In diesem Artikel:
- Übersichtskarte der Wanderungen
- Die beliebtesten Regionen zum Wandern auf Teneriffa
- Meine 15 Lieblingstouren auf Teneriffa
- Gut zu wissen für Wanderungen in Teneriffa
- Was ist die beste Reisezeit zum Wandern in Teneriffa?
- Teneriffa mit Bus oder Mietwagen erkunden?
- Masca-Schlucht, Teide und Co: Regeln für zugangsbeschränkte Wanderungen
- Wo übernachten zum Wandern auf Teneriffa?
- FAQ und sonstige Fragen
- Mein Fazit
„Nirgends habe ich ein so harmonisches Landschaftsgemälde vor mir gehabt wie in Teneriffa.“ So schwärmte Alexander von Humboldt, als er im Juni 1799 die größte der Kanarischen Inseln betrat. Und wer mag es ihm verdenken? Die Schönheit dieses Miniatur-Kontinents im Atlantik ist legendär. Sie reicht vom tiefblauen Atlantik über neblige Lorbeerwälder, zerklüftete Felsenberge und marsähnliche Vulkanlandschaften – alles überragt vom schlafenden Haupt des Teide, dem höchsten Berg Spaniens.
Im Unterschied zu Humboldt war ich schon einige Male auf Teneriffa und habe auch mal ganze drei Monate auf der „Insel der Glückseligen“ überwintert – und zwar in dem kleinen Dörfchen Las Mercedes, direkt am Fuße des mystischen Anaga-Gebirges. Von dort aus habe ich jeden Winkel Teneriffas auf vielen langen Wanderungen intensiv zu Fuß erkundet und eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft kennengelernt.
In diesem Artikel zeige ich dir 15 Lieblingswanderungen auf Teneriffa – Touren, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Einsame Küstenpfade im Anaga-Gebirge, spannende Höhenwege und historische Routen der Einheimischen bis hin zu einigen abenteuerlichen Geheimtipps abseits der üblichen Routen. Zu jeder Tour findest du eine detaillierte Wegbeschreibung, Karte und einen GPX-Track zum Nachwandern.
Teneriffa: Karte meiner 15 Lieblingswanderungen
Alle 15 Touren auf einen Blick. Klicke auf eine Tour, um die jeweilige Route direkt auf der Karte anzuzeigen. Über „Tour ansehen“ gelangst du anschließend zur ausführlichen Beschreibung.
Gut markierte Wanderwege ohne technische Schwierigkeiten. Die Touren verlaufen meist auf breiten Wegen oder einfachen Pfaden und sind auch für Einsteiger mit normaler Kondition geeignet.
Schmale Pfade, längere Anstiege oder unebenes Gelände sind möglich. Gute Grundkondition und Trittsicherheit sind empfehlenswert.
Anspruchsvolle Wanderungen mit steilen Passagen, teilweise ausgesetzten Stellen oder langen Anstiegen. Gute Kondition, Trittsicherheit und Bergerfahrung sind erforderlich.
Teneriffa abseits der bekannten Wege
Du willst Teneriffa nicht nur auf den bekannten Wanderwegen erleben? In meinem Wanderführer „Teneriffas wilde Wege“ zeige ich dir neue und weniger bekannte Touren abseits der üblichen Routen – mit detaillierten Wegbeschreibungen, Karten und GPX-Tracks.
Wanderguide ansehen →Die beliebtesten Regionen zum Wandern auf Teneriffa
Anaga-Gebirge
Das Anaga-Gebirge im Nordosten ist die bekannteste Wanderregion Teneriffas. Hier treffen zerklüftete Vulkanberge auf tiefe Schluchten, dichten Lorbeerwald und die wilde Atlantikküste. Häufig ziehen Wolkenbänke und Nebel auf, was für mystische Stimmungen sorgt.
Teno-Gebirge
Das Teno-Gebirge ist das zweite große Gebirgs-Massiv auf Teneriffa. Der wilde Nordwesten ist geprägt von steilen Felswänden und dramatischen Schluchten. Einen schönen Kontrast bildet die Hochebene Teno Alto mit ihren sanftgeschwungenen Höhenzügen – fast wie eine sonnigere Version von Irland.
Die Medianías
Zwischen Küste und Hochgebirge liegen die grünen mittleren Höhenlagen Teneriffas – das eigentliche Herz der Insel. Diese ländliche Gegend wird von Terrassenfeldern, Weinbergen und Kiefernwäldern geprägt. Außerdem finden sich hier viele traditionelle Gemeinden und Bergdörfer.
Teide-Nationalpark
Rund um den Teide verändert sich die Landschaft komplett. Der höchste Gipfel Spaniens liegt in einer gigantischen Caldera. Lavafelder, Vulkankegel und bizarre Felsformationen prägen das karge Hochland und verleihen ihm einen fast außerirdischen Charakter.
Die 15 schönsten Wanderungen in Teneriffa: Meine Lieblingstouren
Die folgenden 15 Touren befinden sich in allen Teilen der Insel. Die Mehrzahl ist mittelschwer, also nicht übertrieben lang oder schwierig, aber auch keine Spaziergänge. Neben den offiziellen Wegen sind auch zwei interessante Wanderungen dabei, die nicht auf ausgewiesenenen, markierten Wegen verlaufen.
Ein paar Klassiker sind natürlich dabei, daneben aber auch einige weniger bekannte Wege, die genau so schön sind und die es wert sind, dass man sie erkundet.
Also – Wanderschuhe geschnürt, Rucksack gepackt und los geht´s!
1. Faro de Anaga: Die große Leuchtturm-Runde
Wild, abenteuerlich, landschaftlich spektakulär: Diese großartige Runde zum Leuchtturm „Faro de Anaga“ ist die Königstour im Anaga-Gebirge. Die Wanderung führt auf schmalen, aussichtsreichen Küstenpfaden durch den windgepeitschten Nordosten der Insel, eine dünn besiedelte Gegend, die noch heute stellenweise nur zu Fuß erreichbar ist. Aufgrund der Länge, der kräftigen Anstiege und der teils ausgesetzten Wege ist die Tour nur für konditionsstarke, erfahrene Wanderer zu empfehlen – die werden hier aber mit einem wahren Best-of des Anaga-Gebirges belohnt. Für mich eine der besten Wanderungen auf Teneriffa überhaupt.
Karte & GPX
Wegbeschreibung anzeigen
Die Tour startet am Playa del Roque de las Bodegas, einem der beliebtesten Ausflugsziele an der Nordküste Teneriffas.
Die ersten 2,5 Kilometer führen entlang der Straße bis nach Benijo, wo der eigentliche Wanderweg beginnt.
Der Küstenweg PR 6.2 ist zunächst noch recht breit und bietet schöne Blicke auf die Küste und die dahinter aufragenden Berge.
Nun wird der Weg zu dem schmalen Küstenpfad PR TF-6.3, der durch die grünen, grasbewachsenen Nordhänge des Anaga-Gebirges führt.
Unterwegs bieten sich wunderbare Panoramablicke auf die zwei felsigen, der Küste vorgelagerten Roques de Anaga.
Der Pfad führt zu der verlassenen Hacienda Las Palmas, einem alten Weingut aus dem 17. Jahrhundert, das nicht an eine Straße angebunden ist. Heute lebt hier niemand mehr, das Anwesen befindet sich in einem fortgeschrittenen Zustand des Verfalls.
Schließlich erreichen wir das Ende der Anaga-Halbinsel und blicken in das Tal hinab, das zu den Häusern von Roque Bermejo führt.
