In diesem Artikel:
- Was dich auf dem Lykischen Weg wirklich erwartet
- Karte und Etappen des Lykischen Wegs
- Reisebericht: Lykischer Weg von Fethiye bis Kaş
- Wie schwer ist der Lykische Weg + Tipps zu Hundebegegnungen
- So klappt die Anreise zum Lykischen Weg
- Übernachtungen, Kosten, Internet, Verpflegung
- Tipps zu Zelten und Campingspots auf dem Lykischen Weg
- Packliste für den Lykischen Weg
- Beste Reisezeit
- Über die Landschaft Lykien
- Zur Geschichte des Lykischen Wegs
- Mein Fazit zum Lykischen Weg
Ich bin den Lykischen Weg nicht zu Ende gelaufen.
Eigentlich war der Plan klar: Immer entlang der türkischen Mittelmeerküste wandern, auf einem der angeblich schönsten Fernwanderwege der Welt. Aber irgendwann stand ich nach acht Tagen auf einer staubigen Schotterpiste im Niemandsland hinter Gelemiş und dachte mir: Das reicht jetzt.
Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – zählt der Lykische Weg zu den Touren aus den letzten Jahren, die mir besonders im Kopf geblieben sind.

Zwischen Schotterpisten und Traumlandschaften
Die Türkei haben die meisten ja nicht unbedingt auf dem Schirm, wenn es um Trekking und Wandern geht. Die große Ausnahme: der Lykische Weg (türkisch: Likya Yolu). Der erste Weitwanderweg der Türkei wurde seit seiner Eröffnung 1999 sogar mal vom National Geographic Magazin zu einem der 10 schönsten Wanderwege der Welt ernannt.
Ich war letztes Jahr nach ungefähr 10 Jahren Pause wieder in der Türkei und bin durch das wilde Kaçkar-Gebirge gewandert. Das hat mich schwer beeindruckt, danach war klar: Ich muss so schnell wie möglich wieder in mein zweites Heimatland. Und warum dann nicht zur Abwechslung mal ein bisschen was Bekannteres ausprobieren und schauen, was der berühmte Lykische Weg so taugt?
Mein Plan: Zunächst den ersten Teil des Weges von Fethiye nach Kaş laufen und dann weiterschauen. Was mich erwartete, war eine Mischung aus unglaublich schönen Küstenlandschaften, unerwarteten Highlights – aber auch einigen Dingen, die mich ehrlich gesagt ziemlich genervt haben.
Warum ich trotzdem sagen würde: Der Lykische Weg lohnt sich – und für wen eher nicht – genau das erfährst du in diesem Artikel.
Lykischer Weg – Das Wichtigste auf einen Blick
- 📍 Strecke: Fernwanderweg von Fethiye nach Antalya
- 📏 Länge: ca. 450 km (verschiedene Varianten möglich)
- ⏳ Etappen: 26
- 🌄 Landschaft: Küstenpfade & Gebirge, mediterrane Kulturlandschaften
- 🚘 Straßenanteil: relativ hoch, viele Schotterpisten
- 🔺 Schwierigkeit: mittel (optional anspruchsvollere Varianten)
- 🔥 Abenteuerfaktor: hoch
- 📅 Beste Reisezeit: April – Mitte Mai
- 🏕️ Übernachtung: Zelt, einfache Pensionen & problemloses Wildcampen
- 🐕 Besonderheit: viele freilaufende Hunde
Was dich auf dem Lykischen Weg wirklich erwartet
Der Lykische Weg ist kein klassischer „Wohlfühl-Fernwanderweg“.
Er ist rauer, unfertiger, stellenweise auch frustrierender, als man es von bekannten Wegen in Europa gewohnt ist. Es ist die Sorte Trail, bei denen du dich zwischendurch wahrscheinlich fragst, warum du dir das eigentlich antust – nur um fünf Minuten später wieder komplett begeistert zu sein. Genau dieses Wechselbad der Gefühle macht den Reiz des Wegs aus.
Landschaftlich erwartet dich ein Best-of aus mediterranen Küstenlandschaften zwischen Bergen und Meer. Dazu gibt’s jede Menge antike Ruinen direkt am Wegesrand, Begegnungen mit der freundlichen Bevölkerung – und viele Russen. Es ist ein Trek, der Natur und Kultur auf vorbildliche Weise vereint und viel fürs Auge bietet. Gleichzeitig gewährt er einen intimen Einblick in Geschichte und Gegenwart dieser alten Kulturlandschaft an der Schwelle von Europa und Asien.
Leider ist nicht alles eitel Sonnenschein. Die Küsten des antiken Lykiens sind heute eine der beliebtesten Ferienregionen der Türkei. Für die Neureichen aus Istanbul gehört es fast schon zum guten Ton, eine Villa für den Sommerurlaub an die Küste zu pflanzen. Dementsprechend wurde und wird viel gebaut – stellenweise ist die Landschaft durch Bauruinen geradezu verschandelt. Teile der Route führen über Asphaltstraßen. Manchmal läuft man stundenlang über Schotterpisten – das kann ziemlich nerven.
- ✔️ Landschaftlich spektakuläre Berg- und Küstenwege
- ✔️ Spannende Einblicke in Geschichte und Kultur
- ❌ Etliche Schotterstraßen und Straßenabschnitte
- ❌ Teilweise etwas verbaut
Wenn du einen perfekt designten Premium-Wanderweg im europäischen Stil erwartest – sagen wir mal, so etwas wie den Fischerweg in Portugal… Dann wirst du hier vermutlich manchmal an deine Grenzen stoßen. Falls du aber Lust auf einen etwas wilderen, ungeschliffenen Fernwanderweg hast, der dich immer wieder überrascht – dann könnte der Lykische Weg genau dein Ding sein.
Eindrücke vom Lykischen Weg:
Was man auch noch wissen sollte: Als bekanntester Wanderweg der Türkei ist der Lykische Weg gut besucht. Bei meinem Trek ungefähr zu 90% von Russen. Den Rest machen größtenteils Türken aus. In der Türkei reicht der Ruf des Lykischen Wegs inzwischen nämlich so weit, dass selbst die Basarverkäufer im Istanbuler Stadtteil Sultanahmet davon gehört haben. Und die Jungs machen den ganzen Tag nichts anderes als Tee trinken, Zigaretten rauchen und vor ihrem Laden hocken. Ein Geheimtipp ist der Weg also eher nicht.
Für wen lohnt sich der Lykische Weg – und für wen nicht?
Der Lykische Weg hat das Potential zum Polarisieren. Die schönen Abschnitte sind wirklich schön, mancher wird allerdings sich an den Schotterpisten stören. Wie immer hängt viel davon ab, mit welchen Erwartungen du startest.
✔️ Der Lykische Weg lohnt sich für dich, wenn du …
- … Lust auf eine Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte hast.
- … gerne unabhängig unterwegs bist und auch mal improvisierst.
- … kein Problem mit einfachen Unterkünften oder Zelten hast.
- … dich an kleinen „Unperfektheiten“ wie Schotterpisten nicht störst.
- … das Gefühl von Ursprünglichkeit suchst, das es in Europa immer seltener gibt.
❌ Eher nicht ideal ist der Lykische Weg, wenn du …
- … einen perfekt ausgebauten Fernwanderweg erwartest.
- … durchgehend spektakuläre Landschaften ohne „Durchhänger“ suchst.
- … möglichst wenig Kontakt mit Straßen oder Zivilisation haben willst.
- … dich schnell von Hitze, Hunden oder organisatorischen Herausforderungen stressen lässt.
Einige der nicht ganz so schönen Abschnitte des Wegs:
Unterm Strich: Der Lykische Weg ist nicht durchgängig ein „Postkarten-Trail“, sondern ein Fernwanderweg mit Ecken und Kanten. Man muss kein schlechtes Gewissen haben, die weniger schönen Abschnitte mit dem Bus zu überspringen. Wahrscheinlich ist das sogar besser!
Wanderführer und Karten zum Lykischen Weg
Meine Empfehlung: Outdoor Wanderführer – Lykischer Weg

