Wandern in Garmisch-Partenkirchen: 10 Touren für Gipfelstürmer

Kann man in Garmisch-Partenkirchen mehr machen, als um den Eibsee zu spazieren oder auf die Zugspitze zu fahren? Genau das wollte ich herausfinden und habe die Region zwei Wochen lang zu Fuß erkundet. In diesem Artikel stelle ich dir 10 spannende Wanderungen für echte Bergfreunde vor.

In diesem Artikel:

Garmisch-Partenkirchen zählt zweifellos zu den bekanntesten Wanderregionen der deutschen Alpen. Aus gutem Grund: Zwischen Wettersteingebirge, Karwendel und den bayerischen Voralpen entfaltet sich eine Gebirgswelt, die auf kleinstem Raum maximale Landschaftsdramatik bietet: schroff abfallende Kalksteinwände über tiefblauen Seen. Endlose Wälder, Schluchten, reißende Gebirgsbäche und gewaltige Felsengipfel. Und mittendrin: die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg.

All das hat mich schon vor Jahren angezogen. Damals war ich in Garmisch, aber nur für ein verlängertes Wochenende, um durch das Reintal auf die Zugspitze zu wandern. Ganz losgelassen hat mich die Region nie, obwohl ich nach Corona mehr zum Nepal-Trekking im Himalaya und in anderen fernen Gebirgen unterwegs war. Diesen Sommer wollte ich aber mal wieder etwas mehr von Europa entdecken. Als mich GaPa Tourismus zu einer Pressereise nach Garmisch eingeladen hat, habe ich deshalb ohne groß zu überlegen sofort zugesagt.

Zwei Wochen lang war ich jeden Tag auf den Wanderwegen rund um Garmisch-Partenkirchen unterwegs – und wie ich mir schon vorher dachte, hat es sich voll gelohnt! Die Gegend ist ein Paradies für Bergfreunde. Die Wege und die Gipfelpanoramen müssen sich kein bisschen vor den großen Bergen der Welt verstecken. Und was mir am besten gefallen hat: Es gibt genügend Wanderungen, die ganz und gar nicht überlaufen sind.

Hier zeige ich dir meine zehn Lieblingstouren: spannende Bergwanderungen, aussichtsreiche Überschreitungen und anspruchsvolle Gipfelabenteuer. Zu jeder Tour findest du eine detaillierte Wegbeschreibung, Karte und einen GPX-Track zum Nachwandern.

Interaktive Wanderkarte für Garmisch-Partenkirchen

Wandern in Garmisch-Partenkirchen – Der Eskapist

Alle 10 Touren auf einen Blick. Klicke auf eine Tour, um den Routenverlauf auf der Karte und weitere Informationen anzuzeigen. Über „Tour ansehen“ gelangst du anschließend direkt zur jeweiligen Tour im Artikel.

leicht mittel schwer
Schwierigkeit
Leicht

Einfache Wanderwege ohne ausgesetzte Stellen. Je nach Tour können Strecke und Höhenmeter trotzdem eine gute Kondition erfordern.

Mittel

Längere oder steilere Anstiege und unebenes Gelände. Gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich.

Schwer

Lange, steile oder alpine Touren mit erhöhten Anforderungen an Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Bei Klettersteigen ist die passende Ausrüstung und Erfahrung erforderlich.

Bester Wanderführer und Karte

Meine Empfehlung: Rother Wanderführer Zugspitze mit Ammergauer Alpen

Der Rother-Wanderführer für die Zugspitz-Region* stellt 50 ausgewählte Wanderungen und Bergtouren rund um Garmisch-Partenkirchen vor und ist eine gute Basis, um die Region auf eigene Faust zu erkunden.

In dem handlichen Buch werden neben den beliebten Wegen auf Zugspitze und Co. auch etwas weniger bekannte Gipfelwanderungen für erfahrene Berggänger vorgestellt. Außerdem diverse Touren im angrenzenden Umland.

Als Wanderkarte empfehle ich die Outdoor-Karte Garmisch-Partenkirchen und Wettersteingebirge* im Maßstab 1:35:000 von Kümmerly+Frey.

Die 10 schönsten Wanderungen in GaPa für Gipfelstürmer

Im Folgenden nun die detaillierte Beschreibung der Wanderungen. Wie die Überschrift schon andeutet, führen alle Touren auf einen Gipfel oder einen hohen Pass, was im Endeffekt fast das gleiche Erlebnis bietet (Wanderungen 4 und 7). Es sind überwiegend Tagestouren für Gebirgswanderer im mittleren bis gehobenen Schwierigkeitsgrad.

Bergidylle pur beim Aufstieg zum Wetterstein-Hauptkamm durch das einsame Bergleintal (Tour 7).

Die beliebten Spaziergänge im Tal (Eibsee-Rundwanderung, Philosophenweg, Kramerplateauweg etc.) habe ich hier nicht berücksichtigt. Nicht, weil sie aufgrund des geringen Anspruchs automatisch schlecht sind. Aber wenn du das Beste sehen willst, das Garmisch-Partenkirchen zu bieten hat – dann musst du hoch in die Berge. Diese Wanderungen spielen in einer anderen Liga und sind landschaftlich deutlich spannender.

Bei der Auswahl der Touren waren mir wie immer die folgenden Punkte wichtig:

Landschaft

Gibt es ein spezielles landschaftliches Highlight oder eine besonders schöne Aussicht vom Gipfel, die die Tour zu etwas Besonderem macht?

Gut erreichbar

Da ich mit öffentlichem Nahverkehr und zu Fuß unterwegs war, wollte ich keine langen Anfahrten (maximal 30 Minuten bis zum Startpunkt, einzige Ausnahme: Tour 7).

Abwechslung

Ich mag schmale Pfade und Gebirgssteige. Breite Forstwege und Straßen versuche ich wenn möglich zu vermeiden, wenn das nicht geht nur in Maßen.

Anspruch

Ich bin kein Bergsteiger, aber ich gehe sehr gerne im Gebirge wandern. Anspruchsvolle Wege und Höhenmeter gehören für mich dazu.

Erlebnis

Am Ende geht es um das Gesamterlebnis, nicht um Schwierigkeit oder technischen Anspruch. Einfache Wanderungen sind auch okay, sofern der Rest stimmt.

Mit diesen Kriterien im Hinterkopf bin ich auf die folgenden 10 Touren gekommen, die sich wirklich lohnen.

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1. Durch die Partnachklamm zum Eckbauer

Diese zu Recht beliebte Wanderung startet in der Partnachklamm, dem größten Touristenmagnet von Garmisch und einem der bekanntesten Naturhighlights von ganz Bayern. Bis zu 80 Meter tief hat sich die Partnach ins Wettersteingebirge gegraben, Der Wanderweg verläuft direkt entlang der reißenden Stromschnellen durch die Felsenschlucht – das sollte man sich schon anschauen. Keineswegs langweilig ist aber auch der Rückweg über den Eckbauer. Das ist zwar nur ein kleiner Gipfel, dafür mit großer Aussicht über das Wettersteingebirge in seiner ganzen Pracht. Eine wunderbare Tour zum Eingehen und Kennenlernen der Gegend!

Wanderung durch die Partnachklamm zum Eckbauer bei Garmisch-Partenkirchen
Tourinfos
Strecke
11,5 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
655 hm
Abstieg
655 hm
Start & Ziel
Start: Olympia-Skistadion · Ziel: Olympia-Skistadion
Einkehr unterwegs
Kaiserschmarrn-Alm, Gasthaus Vordergraseck, Eckbauer-Alm
Höchster Punkt
Eckbauer · 1.237 m
Besonderheit
Einfache Wanderung auf durchgängig breiten ausgebauten Wegen, daher sehr stark besucht. Für die Partnachklamm ist eine Eintrittsgebühr von 10 Euro fällig, Kartenzahlung ist möglich. Informiere dich vor deinem Besuch auf der offiziellen Website der Partnachklamm über die aktuellen Bedingungen.

Karte & GPX

Leicht · T1 Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Start am Olympia-Skistadion Garmisch

Wir starten an der großen Olympiaschanze von Garmisch und folgen dem unübersehbaren Wegweiser und den vielen anderen Leuten Richtung Partnachklamm.

2 Fußweg entlang der Partnach

Der breite asphaltierte Fußweg verläuft für gut 2 Kilometer entlang dem Unterlauf der Partnach.

3 Eingang und Kassenhäuschen der Partnachklamm

Schließlich erreichen wir das Kassenhäuschen, wo man sich Tickets holen kann. Kurz darauf beginnt der eigentliche Weg durch die Klamm.

4 Steilwände und rauschende Partnach in der Partnachklamm

Der Weg durch die Schlucht ist relativ kurz – nur etwa 1 Kilometer. Durch die hochaufragenden Steilwände und den rauschenden Fluss ist es dennoch ein schönes Erlebnis.

5 Weg am hinteren Ende der Partnachklamm

Am hinteren Ende der Schlucht befindet sich eine weitere Schranke. Wir folgen dem Weg, der kurz darauf rechts in den Wald abzweigt.