Kurze Zeit später erreichen wir den Leuchtturm Faro de Anaga, der ungefähr die Halbzeit der Tour markiert. Am Strand von Roque Bermejo gibt es auch eine kleine Bar (unregelmäßig geöffnet).
Danach beginnt der anstrengende, aber landschaftlich spektakuläre Aufstieg von der Küste durch die Felsenschluchten des wasserreichen Barranco de Chamorga.
In dem hübschen kleinen Örtchen Chamorga könnte man die Tour auch schon beenden. Hier gibt es eine Busverbindung.
2. Anaga-Wanderung für Genießer: PR TF-10 von Cruz del Carmen bis Punta del Hidalgo
Die Wanderung vom Aussichtspunkt Cruz del Carmen über den Wanderweg PR TF-10 zur Nordküste zählt zu den beliebtesten Touren im Anaga-Gebirge: Sie ist äußerst abwechslungsreich, bietet tolle Aussichten auf einige der schönsten Anaga-Täler und endet in einem spannenden, aber nicht übermäßig schwierigen Felsensteig. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich diese Route gelaufen bin: Beim Start Nebelschwaden und mystische Stimmung im Lorbeerwald, keine zwei Stunden später pralle Sonne und Traumblicke auf den tiefblauen Atlantik. Das ist Teneriffa auf den Punkt gebracht – und eine Wanderung zum Verlieben!
Karte & GPX
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Die Tour startet am beliebten und meist überlaufenen Aussichtspunkt Cruz del Carmen. Von hier bietet sich ein toller Panoramablick über das Tal von La Laguna bis zum Teide.
Direkt hinter dem Aussichtspunkt betreten wir den dichten Mercedes-Wald mit seinen mystischen Lorbeerbäumen und moosbewachsenen Felsen.
Der Weg führt zunächst bis zu den Gehöften der Casas del Rio. Ab hier wird der Wald langsam lichter und die Landschaft öffnet sich.
Wir spazieren überwiegend auf gemütlichen Feldwegen und genießen die tollen Aussichten auf das Anaga-Gebirge.
Vor dem Dörfchen Carboneras kreuzen wir mehrmals die Straße, danach geht es weiter auf aussichtsreichen Wegen.
Unterwegs bieten sich unter anderem tolle Aussichten auf den Roque de Taborno, das „Matterhorn Teneriffas“.
Schließlich erreichen wir das malerisch gelegene Dorf Chinamada, das für seine Höhlenwohnungen und weitläufigen Terrassen bekannt ist.
Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher zum Aussichtspunkt „Mirador del Aguadei“ direkt über der Steilküste. Der Abstecher dauert etwa 10 Minuten.
Hinter Chinamada wird der Weg zu einem Felsensteig mit wunderbaren Aussichten in den Barranco del Río.
Der Weg ist teilweise schmal und bietet tolle Tiefblicke – eine spannende Wanderung, ohne ins Extreme abzudriften. An den steileren Stellen sind als Hilfe grobe Stufen in die Felsen gehauen.
Besonders schön sind hier die Blicke auf den markanten Zwillings-Felsen „Roque Dos Hermanos“. Der Legende zufolge stürzten sich hier zwei Guanchen-Brüder ins Meer, weil sie sich verbotenerweise heimlich liebten. Darauf zerbrach der Berg aus Trauer über den Tod der Brüder.
3. Lost-Place-Wanderung zum Semáforo von Igueste
Diese kurze, aber knackige Tour im Nordosten Teneriffas startet in dem malerischen Bergdörfchen Igueste de San Andrés und führt von dort zum „Semáforo“ – eine 1895 erbaute Signalstation, die einst einfahrende Schiffe an den Hafen von Santa Cruz meldete und heute als Lost Place verfällt. Eine ruhige, wirklich schöne Wanderung, an der mir vor allem auch Igueste de San Andrés gefallen hat. Das schmucke kleine Dörfchen im Süden des Anaga-Gebirges ist ziemlich abgelegen und herrlich verschlafen, hier fühlt man sich fast schon wie auf La Gomera.
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Start der Wanderung ist die Bushaltestelle „Igueste de San Andres“ oberhalb des Barrancos, der die beiden Ortshälften trennt.
Der Weg führt zunächst an der Kirche „Iglesia de San Pedro Apóstol“ vorbei, hinter den letzten Häusern geht es weiter über Treppen hinauf.
Ein kurzer lohnenswerter Abstecher führt in rund 10 Minuten zu dem kleinen, aber sehr gepflegten Friedhof von Igueste.
Wieder zurück geht es jetzt links den Berg hinauf. Der Weg überwindet auf knapp 1 km 300 hm und ist stellenweise steil, ansonsten aber breit und bequem zu laufen – teilweise auf leicht ausgewaschenen Felsstufen.
Ein Highlight beim Aufstieg ist der fantastische Blick auf den Playa de las Teresitas – einer der wenigen „weißen“ Strände Teneriffas (also nicht vulkanisch).
10 Minuten später kommen wir oberhalb der Signalstation heraus, ein Trampelpfad führt hinunter in den Gebäudekomplex.
Das Gelände ist seit 1970 außer Betrieb und entsprechend baufällig, daher ist beim Erkunden der Gebäude etwas Vorsicht angebracht.
Wer auf dem Rückweg noch etwas höher aufsteigen will, nimmt an der Abzweigung den linken Weg und wandert den Hügel weiter hinauf.
Dieser Weg führt in rund 15 Minuten zu einer alten Ruine, kurz darauf zu einem Aussichtspunkt mit wunderbarem 360° Panoramablick auf die Küste und das Anaga-Gebirge.
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4. Vulkanwanderung der Extraklasse: Die Chinyero-Umrundung
Diese spannende Rundwanderung im Nordwesten Teneriffas führt durch die jüngste Lavalandschaft der Insel: die gigantischen Asche- und Lava-Felder, die beim Ausbruch des Vulkans Chinyero im Jahr 1909 entstanden – der letzte Vulkanausbruch auf Teneriffa überhaupt. Es ist eine streckenweise geradezu geisterhafte Landschaft mit faszinierenden Kontrasten zwischen der rostbraunen Asche und den giftgrünen Kanarischen Kiefern, die es dennoch schaffen, in dieser Einöde zu überleben. Ich war mehrmals hier oben, immer im Nebel. Dennoch war das für mich eine der Touren, an die ich gerne zurückdenke.
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Der Weg startet an der Zona de Acampada Arenas Negras und führt zunächst in einer geraden Linie durch die Kiefernwälder nach Süden.
Wer mag, kann etwa 1,5 Kilometer hinter Arenas Negras einen kleinen Abstecher zum Montaña Negra machen. Dazu zweigen wir rechts auf den Kanalweg ab und folgen dem Canal de Vergara, bis wir auf einen Schotterweg Richtung Süden treffen, der sich schließlich wieder mit dem Hauptweg vereint.
Im weiteren Verlauf wandern wir entlang erkalteter Lavaströme. Am besten ist, die Runde im Uhrzeigersinn zu machen. So steigern sich die Landschaftseindrücke immer weiter.
5. Teno-Gebirge: Von Santiago del Teide bis zur Masca-Schlucht
Diese schöne Tour im Teno-Gebirge vereint gleich mehrere Highlights: das verschlafene Bergdörfchen Santiago del Teide, den aussichtsreichen Wanderweg durch die „Cumbres de Bolico“, die Wetterscheide zwischen Teneriffas Nord- und Südhälfte, und zum Schluss den vielleicht besten Blick auf das Bergdorf Masca direkt über der berühmten Masca-Schlucht.“ Masca ist natürlich recht überlaufen und eher die Disneyland-Version eines Kanarischen Bergdorfs. Aber hier gilt: Der „Weg ist das Ziel“ und ich habe diese Tour in sehr guter Erinnerung behalten.