Seit 2024 gibt es endlich wieder einen deutschsprachigen Wanderführer für den Lykischen Weg*. Das Buch aus dem Conrad-Stein-Verlags wurde von meinem Blogger-Kollegen Raffaele Nostitz verfasst. Er war ungefähr zur gleichen Zeit wie ich unterwegs und ist den gesamten Weg gewandert.
Der Wanderführer enthält ausführliche Beschreibungen aller Etappen, sowie zumindest teilweise Alternativ-Routen. Außerdem werden GPS-Tracks für die Wanderung bereitgestellt.
Zusammen mit einer guten Wanderkarte bist du mit diesem Buch für alle Fälle gerüstet!
Neben dem Outdoor-Führer gibt es auch ein Guidebook zum Lykischen Weg von der Erfinderin Kate Clow persönlich. Dort werden noch mehr mögliche Routen und Varianten ausführlich beschrieben werden. Außerdem gibt es Tipps für neu markierte Wanderungen abseits der Original-Route. Dieses Buch eignet sich vor allem für Wanderer, die gerne viel selbst planen.
Zur Orientierung und Navigation bieten sich folgende topografische Wanderkarten an:
- Lykische Küste 1 – Fethiye 1:75.000*
- Lykische Küste 2 – Kaş 1:75.000*
- Lykische Küste 3 – Demre – Finike 1:75.000*
In den Karten sind Quellen, Zisternen, Ortschaften mit Einkaufsmöglichkeiten und mögliche Zeltplätze eingetragen. Die allerneuesten Nebenrouten von Kate Clow sind nicht drin, allerdings die komplette klassische Route mit den bekannten Varianten. Dass es überhaupt aktuelle Wanderkarten gibt, ist in jedem Fall erfreulich. In der Türkei ist das ein schwieriges Thema, weil häufig das Militär die Hände drauf hält.

Weitere nützliche Karten im Maßstab 1:50.000 sind:
Diese 4 Karten kannst du auch direkt bei der Culture Routes Society in Antalya vor Ort kaufen. Sie enthalten neben dem Lykischen Weg Abschnitte im Hinterland und sind für entdeckungsfreudige Wanderer hochinteressant. Teilweise sind dort auch weglose Routen und Gipfelbesteigungen eingetragen. Hier am Besten ein bisschen aufpassen – abseits der markierten Routen können Wanderungen in der Türkei schnell zu hartem Bushwacking ausarten.
(Hinweis: Die alten Karten aus dem MapFox-Verlag sind inzwischen leider vergriffen)
Karte und Etappen des Lykischen Wegs
Der Lykische Weg startet offiziell in Ovacık bzw Ölüdeniz, einem Vorort von Fethiye. Von dort geht es in ungefähr 26 Etappen bis nach Konyaaltı bei Antalya. Ich schreibe bewusst „ungefähr“, da es inzwischen etliche Varianten gibt und viele Leute die Abschnitte überspringen, die inzwischen auf Straßen verlaufen.
Auf dieser Karte siehst du den aktuellen Verlauf des Lykischen Wegs (zum Vergrößern anklicken):

Hinweis: Nur die Strecke von Kayaköy bis Kalkan, ich bin teilweise auf Varianten des Wegs gelaufen. 👉Anleitung zum Öffnen der GPX-Tracks.
Was ist der schönste Abschnitt des Lykischen Wegs?
In der Türkei sagen viele, der Teil von Ölüdeniz bis Patara Beach West sei der beste Abschnitt des Lykischen Wegs. Mir hat das auch sehr gut gefallen, vor allem weil es so abwechslungsreich war: Großartige Bergpanoramen, tolle Küstenwege, einsame Strände – da war ein bisschen was von allem dabei.
Çıralı und den Olympos-Nationalpark fand ich allerdings auch gut, die Szenerie ist hier ein wenig alpiner, da man rund um den Tahtalı Dağı mitten durch die Berge läuft. Das gleiche dürfte für den Abschnitt hinter Kemer gelten – auch dort knackt man nochmal die 1.500 Meter-Marke und es gibt hier vergleichsweise wenig Dörfer.
Wenn du nicht ganz so viel Zeit hast, und dich entscheiden musst, würde ich aber den ersten Abschnitt ab Ölüdeniz empfehlen. Damit machst du nichts falsch – das ist eine Woche reines Wander-Vergnügen.

Diese Abschnitte auf dem Lykischen Weg überspringen viele Wanderer
Auf den folgenden Abschnitten bist du häufiger auf Asphalt oder breiten Schotterpisten unterwegs. Diese Etappen zählen nicht zu den Highlights des Lykischen Wegs, viele Wanderer lassen sie deshalb aus oder kürzen ab.
- 1️⃣ Patara West / Gelemiş → Kalkan: stark landwirtschaftlich geprägte Umgebung mit vielen Gewächshäusern – eher unspannend, einer der klassischen Abschnitte, den viele skippen.
- 2️⃣ Finike → Karaöz: Der Weg verläuft fast überwiegend entlang der breiten Küstenstraße D-400 – kann man getrost auslassen.
- 3️⃣ Çıralı – Tekirova: Hier kommt es auf die Variante an: Der Küstenweg ist stellenweise wenig spannend (viel Schotterpiste), die Gebirgsvariante über den Tahtalı-Pass ist hingegen sehr reizvoll.
Tipp: In der beliebten Wander-App Outdooractive ist der Lykische Weg ebenfalls eingetragen. Mit dem folgenden Gutschein sparst du 5 Euro für das Pro-Abo – das sind 2 Monate der Premiumversion geschenkt!