6 Weg zur Kaiserschmarrn-Alm und zum Vorder-Graseck

Der Weg führt nach einem kurzen Anstieg zur Kaiserschmarrn-Alm und kurz darauf zum Gasthaus am Vorder-Graseck. Hier bietet sich der erste tolle Panoramablick.

7 Weg vom Vordergraseck Richtung Eckbauer

Vom Vordergraseck geht es weiter auf einem asphaltierten Weg, der aber schnell zu einem schönen Waldweg wird.

8 Waldweg mit Kehren beim Aufstieg zum Eckbauer

Nun folgt der größte Anstieg der Tour: Knapp 300 Höhenmeter geht es in vielen Kehren durch den Wald.

9 Eckbauer-Alm mit Blick auf das Wettersteingebirge

Schließlich erreichen wir die schön gelegene Eckbauer-Alm, die einen fantastischen Blick auf das gesamte Wettersteingebirge bietet – der perfekte Ort für eine Pause auf der Terrasse.

10 Bergkammweg am Eckbauer mit Blick ins Wettersteingebirge

Anschließend folgen wir dem Wegweiser Richtung Olympiaskistadion – der Weg verläuft noch eine Weile auf dem Bergkamm, immer mit schönen Blicken ins Wetterstein.

11 Almwiesen auf dem Abstieg Richtung Wamberg

Über weite Almwiesen steigen wir an der Abzweigung nach Elmau langsam ins Tal.

12 Wamberg mit seiner Pfarrkirche und dem Wank im Hintergrund

Kurz darauf erreichen wir das idyllisch gelegene Örtchen Wamberg mit seiner hübschen Pfarrkirche. Im Hintergrund erhebt sich der Wank.

13 Letzter Wegabschnitt zurück zum Olympia-Skistadion

Die letzten 2 Kilometer geht es auf sanft absteigenden Spazierwegen bis nach Kainzenbad. Von hier sind es noch gut 15 Minuten an der Straße entlang bis zum Olympiastadion.

2. Kreuzeck über alte Olympia-Bobbahn

Das Kreuzeck (1.651 m) ist einer der bekanntesten Aussichtsberge von Garmisch-Partenkirchen und bei Skifahrern berühmt-berüchtigt für die steile Kandahar-Abfahrt. Die meisten Leute fahren mit der Seilbahn nach oben, um die Aussicht zu genießen. Mit etwas Kreativität bei der Routenwahl kann man aber auch auf einer schönen Wanderroute nach oben laufen. Die Rundtour, die ich hier vorstelle, startet am malerischen Rießersee und führt von dort entlang der traditionsreichen Olympia-Bobbahn aus den 1930er Jahren bis zum Gipfel – teilweise direkt auf der Originaltrasse! Zurück geht es über den wenig bekannten, aber sehr stimmungsvollen Rießersee-Höhenweg.

Wanderung zum Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn bei Garmisch-Partenkirchen
Tourinfos
Strecke
19,5 km
Dauer
6 Std.
Aufstieg
1.170 hm
Abstieg
1.170 hm
Start & Ziel
Bushaltestelle Aule-Alm-Fußweg
Einkehr unterwegs
Aule-Alm, Toni-Hütte, Kreuzalm, Bayernhaus und Kochelberg-Alm (Abstecher)
Höchster Punkt
Kreuzjoch · 1.719 m
Besonderheit
Lange, aber überwiegend leichte Wanderung auf einfachen Wegen. Nur der Anstieg zum Kreuzjoch ist leicht ausgesetzt, ein kurzer Abschnitt auf dem Weg zum Hausberg mit Drahtseilen versichert. Das Bobbahn-Museum hat nur von Mittwochs 14:00 – 16:00Uhr geöffnet – ggf. nach der Wanderung anschauen.

Karte & GPX

Leicht · T2 Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 1

Los geht`s an der Bushaltestelle Aule-Alm-Fußweg. Hier laufen wir mit tollem Blick auf die Waxensteine durch die Felder.

2 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 2

Der Weg bringt uns in wenigen Minuten zur Aule-Alm. Danach verzweigt sich der Weg, links geht es zum Bobbahn-Museum (geöffnet Mittwochs 14:00 – 16:00Uhr).

3 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 3

Egal welchen Weg wir nehmen, erreichen wir gut 20 Minuten später das Westufer des malerischen Rießersees.

4 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 4

Hier finden sich einige Infotafeln zur Geschichte der Bobbahn, wir folgen dem Weg direkt am Ufer entlang.

5 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 5

Noch vor dem Seehaus zweigen wir links in den Wald ab und folgen nun dem alten Zuschauerweg, der direkt entlang der Strecke der Bobbahn verläuft.

6 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 6

Wir passieren das Herzstück der Bobbahn, die berüchtigte „Bayernkurve“. Die Bobschlitten rasten damals mit über 100 km/h durch diese 180-Grad-Steilkurve.

7 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 7

Teilweise auf der Originaltrasse, teilweise direkt daneben folgen wir der Bobstrecke durch den Wald bis wir zum Startpunkt gelangen.

8 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 8

Hier zweigt rechts ein steiler Waldweg ab, der im oberen Verlauf aber schnell flacher wird und uns in einer guten halben Stunde zur schön gelegenen Toni-Hütte führt.

9 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 9

Danach beginnt der größte Anstieg der Wanderung – rund 600 Höhenmeter, teilweise durch den Wald, teilweise entlang der Strecke der Kandahar-Abfahrt.

10 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 10

Eine gute Stunde später erreichen wir das Kreuzeck, wo wir uns eine verdiente Rast gönnen und den tollen Blick auf die Alpspitze genießen.

11 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 11

Anschließend geht es ein Stück zurück zur Kreuzalm, hier verläuft direkt neben der breiten Piste ein unscheinbarer Bergpfad, der durch den Wald zum Gipfel des noch höher gelegenen Kreuzjochs führt.

12 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 12

Der Weg ist schmal und an einigen Stellen leicht ausgesetzt (T3). Als Belohnung erwartet uns ein schön gelegenes Gipfelkreuz mit wunderbarem Blick auf Wetterstein und Karwendelgebirge.

13 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 13

Der Weg führt dann an der Bergstation des Kandahar-Express vorbei und bietet geniale Panoramablicke auf Garmisch-Partenkirchen.

14 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 14

Der Abstieg zum Sauwankl (1.537 m) führt über steile Stufen und ist teilweise mit Drahtseilen versichert.

15 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 15

Danach durchqueren wir das Skigebiet am Hausberg – im Sommer etwas trostlos, aber der Abschnitt ist zum Glück nur recht kurz.

16 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 16

Nach dem Bayernhaus befinden wir uns wieder auf einem schönen Fußweg, der direkt oberhalb des Reintals verläuft.

17 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 17

Der Weg führt in einer langen Schleife um den Hausberg herum. Wer mag, macht am unteren Ende noch einen kurzen Abstecher zur idyllisch an einem See gelegenen Kochelberg-Alm ( + 15 Minuten).

18 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 18

Auf dem letzten Stück folgen wir dem Rießersee-Höhenweg, einem schön angelegten Waldweg durch die Nordhänge des Hausbergs.

19 Wegbeschreibung Kreuzeck über die alte Olympia-Bobbahn – Abschnitt 19

Der Weg führt uns in gut 1,5 Stunden zurück zur Bobbahn. Von hier laufen wir dann auf dem gleichen Weg zur Aule-Alm und zurück zum Startpunkt.

3. Wank-Rundwanderung

Die Wanderung auf den Wank gehört zu den Klassikern in GaPa – nicht zu lang, nicht zu schwierig und als Belohnung wartet oben ein prächtiges 360° Grad-Panorama, das von Karwendel und Estergebirge über das gesamte Loisachtal bis zur Alpspitze, Zugspitze und den anderen großen Wettersteingipfeln reicht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf den Berg zu kommen – die hier beschriebene Rundtour folgt der klassischen Route und ist quasi die Ideallinie: Aufstieg über die aussichtsreiche, sonnige Südwestflanke, Rückweg über die Esterbergalm mit schönen Blicken ins einsame, dicht bewaldete Estergebirge. Ein Highlight ist auch der letzte Abschnitt auf dem schmalen, landschaftlich reizvollen Hüttlsteig.

Wank-Rundwanderung bei Garmisch-Partenkirchen
Tourinfos
Strecke
14 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
1.095 hm
Abstieg
1.095 hm
Start & Ziel
Start: Partenkirchen · Ziel: Partenkirchen
Einkehr unterwegs
Tannenhütte, Sonnenalm, Wank-Haus und optional Esterbergalm
Höchster Punkt
Wank · 1.780 m
Besonderheit
Langer und kontinuierlicher Anstieg auf den Wank, allerdings auf leichten Wegen und nie zu steil. Auch der Abstieg ins Esterbergtal ist einfach. Der Hüttlsteig ist etwas schmaler (kurze Abschnitte mit Drahtseil) aber ebenfalls unkompliziert. Insgesamt daher trotz der Höhenmeter eine recht leichte Tour.