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Wir starten in Santiago del Teide. Der Weg nach Masca beginnt einige hundert Meter außerhalb des Zentrums direkt an der Autostraße.
Der Weg ist unkompliziert und kaum zu verfehlen. Der einzige Anstieg von etwa 300 Höhenmetern erfolgt gleich zu Beginn bis zum Pass „Degollada de la Mesa“.
Kurz vor der Cumbre de Bolico (1.176 m) treffen wir auf einen Wegweiser. Wir folgen weiterhin dem Weg PR TF-51.
Der weitere Verlauf ist sehr reizvoll: Wir wandern genau auf dem Kamm, der die Wetterscheide zwischen dem kargen Südteil der Insel und dem grüneren Norden bildet.
Für die Wanderungen auf Teneriffa reicht eine einfache Grundausstattung. Beachte, dass sich die Temperaturen abhängig von der Höhenlage schnell ändern können.
- Wanderführer: Rother Wanderführer Teneriffa*
- Beste Wanderkarte: Editorial Alpina Tenerife*
6. Der Weg der Toten: Auf dem Risco-Steig zur Hochebene von Teno Alto
Der Risco-Steig ist eine der spannendsten Touren im Teno-Gebirge. Bevor es Straßen gab, war der steile Felsenpfad der einzige Weg zur Zivilisation für die Bewohner der Teno-Hochebene. Historisch war die Route als „Camino de los Muertos“ (Weg der Toten) bekannt, weil die Einheimischen auf ihm die Särge ihrer Verstorbenen auf den Schultern hinab ins Tal nach Buenavista tragen mussten, um sie dort zu beerdigen. Heute ist die Tour mit ihren schwindelerregenden Aussichten auf die Felsenberge (spanisch: Risco) einer der schönsten Zugangswege für Wanderer auf das abgeschiedene Hochplateau von Teno Alto.
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Der Risco-Steig startet direkt an der Bushaltestelle in dem Vorort Casablanca, etwa 2 km westlich von Buenavista del Norte.
Kurz darauf wird das Gelände merklich steiler und wir steigen im Barranco del Adermo in die Berge auf.
Auf dem folgenden Wegstück überwinden wir auf nur etwa 3 km rund 750 Höhenmeter. Es ist also definitiv steil. Dafür werden wir mit tollen Panoramaaussichten auf die Küste belohnt.
Der Weg ist stellenweise luftig, aber immer ausreichend breit und daher relativ unkompliziert, zumal er die ausgesetztesten Stellen geschickt vermeidet.
Unterhalb des Roque de Marrubio erreichen wir einen alten Dreschplatz (Era) auf rund 650 Metern über dem Meeresspiegel.
Ab hier wird das Gelände flacher und der Weg einfacher. Wir durchqueren eine vulkanisch geprägte Landschaft mit rostroter Erde.
Vor uns eröffnet sich nun die weitläufige, grüne Hochebene von Teno Alto mit ihren kunstvoll angelegten Terrassen zwischen den sanft geschwungenen, schier endlos scheinenden Hügeln.
Etwa 1,5 Kilometer später erreichen wir den Weiler „El Bailadero“ – ein winziges Dörfchen mit einigen Cafés, die sich für eine Pause anbieten.
Ein kurzer Abstecher führt zu dem höher gelegenen Stausee „La Mesita“ und noch ein Stück weiter zu einem windumtosten Pass auf 850 Metern.
Für den Rückweg stehen mehrere Optionen bereit: Entweder zurück auf dem gleichen Weg, schöner ist aber eine lange Schleife durch die Monte Verde: Zunächst auf dem PR 57 bis El Palmar, danach weiter auf dem PR 52.1 und zuletzt auf dem Camino de Talavera (PR 55).
7. Teneriffas Mondlandschaft: Von Vilaflor zur Paisaje Lunar
Vilaflor auf 1.400 Metern über dem Meeresspiegel ist das höchstgelegene Dorf Spaniens und allein wegen seines hübschen historischen Stadtkerns einen Besuch wert. Anschließend bietet sich die schöne Rundwanderung zur berühmten Mondlandschaft an. Die „Paisaje Lunar“ mit ihren kegelförmigen Bims- und Tuffsteinsäulen ist eines der bekanntesten Naturwunder Teneriffas – tatsächlich ist sie aber recht klein. Aber die wahren Highlights dieser Tour sind ohnehin die Stille, der Duft der Kiefernadeln und die fantastischen Ausblicke auf die Ucanca-Berge über den Südhängen der Teide-Caldera.
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Hier folgen wir dem markierten Weg PR TF-72, der uns in einem halben Kilometer aus dem Ort führt (gleicher Verlauf wie GR 131).
Der Weg steigt stetig, aber nicht zu steil durch die Kiefernwälder auf, die immer lichter werden, je höher wir kommen (ca. 300 hm).
Unterwegs haben wir an mehreren Stellen tolle Blicke auf den markanten Gipfel des Sombrero de Chasna (2.407 m), den Hausberg von Vilaflor.
Schließlich kreuzen wir die Straße zum Teide-Plateau, kurz darauf gelangen wir an eine Kreuzung, wo sich der Weg gabelt. Für den Aufstieg empfiehlt sich die linke Abzweigung.
Auf etwa 1.900 Metern passieren wir eine interessante Bimsstein-Formation direkt am Weg. Nun ist es nicht mehr weit bis zur eigentlichen Mondlandschaft.
Die „Paisaje Lunar“ ist weniger eine Landschaft, eher eine etwas größere Felsformation in einer Steilwand. Der spanische Name „Los Escurriales“ (Tropfen) trifft es etwas besser. Die weißen Felsen aus getrocknetem Vulkanstein sehen tatsächlich ein bisschen wie versteinerte Wassertropfen aus.
8. Teide-Nationalpark: Rund um die Roques de García
Die Rundwanderung um die „Roques de García“ ist ein Klassiker im Teide-Nationalpark, weil sie kurz und leicht ist. Sie führt einmal komplett um die markanten Felsformationen herum, die wie eine steinerne Barriere mitten in der riesigen Caldera der Cañadas stehen – darunter der berühmte „Finger Gottes“ (Roque Cinchado), der vielleicht bekannteste Felsen Spaniens. Interessanterweise fand ich die Tour trotz der guten Erreichbarkeit und der kurzen Strecke überhaupt nicht überlaufen. Daher meine absolute Empfehlung für maximalen Landschaftsgenuss bei minimalem Aufwand!
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Start der Tour ist das Besucherzentrum Cañada Blanca. Hier befindet sich auch eine kostenlose Ausstellung zur Landschaft und Geschichte des Teide-Plateaus.
Wir überqueren die Straße und folgen dem Wegweiser zu den Roques. Kurze Zeit später erreichen wir den Mirador de la Ruleta, einen der am meisten besuchten Aussichtspunkte im Teide-Nationalpark.
Wir folgen nun dem markierten Wanderweg PN 3, hinter dem belebten Aussichtspunkt wird es schnell ruhiger.
Der gut ausgebaute, breite Weg führt gegen den Uhrzeigersinn zunächst auf ebener Fläche an den Roque Blancos vorbei.
Nach rund 2 Kilometern erreichen wir das nördliche Ende der Roques. Hier führt ein etwas holpriger, gerölliger Gebirgsweg etwa 150 hm in die Ucanca-Ebene hinab.
