten Abschnitt des Wegs nach Sidhing.

Ich starte um kurz nach 9, etwas zu spät für meinen Geschmack. Die Strecke ist lang, der Abstieg noch viel länger und der letzte Bus in Lumre fährt um 16:00 Uhr, den muss ich auf jeden Fall bekommen. Viel Spielraum habe ich nicht, aber was soll’s – es wird schon gutgehen. Der Einstieg ist dann auch kein Problem: Ein kurzes Stück hinter dem Camp zweigt rechts ein Pfad ab, der einer Wasserleitung folgt. Der einzige Unterschied zur bisherigen Strecke ist eigentlich nur, dass der Pfad nicht mit Steinen gepflastert ist – ansonsten ist es ein normaler Bergweg.

Wanderer steigt durch steile Hänge ab.
Beim Abstieg vom Bergkamm – etwas steiler, aber immer auf gutem Pfad.

Elegant schlängelt sich der Pfad die Hügel hinab, zu meiner Rechten tauchen nochmal Machapuchare und Lamjung Himal auf – was für ein Panorama, der perfekte Abschluss dieser Tour. Während ich durch die offene Graslandschaft absteige komme ich immer wieder an Holzgerüsten vorbei – Unterstände für die Hirten. In der Monsunzeit, wenn das Gras grün und saftig ist, gehen die Gurung-Hirten mit ihren Herden in die Berge und verbringen hier den Sommer. Der traditionelle Unterschlupf sind diese einfachen Shelter, über die eine Plastikplane ausgebreitet wird.


Später gelange ich wieder unter die Baumgrenze, der Pfad ist über und über mit trockenem Laub bedeckt. Viele Leute sind hier wohl tatsächlich nicht unterwegs, der Wald fühlt sich auch anders an. Dicher, wilder, es gibt viel mehr Vögel und überall in den Büschen raschelt es. Interessanterweise ist die Orientierung dennoch einfach, der Weg ist gut markiert. An manchen Stellen finden sich die blauen Punkte im Abstand von weniger 10 Metern an den Bäumen, ich komme gut voran.


Über eine kilometerlange Steintreppe steige ich durch die einsamen Bergwälder ab – eine herrliche Wanderung: Offene Lichtungen, von denen sich wunderbare Aussichten auf den gewundenen Mardi Khola weit unten im Tal bieten, wechseln sich mit dichten Waldabschnitten ab. Ich kraxele zwischen moosbewachsenen Felsbrocken, komme an versteckten Wasserfällen vorbei, überquere munter plätschernde Bächlein.

Wanderer im Wald auf dem Mardi Himal Trek
Die Wälder auf dem Weg nach Sidhing sind einsamer und wilder als auf der vielbegangenen Aufstiegsroute.

Andere Leute treffe ich nicht. Die beiden auf der Karte eingezeichneten Siedlungen – Bhurung und Talung Danda – sind nichts weiter als ein paar Holzhütten mit Gemüsegärten. Schließlich bleibt der Wald zurück und ich sehe die Terrassen von Sidhing vor mir – eine weitläufige Siedlung, die bunten Häuser sind über den gesamten Berghang verteilt. Ich überquere den reißenden Mardi Khola über eine Brücke, die letzten Kilometer laufe ich auf einer Mischung aus Feldwegen und Trampelpfaden immer am Fluss entlang.


Gerade noch rechtzeitig komme ich um Vier in Lumre an – ein wunderbares Dörfchen aus schmucken Steinhäusern, in dem die Ziegen auf den gepflasterten Wegen herumturnen und sich die Blumen in ihrer Farbenpracht geradezu übertreffen. In dem Garten eines Anwesens probt eine Mädchengruppe in traditioneller Tracht zu verträumten Flötenklängen eine Tanzeinlage – zu gerne würde ich noch einen Moment hierbleiben, den Zauber des ländlichen Nepals genießen.

Straße in Lumre
Ankunft in Lumre, ein wunderschönes Dörfchen im Mardi-Khola-Tal.