Karte & GPX

Leicht · T2 Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Kirche St. Sebastian in Partenkirchen

Wir starten an der Kirche St. Sebastian in Partenkirchen und folgen zunächst der Route der Via Alpina durch das Ortzentrum.

2 Schalmeischlucht am Wank

Gut 20 Minuten später erreichen wir die schattige Schalmeischlucht am östlichen Ortsrand.

3 Steiler Waldweg am Wank

Hier beginnt der eigentliche Wanderweg, der direkt recht steil in den Wald hochzieht.

4 Tannenhütte am Aufstieg

Unser erster Zwischenstopp ist die bewirtschaftete Tannenhütte, die wir gut 30 Minuten später erreichen.

5 Weg durch die Kehren an der Südwestflanke

Danach geht es in vielen Kehren immer weiter aufwärts. Unterwegs bieten sich an vielen Stellen tolle Blicke auf das Loisachtal und die Berge.

6 Ecken-Hütte am Wank

Schon einen weiteren Kilometer später erreichen wir die ebenfalls sehr aussichtsreich gelegene Ecken-Hütte (nicht bewirtschaftet).

7 Aufstieg unterhalb der Wank-Seilbahn

Danach beginnt der längste Teil des Aufstiegs – gut 700 Höhenmeter trennen uns noch vom Gipfel. Teilweise laufen wir direkt unterhalb der Wank-Seilbahn.

8 Sonnenalm und Wank-Haus

Der Aufstieg ist durchaus schweißtreibend, aber immer auf einfachen Wegen. Schließlich sehen wir die Gebäude der Sonnenalm vor uns, direkt daneben befindet sich das Wank-Haus des DAV.

9 Panorama vom Wank über das Loisachtal

Der Ausblick von der Terrasse ist großartig – vor uns liegt das gesamte Loisachtal mit den Gipfeln des Wettersteingebirges ausgebreitet wie auf dem Präsentierteller.

10 Wankplateau

Anschließend verlassen wir das flache Wankplateau Richtung Norden. Eckenberg und Ameisenberg können optional bestiegen werden, die Aussichten sind aber nicht viel besser.

11 Abstieg Richtung Esterbergalm

Auf einem wunderbar angelegten, schmalen Bergpfad steigen wir nun in ein Seitental mit der abgelegenen Esterbergalm ab.

12 Weg zur Esterbergalm

Die Esterbergalm liegt nicht direkt am Weg. Wer mag, macht noch einen Abstecher (ca. 30 Minuten). Ansonsten folgend wir der breiten Piste, die zurück ins Loisachtal führt.

13 Hüttlsteig oberhalb von Farchant

Schon einen halben Kilometer später zweigen wir links von der Piste auf den schmalen, sehr aussichtsreichen Hüttlsteig ab, der oberhalb von Farchant zurück nach Partenkirchen führt.

14 Schmaler Pfad nach Partenkirchen

Der Steig endet an einer breiten Piste, die zum offiziellen Wegenetz zählt. Interessanter ist, geradeaus auf einem schmalen Pfad weiterzugehen, der direkt nach Partenkirchen hinabführt.

15 Wallfahrtskirche St. Anton

Der Weg endet an der schönen Wallfahrtskirche St. Anton. Von hier laufen wir auf dem Kreuzweg zurück ins Zentrum und sind gut 15 Minuten später wieder am Startpunkt.

4. Höllentalklamm und Hupfleitenjoch

Die Höllentalklamm ist sowas wie die große Schwester der Partnachklamm und landschaftlich nochmal ein gutes Stück spektakulärer. Dafür muss man aber auch ein bisschen arbeiten. Der Weg ist länger, steiler und anstrengender – aber was für eine Belohnung den Wanderer hier erwartet: Beeindruckende Felsszenerien, himmelhohe Steilwände und das Höllental, das ganz anders als sein Name vermuten lässt, tatsächlich paradiesisch schön ist. Krönender Abschluss der Tour ist der spektakulär angelegte Felsensteig zum Hupfleitenjoch auf 1.750 Metern: die Tiefblicke ins Höllental sind sensationell! Wenn du nur eine Tour in Garmisch machen willst – hier ist ein heißer Kandidat!

Höllentalklamm und Hupfleitenjoch bei Garmisch-Partenkirchen
Tourinfos
Strecke
13,5 km
Dauer
5 Std.
Aufstieg
1.175 hm
Abstieg
1.175 hm
Start & Ziel
Kapelle Mariä Himmelfahrt in Hammersbach
Einkehr unterwegs
Höllentalangerhütte
Höchster Punkt
Hupfleitenjoch · 1.750 m
Besonderheit
Für die Höllentalklamm ist Eintritt fällig (7 €), DAV-Mitglieder erhalten eine Ermäßigung und zahlen nur die Hälfte (Ausweis erforderlich). Der Weg zum Hupfleitenjoch ist stellenweise schmal und ausgesetzt (Drahtseile) und weist eine kurze Kletterstelle auf (ca. 5 Meter, Steigbügel). Wenn du nicht über den Jägersteig absteigen möchtest, kannst du auch mit der Kreuzeckbahn ins Tal fahren.

Karte & GPX

Mittel · T3 Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 1

Wir starten in Hammerbach an der kleinen Kapelle Mariä Himmelfahrt. Hier folgen wir dem zunächst breiten und asphaltierten Klammweg entlang des Hammerbachs.

2 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 2

Nach einem guten Kilometer zweigen wir rechts auf einen schon merklich naturnäheren Weg, der stetig ansteigend durch den Wald hochzieht.

3 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 3

Etwa 30 Minuten später erreichen wir nach einem kurzen steilen Aufstieg und dem Abzweig zum Stangensteig die Höllentalklamm-Eingangshütte.

4 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 4

In der Hütte befindet sich ein kleines, aber interessantes Museum zur Erschließung der Klamm im 19. Jahrhundert. Danach geht es weiter durch die Klamm.

5 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 5

Der Klammweg ist schmal und spektakulär angelegt. Gelegentlich werden kleine Tunnel durchquert und Steilstufen durch Stahltreppen überwunden.

6 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 6

Schließlich öffnet sich die Klamm. Wir überwinden eine steile Geländestufe über mehrere Serpentinen und gelangen zu einem schönen Pausenplatz am Ende der Klamm.

7 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 7

Von hier sind es nur noch gut 10 Minuten zur gut besuchten Höllentalangerhütte. Wem der Trubel zu viel, der findet in den umliegenden Wiesen viele ruhige Rastplätze.

8 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 8

Die Blicke über den Anger ins obere Höllental sind schon hier beeindruckend, es wird aber noch viel besser!

9 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 9

Wir folgen dem ausgeschilderten Weg rechts neben der Höllentalangerhütte und gelangen kurze Zeit später auf einen schön angelegten Gebirgssteig, der hoch über dem Tal zu den Knappenhäusern führt.

10 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 10

Der Weg ist leicht ausgesetzt (stellenweise Drahtseile). Etwas auf halbem Weg zu den Knappenhäusern muss eine etwa 5 Meter hohe Felsstufe gesichert heruntergekraxelt werden.

11 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 11

Im weiteren Verlauf werden die Aussichten ins obere Höllental immer besser. Der Blick reicht über den Aufstiegsweg bis zu den Überresten des Zugspitzgletschers im Talschluss.

12 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 12

An den Knappenhäusern (keine Bewirtschaftung) bietet sich eine kurze Verschnaufpause an. Hier sieht man schon den weiteren Weg bis zum Hupfleitenjoch.

13 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 13

Bis zum Hupfleitenjoch sind es von den Knappenhäusern gut 40 Minuten. Hier haben wir auf 1.750 Metern den höchsten Punkt der Tour erreicht.

14 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 14

Danach führt der Weg leicht absteigend durch Latschenfelder bis wir schließlich auf den breiten und viel frequentierten Fußweg zum Kreuzeck treffen.

15 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 15

Für den Rückweg bietet sich der Jägersteig an, der noch vor dem Kreuzeck abzweigt und an der Längenfelderbahn beginnt.

16 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 16

Der Weg überwindet rund 700 Höhenmeter durch den Bergwald. Dennoch ist er nicht übermäßig steil und bietet an vielen Stellen überraschend aussichtsreich.

17 Wegbeschreibung Höllentalklamm und Hupfleitenjoch, Abschnitt 17

Auf rund 900 Metern geht das Gelände in flache Wiesen über. Links von uns erheben sich die imposanten Waxensteine. Kurz darauf stoßen wir wieder auf den Klammweg, der uns in wenigen Minuten zurück nach Hammersbach bringt.

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5. Kramerspitz-Überschreitung

Wenn man in Garmisch steht und über das Loisachtal nach Süden schaut, kann man ihn nicht übersehen: Der formschöne Kramerspitz ist von Garmisch betrachtet der alles dominierende Berg der Ammergauer Alpen, sein Gipfelkreuz ruft den Wanderer förmlich zu sich. Und das ist eine Einladung, die man annehmen sollte! Die Tour ist lang und erfordert durch den kräftigen Aufstieg ausreichend Kondition. Dafür wird man mit spannenden Bergwegen, herrlichen Landschaftseindrücken und viel Ruhe belohnt. Und natürlich einem fantastischen Logenblick auf das Zugspitzmassiv – der Kramer gilt durch seine freistehende Lage nicht umsonst als einer der besten Aussichtsberge der Region.

