Wandern in Kappadokien: Meine 10 Lieblingstouren (+ GPS-Tracks)

Mit seinen verschlungenen Tälern und faszinierenden Felslandschaften ist Kappadokien eines der besten Gebiete für abwechslungsreiche Tageswanderungen in der Türkei. Ich war knapp zwei Wochen in Göreme und habe die Gegend von vorne bis hinten auf eigene Faust erkundet. In diesem Artikel zeige ich dir 10 spannende Wanderungen, die mir am besten gefallen haben.

In diesem Artikel:

Warum wandern die beste Möglichkeit ist Kappadokien zu entdecken
Karte der Wanderungen
Die 10 schönsten Wanderungen in Kappadokien
Meine Top-Tipps für Wanderungen in Kappadokien
Das Thema „Hunde“
Was ist die beste Jahreszeit zum Wandern in Kappadokien?
Hier bekommst du eine Wanderkarte für Kappadokien
Sonstige Fragen
Mein Fazit

Feenkamine – so werden die bizarren Felsformationen von Kappadokien genannt: Von den Launen der Natur zu wundersamen Formen gestaltete Säulen aus weichem Tuffstein, zerklüftete Schluchten und ganze Täler voller skurriler Felsgestalten. Kann so etwas wirklich auf natürliche Weise entstehen? Früher glaubten die Menschen das nicht und dachten, die pilzförmigen Türme wären die Wohnungen von Feen, Geistern und anderen übernatürlichen Wesen.

Heute ist die im zentralen anatolischen Hochland gelegene Region dank ihrer Naturwunder eines der beliebtesten Reiseziele der Türkei. Da ist es fast schon ein bisschen peinlich, dass ich trotz meiner zahllosen Türkei-Urlaube nie in Kappadokien war. Zur Ehrenrettung muss ich sagen: Der türkische Teil meiner Familie auch nicht – die kennen Kappadokien auch nur aus dem Fernsehen.

Diesen Sommer stand aber mal wieder ein Familienbesuch in Istanbul an. Und dieses Mal wollte ich auch nach Kappadokien – natürlich zum Wandern. Rund um den touristischen Hauptort Göreme zieht sich ein extrem dichtes Netz aus Tälern (türkisch: Vadi) durch die Landschaft. Eines schöner als das andere, das hat mich schon seit Jahren gereizt. Klar… ich habe auch die obligatorische Heißluftballonfahrt gemacht, aber die Hauptattraktion – das waren eindeutig die Touren zu Fuß.

Ich war ganze 10 Tage in Kappadokien. In dieser Zeit habe ich so gut wie jedes einzelne Tal um Göreme ausgiebig kennengelernt. In diesem Artikel stelle ich dir meine zehn Lieblingswanderungen vor.

Auf einen Blick

Die schönsten Wanderungen für Anfänger

Die schönsten Sonnenuntergangswanderungen

Wenn du nur eine Wanderung machen willst

Die besten Wanderungen abseits der Touristenpfade

Warum wandern die beste Möglichkeit ist Kappadokien zu entdecken

Kappadokien ist kein Geheimtipp, über 4 Millionen Besucher kommen jedes Jahr. Vor allem Göreme, eigentlich nur ein staubiges Dörfchen im anatolischen Hinterland, ist dank Instagram inzwischen extrem bekannt und fühlt sich ein bisschen wie Disneyland für Social-Media-Touristen an. Der Massentourismus hat teils skurrile Ausmaße angenommen: An den gut besuchten Aussichtpunkten gibt es z.B. vollautomatisierte 360-Grad-Fotoplattformen, bei denen eine montierte Kamera für den perfekten Shot um einen herumkreist!

Kappadokien ist also ziemlich voll, aber es gibt eine relativ einfache Methode den Massen aus dem Weg zu gehen: Wandern. Viele kommen nämlich nur für eine Ballonfahrt, das Foto-Shooting zum Sonnenuntergang und hängen sonst auf der Terrasse im Luxushotel rum. Die Täler zu Fuß erkunden? Ach nee… das ist viel zu anstrengend. Und man muss das auch gar nicht, denn viele Aussichtspunkte sind eh mit dem Auto erreichbar.

Für entdeckungsfreudige Fußgänger ist das natürlich ein Riesenvorteil. Wenn du tagsüber zu Fuß in der Natur unterwegs bist, hast du komplett deine Ruhe. Man trifft schon gelegentlich ein paar andere Menschen. Aber der landläufige Social-Media-Tourist ist lauffaul und bewegt sich nicht gerne allzu weit von seinem fahrbaren Untersatz weg: 500 – 700 Meter ist so ungefähr das zumutbare Maximum, das ich ausgelotet habe. Danach wird es sehr schnell ruhig.

Spannender Mix aus Natur und Kultur

Zu entdecken gibt es in Kappadokien Fall einiges. Die spektakulär anzuschauenden Felsen sind aus gutem Grund die bekannteste Attraktion, schon die Entstehungsgeschichte ist spannend. Vor Jahrmillionen spuckten Vulkane wie der 50 km östlich gelegene Erciyes Dağı riesige Mengen Asche und Lava aus, die sich als weiches Tuffgestein ablagerten. Wind und Regen trugen das ungeschützte Gestein im Laufe der Zeit ab und so entstanden die ungewöhnlichen Formen.

Wie immer in Kleinasien ist aber auch die menschliche Geschichte hochinteressant. Kappadokien war lange vor dem Aufstieg des Islam das spirituelle Zentrum der christlichen Welt. Die ersten Christen versteckten sich während der Unterdrückung im römischen Reich in den abgelegenen Tälern vor ihren Verfolgern. Im 4. Jahrhundert gründete Basilius der Große in Kappadokien die ersten Klöster der europäischen Kulturgeschichte. Im Lauf der Zeit entstanden hunderte von Sakralbauten mit kunstvollen Fresken – allein rund um Göreme gibt es über 400 in die Felsen gebaute Klöster.

Eine weitere Besonderheit Kappadokiens sind die sogenannten Taubenhäuser. Diese Verschläge wurden in schwindelerregender Höhe in die Steilwände der Täler hineingemeißelt, um Tauben zu halten. Erreichbar waren sie nur über schmale Holzleitern. Die Tauben produzierten Dünger für die örtlichen Bauern. Außerdem wurde der Taubenmist im Osmanischen Reich zur Herstellung von Schießpulver verwendet und wie wir wissen hatten die Sultane großen Bedarf an Schießpulver.

tl;dr Kappadokien ist eine der faszinierendsten Landschaften zwischen Asien und Europa und vereint auf relativ kleiner Fläche einen perfekten Mix aus Natur und Kultur. Durch die überschaubare Größe kannst du zudem alles wunderbar zu Fuß erkunden.

Karte der Wanderungen

Die meisten der hier vorgestellten Wanderungen befinden sich in den Tälern im direkten Umkreis von Göreme. Ich empfehle daher, dass du dir eine Unterkunft in Göreme suchst. Ein Budget-Tipp ist das Diadem Cappadocia Guest House & Hostel*. Das ist nicht nur preiswert, sondern hat eines der freundlichsten Betreiber-Teams, die ich in den letzten 10 Jahren kennengelernt habe – absolut uneingeschränkte Empfehlung!