Aber schon hupt es schrill von der Straße. Noch schnell eine Cola am Kiosk geschnappt und ich sitze wieder im Bus nach Pokhara. Goldgelbe Felder, Wiesen und Bauernhäuser rauschen an mir am Fenster vorbei, aus dem Radio dröhnt der übliche Nepali-Pop. Bald fängt es an zu dämmern, noch ein letzter Blick zurück. Die Täler und Hügel liegen schon im Schatten. Nur der große Machapuchare ragt strahlend weiß im letzten Licht des Tages auf, seinen Nachbarn Mardi Himal kann ich nur erahnen. Ich bin froh, dass ich doch nochmal dort oben war – und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch. In ein paar Wochen werde ich mir den Grat auf der anderen Seite des Tals vornehmen…

Blick zum Mardi-Himal-Grat vom Khumai Danda auf dem benachbarten Grat im Osten.

Kommen wir jetzt du den praktischen Tipps für den Mardi Himal Trek!

Anreise

Der Mardi Himal Trek ist unkompliziert und schnell erreichbar – das macht die Tour so beliebt. Um zum Startpunkt in Kande zu gelangen, hast du zwei Optionen:

  • Lokaler Bus/Microbus: ca. 200 NPR
  • Taxi/Jeep: ca. 2.000 NPR
Anreise zum Mardi Himal Trek Infografik.

Öffentlicher Bus Pokhara → Kande

1️⃣ Startpunkt in Pokhara

  • Busbahnhof: Baglung Bus Park
  • Alternativ: Am Siddhartha Highway / Baglung Highway zusteigen

2️⃣ Richtiger Bus

Lokale Busse oder Microbus Richtung:

  • Beni
  • Nayapul
  • Baglung
  • Kushma

👉 Beim Einsteigen dem Fahrer sagen: „Kande“

3️⃣ Fahrt

  • 🕒 Fahrzeit: ca. 50–60 Minuten
  • 💰 Preis: ca. 200 NPR
  • 🛣️ Du fährst auf der Straße Pokhara → Naudanda → Kande

4️⃣ Ausstieg

  • Aussteigen direkt in Kande an der Straße. Von dort:
  • 🥾zu Fuß bergauf Richtung Australian Camp / Forest Camp
  • Der Trek beginnt direkt an der Straße.

Taxi Pokhara → Kande

1️⃣ Startpunkt in Pokhara

  • Beliebiger Ort in Pokhara, z.B. Lakeside
  • ggf. die App InDrive nutzen, um Taxi zu bestellen
  • Jeder Taxifahrer kennt Kande

2️⃣ Fahrt

  • 🕒 Fahrzeit: ca. 40 Minuten
  • 💰 Preis: ca. 2.000 NPR
  • 🛣️ Du fährst auf der gleichen Straße wie der Bus

Ich habe mir für die Fahrt ein Taxi gegönnt, weil ich nicht erst zum Busbahnhof fahren wollte und die Taxis in Nepal ohnehin sehr preiswert sind (Fahrtzeit ca. 40 Minuten). Wenn du am gleichen Tag noch Strecke machen willst (z.B. bis zum Forest Camp) empfiehlt sich auf jeden Fall ein früher Start, dann macht ein Taxi Sinn.

Hängebrücke bei Sidhing.
Hängebrücke bei Sidhing.

Alternative Startpunkte

Kande ist zwar der beliebteste, aber nicht der einzige mögliche Start. Alternativ gibt es folgende Optionen:

  • Kalimati (Mardi-Khola-Tal)
  • Landruk (Modi-Khola-Tal)
  • Ghatte Khola (Baglung Highway)

1️⃣ Kalimati liegt unweit von Sidhing, die Fahrt ist etwas langwierig und die Straße im Unterschied zum asphaltierten Baglung Highway eher schlecht (Offroad-Piste). Außerdem führt der Weg überwiegend durch Wald, die Aussichten sind beschränkt.

2️⃣ Landruk bietet sich an, wenn du direkt vom Annapurna Circuit oder Poon Hill kommst. Ich hatte diesen Weg beim ersten Mal genommen. Auch hier läuft man überwiegend durch Wald und hat kaum Aussichten bis man den Grat erreicht.

3️⃣ Ghatte Khola liegt ein paar Kilometer vor Kande am Baglung Highway. Der Weg führt von der Straße über Dhampus und dann zum Australian Camp. Ebenfalls sehr schön und aussichtsreich, aber steil und ca. 700 Höhenmeter mehr im Aufstieg.