Wanderung auf den Kramerspitz bei Garmisch-Partenkirchen
Tourinfos
Strecke
18 km
Dauer
8 Std.
Aufstieg
1.335 hm
Abstieg
1.335 hm
Start & Ziel
Bayernhalle, Garmisch-Partenkirchen
Einkehr unterwegs
Steppberg-Alm (Abstecher)
Höchster Punkt
Kramerspitz · 1.985 m
Besonderheit
Lange und konditionell fordernde Überschreitung des Kramerspitz-Massivs – nur für ausdauernde Bergwanderer. Bis zur Felsenkanzel einfacher Bergweg, im oberen Bereich dann steiler und viel Geröll. Rund um den Gipfelbereich werden mehrere Erosionsrinnen auf schmalen Pfaden durchquert. Kritische Stellen sind mit Drahtseilen gesichert, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit dennoch erforderlich. Nur bei gutem Wetter!

Karte & GPX

Mittel · T3 Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Start an der Bayernhalle in Garmisch-Partenkirchen

Der beste Startpunkt vom Zentrum Garmischs ist die Bayernhalle. Hier folgen wir dem breiten Asphaltweg der durch die Kramerhänge auf den bei Spaziergängern beliebten Kramerplateauweg führt.

2 Asphaltweg durch die Kramerhänge

Der erste Teil bis St. Martin verläuft eher unspannend auf einem asphaltierten Weg. Der in einigen Karten eingetragene alternative Kramersteig ist im unteren Abschnitt aber nicht zu empfehlen, da sehr steil und verwachsen.

3 Kramersteig bei St. Martin

In St. Martin treffen wir auf den Kramersteig. Ab hier wird der Weg zu einem schönen Bergpfad, der stetig durch die Hänge nach oben zieht.

4 Felsenkanzel am Kramersteig

Gut eine halbe Stunde nach St. Martin erreichen wir die Felsenkanzel (kurzer Abschnitt mit Drahtseilen) – der erste tolle Aussichtspunkt, aber es kommen noch viele weitere.

5 Abzweig am Kramersteig Richtung Kramerspitz

Der Weg führt danach weiter zum Königsstand. Wir zweigen aber bereits nach einem guten Kilometer links ab und folgen weiter dem Kramersteig. Ab hier wird der Weg anspruchsvoller (T3).

6 Steiler Geröllweg am Kramerspitz

Der Weg zieht teilweise recht steil über loses Geröll nach oben. Linkerhand öffnet sich der Blick auf den Kramerspitz – bis zum Gipfel sind es von hier aber noch gut 2 Stunden.

7 Latschenzone und felsiger Bergpfad

Auf rund 1.700 Metern erreichen wir die Latschenzone. Der schmale Pfad führt hier in leichtem Auf und Ab über eine Reihe von Felsköpfen, teils mit einfachen Kraxeleien.

8 Mittergernnadel mit Gipfelkreuz

Wir passieren die markante Mittergernnadel – laut Internet-Nutzer Andy84 sehr leicht zu besteigen. Ich habe dennoch die Hände in den Hosentaschen gelassen und bin weitergelaufen.

9 Felsiger Hügel am Kramersteig

Kurz darauf führt der Weg über einen kleinen felsigen Hügel, wieder in leichter Kraxelei.

10 Blick auf den Kramerspitz und den Vorgipfel

Oben angekommen bietet sich ein toller Blick auf den Kramerspitz. Davor ein markanter Vorgipfel, den wir nordseitig auf schmalem Pfad durch die erodierten Hänge umgehen.

11 Nordseite des Kramerspitz-Massivs

Hinter dem Vorgipfel wird der Pfad wieder breiter und verläuft weiter auf der flach abfallenden Nordseite des Kramerspitz-Massivs.

12 Aufstieg zum Hauptgipfel des Kramerspitz

Eine gute halbe Stunde hinter dem felsigen Hügel kommt endlich der Hauptgipfel in Sicht. Das letzte Stück führt über einfaches Geröll bis zum Gipfelkreuz.

13 Gipfelblick vom Kramerspitz

Der Blick von oben ist fantastisch: Karwendel, Alpspitze, die Höllentalspitzen und das Zugspitzmassiv – die gesamte Bergwelt Garmischs breitet sich vor uns aus.

14 Drahtseilgesicherter Abstieg vom Kramerspitz

Der Abstieg vom Gipfel führt über eine mäßig steile Erosionsrinne – relativ rutschig, aber der Weg ist gut mit einem Drahtseil gesichert.

15 Bergweg auf der Nordseite des Kramerspitz

Anschließend laufen wir eine ganze Weile auf gleicher Höhe bzw. mäßig absteigend, immer begleitet von großartigen Blicken auf die Berge im Norden.

16 Steppberg-Alm am Sattel

Über eine Latschengasse steigen wir dann zu der idyllisch auf einem Sattel gelegenen Steppberg-Alm ab, wo wir uns endlich eine wohlverdiente Pause gönnen.

17 Gelbes-Gwändl-Steig an der Südwestflanke

Für den Rückweg gibt es mehrere Optionen. Etwas länger, aber viel schöner als der direkte Weg ist der Gelbes-Gwändl-Steig, der in spektakulärer Wegführung durch die felsigen Hänge an der Südwestflanke des Kramermassivs verläuft.

18 Abstieg oberhalb des Herrgottschrofens

Für den Abstieg (ca. 800 Höhenmeter) sind etwa 1,5 – 2 Stunden einzuplanen. Schließlich kommen wir oberhalb des Herrgottschrofens raus und treffen wieder auf den Kramerplateauweg.

19 Kramerplateauweg zurück zur Bayernhalle

Für die letzten 3,5 Kilometer folgen wir dem einfachen, schön angelegten Spazierweg und erreichen nach einer knappen Stunde wieder die Bayernhalle, wo die Tour endet.

6. Hoher Fricken über die Kuhfluchtwasserfälle

Der Hohe Fricken wird nur selten besucht – wahrscheinlich, weil es keine Seilbahn und keine Einkehrmöglichkeit am Weg gibt. Vielleicht aber auch, weil die Wege hinauf nicht ganz einfach sind. Genau das macht ihn zum gefundenen Fressen für alle, die gerne abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs sind. Die Wanderung führt von den malerischen Kuhfluchtwasserfällen auf einem sehr urwüchsigen und teils ziemlich steilen Waldweg auf den Gipfel. Zurück geht es auf schmalen, aussichtsreichen Bergpfaden durch die Ausläufer des einsamen Estergebirges und einem kaum bekannten Schleichweg direkt oberhalb der Wasserfälle mit entsprechend schönen Tiefblicken.

Hoher Fricken über die Kuhfluchtwasserfälle
Tourinfos
Strecke
13,5 km
Dauer
6 Std.
Aufstieg
1.280 hm
Abstieg
1.280 hm
Start & Ziel
Zentrum Farchant (Nähe Bahnhof)
Einkehr unterwegs
Keine
Höchster Punkt
Hoher Fricken · 1.940 m
Besonderheit
Die Route über die Kuhfluchtwasserfälle ist sehr steil. Überwiegend Waldweg und viele Wurzeln, mit Nässe und rutschigem Weg ist zu rechnen, auch bei gutem Wetter. Keine Sicherungen auf der gesamten Route. Im Aufstieg relativ unkritisch, aber eher nicht für einen Abstieg zu empfehlen. Der Abstiegsweg entlang der Wasserfälle ist ähnlich steil, kann aber umgangen werden. Dazu läufst du bei Wegpunkt 17 auf der Piste weiter.

Karte & GPX

Mittel · T3 Rundwanderung
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Hoher Fricken – Wegpunkt 1

Los geht`s im Zentrum von Farchant unweit des Bahnsteigs. Im Dorfladen können wir zur Not noch ein bisschen Proviant einkaufen.

2 Hoher Fricken – Wegpunkt 2

Anschließend überqueren wir die Brücke über die Loisach und laufen auf dem Kuhfluchtweg in Richtung Wasserfälle.

3 Hoher Fricken – Wegpunkt 3

Bis zu den unteren Wasserfällen ist der Weg breit, sehr gut ausgebaut und relativ beliebt bei Spaziergängern.

4 Hoher Fricken – Wegpunkt 4

Am Ende des Wegs überqueren wir eine kleine Brücke und steigen über eine Stahltreppe entlang der Wasserfälle auf. Ab hier wird der Weg schmaler und steiler.

5 Hoher Fricken – Wegpunkt 5

Kurze Zeit später erreichen wir ein Warnschild am Ende des ausgebauten Bereichs. Das soll wohl vor allem Spaziergänger ohne passendes Schuhwerk abschrecken.

6 Hoher Fricken – Wegpunkt 6

Die Warnung ist nicht ganz unberechtigt: Der Weg ist recht steil und verläuft an vielen Stellen über rutschige Wurzeln.