Die 10 besten Wanderungen in Kappadokien

Im Folgenden nun eine detaillierte Beschreibung meiner 10 Lieblingswanderungen in Kappadokien. Sämtliche Wanderungen habe ich auf eigene Faust gemacht und die genaue Route jeweils mit meinem GPS-Gerät aufgezeichnet. Ich empfehle für alle Wanderungen, dass du mindestens eine Offline-Karte auf dem Smartphone hast, ggf. auch einen GPS-Track. Du kannst dir die Tracks hier herunterladen:

Kappadokien Wanderungen GPS Tracks Banner

Taubental und Liebestal: Die große Runde

Taubental und Liebestal sind die beiden beliebtesten Täler Kappadokiens, weil sie direkt neben Göreme liegen und gut erreichbar sind. Auf dieser Tageswanderung kombinieren wir die beiden Favoriten: Rauf geht’s durch das malerische, grüne Taubental zur Burg von Uçhisar. Der Rückweg führt und dann über das einsame Weiße Tal mit seinen schneeweißen Tuffsteinwänden zum berühmten Liebestal mit seinen… sagen wir mal, sehr maskulin geformten Tuffsteinfelsen.

Taubental – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
14 km
Gehzeit
6 Std.
Aufstieg
390 m
Abstieg
390 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Göreme · Rundtour
Besonderheiten
Wenn dir die Wanderung zu lang ist, kannst du sie auch nach der Hälfte in Uçhisar beenden und dort einen Bus zurück nach Göreme nehmen. Beide Täler lassen sich auch einzeln auf kurzen Halbtagestouren erkunden.
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1 Start der Wanderung im Taubental

Aus dem Stadtzentrum folgen wir der Uzundere Caddesi einen knappen Kilometer nach Süden, die Straße verläuft immer am Bach entlang. Am Start der Wanderung steht ein Wegweiser mit Tafel und Karte. Zunächst laufen wir auf einer schattigen Schotterpiste, die kurz darauf zu einem richtigen Trail wird.

2 Taubenhäuser im Taubental

Das Tal wird breiter und es bieten sich die ersten Blicke auf die berühmten Taubenhäuser.

3 Abzweigung zum schöneren Pfad im Taubental

Etwa einen halben Kilometer hinter dem offiziellen Startpunkt zweigt rechts ein kleiner Pfad an einem Fass auf dem Boden ab. Dieser Weg ist schöner als der Hauptweg im Tal.

4 Grasbewachsenes Plateau über dem Taubental

Der Weg führt sanft ansteigend zu einem grasbewachsenen Plateau hoch über dem Haupttal.

5 Gesicherter Pfad an der Felsnadel

Um das Plateau zu verlassen, umgehen wir die steile Felsnadel vor uns über einen schmalen Pfad auf der rechten Seite (Weg mit Seil gesichert).

6 Blick auf Uçhisar und den Erciyes Dağı

Wir gelangen daraufhin zu einem Höhenzug, der tolle Blicke auf Uçhisar und den schneebedeckten Gipfel des Erciyes Dağı weit im Osten bietet.

7 Abzweigung nach Uçhisar

Kurz hinter einem Rastplatz zweigt rechts ein Weg ab, der direkt ins Ortszentrum von Uçhisar hochführt. Das Taubental verläuft noch ein gutes Stück weiter, man kommt dann aber an einer Schotterpiste hinter dem Ort raus, daher besser die erste Abzweigung nehmen.

8 Burg von Uçhisar

Wer mag, besichtigt die Burg. Es gibt aber bis auf einen Aussichtspunkt nicht viel zu sehen und der Eintrittspreis ist ziemlich überteuert (600 TL, 12 Euro).

9 Felssäulen auf dem Weg zum Liebestal

Um zum Liebestal zu gelangen, steigen wir über Treppen an der Burg vorbei in ein von beeindruckenden Felssäulen umgebenes Tal ab, fast wie ein natürliches Amphitheater.

10 Trampelpfad zwischen den Feldern

Der Pfad führt dann zur Hauptstraße nach Göreme, der wir für ein paar hundert Meter folgen. An einem Parkplatz zweigen wir links auf einen Trampelpfad ab, der zwischen Feldern in das Weiße Tal führt.

11 Helle Tuffsteinwände im Weißen Tal

Das Tal hat seinen Namen von den gleißend hellen Tuffsteinwänden, die in der Nachmittagssonne einen tollen Anblick abgeben.

12 Weg durch das Weiße Tal

Der weitere Weg ist unkompliziert – wir folgen einfach dem natürlichen Verlauf des Tals, das immer breiter wird und schließlich in das Liebestal übergeht.

13 Felssäulen am Eingang des Liebestals

Fast ganz am Eingang des Tals kommen dann auch die riesigen Feenkamine in Sicht, die dem Tal seinen Namen geben und zu mancherlei Assoziationen anregen.

14 Aufstieg aus dem Liebestal

Der letzte Abschnitt des Wegs führt über einen Trampelpfad rechts auf die Hügelkette hinauf, die das Liebestal von Göreme trennt. Am Cafe Yayla startet eine breite Schotterpiste, die an einigen beliebten Aussichtspunkten vorbeiführt.

15 Adnan Kahveci Caddesi in Göreme

Nach etwas 1 km kreuzen wir erneut die Straße zwischen Göreme und Uçhisar. Anschließend folgen wir der gepflasterten Adnan Kahveci Caddesi, die uns in ca. 20 Minuten ins Stadtzentrum von Göreme führt.

Rotes Tal und Rosental: Die beste Wanderung in Göreme

Für mich die schönste Wanderung rund um Göreme. Das Rote Tal bietet zum Einstieg zerklüftete Schluchten und spannende Wege, teilweise mit leichten Kraxeleinlagen. Im Rosental erwartet uns dann Landschaftsgenuss in Reinform: Hunderte von phantasievoll angeordneten Tuffsteinpyramiden und rosafarbene Felswände, die in der Nachmittagssonne rötlich schimmern. Dazu als Kontrast saftig grüne Wiesen mit buntleuchtenden Wildblumen. Pure Wandermagie!

Rotes Tal und Rosental – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
9 km
Gehzeit
4–5 Std.
Aufstieg
190 m
Abstieg
310 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Kaya Camping → Göreme
Besonderheiten
Ich empfehle, die Wanderung mittags zu starten – etwa gegen 14:00 Uhr. Damit kommst du pünktlich zum Nachmittag im Rosental an und siehst die Felsformationen in der schönsten Lichtstimmung.
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1 Einstieg der Wanderung beim Campingplatz Kaya

Der Einstieg befindet sich in der Nähe vom Campingplatz Kaya – hier am besten mit dem Taxi hinfahren lassen (ca. 15 Minuten von Göreme), es gibt keinen schönen Weg dorthin.

2 Feldweg und Abstieg ins Meskendir Tal

Der Startpunkt ist ein Feldweg kurz vor dem Campingplatz, der uns in einem kurzen aber steilen Abstieg ins Meskendir Tal führt.

3 Meskendir Tal mit Taubenhäusern

Der erste Abschnitt der Wanderung verläuft durch das Meskendir Tal. An den Steilwänden sind viele Taubenhäuser, manchmal laufen wir durch Tunnel in den Felsen.

4 Abzweigung Richtung Red Valley

Nach rund 1,5 Kilometern gelangen wir zu einer Abzweigung rechts, wo sich auch ein Wegweiser „Red Valley“ befindet. Diesem Weg folgen. Das zunächst offene Tal wird zunehmend labyrinthartiger.

5 Kleines Café im Tal

Wir gelangen zu einem kleinen Kessel, in dem sich ein winziges Café befindet. Der Besitzer spricht kaum Englisch. Er hat aber eine sehr große Auswahl an fremdsprachigen Religionsschriften (auch deutsch), die er freigiebig verschenkt.