So funktionierts:
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Wie lang ist der Lykische Weg?
Die Länge des Lykischen Wegs wird meist mit etwa 500 Km angegeben. Im neuesten Wanderführer ist sogar von 710 Km die Rede. Damit sind aber sämtlichen Varianten und alternativen Wege eingerechnet, die du auf einer einzigen Wanderung gar nicht alle machen kannst. Wenn du den kompletten Weg von Ovacık bis Antalya läufst, kommst du insgesamt auf kanpp 460 Km.
Wegsperrungen und aktuelle Änderungen
Der Verlauf des Lykischen Wegs ändert sich regelmäßig. Sei es durch Bauarbeiten, die Erschließung neuer Straßen, Erdrutsche oder weil Land verkauft wird und der Weg plötzlich über Privatgrundstücke führt. Daher sind jedes Jahr Teams von Freiwilligen unterwegs, um neue Wegabschnitte zu markieren. Aktuelle Infos dazu findest du auf der Webseite der Culture Routes Society.
Meine Etappen-Einteilung
Ich wollte zunächst nur einen Teil des Weges laufen und zwar von Fethiye bis Kaş. Dafür hatte ich etwa 14 Tage veranschlagt. Durch die Varianten und weil es viele Stellen zum Zelten gibt, kann man sich die Strecke gut individuell einteilen. Das habe ich auch so gemacht und bin bereits ein Stück vor Ölüdeniz gestartet. Ende war für mich in Kalkan, das ungefähr drei Tage vor Kaş liegt.
Die Etappen sahen bei mir folgendermaßen aus:
| 📍 Etappe | 🧭 Start/Ziel | 📏Länge | ⛰️ Höhenmeter |
|---|---|---|---|
| 01 | Kayaköy – Ölüdeniz | 11 km | + 820, – 220 hm |
| 02 | Ölüdeniz – Kabak | 14 km | + 345, – 1.090 hm |
| 03 | Kabak – Cennet Beach | 3,5 km | + 315, – 320 hm |
| 04 | Cennet Beach – Bel | 14 km | + 1.015, – 360 hm |
| 05 | Bel – Gavurağılı (Patara Beach West) – Kınık (Xanthos) | 11,5 km | + 170, – 815 hm |
| 06 | Xanthos – Çayköy | 9,5 km | + 200, – 5 hm |
| 07 | İnpınar – Gelemiş (Patara Beach Ost) | 23 km | + 475, – 725 hm |
| 08 | Gelemiş – Kalkan | 21 km | + 650, – 625 hm |
Nach Gelemiş wurde es mir etwas zu langweilig, weil ich dort lange Zeit auf Schotterpisten durch eine mit halbfertigen Bauruinen verschandelte Landschaft laufen musste. Das Pistenwandern fing aber bereits nach Kınık an. Daher hab ich in Kalkan Schluss gemacht und bin weiter nach Çıralı, um mir noch einige Gebirgsabschnitte des Trails anzuschauen.

Lykischer Weg östlich von Kaş
Nach dem Ende in Kalkan bin ich nach Çıralı, ein wunderschönes Dörfchen am Fuße des heiligen Bergs Olympos (Tahtalı Dağı). Hier habe ich in drei Tagen das Olympos-Gebirgsmassiv umrundet, streckenweise ebenfalls auf Abschnitten des Lykischen Wegs. Eine unglaublich schöne Wanderung mit teilweise alpinem Flair, das ich auf der Hauptroute so nicht erlebt habe.
Weiterlesen: Der Tahtalı-Circuit – In 3 Tagen um den heiligen Berg Olympos
Danach bin nach Antalya, um mich auf einer selbstgeplanten Route durch das Taurusgebirge zur legendären antiken Stadt Termessos zu schlagen. Diese Tour war sogar noch beeindruckender und landschaftlich besser als alles, was ich bis dahin auf dem Lykischen Weg gesehen habe. Leider war der Weg auf dem letzten Abschnitt komplett zugewachsen und mit extremem Bushwacking verbunden.

Kommen wir jetzt aber erstmal zum Erfahrungsbericht des eigentlichen Lykischen Wegs!
Erfahrungsbericht: Lykischer Weg von Fethiye bis Kaş
Ich hab in den acht Tagen auf dem Lykischen Weg einiges erlebt: Grenzwertige Begegnungen mit Hunden, Kletterpartien, einzigartige Landschaften, interessante Gespräche mit russischen Wanderern und vieles mehr. Für einen Artikel wäre das ein bissel viel. Daher hab ich den Erfahrungsbericht auf die jeweiligen Tage aufgeteilt.
In den Beschreibungen findest du zusätzlich Anmerkungen zu möglichen Wegvarianten, Tipps für Stellen zum Camping – und natürlich jede Menge tolle Fotos. Los geht’s!

In den folgenden Abschnitten noch ein paar praktische Tipps zum Lykischen Weg:
Lykischer Weg Schwierigkeitsgrad: Ist der Weg auch für Anfänger geeignet?
Der Lykische Weg ist auf dem Teil, den ich gewandert bin, größtenteils eine mittelschwere Wanderung im Bereich T2 auf der SAC-Skala. Ich würde ihn vom Schwierigkeitsgrad zwischen dem Fischerweg und dem etwas abenteuerlicheren E4 in Kreta ansiedeln. Die Wege sind teilweise recht steinig, stellenweise auch ein bisschen steiler. Häufig läufst du aber auch einfach auf Feldwegen oder Dirtroads.
Einige Varianten sind etwas schwieriger. Dazu zählte bei mir etwa der Weg zum Cennet Beach, wo ich etwas kraxeln musste. Wirklich dramatisch war das aber auch nicht. Wenn du z.B. regelmäßig in den Alpen oder anderen Gebirgen wandern gehst, sind solche Stellen kein Problem. Was man auch noch sagen kann: Der östliche Teil des Lykischen Wegs verläuft generell in höheren Lagen, also tendenziell eher im Gebirge, als die Trails von Fethiye bis Kaş.

Ist der Weg für Anfänger geeignet? Kommt drauf an… es ist schon alles ein bisschen rauer als in Europa. Dazu kommt die Sache mit den Hunden und die mögliche Sprachbarriere. Im Prinzip sind das alles aber keine Riesen-Probleme und die Bevölkerung ist wahnsinnig freundlich und hilfsbereit. Da spielt auch ein bissel die persönliche Einstellung eine Rolle. Im Prinzip also: Ja… schon irgendwie anfängertauglich. Aber eine Portion Abenteuerlust solltest du mitbringen.
🛡️ Auslandskrankenversicherung für Trekkingreisen
Auf meinen Trekkingreisen im Ausland habe ich eigentlich immer eine Auslandskrankenversicherung dabei. Gerade wenn man mehrere Tage unterwegs ist und nicht immer sofort eine größere Stadt in der Nähe hat, gibt es ein gutes Gefühl, im Notfall abgesichert zu sein.
Ich nutze dafür seit Jahren die gut bewertete Versicherung von TravelSecure*, weil sie auch Trekking- und andere Outdooraktivitäten einschließt und man sie unkompliziert in wenigen Minuten online abschließen kann.
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Hunde auf dem Lykischen Weg
Dir werden auf dem Lykischen Weg sehr viele freilaufende Hunde begegnen, die keinen offensichtlichen Besitzer haben. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei genau 100%. Wenn das nicht so wäre, wäre es nicht die Türkei. Davon muss man sich aber nicht abschrecken lassen. Die Hunde sind in der Regel friedlich. Und in den seltenen Fällen, wo das nicht so ist, ignorierst du sie am Besten.
Die Türken machen das meistens so: Einfach weitergehen und nicht beachten, wenn ein Hund doch mal unfreundlich ist. Im Notfall hebst du einen Stein vom Boden auf oder tust zumindest so. Das verstehen die Hunde und lassen dich dann im Normalfall in Ruhe. Das Wichtigste ist: Sich nicht einschüchtern lassen. Die Hunde checken sofort, wenn du unsicher bist.

Ich hatte auf dem Lykischen Weg nur einmal eine etwas grenzwertige Begegnung mit Hunden, und zwar nachts im Zelt in der Nähe von Xanthos. Da hatte ich schon ein bisschen Schiss. Am Ende ist aber (natürlich) nichts passiert. Ein Sonderfall sind vielleicht noch die großen Kangal-Hirtenhunde: Die können durchaus zudringlich werden, wenn sie das Gefühl bekommen, dass du die Herde bedrohst. Hier am besten einen weiten Bogen drum machen.
Markierungen auf dem Lykischen Weg
Der Lykische Weg ist – zumindest in der Theorie – durchgängig markiert, und zwar folgendermaßen:
- 🔴⚪ Rot-Weiß: Hauptroute des Lykischen Wegs
- 🔴🟡 Rot-Gelb: Varianten des Lykischen Wegs
Die Markierungen siehst du meistens relativ regelmäßig, ca. alle 200 Meter. Teilweise sind auch rote Pfeile auf Steine gesprüht. Warum also „in der Theorie“? Nun, es gibt etliche Stellen, wo das nicht so ist. Und zwar meistens dann, wenn der Weg eine Straße oder Piste kreuzt. In diesen Fällen fehlen die Markierungen häufig oder sie sind durch den Straßenbau zerstört und nicht mehr vorhanden.