7 Hoher Fricken – Wegpunkt 7

Teilweise laufen wir direkt an der Abbruchkante, wo die bewaldeten Hänge des Fricken ins Tal abfallen.

8 Hoher Fricken – Wegpunkt 8

Unterwegs bieten sich schöne Ausblicke über Garmisch und das Loisachtal.

9 Hoher Fricken – Wegpunkt 9

Auf etwa 1.200 Metern erreichen wir einen kleinen Unterstand, der sich gut zur Pause anbietet. Hier gibt es auch einen schönen Aussichtspunkt.

10 Hoher Fricken – Wegpunkt 10

Anschließend müssen einige Felsschrofen hochgekraxelt werden – im Aufstieg recht einfach, aber der Weg ist weiterhin steil, schmal und stellenweise leicht ausgesetzt.

11 Hoher Fricken – Wegpunkt 11

Etwa 200 Höhenmeter weiter oben erreichen wir die Latschenzone. Ab hier wird der Weg merklich flacher.

12 Hoher Fricken – Wegpunkt 12

Zum sind es aber noch gut 45 Minuten, da der Weg nicht direkt hinaufführt, sondern einen großen Schlenker über die Nordwestflanke macht.

13 Hoher Fricken – Wegpunkt 13

Ein letzter Abschnitt über den latschenbewachsenen Grat bringt uns schließlich zum Gipfelkreuz auf 1.940 Metern.

14 Hoher Fricken – Wegpunkt 14

Für den Rückweg laufen wir zunächst ein Stück zurück zu dem Sattel über dem Frickenkar, vor uns erhebt sich der Bischof (2.033 m).

15 Hoher Fricken – Wegpunkt 15

Von hier führt dann ein wunderschön angelegter, deutlich leichterer Bergpfad ins Tal runter zur Esterberg-Alm.

16 Hoher Fricken – Wegpunkt 16

Um zurück nach Farchant zu gelangen folgen wir zunächst dem breiten Fahrweg für knapp 1,5 Kilometer.

17 Hoher Fricken – Wegpunkt 17

An einer Bank mit Aussichtspunkt zweigen wir schließlich rechts von der Piste ab und folgen einem heute nicht mehr genutzten, etwas überwachsenen Fahrweg in den Wald.

18 Hoher Fricken – Wegpunkt 18

Dieser Weg bringt uns in gut 15 Minuten zu einem kleinen Unterstand. Hier beginnt ein Wildschutzgebiet.

19 Hoher Fricken – Wegpunkt 19

Neben der Hütte zweigt ein schmaler Pfad in den Wald ab. Der Weg ist ähnlich steil wie der Aufstieg entlang der Wasserfälle, aber gelegentlich mit einem roten Punkt markiert.

20 Hoher Fricken – Wegpunkt 20

An einigen Stellen verläuft der Pfad direkt entlang der Steilkante weit oberhalb der Wasserfälle.

21 Hoher Fricken – Wegpunkt 21

Für den Abstieg ist durch das steile Gelände und den teils mit Gras überwachsenen Pfad eine gute Stunde einzuplanen. Schließlich treffen wir wieder auf den breiten Spazierweg, auf dem wir in 20 Minuten zurück nach Farchant laufen.

7. Wetterstein-Durchquerung über die Meiler-Hütte

Diese großartige, grenzüberschreitende Wanderung startet auf der österreichischen Seite des Wettersteins und führt durch das einsame Bergleintal direkt über den Wettersteinhauptkamm. Dort oben steht in luftigen Höhen eine der ungewöhnlichsten Berghütten der Ostalpen – die Meilerhütte direkt auf der Landesgrenze zwischen Deutschland und Österreich. Auch der lange Abstieg nach Garmisch über das Königsschloss am Schachen weiß zu gefallen: Der Panoramablick über das Reintal bis zur Zugspitze ist gigantisch, besser wird es im Wetterstein nicht mehr. Als Tageswanderung recht ambitioniert, aber ganz weit oben in der Liste meiner Lieblingswanderungen!

Wetterstein-Durchquerung über die Meiler-Hütte
Tourinfos
Strecke
20,5 km
Dauer
9,5 Std.
Aufstieg
1.435 hm
Abstieg
1.780 hm
Start & Ziel
Leutasch Reindlau – Olympia-Skistadion Garmisch-Partenkirchen
Einkehr unterwegs
Meilerhütte und Schachenhaus
Höchster Punkt
Dreitorspitzgatterl · 2.375 m
Besonderheit
Sehr lange Bergwanderung mit kräftigem Aufstieg. Als Tagestour nur bei sehr frühem Start machbar. Dazu den ersten Zug in Garmisch nach Seefeld um ca. 6:30 Uhr nehmen (RB6 oder S6). In Seefeld direkt am Bahnhof in die Linie VVT 430 Richtung Weidach und in Weidach nochmals in den VVT-Bus 431 nach Reindlau umsteigen. Falls hier kein Bus fahren sollte, kannst du von Weidach auch nach Reindlau laufen (ca. 3 km). Alternativ als 2-Tagestour mit Übernachtung in der Meilerhütte.

Karte & GPX

Schwer · T3 Streckenwanderung
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1 Start in Reindlau im oberen Leutschtal

Start ist an der Haltestelle in Reindlau im oberen Leutschtal. An der Kreuzkapelle zweigt ein schmaler Pfad zwischen den Gebäuden ab, dem wir folgen.

2 Waldweg im Bergleintal

Der Weg führt zunächst mit mäßiger Steigung durch den Wald.

3 Bergleintal im Wettersteingebirge

Eine gute halbe Stunde später erreichen wir dann das wunderschöne Bergleintal.

4 Steiniger Bergpfad im Bergleintal

Ab hier wird der Weg zu einem anspruchsvolleren Bergpfad, in den schattigen Passagen sind die groben Felsbrocken zudem teils feucht und recht rutschig.

5 Aufstieg über die Geländestufen zum Wettersteinhauptkamm

Der Aufstieg zum Pass erfolgt über mehrere große Geländestufen und ist zum Glück nicht allzu steil. Für die knapp 1.300 Meter sind dennoch gut 4 Stunden einzuplanen.

6 Mustersteinhütte im Wetterstein

Auf rund 2.000 Metern passieren wir die unbewirtschaftete Mustersteinhütte.

7 Leutscher Platt mit Gerölllandschaft

Danach bleibt die Vegetation vollständig zurück und wir wandern durch die bizarre Mond- und Gerölllanschaft des Leutscher Platts.

8 Abzweigung zur Partenkirchner Dreitorspitze

Auf 2.250 Metern zweigt links ein schmaler Pfad durch die Schuttreißen ab, der zur Partenkirchner Dreitorspitze und dem Hermann-Barth-Klettersteig abzweigt – eine beliebte Tagestour.

9 Meilerhütte im Wettersteingebirge

Wir halten uns stattdessen weiter geradeaus. Schließlich kommt die Meilerhütte in Sicht, die wir nach einem kurzen letzten Anstieg erreichen.

10 Meilerhütte auf dem Dreitorspitzgatterl

Die Meilerhütte liegt auf rund 2.370 Meter auf dem Dreitorspitzgatterl und direkt auf der Landesgrenze zwischen Österreich und Deutschland – ein fantastischer Logenplatz und die Pause haben wir uns verdient!

11 Steiler Abstieg von der Meilerhütte

Der Abstieg auf der anderen Seite ist im oberen Bereich recht steil. Auf dieser Seite des Passes ist aber deutlich mehr los, da viele Leute von Garmisch als Tagesausflug hochwandern.

12 Frauenalpl im Wettersteingebirge

Begleitet von großartigen Aussichten steigen wir zur Frauenalpl ab, einem flachem Gratabsatz mit saftigen Wiesen – eine wahre Oase in der kargen Kalksteinwüste des Wettersteins.

13 Blick über das Reintal zur Zugspitze

Die Ausblicke von hier oben sind unbeschreiblich gut und zählen zu den besten Bergpanoramen rund um Garmisch: Vor uns liegt das gesamte Reintal – der Blick reicht über das Zugspitzplatt bis zum Münchener Haus auf dem Gipfel der Zugspitze.

14 Teufelsgsaß am Schachen

Über die markante Felsflanke der Teufelsgsaß steigen wir dann recht steil zum idyllisch gelegenen Schachenhaus ab. Wer mag, besichtigt hier noch das berühmte Königshaus von Ludwig II.

15 Königsweg am Schachen

Hinter dem Schachenhaus folgen wir für rund 3 km dem breiten und für Spaziergänger gut ausgebautem Königsweg.

16 Kälbersteig ins Reintal

Für den Abstieg ins untere Reintal zweigen wir schließlich auf den schmalen Kälbersteig ab.

17 Blick vom Kälbersteig nach Garmisch

Der Weg überwindet rund 800 Meter, für den Abstieg sind etwa 1,5 Stunden einzuplanen. Unterwegs bieten sich immer wieder tolle Ausblicke bis nach Garmisch.