6 Leiter und schmaler Tunnel im Tal

Danach geht es weiter zwischen den Steilwänden und über eine Leiter durch einen sehr schmalen Tunnel. In diesem Abschnitt gibt es viele unmarkierte Abzweigungen, daher ist ein GPS-Track bzw. eine Offline-Karte sinnvoll!

7 Seilgesicherte Felsrinne beim Übergang ins Rosental

Der Übergang ins Rosental erfolgt über einen steilen Bergrücken an einem weiteren Café. Hier führt der Weg über eine Leiter eine recht steile Felsrinne hinauf (ca. 20 Meter, seilgesichert). Es ist weniger dramatisch als es von unten aussieht.

8 Aussichtspunkt über dem Rosental

Oben erwartet uns ein toller Aussichtspunkt mit dem ersten Blick auf die weitläufigen Wiesenlandschaften des Rosentals. Um hinunter zu gelangen folgen wir dem Bergrücken ein kurzes Stück und steigen dann rechts über eine weitere steile Rinne ab.

9 Talgrund des Rosentals

Der Abschnitt durch den Talgrund des Rosentals ist das Highlight der Wanderung. Wir folgen dem Wegweiser „Ayvali Church“ nach Nordwesten, teils auf etwas ausgewaschenen Kammwegen, bis zu einem Café unterhalb der Kirche.

10 Abstieg durch einen Canyon aus dem Rosental

Noch vor dem Café verlassen wir den Hauptpfad und steigen links durch eine Art Canyon aus dem Rosental ab.

11 Feldweg zwischen Rosental und Göreme

Auf dem letzten Abschnitt wandern wir auf Feldwegen über die drei Hügelketten zwischen dem Rosental und Göreme.

12 Feenkamine auf dem Weg nach Göreme

Dieses Stück ist nochmal recht lang, landschaftlich aber sehr reizvoll – unterwegs kommen wir an zahlreichen Feenkaminen vorbei und der Weg führt teilweise direkt daran vorbei.

13 Müze Caddesi und Abzweigung zum Lovers Hill

An der Müze Caddesi angekommen überqueren wir die Straße beim Zemi Hotel und folgen dann dem Schild „Lovers Hill“.

14 Sunset-Viewpoint oberhalb von Göreme

Der unscheinbare Pfad führt von hinten zu dem beliebten Sunset-Viewpoint oberhalb von Göreme. Von hier sind es knapp 10 Minuten bis ins Zentrum.

Einsames Zemi Valley: Feenkamine abseits der Massen

Die Feenkamine im Zemi Valley sind nicht weniger spektakulär als die im Liebestal auf der anderen Seite von Göreme. Und doch wird es nur von einem Bruchteil der Leute besucht. Diese Wanderung verbindet das Zemi Valley mit dem parallel verlaufenden Görkündere Vadisi zu einer entspannten Rundtour mit schönen Kontrasten: Offene Landschaften und beeindruckende Felsformationen im Zemi Tal, leichtes Dschungelfeeling auf dem Rückweg durch das Görkündere Vadisi.

Zemi Valley – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
8 km
Gehzeit
3–4 Std.
Aufstieg
180 m
Abstieg
180 m
Schwierigkeit
leicht
Start & Ziel
Göreme · Rundtour
Besonderheiten
Überwiegend einfache Rundtour, im zweiten Abschnitt durch dicht bewachsene Talabschnitte.
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1 Start der Wanderung am Zemi Hotel

Los geht’s an der Müze Caddesi ein paar Minuten außerhalb von Göreme. Am Zemi Hotel steht eine Infotafel mit Wegweiser, dem wir folgen.

2 Feenkamine im Zemi Valley

Die zunächst breite Piste passiert das Görkünde Café, 10 Minuten später erreichen wir einen schönen Talkessel mit den beeindruckenden bis zu 15 Meter hohen Feenkaminen.

3 Grasplateau im Zemi Valley

Hinter dem Talkessel führt die Route über ein sanft ansteigendes Grasplateau, mehrere kleine Seitentäler werden durchquert. Nach rund 1,5 km verlassen wir das Zemi Tal über den Höhenzug rechts von uns.

4 Feldweg und Abzweigung zur Zisternen-Kirche

Nun folgen wir dem breiten Feldweg, der für einen weiteren Kilometer auf dem Kamm verläuft. Kurz vor dem Ende des Wegs zweigt links ein unscheinbarer Trampelpfad zur schön gelegenen Zisternen-Kirche ab (ca. 15 min hin und zurück).

5 Abstieg ins obere Görkündere Vadisi

Wieder auf dem Feldweg laufen wir noch ein paar hundert Meter weiter und steigen dann links in das obere Görkündere Vadisi ab.

6 Schmaler und bewaldeter Abschnitt im Görkündere Vadisi

Das Tal wird schnell schmaler und ist auch dicht bewaldet. Der Weg folgt nun immer dem Bach.

7 Betontreppe über einen Felssturz

Im weiteren Verlauf werden einige Felsstürze passiert, beim zweiten über eine mäßig steile Betontreppe, da die Schlucht von Felsbrocken blockiert ist.

8 Pfad im Talgrund des Görkündere Vadisi

Der Pfad im Talgrund ist stellenweise matschig, etwa 15 Minuten nach dem zweiten Felssturz verbreitert er sich aber zu einem Feldweg.

9 Gärten und Traktorpiste am Ende des Tals

Rechts und links tauchen nun die ersten Schuppen und Gärten auf. Kurze Zeit später sind wir auf einer Traktorpiste, der wir bis zum Ende des Tals folgen.

10 Rückweg zum Zemi Hotel

Die Piste verläuft zum Schluss parallel zum Hinweg. Schließlich kommen wir wieder am Zemi Hotel raus, wo sich der Kreis schließt.

Klein aber fein: Wanderung durch das Schwertertal

Das Schwertertal (türkisch: Kılıçlar Vadisi) ist ein kleines, aber eindrucksvolles Tal zwischen dem Zemi Valley und dem Roten Tal. Seinen Namen hat es von den spitz zulaufenden Tuffsteinformationen, die von weitem wie Schwerter oder Säbel aussehen. Vor allem der obere Teil des Tals ist spannend – hier führt der Weg durch einen steilen, sehr schmalen Mini-Canyon. Genau den erkunden wir auf dieser kurzen, aber intensiven Rundwanderung.

Schwertertal – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
3 km
Gehzeit
2 Std.
Aufstieg
89 m
Abstieg
89 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Göreme · Rundtour
Besonderheiten
Spektakulärer, enger Canyon mit kurzen Kraxelpassagen. Optional kann man unterwegs das Göreme Open Air Museum besuchen.
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1 Start der Wanderung am Kılıçlar Vadisi

Start ist wieder an der Müze Caddesi auf dem Feldweg zum Göreme Camping. Hier gehen wir rechts am Wegweiser Kılıçlar Vadisi auf den schmalen Pfad, der zu einem ersten schönen Aussichtspunkt mit Felsenkirche führt.

2 Kamm zwischen Schwertertal und Göremebecken

Der Weg verläuft für einige hundert Meter auf dem Kamm zwischen Schwertertal und Göremebecken. Auf einem weiteren Pfad steigen wir zwischen mehreren Felstürmen in das Tal hinab.

3 Sandiger Pfad durch das Schwertertal

Der sandige Pfad durch das Schwertertal ist einfach, es gibt keine Abzweigungen.