Meine Empfehlung für unterwegs
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9. Klassiker im Orotava-Tal: Der Organos-Höhenweg
Der Organos-Höhenweg ist ein echter Klassiker im Norden Teneriffas und meine Lieblingswanderung im grünen Orotava-Tal. Der Weg führt auf samtweichen Naturpfaden durch die bewaldeten Flanken der Cumbre Dorsal. Später verläuft die Route auf einem felsigen Gebirgssteig direkt oberhalb der „Organos“ – eine gewaltige, von der Erosion freigelegte Felsformation aus Basaltsäulen, die an die Pfeifen einer riesigen Kirchenorgel erinnern. Auch hier hatte ich etwas Pech mit dem Wetter. Aber der Weg ist so schön angelegt, dass die Tour auch bei beschränkten Aussichten einen Riesenspaß gemacht hat!
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Der beste Startpunkt der Tour ist die Area Recreativa La Caldera, wo auch der Bus aus La Orotava hält. Alternativ kann man von Agumansa auf dem lokalen Weg SL TF-81 zur Caldera laufen.
Etwa einen halben Kilometer hinter den Casas del Agua zweigt der GR 131 rechts steil in den Wald ab, es folgt ein größerer Aufstieg über etwa 450 hm.
Gelegentlich lichtet sich der Wald, dann bieten sich schöne Ausblicke auf den Teide weit im Westen.
Hier zweigt ein Waldweg geradewegs nach Süden ab, der nicht mehr Teil des GR 131 ist. Der folgende Abschnitt des Wegs ist nicht durchgängig markiert.
Oberhalb der Galería Los Nacientes ist der Pfad auf einem kurzen Abschnitt mit Stahlseilen gesichert.
Schließlich passieren wir die berühmten Organos und genießen den tollen Panoramablick auf die Basaltsäulen inmitten der Wälder.
10. Küstenwanderung in Teneriffa Nord: Der Paseo Litoral El Sauzal
Ein echter Geheimtipp unter den Küstenwegen Teneriffas ist der „Paseo Litoral El Sauzal“ in der gleichnamigen Gemeinde, die für die meisten Sonnenstunden in Nordteneriffa bekannt ist. Eigentlich ist es nur ein etwas längerer Spaziergang am Meer und auch mit ein bisschen Straßenwandern verbunden. Aber die tollen Ausblicke auf die Steilküste, die unverbaute Küstenlandschaft und der wunderschön angelegte Pflasterweg direkt über den Wellen des Atlantiks haben mir sehr gut gefallen – fast noch besser als die in vielen Wanderführern beschriebenen Küstenwege bei Puerto de la Cruz. Daher eine klare Empfehlung!
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Von hier laufen wir auf der Avenida Roma durch die Siedlung „Puntillo del Sol“, eine ruhige Wohngegend mit zahlreichen Ferienwohnungen.
Die einspurige Straße führt stetig Richtung Meer. Kurz bevor die Straße eine scharfe Linkskurve beschreibt, zweigt rechts aber ein unscheinbarer Trampelpfad ab, dem wir folgen.
Der schmale Pfad schlängelt sich durch die Macchia, passiert kurz darauf die Calle de Rojas und führt dann bis ganz runter zur Küste.
Am Ende des Pfades gelangen wir zu der kleinen Kapelle „Ermita de Rojas“ am westlichen Ende der Costa Sauzal.
Hier lohnt sich, dem kurzen Trampelpfad hinter der Kapelle bis zur alten Galería Rojas zu folgen – die Aussicht auf die Steilküste ist fantastisch.
Der gut ausgebaute Pflasterweg ist breit, bequem zu laufen und führt an etlichen schönen Aussichtspunkten vorbei.
Baden ist prinzipiell möglich. Die Küste ist aber recht felsig und die Brandung des Atlantiks nicht zu unterschätzen.
11. Einsamer Inselsüden auf dem Camino Real: Von San Miguel nach Aldea Blanca
In das raue Hinterland des kanarischen Südens entführt uns die Rundwanderung um den historischen Ort San Miguel de Abona. Der Weg folgt dem alten Camino Real, dem traditionellen Straßennetz aus der Zeit nach der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert. Streckenweise laufen wir auf den originalen Pflastersteinen! Heute liegt diese von Kakteen und Wolfsmilchgewächsen geprägte Kulturlandschaft komplett abseits der üblichen Touristenrouten. Aber es gibt hier viel zu entdecken: Tief eingeschnittene Täler, verlassene Höhlenwohnungen und sogar einige archäologische Fundstätten der Guanchen-Kultur. Mein Tipp für alle, die es gerne ruhig mögen!
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Vom Ortszentrum in San Miguel aus laufen wir zunächst zur Casa del Capitán, dem früheren Haus des Gemeindevorstands, das heute ein Museum ist.
Hier startet der lokale Weg SL TF 231, der nach ein paar Minuten in die umliegenden Hügel und Terrassenkulturen führt.
An der ersten Abzweigung empfiehlt sich der linke Weg. Er führt uns zur „Fuente de Tamaide“, einer wildromantisch gelegenen alten Quelle mit Wasserbecken in einer Schlucht.
Entlang des Weges sind immer wieder Infotafeln aufgestellt (auch deutschsprachig), die über Kultur und Geschichte der Region informieren.
Nur einen halben Kilometer später erreichen wir den schönen alten Weiler „Caserío de la Hoya“, wo gefühlt drei Leute wohnen (wahrscheinlich nicht nur gefühlt…).
Anschließend schlängelt sich der kunstvoll angelegte Weg unterhalb der steilen Hängen der „La Centinela“ (597 m), einem der markantesten Berge in diesem Teil Teneriffas.
Der mit kargem Buschwerk bewachsene Berg ist als Naturreservat und geschütztes Kulturgut ausgewiesen. Es gibt abseits des Wegs etliche Guanchen-Höhlen sowie angeblich auch Felszeichnungen. Ich habe leider keine entdeckt…
Der Weg führt dann in einer langen Schleife nach Aldea Blanca. Kurz vor dem Abstieg bieten sich tolle Blicke auf das südliche Vulkanfeld von Teneriffa.
In dem Örtchen lohnt ein kurzer Abstecher zum Castillo de San Miguel, dem modernen Nachbau einer mittelalterlichen Burg, die heute als Event-Location genutzt wird.
Anschließend folgen wir dem Camino de Las Lajas (SL TF-231.1) nach Norden zurück nach San Miguel.
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Das Adeje-Massiv oberhalb von Los Cristianos wird gerne vergessen, wenn es um die Berge Teneriffas geht. Völlig zu Unrecht: Zwischen dem Dreigestirn aus Roque Imoque, Roque Conde und Roque de los Brezos entfaltet sich eine imposante Gebirgskulisse, die in den steilen Felstürmen der „Picachos de Fañabé“ ihren spektakulären Höhepunkt findet. Genau in das Herz dieser wunderbaren, selten besuchten Bergregion führt unsere Rundtour, auf der wir in der traditionellen Kolonialstadt Arona mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen starten und abschnittsweise dem großen Insel-Weitwanderweg GR 131 folgen.
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Los geht`s im Ortszentrum an der Bushaltestelle „Arona“ am Plaza de la Paz mit der schönen Wandmalerei der Einwanderer.
Von hier folgen wir für 1,5 Kilometer der Hauptstraße TF-51 und passieren die Haltestelle Las Casas (alternativer Start, aber seltener angefahren). An der Bar „Oliver`s Out of Town“ verlassen wir dann die Straße.