18 Hintereingang der Partnachklamm

Schließlich kommen wir am Hintereingang der Partnachklamm aus. Hier gibt es mehrere Optionen für den Rückweg. Am schnellsten ist durch die Klamm zu laufen, allerdings muss man dafür Eintritt zahlen.

19 Weg oberhalb der Partnachklamm

Eine gute Alternative ist, zunächst links zum Vordergraseck abzuzweigen und später die Eiserne Brücke zu überqueren. Dieser Weg führt sehr aussichtsreich direkt oberhalb der Partnachklamm entlang.

20 Olympia-Skistadion in Garmisch

Rund 45 Minuten später erreichen wir dann endlich das Olympiaskistadion, wo eine lange aber großartige Tour zu Ende geht.

8. Alpspitz-Ferrata

Der Klettersteig auf die markante Kalksteinpyramide der Alpspitze zählt zu den beliebtesten Touren rund um Garmisch. Nicht ohne Grund: Der Weg bietet großartige Einblicke in die wilde Felsenwelt des Wettersteins, ein lohnendes Gipfelziel und dank zahlreicher Kraxelpassagen auch eine gute Portion Nervenkitzel. Dennoch ist der Klettersteig einfach genug, dass sich normale Bergwanderer mit Ausrüstung und ein bisschen Erfahrung daran versuchen können. Die hier beschriebene klassische Route führt nach dem Gipfel über die aussichtsreiche Ostflanke und den Nordwandsteig zurück zum Start. Eine recht kurze, aber erlebnisreiche Tour, die sich gut für einen halben Tag eignet.

Alpspitz-Ferrata
Tourinfos
Strecke
4,5 km
Dauer
4 Std.
Aufstieg
625 hm
Abstieg
625 hm
Start & Ziel
Alpspitzbahn – Osterfelderkopf (2.000 m)
Einkehr unterwegs
Keine
Höchster Punkt
Alpspitze · 2.628 m
Besonderheit
Leicher, anfängerfreundlicher Klettersteig (B), für eine Wanderung aber als schwer einzustufen. Durch die gute Erreichbarkeit mit der Bergbahn zudem sehr gut besucht, vor allem am Wochenende. Für etwas mehr Ruhe besser unter der Woche, alleine bist du hier natürlich trotzdem nicht. Für den Abstieg über die Ostflanke sind Wanderstöcke sehr zu empfehlen (Geröll).

Karte & GPX

Schwer Klettersteig
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1 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 1

Start ist an der Bergstation der Alpspitzbahn. Am besten die erste Seilbahn morgens nehmen – der Klettersteig ist extrem beliebt und entsprechend gut besucht.

2 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 2

Auf dem gut ausgebauten Wanderweg laufen wir ca. 10 Minuten nach Süden. An einem grasigen Plateau erreichen wir den Einstieg des Klettersteigs.

3 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 3

Der Steig startet mit einer kurzen steilen Kraxelpassage (B), allerdings mit Stiften und Drahtseil gesichert. Generell ist die Alpspitzferrata extrem gut abgesichert.

4 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 4

Anschließend steigen wir leicht über teilweise gesicherte Passagen mit einzelnen Klammern (A/B) und einer ersten längeren Bügel-Leiter auf (4 m, B)

5 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 5

Über gestuftes Gelände (A) geht es anschließend leicht links aufwärts zu einem Schuttabsatz.

6 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 6

Hier erreichen wir eine der fotogensten Stellen der Alpsitz-Ferrata: eine gut 8 m hohen Leiter (A/B).

7 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 7

Die Leiter ist durchgängig mit einem Drahtseil gesichert, der Aufstieg erfolgt über Stahlbügel.

8 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 8

Der Aufstieg führt zu einem weiteren kleinen Plateau. Von hier bieten sich schöne Blicke über den südlich vorgelagerten Blassengrat.

9 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 9

Über gut gesicherte Geröllpfade (A) gewinnt man weiter an Höhe. An einigen steileren Stellen führt die Route über leicht querende Passagen, die mit Stiften bestens abgesichert sind (A/B).

10 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 10

Wir gelangen nun zum einem Kessel, in dem wir das letzte Drittel der Route einsehen können. Ab hier wird das Gelände plattiger.

11 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 11

Über eine längere Klammernreihe (B) klettern wir nun leicht linksseitig in die Westflanke der Alpspitze.

12 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 12

Ein letzter kurzer Aufstieg führt durch eine Rinne (A/B) zu einem Aufschwung.

13 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 13

Schließlich erreichen wir den Gipfel der Alpspitze und gönnen uns erstmal eine ausgedehnte Brotzeit mit Traumblick über das Wetterstein bis zur Bergwelt Tirols. Sogar die fernen Gipfel der Stubaier Alpen kann man von hier sehen!

14 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 14

Der Abstieg führt uns dann über die weitläufige Alpspitz-Ostflanke, die im oberen Bereich stark mit Schutt und Geröll bedeckt ist. Stöcke sind hilfreich!

15 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 15

Einige hundert Meter nach dem Einstieg zieht der Steig nach rechts. Es folgt ein Steilaufschwung, den wir herabkraxeln (Drahtseile, A/B).

16 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 16

Kurz bevor wir das Oberkar erreichen, muss eine weitere Steilstufe überwunden werden: Entweder über Stahlbügel (B) oder direkt daneben etwas einfacher über eine Leiter.

17 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 17

Anschließen durchqueren wir das Oberkar auf einem einfachen, geröllbedeckten Pfad.

18 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 18

An der Abzweigung zum Berardeinkopf biegen wir links ab, um auf den Nordwandsteig zu gelangen. Kurz darauf folgt eine weitere Kraxelpassage (A/B).

19 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 19

Der Nordwandsteig ist generell etwas einfacher, bis zum Ausstieg müssen nur noch zwei kurze Passagen herabgekraxelt werden (A).

20 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 20

Kurz vor dem Ende durchqueren wir noch einige Tunnel, schließlich kommen wir wieder an dem Plateau raus, wo die Tour startete.

21 Alpspitz-Ferrata – Wegpunkt 21

Zurück geht es dann auf gleichem Wanderweg bis zum Osterfelderkopf und der Alpspitzbahn.

9. Zugspitze über das Reintal

Die Wanderung durch das Reintal ist die einfachste Route auf den höchsten Berg Deutschlands, aber das bedeutet nicht, dass sie langweilig wäre. Es ist eine Tour voller Gegensätze: Stille, Einsamkeit und dichte Wälder im abgeschiedenen Reintal, später die karge Felswüste des Zugspitzplatts und zum Abschluss eine kräftezehrende Kraxelpartie, die die letzten Reserven fordert. Oben angekommen dann das totale Kontrastprogramm am vielleicht stärksten verbauten Gipfel der Alpen. Über die Kommerzialisierung der Zugspitze kann man sich streiten. Die Wanderung ist aber ein echtes Erlebnis – auch ohne den Zusatz, dass man den höchsten Berg des Landes besteigt.

Zugspitze durch das Reintal
Tourinfos
Strecke
21,5 km
Dauer
2 Tage
Aufstieg
2.400 hm
Abstieg
205 hm
Start & Ziel
Olympia-Skistadion Garmisch-Partenkirchen – Zugspitze (2.962 m)
Einkehr unterwegs
Bockhütte, Reintalangerhütte, Knorrhütte
Höchster Punkt
Zugspitze · 2.962 m
Besonderheit
Die Wanderung ist theoretisch auch als Tagestour möglich, aber nur bei sehr frühem Start (ca. 4:00 Uhr) und für sehr konditionsstarke, erfahrene Bergwanderer. Der eigentliche Aufstieg beginnt erst nach der Reintalangerhütte. Im letzten Abschnitt vor dem Gipfel ist ein kurzer einfacher Klettersteig zu überwinden (A/B), bei wenig Erfahrung ggf. ein Klettersteig-Set mitnehmen.

Karte & GPX

Mittel · T3 Streckenwanderung
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1 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 1

Die klassische Route startet am Olympiastadion in Garmisch – von hier laufen wir zunächst 2 km auf breitem Spazierweg bis zum Eingang der Partnachklamm.

2 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 2

Der eigentliche Weg durch die Klamm ist nur recht kurz, aber ein schöner Auftakt der langen Wanderung.

3 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 3

Schon gut 15 Minuten später erreichen wir das hintere Ende der Klamm, wo auch der Weg zum Vordergraseck abzweigt.

4 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 4

Wir laufen stattdessen ins Reintal. Der folgende Abschnitt zieht sich gut 6 km auf mäßig spannenden Forstwegen, dafür aber nur mit wenig Steigung.

5 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 5

Rund 1,5 hinter der Partnachklamm erreichen wir den Umschlagplatz für die Reintalangerhütte. Hier endet die Forstpiste.

6 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 6

Auf einem Waldweg laufen wir dann noch ein kurzes Stück zur Bockhütte, die wir gut 30 Minuten später erreichen.

7 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 7

Hinter der Bockhütte wird der Weg noch schmaler und führt jetzt für lange Zeit direkt am Oberlauf der Partnach entlang, allerdings immer noch ohne größere Steigung.