4 Enger Canyon im Schwertertal

Nach 250 Metern wird das Tal merklich enger, der Canyon ist stellenweise nur noch knapp zwei Meter breit.

5 Holzleiter über eine Steilstufe

Gelegentlich müssen wir über Felsbrocken kraxeln, schließlich wird eine fünf Meter hohe Steilstufe über eine Holzleiter überwunden.

6 Ausgang des Schwertertals

Nach einem weiteren Felssturz öffnet sich das Tal, kurze Zeit später erreichen wir den Parkplatz an der Hauptstraße oberhalb des Open Air Museum.

7 Gepflasterte Straße am Museums-Komplex

Für den Rückweg nehmen wir zunächst die gepflasterte Straße, die direkt am Museums-Komplex vorbeiführt.

8 Open Air Museum am Schwertertal

Ich selbst war nicht im Museum, weil ich den Preis überteuert fand (30 € + 12 € extra für die große Kirche). Das Zelve Open Air Museum (siehe Tour 8) ist größer, preiswerter und hat mehr zu bieten. Wer es sich unbedingt anschauen will, hat jetzt aber die Gelegenheit dazu.

9 Trampelpfad oberhalb der Schlucht

Am unteren Museumsparkplatz zweigt rechts ein Trampelpfad ab. Der Weg verläuft direkt oberhalb der Schlucht, durch die wir beim Aufstieg hochgekraxelt sind.

10 Rückweg zur Müze Caddesi

Nach einigen hundert Metern entspannten Wanderns biegen wir links auf einen Feldweg ab, der über einen großen Parkplatz führt. Diesem Weg folgen, ein paar Minuten später sind wir wieder am Startpunkt an der Müze Caddesi.

Ilhara Valley: Durch den Grand Canyon Kappadokiens

Das Ilhara Vadisi ist der „Grand Canyon“ Kappadokiens. Das etwa 18 Kilometer lange Tal wurde über Jahrtausende vom Melendiz-Fluss in das weiche Gestein des nahegelegenen Hasandağı-Vulkans gegraben, die Dimensionen sind beeindruckend: An manchen Stellen sind die Steilwände bis zu 200 Meter hoch. In dem Tal herrscht zudem ein mediterranes Mikroklima mit üppiger grüner Vegetation. Am Ende dieser tollen Wanderung wartet mit der Selime-Kathedrale zudem die größte Felsenkirche in ganz Kappadokien.

Ihlara Valley – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
15 km
Gehzeit
ca. 5 Std.
Aufstieg
285 m
Abstieg
375 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Ihlara → Selime
Besonderheiten
Anfahrt mit dem Bus relativ lang, ca. 3 Stunden. Zuerst mit dem Direktbus von Göreme nach Aksaray. Dort vom Fernbusbahnhof ins Stadtzentrum (Merkez) und zuletzt einen lokalen Dolmuş nach Ilhara. Der Eintritt in die Selime-Kathedrale ist im Preis für den Ilhara-Canyon inbegriffen.
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1 Start der Wanderung in Ilhara

Die Tour startet direkt an der Atatürk-Büste am Hauptplatz von Ilhara.

2 Einstieg ins Ilhara Valley

Wir laufen an den Restaurants vorbei aus dem Zentrum heraus. Ein paar hundert Meter weiter zweigen rechts Treppen zum Ticketoffice ab, wo der Weg beginnt (Eintritt: 15 €).

3 Weg entlang des Flusses im Ilhara Valley

Die Wanderung ist unkompliziert. Es geht immer auf einem gut ausgebauten Weg auf der linken Seite des Flusses entlang.

4 Café und Felsenkirchen im Ilhara Valley

Unterwegs kommen wir an einigen netten Cafés vorbei, immer wieder zweigen Treppen zu den zahlreichen Kirchen in den Steilwänden oberhalb ab.

5 Ağaçaltı Kilisesi im Ilhara Valley

Eine der schönsten ist die Ağaçaltı Kilisesi (Kirche unter den Bäumen) nach dem ersten Drittel der Strecke mit recht gut erhaltenen Fresken.

6 Security-Checkpoint im Ilhara Valley

Kurz darauf kommen wir an einem Security-Checkpoint vorbei.

7 Parkplatz am Ende des ersten Abschnitts

Gut drei Kilometer später endet Teil 1 der Wanderung an einem Parkplatz. Die meisten Touristengruppen machen hier Schluss, bis abends stehen Taxis für die Rückfahrt bereit.

8 Übernachtung in Belisırma

Da es schon spät war, habe ich spontan in Belisırma übernachtet und zwar in der Pansyon Birol. Die auf Google Maps und Co. angezeigten Campingplätze sind seit ein paar Jahren geschlossen.

9 Weg nach Belisırma

Nach Belisırma ist der Weg spürbar weniger begangen. Dafür gibt es etliche gute Zeltplätze (siehe GPS-Track).

10 Canyon im Ilhara Valley

Erst hier wird die Schlucht richtig spektakulär. Es fühlt sich wirklich an, wie in einem großen Canyon zu laufen.

11 Yaprakhisar und Selime-Kathedrale

Der Weg endet in dem Örtchen Yaprakhisar. Hier gibt es ein Café direkt unterhalb der berühmten Selime-Kathedrale, dem größten aus dem Fels geschlagenen Klosterkomplex in ganz Kappadokien.

12 Weiterweg nach Selime

Leider war mein Ticket vom Vortag nicht mehr gültig, daher bin ich unverrichteter Dinge nach Selime weitermarschiert.

13 Straße bei Selime und Dolmuş-Verbindung

In dem Ort fahren nur sehr unregelmäßig Dolmuş. Besser ist es daher, zur großen Kreuzung am Aksaray Güzelyurt Yolu weiterzulaufen (ca. 2 km). Hier fahren regelmäßig stündliche Dolmuş zurück nach Aksaray.

Gomeda Valley: Felsenkirchen und Taubenhäuser

Das grüne Gomeda-Tal liegt etwas abseits der bekannten Routen, ca. 10 km östlich von Göreme. Hauptattraktion sind hier nicht die Feenkamine – die gibt es zwar auch – sondern die zahlreichen kunstvoll angelegten Taubenhäuser und mehrere fantastische Felsenkirchen. Außerdem ist das Tal stellenweise sehr tief, deshalb wird es auch gerne das „kleine Ilhara Valley“ genannt. Wer die lange Anfahrt zum echten Ilhara-Tal scheut, findet hier einen mehr als würdigen Ersatz.

Gomeda Valley – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
14 km
Gehzeit
5 Std.
Aufstieg
90 m
Abstieg
180 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Mustafapaşa → Ürgüp
Besonderheiten
Sehr abwechslungsreiche Talwanderung mit schattigen Abschnitten und Taubenhäusern. Der Rückweg folgt dem Üzengi Dere – der Weg ist unter Umständen abschnittsweise leicht überschwemmt.
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1 Friedhof in Mustafapaşa

Start ist das Örtchen Mustafapaşa, das man am besten mit dem Taxi erreicht (ca. 20 Minuten von Göreme). Von der Moschee halten wir uns zunächst in Richtung Friedhof und folgen der Straße bis zum Ürgüp – Ayvalı Yolu.

2 Schotterpiste zum Gomeda Tal

Hier zweigt eine Schotterpiste ab, die in ca. 20 Minuten zur großen St. Basilius Kirche am Eingang des Gomeda Tals führt.