An der ersten Abzweigung am Wegweiser nehmen wir den linken Weg Richtung Casa Suárez. Er verläuft weiter von der Straße entfernt und bietet tolle Ausblicke in den Barranco del Rey.
An dem Ferienhaus Casa De los Abuelos angekommen kreuzen wir einen Wasserkanal an einem grasbewachsenen alten Dreschplatz.
Daraufhin folgen wir dem Weg durch ein wunderschönes kleines Tal mit einigen höhlenartigen Behausungen in den verwitterten Felswänden.
Wir gelangen zu einem weiteren Dreschplatz direkt auf dem Sattel zwischen Roque de los Brezos und Roque Imoque. Dieser Ort ist sehr beliebt als Startpunkt von Gleitschirmfliegern.
Wer etwas Energie hat: Der nördlich gelegene Roque de los Brezos (1.109 m) ist vom Sattel recht einfach in ca. 30 Minuten erreichbar. Vom Gipfelplateau bieten sich schöne Blicke auf das Umland und den schwieriger zu besteigenden Roque Imoque im Süden.
Die Route folgt dann dem Weitwanderweg GR 131 und verläuft äußerst aussichtsreich entlang der Westflanke des Roque Imoque.
Dieser Abschnitt zählt zu den Highlights der Tour: Wir laufen direkt an den fantastisch zerklüfteten Felstürmen der „Picachos de Fañabé“ vorbei – Landschaftskino im XXL-Format.
Im weiteren Verlauf nähern wir uns dem massiven Felsklotz des Roque Conde (bzw. Roque Ichasagua, 1.001 m), der irgendwann das gesamte Blickfeld dominiert.
Wir passieren die Casa Suárez oberhalb und laufen entlang eines Wasserkanals bis zum kleinen Sattel „Degollada de los Frailitos“, hier biegen wir links ab und nehmen den Weg, der uns zurück zum Barranco del Rey bringt.
13. Kanalwanderung für Abenteuerlustige: Die 1.000 Fenster von Güímar
Der inoffizielle Weg durch die berüchtigten „Ventanas de Güímar“ ist die bekannteste Abenteuerwanderung Teneriffas. Die Route führt durch ein altes Kanalsystem mitten in den Steilwänden hoch über dem Tal von Güímar. Dabei werden 10 Felstunnel mit riesigen fensterähnlichen Öffnungen in den Wänden durchquert – daher auch der Name „Ventanas“ (spanisch: Fenster). Die Tiefblicke in die Schluchten sind unglaublich, die Wege werden allerdings nicht gewartet. Daher ist hier neben Abenteuerlust auch ein bisschen Erfahrung gefragt. Wer die mitbringt, wird mit einer der außergewöhnlichsten Touren Teneriffas belohnt.
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Wir starten an den „Antenas“, einer Funkantenne in den Bergen oberhalb von Güímar, die über eine Offroad-Piste erreichbar ist (ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum). Hier endet die Schotterpiste für Autos.
Von der ersten Antenne laufen wir in rund 25 Minuten bis zur nächsten Antenne, die sich klar sichtbar auf einem Hügel vor uns erhebt.
Kurz hinter der zweiten Antenne zweigt halbrechts ein unscheinbarer Trampelpfad ins Dickicht ab. Am Beginn steht ein großes Schild, das ausdrücklich vor dem Betreten des Wegs warnt.
Der Weg verläuft zunächst direkt auf dem Kanal und wird schnell recht schmal. Teilweise versperren einige Büsche und Sträucher den Weg.
Rund 15 Minuten später erreichen wir einen Bagger, der bei Bauarbeiten in die Schlucht gestürzt ist: Hier beginnt der erste Tunnel.
Im weiteren Verlauf durchqueren wir insgesamt 10 Tunnel, die teilweise recht finster sind, allerdings nie zu lang. Häufig sieht man schon vom Eingang das Licht am Ende des Tunnels.
Im dritten Tunnel sehen wir das erste Mal die berühmten Fenster, durch die man in die Schlucht blicken kann.
Einige Abschnitte führen recht nahe am Abgrund entlang, Schwindelfreiheit ist für die Wanderung zwingend erforderlich.
Schließlich erreichen wir das Herzstück der Wanderung, die „Fuga de los Cuatro Reales“. Der Weg kreuzt hier den hintersten Teil der Schlucht und verläuft zwischen mehreren, hunderte Meter hohen steilen Felswänden.
Hinter der „Fuga de los Cuatro Reales“ kann man durch den Barranco de Badajoz zurück zum Ausgangspunkt wandern. Dieser Abschnitt ist allerdings stark verwildert.
Besser ist, nach dem zehnten und letzten Tunnel zu den Ruinen der Galería del Aculadero zu laufen. Hier geht es dann im Freien auf dem Canal de Fasnía weiter.
14. Spektakuläre Steilküstenwanderung: Der Los Gigantes Skywalk
Noch etwas mehr Nervenkitzel verspricht die Wanderung durch die „Acantilados“, die Steilküste von Los Gigantes. Während die meisten Touristen die 600 Meter hohen Felswände aus pechschwarzem Vulkangestein nur vom Boot aus bewundern, laufen wir hier durch alte Tunnel und einen schmalen Zugangsweg mitten durch die Steilwand. Auch diese Tour ist kein offizieller Wanderweg, die Route führt stellenweise sehr nah am Abgrund entlang. Aber es ist ein unvergessliches Erlebnis und eine Wanderung dieser Art habe ich sonst noch nirgendwo auf der Welt gemacht.
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Wir starten in Tamaimo und folgen zunächst dem Wanderweg PR 65 im Barranco de Santiago bis zu einer verfallenen Baracke. Hier befindet sich der Eingang in den ersten Tunnel.
Der rund 1 km langeTunnel ist stockfinster, die Luft im Inneren relativ stickig, am besten also zügig durchgehen.
Nach dem Ende des Tunnels erreichen wir den Barranco Seco. Hier steigen wir direkt rechts ab und folgen dann dem Weg durch die Schlucht.
Der Pfad ist meistens gut erkennbar, aber relativ schmal. Teilweise helfen Steinmännchen bei der Orientierung.
Nachdem wir den Tunnel durchquert haben befinden wir uns direkt in der Steilwand von Los Gigantes und sehen weit vor uns schon die Häuser des Ortes.
Um zum Beginn des Wegs zu gelangen, müssen wir zunächst durch den Barranco de Guama absteigen. Dieser Abschnitt ist schwierig und sehr rutschig – vorsichtig gehen!
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15. Camino de las Lecheras: Der Milchweg von La Laguna nach Santa Cruz
Eine Stadtwanderung der etwas anderen Sorte ist der geschichtsträchtige Camino de las Lecheras (Weg der Milchfrauen), der die alte Universitätsstadt San Cristóbal de La Laguna mit der heutigen Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife verbindet. Er erinnert an die Frauen, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein jeden Morgen mit schweren, bis zu 30 Liter fassenden Milchkannen auf dem Kopf von ihren Bauernhöfen in La Laguna über das Anaga-Gebirge hinab zum Markt nach Santa Cruz liefen, um dort die frische Milch zu verkaufen. Trotz der Nähe zur Zivilisation ist das über weite Strecken ein wunderschöner Naturweg, einschließlich eines unerwartet spektakulären Höhenwegs. Absolut empfehlenswert!
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Offizieller Start des Camino de Lecheras ist die Catedral de San Cristobal im Zentrum von La Laguna.
Stattdessen kann man aber auch erst in Jardina starten (Buslinie 271, Haltestelle Camino Jardina), hier beginnt der naturnähere Teil der Wanderung.