Rückfahrt

Mit der hier beschriebenen Variante kommst du am Ende in Lumre aus. Dort besteht eine Busverbindung nach Pokhara.

Bus Lumre → Pokhara

  • Die Busse fahren im Abstand von 2 Stunden.
  • Der letzte Bus fährt um 16:00 Uhr ab.
  • Starte ausreichend früh und plane für die letzte Etappe ca. 7-8 Stunden.

Alternativ kannst du auch nur bis Sidhing wandern, das machen die meisten geführten Gruppen so. In Sidhing fahren aber bislang keine Busse, sondern nur Jeeps. Tagsüber sollte es kein Problem sein, einen Jeep zu finden, allerdings ist das dann teurer.

Jeep Sidhing → Pokhara

  • Kosten: 2.000 NPR für einen shared Jeep (Jeep mit anderen Personen geteilt) bzw. 10.000 NPR für einen Privatjeep
  • Fahrtzeit: ca. 1 Stunde, der erste Teil der Straße ist sehr holprig (Offroad-Piste)
  • Tipp: Am besten in Kalimati abfahren (ca. 30 Minuten zusätzlicher Fußmarsch, aber preiswerter)
Mardi Himal Trek Wanderer vor Bergpanorama.

Ausrüstung und Packliste für den Mardi Himal Trek

Der Mardi Himal ist ein reiner Lodge-Trek bzw. Teahouse-Trek. Du übernachtest immer in einer Unterkunft. Außerdem ist die maximale Schlafhöhe mit rund 3.500 Metern nicht besonders hoch, es wird nachts nicht übermäßig kalt. Du kannst auf dieser Tour also extrem leicht packen.

Als Anregung hier meine exakte Packliste mit allen Gegenständen, die ich dabeihatte:

Bekleidung

Ausrüstung

Hygiene und Medikamente

  • 4 Pflaster
  • 4 Ibuprofen
  • Waschlappen
  • Zahnbürste
  • Kamm
  • Mikrofaserhandtuch:
  • Kontaktlinsenpflegemittel + Dose
  • Reisepackung Zahnpasta

Essen und Trinken

Tipp: Wenn du einen Wasserfilter hast, musst du keine Plastikflaschen auf dem Trek kaufen. Das würde ich auch empfehlen, denn der Müll wird häufig in der Natur verklappt. Das sieht dann so aus, eher unschön:

Plastikmüll im Wald auf dem Mardi Himal Trek
Plastikmüll landet in Nepal leider häufig in der Natur.

Was ich stattdessen gemacht habe: Eine Plastikflasche in Pokhara gekauft und unterwegs Wasser mit meinem Sawyer-Wasserfilter gefiltert. Dazu habe ich das Wasser zunächst in eine leichte Faltflasche gefüllt und anschließend in die Plastikflasche gefiltert. Ich verwende dieses praktische Modell von Platypus:

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von Platypus
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Letzte Aktualisierung am 20. Februar 2026 um 20:30 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die gesamte Ausrüstung habe ich in einen 30-Liter-Rucksack gepackt (Fake-Osprey, vorher in Pokhara für umgerechnet 10 Euro besorgt). Ich habe das Gesamtgewicht nicht gewogen, aber viel mehr als 5 Kilogramm waren es nicht.

Diese Packliste ist zugegebenermaßen ziemlich minimalistisch. Aber man braucht auf diesem Trek auch nicht wirklich viel. Die Wege sind einfach, Essen kaufst du unterwegs, übernachtet wird in der Lodge – komfortabler geht’s nicht. Ich würde daher versuchen auf maximal 10 Kilogramm Rucksackgewicht zu kommen, wobei ich das persönlich schon zu viel finde. Der Mardi Himal Trek ist die ideale Tour, wenn du dich mal am Ultraleicht-Trekking im Himalaya ausprobieren willst.

Schlafsack erforderlich?

Ich hatte bei meinem letzten Trip Mitte November keinen Schlafsack dabei und habe ihn auch nicht vermisst. Auf 3.500 Meter wird es abends natürlich schon kühl, aber nicht extrem kalt. In den Lodges bekommst du warme Fleece-Decken, auf Wunsch sogar zusätzliche Decken. Im Frühjahr ist es natürlich wärmer, dann braucht man erst recht keinen Schlafsack.

Welche Wanderschuhe?