8 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 8

Je weiter wir ins Reintal hineinlaufen, desto breiter wird das Flussbett. Die Partnach wird zu einem Rinnsal und verschwindet schließlich ganz unter der Erde.

9 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 9

Eine gute Stunde später erreichen wir die Diensthütte der Bergsteiger-Riege München. Ab hier beginnt der Weg langsam nach oben zu ziehen.

10 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 10

Je weiter wir aufsteigen, desto mehr öffnet sich das Reintal. 2 Kilometer weiter folgt ein Anstieg über eine Geländestufe, über die der Partnachfall stürzt.

11 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 11

Danach sind es noch gut 20 Minuten bis zur Reintalangerhütte, die sich gut als Übernachtungsplatz anbietet.

12 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 12

Hinter der Reintalangerhütte geht es zunächst für 1 km flach weiter. Danach steht der erste größere Anstieg über eine steile Geländestufe an.

13 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 13

Nach einem kurzen flachen Abschnitt in der Latschenzone folgt direkt ein weiterer Steilaufschwung. Diesmal schon in merklich alpinerem Gelände mit kurzen Schrofenabschnitten.

14 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 14

Gut 2 Stunden nach Aufbruch erreichen wir schließlich die schön gelegene Knorrhütte, die sich perfekt für eine kurze Pause anbietet.

15 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 15

Der Weg zieht nun stetig nach oben und führt uns in zunehmend kargerer Umgebung auf das weitläufige Plateau des Zugspitzplatts.

16 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 16

Auch hier sind mehrere Geländestufen zu überwinden. Im weiteren Aufstieg verwandelt sich die Landschaft endgültig in eine Geröllwüste.

17 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 17

Nach rund 3 Kilometern und 500 Höhenmetern stetigen Aufstiegs erreichen wir das Gletscherskigebiet Sonnalpin am westlichen Ende des Platts. Hier beginnt der schwierige Abschnitt.

18 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 18

Die Route führt zunächst in einigen Serpentinen für rund 150 Höhenmeter durch ein steiles, sehr rutschiges Schuttfeld.

19 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 19

Auf etwas 2.700 Metern endet der Schutt am felsigen Südwestgrat der Zugspitze. Hier beginnt der gesicherte Abschnitt der Route.

20 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 20

Der Weg ist durchweg mit einem Drahtseil gesichert, aber stellenweise überraschend luftig und mit einigen kleinen Kraxelpassagen.

21 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 21

Die Route führt uns neben der Forschungsstation Schneefernerhaus direkt auf den Kamm. Von hier aus sieht man schon das Münchner Haus und die übrigen Installationen auf dem Gifpfel.

22 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 22

Wir folgen dem Kamm noch für knapp 20 Minuten bis wir schließlich unvermittelt an einer Betontreppe rauskommen, die hoch zum Gipfelplateau führt.

23 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 23

Oben herrscht natürlich gerade bei gutem Wetter wahre Volksfeststimmung – ein ziemlich harter Kontrast nach der Kraxelei.

24 Zugspitze durch das Reintal – Wegpunkt 24

Der eigentliche Gipfel ist über einen kurzen Felsaufschwung am Ende der Aussichtsplattform erreichbar. Runter geht’s anschließend mit der Zugspitzseilbahn.

10. Zugspitze über das Gatterl

Die Wanderung auf die Zugspitze vom Nachbarort Ehrwald auf Tiroler Seite ist eine lohnende Alternative für alle, denen die Reintal-Route zu lang ist. Die Tour hat aber auch landschaftlich einiges zu bieten: Von den Almwiesen Ehrwalds steigt man recht schnell in freies alpines Gelände auf, das großartige Blicke auf den sonnenverwöhnten, südlichen Teil des Wettersteins bietet. Highlight ist die Grenzüberschreitung über das „Gatterl“ – ein schmaler Felsdurchgang mit einer eisernen Grenztür zwischen Österreich und Deutschland. Das letzte Stück verläuft dann identisch zur Reintal-Route. Mit etwas Planung und frühem Start ist die Wanderung tatsächlich sogar gut als Tagestour möglich.

Zugspitze über das Gatterl
Tourinfos
Strecke
16 km
Dauer
8 Stunden
Aufstieg
2.150 hm
Abstieg
215 hm
Start & Ziel
Ehrwald – Zugspitze (2.962 m)
Einkehr unterwegs
Ehrwalder Alm, Hochfelder Alm und Knorrhütte
Höchster Punkt
Zugspitze · 2.962 m
Besonderheit
Der erste Abschnitt bis zur Ehrwalder Alm kann auch mit Seilbahn überwunden werden (öffnet um 8:30 Uhr). Dadurch sparst du dir ungefähr 500 Höhenmeter und 1,5 Stunden. Bei frühem Start ist die Zugspitze damit realistisch in einem Tag erreichbar. Die letzte Seilbahn vom Gipfel nach Ehrwald fährt gegen 16:45 Uhr, zum Eibsee gegen 16:30 Uhr (September bis Juni) bzw. 17:30 Uhr (Juli bis August). Ab Knorrhütte ist die Strecke identisch zur Reintal-Route.

Karte & GPX

Mittel · T3 Streckenwanderung
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1 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 1

Vom Zentrum in Ehrwald gehen wir nach Süden und folgen dem markierten Wanderweg Richtung Ehrwalder Alm.

2 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 2

Am Gaisbach ist der Weg als Altmühlen-Steig ausgeschrieben. Er führt stetig ansteigend durch den Wald, eine halbe Stunde später erreichen wir offenes Gelände.

3 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 3

Wir passieren die Talstation der Ehrwalder Alm. Schon hier unten bieten sich prächtige Blicke auf das Zugspitzmassiv von Süden.

4 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 4

Rund 1,5 Stunden nach dem Start in Ehrwald erreichen wir die Bergstation der Ehrwalder Alm. Wer mag, überspringt den ganzen ersten Abschnitt und startet hier.

5 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 5

Auf breitem und bequemen Spazierweg wandern wir weiter bis zur kleinen Pestkapelle und biegen hier auf den Max-Klotz-Steib ab.

6 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 6

Der gut ausgebaute Weg bringt uns in gut 15 Minuten zur Hochfelder Alm. Hier enden die Spazierwege und der Wanderweg beginnt.

7 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 7

Der Weg zieht zunächst mäßig ansteigend durch die Grasflanken südlich des Wettersteinmassivs nach oben.

8 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 8

Auch hier bieten sich fantastische auf die gewaltigen Kalksteinberge, die das Zugspitzplatt gegen Süden abschirmen.

9 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 9

Der Weg führt stetig ansteigend zu dem kleinen Pass „Am Brand“ auf 2.116 m. Danach geht es kurz flach weiter zu dem Sattel „Feldernjöchl“.

10 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 10

Anschließend zieht die Steigung wieder an und wir wandern weiter in Richtung Gatterl – der Einschnitt ist hier schon im Hintergrund zwischen den gezackten Felsen zu erkennen.

11 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 11

Der letzte Aufstieg erfolgt über eine steile Felsrinne, die durchgängig mit einem Drahtseil gesichert ist.

12 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 12

Schließlich erreichen wir den Grenzübergang zwischen Deutschland und Österreich.

13 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 13

Der Abstieg auf der anderen Seite ist nicht ganz so steil und führt uns nun in Richtung Zugspitzplatt, das wir im Hintergrund schon sehen.

14 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 14

Der Weg folgt dem Talschluss des Reintals und ist überwiegend einfach. Nur an ein paar Stellen führt er durch leicht unübersichtliches Schrofengelände – hier gut auf die Pfeile achten.

15 Zugspitze über das Gatterl – Wegpunkt 15

Gut 30 Minuten nachdem wir das Gatterl überquert haben, taucht in der Ferne die Knorrhütte auf.

16

Rund 20 Minuten später erreichen wir die Hütte. Ab hier folgt die Tour dann dem Verlauf der Reintal-Route bis zum Gipfel der Zugspitze.

Gut zu wissen zum Wandern in Garmisch-Partenkirchen

Schwierigkeit und alpine Erfahrung

Die hier beschriebenen Wanderungen sind überwiegend Bergwanderungen, die in alpines Gelände führen. Dazu zählen steile Schrofen, Geröllfelder und teilweise auch ausgesetzte Passagen. Wie überall in den deutschen und österreichischen Alpen, sind kritische Stellen so gut wie immer mit Drahtseilen und Steighilfen gesichert. Dennoch ist für die Touren ein gewisses Maß an Erfahrung und Trittsicherheit erforderlich, es sind keine einfachen Spaziergänge im Tal. Bei der Alpspitz-Ferrata kommen (einfache) Klettersteigpassagen hinzu.

Wetter und beste Zeit zum Wandern

Die Wanderungen eignen sich am besten für die Sommer-Saison von Juli bis Anfang Oktober, ich habe alle Touren in der ersten Septemberhälfte gemacht. In den tieferen Lagen bis ca. 1.500 Metern kann man auch schon früher oder noch später wandern, außerhalb der Saison ist hier ansonsten mit Schnee zu rechnen. Beachte, dass im Sommer am Nachmittag häufig Gewitter auftreten. Daher immer früh starten – am besten spätestens um 8:00 Uhr.