Kurze Zeit später erreichen wir den schönen Aussichtspunkt „El Roque“, von dem aus sich ein toller Panoramablick auf das Stadtgebiet von Santa Cruz bietet.
Anschließend folgt das Highlight der Wanderung: ein schön angelegter Höhenweg über dem Valle Hilaro (teilweise mit Drahtseil und Geländer gesichert, aber einfach).
Der Weg führt uns zur „Cueva Roja“, eine vulkanische Felshöhle mit charakteristischen Rottönen. Hier aufpassen, der Weg ist etwas versteckt und führt über eine Treppe herunter ins Viertel „Barrio Nuevo“.
Danach geht es über Treppenwege und enge Gässchen durch den höchstgelegenen Ortsteil von Santa Cruz, „La Cuesta“.
Gut zu wissen für Wanderungen in Teneriffa
Hier noch ein paar nützliche Tipps, wenn du auf eigene Faust in Teneriffa wanderst:
Wetter & Mikroklima
Teneriffa hat je nach Region und Höhenlage sehr unterschiedliche Wetterbedingungen und das Klima wird stark von der Höhe beeinflusst. An der Costa Adeje kann strahlender Sonnenschein herrschen, während im Anaga-Gebirge zur gleichen Zeit dichter Nebel die Sicht verdeckt und es in Strömen regnet. Durch die exponierte Lage mitten im Atlantik kann sich das Wetter zudem sehr schnell ändern – deshalb auch bei T-Shirt-Wetter lieber ein paar Sicherheitsheitsreserven an Kleidung mitnehmen.
Höhenlage
Teneriffa hat ein steiles Höhenprofil auf begrenztem Raum. Deshalb geht es bei vielen Wanderungen ordentlich bergauf. Plane genügend Zeit für die Höhenmeter ein und unterschätze längere Strecken nicht. Bei Wanderungen über 2.000 Metern läufst du häufig über den Wolken. Dieses Phänomen wird auf den Kanarischen Inseln „mar de nubes“ (Wolkenmeer) genannt. Wenn das Wetter weiter unten zu schlecht ist, kann es helfen, aufzusteigen. Ein sehr schöner Ort, um das Wolkenmeer zu sehen ist Vilaflor.
Navigation & GPS
Die meisten offiziellen Wanderwege auf Teneriffa sind gut mit Wegweisern markiert. Am Startpunkt gibt es häufig große Infotafeln mit der Strecke und dem Höhenprofil. Allerdings können sich Pfade verzweigen oder der Wegverlauf ist vor Ort nicht sofort erkennbar. Lade deshalb am besten vor der Tour eine Offline-Karte und den passenden GPS-Track herunter. Zu allen meinen Touren findest du einen GPS-Track zum Nachwandern.
Wasser & Verpflegung
Nimm auf längeren Wanderungen ausreichend Wasser und Verpflegung mit. Gerade in den abgelegeneren Bergregionen abseits der Küste gibt es unterwegs meist nur selten eine Einkehrmöglichkeit. Dafür findest du selbst in kleineren Ortschaften häufig mindestens eine kleine Bar. Typisch für die tieferen Lagen (vor allem im Norden) sind die Guachinches. Das sind kleine Weinlokale, die auch traditionelle, kanarische Hausmannskost servieren.
Wegzustand & Sicherheit
Die Wege auf Teneriffa reichen von bestens ausgebauten Premium-Wanderwegen bis zu schmalen, ausgesetzten oder gar nicht offiziell markierten Pfaden. Gelegentlich sind Wanderrouten durch Erosion, Steinschlag oder Bauarbeiten beeinträchtigt. Einige Wege wurden zudem in der Vergangenheit von Einheimischen gesperrt, weil sie über deren Privatland führten. Eine gute Übersicht über den aktuellen Zustand der Wanderwege bietet das offizielle Portal TenerifeON.
Freilaufende Hunde
In den Dörfern Teneriffas hat gefühlt jeder Haushalt mindestens zwei Wachhunde. Allerdings stellen die Hunde in der Regel keine Gefahr dar, weil sie hinter den Gartenzäunen sind. Wenn du an einzelnen Häusern oder Gehöften vorbeiläufst, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit kräftig angebellt werden. Ansonsten sollte aber nichts weiter passieren. Ich habe in Teneriffa bislang nur selten freilaufende Hunde gesehen und das waren auch immer friedliche Exemplare.
Was ist die beste Reisezeit zum Wandern in Teneriffa?
Teneriffa ist dank seines milden ozeanischen Klimas ein Ganzjahres-Reiseziel, auch zum Wandern. Realistisch betrachtet ist die Hauptsaison für Aktivurlauber aber die Zeit von Oktober bis April – ganz einfach, weil zu dieser Zeit die meisten Urlauber aus Nord- und Mitteleuropa anreisen, die gerne wandern gehen.
Ich selbst kenne Teneriffa nur aus dem Winter. Meiner Erfahrung nach ist das Wetter zu dieser Zeit wechselhaft, ein bisschen so wie April in unseren Breitengeraden, allerdings stark ortsgebunden. Wenn es im Norden regnet, fährt man einfach eine Stunde in den Süden und wandert dort bei Sonnenschein. In den höheren Lagen kann es im Winter durchaus schneien. Ich bin im Orotava-Tal schon durch den Schnee gestapft, während unten an der Küste die Sonne schien. Auch der Teide-Nationalpark liegt gelegentlich unter einer Schneedecke. Eventuell sind dann sogar die Zufahrtsstraßen gesperrt.

Generell gilt: Der Norden ist kühler und deutlich regenreicher als der wüstenhafte Süden. Genau deshalb ist es im Anaga-Gebirge so wahnsinnig grün. Auffällig sind auch die stark ausgeprägten Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd. Das Klima unterscheidet sich so stark, dass sich Teneriffa-Nord und Teneriffa-Süd fast wie zwei verschiedene Länder anfühlen, obwohl nur eine Stunde Fahrtzeit dazwischen liegt.

Teneriffa mit Bus oder Mietwagen erkunden?
Viele Leute sind auf Teneriffa mit Mietwagen unterwegs und fahren damit auch zu den Wanderungen. Ich selbst habe meistens den Bus benutzt. Nur einmal als mich ein Freund besuchte, hatten wir eine Woche einen Mietwagen. Damit konnten wir schnell an einen anderen Ort fahren, wenn es im Norden mal wieder regnete – das war definitiv ein Vorteil.
Ansonsten ist das Busnetz auf Teneriffa vorbildlich. Alle hier vorgestellten Wanderungen erreichst du problemlos mit dem Bus (im Kanaren-Dialekt: „Guagua“, ausgesprochen „Wahwah“).
Die wichtigsten Buslinien für Wanderer

Ob du Teneriffa am Ende mit dem Bus oder dem Mietwagen erkundest, ist eine indivduelle Entscheidung. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile.
Masca-Schlucht, Teide und Co: Regeln für zugangsbeschränkte Wanderungen
Es gibt einige Wanderwege in Teneriffa für die eine vorige Anmeldung und Registrierung erforderlich ist, weil sie besonders beliebt und sehr stark besucht sind. Die wichtigsten sind:
Für diese Wege musst dich vorher mit einem bestimmten Tag und Zeitfenster registrieren. Bei den Wanderungen gibt es nur ein bestimmtes Kontingent an Personen, die pro Tag zugelassen werden. Da diese Wanderungen wirklich sehr beliebt sind, empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung, vor allem für den Teide (mindestens 1 Monat vorher). Gelegentlich wird der Zugang auch wegen schlechtem Wetter gesperrt. Ich wurde hier schon zurückgeschickt, z.B. am Barranco de Infierno.