3 Fresken in der St. Basilius Kirche

Die Besichtigung der Kirche lohnt sich, die Fresken sind teilweise sehr gut erhalten.

4 Weg am Talgrund des Gomeda Tals

Im weiteren Verlauf laufen wir immer am Talgrund, häufig neben dem Bach und angenehm im Schatten der Bäume.

5 Abzweigungen im Gomeda Tal

Gelegentlich kommen wir an Abzweigungen vorbei, die auf Stichwegen zu Sehenswürdigkeiten oberhalb des Hauptwegs führen.

6 Taubenhäuser im Gomeda Tal

Die Wegweiser Richtung Ibrahimpaşa ignorieren, wir bleiben immer im Tal. Die ersten Taubenhäuser sehen wir etwa 2 Kilometer nach dem Einstieg.

7 Osmans Tea Garden

Am Ende des Tals befindet sich mit Osmans Tea Garden ein kleines Café.

8 Felsenburg bei Osmans Tea Garden

Neben dem Café steht eine spektakuläre Felsenburg. Für den Rückweg gibt es zwei Optionen. Der direkte Weg führt nach Ortahisar, aber auf einer langweiligen staubigen Traktorpiste.

9 Üzengi Valley

Länger, aber viel schöner ist der Weg durch das unmittelbar anschließende Üzengi Valley, der fast direkt bis nach Ürgüp führt.

10 Üzengi Deresi

Der Weg beginnt direkt unterhalb der Felsenburg und folgt immer dem Verlauf des Üzengi Deresi. Je nach Jahreszeit kann das Bächlein noch recht viel Wasser führen und den Weg überschwemmen.

11 Weg entlang des Üzengi Deresi

Man kann sich an den Seiten aber meist irgendwie vorbeimogeln. Der Weg ist auch bei den Einheimischen recht beliebt, die hier mit Motorrädern zu den schönen Picknickplätzen am Bach fahren.

12 Abzweigung zum Pancarlık Vadisi

Gut 1,5 Kilometer später verlassen wir das Tal und nähern uns der Hauptstraße nach Ürgüp. Über einen Trampelpfad kommen wir zur Abzweigung ins Pancarlık Vadisi.

13 Felstürme im Pancarlık Vadisi

Der Weg verläuft immer am Bach entlang und führt zu einer Lichtung mit einigen spektakulären Felstürmen.

14 Traktorweg durch die Felder von Ürgüp

Hier zweigt ein Traktorweg rechts ab, der für knapp 2 Kilometer durch die Felder von Ürgüp führt.

15 Zentrum von Ürgüp

Etwa 40 Minuten später erreichen wir das lebhafte Zentrum von Ürgüp an der Istiklal Caddesi.

Akdağ-Besteigung: Auf den höchsten Berg von Göreme

Der Akdağ (Weißer Berg) ist mit 1.327 Metern der höchste Berg im Göreme-Nationalpark und ein echter Geheimtipp für Wanderer, die Routen abseits der üblichen Pfade suchen: Vom Gipfelplateau bietet sich eine spektakuläre 360°-Grad-Panorama-Aussicht über das Herz Kappadokiens. Außerdem befindet sich hier oben in einmalig abgeschiedener Lage das vollständig erhaltene Grabmal eines Sufi-Heiligen aus dem 14. Jahrhundert. Die besten Zutaten für eine der Top-Wanderungen rund um Göreme! 

Akdağ Besteigung – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
12 km
Gehzeit
5 Std.
Aufstieg
340 m
Abstieg
350 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Çavuşin · Rundtour
Besonderheiten
Relativ unkomplizierte Besteigung des Akdağ-Massivs auf guten Bergpfaden. Unterwegs keinerlei Schatten, daher unbedingt an Sonnenschutz denken und ausreichend Wasser mitnehmen (2-3 Liter).
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1 Start der Akdağ Wanderung in Çavuşin

Start ist das Örtchen Çavuşin, von Göreme gut mit dem Bus oder in ca. 10 Minuten mit dem Taxi erreichbar. Vom Hauptplatz an der Moschee laufen wir an den Souvenirständen vorbei und biegen kurz darauf auf den gepflasterten Weg rechts.

2 Akdağ-Massiv über Çavuşin

Der Weg führt an einigen Höhlenwohnungen vorbei auf ein flaches grasiges Plateau über dem Ort. Vor uns erhebt sich die gewaltige Mauer des Akdağ-Massivs.

3 Ziel der Akdağ Besteigung

Unser Ziel ist der etwas abseits stehende kuppelförmige Berg ganz rechts.

4 Weg über das Plateau zum Akdağ

Der Weg führt über das Plateau, wir passieren ein Nebental links und halten immer auf die Gebirgsmauer zu, bis wir unterhalb der Steilwände ankommen.

5 Pfad entlang des Akdağ-Massivs

Der Pfad folgt nun für ca. 1,5 km dem natürlichen Verlauf der Mauer, rechts unter uns bieten sich schöne Blicke ins Rosental.

6 Türkische Flagge auf dem Akdağ

Schließlich sieht man von weitem schon die türkische Flagge auf dem Akdağ flattern. Es gibt einen direkten Weg, der ist allerdings sehr rutschig.

7 Felsentor am Akdağ

Für den letzten Abschnitt des Wegs laufen wir stattdessen rechts um die Bergflanke herum. Dabei passieren wir ein Felsentor, das einen schönen schattigen Rastplatz abgibt.

8 Aussichtspunkt mit Flagge auf dem Akdağ

Danach sind es noch ungefähr 10 Minuten bis zu einem flachen Sattel. Hier führt links der Weg zum Aussichtspunkt mit der Flagge, wo wir den fantastischen Rundblick genießen.

9 Hochplateau des Akdağ-Massivs

Wieder am Sattel zurück führt der Weg nun für rund 2 Kilometer über ein grasbewachsenes, sanft gewundenes Hochplateau mit dem eigentlich höchsten Punkt des Akdağ-Massivs.

10 Halil Dede Türbesi am Akdağ

Wir folgen dem Verlauf des Bergrückens. Irgendwann sehen wir in der Ferne eine niedrige Steinstruktur unterhalb der Berghänge, die Halil Dede Türbesi (Grab von Halil Dede).

11 Halil Dede Türbesi

Dieser heilige Mann stammt der Legende nach aus Chorasan (heute Iran) und kam mit den Seldschuken im 14. Jahrhundert nach Anatolien, um den Islam zu verbreiten. Das Grab ist zugänglich und recht gut gepflegt. Im Inneren befindet sich ein Sarkophag, umhüllt mit dem traditionellen Tuch (Kişve) in Grün – im Islam die Farbe des Paradieses.

12 Rückweg am Akdağ

Zurück geht‘s auf gleichem Weg. Wieder am Akdağ steigen wir am Felsentor vorbei und kommen oberhalb des bekannten Aussichtspunkts über das Rosental raus.

13 Rückweg durch das Rosental

Für den Rückweg nehmen wir den in Tour 2 beschriebenen Weg durch das Rosental. Am Café an der Ayvali Church steigen wir diesmal aber nicht durch den Canyon ab, sondern folgen einem der Bergrücken, die das Rosental aufteilen.

14 Steiler Pfad im Rosental

Der Weg führt zu einem einzelnen Baum – hier lieber nicht rechts absteigen! Der Pfad führt zu einem sehr steilen, rutschigen Pass, wo als einzige Sicherung ein nicht sehr vertrauenswürdiges Hanfseil herunterbaumelt.