Ich hatte einfache Trailrunner von Columbia dabei (im Sommer in Ladakh gekauft, Modell unbekannt). Diese Schuhe waren ideal: nicht zu schwer und ein gutes Laufgefühl bei den steilen Anstiegen über die Treppen, gleichzeitig aber guter Grip auf den unbefestigten Naturwegen nach dem High Camp. Wanderstiefel wären zumindest mir für den Mardi Himal Trek zu schwer und sind auf den einfachen Wegen auch nicht wirklich erforderlich.

Unterkünfte auf dem Mardi Himal Trek

Der Mardi Himal Trek ist ein Teahouse-Trek. In regelmäßigen Abständen entlang der Route kommst du an Lodge-Siedlungen mit Unterkünften vorbei. Diese Siedlungen sind keine „echten“ Dörfer, sondern wurden rein für die Touristen errichtet. Ab Mitte Dezember schließen die meisten Lodges, die Besitzer gehen dann in ihre Dörfer im Tal und kehren erst Anfang März zurück.

Heißt: Zu den Hauptreisezeiten (Frühjahr/Herbst) kannst du immer in einer Lodge übernachten. Dort bekommst du auch Mahlzeiten, neben dem typischen Dhal Bat auch westliches Essen (Pizza, Spaghetti, Pancakes, Schokopudding etc.) Außerdem gibt es überall Snacks, Getränke und anderen Kleinkram.

Lodge am Berghang auf dem Mardi Himal Trek.
Das aussichtsreiche Magic Moutain Hotel im Mardi Himal High Camp.

Im Unterschied zu den anderen Tea-House-Routen in Nepal gibt es auf dem Mardi Himal etwas weniger Unterkünfte. Das liegt daran, dass an vielen Orten kein Platz für eine Lodge ist. Außerdem ist Wasser auf dem Grat ein knappes Gut. Dazu kommt, dass der Mardi Himal Trek dank TikTok inzwischen auch bei Nepali extrem beliebt ist. In der Hauptsaison kann es daher durchaus passieren, dass es Engpässe gibt und du dir ggf. ein Zimmer teilen musst.

📍 Mein Tipp, wenn du auf eigene Faust gehst: Schreibe der Lodge vorher eine Nachricht per WhatsApp. Die Lodges sind so gut wie alle auf Google Maps vertreten, dort findest du die Nummern. Die Besitzer schreiben in der Regel innerhalb von ein paar Stunden zurück. Im GPS-Track habe ich empfehlenswerte Unterkünfte eingetragen. Dass du gar keinen Platz zum Übernachten bekommst, ist quasi ausgeschlossen. Zur Not werden im Gemeinschaftsraum der Lodge ein paar Matratzen ausgerollt. 

Kosten des Mardi Himal Trek

Wie in der Einleitung erwähnt, bewegt sich der Mardi Himal Trek auf mittlerem Preisniveau – ungefähr so teuer wie der Annapurna Circuit, etwas teurer als Langtang, preiswerter als die Everest-Region. Rechne pro Tag mit etwa 4.000 – 5.000 NPR – damit kommst du gut über die Runden.

Menü mit Preisen vom Hotel Magic Moutan im Mardi Himal High Camp:


Bei meinem zweiten Trip auf dem Mardi Himal Trek, wollte ich aber doch mal ganz genau wissen, wie teuer der Trek ist. Also habe ich mir exakt aufgeschrieben, wie viel Geld ich ausgegeben habe. Im Folgenden die komplette Aufschlüsselung für jeden Tag:

Tag 1

  • Taxi Pokhara Kande: 2.000 NPR
  • Frühstück im Australian Camp, Tibetan Bread + 2 Milchkaffe: 700 NPR
  • Double Forest Guest House, 1 Schwarzer Tee: 100 NPR
  • Hotel Viewpoint, 1 Milchtee: 150 NPR
  • Teahouse Happy with Nature, 1 Schwarzer Tee + 1 Zamosa: 200 NPR Black Tea

Hotel Demand

  • Zimmer 500 NPR
  • Dusche 250 NPR
  • 2 Schwarze Kaffee + 1 Tibetan Bread 590 NPR
  • Veggie Spagetti 475 NPR
  • 2 Schwarze Tee 170 NPR