Meine Erfahrung: In der Natur gibt es meistens keinerlei Schwierigkeiten. Der Weg ist hier wirklich vorbildlich markiert, gerade an den etwas unübersichtlichen Stellen. Häufig helfen auch Steinmännchen bei der Orientierung. Probleme gab es eigentlich immer nur in der Nähe von Straßen oder Ortschaften. Hier war häufig durchaus raten angesagt, wo es jetzt genau weitergeht.

Meine Empfehlung ist daher: Lade dir vorher einen GPS-Track der Route herunter und speichere sie offline auf dem Smartphone oder GPS-Gerät ab. Außerdem würde ich mir eine Karte mit dem Verlauf der Route besorgen. Es geht im Notfall wahrscheinlich auch ohne, aber sicher ist sicher. Irgendwann in der Pampa zu stehen und nicht mehr weiterzuwissen, ist vielleicht nicht lebensgefährlich aber zumindest ärgerlich.

Anreise zum Lykischen Weg
Viele Leute reisen über Antalya an, weil es hier die meisten Flugverbindungen gibt. Die Anfahrt nach Fethiye dauert insgesamt etwa 4-5 Stunden, das Ganze funktioniert folgendermaßen:
- 1️⃣ Am Flughafen die Buslinie 600 zum Busbahnhof Antalya (Antalya Otogar) nehmen.
- 2️⃣ Der Bus hält an den Terminals T1 und T2, Abfahrt alle 30 Minuten, täglich zwischen 06:30 und 23:30 Uhr. Fahrtzeit 30 – 45 Minuten.
- 3️⃣ Ticket können im Bus gekauft werden (ca. 2 €, Zahlung nur mit Kreditkarte)
- 4️⃣ Alternative: Taxi bis zum Busbahnhof (ca. 15 – 20 €, ca. 25 Minuten)
Antalya nach Fethiye
- 🚌 Am Busbahnhof von Antalya gibt es verschiedene Fernbusanbieter, die nach Fethyie fahren, z.B. Pamukkale oder Fethiye Seyahat.
- 🎫 Eine gute Alternative ist Flixbus, der die Strecke ebenfalls bedient – hier kannst du die Tickets bereits vorher bequem kaufen (ca. 12 Euro).
- ⏱️ Die Fahrtzeit von Antalya nach Fethiye beträgt etwa 3,5 Stunden.

Alternative: Anreise über Dalaman
Ich bin stattdessen nach Zwischenstopp in Istanbul nach Dalaman, weil das viel näher an Fethiye liegt als Antalya (50 Kilometer vs. 200 Kilometer). Die Fahrtzeit beträgt hier nur etwa 1 Stunde. Das funktioniert so:
- 1️⃣ Vom Flughafen Dalaman per Shuttlebus oder Taxi in die Innenstadt/Busbahnhof (Dalaman Otogar).
- 2️⃣ Am Dalaman Otogar den nächsten Bus (Dolmuş) nach Fethiye nehmen. Die Busse fahren etwa alle 30 Minuten, die Fahrtzeit beträgt rund 45 Minuten, Kosten: 3- 4 Euro.
- 3️⃣ Alternative: Mit Shuttlebus von Muttaş direkt vom Flughafen Dalaman nach Fethiye (ca. 5 Euro).
💡 Dolmuş sind die typischen Kleinbusse in der Türkei für lokale Verbindungen. Diese Busse fahren tagsüber regelmäßig, bezahlt wird in der Regel bar beim Fahrer – das ist also sehr unkompliziert.

Fethiye zum Start des Lykischen Wegs
Der Start des Lykischen Wegs ist von Fethiye aus in weniger als 30 Minuten erreichbar.
- 1️⃣ Von Fethiye nimmst du am Busbahnhof (Otogar) den nächsten Dolmuş Richtung Ölüdeniz und steigst in Ovacık aus, dem offiziellen Start des Lykischen Wegs.
- 2️⃣ Die Dolmuş fahren tagsüber alle 20–30 Minuten, Kostenpunkt: 1-2 Euro.
- 3️⃣ Der offizielle Start des Trails liegt ca. 10 Minuten außerhalb des Stadtzentrums an der Ölüdeniz Caddesi.
Die Busse halten direkt an der Abzweigung zum Lykischen Weg – einfach der Schotterpiste links in den Wald folgen (Richtung Babadağ) und zwei Minuten später stehts du am Tor zum Lykischen Weg.

Unterkünfte, Internet und Verpflegung
Die meisten Leute, die ich auf dem Lykischen Weg gesehen habe, hatten ein Zelt dabei – damit ist man auf jeden Fall flexibler. In den kleinen Ortschaften entlang der Strecke gibt es meist nicht wahnsinnig viele Unterkünfte. Gerade wenn eine große Gruppe vor dir ankommt, kann es gut sein, dass alle Zimmer weg sind. Ich habe das ein paar Mal gesehen. Zelten ist meiner Meinung nach the way to go.
Unterkünfte
Wenn du doch im Bett schlafen willst: Viele Unterkünfte am Lykischen Weg kann man teilweise auch über Booking im Voraus buchen. Aus eigener Erfahrung empfehlen kann ich z.B.:
- Dalaman: CeylanHouse*
- Kabak Beach/Faralya: Sea Valley Bungalows*
- Bel: Fatma Pansiyon
- Gelemiş: Patara Caretta Hotel
- Kalkan: Pansiyon Gül*
- Çıralı: Maji Village Hotel*
💡 Wichtig: Aufgrund eines Rechtstreits hat die türkische Regierung diverse ausländische Internetanbieter blockiert – dazu zählt auch Booking. Du kannst die Unterkünfte per Booking aus dem Ausland buchen, aber nicht innerhalb der Türkei.