15 Abstieg zum Eingang des Rosentals

Wir halten uns stattdessen links und folgen dem sanft absteigenden Weg, der zum Eingang des Rosentals und anschließend auf einem Feldweg zur Rose Valle Horse Ranch führt.

16 Rückkehr nach Çavuşin

Von hier ist es noch ein guter Kilometer bis zum Friedhof von Çavuşin. 10 Minuten später sind wir wieder im Ortszentrum.

Im Hinterland von Çavuşin: Der Schleichweg nach Zelve

Eine landschaftlich spektakuläre Kurzwanderung, die zwei nicht ganz so bekannte, aber sehr sehenswerte Attraktionen miteinander verbindet: Die imposante Burg von Çavuşin mit der Höhlenkirche Johannes des Täufers und das Freiluftmuseum von Zelve, ein riesiger Wohn- und Höhlenkomplex verteilt über drei malerisch ineinander verschachtelte Gebirgstäler – für mich eine der Top-Attraktionen in Kappadokien. Aber auch der Weg dorthin ist sehr schön, daher volle Empfehlung!

Von Çavuşin nach Zelve – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
6 km
Gehzeit
4 Std.
Aufstieg
135 m
Abstieg
120 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Çavuşin → Zelve Open Air Museum
Besonderheiten
Abwechslungsreiche Wanderung durch bizarre Felsformationen, meist auf schmalen selten, begangenen Pfaden. Trittsicherheit erforderlich.
Karte
+ Wegbeschreibung anzeigen
1 Start der Wanderung in Çavuşin

Start ist wie bei der letzten Tour Çavuşin. Der große Felsen mit der Höhlenkirche ist schon von unten gut zu sehen.

2 Weg zum Kloster oberhalb von Çavuşin

Diesmal führt der Weg von der Hauptstraße nicht nach rechts, sondern nach links oben. Am ersten Warnschild gehen wir vorbei. Über Treppen geht es dann zum Village Cave Hotel, der Weg zum Kloster ist ausgeschildert.

3 Kloster und Aussicht auf Çavuşin

Eintritt müssen wir erfreulicherweise nicht zahlen, oben kann man ein bisschen das Kloster erkunden. Außerdem bietet sich eine erste schöne Aussicht auf Çavuşin und das Göreme-Becken.

4 Plateau oberhalb des Klosters

Das Kloster liegt auf einer Art Plateau mit vielen Trampelpfaden. Wir lassen den Klosterkomplex hinter uns und halten wieder direkt auf die gewaltige Mauer des Akdağ-Massivs zu.

5 Bergkamm mit Felswohnungen

Der Weg verläuft für ein paar hundert Meter auf dem Bergkamm und führt an einem kleinen Nebental mit schönen Felswohnungen vorbei.

6 Weg durch die Felsformationen

Die große Felsmauer wirkt im ersten Moment wie ein unüberwindliches Hindernis, tatsächlich schlängelt sich der Weg aber sehr geschickt mitten zwischen den bizarren Felsformationen hindurch.

7 Abzweigung am Akdağ-Massiv

An einem einzelnen Haus auf einem Hügel zweigt rechts ein weiterer Pfad zum Akdağ-Gipfel ab. Wir umgehen das Massiv stattdessen auf der linken Seite.

8 Route oberhalb des Paşabağı-Tals

Die Route führt immer oberhalb der Straße nach Zelve, unter uns kommt links nun das eingezäunte Areal des Paşabağı-Tals in Sicht, das wir aber weiträumig umgehen.

9 Schmaler Pfad Richtung Zelve

Der Pfad ist stellenweise recht schmal, aber gut zu gehen.

10 Ausgesetzte Passage auf dem Weg nach Zelve

Nur an einer Stelle muss eine abschüssige Platte gequert werden (ca. 3 m, ausgesetzt). Diese Stelle lässt sich aber einfach vermeiden, ich habe die Umgehung im GPS-Track markiert.

11 Paşabağ-Feenkamine

Zuletzt laufen wir direkt am Zaun oberhalb der Paşabağ-Feenkamine entlang. Überraschenderweise findet sich hier sogar eine Wegmarkierung auf einem Felsen.

12 Feldweg und Äcker vor Zelve

Der Pfad führt nun leicht absteigend und teilweise nur schwer erkennbar über einige Äcker neben der Zufahrtsstraße nach Zelve.

13 Ankunft am Zelve Open Air Museum

Schließlich kommen wir ganz unvermittelt am Taxistand vor dem Open Air Museum raus und sind wieder in der Zivilisation.

14 Zelve Open Air Museum

Für das Zelve Open Air Museum würde ich mindestens 1–2 weitere Stunden einplanen. Das Areal ist riesig groß und eigentlich fast schon selbst eine kleine Wanderung. Im GPS-Track habe ich eine schöne Rundtour eingetragen, die einmal durch die Täler führt.

15 Taxistand am Zelve Open Air Museum

Beim Ticketschalter am Eingang kann man sich auch ein Taxi rufen lassen, das einen in ca. 20–25 Minuten zurück nach Göreme fährt.

Kraxelabeneteuer im Devrent Valley

Das Devrent Valley liegt an der Straße zwischen Avanos und Ürgüp und ist berühmt für die fantasievoll geformten Felsformationen, die an Tiergestalten erinnern – die bekannteste ist das „Kamel“. Offizielle Wanderwege gibt es nicht, die meisten Touristen halten nur kurz am Fotospot. Ich wollte das aber nicht auf sich beruhen lassen und habe tatsächlich einige Ziegenpfade entdeckt, die man zu einem kurzen, aber intensiven Rundtrip kombinieren kann.

Devrent Valley – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
2,5 km
Gehzeit
1,5 Std.
Aufstieg
70 m
Abstieg
70 m
Schwierigkeit
mittel
Start & Ziel
Devrent Valley · Rundtour
Besonderheiten
Kurze Wanderung durch die bizarren Felsformationen des Devrent Valley – meist auf schmalen Ziegenpfaden, abschnittsweise auch weglos. Trittsicherheit und etwas Abenteuerlust erforderlich. Für die Rückfahrt, entweder per Anhalter, z.B. nach Ürgüp. Alternativ wartet man auf den Bus aus/von Avanos (einmal stündlich, jeweils zur halben Stunde)
Karte
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1 Startpunkt am Selfiepoint im Devrent Valley

Start ist der Selfiepoint an der Hauptstraße, wo auch die Busse halten und jeden Tag TikTok-Hochsaison ist. Von hier laufen wir über eine Rampe in den Graben neben der Straße.

2 Trampelpfad zum Aussichtspunkt

Anschließend geht es auf einem schmalen Trampelpfad zu einem Aussichtspunkt etwa fünfzig Meter oberhalb der Straße.

3 Felsenlabyrinth im Devrent Valley

Im weiteren Verlauf durchqueren wir das Felsenlabyrinth parallel zur Straße und bleiben grob immer auf der gleichen Höhe.

4 Schwach erkennbarer Pfad im Felsenlabyrinth

Generell gilt: Die Pfade sind häufig nur sehr schwach erkennbar – bitte keinen ausgebauten Wanderweg erwarten.

5 Bachbett im Devrent Valley

Etwa auf der Mitte der Querung steigen wir zu einem Bachbett ab, dem wir weglos in Richtung Norden folgen.

6 Pyramidenförmige Felsnadeln

Anschließend steigen wir bei der erstbesten Gelegenheit zwischen zwei markanten pyramidenförmigen Felsnadeln wieder auf, um aus dem Bachbett herauszukommen.