Gesamt: 5.135 NPR

Tag 2

  • Frühstück, Chocolate Pancake + Schwarzer Kaffee: 480 NPR
  • Forest Camp, Schwarzer Tee 90
  • Rest Camp, Tibetan Bread mit Käse + 1 Milchkaffe 600 NPR

Hotel Low Camp

  • Zimmer: 1.000 NPR
  • Dusche: 300 NPR
  • Päckchen Zigaretten: 700 NPR
  • Milchkaffee: 210 NPR
  • Milchtee: 140 NPR
  • Schwarzer Tee: 100 NPR
  • Packung Pringles: 350 NPR
  • Snickers: 350 NPR
  • Tomato Cheese Pizza: 700 NPR

Gesamt: 5.020 NPR

Tag 3

  • Frühstück, Chocolate Pancake + Milchkaffe: 550 NPR
  • Midcamp: Schwarzer Tee: 100 NPR

High Camp, Hotel Magic Mountain

  • Geteiltes Zimmer: 500 NPR
  • Eimer heißes Wasser zum Duschen: 400
  • Milch Kaffee: 230 NPR
  • Potato Cheese Momo: 620 NPR
  • Schwarzer Tee x 3: 330 NPR
  • Veggie Cheese Spaghetti: 570 NPR

Gesamt: 3.300 NPR

Tag 4

  • Frühstück, Light Breakfast Set: 750 NPR
  • Upper Viewpoint, Schwarzer Tee: 200 NPR

High Camp, Hotel Magic Mountain

  • Geteiltes Zimmer: 500
  • Milchtee 300 NPR
  • Kanne Schwarzer Tee x2 1.000 NPR
  • Potato Cheese Momo: 620 NPR
  • Schokoladenpudding: 520 NPR

Gesamt: 3.890 NPR

Tag 5

  • Frühstück, Chocolate Pancake + 2 Milchkaffe: 910 NPR
  • Lunchpaket (Chapati, hartgekochtes Ei, Snickers): 600 NPR
  • Bus Lumre – Pokhara 300 NPR
  • Taxi von Pokhara Innenstadt nach Lakeside: 500 NPR

Gesamt: 2.310 NPR

  • +3.000 NPR für das ACAP-Permit

💰 Mardi Himal Trek Gesamtkosten für 5 Tage: 22.655 NPR (129 Euro)

Wie du an der obigen Aufstellung siehst, geht 90% des Gelds für Essen weg. Aber es ist für Europäer immer noch ein sehr preiswerter Trek und ich war nicht mal besonders knausrig. In den beliebten Bergregionen der Alpen würde man bei einer Hüttenübernachtung und ähnlichem Verbrauch ungefähr genau so viel Geld für einen einzigen Tag ausgeben.

📍 Wichtig: Nimm ausreichend Bargeld aus Pokhara oder Kathmandu mit! Auf dem Trek gibt es keine ATMs und du kannst in den Lodges nicht mit Kreditkarte zahlen.

Mardi Himal Trek individuell oder mit Guide wandern?

Der Mardi Himal Trek ist eine anfängerfreundliche, nicht zu schwierige Wanderung. Ein Guide ist nicht zwingend vorgeschrieben und es sind relativ viele Solo-Wanderer unterwegs. Ob du mit oder ohne Guide gehst ist letztlich eine individuelle Frage, beides hat Vor- und Nachteile. Ich selbst gehe lieber ohne, weil ich dann mehr Freiheiten habe.

Wenn du auf eigene Faust losziehst:

  • 🗺️ Stelle sicher, dass du eine Offline-Karte der Region auf deinem Smartphone hast, ggf. den GPS-Track
  • 🧭 Frage bei Unklarheiten die Locals über den Zustand der Wege
  • 🚫 Bewege dich niemals außerhalb von Wegen (Gelände ist an vielen Stellen steil)
  • 🌧️ Nimm ausreichend Bekleidung für Schlechtwettereinbrüche mit (Regenjacke)
  • 🌙 Wandere nicht in der Dunkelheit oder bei Regen (Ausrutschgefahr)
  • ⏳ Achte darauf, dass du nicht zu schnell aufsteigst (maximal 500 Meter pro Tag)
  • ⚠️ Lies den letzten Satz nochmal und lerne ihn auswendig – Höhenkrankheit ist kein Spaß
  • 🥾 Sollten Probleme wegen unzureichender Akklimatisierung auftreten → Absteigen

Benötigte Permits

Für den Mardi Himal Trek ist ausschließlich ein Permit für die Annapurna Conservation Area erforderlich (ACAP-Permit). Das Permit kostet 3.000 NPR, du bekommst es hier:

  • Touristenbüro Pokhara
  • Touristenbüro Kathmandu
  • Online via ePermit (mein Tipp)
  • Beim Online-Permit reicht es, wenn du die PDF oder den Screenshot auf deinem Smartphone vorzeigst.