Kosten auf dem Lykischen Weg: Was du pro Tag einplanen solltest
Eine Wanderung auf dem Lykischen Weg ist recht preiswert. Rechne mit etwa 25 – 50 € pro Tag – je nachdem, ob du überwiegend zeltest oder in Pensionen übernachtest.
Ich habe häufig in der Natur gezeltet und lag am unteren Ende des Spektrums, teilweise bin ich sogar mit 10 € pro Tag ausgekommen, wenn ich mir nur Essen gekauft habe. Generell ist die Türkei immer noch ein relativ preiswertes Reiseland, auch wenn die Preise für Hotels und Restaurant durch die starke Inflation in den letzten Jahren gestiegen sind.
- 🍽️ Ein einfaches, gutes Essen bekommst du schon für 5 €, teilweise sogar noch preiswerter.
- 🛏️ Ein Zimmer in einer einfachen Pension kostet etwa 20-30 €, manchmal ist da sogar Essen dabei.
- 🏕️ In Bel habe ich im Garten einer Pension gezeltet und dafür 10 € einschließlich Essen gezahlt.
👉 Mein Tipp: Mit einem Mix aus Zelten und gelegentlichen Unterkünften kommst du mit 30–40 € pro Tag gut über die Runden. Ich habe fast überall mit türkischen Lira bezahlt, die ich mir vorher in Fethiye abgehoben habe. Euro wird vor allem in den kleinen Dorfläden und Restaurants eher nicht so gerne angenommen.
Internet
Die meisten Unterkünfte am Lykischen Weg bieten WLAN, das in der Regel auch ganz gut funktioniert. Dennoch kann es Sinn machen, sich eine lokale SIM-Karte zu besorgen, wenn du unterwegs Empfang haben willst. Damit bist du flexibler, vor allem für Navigation, Wetter-Checks oder spontane Umplanung.
- ✈️ Lokale SIMs bekommst du z.B. an den großen Flughäfen (Istanbul, Antalya). Dort gibt es einen Schalter z.B. vom Anbieter Turkcell direkt nach dem Verlassen des Sicherheitsbereichs.
- 📶 Turkcell bietet z.B ein Touristenpaket mit 20 GB Datenvolumen an (ca. 35 Euro, gültig für 28 Tage).
- 🪪 Für die Beantragung der SIM benötigst du deinen Reisepass. Um alles andere kümmern sich die Angestellten vor Ort, das Ganze dauert nicht länger als 15 Minuten.

eSIM für die Türkei
Eine gute Alternative zu lokalen SIMs sind eSIM-Karten, bei denen du gar keine physische Karte mehr brauchst. Du lädst dir einfach den gewünschten Tarif auf dein Smartphone. Das funktioniert in wenigen Minuten und komplett ohne Shop vor Ort.
- 📱 Eine empfehlenswerte eSIM-Option für die Türkei ist der Anbieter Saily*, der das stabile und verlässliche 4.5G-Netz von Turkcell nutzt.
- 💰 Die Tarife sind hier sogar noch preiswerter als mit einer lokalen SIM (ca. 20 Euro für 20 GB).
- ⚠️ Wichtig: Du musst die eSIM zwingend vor der Abreise aktivieren. Aufgrund des oben erwähnten Rechtsstreits funktioniert das innerhalb der Türkei ebenfalls nicht.
- 💬 Mit einer eSIM hast du keine lokale Nummer, nur Datenvolumen. In der Praxis spielt das für die meisten aber keine Rolle, da es hauptsächlich ums Internet geht. Telefonieren kannst du auch mit WhatsApp und Co.
SIM vs. eSIM in der Türkei – was lohnt sich?
📶 Lokale SIM
- ✔ Beste Netzabdeckung (Turkcell)
- ✔ Lokale Nummer
- ✖ Kauf vor Ort nötig
- ✖ Registrierung mit Pass
📱 eSIM
- ✔ Sofort online nach Landung
- ✔ Kein Shop, kein Papierkram
- ✔ Oft günstiger (~20 €)
- ✖ Keine lokale Nummer
- ✖ Vor Reise aktivieren nötig
Essen und Trinken
Viele Wanderer auf dem Lykischen Weg schleppen Unmengen an Proviant mit. Das ist gar nicht nötig, wir reden hier ja immer noch über die Türkei. Ein Land, in dem gut essen einer der zentralen Eckpfeiler der Kultur ist und es in jedem noch so kleinen Nest ein Lokanta gibt. Das trifft gerade auf den Lykischen Weg zu, der relativ zivilisationsnah verläuft.
Auf dem Trek wirst du mindestens einmal am Tag an einem Ort vorbeikommen, wo du was zu Futtern bekommst (sind in den Karten eingetragen). Und das Essen ist fast durchweg hervorragend! Die gefriergetrocknete Trekkingnahrung kann also getrost zuhause bleiben. Snacks, Müsliriegel und Ähnliches bekommst du in Fethiye oder Antalya, unterwegs gibt es aber auch immer mal wieder kleine Supermärkte.

Eine Ausnahme ist der östliche Teil des Lykischen Wegs: Hier gibt es einige Abschnitte im Gebirge, wo es noch keine Unterkünfte gibt und man für 1-2 Tage Proviant braucht.
| Etappe ohne Unterkunft | Route | Länge |
|---|---|---|
| 17 | Demre – Alakilise | 14 km |
| 18 | Alakilise – Finike | 26,5 km |
| 24 | Göynük – Hısarçandır | 18,5 km |
Ob das in Zukunft auch so bleibt, ist offen. In der Türkei werden häufig an den unmöglichsten Orten Restaurants eröffnet, sobald sich rumspricht, dass ab und zu mal Touristen vorbeikommen. Ein paar Sicherheits-Reserven sind hier wahrscheinlich aber nicht verkehrt. Weitere Infos zu diesen Abschnitten findest du auf dem Gipfelwelt-Blog von Raffaele.
💡 Tipp: Das beste Getränk für Wanderer auf dem Lykischen Weg ist Ayran. Es besteht aus Joghurt, dem Wasser und Salz zugefügt wird. Das schmeckt hervorragend, ist supererfrischend und perfekt für warme Temperaturen, weil du viel körpereigenes Salz und andere Mineralien durch Schwitzen verlierst.
Zelten und Tipps zu guten Campingplätzen
Wildcamping, also Zelten außerhalb von Campingplätzen ist am Lykischen Weg kein Problem. Es gibt viele idyllische Zeltplätze und es stört auch niemanden. In der Türkei ist Wildzelten nicht generell verboten, das Verbot gilt nur für einige spezielle Naturschutzgebiete. Ansonsten suchst du dir einfach ein geschütztes Plätzchen und gut ist – es wird niemand die Polizei rufen.
Hier findest du Tipps für empfehlenswerte Leicht-Zelte:

Stichwort geschützte Gebieten: Es gibt am Lykischen Weg einige Strände, die als Brutgebiet für die Meeresschildkröte Caretta Caretta dienen. Hier ist das Zelten definitiv verboten und das wird auch mit Schildern kommuniziert. Das sollte man respektieren – die Schildkröten fühlen sich durch die Anwesenheit von Campern eventuell gestört und kommen dann nicht an Land, um ihre Eier zu legen.
Ansonsten gelten die üblichen Regeln für freies Zelten:
- Keinen Müll zurücklassen, den Müll der Vorgänger mitnehmen (es gibt unterwegs genügend Mülltonnen)
- Außerhalb der Sichtweite von Siedlungen, Häusern etc. zelten
- Nur eine Nacht am Platz bleiben
- Keine Parties, Saufgelage etc.
- Kein offenes Feuer, keine Zigarettenkippen wegschmeißen (in der Südtürkei besonders wichtig, es ist bereits im Frühjahr sehr trocken)

Empfehlenswerte Wildcampingspots auf dem Lykischen Weg
Eine sehr gute Übersicht über mögliche Plätze zum Zelten findest du auf der Webseite von Peter Lill. Einfach jeweils bei den Etappen nachschauen. Die Seite ist gleichzeitig die beste Planungs-Ressource zum Lykischen Weg im Internet, auch wenn die Infos zu den Zeltplätzen inzwischen teilweise veraltet sind. Peter war, glaube ich, das letzte Mal 2013 dort unterwegs.
Konkret sind folgende Angaben nicht mehr zutreffend:
- Tag 4: Olivenhain mit Zeltplätzen auf kleinen Wiesenflächen vor Bel – inzwischen eingezäunt
- Tag 6: Olivenhain vor der Quelle von Inpınar – konnte ich trotz genauer Koordinaten nichts entdecken, alles komplett zugewuchert
- Tag 7: Bach nach Islamar – Entgegen der Beschreibung fand ich es nicht so schlimm. Kein perfekter Zeltspot, aber es würde schon gehen.
In den bekannten Outdoor-Navigations-Apps sind mögliche Zeltplätze auch eingetragen, siehe diesen Screenshot aus Outdooractive:

Beachte dabei, dass ein guter Zeltplatz immer Wasser in der Nähe haben sollte (Bach, Quelle etc.) Ein paar weitere Tipps zu möglichen Zeltspots mit genauen GPS-Koordinaten findest du in meinem Erfahrungsbericht bei den einzelnen Etappen.
Ausrüstung und Packliste für den Lykischen Weg
Für den Lykischen Weg benötigst du eine Trekking-Ausrüstung, die an trocken-heiße mediterrane Bedingungen angepasst ist. Neben Camping-Equipment und den passenden Klamotten braucht man aber nicht wirklich viel: Das Wetter ist meistens freundlich, Essen bekommst du unterwegs. Wenn du mal Ultraleicht-Trekking ausprobieren willst – der Lykische Weg ist geradezu ideal dafür geeignet.

Rucksack
Ich hatte auf der Wanderung einen 70-Liter Rucksack dabei (Exped Thunder), der auch ziemlich voll war. Das war aber rein testweise, weil ich den Rucksack für meine große Anden-Tour in Peru im Sommer mal ausprobieren wollte. Ein 40-50 Liter großer Rucksack hätte völlig ausgereicht – du kannst auf dem Lykischen Weg sehr leicht packen.
Ausrüstung
Wenn du den Trail im Frühjahr wanderst (also zur Hauptsaison), finde ich diese Sachen sinnvoll:
| Gegenstand | Anmerkung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Leichtes Trekking-Zelt | Das Wetter ist freundlich, ein einfaches Sommerzelt reicht aus. | Six Moon Designs Lunar Solo* |
| Leichter Schlafsack mit Komfortbereich zwischen 0-5 Grad | Gerade in höheren Lagen (500 m+) ist es im Frühling nachts noch recht kühl. | Katabatic Palisade* |
| Isomatte mit R-Wert 1.5 – 2 | Besser keine Luftmatratze mitnehmen! Der Boden ist häufig steinig. | Therm-a-Rest Z Lite Sol * |
| Leichtes T-Shirt aus Merino für Tagsüber | In der Regel am Tag völlig ausreichend. | Icebreaker Merino* |
| Langarm-Shirt zum Schlafen im Zelt | Für die etwas kühleren Nächte im Zelt. | Merino Icebreaker 200* |
| ggf. Trekking-Hemd | Trage ich sehr gerne, weil es gut vor der Sonne schützt. | Craghoppers NosiLife Shirt* |
| Zip-Wanderhose | Bei den Abschnitten durch die stachelige Macchia sind lange Hosen sinnvoll. | Maier Sports Latit Zip-Hose* |
| Leichter Fleecepulli für abends | Wenn du abends vor dem Zelt oder am Strand sitzt. | Decathlon MH100* |
| Regenjacke | Bis Mai kann es an der Küste gelegentlich regnen. | Montbell Stormcruiser* |
| Sonnenschutz | Ich finde einen Sonnenhut mit breiter Krempe ideal. | Northface Horizon* |
| ggf. Camping-Kocher + Geschirr | Für die Abschnitte ohne Unterkünfte. | Soto Windmaster* |
| Wasserfilter | Essenziel für sicheres Wasser aus Zisternen oder Bächen! | Sawyer Micro* |
| Falteimer | Sinnvoll für Camper, an das Wasser in den Zisternen kommst du teilweise nicht heran. | SeatoSummit-Falteimer 10 L* |
| Reepschnur | An den Falteimer binden und dann in die Zisterne ablassen. | Reepschnur* |
| Powerbank | Kannst du unterwegs in den Restaurants/Unterkünften aufladen. | Anker PowerCore 10000mAh* |
| ggf. Trekking-Stöcke | Mit großem Rucksack bei den Abstiegen knieschonender. | Helinox Ridgeline LB135* |
Tipp: Schau dir hier meine erprobte Packliste für Mehrtageswanderungen an:

Wichtig: Ausreichend Wasser mitnehmen!
Nimm immer genügend Wasser mit, die Südtürkei ist auch im Frühjahr sehr trocken. Starte den Tag am besten mit ca. 2 Liter. Unterwegs findest du Zisternen (unbedingt Wasser filtern!) und Quellen, in den Dörfern gibt es meist auch Brunnen oder Wasserhähne. Viele Quellen trocknen im Sommer aus und die Zisternen sind nicht immer 100% verlässlich.

Beste Reisezeit für den Lykischen Weg
Die beste Zeit für eine Wanderung auf dem Lykischen Weg ist von Anfang April bis Mitte Mai. Dann sind die Temperaturen warm, aber noch nicht zu heiß. Außerdem regnet es nur selten und wenn dann auch meistens nur kurz. Die Quellen am Weg sollten zu dieser Zeit fast alle Wasser führen, ich hatte Ende April keinerlei Probleme damit. In den höheren Lagen kann es abends noch recht kühl werden. Mit Fleecepulli ist das aber kein Problem.
Lykischer Weg im Sommer
Im Sommer ist der Lykische Weg nur was für Masochisten. Ich war früher sehr häufig im Sommer in dieser Ecke der Türkei. Viel mehr als am Strand liegen, kleine Ausflüge mit dem Auto und im Schatten Tee trinken haben wir eigentlich nie gemacht. Bei Temperaturen über 40 Grad ist da auch nicht viel drin. Die Bewohner verkrümeln sich in dieser Jahreszeit traditionell in ihre Yaylası im Taurusgebirge.
Wenn du im Sommer in der Türkei wandern gehen willst: Such dir lieber eines der Hochgebirge in Anatolien aus. Dort herrschen im Prinzip die gleichen Bedingungen wie in den Alpen, d.h. die hohen Pässe sind ausschließlich im Sommer schneefrei. Eine Empfehlung ist z.B. das bereits erwähnte Kaçkar-Gebirge.
Hier findest du weitere Tipps:

Lykischer Weg im Herbst
September und Oktober sind temperaturmäßig grundsätzlich eine gute Zeit für den Lykischen Weg. Die große Hitze des Sommers ist vorbei, die Tage sind oft bis weit in den November hinein stabil und sonnig – eigentlich perfekte Bedingungen zum Wandern. Es gibt aber einen Haken: Viele Wasserquellen sind zu dieser Zeit bereits versiegt oder führen nur noch sehr wenig Wasser.
Für den Herbst gilt daher:
- mehr Wasser einplanen als im Frühjahr
- dich vorab genau über verfügbare Quellen informieren (vor der Etappe jeweils im Ort fragen)
- im Zweifel lieber in Orten übernachten, wo du sicher Wasser bekommst

Über die Landschaft Lykien
Wenn man über den Lykischen Weg redet, muss man natürlich auch über die Region sprechen, durch die er führt: Die antike Landschaft Lykien. Diese Gegend hat weitaus mehr als landschaftliche Schönheiten und Strände zu bieten. Tatsächlich ist es eine der interessantesten Kulturregionen des gesamten Mittelmeerraums, da sich hier seit dem Altertum ganz verschiedene kulturelle Einflüsse vermischten. Und die Geschichte ist allgegenwärtig.