7 Seitental mit steilen Felswänden

Im folgenden Abschnitt werden drei kleinere Seitentäler gequert, die durch steile Felswände getrennt sind.

8 Verbindungssattel zwischen den Seitentälern

Die Route führt über den jeweils flachsten Verbindungssattel zwischen den Tälern, auch hier stellenweise in Bachbetten und weglos.

9 Trampelpfad neben dem Bach

Nach dem dritten Seitental stoßen wir auf einer Anhöhe wieder auf einen halbwegs klar erkennbaren Pfad, der die Hänge zur Straße hinabführt. Hier verläuft dann ein normaler Trampelpfad neben dem Bach.

10 Kamel-Felsen am Startpunkt

Ein paar Minuten später erreichen wir dann wieder Startpunkt und den berühmten Kamel-Felsen, den wir hier aus nächster Nähe bestaunen können.

Unbekanntes Çat Valley: Abseits der bekannten Routen

Das Çat-Tal nördlich von Nevşehir ist ziemlich unbekannt, genau deshalb wollte ich es mir unbedingt anschauen. Und am Ende hat es mir auch gut gefallen: Durch das Tal führt eine einfache Wanderung, auf der man unglaublich viele Taubenhäuser sieht. Wahrscheinlich ist das Çat Vadisi sogar das Tal mit den meisten Taubenhäusern im Umkreis von Göreme! Am Ende befindet sich mit dem Freilichtmuseum von Gülşehir zudem eine weitere sehenswerte Attraktion abseits der bekannten Highlights.

Çat Vadisi – Kappadokien
Tourinfos
Strecke
9,5 km
Gehzeit
ca. 4 Std.
Aufstieg
15 m
Abstieg
160 m
Schwierigkeit
leicht
Start & Ziel
Çat → Gülşehir
Besonderheiten
Anfahrt am besten mit Taxi. Für die Rückfahrt an der Straße nach Gülşehir warten, es fahren regelmäßig Dolmuş nach Nevşehir (alle halbe Stunde, die Fahrt dauert etwa 15 Minuten). Von Nevşehir kann man mit dem normalen Bus zurück nach Göreme fahren (alle halbe Stunde, Fahrt ca. 10 Minuten).
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1 Start der Wanderung in Çat

Los geht’s in dem Dörfchen Çat, das in ca. 20 Minuten mit dem Taxi von Göreme erreichbar ist.

2 Wegweiser zum Tal

Vom Hauptplatz mit der Moschee folgen wir der Straße nach Norden, kurze Zeit später treffen wir auf ein Schild, das den Weg zum Tal weist.

3 Traktorweg und Aussichtspunkt

Wir gehen am Çat-Café vorbei (war nicht geöffnet als ich da war), zunächst auf einem Traktorweg bis zu einem Aussichtspunkt mit türkischer Flagge.

4 Treppen hinunter ins Tal

Hier führen Treppen in das Tal runter, kurze Zeit später beginnt der eigentliche Wanderweg.

5 Dichte Vegetation im Çat-Tal

Am Anfang ist das Tal noch von dichter Vegetation bedeckt.

6 Wanderweg durch das Çat-Tal

Die Route durch das Tal ist aber sehr simpel, es gibt nur einen klar erkennbaren Weg.

7 Erste Taubenhäuser im Çat-Tal

Kurz nach dem Einstieg öffnet sich das Tal und die ersten Taubenhäuser werden sichtbar.

8 Taubenhäuser in den hohen Felswänden

Man läuft mitten zwischen den bis zu 20 Meter hohen Steilwänden, die über und über mit kleinen Öffnungen für die Tauben durchlöchert sind.

9 Felsmalereien an den Taubenhäusern

An einigen der Taubenhäuser befinden sich auch noch gut erhaltene Felsmalereien an den Eingängen, überwiegend neueren Datums.

10 Rastplatz im Çat-Tal

Etwa auf der Mitte der Strecke gibt es einen Rastplatz mit mehreren Unterständen, allerdings kein Wasser. Danach wird das Tal etwas flacher, die Vegetation dichter.

11 Hintereingang des Gülşehir-Freilichtmuseums

Gut drei Kilometer weiter erreichen wir ein halbverfallenes Häuschen und den Hintereingang des Gülşehir-Freilichtmuseums.

12 Areal des Gülşehir-Freilichtmuseums

Der Komplex besteht aus sechs weitläufigen Arealen, die jeweils in Seitentälern liegen. Um alle Gebäude zu sehen, braucht man eine gute Stunde.

13 Säulenhalle in Areal 4

Besonders schön fand ich Areal 4, hier gibt es eine riesige Säulenhalle.

14 Lage des Gülşehir-Freilichtmuseums

Andere Leute habe ich natürlich nicht gesehen, das Gelände befindet sich quasi mitten im Nirgendwo an der Straße nach Gülşehir.

15 Rückfahrt vom Gülşehir-Freilichtmuseum

Offiziell muss man 50 TL Eintritt zahlen, das Kassenhäuschen an der Straße war aber verlassen, als ich da war. Die Rückfahrt hat trotz der etwas abgelegenen Lage erstaunlich gut geklappt, da auf der Straße von Gülşehir regelmäßig Dolmuş nach Nevşehir fahren.

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Meine Top-Tipps für Wanderungen in Kappadokien

Hier noch ein paar nützliche Tipps, wenn du auf eigene Faust in Kappadokien wanderst:

Orientierung

Die bekannteren Routen, z.B. sind im Taubental oder im Rosental sind zumindest teilweise ausgeschildert und markiert. Gelegentlich gibt es Wegweiser oder große Wegsteine, manchmal sogar mit Kilometerangaben. Daneben aber auch gefühlt eine Million unmarkierte Trampelpfade und Ziegenwege. Viele der Routen kreuzen sich auch, was zusätzlich für Verwirrung sorgt. Du kannst dich also nicht darauf verlassen, dass du immer nur den Markierungen zu folgen brauchst und automatisch am Ziel ankommst.

Navigation und GPS

Lade dir auf jeden Fall vorher eine Offline-Karte für die Navigationsapp deiner Wahl runter, bevor du losziehst. Die meisten Wege werden in den üblichen Apps angezeigt. Wenn du ganz bestimmte Wanderungen machen willst, ist es sinnvoll sich vorher einen GPS-Track herunterzuladen, z.B. die Tracks die ich hier anbiete. Damit kannst du gezielt navigieren und musst dir nicht selbst die Route zusammensuchen.

Handy-Empfang

Gerade in den Tälern kommt es vor, dass du zeitweise kein Signal hast. Stelle beim Wandern also sicher, dass du eine Offline-Karte dabei hast. Ansonsten ist der Handy-Empfang gut, ich hatte in der Regel eine stabile 4G-Verbindung.

Richtige Schuhe

Du läufst häufig über Tuffstein, der im ersten Moment harmlos wirkt. Tatsächlich ist Tuffstein aber ziemlich rutschig und es gibt gelegentlich auch mal steilere Passagen. Die Schuhe sollten also ein gutes Profil mit Grip haben. Ich hatte normale Trailrunner dabei und bin damit sehr gut gefahren. Durch die hohen Temperaturen ist eine gute Belüftung sinnvoll. Von wasserfesten Schuhen (GoreTex etc.) würde ich abraten.