Noch ein Tipp: Falls du keinen Platz mehr über die offiziellen Webseiten bekommst, findest du meist noch freie Plätze und Tickets über Tourenanbieter im Netz – tatsächlich ist das häufig die unkompliziertere Variante.
Wo übernachten zum Wandern auf Teneriffa?
Teneriffa ist größer, als es auf der Karte aussieht – die Insel wird nicht umsonst Miniaturkontinent genannt. Wenn du verschiedene Regionen der Insel erkunden möchtest, würde ich deshalb nicht unbedingt die gesamte Reise von einer einzigen Unterkunft aus planen.
Ich habe beim letzten Mal lange Zeit in dem Dorf Las Mercedes bei La Laguna gewohnt. Für das Anaga-Gebirge die perfekte Lage. Wenn ich in den Süden wollte, war das aber immer mit einer halben Weltreise verbunden.

Wenn du viel wandern möchtest, würde ich den Standort deshalb auch danach auswählen, welche Regionen du erkunden willst. Puerto de la Cruz ist der mit Abstand beliebteste Ort bei deutschen Touristen. Das Wetter ist hier ein guter Mix – nicht zu warm, nicht zu regenerisch.
Anaga-Gebirge
→ La Laguna, Santa Cruz, Puerto de la Cruz
Teno-Gebirge
→ Buenavista del Norte, Los Silos, Santiago del Teide
Teide & Inselmitte
→ Vilaflor, La Orotava, Puerto de la Cruz
Süden
→ Los Cristianos, Costa Adeje
Wenn du länger auf Teneriffa bist, kann es sich lohnen, die Unterkunft zu wechseln. Ich habe das bislang immer so gemacht und würde beispielsweise einige Tage an der Nordküste verbringen, um das Anaga-Gebirge zu erkunden, und anschließend weiter in den Süden ziehen.
Meine Unterkunftstipps für Sparfüchse
Der Süden ist etwas touristischer und auch ziemlich zugebaut, vor allem die Costa Adeje und Los Cristianos. Los Cristianos finde ich trotz seinem Ruf als Touri-Hochburg aber gar nicht so schlimm. Es ist immer schön warm, es gibt eine Super-Infrastruktur mit preiswerten Restaurants, Supermärkten etc. und man von dort kommt überall sehr gut. Das ist schon sehr angenehm.
Wilde Wege auf Teneriffa
Wenn dir die bekannten Wanderwege zu langweilig sind, geht es noch weiter: In „Teneriffas Wilde Wege“ stelle ich 15 Abenteuer-Touren abseits der üblichen Routen vor – darunter abgelegene Schluchten, alte Pfade, Lost Places und wilde Höhenwege.
Noch Fragen zum Wandern auf Teneriffa?
Was ist die beste Wanderung auf Teneriffa?
Das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Die beliebteste Wanderung auf Teneriffa ist wahrscheinlich die Masca-Schlucht. Mir selbst hat die große Runde zum Faro de Anaga am besten gefallen. Teneriffa hat aber wahnsinnig viele schöne Ecken – vielleicht findest du mit Hilfe dieses Artikels ja deine ganz persönliche Lieblingswanderung.
Für welche Gebiete auf Teneriffa brauche ich eine Genehmigung?
Eine Genehmigung bzw. Registrierung brauchst du unter anderem für den Weg PNT 10 zum Teide-Gipfel, PNT 07 sowie die Wege PNT 09, PNT 23 und PNT 28 im Teide-Nationalpark. Im Anaga-Gebirge betrifft das die geschützten Gebiete El Pijaral und Monte de Aguirre. Außerdem sind die Masca-Schlucht und der Barranco del Infierno zugangsbeschränkt.
Was mache ich, wenn der Zugang zum Teide gesperrt ist?
Bei schlechtem Wetter oder winterlichen Bedingungen können Wege und Zufahrten zum Teide kurzfristig gesperrt werden. Wenn du eine Genehmigung für den Gipfel gekauft hast und kein Zugang möglich ist, hast du Anrecht auf eine kostenlose Rückerstattung. Bei Tickets für die Seilbahn kannst du außerdem auf einen Ersatz-Termin ausweichen.
Kann ich auf Teneriffa auf eigene Faust wandern?
Ja. Die meisten Wanderungen auf Teneriffa kannst du problemlos auf eigene Faust unternehmen und das machen auch viele Leute so. Für anspruchsvollere oder abgelegene Touren solltest du vor allem sicherstellen, dass du eine verlässliche Möglichkeit zum Navigieren hast.
Wo finde ich geführte Wanderungen auf Teneriffa?
In Ferienorten wie Los Cristianos, Costa Adeje oder Puerto de la Cruz findest du unzählige Anbieter für geführte Wanderungen. Sehr beliebt als Ausgangspunkt für deutsche Besucher ist Puerto de la Cruz: Hier gibt es jeden Tag geführte Wanderungen ohne Anmeldung. Treffpunkt ist der Busbahnhof. Dort bekommst du nähere Infos und Broschüren zu dem Angebot
Kann ich auf Teneriffa einfach jeden Weg benutzen?
Nein. Auf Teneriffa gibt es neben den offiziellen Wanderwegen auch gesperrte oder nicht offiziell ausgewiesene Wege. Gerade abseits der beliebten Wanderregionen führen viele Wege durch Privatland und die Besitzer mögen es meist nicht gern, wenn einfach jeder nach Belieben herumspaziert. Verlass dich deshalb nicht ausschließlich auf einen eingezeichneten Weg in Karten oder Apps und respektiere lokale Vorgaben.
Brauche ich auf Teneriffa Spanisch?
In den touristischen Orten an der Küste kommst du meist recht gut mit Englisch zurecht. In kleineren Dörfern und abgelegenen Gegenden im Hinterland ist es aber hilfreich, zumindest ein paar Worte Spanisch zu können.
Gibt es gefährliche Tiere auf Teneriffa?
Beim Wandern musst du dir wegen gefährlicher Tiere keine Gedanken machen. Auf Teneriffa gibt es keine Schlangen, großen Raubtiere oder giftigen Insekten. Etwas Vorsicht ist beim Baden geboten, gelegentlich kommen am Meer Quallen wie die Portugiesische Galeere vor. Sollte das der Fall sein, werden die betroffenen Strände gesperrt.

Mein Fazit
Kein Wunder, dass Alexander von Humbold von Teneriffa so angetan war – die Insel ist wirklich ein kleines Paradies. Das gilt auch heute noch, trotz der teils starken touristischen Erschließung. Aber beim Wandern bekommt man davon nur wenig mit, vor allem abseits der beliebteren Routen. Und Teneriffa ist groß genug, dass man immer irgendwo ein schönes Fleckchen findet, wo es noch ein bisschen ruhiger zugeht.
Viele Leute kommen regelmäßig zurück nach Teneriffa. Ich kann das gut verstehen. Auch nach mehreren Aufenthalten habe ich nicht das Gefühl, die Insel wirklich fertig erkundet zu haben. Irgendwo wartet immer noch der nächste Barranco oder ein Pfad, der auf der Karte interessant aussieht. Mein Tipp wäre also: Nimm dir ausreichend Zeit und geh einfach los – es gibt wahnsinnig viel zu entdecken.
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Was sind deine Lieblingswanderungen in Teneriffa? Hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich darauf, von dir zu hören.


