Die ursprünglichen Bewohner, von denen die Region ihren Namen hat, waren die Lykier. Aber zu verschiedenen Zeitpunkten der Geschichte waren so gut wie alle wichtigen Zivilisationen Kleinasiens hier vertreten. Perser, Römer, Alexander der Große und die hellenistischen Diadochen-Reiche, Byzantiner, später dann die Seldschuken und ganz zuletzt die Osmanen. Bei dem Ritt durch die Jahrtausende kann einem schon ein bisschen schwindelig werden…
Konkret bedeutet das alles: Dir werden auf dem Lykischen Weg jede Menge antike Ruinen begegnen. Römische Aquädukte, Felsengräber, alte Zisternen, prächtige Städte im griechischen Stil, die teilweise erstaunlich gut erhalten sind. Allein auf meinen Abschnitt bin ich an drei fantastischen antiken Städten vorbeigekommen (Xanthos, Patara, Olympos). Insgesamt führt der Lykische Weg an etwa 25 größeren Kulturdenkmälern vorbei.

Zur Geschichte des Lykischen Wegs
An dieser Stelle noch ein paar Worte dazu, warum es ausgerechnet in der Türkei einen mehrtägigen Wanderweg gibt. Die Idee zum Lykischen Weg stammt natürlich nicht von einem Türken. Natürlich, weil in der Türkei häufig immer noch das Motto gilt: „Laufen ist nur was für Leute, die zu arm sind, sich ein Auto zu leisten.“ Stattdessen geht der Lykische Weg auf die Engländerin Kate Clow zurück.
Die IT-Spezialistin arbeitete in den 90ern in der Türkei und erkundete in ihrer Freizeit alte Routen. Daraus entstand dann ein ganzes Netz an Wegen und 1999 wurde der Lykische Weg eingeweiht. Kate war später Mitgründerin der Turkish Culture Routes Society. Die Organisation betreut heute neben dem Lykischen Weg insgesamt 20 Fernwanderwege in der Türkei und ist z.B. für die Markierungen und Pflege der Wege zuständig.

FAQ und sonstige Tipps zum Lykischen Weg
Zum Abschluss noch ein paar praktische Tipps und Antworten auf typische Fragen, die mir vor und während der Wanderung selbst begegnet sind.
Brauche ich auf dem Lykischen Weg Bargeld?
Ja, unbedingt. In größeren Orten wie Fethiye, Kaş oder Antalya findest du Geldautomaten. In kleineren Dörfern, Pensionen und Läden wird aber oft nur Bargeld akzeptiert. Nimm deshalb immer ausreichend Geld für mehrere Tage mit. 40-50 € pro Tag mit Übernachtung und Essen sind ausreichend, mit Zelt ggf. weniger.
Kommt man auf dem Lykischen Weg mit Englisch durch?
Entlang der Küste kommst du mit Englisch in der Regel gut zurecht. In abgelegeneren Regionen kann es aber hilfreich sein, ein paar einfache türkische Wörter zu kennen – das kommt auch immer gut an.
Kann man den Lykischen Weg alleine wandern?
Ja, das ist problemlos möglich und wird von vielen so gemacht. Der Weg ist (meistens) ausreichend markiert und du triffst regelmäßig andere Wanderer. Eine gewisse Erfahrung im Trekking ist trotzdem hilfreich.
Wie navigiert man auf dem Lykischen Weg?
Die meisten nutzen ihr Smartphone mit entsprechenden Apps zur Navigation, ich habe das auch so gemacht. Am besten lädst du dir die Karten vorher offline herunter, da du nicht überall Empfang hast. Ein GPS-Gerät ist nicht zwingend notwendig.
Gibt es gefährliche Tiere auf dem Lykischen Weg?
In der Türkei gibt es Schlangen und Skorpione (auch giftige). Am besten immer morgens die Schuhe ausklopfen und bei Wanderungen im hohen Gras ein bissel aufpassen.
Wie sieht es mit Bären oder Wölfen auf dem Lykischen Weg aus?
Um Bären und Wölfe musst du dir in diesem Teil des Taurus-Gebirges eher nicht den Kopf zerbrechen. In Olympos hab ich einmal ein Wildschwein im Wald gesehen.
Brauche ich einen Reiseadapter für die Türkei?
Nein, die Steckdosen entsprechen dem europäischen Standard. Du kannst deine Geräte ganz normal laden.
Wie ist die Zeitverschiebung zur Türkei?
Die Türkei ist Deutschland eine Stunde voraus. Wenn es in Deutschland 12 Uhr ist, ist es in der Türkei bereits 13 Uhr.

Mein Fazit
So… das war er also, der berühmte Lykische Weg – oder zumindest ein Teil davon. Insgesamt eine richtig schöne Tour, auch wenn ich ehrlich sagen muss: Mit weniger Dirtroads hätte ich sie noch mehr genossen. Würde ich es trotzdem empfehlen? Ja. Gerade der erste Abschnitt bis zum Strand von Patara ist außergewöhnlich und zählt mit zum Besten, was ich im Mittelmeerraum bis jetzt gesehen habe.
Der Lykische Weg ist nicht das reine, 100%ige Naturerlebnis, bei dem man komplett abschalten kann. Aber am Ende haben die schönen Eindrücke doch bei weitem überwogen. Wenn du mal einen Eindruck von dem riesigen Potential der Türkei als Outdoor-Destination bekommen willst, ist diese Wanderung auf jeden Fall ein guter Startpunkt. Ich denke, du wirst es nicht bereuen und mit vielen tollen Eindrücken und einem warmen Gefühl im Herzen wieder nach Hause fahren!

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen zum Lykischen Weg? Kennst du andere spannende Wanderungen in der Türkei? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören! Melde dich hier für meinen Newsletter an, den ich einmal im Monat verschicke.















