Sonnenschutz

In den Tälern ist es häufig angenehm kühl, weil es dort meistens einen Bach und Vegetation gibt, teilweise sogar schattenspendende Bäume. Aber es gibt auch viele Stellen ohne Schatten und die Sonne in Zentralanatolien ist sehr stark. Daher ist Sonnenschutz unverzichtbar.

Wasser und Verpflegung

Die Einheimischen haben an strategischen Stellen kleine Cafés aufgestellt und verkaufen dort frischen Orangensaft oder Granatapfelsaft. Aber man kann sich nicht hundertprozentig darauf verlassen, dass die Cafés immer offen sind. Daher lieber ein Picknick und ausreichend Wasser mitnehmen (2 Liter). Es gibt vereinzelt Trinkbrunnen, ich habe sie im GPS-Paket markiert. Das Wasser aus den Bächen ist nicht trinkbar, da die Dörfer dort häufig ihr Abwasser durchleiten.

Das Thema „Hunde“

Das ist wahrscheinlich die häufigste Frage: „Muss ich mir wegen Hunden Sorgen machen?“ Mit gutem Grund: In der Türkei gibt es unglaublich viele freilaufende Hunde und Straßenhunde. Nicht ganz so viele wie in Indien, aber schon deutlich mehr als in südeuropäischen Ländern wie Spanien oder Portugal.

Interessanterweise habe ich in Göreme aber nur vereinzelt Hunde gesehen, und wenn dann meistens nur in Gärten oder in sicherer Entfernung hinter einem Zaun. Ich wurde schon ein paar Mal angekläfft, ansonsten habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Bei der Wanderung von Çavuşin nach Zelve hat mich ein Hund mal eine Stunde lang begleitet. Der war aber sehr brav und er hat immer schön gewartet, ob ich auch nachkomme.

Was ist die beste Reisezeit zum Wandern in Kappadokien?

Die beste Reisezeit für Wanderungen sind die Monate Mai/Juni und dann wieder ab September bis Mitte November. Zu diesen Zeiten ist es in Anatolien angenehm, aber nicht übermäßig heiß. Die Sommer in Anatolien sind sehr heiß und trocken (35° – 40° C). Zu dieser Zeit sind die hohen Gebirgsmassive des Taurus besser zum Wandern geeignet, z.B. das rund 90 km südlich gelegene Aladağlar-Gebirge.

Ich war Anfang Juni in Göreme und habe es sehr genossen. Das ist die Übergangszeit zwischen Frühling und Sommer. Die Natur war noch schön grün, gerade in den Tälern. Außerdem waren die Tage sehr lang, ca. 10 Stunden Sonne – perfekt, um viel Zeit draußen zu verbringen. Mittags war es aber schon ziemlich heiß, an manchen Tagen über 30°C.

Hier bekommst du eine Wanderkarte für Kappadokien

Hier noch ein letzter Tipp, den ich vorher gerne gewusst hätte: In Göreme gibt es tatsächlich einen kleinen Outdoor-Shop, nämlich Göreme Outdoor, ein paar Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum. In dem Laden bekommst du Wanderschuhe, Funktionskleidung und Campingausrüstung. Außerdem – man glaubt es nicht – eine offizielle Wanderkarte für Kappadokien. Ja so etwas gibt es tatsächlich!

Die Wanderkarte Cappadocia Trek im Maßstab 1:25.000 enthält markierte und unmarkierte Routen – teilweise auch Wege, die (noch) nicht in den üblichen Apps auftauchen. Genau so bin ich auch auf einige meiner Wanderungen abseits der Haupttäler gekommen. Die Karte bekommst du ausschließlich bei Göreme Outdoor, sie wird dort nämlich im Eigenverlag herausgeben. Ein Grund mehr, da mal vorbeizuschauen!

Sonstige Fragen und FAQ

Zum Abschluss meine Einschätzung zu einigen häufigen Fragen, die beim Wandern in Kappadokien immer wieder aufkommen.

Ja, auf jeden Fall. In Kappadokien gibt es zahlreiche einfache Wanderungen. Gerade das Taubental, Liebestal oder Zemi Valley sind sehr anfängerfreundlich. Allerdings solltest du dich auch bei den einfachen Touren auf unebene Wege, kurze steilere Passagen und rutschigen Tuffstein einstellen. Es gibt also durchaus Stellen, an denen Trittsicherheit gefragt ist.

Das hängt natürlich von der jeweiligen Route ab. Viele Wanderungen lassen sich aber problemlos als Halbtagestour machen. Ich würde dennoch immer etwas Puffer einrechnen: Es gibt es viele interessante Aussichtspunkte, Höhlen und Felsenkirchen, an denen man gerne mal länger stehen bleibt. Selbst die kürzeren Touren können daher länger ausfallen, als es die reine Kilometerangabe vermute lässt.

Ja. Die meisten Wege durch die Täler sind kostenlos zugänglich. Die einzige Ausnahme ist der Weg durch das Ilhara-Tal, wo du 15 € Eintritt zahlen musst. Ansonsten kann es vorkommen,  dass du an kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten und touristisch erschlossenen Bereiche vorbeikommt, für die Eintritt verlangt wird. Die eigentlichen Wanderwege sind in der Regel aber gratis.

Für die meisten Wanderungen brauchst du meiner Meinung nach keinen Guide. Wenn du dich mit Offline-Karten und GPS auskennst und die Route vorher entsprechend vorbereitest, kannst du die Touren problemlos auf eigene Faust unternehmen. Ein Guide könnte aber insofern interessant sein, wenn du etwas über die Geschichte der Orte erfahren willst, die du unterwegs siehst.

Ja - das geht überraschend gut! Die Ballons starten normalerweise sehr früh am Morgen, sodass du anschließend noch mehr als genug Zeit für eine Wanderung hast. Ich habe das an einem Tag auch so gemacht: Morgens die Ballonfahrt für den 360° Blick, mittags dann in Richtung Rosental. Gerade wenn du die Täler von oben gesehen hast, ist es nochmal ein ganz anderes Erlebnis, zu Fuß da durchzuwandern.

Ja wahrscheinlich schon, auch wenn ich keine persönliche Erfahrung damit habe. Aber die Leute vom Hostel haben mir Fotos aus dem Winter gezeigt - wenn die Täler von Schnee bedeckt sind, sieht das schon genial aus. Bedenke aber, dass Anatolien im Winter bitterkalt ist. Und mit Schnee und Eis wird es natürlich schwieriger, in dem abschüssigen Terrain zu laufen.

Mein Fazit

Wer wandert, sieht Orte, die anderen verborgen bleiben – an diese Binsenweisheit musste ich in Kappadokien sehr oft denken. Denn es ist zwar schön, die Täler aus dem Heißluftballon zu bewundern. Aber die eigentliche Magie dieser einzigartigen Landschaft entfaltet sich erst, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Umso überraschender ist, dass das bislang immer noch vergleichsweise wenige Leute machen.

Wäre Kappadokien in Italien oder Spanien, wäre es inzwischen wahrscheinlich längst eine der Top-Wanderdestinationen Europas und entsprechend überlaufen. Aber die Türkei ist eben noch kein etabliertes Outdoor-Reiseland, so ist Göreme bislang eher ein Ziel von Sightseeing-Touristen. Mein Tipp: Nutze das aus, solange das noch so bleibt. Du wirst es nicht bereuen!

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Hast du noch Fragen oder Anmerkungen? Kennst du andere spannende Wanderungen in Kappadokien, die man kennen sollte? Dann nichts wie ab in die Kommentare – ich freue mich darauf, von dir zu hören.

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