Das Permit wird am ACAP-Checkpoint hinter Pothana geprüft, das ist der einzige Checkpoint auf der Route. TIMS wird nicht geprüft und ist für Individualwanderer uninteressant. Ich erwähne es hier nur nochmal, weil mich regelmäßig Fragen erreichen, ob man TIMS noch braucht. Kurzfassung: Nein, braucht man nicht. Ein Guide ist ebenfalls nicht zwingend erforderlich, Solo-Trekking ist erlaubt.

📍 Lesetipp: Verbot von Solo-Trekking in Nepal – Das ist die aktuelle Lage

Wie schwer ist der Mardi Himal Trek?

Die Wege sind bis zum Mardi Himal High Camp technisch einfach – breite Trekkingpfade, häufig gepflastert und regelmäßig gewartet. Die größte Herausforderung sind die kräftigen Anstiege über die zahllosen Treppen – ein Grund mehr so leicht wie möglich zu packen.

Trekker läuft eine Treppe hoch
Typischer Aufstieg im ersten Abschnitt des Mardi Himal Trek.

Auf dem Weg vom High Camp zum Mardi Himal Basecamp sind die Wege unbefestigt, d.h. es sind normale Bergwege, wie man sie z.B. auch aus den Alpen kennt. An einer kurzen Stelle hinter dem Lower Viewpoint ist der Weg etwas schmaler und leicht ausgesetzt (ca. 5 Meter). Ansonen ist der Grat immer ausreichend breit, es gibt keine technischen Passagen oder Kletterstellen.

Blick über den Gratweg zum Mardi Himal Basecamp
Auf dem Weg zum Mardi Himal Basecamp nach dem ersten Aussichtspunkt auf dem Grat.

Der direkte Abstieg vom High Camp nach Sidhing verläuft im ersten Abschnitt für einige hundert Höhenmeter durch relativ steile Grasflanken (ca. 35° Hangneigung). Auch hier gibt es aber jederzeit einen ausreichend breiten, klar erkennbaren Bergpfad. Es gibt keine ausgesetzten Stellen, bei normalem Gehverhalten und gutem Wetter ist der Weg daher ungefährlich.

Ein schönes Kontrastprogramm zu den Bergen des Himalaya ist der Chitwan-Nationalpark im Süden Nepals. Schau dir hier meinen Artikel dazu an:

Beste Reisezeit für den Mardi Himal Trek

Ich bin, wie erwähnt, zweimal auf dem Mardi Himal Trek gewandert: Beim ersten Mal Ende April, beim zweiten Mal Mitte November. Das zweite Mal war eindeutig besser: Der Herbst (Mitte Oktober bis Anfang Dezember) ist die ideale Reisezeit für den Mardi Himal Trek.

Warum?

  • 🌤️ Sehr klare Luft nach dem Monsun → beste Fernsicht auf Annapurna, Machapuchare & Co.
  • 🏔️ Stabile Wetterlage mit deutlich weniger Wolkenbildung am Nachmittag
  • 🥾 Trockene, gut begehbare Wege, besonders auf den unbefestigten Abschnitten auf dem Grat
  • 🌡️ Angenehme Temperaturen für lange Aufstiege (tagsüber warm, nachts kühl, aber nicht kalt)
  • 📸 Maximale Panorama-Ausbeute – genau dafür lohnt sich der Trek

Zum Vergleich einige Fotos vom Mardi Himal Trek im April (links) und November (rechts):


Beim ersten Mal Ende April hatte ich ziemlich schlechte Sicht-Verhältnisse. Im Süden der Annapurna-Region kann sich die feuchtwarme Luft aus Indien voll ausbreiten. Daher waren die Berge bereits gegen 9:00 Uhr meist komplett im Dunst verschwunden. Richtig gute Sicht hatte ich nur ein paar Stunden direkt nach Sonnenaufgang. Der Herbst ist auf jeden Fall vorzuziehen, auch wenn die farbenprächtigen Rododendron-Bäume im Frühling sehr schön waren.