Hallo Selim,
toller Bericht, der sich in weiten Teilen mit meinen eigenen Eindrücken deckt!
Es ist nach wie vor so, dass man für die letzen Tage (sowie für den İncegeriş Tepesi-Grat hinter Demre) auf Selbstversorgung und Biwak angewiesen ist. Dafür geht es dort entsprechend einsam zu und diese Abschnitte sind die Hochgebirgs-Highlights der gesamten Route.
Ich mache die Neuauflage für den Conrad Stein Verlag. Die Amazon-Angabe stimmt nicht, der Wanderführer wird noch diesen Sommer (2023) erscheinen 🙂 Darin empfehle ich die schönsten Abschnitte und die besten Wildcamping-Plätze auf dem Lykischen Weg.
Lieben Gruß
Raffaele
Hi Raffaele,
super vielen Dank für die Infos:) Das klingt doch ganz interessant. Ich bin im Moment tatsächlich noch auf der Kippe, ob ich da nächstes Jahr nochmal hinfahren soll. Wenn ich das jetzt höre, schwingt das Pendel doch schon wieder ein bisschen in Richtung „machen“. Werd mir deinen Wanderführer auf jeden Fall besorgen. Finde ich auch super, dass sich da endlich mal jemand drum gekümmert hat:)
Viele Grüße
Selim
Hi Raffaele,
gibt es den Wanderführerer schon , oder kommt er erst im März 2024 raus ?
Würde den Weg gerne im April nächsten Jahres gehen, da hoffe ich natürlich vorher schon mal meine Nase rein stecke zu können : )
lieben Gruß Violine
Hallo, wir wollen nächstes Jahr den Lyrischen Weg laufen. Sind alle jenseits der 50 und nicht mehr so fit. Um Gewicht ein zu sparen. Hatten wir die Idee eine Hängematte mit Moskitoschutz und ein Regen Segel mitzunehmen. Ist das Praktikabel? Würde mich sehr über eine Antwort freuen. MfG Bea
Hi Bea,
ja ich denke das sollte schon gehen. Zumindest auf dem Teil des Weges wo ich unterwegs war, gab es ausreichend Bäume, an denen ihr eine Hängematte aufspannen könntet. Nur die Camps am Strand würden vielleicht etwas komplizierter werden. Wenn ihr in der Hauptsaison von April – Mai geht, ist Regen aber eh nicht das Riesenproblem. Da kann man auch mal im Freien übernachten.
Viele Grüße
Selim
Hi Selim,
vielen Dank für den coolen und umfangreichen Einblick in den Trail – und die vielen Detailinformationen. Sowohl die Türkei als auch eine längere Wanderung mit historischen Vibes stehen noch auf meiner Bucket list. Daher habe ich mir deine Tipps gleich mal hinter die Ohren geschrieben. 🙂 Ich höre ja auch aus allen Richtungen viel über die außergewöhnliche Gastfreundschaft in den ländlichen Regionen der Türkei.
Viele Grüße
Dennis
Hi Dennis,
und vielen Dank für deinen netten Kommentar. Und ja… die Gastfreundschaft in der Türkei ist der Hammer! Du wirst es lieben;)
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
herzlichen Dank für dein umfangreiches Update zum Lykischen Weg und Danke, dass du unser steinaltes Lykien-Buch noch empfiehlst. Wir sind viele Teile des Lykischen Wegs selbst schon gewandert, allerdings ist das eine Weile her, zuletzt waren wir 2014 zur Recherche an der Lykischen Küste. Aus Gründen. Eigentlich stand im Falle eines guten Ausgangs der Wahlen im Herbst eine neue Recherche an, aber das hat sich vermutlich erledigt. Egal wie: Der Lykische Weg ist ein Traum, trotz so mancher “Falten und Flecken”. Wir würden ihn auch gerne mal wieder gehen. Immerhin waren wir letztes Jahr im Herbst mal wieder ein paar Tage in Cirali und konnten zumindest die kurze Strecke vorbei an den Forellenlokalen hoch nach Ulupinar laufen. War auch schön.
Viele Grüße, Michael und Gabi
Hi ihr beiden,
und danke für eure netten Worte:) Und ja – Çıralı ist super. Hat mir auch sehr gut gefallen, ich bin da ja noch eine kleine Runde um den Tahtalı Dağı gewandert und natürlich auch in Ulupınar einen Zwischenstopp gemacht. Mal gucken, ob ich nächstes Frühjahr wieder in die Ecke fahre, im Moment tendiere ich schon ein bisschen dazu.
Viele Grüße
Selim
Super, danke für die Eindrücke. Als ich letztes Jahr nach einem Pilgerweg gesucht habe, hatte ich den Lykischen Weg auch erst bedacht. Ich habe dann aber gelesen, dass er sehr naturnah ist und das man campen MUSS. Da Camping nicht mein Ding ist und ich nach so vielen Kilometern meine Dusche und Bett brauche, habe ich mich dann doch dagegen entschieden. Aber anscheinend ist es ja nicht so nach deinem Bericht. Da könnte ich den Weg doch nochmal in Betracht ziehen. 😉 lg, Meike
Hi Meike,
und vielen Dank. Ja… auf dem Teil, wo ich unterwegs war, kommst du zur Not auch ohne Zelt aus. Vorreservieren ist dann aber wirklich Pflicht. Gerade von Ölüdeniz bis Pataya West sind schon viele Gruppen unterwegs. Da kann im Zweifelsfall schon mal die komplette Unterkunft voll sein.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim,
kann mich den anderen nur anschließen. Toller Bericht und eine schöne Mischung zwischen Fakten und emotionalen und Ländlichen Infos. Sehr nett. Danke.
Was mich noch interessieren würde: Bekommt man in den größen Städen auch Problemlos Gaskartuschen (Schraubsystem) zu kaufen?
Sei ganz lieb gegrüßt, wo auch immer du gerade steckst
LG Reno
Hi Reno,
und besten Dank für den netten Kommentar:) Kartuschen bekommst du auf jeden Fall in Fethiye und Antalya, in Kaş sollte es auch kein Problem sein. Werde ich bei Gelegenheit nochmal im Artikel ergänzen.
Viele Grüße
Selim
Hi Selim, weißt du wo genau in Fethiye man schraub-Gaskartuschen kaufen kann?
Liebe Grüße, Bene
Hallo Bene,
ja klar. Wie hier beschrieben, gibt es direkt gegenüber des Busbahnhofs einen kleinen Shop mit Camping-Equipment.
Viele Grüße
Selim
Hi Selim, deine tolle Beschreibung bestärkt mich, meine Idee einige Tagesetappen am dem Weg zu machen, weiter zu planen. Wir werden zu zweit einige Tage Ende April/Anfang Mai 2025 laufen wollen. Welche Anregungen könntest du uns denn geben, wenn wir max. 4-6 Tage auf dem Weg unterwegs sein könnten? Hast du da bitte Vorschläge aus deinen Erfahrungen heraus für uns? Bevorzugen würden wir die Übernachtung in festen Betten, Essen dann jeweils vor Ort. Anreisen würden wir mit dem Flieger, weiter dann individuell. Ich freue mich, wenn du mit uns deine Ideen teilen würdest. Pass weiter gut auf dich auf und Bis bald!
Hi Thorsten,
ich würde euch in diesem Fall den ersten Abschnitt des Wegs von Ölüdeniz bis zum Patara Beach West empfehlen. Das fand ich persönlich am schönsten und da gibt es auch ausreichend Unterkünfte, weil dieser Teil des Wegs sehr beliebt ist.
Viele Grüße
Selim
Hallo Selim, ich habe gesehen dass du den Bericht dieses Jahr aktualisiert hast. Finde ich toll, dass du deinen Blog aktuell hälst! Eine Frage hätte ich: Meine Frau ist eher der urbane Typ mit befestigten Wegen und Lust auf Kultur, ich eher der Abenteuertyp für möglichst menschenleere Wege und Natur.
Kannst du uns einen Abschnitt für ca. 12 Tage empfehlen, wo beides irgendwie möglich ist von Antalya aus? Wir würden gerne im September laufen, ich habe gelesen, dass es hier Feigen und Granatäpfel am Wegesrand gibt und auch die Hauptsaison so langsam zusende sein soll.
Danke und Gruß Markus
Hallo Markus,
und vielen lieben Dank für den netten Kommentar:) Ja… ich halte die Artikel ganz gerne aktuell. Wahrscheinlich werde ich nächstes Jahr auch wieder in die Türkei fahren, mal gucken, ob ich nochmal einen Abstecher nach Lykien mache.
Zu deiner Frage: Ich würde mir mal die Etappen zwischen Çıralı und Antalya anschauen, z.B. Beycik – Yayla Kuzdere – Ovacık. Da kannst du Abstecher in die Berge machen und von dem, was ich gesehen habe, ist es dort ziemlich einsam. Die Göynük-Schlucht könnte auch schön sein (war ich selbst nicht da).
Noch ein Tipp: Im September könnte die Wasserversorgung mit Zisternen/Brunnen kritisch sein, weil nach dem Sommer alles trocken ist.
Viele Grüße
Selim