Anreise und Mobilität

Garmisch-Partenkirchen ist gut mit der Bahn erreichbar*. Ich bin mit dem ICE von Berlin nach München gefahren, überraschenderweise sogar ohne Verspätung. Von München dauert die Fahrt mit der Werdenfelsbahn (RB 6 / RE 61 / RE 62) rund 1:15 h. Im Ortsgebiet selbst kommt man mit Bussen recht gut rum. Es ist deutsche Provinz, man muss also etwas planen. Aber es gibt bis ca. 21:00 Uhr ausreichend Verbindungen. Praktischerweise sind viele der Wanderungen von Garmisch aus ohne Busfahrt mit einem kurzen Fußmarsch zu erreichen.

Seilbahnen

Die Berge rund um GaPa sind bestens erschlossen, es gibt insgesamt 8 große Seilbahnen in der Umgebung. Dazu zählen die Seilbahnen auf die Zugspitze, die Alpspitze (Osterfelderkopf), den Wank, die Kreuzeckbahn und die Eckbauerbahn. Damit kann man die Wanderungen bei Bedarf auch abkürzen. Für die Benutzung musst du natürlich zahlen, am teuersten ist die Zugspitzbahn (78 € für Berg- und Talfahrt). Tipp: Mit der Gästekarte bekommst du eine Fahrt auf den Eckbauer (Berg- oder Talfahrt) gratis.

Hier findest du günstige Zugverbindungen nach Garmisch*

Wo übernachten in Garmisch-Partenkirchen?

Ich habe die erste Woche in der Pension Debicher Wastl übernachtet, die mir von GaPa-Tourismus für die Dauer der Pressereise gestellt wurde. Das ist ein gemütliches Gästehaus mit schönen holzverkleideten Zimmern ein paar Minuten vom Bahnhof entfernt. Frühstück war auch dabei und zwar sehr gut und reichlich. Die Besitzerin Frau Grassegger gibt sich wirklich Mühe, den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen.

In der zweiten Woche bin ich auf das Camping Resort Zugspitze umgezogen, weil noch schönes Wetter war. Der Campingplatz liegt in Schmölz, ca. 30 Minuten zu Fuß vom Ortszentrum GaPa entfernt und hat ein paar gute Zeltwiesen, eine davon direkt an der Loisach. Der Preis war okay (ca. 28 Euro/Nacht für einen Zeltplatz), erfreulicherweise muss man für warme Duschen nicht extra zahlen. Auf dem Platz übernachten viele Wanderer und Bikepacker, mein Tipp für Budget-Reisende!

Tipp: Bei einer Übernachtung in Garmisch-Partenkirchen oder Grainau erhältst du eine Gästekarte. Diese Karte bietet ein paar Vergünstigungen. Das Beste ist aber: Du kannst sie für die Dauer deines Aufenthalts auch als Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr nutzen und musst nicht dafür zahlen. Ausnahme sind die Buslinien 323 und 314 zum Eibsee, die als touristische Beförderungsangebote gelten. Hier musst du für eine einfache Fahrt 6 € zahlen. Das Deutschlandticket wird für den Eibseebus nicht anerkannt.

Du brauchst noch eine Unterkunft in Garmisch?

Ob Gästehaus, Ferienwohnung oder Hotel – finde passende Übernachtungsmöglichkeiten rund um Garmisch-Partenkirchen.

Benötigte Ausrüstung für Wanderungen in Garmisch-Partenkirchen

Für die Wanderungen benötigst du die übliche Ausrüstung für Sommer-Touren im Hochgebirge.

Wanderrucksack
  • 20–30 Liter
  • Platz für Wasser, Verpflegung, Wechselkleidung und Regenjacke
Empfehlung: Vaude Jura 24*
Kleidung und Wetterschutz
  • Zwiebelprinzip für wechselnde Temperaturen
  • Regenjacke
  • Warme Schicht für Gipfel und höhere Lagen (z. B. Fleecejacke)
Wanderstöcke
  • Entlastung bei längeren Auf- und Abstiegen
  • Besonders hilfreich auf steilen und gerölligen Passagen
Empfehlung: Helinox Ridgeline*
Navigation und Orientierung
  • Smartphone mit Offline-Karten oder GPS-Gerät
  • GPX-Track vorab herunterladen
  • Powerbank für längere Touren
Empfehlung: INUI 65W Fast Charge*
Verpflegung und Kleinteile
  • Ausreichend Wasser und Proviant
  • Erste-Hilfe-Set und Blasenpflaster
  • Stirnlampe als Reserve
  • Sonnenschutz, ggf. persönliche Medikamente

Die richtigen Wanderschuhe

Ich wandere inzwischen sehr häufig mit Trailrunning-Schuhen, vor allem bei meinen längeren Trekking-Touren. In Garmisch-Partenkirchen hatte ich seit langem mal wieder die klassischen Meindl-Bergschuhe Meindl Vacuum GTX dabei – und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut!

Die Bergwege im Wettersteingebirge sind teilweise sehr geröll-lastig. Auf den steilen Gebirgssteigen kommt man schnell ins Rutschen, generell ist das Terrain durch den scharfkantigen Kalkstein ziemlich rau. Ein Geröllschutzband und eine robuste Verarbeitung der Schuhe bieten einen klaren Mehrwert. Man sieht zwar immer mal wieder örtliche Trailrunner mit Leichtschuhen. Geschadet haben die schweren Wanderschuhe aber nicht und ich würde sie auch wieder mitnehmen.

Noch Fragen zum Wandern in Garmisch-Partenkirchen?

Was ist die schönste Wanderung in Garmisch-Partenkirchen?

Die mit Abstand beliebteste Wanderung ist der kurze Spaziergang durch die Partnachklamm. Es gibt aber viele weitere interessantere Touren. Wenn du nur Zeit für eine Wanderung hast, empfehle ich als Alternative die Höllentalklamm mit der anschließenden Wanderung über das Hupfleitenjoch.

Warum ist die Eibsee-Rundwanderung nicht in deiner Liste?

Weil die Eibsee-Wanderung meiner Meinung nach ziemlich überbewertet ist. Der See ist schön, aber nicht das leibhaftige Paradies, als das er in Social Media immer dargestellt wird. Und der Weg selbst ist eher unspektakulär. Schau dir als ruhigere Alternative mal den Stuibensee an .

Brauche ich ein Auto, um zu den Wanderungen zu gelangen?

Nein, die Wanderungen erreichst du gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Verbindung mit einem kurzen Fußmarsch. Bedenke auch, dass die Parkplätze gerade in der Nähe von beliebten Wanderungen sehr schnell voll sind.

Kann ich die Wanderungen mit Hund machen?

Das kommt auf den Hund an! Ich würde aber sagen, dass du alle hier beschriebenen Touren bis auf die Alpspitze relativ unkompliziert mit einem Vierbeiner machen kannst, sofern der Hund ein bisschen Bergerfahrung hat.

Kann ich überall mit Karte bezahlen?

In Garmisch, der Partnachklamm und den Stationen der Bergbahnen ja. Auf den Hütten und Bergasthöfen kommt es drauf an. Einige erlauben die Kartenzahlung ab einem bestimmten Betrag (z.B. 20 €). Bei anderen geht es gar nicht. Nimm bei Wanderungen daher immer etwas Bargeld mit.

Kann ich die Zugspitze über das Reintal an einem Tag besteigen?

Ja, aber wirklich nur, wenn du konditionsstark bist und schon mal solche langen Touren mit vielen Höhenmetern gemacht hast. Für die meisten normalen Wanderer lautet die Antwort „Nein“ – eine Übernachtung in der Reintalangerhütte ist sinnvoller.

Mein Fazit zu Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen wird gerne auf die Zugspitze, den Eibsee und die Partnachklamm reduziert – dabei kann diese Region so viel mehr. Und das gilt vor allem auch für Wanderer, die gerne etwas anspruchsvollere Touren machen. Nur ein paar hundert Meter abseits der Seilbahnen und bekannten Aussichtspunkte erwartet uns eine Bergwelt, die zwar gut erschlossen ist, sich an vielen Stellen aber immer noch rau und ursprünglich zeigt.

Als ich nach den zwei Wochen zurück in die Stadt gefahren bin, war das mit der Überzeugung: Garmisch ist eigentlich noch viel besser als Social Media und die Hochglanz-Prospekte es darstellen. Das sind richtige Berge. Und man müsste hier noch ein paar weitere Sommer verbringen, um wirklich jeden Steig und jeden einsamen Gipfel kennenzulernen. Ich habe da auf jeden Fall ein paar Kandidaten auf der Liste und früher oder später werde ich wiederkommen. Hier gibt es noch viel zu entdecken!

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Was sind deine Lieblingswanderungen in Garmisch-Partenkirchen? Kennst du andere spannende Touren? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich darauf, von dir zu hören.