Schau dir meinen detaillierten Ratgeber zur besten Reisezeit in Nepal an:

Wenn du den Trek doch im Frühjahr machst, würde ich auf jeden Fall zeitig aufstehen, vor allem beim High Camp (spätestens 5:00 Uhr). Dann hast du zumindest noch ein paar Stunden gute Sicht. Ab ca. 8:00 Uhr löst sich alles, was weiter als ein paar Kilometer entfernt ist, in einem weißen Schleier auf. Da man bei diesem Trek die hohen Berge des Himalaya nur von weitem sieht, ist das schon etwas ärgerlich.

So kombinierst du den Mardi Himal Trek mit dem Poon Hill Trek oder ABC-Trek

Aufgrund des dichten Wegnetzes sind fast alle Dörfer in der Region über Fußwege und Dirtroads miteinander verbunden. Deshalb kannst du den Mardi Himal Trek gut mit weiteren Touren kombinieren, z.B. dem Poon Hill Trek oder dem Annapurna Base Camp Trek. Vom Mardi Himal aus gesehen ist das Örtchen Landruk dazu der beste Ausgangspunkt.

Von Landruk aus hast du z.B. die folgenden Optionen:

Mardi Himal Trek + Poon Hill Trek (+ 4 Tage)

  • Landruk – Ghandruk: ca. 4 km, +720, -350 hm
  • Ghandruk – Tadapani: ca. 6 km, +650, – 5 hm
  • Tadapani – Ghorepani: ca. 8,5 km, + 1.100, – 935 hm
  • Ghorepani – Ulleri – Nayapul: ca. 18 km, + 110, – 1.960 hm

Mardi Himal Trek + Annapurna Base Camp Trek (+ 5-6 Tage)

  • Landruk – New Bridge – Jhinu Danda – Chomrong: ca. 9,5 km, + 1.850, – 1.471 hm
  • Chomrong – Deurali: ca. 13 km, + 1.500, – 440 hm
  • Deurali – Annapurna Base Camp, ca. 7km, + 1.300, – 130 hm
  • Annapurna Base Camp – Chomrong, ca. 20 km, + 500, – 2.900 hm
  • Chomrong – Ghandruk: ca. 9,5 km, + 1.350, – 1.320 hm

Schau auf jeden Fall auch in meinen Artikel zum Annapurna Base Camp, da findest du noch ein paar Tipps zu der Route für diese Wanderung. Insgesamt bräuchtest du für beide Optionen ca. 10 Tage Zeit, wenn du die Touren mit dem Mardi Himal Trek kombinieren willst.

Alternativ kannst du natürlich auch einfach nach Belieben von Dorf zu Dorf wandern und nicht einem „vorgegebenen“ Trek folgen. Es gibt in so gut wie jedem Dorf eine Lodge mit Essen und wie gesagt: das Wegenetz ist sehr dicht. Alles was du dazu brauchst, ist eine Wanderkarte*. Dann musst du nicht zwangsweise einen der bekannten Treks machen.

Wanderer macht Pause

Mein Fazit

Nach dem etwas durchwachsenen ersten Mal überrascht es mich, das zu sagen: Aber der Mardi Himal Trek ist tatsächlich eine Superwanderung! Es war doch ein Riesenunterschied, diese Tour nochmal im Herbst zu machen und ich werde das als perfekten Feelgood-Trek in Erinnerung behalten: Nicht zu schwer, trotzdem unglaublich schöne Landschaften und alles in einem sehr überschaubaren Zeitrahmen.

Der Mardi Himal Trek ist inzwischen natürlich schon relativ beliebt und kein Geheimtipp. Extrem überlaufen fand ich es Mitte November aber nicht. Wenn du nur ein paar Zeit hast und einen entspannten Trek im näheren Umkreis von Pokhara machen willst, kann ich also nur sagen: Ab zum Mardi Himal – du wirst es nicht bereuen!

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zum Mardi Himal Trek? Kennst du andere spannende Treks in der Annapurna-Region oder in Nepal? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören!

 

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