Hi Selim,
oh, das ist ja fies, dass du beim Barranco del Infierno wieder weggeschickt wurdest. Das hätten die Betreiber ja auch mal per E-Mail vorab kommunizieren können, dass der Zugang nicht möglich ist 🙁
Die Wanderung fand ich zwar schön, aber natürlich durch das Ticket-System auch etwas gehypt und überlaufen…
Kommunikation ist ja ohnehin so ein Ding bei manchen der Wanderungen… ich bin auch schon zweimal zum Teide-Aufstieg gestartet, nur um dann (einmal auf Höhe von Altavista, einmal noch auf dem Parkplatz) zu erfahren, dass meine gebuchte Seilbahn-Abfahrt aufgrund der Wetterbedingungen nicht stattfinden wird…
Ja das ist tatsächlich etwas nervig mit diesen beschränkten Wegen. Ich hatte mich auch mit etlichen Leuten unterhalten, die schon länger nach Teneriffa fahren und die meinten, dass im Lauf der Jahre immer mehr Einschränkungen und Verbote aufgetaucht sind. Im Fall vom Barranco del Infierno, weil es da wohl vor ein paar Jahren einen Unfall durch Steinschlag gab. Andererseits gibt’s aber auch noch genügend tolle Wege, die man einfach so erwandern kann. Von den paar Beschränkungen sollte man sich also nicht abschrecken lassen – ich fand Teneriffa immer noch ein Super-Ziel für Outdoor-Begeisterte.
Viele Grüße
Selim
Im Moment sind auch massive Beschränkungen für den Teide-Nationalpark im Gespräch, die vermutlich ab 2024 in Kraft treten: Eintrittsgebühr, beschränkte Parkmöglichkeiten, Shuttle-Busse,… wie es genau aussehen wird, weiss man noch nicht. Aber es wird kommen.
Hi Gerardo,
und danke für die Infos. Diese Regeln für den Teide-Nationalpark finde ich persönlich gar nicht schlecht. Ich fand es extrem nervig, dass da oben alles zugeparkt ist und es gleichzeitig nur eine so schlechte Busanbindung zur Küste gibt. Wenn man das verbessert und mehr Busse für die Besucher bereitstellt, wäre ich gerne bereit, dafür eine kleine Eintrittsgebühr zu zahlen.
Viele Grüße
Selim
Sorry, ich habe mich verklickt, wollte dir eigentlich 5 Sterne geben. Deine Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen, freue mich schon auf die Wanderungen.
Hallo Janina,
na sowas, aber gut… kann schon mal passieren. Dann hoffe ich mal, dass noch viele andere 5-Sterne-Bewertungen dazukommen, um den Durchschnitt nicht runterzuziehen:P
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß bei den Wanderungen.
Viele Grüße
Selim
Herzlichen Glückwunsch.
Das ist eine gute Zusammenstellung der schönsten Wanderungen auf Teneriffa. Ergänzt mit vielen wichtigen Hintergrundinformationen.
Info: Die Wanderung zu den Organos oberhalb von Aguamansa wird wegen des Waldbrands vom August 2023 auf längere Zeit nicht möglich sein, ebenso wie alle Wege in der zentralen Cumbre dorsal.
Lieber Selim,
herzlichen Dank für deine fantastische Beschreibung der Wanderwege. Dein Beitrag hat mich besonders angesprochen. Ich plane, für genau eine Woche auf die Insel zu fliegen. Könntest du mir eine Empfehlung geben, mit welcher der von dir genannten Wanderrouten ich am besten starten sollte, um unnötiges Hin und Her zu vermeiden? ( Ankunft Flughafen Süd ). Deine Zusammenstellung der Businformationen ist ebenfalls äußerst hilfreich – vielen Dank dafür! Herzlichst Anke
Hi Anke,
und vielen Dank für deinen netten Kommentar:) Zu deiner Frage: Das kommt ein bisschen drauf an, wo du wohnst. Du wirst ja wahrscheinlich nicht direkt vom Flieger aus loswandern:P Wenn du z.B. in Los Christianos bleibst, kannst du von da recht einfach zum Teide hochfahren (Tour 10 oder Wanderungen im Teide Nationalpark). Nach Vilaflor (Tour 7) kommt man von dort auch recht gut. Die Wanderungen im Teno-Gebirge sind auch noch ganz okay erreichbar (z.B. Tour 3) , aber da muss man mit dem Bus schon umsteigen. In einer Woche ist es wahrscheinlich am besten, du machst die meisten Wanderungen in dem Teil Teneriffas, in dem du deine Unterkunft hast (Nord oder Süd). Da immer hin und her zu fahren, braucht sehr viel Zeit, vor allem mit dem Bus.
Viele Grüße
Selim
Zu Wandervorschlag 11, San Miguel nach Aldea Blanca:
Ich denke dass du diesen Weg noch nie von Aldea Blanca nach San Miguel gelaufen bis! Von wegen leicht oder einfach!! Nichts davon stimmt und der Weg ist mehr als anspruchsvoll und teilweise kaum gehbar!
Kleiner Hinweis: Ich selbst bin mehrere Caminos und Vias in Spanien und Italien gelaufen und wohne meist 3-4 Monate im Jahr auf Teneriffa.
Bitte verschone deine Mitmenschen künftig mit solchem Quatsch!
Gruß
Hallo Dieter,
ich kann deine Anmerkung nicht ganz nachvollziehen. Die von mir beschriebene Tour verläuft durchgängig auf einem beschilderten und ausgewiesenen lokalen Wanderweg. Dass der alte Camino Real zwischen Aldea Blanca nach San Miguel etwas felsig ist, hatte ich im Text ja erwähnt.
Nach Regenfällen, Erdrutschen etc. kann es immer passieren, dass bestimmte Abschnitte eines Wanderwegs nicht mehr begehbar sind. Falls dir so etwas aufgefallen ist, würde ich mich über einen entsprechenden Hinweis freuen. Dann haben auch andere Leute etwas davon, die vielleicht dort wandern möchten.
Ich möchte dich auch bitten, in Zukunft deine Wortwahl im Internet etwas zu überdenken. Wir sind alle mal anderer Meinung als andere. Aber das ist kein Grund, direkt unhöflich zu werden.
Viele Grüße
Selim
Probiers mal mit Pico Cabras wenn du wirklich auf Teneriffa wandern willst
Das ist mal ein super sauber gemachter und recherchierter Artikel zum Wandern auf Teneriffa! Viel Arbeit, für die ich dir gleich mal vorab danken möchte! Ich war eigentlich auf der Suche nach mehr Informationen für unsere Volontäre, die wir immer auf der Finca hier haben, welche Wanderwege nur mit Genehmigung möglich sind und zwischenzeitlich auch mit Gebühren hinterlegt sind. Sicher ist die Masca-Schlucht, aber ich hörte, dass man weitere Highlights mit Eintritten/ Gebühren belegen möchte. Hast du da vielleicht aktuellere Infos oder vielleicht gar Lust auf ein Update deines wirklich guten Artikels? Viele Grüße vom Josef
Hallo Josef und vielen lieben Dank,
ja… ich habe das auch mit den Gebühren auch gehört. Den Abschnitt zur Masca-Schlucht hatte ich dementsprechend aktualisiert, da wird das ja bereits umgesetzt. Es sollen wohl ab Anfang 2025 für alle Naturschutzgebiete der Insel Gebühren erhoben werden (Teide, Nationalpark, Anaga. Teno etc…) Ich werde den Artikel mal bei Gelegenheit anpassen.
Viele Grüße
Selim